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Author of 11 Stories |
Hallo~
lange, lange ists her. Ich glaube es sind fast mehr als 5 Jahre, seit ich das letzte mal was hochgeladen habe. Fast hatte ich diese Story schon vergessen. Aber so einfach ging es dann doch nicht. Leider werde ich nun vermutlich einige fleißige Leser verloren haben, aber vorsätzlich schreibe ich nun diese Story für mich selber weiter.
Disclaimer: Außer meiner Hauptfigur Svenja sind alle Personen, Orte und Ideen von JK Rowling, der ich an dieser Stelle für die wundervollen Harry Potter Romane danken möchte.
Ein weiterer erster Schultag
Es war Samstag, genau neun Uhr, als Svenja die Augen aufschlug. Stöhnend quälte sie sich aus dem Bett.
Sie war absolut kein Frühaufsteher, am liebsten erwachte sie erst um elf oder zwölf Uhr und blieb dann bis spät in die Nacht wach. Aber heute war ja ihr besonderer Tag, heute sollte sie auf ihre zu ihrer neuen Schule fahren. Ein Internat das sie besuchen musste, da sie in den Sommerferien mit ihren Eltern von Amerika nach England umgezogen war umgezogen war. Dort sollte sie dann das dritte Schuljahr besuchen, nur war dieses Internat kein gewöhnliches Internat, es war eine Zaubererschule, die berühmteste und ihres Wissens nach auch einzige Zaubererschule Englands.
Sie war gespannt wie die Leute da so waren obwohl sie sich schon denken konnte, dass sie wieder aus der Reihe fallen würde. Das war auch auf ihrer vorherigen Schule auch der Fall gewesen, aber sie mochte es auch ein wenig aus der Reihe zu fallen, also änderte sie auch nichts daran.
Gähnend streckte sie sich und taumelte ins Badezimmer. Dort spritzte sie sich erst einmal einen Schwall kaltes Wasser ins Gesicht und begann dann sich fürs Frühstück fertig zu machen.
Gut eine halbe Stunde später ging sie immer noch gähnend die Treppe herunter. Ihre Eltern saßen bereits beim Frühstück und überall im Flur und in der Küche stapelten sich die Umzugskarton, denn sie waren erst gestern angekommen. Das war für Svenja von Vorteil, denn dann brauchte sie nicht beim auspacken helfen und ihre Sachen waren auch schon fertig. „Morgen", gähnte sie und setzte sich an den Tisch. „ Na alles fertig gepackt?", fragte ihr Vater. „Ja sicher ich hatte auch viel zu tun", sagte sie ironisch und schnappte sich eine Brotscheibe. „Du bist sicher gespannt auf deine neue Schule", sagte ihre Mutter und tätschelte ihre Hand.
„Sicher", grummelte Svenja und butterte ihr Brot. Schweigend aßen sie und als Svenja fertig war, stand sie auf und sagte „Ich schau noch mal nach, ob ich etwas vergessen habe einzupacken".
„Aber Schatz das brauchst du nicht, wenn du etwas vergessen hast, schicke ich es dir per Eule nach. Wir müssen jetzt los, wir haben noch eine lange Autofahrt vor uns.", fing ihre Mutter an zu mäkeln. „Jaja, dann hole ich eben schnell meine Sachen von oben".
„Soll ich dir helfen?", fragte ihr Vater und stand auch schon vom Tisch auf. „Nein lass nur Dad ich schaff das schon alleine, ich bin ein starkes Mädchen." Sie ging die Treppe wieder hoch in ihr zukünftiges Zimmer, packte den Koffer und die Tasche und eilte sofort wieder nach unten.
Ihre Eltern waren gerade dabei den Tisch abzuräumen, also brachte sie den Koffer schon einmal zum Auto.
Dann ging sie wieder ins Haus und rief „Wir können losfahren, ich bin fertig". Sofort kamen ihre Eltern und die Fahrt konnte losgehen. Wie erwartet hatte ihre Mutter sich gewaltig verschätzt und so kamen sie fast eine Dreiviertelstunde zu früh an.
„Und wo müssen wir jetzt hin?", fragte sie an ihre Eltern gewandt. „Soweit das hier steht auf Gleis Neundreiviertel." „Aha", sagte sie gelangweilt und ging los. Eine Viertelstunde ging schon einmal dafür drauf, dass sie nach dem Gleis suchten, welches sie natürlich nicht fanden. Warum musste es auch so schwierig sein zu dieser Schule zu gelangen? In Amerika musste sie einfach mit einem Portschlüssel, der vorher per Eule geschickt wurde, vor die Tore der Schule reisen und dort wartete dann meist schon eine Kutsche, die sie bis zum Gebäude brachte.
Svenja war schon fast am Rande der Verzweiflung, denn sie konnte einfach nicht darauf kommen wie zum Teufel sie zu dem Gleis kommen sollte, da fielen ihr zwei Personen auf, die an ihr und ihren Eltern vorbeilief. Die beiden hatten die gleiche Haarfarbe nur, dass der Ältere von beiden es länger trug und vermutlich der Vater des Jüngeren war unterschied sie. Die Art wie sie sich bewegten und auch ihre Kleidung schrie fast schon nach Zauberer.
„Mum, Dad, kommt, wir folgen einfach mal den beiden". Sie schlängelten und zwängten sich durch die Menge und hatten Mühe Vater und Sohn im Blickfeld zu behalten, aber schließlich vor der Absperrung zwischen den Gleisen neun und zehn blieben die beiden stehen. So weit war die schwarzhaarige auch schon gekommen, wusste dann aber nicht weiter.
Flüchtig blickten sich die beiden um und gingen dann Zielstrebig auf die Wand zu. Einen Moment später waren sie verschwunden. In dem Moment hätte Svenja sich am liebsten geohrfeigt. Natürlich, auf die einfachste Art und Weise die ging und genau an die hatte sie nicht gedacht. „Hey, Mum, da durch die Wand", sagte Svenja und ihre Mutter ging vor, während sie selber noch auf ihren Vater wartete.
Als er schließlich auch da war, gingen sie beide ebenfalls hindurch. Svenjas Mutter wartete auf der anderen Seite und Svenja staunte nicht schlecht, als sie die große Dampflok mit der Aufschrift Hogwartsexpress sah. Eines musste man diesem Hogwarts ja lassen, sie machten sich viel Mühe um die kleinsten Sachen. Sie waren nicht die Ersten bereits ein par Schüler tummelten sich mit ihren Eltern auf dem Bahnsteig und Svenja sah auch den blonden Jungen und seinen Vater.
„Wow", staunte ihr Vater neben ihr und sie gab ich stillschweigend Recht. „Nun Schatz, du solltest dich schon einmal nach einem Abteil umsehen", sagte ihre Mutter mit einem nervösen Lächeln.
„Dein Vater und ich fahren wieder nach Hause". „Ist okay", sagte Svenja, denn sie wusste, dass solche Momente ihrer Mutter immer sehr nahe gingen und sie sich deshalb immer dann verabschiedete, wenn sie noch nicht weinte. „Machs gut und pass auf dich auf", sagte ihr Vater und ihre Mutter drückte sie um Abschied. "Das werde ich, ich schicke euch regelmäßig Eulen", versprach sie und strich ihrer Mutter über den Rücken. Dann schlug ihr Vater ihr noch einmal kameradschaftlich auf die Schulter und schließlich gingen sie.
Svenja packte ihren Koffer und ging zum Zug. Im hintersten Waggon stieg sie ein und nahm sich das allerletzte Abteil weil sie hoffte, dass sich dann niemand zu ihr setzen würde. Sie hievte den Koffer auf die Gepäckablage und setzte sich ans Fenster.
Sie war froh endlich von zu Hause weg zu kommen, denn wenn man die meiste Zeit im Jahr in einem Internat wohnte, dann war es schon ungewohnt länger Zeit mit ihnen zu verbringen. Zumal der ganze Umzugsstress ihnen allen auf die Gemüter geschlagen war. Svenja gähnte wieder, blickte noch kurz aus dem Fenster und beschloss dann, dass es jetzt wohl die perfekte Gelegenheit war ein wenig Schlaf nachzuholen. Allerdings hatte sie sich gerade bequem hingesetzt und die Augen geschlossen, da wurde die Stille in ihrem Abteil auch schon wieder gestört.
„Ist schon besetzt", sagte eine Stimme. „Wieso, da ist nur eine Person, setzten wir uns einfach mit rein", sagte eine andere Stimme und zwei Personen betraten das Abteil. Sie öffnete die Augen nicht, sondern wartete. „Meine Güte sieht die komisch aus. Hast du die schon einmal in Hogwarts gesehen Pansy?", fragte eine tiefe Mädchenstimme und eine höhere, unangenehme Stimme antwortete „Nein, vermutlich eine Neue, eine Erstklässlerin", lautete die abfällige Antwort. Dieses Mädchen war vermutlich Pansy, so hatte sie das andere Mädchen genannt.
Svenja hielt es für ratsam nun die Augen zu öffnen, bevor sie noch Dinge zu hören bekam, die sie gar nicht hören wollte. Ausgiebig gähnend streckte sie sich und öffnete die Augen. Ihr gegenüber saßen zwei merkwürdig aussehende Gestalten, eines der Mädchen war klein, dicklich und hatte ein Gesicht wie ein Mops, das andere Mädchen war groß, bullig und hatte so gut, wie keinen Hals. Svenja lächelte gequält und sagte mit gespielt fröhlicher Stimme „Hallo". Da hatte sie sich wohl die zwei unangenehmsten Gestalten der ganzen Schule ausgesucht. Wenn so zwei zusammenhingen, waren sie meist gehässig und gemein, weil sie auf all die anderen Menschen in ihrer Umgebung neidisch waren.
Die beiden Mädchen musterten sie einen Moment abschätzend, dann sagte das Mädchen mit dem Mopsgesicht, der schrillen Stimme nach zu urteilen handelte es sich um Pansy „Du hast recht Millicent, sie sieht komisch aus". Es schien ihr egal zu sein, dass Svenja genau hören konnte, was sie sagte und bestätigte damit ihre Vermutung.
Das Mädchen namens Millicent grunzte beifällig und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich heiße Svenja Fox und wie sind eure Namen?", fragte Svenja und versuchte ein Gespräch auf die Beine zu stellen, denn sie wollte nicht gleich als unsozial gelten und besser redete sie mit den beiden, als wenn sie mit anhören musste wie sie über sie redeten. „Wen interessierts?", spöttelte Pansy und betrachtete sie, als sei sie was Widerliches.
„Mich", sagte Svenja und hob die Augenbraue hoch. „Ich rede nicht mit Erstklässlern und schon gar nicht mit so einer wie dir", gab Pansy schnippisch zurück, während Millicent überhaupt nichts sagte. Svenja zuckte die Achseln. Wenn sie nicht reden wollte, dann eben nicht.
Sie lehnte sich wieder zurück und schloss die Augen, denn so konnte sie tun als würde sie schlafen und nicht hören was die beiden sagten. Tatsächlich blieben diese jedoch relativ still und so schlief Svenja sehr schnell ein. Als sie das nächste Mal aufwachte war sie Zug fuhr noch und draußen dunkelte es langsam. Gelangweilt blickte sie aus dem Fenster und erschrak, als plötzlich die Abteiltür aufging.
„Hallo, meine Liebe, möchten sie vielleicht ein paar Süßigkeiten kaufen?", fragte eine mollige kleine Hexe, die einen Süßigkeitenwagen vor sich her überlegte nur einen kurzen Augenblick, dann sagte sie „Ja gerne. Haben sie Schokofrösche und Kesselkuchen?" Die Hexe nickte und kramte auf ihrem Wägelchen herum.
„Wie viele sollen es denn sein?", fragte sie freundlich. „Zwei Packungen Schokofrösche und drei Kesselkuchen", antwortete Svenja, stand auf und kramte in ihrer Tasche nach dem Geld.
„Hier bitte, das macht dann drei Sickel", sagte die Hexe und reichte ihr die Sachen. Svenja nahm sie mit einer Hand und gab mit der anderen der Hexe das Geld. "Können sie mir vielleicht sagen wie lange es noch dauert bis wir da sind?", fragte sie die nette alte Frau. "Bestimmt noch eine Stunde", antwortete diese mit einem Blick auf ihre Uhr. Svenja dankte ihr mit einem Lächeln und wandte sich um, stapelte ihr Essen auf der Sitzbank und als sie sich umdrehte, war die Hexe verschwunden. Sie setzte sich neben ihr Essen und nahm sich einen Kesselkuchen.
Dies waren die einzigen Süßigkeiten die sie wirklich mochte. Sie war gerade dabei ihren zweiten Kesselkuchen zu verspeisen, als die Abteiltür wieder aufging und Pansy eintrat.
Sie bedachte Svenja mit einem abwertenden Gesichtsausdruck und setzte sich hin. Svenja bemerkte den Blick, den sie immer wieder dem letzten Kesselkuchen zuwarf und sagte „Wenn du möchtest, kannst du ihn gerne haben". Pansys Augen leuchteten kurz auf, bevor sie abwertend sagte „Ich nehme keine Almosen von Erstklässlern an."
"Hm, gut dann bleibt mehr für mich", meinte Svenja darauf nur und biss wieder in ihren Kesselkuchen. Mit einem blinken sprang die Deckenbeleuchtung an, denn mittlerweile schwand das Sonnenlicht rapide. Svenja hatte gerade das letzte Stück des Kesselkuchens heruntergeschlungen, als der Zug plötzlich anhielt. Verwundert sah sie Pansy an und fragte „Sind wir schon da?" Diese blickte ebenso verwundert aus dem Fenster und sagte „Nein, wir müssen noch ein Stunde fahren".
„Warum halten wir dann?", fragte Svenja neugierig und erntete einen wütenden Blick und eine harsche Entgegnung von Pansy „Woher soll ich das wissen? Bin ich eine Wahrsagerin?".
Svenja fand es klug zu schweigen und tat es dann auch. Plötzlich gingen mit einem flackern die Lichter aus und der Zug ruckelte bedenklich. Mit einer hastigen Bewegung griff Svenja nach ihrem Zauberstab und murmelte „Lumos". Vor sich konnte sie Pansys Stimme hören, die das gleiche tat. „Was zum Teufel geht hier vor?", fluchte Pansys schrille Stimme und sie stand auf, um aus der Abteiltür zu sehen.
Wieder ein ruckeln und Pansy wurde zurück ins Abteil gestoßen, mit einem Klicken schloss sich die Abteiltür. „Verdammt, ich will wissen, was hier los ist", schrie sie. Plötzlich, verstummte Pansy und erschauderte. Auch Svenja lief ein kalter Schauer über den Rücken und eine beklemmende Kälte ergriff ihr Herz und ein unangenehmes Gefühl machte sich in ihr Breit.
„Dementoren", sagte sie und ihre Stimme war leise und merkwürdig monoton. „Was?", kreischte Pansy panisch. „Was wollen die hier?"
Svenja konnte Pansys Angst förmlich riechen und wenn sie es schon konnte, dann konnten es die Dementoren erst recht. Svenja spürte, wie sie näher kamen und plötzlich glitt die Abteiltür auf. Ein eiskalter seltsam atemloser Hauch schlug ihnen entgegen und ihr Herz machte einen schmerzhaften Sprung in ihre Kehle. Pansys Angst neben ihr schien sie fast körperlich spüren zu können und machte es Svenja noch schwerer klar zu denken. Im Schein ihres Zauberstabes sah Svenja den Dementor in der Tür stehen.
Dann erwachte plötzlich der Kampfgeist in ihr und sie sprang Dementor beachtete Pansy gar nicht, er wollte sie Svenja haben und wandte sich ihr zu, was diese in ihrem normalen Zustand verwirrt hätte, denn von Pansy hätte der Dementor mehr gehabt. Das seltsame Gefühl in ihr wurde stärker, wie als wenn etwas hochkommen wollte, was sie längst vergessen hatte und mit einem Flackern erlosch Pansys Zauberstab neben ihr.
Schnell dachte sie an das schönste ihrer Erlebnisse und rief „Expecto Patronum." Ein heller Schein bildete sich an der Spitze ihres Zauberstabs und als sie sich ein wenig mehr konzentrierte, manifestierte sich die Gestalt ihres Patronus. Es war ein großer wütend brüllender Bär, wie sie ihn schon oft in den Wäldern vor ihrer ehemaligen Schule gesehen hatte. Er war schwach, weil sie schwach war, aber stark genug um den Dementor in die Flucht zu jagen. Er war verschwunden und Svenja ließ sich erschöpft und geschockt auf den Boden fallen.
Im Licht von Pansys, wieder entzündetem, Zauberstab warf Svenja der zitternden Schülerin einen Schokofrosch zu und sagte „Iss, dann geht es wieder besser." Diesmal protestierte Pansy nicht und aß den Schokofrosch schweigend und ebenso zittrig wie Svenja, die niemals gedacht hatte ihren Patronuszauber einmal wirklich ausführen zu müssen. Plötzlich schallte ein Schrei, durch die geöffnete Abteiltür zu ihnen herein. Svenja sah, wie Pansy plötzlich grinste sie sah sie fragend an und als Pansy den Blick bemerkte, sagte sie nur „Potter." „Harry Potter?", fragte Svenja und Pansy nickte.
Schweigend dachte Svenja nach und beschloss schließlich aufzustehen und nachzusehen, denn vermutlich war der Dementor einfach nur ins nächste Abteil reinmarschiert. Außerdem war sie neugierig, denn Harry Potters Legende war auch in Amerika bekannt gewesen, wo man über den Fall des dunklen Lords ebenfalls sehr euphorisch gewesen war. „Ich gehe mal eben weg", sagte Svenja zu Pansy und stand auf. Als sie vor dem Abteil, neben ihrem stand, drang ein schwacher Lichtschein durch die Fenster auf den Flur. Er war nur eine Tür weiter gewesen und Svenja hatte es nicht gemerkt, wirklich komisch und doch so normal.
Svenja machte die Abteiltür auf, ziemlich nervös, denn vielleicht konnte sie ja ein Autogramm bekommen und es an ihren vorherigen Schulleiter schicken, der würde sich wahnsinnig freuen.. Ein hysterisches Schreien begrüßte sie „Aaahh, Professor Lupin, da ist noch ein Dementor."
Kaum waren diese Worte ausgesprochen, sah sich die verdutzte Svenja zwei auf sie gerichteten Zauberstäben gegenüber und hob schnell die Hände. „Hey, was soll das?" Die Zauberstäbe senkten sich und sie atmete erleichtert auf. „Wer sind sie", fragte die Stimme eines älteren Mannes. „Svenja Fox Zukünftige Schülerin von Hogwarts", antwortete sie schnell, nicht dass sie auf die Idee kamen sie zu schocken.
„Was machen sie hier", fragte die Stimme weiter und nun konnte Svenja das Gesicht zu der Stimme sehen. Ein blasses müdes Gesicht, mit vielen Narben und zwei Honigbraunen Augen. „Ich habe jemanden Schreien gehört. Ich wollte kurz nachsehen, ob vielleicht etwas Schlimmes passiert ist, der Dementor war vorher in unserem Abteil", antwortete sie.
„Was? Ist etwas passiert?", fragte die Stimme und das Gesicht zog besorgt die Augenbrauen zusammen. „Nein, es ist alles in Ordnung, wir haben beide einen ziemlichen Schock bekommen, aber ansonsten ist nichts passiert", sagte sie.
Der Mann sah plötzlich erstaunt aus. „Und wie habt ihr ihn verjagt?", fragte er mit verwunderter Stimme. „Mit dem Patronus", sagte sie, als wäre es das normalste auf der Welt. Ihr gefiel sein Gesichtsausdruck nicht. „Du kannst einen Patronus beschwören und das auch noch in Gegenwart eines Dementors?", fragte er nach.
„Ja", antwortete sie misstrauisch und fragte sich wohin das Interview führen sollte. „Wieso?" „Nun, eine Erstklässlerin dürfte so etwas gar nicht können." „Ich bin auch keine Erstklässlerin ich bin Drittklässlerin", sagte sie sachlich und blickte ein wenig ungeduldig drein. Sie hatte nur kurz nachsehen wollen, aber in diesen beschissenen Licht konnte man die Gesichter gar nicht erkennen und dementsprechend hatte sie auch keinen Blick auf Harry Potter.
Ein unzufriedenes schweigen antwortete und Svenja fühlte sich verpflichtet sich zu erklären. "Wir hatten einen Extra Kurs an unserer Schule. Alle Schüler mussten den Patronus lernen, um sich im Notfall selber verteidigen zu können. Wir hatten ein paar Zwischenfälle mit Dementoren in unserem Land, weil die Regierung sie nicht ganz so gut unter Kontrolle hat, wie hier in England", erklärte sie und ein langsames Nicken antwortete. "Ah, Amerika also", sagte der Ältere Mann und ihm war anscheinend ein Licht aufgegangen.
"Also hier ist ja anscheinend alles in Ordnung, also gehe ich lieber wieder", sagte sie und verabschiedete sich. Irgendwie war das was sie gerade getan hatte nutzlos gewesen, es hatte rein gar nichts gebracht. Aber es hatte ihr Zeit mit Pansy erspart. Sie mochte die andere nicht. Langsam öffnete sie die Tür und wollte wieder in ihr Abteil zurück.
Dort saß Pansy, zwar immer noch mit bleichem Gesicht aber es schien ihr besser zu gehen und außer ihr waren noch Millicent und drei weitere Jungs im Abteil. Zwei entfernt Gorillaähnliche Gestalten und ein bleicher blonder Junge, der auf ihrem Fensterplatz saß. Er hatte aus dem Fenster geblickt, doch als er das zuschlagen der Abteiltür hörte, wandte er sich zu ihr um und sah sie stirnrunzelnd an.
„Haben wir Halloween?", fragte er mit gedehnter Stimme und die beiden Gorillas die neben ihm saßen grunzten belustigt auf. Pansy lachte kreischend und Millicent verzog ihr Gesicht zu einem hässlichen Grinsen. „Nein, wie lustig", sagte Svenja. „Haha, Witz komm raus du bist umzingelt." Sie mochte diesen Jungen nicht. Allerdings musste sie zugeben, dass sie ziemlich außergewöhnlich gekleidet war.
Sie hatte ein langes schwarzes Kleid mit einem dunkel-lilanen Korsett an, das bis knapp zu den Hacken ging, hohe schwarze Schnürstiefel und eine Menge Ketten um den Hals. Ihre langen sanft gewellten schwarzen Haare trug sie offen und sie hatte sich den Mund dunkelrot geschminkt. Ihre tiefblauen Augen waren ebenfalls mit schwarzem Kajal geschminkt und in ihrer rechten Nasenseite hin ein Ring.
Sie musste wirklich wie jemand wirken, der frisch aus einem Theaterstück entflohen war. Sie setzte sich zu Millicent und Pansy auf die Seite, da die andere besetzt war. Der blasse Junge betrachtete sie und sie betrachtete ihn. Schließlich setzte er sich gerade hin und sagte „Ich heiße Draco Malfoy, ab sofort hast du auf das zu hören, was ich sage, hast du verstanden?"
Sie sah ihn verblüfft an und brach dann in Gelächter aus. „Du hast einen Knall Malfoy, als ob ich auf jemanden wie dich hören würde, nein danke, da habe ich was Besseres zu tun." Er sah sie zornig an, dann wandelte sich sein Gesichtsausdruck wieder in die gleiche gelangweilte Miene, die er vorher schon hatte.
„Name?", fragte er wieder mit gedehnter Stimme und lehnte sich zurück. „Svenja Fox", sagte sie und sah ihn aus zusammengekniffenen Augen an. „Eltern?", fragte er weiter, ohne groß auf ihre Worte zu achten. „Muggel", antwortete sie. Das Gesicht ihres Gegenübers verzog sich und bekam einen angewiderten Ausdruck. „Ein Schlammblut also, vermutlich auch noch eine zukünftige Gryffindor", spuckte er verächtlich aus und sah Pansy wütend an.
„Seit wann teilst du dir mit sowas ein Abteil, Pansy?", fragte er wütend. „Aber Draco, alles andere war besetzt", verteidigte sich die andere ängstlich. "Ist doch egal, ob sie hier ist oder nicht." Svenja rollte mit den Augen und verschränkte die Arme vor der Brust. "Hallooo? Ich kann alles hören", meinte sie dazu nur.
Malfoy winkte ungeduldig ab, stand auf und sagte „Kommt Jungs, wir gehen, ich halte es nicht mit Schlammblütern in einem Raum aus, wenn ich nicht aufpasse bekomme ich von der verpesteten Luft Ausschlag." Er war schon halb aus der Tür als Svenja ihm noch ein „Bis zum nächsten mal Draco" hinterher flötete.
Sie stand auf, ging zu ihrem Koffer, machte ihn auf und zog ihren neuen Hogwartsumhang heraus und streifte ich sich über. Er war komplett noch ohne Aufnäher und Farbe, da man sie noch keinem Haus zugeordnet hatte. Sie wusste bereits beinahe alles über Hogwarts, da sie sich eingehend informiert hatte.
Sie drehte sich um und bemerkte die wütenden Blicke, die Pansy ihr zuwarf. „Was?", fragte sie und zog eine Augenbraue hoch. „Wegen dir kleinem Schlammblut ist Draco sauer auf ich", schrie sie sie an. „Interessiert mich das?", fragte Svenja und hob nun die zweite Augenbraue.
„Du kleine Schlampe wirst dir noch vor Ende nächster Woche wünschen, dass du nie hierher gekommen wärst", schrie Pansy wieder und stampfte aus dem Raum. Millicent folgte ihr und nun war Svenja alleine.
Das war schon mal ein gelungener Anfang, dachte sie ironisch und setzte sich wieder. Den Rest der Fahrt verbrachte sie schlafend.
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