Titel:
Tränen aus Dankbarkeit...
Warnungen:
sad, dark, death
Pairing:
Oriya + Muraki -^.^-
Kommentar:
Tatatataaaaa *Trommelwirbel*.. 2 ½ FanFics in nicht mal 3 Tagen... und alle
zum selben Pairing... ich bin gut XD Die dritte wird auch dieses WE fertig
werden... und die wird sogar sowas wie ne richtige Handlung haben Ô.o
(Muraki-chan, du inspirierst mich *-*) Und der Beweis, dass ich doch in der
Schule FFs schreiben kann! -^.^- Jeweils ne Doppelstunde Englisch LK und
Kunst LK später und sie war komplett fertig und bearbeitet *stolzsei* XD
// Tränen aus Dankbarkeit...//
Silberglänzende Augen, die wie flüssiges Quecksilber im Licht des
Vollmondes diesen geheimnisvollen und gleichzeitig faszinierenden Schimmer
annehmen. Sie fesseln mich an meinem Platz, kann meine eignen
bernsteinfarbenen nicht von ihnen abwenden. Habe nicht mehr die Kraft dazu.
Das ist wohl das erste mal, dass ich dir gegenüber so unterwürfig handle.
Nicht dass ich dir gegenüber noch nie so hilflos ausgeliefert war,
schließlich war ich jahrelang schon in deinem Bann gefangen, doch habe ich
es dir bisher noch nie auf solche Weise gezeigt.
Seit ich dich kenne war ich mit dir verbunden, war dir seit diesem Tag an
untergeben. Ich habe es einsehen müssen, als du mir das erste mal den
Rücken gekehrt hattest. Als ich das erste mal diesen verräterischen Schmerz
gefühlt hatte, als ich das erste mal wieder einsam war.
Von da an kamst du bloß zu mir, wenn du einen Nutzen davon hattest, egal ob
du deine 'innere Ruhe' hier in Kyoto wiederfinden wolltest oder dich wieder
einmal wegen deiner Verbrechen an einem sicheren Ort verstecken musstest.
Ich habe oft an die Zeit damals zurückgedacht, mir manchmal gewünscht es
wäre so geblieben, manchmal gehofft, das alles wäre nie geschehen, doch
habe immer einsehen müssen, dass man nichts mehr an dem Vergangenen ändern
kann.
Kannst du dir vorstellen wie das ist so von einer Person besessen zu sein?
Aber wen frage ich das... Du, der seinem längst gestorbenen Halbbruder
nachjagt und diesem Shinigami auf Schritt und Tritt folgt.
Sag, hast du in deinem Leben, in diesen vielen Jahren seit damals auch nur
einen glücklichen Tag erlebt? Für jemand Außenstehenden mag es vielleicht
lächerlich klingen, sein Glück nur von einer Person abhängig zu machen,
aber schließlich bist du mehr als nur eine einfache Person. Und so habe ich
durch all diese Jahre nie einen glücklichen Tag zählen können. Das Gefühl,
das am nähesten an sogenanntes Glück heranreicht, verspürte ich nur an
diesen Tagen, an denen ich auch diese Aura spüren konnte, die kein andrer
so entwickeln konnte: An der Grenze des Wahnsinns, besessen von einem
irrwitzigen Vorhaben, ohne jegliches Gewissen. Fast schon engelsgleich...
Denn Engel sind die einzigen Geschöpfe, die keine Tränen weinen können. Ein
weißer Engel... oder wohl eher ein Todesengel.
Du bist der einzige, dem es möglich war mich so zu durchschauen.. Kein
anderer konnte je durch diesen dunklen Schleier dringen, der mich umgibt.
Das ist bloß eines der Dinge, in denen wir uns so ähneln.
Wie gehören beide nicht in diese Welt. Dich hat sie an diesen Wahnsinn
getrieben, ich lebe an ihrem Rand als ein Schatten einer anderen,
vergangenen Zeit.
Und irgendwo auf diesem Weg, du auf der Suche nach etwas, das dir deinen
Verstand bewahrt, das dich trotz allem akzeptiert, ich auf der Suche nach
etwas, das mir Halt gibt, das mich nicht noch weiter abdriften lässt, sind
wir uns begegnet. Ergänzen uns nahezu perfekt. Meinst du nicht auch, mein
Freund?
Mein Freund... sind uns gegenseitig das nächste, das wir als Freund
bezeichnen können. Der Grund, warum ich dein Freund bin? Nicht nur weil wir
uns noch von damals kennen, bevor der Vollmond sich das erste mal blutrot
färbte. Nicht nur weil ich wohl die einzige Person bin, die nach all den
Jahren in deiner Gegenwart noch ihr Leben behalten durfte. Sondern weil du
immer wieder zu mir zurück kommst...
Warum ich dich als meinen Freund bezeichne? Nicht nur, weil wir uns so
unglaublich ähnlich sind. Nicht nur, weil du die einzige Person bist, die
mich durchschaut hat, wirklich kennt und die ich je an mich heranließ.
Sondern weil du der einzige bist, der mir das Gefühl gibt, wohin ich
gehöre.
Du fragst dich sicher, warum ich dann schon so lange nicht mehr glücklich
war, wenn du doch immer wieder zu mir zurückkehrst.
Gerade weil du es schaffst mich ohne Mühe zu durchschauen, kann ich nicht
glücklich sein. Du kennst mich, kennst meine Gefühle... meine Gefühle dir
gegenüber. Und kümmerst dich dennoch nicht darum. Du bist für mich mehr
geworden als ein einfacher Freund.. Du bist zu dem geworden, das ich
brauche. Etwas, das mein Herz, selbst mein Geist verlangt. Manche mögen es
als Liebe betiteln, aber selbst wenn es so wäre, würde es doch nichts gutes
tun, es zu akzeptieren...
Schon so, ohne diesem Gefühl einen Namen zu geben, schmerzt es zu sehr.
Jeder Abschied von dir hat sich in mein Gedächtnis gebrannt. Jedes Wort,
das dir Gefahr bedeutet, hallt immerwährend in meinem Kopf wider. Jedes
neue Opfer schürt die Angst in mir. Die Angst, dass du eines Tages nicht
wieder zu mir zurückkehrst.
Ich bemühe mich immer dir gegenüber meine Verzweiflung nicht zu zeigen,
doch ist das überhaupt möglich bei jemandem, der dich besser kennt als
jeder andere?
Noch nie sahst du mich weinen. Hab es immer vor dir und selbst vor mir
verstecken wollen.
Doch heute perlen Tränen meine Wangen hinab. Stumme Perlen der Dankbarkeit,
der Hoffnung auf Glück, der Angst vorm Alleinsein, des Versprechens auf
dich zu warten.
Du hast es nicht gesagt, aber ich weiß, dass du mein Haus nicht mehr
betreten würdest, wenn du es heute verlässt.
Ich habe mich oft gefragt, was deine Opfer in dir sehen, wenn sie ihren
letzten Atemzug tun.
Und hier liege ich nun in deinen Armen, sinke langsam hinunter auf den
kalten Boden und spüre deutlich den Kontrast von der Kälte an meinen
nackten Füßen und der Hitze meines Blutes, das mit dem Rot meines Kimonos
verläuft.
Deine Augen schimmern, der Vollmond steht wie dein Beschützer und
Wegbereiter hinter dir.
Du kennst mich wirlich zu gut. Wusstest, dass ich so nie glücklich werden
würde. Nimmst dir deswegen letztendlich das Recht mir mein Leben zu
nehmen...
Danke, alter Freund...
--- O.W.A.R.I. ---
Balinese (bzw. Yohji / Oriya ^_-)
Yohjikun@gmx.de
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