Help
Home Just In Communities Forums Beta Readers Search
B s . A A A   full 3/4 1/2   E E   Light Dark
Books » Harry Potter » The Darkness arounding us
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: M - German - Tragedy/Romance - Severus S. & Sirius B. - Reviews: 39 - Updated: 02-23-06 - Published: 10-04-05 - Complete - id:2604878
Share
The darkness arounding us Kapitel 1 Wege des Lebens

Als Feelicitas Lefay am Morgen ihre Augen aufschlug, sah sie wieder den Himmel ihres Bettes über sich.

Wie an jeden Tag, seit sie hier war, erschrak sie beim Erwachen erst einmal und zuckte zusammen. Sie hatte Angst, und wenn es auch nur im ersten Moment war. Die wirren Träume in der Nacht, spiegelten ihr vor, in ihren alten Kinderzimmer zuhause in der Provence zu sein. Fernab von Großbritannien und all der Wirren, denen sie hier begegnet war.

Und wenn sie dann doch aufwachte, meinte sie immer, sich wieder im Riddlehaus wiederfinden zu müssen. Denn auch dort hatte sie zuletzt in einem Himmelbett geschlafen. Die Ähnlichkeit der Räumlichkeiten war zwar nur gering, aber immerhin reichte es für einen Moment des Schreckens, in dem sich das elendige Gefühl von ihren Füssen aus über den ganzen Körper ausgebreitete und sie erstarren ließ. Doch dieser Moment verging zum Glück auch wieder, seit Wochen schlief sie nun schon in Sicherheit. Langsam wusste auch ihr innerstes, das sie sich mit ihren nächtlichen Alpträumen und Angstattacken selber bedrohte. Niemand war da, der ihr etwas tun wollte. Niemand wollte sie mehr verletzen oder demütigen. Und doch kam sie nicht davon los. Zum Glück war es nicht jeden Tag so schlimm. Spätestens, wenn sie den Raum erkannte und wieder wusste, wo sie war. Sie befand sich in einen abgetrennten Raum, im verlassenen dritten Stock von Hogwarts. Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei.

Immer wieder sagte sie sich, alles würde wieder gut werden, doch diese Selbstmotivation klappte nicht wirklich. Besonders nicht an Vollmond, denn dann war Feelicitas besonders anfällig für schlechte Erinnerungen. Und genauso war es heute. Sie hatte gerade einen heftigen Alptraum gehabt. Das kam in letzter Zeit immer öfter vor. Und immer waren die dunklen Schatten, die ihre Träume durchwandelten, dieselben Personen, Gestalten, und Schemen. Dabei war es doch vorbei und sie war in Sicherheit. In dem unerschütterlichen Versuch daran zu glauben, wollte Feelicitas den letzten Widerhall von den ihr Angst bereitenden Stimmen und dem Geräuschsgewirr aus ihrem Kopf verbannen. Doch sie konnte es nicht. Sie waren alle nahe bei ihr. Immer, bei Tag und Nacht. Wobei in der Nacht alles immer noch lauter wurde und sie sogar Rufe zu vernehmen glaubte.

Nur wusste sie nicht, wer da rief. Lord Voldemort war es wohl nicht, soweit man ihr erzählte war Frieden in der Hölle. Feelicitas wusste nicht, was sie davon halten sollte, das Voldemort sich nicht weiter für sie interessierte. War sie denn so ersetzlich, das er sie einfach so aufgab?

Dabei hätte er doch einfach Severus Snape Druck machen können, damit dieser sie zurückbrachte. Doch scheinbar wollte Lord Voldemort das nicht, oder Dumbledore und Severus Snape wussten, was sie gegen Voldemorts Willen tun konnten.

Mit einem leisen Seufzer schlug Feelicitas ihre Bettdecke zurück und kroch leise aus dem Bett. Sie musste lächeln, wenn sie an ihre ewigen Alpträume dachte. Schon alleine an der Temperatur konnte man doch merken, das sie sich auf keinen Fall im Riddlehaus aufhielt. In Hogwarts war es warm und im Riddlehaus hing eine unwirkliche Kälte über allen. Die junge Frau schlich mit nackten Füßen zum Fenster. Dabei schliff ihr Nachthemd über den Boden hinter ihr her und sammelte ein wenig Staub auf. Es war ihr egal, schließlich war es nicht einmal ihr eigenes. Sie hatte es geschafft all ihre Kleidung und übrige Sachen mitzunehmen, es war ja nicht gerade viel, doch das meiste war nicht mehr zu gebrauchen gewesen und irgendwer hatte es ihr einfach weggenommen und entsorgt.

Als ob sich damit irgendwas ändern würde.

Nur weil man ein paar Lumpen wegwarf, konnte man doch nicht den ganzen Schrecken, den sie hatte erleben müssen, auslöschen. Irgendwie fühlte sich Feelicitas fremdbestimmt, obwohl das der reinste Witz war. Bei Voldemort, da wäre es wohl zu erwarten gewesen, keinerlei Freiheiten zu haben. Aber Er hatte ihr nie irgendwas weggenommen, warum sollte er auch?

Und gerade hier auf der guten Seite, machte man das einfach. Klar hatte man ihr was anderes zum anziehen besorgt, doch Feelicitas fühlte sich in diesen Sachen überhaupt nicht wohl. Aber vielleicht lag es auch nur daran, das sie sich in ihren Körper nicht wohlfühlte, der von Woche zu Woche durch die Schwangerschaft, immer mehr aufblähte.

Die Vorhänge bewegten sich leicht, da Feelicitas immer bei offenem Fenster schlief. Sie konnte es nicht ertragen in einen geschlossenen Raum zu sein. Im Riddlehaus waren überall die Scheiben kaputt und es zog durch alle Ecken. Das war unangenehm gewesen, aber es war etwas, das ihr nach einen Jahr Gefangenschaft mehr als nur vertraut war. Sie konnte nur noch einschlafen, wenn sie die Geräusche der Außenwelt vernahm. Das rauschen des Windes, fallenden Regen und das Geschrei einzelner Vögel.

Feelicitas zog Vorhang und Gardine ein wenig zurück und schaute nach draußen. Licht fiel auf ihre blasse Gestalt und es war schon heller Tag, wie sie feststellte. Aber richtig wach war sie immer noch nicht.

Sie riss zwanghaft die geschwollenen Augen auf, und merkte erst jetzt, das sie wohl wieder im Schlaf geweint haben musste. Ohne zu wissen warum und worüber. Sie schaute auf den Hof, wo keiner der Schüler zu erblicken war.

Um so besser. Was würde ein Beobachter auch denken, wenn sie zu vorgeschrittener Mittagszeit, wie ein Gespenst mit weiß wallendem Nachthemd und verwuschelten Haaren lasziv in ihren Vorhang gewickelt und gähnend zu erblicken war? In einiger Entfernung waren jedoch Stimmen zu hören. Sie sah ein paar Jugendliche mit Besen zu diesem komischen Spielfeld gehen. Sie trugen kanariengelbe Umhänge und waren bereits vom Weitem zu erkennen. Auf dem Feld standen auch einige gelbe Kleckse herum. Hufflepuffs, erkannte sie mit einen lächeln. In einer Welt in der man so süße Namen erfand, sollte man doch eigentlich Sicherheit finden können. Gleichzeitig aber verspürte Feelicitas einen Stich von Einsamkeit. Zu gerne hätte sie einmal so ein Quidditschspiel miterlebt. Aber das war natürlich ausgeschlossen. Das sie überhaupt ohne das Wissen der Allgemeinheit hier sein durfte, war schon eine große Ausnahme.

Aber wenigstens über die Dinge reden, das hätte doch mal jemand mit ihr machen können. Kein Wunder, dass sie auch von diesem Spiel nichts mitbekommen hatte, es war ja nur Training und es fehlten auch grüne Mitspieler. Da würde nicht einmal Severus Snape so etwas wert finden weiter zu erzählen. Nicht, das er ihr überhaupt irgendwas erzählen würde.

Sie wandte sich kopfschüttelnd ab und ging wieder ins Zimmer. Bald würde der ganze Hof von Halbwüchsigen belagert sein und es wäre völlig unvernünftig, dann im Blickpunkt aller zu stehen. Sie suchte in ihrer Truhe etwas zum anziehen und entschied sich bei ihrer knappen Auswahl für ein moosgrünes weites Kleid mit rundem Ausschnitt. Es war alles andere als neu und Feelicitas wusste auch nicht woher die Sachen gekommen waren. Die Hauptsache jedoch war, sie passte mit ihrem Bauch noch rein. Schnell zog sie sich fertig an und verließ nach einem kurzen Blick auf den verlassenen Flur des dritten Stockes ihr Zimmer, allerdings erst, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass keiner durch den verbotenen Gang ging. Das war schließlich nicht unmöglich.

Feelicitas fragte sich sowieso, warum ein ganzer Flügel dieser Etage nicht mehr genutzt wurde. Es musste doch Gründe dafür geben. Vielleicht waren die Schülerzahlen in früheren Zeiten einmal höher gewesen und es gab mehr Unterrichtsräume. Oder das hier war schon immer so eine Art Gästeflügel. Immerhin war diese Schule schon uralt. Wenn man sich die Zeiten vor 1000 Jahren zurückdachte, dann gab es bestimmt viele Gründe weswegen man mehr Zimmer brauchte. Vielleicht hatten damals die magisch begabten Kinder vornehmer Eltern ihre eigenen Zimmer, damit sie auf keinen Fall mit dem Nachwuchs von irgendwelchen Bauern aufwuchsen. Ob es diese Standesunterschiede in der magischen Welt, damaliger Zeit gab, wusste Feelicitas nicht. Aber es war bestimmt möglich. Egal weswegen hier alles so ausgestorben war, es war praktisch, wenn man den Schulbetrieb nicht zu sehr stören durfte. Hier ging so gut wie nie jemand vorbei. Und deshalb bekam Feelicitas fast einen Herzinfarkt, als sie gerade durch den Gang huschte und jemand sie plötzlich von hinten grüßte.

„Guten Tag wertes Fräulein Feelicitas, habet ihr gut geruhet? Ihr seit heute ja wieder eine prachtvolle Augenweide und ein Vorbild für die wahre Schönheit einer holden Maid."

Schnell konnte sie sich davon vergewissern, dass es kein Angreifer war und atmete erleichtert auf, als sie den Bewohner des Portraits neben sich erblickte. Den kleinen pummeligen Ritter, der sie schon seit Tagen mit recht komischen Komplimenten überhäufte. Was fand er denn so schön? Etwa, das sie mit zerzausten Haaren wie ein Mischmopp und der aufgeblähten Gestalt einer jungen Kuh herumlief? Schwer vorstellbar.

„Ich wünsche euch ebenfalls einen Guten Morgen, Sir Cardogan. Aber wenn ihr mich kurz entschuldigen würdet..." erwiderte sie zuckersüß und ohne ihn weiter zu beachten entfernte sie sich, um zur Toilette zu gehen.

Sir Cardogan blickte ihr verwundert hinterher und schien leicht irritiert. Erst als ein munteres Plätschern ertönte, wich sein Ausdruck der Besorgnis einem unverschämten Grinsen. Er wusste das Schwangere oft auf den Donnerbalken mussten, so was vergaß man nicht.

Bald darauf kam Feelicitas wieder und wurde abermals stürmisch von dem Portrait empfangen: „Geht es euch jetzt besser, Mistress Feelicitas, nachdem ihr euch auf dem Pisspott entleert habt?" Feelicitas schaute ihn schief an, doch scheinbar begriff der kleine Ritter nicht was an seinen Worten so falsch war. Wenn sie in besserer Stimmung gewesen wäre, dann hätte sie es ihm versucht begreiflich zu machen. Heutzutage kamen solch derben Anmachen leider nicht mehr so gut an, auch wenn er seiner Zeit vielleicht ein großer Meister der Minne gewesen war. Aber ihr war nicht so humorvoll zumute. Sie murmelte ein: „Habt Dank für eure Besorgnis, aber alles ist in Ordnung." und ging weiter.

Sir Cardogan wurde sie natürlich nicht los. Er war ihr heimlicher Beschützer und sein Auftrag war es sie zu beschützen, zu warnen und ein wenig zu unterhalten. Und das alles und Feelicitas vor unangenehmen Zusammenstößen zu bewahren. Er folgte ihr also und so kamen sie doch wieder ins Gespräch. Feelicitas fühlte sich einsam und obwohl ihr das Gespräch mit einem Bild als sehr fragwürdige Gesellschaft erschien, mochte sie seine doch ziemlich höfliche und ursprüngliche Art. Und so sprach sie ihn doch an: „Sir Cardogan, was ist aus euer holden Dame des gestrigen Tages geworden? Ihr habt mir doch erzählt, sie wollte mit euch und den Kobolden aus den zweiten Stock einen Krug Met trinken gehen. Ist es nicht das Fräulein aus dem Gemälde mit dem Drachen gewesen? Ist sie erschienen?"

Ein Schnaufen entrang sich dem kleinen Ritter. „Nein holde Maid, sie konnte nicht kommen, das Untier hielt sie in seinem Rahmen fest. Ich werde ihn noch einmal herausfordern müssen, damit er sie freigibt."

Feelicitas fühlte sich plötzlich viel besser. Sich vorzustellen wie zwei Bilder wegen eines dritten, aufeinander losgehen würden, erschien ihr recht unsinnig. Aber es war doch Realität und die ganze magische Welt war von solche Irrsinn befallen und hielt das alles für ganz normal. Irgendwer, dem sie ihre Bedenken mitgeteilt hatte, hatte ihr erklärt, das die Magier von der Muggelwelt dasselbe dachten. Komische Sitten. Nebenher bemerkte Feelicitas, das der Ritter seine eigentliche Aufgabe vernachlässigte und nicht mehr einige Bilder vor ihr Ausschau nach Gefahr hielt.

„Das tut mir leid für euch," erwiderte sie teilnahmsvoll: „ aber vielleicht könnt ihr mir einen guten Dienst erweisen? Könnt ihr eine unbescholtene junge Dame davor bewahren, von Schülerscharen belagert zu werden oder sogar der Großinquisitorin selbst in die Hände zu fallen?" fragte sie und deutete auf den vor ihnen liegenden Flur. Der kleine Ritter zeigte ihr die volle Brust: „Selbstverständlich, es ist mir eine Ehre, stets zu Diensten edle Dame.", hauchte Sir Cardogan, fast sprachlos vor Stolz. Feelicitas war auch Stolz, und zwar auf sich selbst. Wenn sie das irgendwann mal erzählen musste, das sie sich mit einen Gemälde unterhielt und es herumkommandierte... Jedenfalls ihr alter Psychiater Pierre Beauchamp hätte seine helle Freude gehabt sie deswegen mal wieder zu Gesicht zu bekommen. Sie musste grinsen, und damit verließ sie der putzige kleine Ritter und ging ein paar Gemälde vor ihr, um sie rechtzeitig zu warnen.

Feelicitas holte schnell noch ihren grasgrünen Umhang aus ihrem Zimmer, zog ihn über und folgte dem Ritter auf den verschlungenen Weg hinab ins Erdgeschoss. Dort gingen sie zu einem kleinen und verwilderten Gartenstück innerhalb eines kleinen Hofes, der an das alte Büro eines ehemaligen Kräuterkundelehrers angrenzte. Der kleine Garten wurde schon lange nicht mehr genutzt und war wohl niemandem mehr bekannt. So verbrachte sie hier, seitdem es ihr wieder besser ging, häufig ihre Tage an der frischen Luft. Was sollte man denn auch sonst hier machen?

Noch während sie Sir Cardogan still folgte, kämmte sie sich mit den Fingern die kurzen Haare und steckte sie sich zu einer leidlichen Hochsteckfrisur zusammen. Wie so oft bedauerte es Feelicitas wieder, wie traurig es um ihr langes Haar bestellt war. Unfreiwillig abgeschnitten und seit 2 ½ Monaten einfach nicht nachwachsen wollend und das alles nur, weil sie sich mit Lord Voldemort angelegt hatte. Ihr hätte in diesen Moment so viel geschehen können und doch hatte er sich einfach nur an ihren Haaren vergriffen. Fast, als hätte er Rücksicht auf ihre Schwangerschaft genommen...

Es war so unheimlich und es war für sie nicht einfach gewesen, überhaupt da wieder rauszukommen. Das sie es jemals geschafft hatte, war eigentlich gut und doch warf es so viele Fragen auf.

Es war kein einfacher Weg, dem Feelicitas Lefay mit ihrer Flucht aus der Hölle gefolgt war. Es war erst so kurz her, dass sie in ihr neues Heim gekommen war und das sie nun bald schon wieder verlassen musste. In Hogwarts war es für sie einfach zu unsicher, seitdem sie wieder herumlaufen konnte. Man erwog sie an einen anderen Ort zu bringen, den man das 'Hauptquartier des Ordens' nannte. Das wusste sie aber auch nur rein zufällig, weil sie Zeugin einer Unterhaltung zwischen dem Direktor und Severus Snape geworden war. Der Direktor hatte es ihm zwischen Tür und Angel erzählt. Um was es da ging, war Feelicitas immer noch schleierhaft. Wie immer befand es keiner für nötig sie mal über die wichtigsten Dinge aufzuklären. Warum das so war, konnte sie sich auch erklären. Sie war eine Fremde für die meisten. Keiner konnte so genau sagen, wie sie in das große Puzzle passte und welche Gründe Lord Voldemort gehabt hatte. Feelicitas wäre nicht sehr überrascht gewesen, wenn man insgeheim annehmen würde, sie sei eine Todesserin, oder wenigstens eine Schläferin. Tatenlos, bis irgendwann einmal ein Auftrag an sie erfolgen würde. Man vertraute ihr nicht. Und das würde sich auch nicht ändern, wenn man sie nicht endlich über ein Paar Dinge ausfragen würde.

Dann könnte Feelicitas einige Fragen beantworten. Sie könnte von Voldemorts Traum erzählen, und überhaupt könnte sie zeigen, das sie gar nichts mit der Sache zu tun haben wollte. Man konnte sich doch nicht einfach ein Urteil über sie machen, ohne sie kennen zulernen. Und doch wusste Feelicitas, das wenigstens ein Mensch an diesen Ort sie scheinbar kannte. Das hatte sie sofort gemerkt, als sie in die blauen Augen des Schuldirektors Albus Dumbledore geblickt hatte. Er konnte einen ins Herz sehen, und er wusste irgendwie all die Dinge, die Feelicitas während ihres Lebens schon widerfahren waren. Das er kein Wort darüber sagte, war erstaunlich. Das er sie nicht direkt verurteilte, war noch viel außergewöhnlicher, und das er trotz dem noch so nett zu ihr war, überzeugte Feelicitas, das er vielleicht doch keine so große Menschenkenntnis haben konnte. Albus Dumbledore war ein komischer Mensch, und wenn Feelicitas ehrlich war, dann hatte sie doch Angst vor ihm. Aber es war eine andere Angst, als die vor Lord Voldemort.

Feelicitas war es aber auf eine bestimmte Weise auch ziemlich egal was irgendwer von ihr halten würde. Zeit ihres Leben hatte man sie komisch angeblickt, es war also nichts neues. Hauptsache ihr und dem ungeborenen Kind tat man nichts zu Leide. Dafür wollte Feelicitas schon sorgen, und wenn es sein musste, dann würde sie alles dafür tun.

Und doch war sie nicht gleichgültig. Es bedrückte sie, dass es selbst hier Menschen gab, die sie ohne Gnade ausliefern würden. Man sah es, wenn man dieser Professor McGonagall in die Augen blickte. Dort sah man großes Misstrauen. Vielleicht nicht gegen Feelicitas selber, aber es bezog sich auch auf sie. Das Severus Snape hier auch nicht gerade beliebt war, brachte vielleicht auch ein wenig Argwohn ein. Man wollte sie loswerden um sich keinen Ärger anzuziehen. Zwar dachte niemand daran, sie an Voldemort zu verschachern, und als Todesserin hinzustellen, die in ein Gefängnis gehörte. Professor Dumbledore hatte es ihr erklärt, als sie ihn diese Frage gestellt hatte. Er meinte, man würde sie aber gerne an das Ministerium melden. Und dann kam wieder diese ganze Geschichte, von wegen, es wäre unmöglich magisch zu sein und von keiner Schule angeschrieben zu werden...

Feelicitas glaubte das gerne, aber es änderte nichts daran, das sie keine Ahnung gehabt hatte. Und sie verstand nicht, warum das Ministerium ihr bei dieser Sache nicht helfen würde. Professor Dumbledore lächelte milde auf ihre Frage hin und klärte sie über die Fehler im magischen Rechtssystem auf. Feelicitas hörte ihm aufmerksam zu und meinte auch die Aussage zu begreifen, doch so ganz sicher war sie sich nicht, weswegen man ihr aus der Sache einen Strick drehen konnte. Dumbledore sorgte sich vor allem darum, dass man bei der Suche nach ihrer wahren Vergangenheit nichts finden würde und dann aber so viel Aufmerksamkeit entstand, das man sie nur noch als Todesserin ansehen könnte.

Und so lebte Feelicitas gezwungenermaßen als Flüchtling in ewiger Angst, entdeckt und zurück verschleppt zu werden und ihr Herz zog sich zusammen, mit jedem Tag der kam und den sie in Einsamkeit verlebte.

Seitdem Madam Pomfrey sie aus ihrer Pflege und der eigentlichen Krankenstation entlassen hatte, lebte sie isoliert und geheim gehalten. Nur eine Handvoll Lehrer wusste überhaupt von ihr und das war gut so. Denn auch hier am sichersten Ort der Welt, wie Severus Snape ihr gegenüber es ausdrückte, lag einiges im argen.

Es ging um diese Lehrerin namens Umbridge, die alles an sich riss und versuchte den Direktor zu umgehen. All diese Erklärungen ließen Feelicitas verwirrt zurück. So vieles musste man bedenken und musste man verstecken. Wie sollte das nur weiter gehen? Und als sie darüber wieder einmal in Tränen ausgebrochen war, hatte gerade Professor Dumbledore einen Besuch bei ihr geplant und fand sie ziemlich aufgelöst vor. Zum Glück war er so ein netter Mensch. Obwohl er überhaupt nicht so aussah, als ob er viel Zeit hatte, hatte er persönlich Feelicitas seine Gründe für eine möglichst bald stattfindende Umquartierung dargelegt und sie vertraute ihm soweit, dass sie schweren Herzens einstimmte. Sie befürchtete, dass es wohl in nächster Zeit mit ihr so weiter gehen würde, wenn sich nicht jemand eine andere Lösung einfallen ließe. Von einer Flucht in die nächste getrieben. Wo sollte das nur enden?

Fortsetzung folgt...

Feelicitas: Sag mal, was ist das eigentlich für ein Text?

Ich: Was meinst du?

Feelicitas: Was ich meine? Meine Figur widerspricht sich. Dauernd denke ich daran, das keiner mit mir redet und heule deswegen. Und dann zwei Sätze später hat mir dann wieder jemand die Welt erklärt...? Erklär mir das!

Ich: Na ja... Ich habe mir mal gedacht, das du ziemlich widersprüchlich bist und demzufolge komische Ansichten hast. Vielleicht bist du auch einfach nur verwöhnt und willst mehr Aufmerksamkeit.

Feelicitas: Ich? Widersprüchlich? Sag bloß das geht jetzt genauso wie in Teil 1. Da wollte ich die ganze Zeit flüchten und dann habe ich mich wieder umgedreht und bin auf Voldies Schoß gekrochen.

Ich: Auf Voldies Schoß gekrochen? Mädchen, habe ich da was nicht mitbekommen?

Feelicitas: Ähm, weiß nicht... Du bist doch die Autorin, das musst du doch besser wissen. Von mir aus, bin ich auch zu seinen Füßen gekrochen. Also... geht das jetzt so weiter?

Ich: Ja, und es wird auch noch viel schlimmer.

Feelicitas: WAS? Du willst doch nicht etwa Dinge aus meiner düsteren Jugend ans Tageslicht zerren?

Ich: Du hast es gemacht, ich schreibe es nur auf.

Feelicitas: Alles?

Ich: Ja, alles!

Feelicitas: Der Himmel stehe uns bei...

Fortsetzung folgt...

Review this Chapter

Return to Top