Title: Ancient Future: Chapter 1
Author : stray cat a.k.a. cayra-chan
Rating: PG-13
Warnings: keine
Disclaimer: Weder YnM noch CfG gehören mir, ich borge mir nur ein paar
Chara´s aus und verdiene auch kein Geld dabei (*g* schön wärs^^), nur Hemi
und ein paar andere unbedeutende Nebencharaktere sind auf meinem Mist
gewachsen...
Notes: Die Shinigami treffen ein und es gibt eine interessante Begegnung...
~*~
Kälte... im All war es kalt. Hisoka blickte aus dem großen
Panzerglasfenster, wärend sein Partner mit dem Zuständigen diskutierte.
Eine leuchtend blaue Kugel in tiefstem Schwarz, so erschien Zion von hier
aus.
Der letzte Planet... als alle anderen Planeten starben, war auch das Tor
zum Hades dorthin verlegt worden. Der trotz der vergangenen Jahrtausende
scheinbar 16- Jährige seufzte. Die Erde mit all ihren Erinnerungen
existierte längst nicht mehr. Tsuzuki, er und die Anderen waren
verschiedenen Kolonien zugeteilt worden. Diesmal lag der Fall... auf GOA.
Mehrere Kandidaten waren unter ungeklärten Umständen gestorben, bis
schließlich das 'älteste' und inzwischen auch beste Team des Jyuohcho zum
Ausbildungsschiff als Sonderbeauftragte geschickt worden waren. Ein Vorfall
auf dieser einer der letzten Hoffnungen der Menschheit hatte höchste
Priorität.
In der Ferne blitzte es, wieder einmal wurde ein Victim -Angriff
abgewehrt. "Hey, Hisoka!" Der Angesprochene drehte den Kopf. Offenbar war
sein Partner zu einem Ergebnis gekommen. "Wir kriegen ein Quartier auf
Ebene 12C. Nachher sollen wir mit einem der Ausbilder sprechen." Hisoka
nickte. "Gab es irgendwelche Probleme?" Tsuzuki zuckte mit den Schultern.
"Nur ein wenig Abneigung gegenüber Fremden, offensichtlich sieht man es
hier nicht gern, wenn sich Zivilisten in militärische Angelegenheiten
mischen." Hisoka runzelte die Stirn. "Ich hoffe, du hast es nicht versaut,
Tsuzuki!" Der Ältere wollte etwas erwidern, aber in diesem Augenblick trat
ein junger Mann auf sie zu. "Kommen sie bitte, ich bringe sie zu ihrem
Quartier!"
Schweigend folgten sie ihm durch diverse Flure, ein Fahrstuhl brachte sie
auf Ebene 12. "Dort entlang, bitte!" Ihr Führer wies nach rechts. "12C ist
der Gästetrakt." Der Flur weitete sich zu einer kleineren Halle mit einem
Fenster und einigen Sitzgruppen. In einer davon saßen zwei Jugendliche und
unterhielten sich. Hisoka blieb einen Augenblick stehen und sah hinaus.
Warum waren ausgerechnet sie beide auf diesen Fall angesetzt worden?! Die
Angelegenheit war ihnen als seltsam geschildert worden, Piloten-Anwärter
verschiedenen Alters und Grades drehten durch und starben, die
Todesvorgänge entsprachen in etwa denen eines Blitzschlages:
Kreislaufkollaps, Herzversagen und das Hirn war nur noch Matsch, um mit
Gyoshoshins Worten zu sprechen. Außerdem liefen scheinbar extreme EX-
Reaktionen bei den Sterbenden ab. Gründe für ihren Tod waren bisher keine
gefunden worden. Deshalb waren sie ja hier.
Tsuzuki betrat ihr Quartier, nur ein paar Meter von der Halle entfernt. Die
Einrichtung war recht knapp, aber ausreichend. Zwei Betten, eine Sitzgruppe
mit Tisch, ein Schrank, ein Regal - nicht das beste Quartier in diesem
Trakt, aber das hatte er auch nicht erwartet. Eine versteckte Tür führte in
einen engen Waschraum mit Dusche und WC. Er stellte ihren Koffer neben den
Schrank und steckte dann den Kopf aus der Tür.
"Hisoka! Kommst du?" Die Stimme seines um die Ecke schauenden Partners riss
den Jüngeren aus seinen Gedanken. Er drehte sich um und nickte, Tsuzuki´s
Ungeduld war deutlich spürbar. Auf halbem Wege stockte er. //Wer.//
~*~
Erts hielt mitten im Wort inne, als die beiden Fremden die Halle betraten.
Ein seltsames Gefühl machte sich in ihm breit, beinahe unangenehm. "Was
ist?" Gareas sah ihn fragend an. "Nichts, nur Kopfschmerzen." Erts
versuchte das Prickeln im Hinterkopf zu ignorieren und warf einen Blick
auf die Beiden. Einer von ihnen, ein hellhaariger Junge in seinem Alter,
war am Fenster stehen geblieben, der Ältere wurde zu einer der ersten Türen
im linken Gang geführt, offenbar deren Quartier.
"Wer sind denn die?" wunderte sich Gareas halblaut. "Wie Piloten oder
Militärs sehen sie nicht aus..." Erst nickte. "Aber was machen Zivilisten
hier auf GOA?" - "Woher soll ich das wissen, du bist doch hier der - " Der
Dunkelhaarige senkte die Stimme. "Hey, warum schnüffelst du nich einfach
ein bisschen in seinem Kopf rum, dazu hast du dein EX doch!" Das war mal
wieder typisch. Erst runzelte die Stirn. "Garu! Ich kann doch nicht einfach
- " Der Ältere unterbrach ihn. "Hey, nur ein kurzer Versuch. Er merkt´s
nicht und wir müssen ja nichts weitererzählen." Versuchte Gareas ihn zu
überreden. Erts nickte wiederstrebend. Garu hätte so oder so keine Ruhe
gegeben, bis er zugestimmt hätte. Der Pilot der Eva Leena konnte ziemlich
nervenaufreibend sein. "Nur ganz kurz. Sobald ich auf was privates treffe,
ziehe ich mich zurück." schränkte er ein. Gareas nickte nur ungeduldig.
"Mach hin, bevor der auch noch weg ist!"
Erts schloss die Augen einen Moment und streckte die geistigen "Fühler"
aus. Garu war neben ihm wie ein Leuchtfeuer, übersprudelnd von Emotionen,
Freude, Ungeduld, Aufregung verbreitend. "Beruhig dich mal ein bisschen und
rück ein Stück ab." meinte er leise. Gareas Präsenz flackerte, er war
spürbar irritiert, tat aber wie geheißen. Erts ignorierte ihn weitgehend
und dehnte seine Wahrnehmung aus. Vor sein inneres Auge projizierte er ein
Bild des Jungen, tastete vorsichtig nach seinem Geist.
Die Präsenz war deutlich anders als Gareas´, ruhig, ernst, er schirmte
seine Gefühle von Anderen ab. Das erste Bild, dass sich in seinem Kopf
bildete, war der Blick aus dem Fenster, leichte Besorgnis war zu spüren.
Erts verließ die Oberfläche und fühlte tiefer nach. Das Kribbeln in seinem
Hinterkopf verstärkte sich. Hier war es dunkel, ein unangenehmes Echo eines
vergangenen Schmerzes irrte vorbei. Einsamkeit...
Gareas sah Erts die Stirn runzeln, störte ihn aber nicht.
Vorsichtig bewegte sich Erts durch die Dunkelheit. Nirgendwo war ein Laut
zu hören. Er wollte sich gerade zurückziehen, als ein rötliches Licht durch
die Dunkelheit schien. Über ihm war ein Mond erschienen, blutrot und
gespenstisch wirkend. Ein leichter Windzug wirbelte eine Handvoll zarter,
rötlicher Blütenblätter an ihm vorbei. Ein wirklich ungutes Gefühl machte
sich in ihm breit. Er sollte wirklich nicht hier sein! Etwas silbernes
blitzte in seinem Augenwinkel auf, dann überrrollte ihn eine Woge von
Gefühlen, Angst, Schmerz und Hass stürmten auf ihn ein. Erschrocken zog
Erts sich hastig zurück und riss die Augen auf. Der fremde Junge stockte
mitten im Schritt und blickte zu ihnen hinüber. Erts erschrak, er hatte es
bemerkt, wie war das möglich?! Bevor er sich abschirmen konnte, fühlte er
eine Reaktion. //Wer...// Der Fremde war auch ein Empath.
~*~
Was war das? Jemand hatte ihn berührt, kaum spürbar, aber seltsam vertraut.
Hisoka blickte zu den beiden Sitzenden hinüber. Der Jüngere der Beiden, ein
schlanker 17- Jähriger mit blonden Haaren, starrte ihn erschrocken an.
Hisoka konnte fühlen, wie er versuchte, sich hinter einer Barriere aus
Gleichgültigkeit abzuschirmen, ohne großen Erfolg.
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