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Books » Harry Potter » Stirb, Harry Potter
szaranea
Author of 13 Stories
Rated: K+ - German - Humor - Severus S. & Draco M. - Reviews: 44 - Updated: 01-12-03 - Published: 10-15-02 - id:1014642

Stirb Harry Potter, oder: die etwas andere Geschichte der Tochter des Basilisken, von Severus Snape und (obligatorisch:) Draco Malfoy und Ginny Weasley

Disclaimer: Mir gehört nichts, ausser der Basilika.

Author's Note: Hey, Leute, das ist eine verdammt bescheuerte Geschichte, die man nur lesen sollte, wenn man Harry Potter (die Person) hasst, oder zumindest nichts dagegen hat, wenn er nicht so ganz gut wegkommt. Weiterhin ist das ganze stellenweise ziemlich schweinisch, also ist es empfehlenswert, wenn man was gegen derben Humor hat, jetzt nicht weiterzulesen.

Diese Geschichte ist ein birthday present für meine liebe Freundin Cari, und daher könnte es sein, dass einige Pointen verloren gehen, da Insider vorkommen.

Have fun,

~Ri

Kapitel 1: Pickel, Brandy und Pornoheftchen

Er hätte es wissen müssen. Einmal in seinem Leben hätte er auf sie hören sollen. Sie mochte vielleicht die nutzloseste Sibylle in der Geschichte der Wahrsagerei sein, aber hiermit hatte sie Recht behalten.

Er konnte sich noch genau an die Unterhaltung mit ihr an diesem Morgen erinnern.

„Oh, Sev, nein, geh da nicht so hin!" hatte sie gesagt.

„Das wird nicht gut gehen. Ich sehe es kommen...du wirst tausend Tode sterben, ich schwöre es dir. Geh nicht so da hin!"

Er schüttelte den Kopf. Es hieß sie hätte schon einmal eine richtige Prophezeiung von sich gegeben. Vor drei Jahren in etwa. Drei! Eine magische Zahl. Natürlich. Es war so sonnenklar gewesen. Er hörte immer noch ihre Stimme in seinem Kopf hallen.

„Glaubs mir, das wird schief gehen, mein inneres Auge sagt es mir, und ehrlich gesagt, mein äußeres auch. Orange und schwarz passen nicht zusammen!"

Er hatte nicht auf sie hören wollen. Dabei hätte er es sehen sollen. Aber in seiner Eile hatte er keine Zeit gehabt sich darauf zu konzentrieren, wie es aussah.

Orange und schwarz passen nicht zusammen!

Orange und schwarz passen nicht zusammen!

Orange und schwarz passen nicht zusammen!

Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder seinem Gegenüber zu, das, besser gesagt die, im Moment ein Schlückchen Wein nippte, und dabei elegant den kleinen Finger wegstreckte.

„Guter Wein" kommentierte sie anerkennend. Er nickte. Es war guter Wein. Und vor allem schön teuer...

Sie waren beide still, nicht sicher was sie sagen sollten. Schließlich räusperte sie sich damenhaft, und sagte „Danke für den wunderbaren Abend, Sev, ich denke es wäre besser wenn ich jetzt gehen würde."

Er verabschiedete sich höflich und half ihr mit ihrer Jacke.

Während sie sich umdrehte, sagte sie noch schnell: „Übrigens: ich würde einen schwarzen Anzug nicht mit einer orangen Krawatte kombinieren!" dann drehte sie sich endgültig um und verließ mit schwingenden Hüften das Restaurant.

Severus Snape, Alter: 37, Geschlecht: vorhanden, Krawatte: orange, seufzte. Schon wieder ein Abend allein mit nur einer Flasche Rotwein, die im Moment sehr verlockend erschien. Er wusste schon wie es weitergehen würde: er würde zurück in die Schule kommen, ziemlich erheitert, auf die oberkluge Dame treffen, welche ihm den Verlauf des Abends bereites vorhergesagt hatte, nämlich Sibyl Trelawney, die Wahrsage-lehrerin von Hogwarts, und am nächsten Morgen in ihrem Bett aufwachen, sich an nichts mehr erinnern außer, dass es wahrscheinlich ein ziemliches Kunststück werden würde seinen Zauberstab (hey, so pervers bin ich nicht! Ich meine den ECHTEN Zauberstab. Das Ding aus Holz mit dem man herumfuchtelt und bescheuerte Worte wie ‚Accio' sagt) von ihrem Kronleuchter herunterzuholen.

Er überlegte sich das ganze nocheinmal. Vielleicht, ja vielleicht sollte er den Wein heute lieber lassen. Dann könnte er in sein Bett gehen, und zwar alleine. Das würde ihm nicht nur die endlosen quälenden Fragen wie ‚was hast du letzte Nacht getan' oder ‚oh mein Gott, wenn du nackt bist, ist sie es auch! Raus hier!' ersparen, und ihre Kommentare im Lehrerzimmer über seinen Zauberstab den sie ihm gerne mal polieren würde. (Okay okay, ich gebs zu, ich bin verdorben)

Das war definitiv die bessere Möglichkeit. Entschlossen apparierte er zum Schloss zurück, ging auf sein Zimmer, wobei er der Schreckschraube natürlich auf halben Weg begegnete- und einfach an ihr vorbeiging, ihre seltsamen Kommentare von wegen „DUUUUUU KOMMST NICHT VORBEIIIIIII!" ignorierend. In seinen eigenen vier Wänden angekommen- und mehr als vier Wände waren es wirklich nicht, wenn man das Klo, das Bad, das Schlafzimmer, die Küche, den Salon, die Sauna, den Fitnessraum und den Beauty-raum nicht mitzählte –ging er sofort ins Arbeitszimmer, und tat das, was alle Männer tun, wenn sie das Arbeitszimmer betreten. Nein, nicht das, du Perversling. Er hat keine Sekretärin. Er goss sich einen Brandy ein. Und dann noch einen. Und dann noch einen. Und dann noch einen.

Am nächsten Morgen erwachte er in einem Knallrosa Schlafzimmer, das zwar nicht seines war, ihm aber trotzdem irgendwie bekannt vorkam.

Ein grauenhafter Verdacht beschlich ihn. Er hatte doch nicht etwa schon wieder...aber wie war das möglich?

Vorsichtig zog er die Decke ein Stück weg, und wirklich, da lag sie...er warf die Decke schnell wieder über sie drüber, rannte ins Badezimmer, und übergab sich heftig.

Oh mein Gott! dachte er. Wie peinlich. Ich habe mich schon lange nicht mehr übergeben. Wie lange war es? Ich glaube, seit Professor McGonagall mir Brechmittel ins Essen gemischt hat um mich zu besuchen, und mich –oh wunder- im Bett vorzufinden. Diese Schule ist echt versaut. Ein Lehrer schweinischer als der andere. Und die Schüler erst...

Draco Malfoy stand an jenem selben Morgen auf, schlecht gelaunt wie immer, trat seine Katze, wie immer, sah in den Spiegel, wie immer, und schrie. Und zwar so laut er konnte.

Ginny Weasley stand an diesem Morgen auch auf. Eigentlich stand so ziemlich jeder auf, aber egal. Jedenfalls, sie stand auf, trat ihre Katze nicht, sah auch nicht in den Spiegel, schrie nicht, kotzte nicht, sondern zog sich an, kämmte sich die Haare (ich gebs zu, dazu benötigt man einen Spiegel), und ging summend hinunter in die Große Halle um zu frühstücken.

Die ganze Schule war anwesend, bis auf Professor Snape und Draco Malfoy, allerdings fragte sie sich nicht wo die beiden geblieben waren, denn es war ihr ehrlich gesagt scheissegal.

Sie aß ihr Frühstück, wurde obligatorischerweise rot als Harry Potter, seines Zeichens Held und Sucher beim Quidditch, sie grüßte, und sonst geschah nichts weiter interessantes an diesem Vormittag. (für alle Schnellchecker dies noch nicht gemerkt haben: sie steht auf Harry)

Später an diesem Tag ging sie ein paar Runden um den See spazieren, fiel ausnahmsweise nicht hinein, ging wieder zurück in den Gryffindor Turm, dann ins Bett, und schlief ein. Der Leser könnte vielleicht schon bemerkt haben, dass dieses arme Mädchen nicht gerade das interessanteste Leben führte. Wenn er es nicht bemerkt hat, so könnte er es aus diesem Kommentar der Autorin schließen. Wenn er Lust dazu hat.

In etwa zu der Zeit, als Ginny sich niedergelegt hatte, fing der Tag für drei Personen erst richtig an: Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger. Harry, wie schon gesagt hatte später entweder vor professioneller Quidditch-Spieler zu werden, oder professioneller Held. Beides davon war ihm in die Wiege gelegt worden. (der arme Junge kann als Kind nicht sehr viel Platz gehabt haben)

Ron Weasley konnte eigentlich gar nichts so richtig, ausser vielleicht Schach spielen. Aber mal ehrlich: das ist eine ziemlich magere Zukunftsaussicht, Schachspieler. Aber das machte nichts, da es wahrscheinlich ohnehin gegen das Familiengesetz der Weasleys verstieß, Geld zu verdienen.

Hermine Granger, das Schul-genie war die letzte des Duum viris et unam feminats. Sie konnte eigentlich alles, ausser Schach spielen. Vielleicht gab es auch noch andere Sachen die sie nicht konnte, aber diese Dinge ließen sich an einer Hand abzählen. (Minder begabten Leuten ist es erlaubt auch die zweite Hand –falls vorhanden- zu verwenden, allerdings lediglich als Rechenhilfe)

Harry war an diesem Abend besonders aufgeregt. Er wusste einfach dass etwas passieren würde. Schließlich war jetzt der 4. Oktober, also der 29. Schultag dieses Jahr, und noch niemand hatte versucht ihn umzubringen, entführen, verführen, vergewaltigen, seine Schuhe als Andenken zu stehlen, seine Zahnbürste entwendet (insgeheim verdächtigte er ja Ron, der wahrscheinlich kein Geld hatte sich selber eine zu kaufen), oder heimlich in seinen Playwizards zu lesen (wahrscheinlich Hermine, allerdings schien sie damit aufgehört zu haben seit er sich beschwert hatte dass irgendein Vandale sie ständig durcheinanderbrachte. Er war sich ziemlich sicher dass es Hermine gewesen war, denn niemand sonst hätte die Heftchen nach dem Datum anstatt der Qualität der enthaltenen Bilder geordnet)

Zwei Stunden später kamen die drei erschöpft von einem ausgiebigen Ausflug zurück. Sie hatten keine tödlichen Fallen, Mörder, Monster, nackten Frauen oder sonst irgend etwas interessantes gefunden, dafür aber Professor Snape, der kotzend in einer Ecke hockte.

Es war kein guter Tag gewesen für den armen Professor Snape. Er hatte aufgehört wie er angefangen hatte. ‚Rülps' sprach das Essen, ‚hier bin ich wieder' dachte er bitter. Vielleicht sollte er doch einen Arzt aufsuchen. Aber er würde es morgen tun. Unangenehme Dinge tut man immer morgen.

„Mister Malfoy, sie können sich nicht ewig einsperren" tönte die erzürnte Stimme von Minerva McGonagall durch Draco's Zimmertür.

„Wenn sie nicht sofort da herauskommen, dann werde ich mich gezwungen fühlen die Tür aufzubrechen!"

Draco starrte weiter in den Spiegel, seine Augen geweitet vor Horror, wie er es schon seit Stunden getan hatte.

Er schloss die Augen kurz und öffnete sie dann wieder, doch das Bild, das sich ihm bot, war dasselbe: Platinblonde Haare, silbrig-graue Augen, blasse Haut, ein perfekter Körper, der durch nichts mehr als eine schwarze Seidenboxershorts bedeckt wurde (*g* ich weiss, ich weiss...)

Und ganz deutlich, auf seiner Stirn: ein Pickel. Es konnte, nein, es durfte nicht sein.

Um Gottes Willen, war da noch einer, auf seinem Kinn?

Draussen vor der Tür stand ein sehr verärgert aussehender Blaise Zabini. Er hatte alles versucht. Gegen die Tür gehämmert, gebrüllt, geschrien, hatte McGonagalls Stimme imitiert, aber es half nichts. Sein idiotischer Zimmerkamerad hatte ihn heute morgen aus dem Zimmer geworfen, und seitdem war er nicht herausgekommen, und hatte noch dazu von innen abgesperrt.

„Malfoy du Arsch, mach endlich auf du dreckiges Stück Scheisse, sonst tret ich dir so fest in deine Nase, egal wie gerade sie ist, dass nicht mal mehr deine Mutter dich erkennt. Mach zum Teufel noch mal auf!"

Es half nichts. Mittlerweile hatte sich eine große Menge an Slytherins angesammelt, die sich halbtot über den armen Blaise lachten.

„Okay du verdammter Flachwixer, du hast es so gewollt. Hey, Leute, Malfoy schreit wie ein Mädchen!" schrie er so laut er nur konnte.

Alle Slytherins lachten.

Plötzlich wurde die Tür hinter Blaise aufgerissen, und heraus trat wahrscheinlich Malfoy. Wahrscheinlich deswegen, weil er ein Handtuch um Kopf und Gesicht gewickelt hatte, so dass nur die Augen zu sehen waren.

„Ich schreie nicht wie ein Mädchen!" sagte er wütend.

Blaise starrte ihn für einen Moment an. Dann sagte er, etwas verblüfft „Salem alejkum Malfoy, aber hör mit der blöden Maskerade auf, wir wissen eh alle, dass du es bist" und damit zog er das Handtuch weg.

Draco starrte geschockt in die Runde. Dann schrie er und zog sich wieder in sein Zimmer zurück, sperrte diesmal aber nicht ab.

Blaise schüttelte den Kopf und murmelte ‚Und er schreit doch wie ein Mädchen!" während er sich, wie alle anderen wunderte, weswegen der Trottel sich so aufführte.

Ginny Weasley stand am nächsten morgen auf, und bis kurz nach dem Frühstück passierte nichts Besonderes.

Draco hatte sich an diesem Tag entschlossen sich blicken zu lassen, und ging zum Frühstück. Er war erleichtert als er feststellte, dass wirklich niemand etwas bemerkte.

Nachdem er ausgiebig gegessen hatte, verließ er die Große Halle so schnell wie möglich, und rannte unerwartet jemanden über den Haufen. Er fiel auf diesen jemand drauf, und alles was er von der Person sah, war ein Ballen roter Haare.

Plötzlich hörte er eine weibliche Stimme unter sich erschrocken Luft holen und sagen: „Oh mein Gott, Malfoy!" er verdrehte die Augen. Ginny Weasley. „Ist das ein Pickel? Nein, zwei!"

Draco sprang auf, und schrie.

Harry Potter und Ron Weasley stritten sich mal wieder um Harry's Pornohefte Sammlung. Hermine Granger, nach dem Motto ‚wenn sich zwei streiten freut sich der dritte' saß währenddessen in einer Ecke und las die causae disputandum mit herzlichem Vergnügen. Keiner ahnte etwas von den gruseligen Dingen, die hinter den dicken Mauern von Hogwarts vorgingen.

Ein Ei. Es war definitiv ein Ei. Ein sehr großes Ei. Es wackelte. Hier will die Autorin den sehr langweiligen Prozess des Eierwackelns weglassen, und lieber zu spannenderen Dingen voranschreiten. Zeitraffer Dadadada, wackel wackel, Sprung im Ei, tataaaaa ein Etwas schlüpft. /Zeitraffer Das etwas hat keine Beine und keine Arme. Ganz recht, es ist eine Schlange. Was schreib ich denn hier für einen Blödsinn? Es ist keine Schlange! Keine gewöhnliche, jedenfalls. Wer auch immer dies jetzt liest, du hast's erraten. Vielleicht auch nicht. Jedenfalls. Es ist ein Basilisk. Eigentlich auch nicht. Es ist...eine Basilika, und nein, damit ist jetzt kein römisches Gerichtsgebäude gemeint. Es ist lediglich eine Verweiblichung, okay? Gut.

(Der Leser könnte bemerkt haben, dass dieses Ei von dem Basilisken aus ‚Harry Potter und die Kammer des Schreckens' gelegt wurde. An diesem Punkt der Geschichte stellen sich zwei berechtigte Fragen: „Wieso zum T***** schlüpft das verdammte Ding erst jetzt?" und „Meine Mama hat mir von den Blümchen und den Bienchen erzählt, und sie hat gesagt dass man dazu einen Mann und eine Frau braucht. In ‚Harry Potter und die Kammer des Schreckens' kommen zwar viele Männer und Frauen vor, aber keiner von denen legt ein Ei. Und Bienen kommen erst recht nicht vor...das ist alles sehr verwirrend" aber, hey das ist meine Geschichte, und das dämlichste was man sich vorstellen kann. Das ganze hat keine Logik, und es ist absolut sinnlos es zu hinterfragen. Also bitte, macht euch nicht die Mühe!)

„Du wirst das hier niemandem verraten?"

„Nein Malfoy, versprochen. Also, das hier nennt man Clearasil, das ist zum Gesicht waschen da, soll angeblich helfen. Diese Paste hier hat Susan verwendet, du weißt schon, die, die die Probleme mit den Pickeln-„ Draco unterbrach Ginny an diesem Punkt.

„Sag das Wort nicht!"

„...mit den Dingen auf der Nase hatte. Die P- Dinge sind jetzt jedenfalls weg. Viel Glück noch. Und nicht drücken!"

„Frau Doktor, äh, wie auch immer sie heißen, sie sind sich wirklich sicher dass sie mir nicht helfen können? Sie haben kein Mittel gegen Brechreiz?"

„Nein, tut mir leid, nicht für Ihre Art von Übelkeit."

„Wie denn was denn meine Art von Übelkeit?" fragte er verwirrt. „Habe ich Krebs?"

„Aber nein Mister Snape, ganz und gar nicht. Herzlichen Glückwunsch, sie sind schwanger!"

Es war Montag. Ginny Weasley hasste Montage. Ihr ganzes Leben drehte sich um Montage, wenn nicht gerade Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag oder Sonntag war. Sie war an einem Montag geboren worden. In eben diesem Moment wünschte sie sich nie geboren worden zu sein. Sie wünschte sich oft, nie geboren worden zu sein, aber an diesem Montag war es besonders schlimm. Die Langeweile war einfach zum Kotzen. In Gedanken fragte sie sich, ob man in diesem Fall Kotzen groß oder klein schrieb. Sie wusste es nicht. (Ebenso wie die Autorin)

Draco Malfoy stand vor dem Spiegel, und betrachtete sich. Er würde etwas ändern müssen. So, wie er die Haare immer zurückgelte, konnte er es nicht lassen. Seine Stirn war dadurch so...offen zur Schau gestellt. Er musste wohl oder übel sein geliebtes Haargel wegwerfen. Ab jetzt war eine neue Frisur angesagt. Er würde sich die Haare ins Gesicht fallen lassen, sodass man die Augen fast nicht mehr sah, und somit die Stirn auch nicht. (Anmerkung der Autorin: Ich musste diesen Absatz einfach schreiben. Draco Malfoy mit Haaren über den Augen ist sooooo sexy, und wirkt viel...mysteriöser, *g*)

„Wer wie wo was schwanger?" fragte Snape verblüfft. „Ich meine, ich kann nicht schwanger sein. Das ist unmöglich. Ich bin ein Mann, sehen sie?"

„Okay, okay, Mister Snape, ich sehe es sehr deutlich, aber bitte, ziehen sie sich wieder an!" sagte die arme Frau Doktor Soundso errötend.

„Es tut mir leid, aber die Diagnose ist eindeutig. Die Östrogenwerte... wann hatten sie das letzte Mal Ihre Tage?" fragte sie weiter.

„Meine Tage? Lady, sie scherzen. Ich bin männlich! Ich habe meine Tage nicht! Männer haben sowas nicht, und werden auch nicht schwanger!" sagte Professor Snape, der langsam aber sicher sauer wurde.

„Mister Snape, jetzt reissen sie sich aber zusammen. Wollen sie meine medizinischen Fähigkeiten in Frage stellen? Jetzt reicht es mir aber. Gehen sie zu einem Frauenartzt, und zwar schnell! Ich kenne ein paar, die ich Ihnen empfehlen könnte. Dr. Severin zum Beispiel ist einer der besten in seinem Fach. Hier, seine Adresse. Und jetzt gehen sie bitte, ich habe noch andere Patienten!" sie drückte ihm einen kleinen Zettel mit einer Adresse in die Hand und schob ihn dann zur Tür hinaus.

Ich werde da ganz sicher nicht hingehen! Dachte er entschlossen.

„Miss Granger, ich bin erfreut sie hier zu sehen. Arbeiten sie für den Aufsatz über Animagismus, den ich Ihnen heute aufgegeben habe?" klang die Stimme der gestrengen Lehrerin hinter Hermines rechtem Ohr.

„Ähh, nein, nicht direkt, ich, ahm, bilde mich fort!" sagte Hermine langsam, während sie spürte dass ihr die Röte ins Gesicht schoss. Sie blickte verzweifelt auf die Oktoberausgabe vom Playwizard, und dann wieder in das Gesicht der Lehrerin vor ihr.

„Zeigen sie mal her!" sagte diese und griff sich das Heftchen mit spitzen Fingern. Als sie den Inhalt der Seite sah, erklang ein leises ‚oh!' und dann runzelte sie die Stirn.

„Das hab ich noch gar nicht!" sagte sie nach einiger Zeit, und blätterte interessiert um. „Na sowas. Dass es das gibt! Sehen sie mal Miss Granger, ‚Das maulende Wiesel'. Oh, und hier, mein Gott, ‚Das peitschende Hängebauchschwein'. Wenn ich meinen Kopf so drehe, und mein rechtes Bein so hebe, dann den linken Arm so..."

Hermine sah entsetzt zu, wie die alte Lehrerin vor sich hinmurmelnd versuchte, den ‚hüpfenden Elefanten' nachzuahmen, und sich dabei vorstellte, mit wem sie das wohl im geheimen ausprobieren würde.

„Miss Granger, könnten sie mir dabei wohl mal helfen?"

Hermine starrte die Frau mit großen Augen an, und fühlte, wie sich ihr Magen verkrampfte.

Muss hier raus, muss hier raus, muss hier raus, ... dachte sie schon fast panisch, und schaffte es gerade noch bis zur nächsten Toilette, während ihr Professor McGonagall verwundert nachschaute, und versuchte die Knoten aus ihren Fingern zu lösen.

Die Basilika starrte traurig auf die Überreste dessen, was sie für die letzten Paar Jahre ihr Zuhause genannt hatte. Die Eierschalen lagen verstreut am Boden, und das bequeme Sofa war total zerkratzt. Die Mingvase war nicht mehr zu retten. Eigentlich schade, hatte sie es doch alles so lieb gewonnen.

Naja, life goes on, dachte sie betrübt, und verkroch sich in einer Ecke der ekelhaft dunklen und muffigen Kammer. Eines wusste sie bestimmt: ihr Vater hatte keinen guten Geschmack im Bezug auf Einrichtung gehabt. Hatte wahrscheinlich noch nie was von Feng Shui gehört.

Sie zog ihr Buch hervor und begann zu lesen:

‚Handbuch zum Verhalten eines Basilisken'

Kapitel Eins: Feinde

Der Basilisk hat viele Feinde, und ist daher eine vom Aussterben bedrohte Art. Wieso er so viele Feinde hat, ist dem Autor (Sssserpentissssimussss Quintusssss) leider nicht bekannt. Er ist zwar kein hässliches Geschöpf, doch niemand will ihn anschauen. Alle die ihn sehen, ziehen es vor zu Stein zu erstarren oder zu sterben. Daher sind Basilisken eine sehr einsame Art.

Die Hauptfeinde des Basilisken sind:

-)Vögel (Spitze Schnäbel, Mentalität: Die ganze Welt ist eine Toilette, und Basilisken mögen es, wenn man ihnen auf den Kopf scheisst)

-)Kurzsichtigkeit (Kontaktlinsen empfehlenswert, Brillen sehr von Nachteil, da keine Ohren)

-)Harry Potter (sehr empfehlenswert zu essen. Zwar sehr dünn, aber leider notorischer Held. Könnte Größenwahn bekommen und Basiliskenlederstiefel wollen. Sehr dumm, keine große Herausforderung)

-)Glatt polierte Böden (sehr rutschig. Nicht gut, weil keine Beine)

-)Karies (= Loch im Zahn, nicht gut, weil dann Gift ausläuft und man es schluckt. Nicht empfehlenswert, da schmeckt scheußlich. War jedenfalls der letzte Satz von Hisssss dem Löchrigen)

Die Basilika seufzte und legte das Buch weg. Ihr war langweilig. Sie hatte niemanden, mit dem sie sich unterhalten konnte. Und das dämliche Buch war auch nicht sehr hilfreich. Das war eines der wenigen Bücher, das einen nicht dazu reizte, die letzte Seite zu lesen, weil man wissen wollte, wie es ausgeht. Man wollte es nämlich nicht wissen. Höchstwahrscheinlich damit, dass ein dämlicher, idiotischer Trottel ankam und versuchte, einen mit einem Schwert mit geschlossenen Augen abzustechen. Das war angeblich ein ziemlich lustiger Anblick, wie der Doofkopf dann wild mit dem Stück Eisen in der Gegend rumfuchtelte, natürlich nur den Boden, aber nicht den Basilisken treffend. Allerdings gab es, so stand es in dem Buch gewisse Regeln, an die sich ein Basilisk halten musste. Augen ausstechen lassen, dann sich von Schwert treffen lassen, blöder Mensch ist glücklich, bemerkt Ei nicht, Fortbestand der Rasse ist gesichert.

Die Basilika wollte sich kein Auge ausstechen lassen. Das fand sie dämlich. Sie war sehr empfindlich, im Bezug auf ihre Augen. Sie waren das beste an ihr. Ein richtig schön, bernsteinfarbener Ton. Sie hoffte, dass irgendwann einmal ein männliches Wesen kommen würde, tief in ihre Augen sehen würde, und sich unsterblich in sie verlieben würde.

Doch das würde nie geschehen, weil angeblich ihre Augen eine sehr ...versteinernde Wirkung haben sollten. Sie blickte eine Ameise an, welche den Fehler machte zurückzusehen. Ups.

Professor Snape stand vor dem großen, weissen Haus und runzelte die Stirn. Er hatte doch eindeutig beschlossen, nicht hierher zu fahren. Was tat er dann hier?

Er seufzte, und trat ein. Er war sich sicher, dass er sowieso herausgeworfen werden würde. Doch die Sprechstundenhilfe begrüßte ihn freundlich, und bat ihn Platz zu nehmen, der Herr Doktor würde in 10 Minuten Zeit für ihn haben.

Snape setzte sich, und blätterte ein wenig in einer Ausgabe der ‚Brigitte'

Zwanzig Minuten später wurde er aufgerufen, sich in Kabine 1 zu begeben und dort zu warten, der Herr Doktor würde ihn dann schon holen.

Also saß er in der Kabine, unsicher ob er sich ausziehen sollte, aufgrund der Kleiderhaken, die dort an der Wand befestigt waren.

Er zog sich nicht um, und Dr. Severin schien kein Problem damit zu haben. Er bat ihn vor seinem Schreibtisch Platz zu nehmen, und fragte, ob dies Snape's erster Besuch bei einem Gynäkologen wäre. Er bejahte. Dr. Severin sagte, es wäre wichtig, dem Frauenarzt zu vertrauen, denn sonst würde das ganze keinen Sinn machen, wenn man sich hier unwohl fühlte.

Nachdem sie einige Zeit geredet hatten, fragte der Arzt, ob sich Snape untersuchen lassen wollte, und Snape blickte unsicher auf den gynäkologischen Stuhl, welcher ihm im Moment sehr unheimlich erschien.

„Naja, Dr. Soundso hat mich zu Ihnen geschickt. Sie sagte ich sei schwanger."

Sagte er unsicher, und war sich klar, dass der Arzt spätestens jetzt zu lachen anfangen würde.

Stattdessen sah er erstaunt auf, und sagte „Ja wieso haben sie mir das denn nicht erzählt? Herzlichen Glückwunsch, da müssen wir uns aber auf alle Fälle was anschauen. Bitte zurück in die Kabine, und ausziehen, ich bereite inzwischen alles vor."

Snape blinzelte, tat aber, wie ihm geheissen worden war. Schließlich ging er, nur noch in Hemd und Socken bekleidet zurück in das Untersuchungszimmer und setzte sich mit einem sehr mulmigen Gefühl im Magen auf den Stuhl.

Der Doktor war inzwischen auch fertig, drehte sich um, blickte auf Snape's privateste Stelle, sagte ‚hm' und hob dann zwei metallisch glänzende Objekte in die Höhe, und allein die Vorstellung, was der Arzt damit anstellen könnte, ließ Snape das Bewusstsein verlieren.

Er wachte einige Zeit später auf einer Matratze oder etwas ähnlichem auf, und spürte irgendetwas glitschiges auf seinem Unterleib, und einem seltsamen Druck. Er öffnete die Augen, und sah, wie der Arzt mit einem seltsamen Gerät unterhalb von Snape's Bauchnabel herumfuhrwerkelte, und währenddessen gebannt auf einen Bildschirm starrte.

„Oh, sie sind wach. Ich sehe mir gerade die Ultraschallbilder an. Es ist alles in Ordung, was ich bis jetzt sagen kann. Aber sagen sie, wollen sie eine natürliche Geburt? Dazu müssten wir nämlich einige Änderungen vornehmen, bezüglich, sie wissen schon..."

Snape's Augen wurden groß. „Sie, sie meinen, sie wollen mich entmannen? Meinen Besen brechen? Meinen Zauberstab zerschneiden?"

„Ja, Mister Snape. Es ist heutzutage wirklich kein Problem mehr, und wenn man es jetzt bald machen würde, würden sie sich zum Zeitpunkt der Geburt gar nicht mehr daran erinnern können, wie es war, einen, sie wissen schon was zu haben. Wir würden sie dann auch hormonell behandeln und alles, sie könnten das Kind dann sogar stillen."

„Stillen..." murmelte Snape. „Kann ich mir das ganze noch überlegen?"

„Natürlich, natürlich, aber ich habe nächstes Monat fast keine Termine, ich könnte also assistieren, wenn sie das wollen. Ist natürlich nur ein Vorschlag. Eine Frage noch, für die Kartei: wie alt sind sie und der Vater Ihres Kindes. Das ist wichtig, da Frauen über 35 sich einer Fruchtwasseruntersuchung unterziehen sollten, ebenso wenn sie und der Vater zusammengezählt ein gewisses Alter überschreiten."

„Ich bin 37, und, der äh, Vater...ich weiss nicht wer das ist. Wie lange bin ich schon schwanger?"

„Oh, ich würde sagen, sie sind in etwa in der fünften Woche, wies aussieht."

„Danke" Snape verabschiedete sich.

Als er die Praxis verlassen hatte, beschloss er, einen Spaziergang zu machen.

Er war schwanger. Im zweiten Monat. Vor fünf Wochen. Aber wer konnte es gewesen sein? Sibyl? Minerva? Lucius? Hagrid? Oh, er wusste es nicht. Alles was er wusste, war dass es einige rauschende Feste gegeben hatte, viel Leder, und noch mehr Champagner. Er würde vielleicht einen Vaterschaftstest verlangen, irgendwann.

Er konnte es immer noch nicht fassen. Er war eine werdende Mutter.

To be continued.

Reviews sind übrigens nicht unerwünscht, *g*

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