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Author of 11 Stories |
Author: Angel-chan
Fandom: D.
Pairing: SatoshixDaisuke
Warnings: Ein wenig Depri.
Note: Während ich dies hier schreibe, sitze ich mit 38° Fieber im Bett. Ich hoffe mein Kopf beginnt nicht schon nach den ersten paar Absätzen zu brummen. Ich hasse es wenn ich Ideen habe und sie nicht niederschreiben kann. Also. diese FF ist meine erste, die definitiv zum Manga selbst gehören soll. Also meine eigene Interpretation. Und zwar spielt sie in Band 5 zwischen der Szene in welcher Satoshi Daisuke nach dessen Kampf mit Krad auf dem Strand bewusstlos vorfindet und der Szene in der Daisuke in Satoshis Zimmer aufwacht und anschließend dieses Gespräch mit Takeshi hat. Die FF ist aus Satoshis Sicht geschrieben ^^. Viel Spaß ^^
Danke an Sley fürs Beta-readen ^^
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Die Stille der Nacht hing über der Gegend und wurde nur durch das leise Rauschen des Meeres unterbrochen. Während ich den Strand entlang ging, meinen verletzten Arm haltend, dachte ich darüber nach ob ich den Kampf verloren hatte. Den Kampf gegen meine Gefühle und das Monster, welches es durch diese schaffte von meinem Körper Besitz zu ergreifen. Ich hatte ihn lange unterdrückt, zusammen mit meinen Gefühlen. Nun jedoch konnte ich dies nicht länger tun. Zu groß war nun der Schmerz in meinem Inneren geworden, doch ich ignorierte ihn immer noch. Ich konnte sie nicht akzeptieren - meine eigenen Emotionen. Und genauso wenig wollte ich akzeptieren, dass ER mein Herz geöffnet hatte, zumindest ein wenig. Von allen Leuten in meinem Leben. gerade er.
Ich sah seine Gestalt schon von weitem. Er wirkte schwach und ich rechnete schon damit, dass er gleich umkippen würde, was schließlich auch passierte. Ich wollte meine Schritte beschleunigen um zu ihm zu gelangen, doch ich konnte nicht. Es war als würden meine Beine mich zurückhalten, als würden sie wissen was der rothaarige Junge da vorne für mich und mein Leben bedeutete. Aber. hätten sie sich nicht gerade deswegen in Bewegung setzen sollen?
Als ich schließlich vor ihm stand, blieb ich für eine kurze Zeit regungslos. Er tat mir Leid. Es tat mir Leid! Ich hatte das alles nicht gewollt, doch nun war es passiert. Ich hatte niemals geahnt wie viel ihm der Dieb bedeutete bis ich es mit eigenen Augen gesehen hatte. Und nun.
Nun lag er vor mir auf dem kalten Steinboden. Er wirkte noch mehr wie ein Engel während seine Augen geschlossen waren. Ich ging in die Knie, beugte mich über ihn und meine Hände fassten beinahe automatisch nach seinem Körper. Ich wollte ihn nicht wecken. Er wäre gegangen und das wollte ich nicht. Ich wollte ihn bei mir haben solange ich konnte und so hob ich ihn hoch, hielt ihn fest in meinen Armen und schlug schließlich den Weg zurück ins Hotel ein. Ohne Eile und während ich sein Gesicht betrachtete schritt ich voran. Er lehnte sich unwillkürlich an mich und ich genoss seine Nähe. Aber ich wusste, dass ich ihm nach dieser Nacht nie mehr so Nahe sein durfte.
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Es war ein Leichtes gewesen in das Hotel zu kommen. Ausnahmslos alle unserer Mitschüler machten durch und so bemerkte mich niemand, wie ich das Haus betrat und Daisuke in mein und Kisugis Zimmer brachte. Wie so viele Andere auch, war es leer. Ich legte ihn auf das Bett meines Zimmergenossen und strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht, zog meine Hand jedoch sofort wieder zurück. Ich durfte nicht riskieren, dass er erwachte bevor ich weg war. Ich wollte kein "Dankeschön" von ihm hören. Nicht nachdem was Krad und ich ihm angetan hatten. Nein. eigentlich nur ich. Es war meine Schuld. Ganz alleine meine Schuld.
Während ich im Badezimmer nach dem Verbandszeug suchte, dachte ich darüber nach ob ich ihn nicht besser in sein eigenes Zimmer bringen sollte bis ich daran dachte, dass dort ja vielleicht dieses nächtliche Treffen der Klasse stattfinden würde. Immerhin teilte Niwa sich mit Saehara das Zimmer, den Urheber der Idee für das Durchmachen. Ich warf einen Blick zurück in das Schlafzimmer, wo er immer noch auf dem Bett lag, sein Gesicht in meine Richtung gewandt und vollkommen entspannt wirkend.
Ich schluckte, als ich seine Gesichtszüge betrachtete. Ich verspürte den Drang einfach auf ihn zuzugehen, ihn zu berühren und zu küssen. Ich stellte mir vor wie meine eigenen, seine weichen Lippen umschließen würden und mein Herz klopfte schneller. Mir wurde heiß und kalt zugleich als meine Brust wieder stach und sich Krad in mir regte. Ich unterdrückte ihn krampfhaft, versuchte seine Stimme in meinem Kopf zu ignorieren. Ich verstand sowieso nichts von dem was er sagte, während ich den Weg zurück zu dem Bett fand auf dem derjenige lag, der diese Gefühle in mir auslöste. Ich ließ mich neben ihm nieder, strich mit den Fingern erneut über sein Gesicht. Dieses mal jedoch länger und sanfter als zuvor. Ich wagte es kaum seine Haut zu berühren.
Seine Wangen, seine Lippen. Alles was ich streichelte fühlte sich wie Samt an. Ich legte das Verbandszeug in meiner linken Hand zur Seite und fasste mit dieser schließlich nach seiner. Meine Finger umschlossen die Seinen während ich mich hinabbeugte. Für eine lange Zeit genoss ich einfach nur seinen heißen Atem an meinen Lippen und schloss die Augen.
"Du kannst mich nun nicht mehr aufhalten Dämon," dachte ich und Krads Stimme wurde immer leiser. Nun konnte ich den Atem an meinen Lippen auch hören. Langsam und gleichmäßig verlief er und verdrängte meine ganze Scheu und Unsicherheit.
"Niwa-kun," flüsterte ich, "Wenn du wüsstest was du mir bedeutest."
Endlich schloss ich meine Lippen um den seinen und versank in einem zaghaften Kuss. Er dauerte nicht lange doch ich fühlte in diesen Sekunden mehr als ich jemals zuvor in meinem ganzen Leben gefühlt hatte. Etwas in mir, eine Mauer um meine Seele, zerbrach.
Dann küsste ich ihn noch mal und noch mal - immer und immer wieder. Meine Angst, dass er erwachen würde war wie verflogen und dennoch tat er es nicht. Seine Lippen erwiderten die Küsse nicht, doch es machte mir nichts aus.
Alleine die Tatsache ihn einmal im Leben geküsst zu haben machte mich für einige Minuten glücklich und ich lächelte ihn stumm an. Doch auch diese Freude in mir währte nicht lange. Ich ergriff nach kurzer Zeit wieder das Verbandszeug und versorgte endlich seine Wunden während meine Brust wieder stach.
"Ich wollte dir niemals weh tun," flüsterte ich, "Niemals."
Sein Arm war nicht schlimm verletzt, trotz des vielen Blutes. Doch ich konnte mir vorstellen, dass er dennoch starke Schmerzen gehabt haben musste und vielleicht noch immer hatte.
Plötzlich bewegte er seine Lippen leicht. Er fragte nach Dark, wimmerte während er schlief und mein Herz zog sich zusammen bei dem Geräusch. Ich legte meine Hand auf seinen Kopf und streichelte ihn beruhigend. Er öffnete wieder den Mund, versuchte einen Namen zu sagen und ich erstarrte vollkommen in meinen Bewegungen als ich verstand was er sprach.
"Hiw. Hiwatari-kun."
Er umfasste meine Hand, die in seiner lag und drückte sie leicht. Ich weiß nicht wie lange ich so dasaß und nichts tat außer Niwa zu betrachten. Ich konnte die Gedanken und Fragen in meinem Kopf kaum ordnen. Und schließlich, als hätte ich so lange gebraucht diese Worte in Gedanken zu bilden, sprach ich:
"Aishite iru yo, Daisuke."
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Für eine lange Zeit lag ich einfach nur da und wartete auf sein Erwachen. Ich fragte mich was er tun würde wenn er mich neben ihm, mit dem Kopf auf dem Bett, entdecken würde. Im Geheimen hoffte ich, dass er erwachen und mir einfach nur eines seiner wundervollen Lächeln schenken würde und dann. einen Kuss.
Aber das waren nur Wunschträume, nicht mehr, nicht weniger. So erhob ich mich, deckte ihn noch zu und verließ schließlich das Zimmer. Es hätte keinen Sinn gehabt hier zu bleiben. Vielleicht hätte er gelächelt. ja. Aber er hätte mich niemals in seinem Leben geküsst. Niemals würde ich spüren wie es war, wenn er die Küsse erwiderte. Das wusste ich.
Als die Türe hinter mir leise in das Schloss fiel, fühlte ich wieder den Dämon in mir, wie er versuchte sich langsam an die Oberfläche zu kämpfen. Ich lief los und aus dem Gebäude.
Mit Tränen in den Augen rannte ich schließlich der aufgehenden Morgensonne entgegen. Ich wusste nun ganz sicher, dass ich den Kampf schon längst verloren hatte.
Und heute Nacht auch das Vertrauen des Jungen, den ich am meisten liebte.
~~~Owari~~~