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Books » Harry Potter » The Darkness arounding us
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: M - German - Tragedy/Romance - Severus S. & Sirius B. - Reviews: 39 - Updated: 02-23-06 - Published: 10-04-05 - Complete - id:2604878
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29. Das verhinderte Geständnis

Feelicitas war froh, als sie wieder nach Hause kam. Die letzten Tage bei den Evonshares waren zwar recht friedlich verlaufen, doch so ganz wohl konnte sie sich nicht fühlen. Klee hatte sich überraschend schnell von ihren Schock über die Geschehnisse erholt und war auch nicht wirklich unzufrieden über den Verlauf der Konfrontation. Liam schien der einzigste gewesen zu sein, der nach all den Jahren noch richtig verfolgt war. Und am Ende war es sogar Klee, die ihm gut zuredete, das er es richtig gemacht hatte Ulysses zu verschonen, weil die Sache damit endlich ein Ende gefunden hatte. Man musste ihr recht geben, es war nicht gerade ein Zeichen von Überlegenheit wenn man alles gewaltsam aus der Welt schaffen musste. Klee war aber auch geradezu süchtig danach noch die letzte Kleinigkeit zu erfahren und ließ sich stundenlang alles aus anderen Blickwinkeln erzählen. Feelicitas erfüllte ihr diesen Wunsch, scheinbar tat es Klee gut. Und irgendwie hatte die den Verdacht, das die von Ulysses immer noch als „Blondie" angesprochene Frau sich sehr klar darüber war, das er auch über charmante Seiten verfügte. Gab es da wirklich mal eine Verbindung zwischen ihnen? Und obwohl Feelicitas und Liam es wirklich schafften jegliche Andeutungen über die Beziehung mit Ulysses herauszuhalten, war sich gerade Feelicitas darüber im klaren, das es nicht aus der Welt geschafft war wenn auch ein Großteil überwunden war und sie konnte kaum die doch ziemlich entspannte Stimmung im Haus ertragen.

In der Nacht lag sie noch lange wach und betrachtete ihre schlafende Tochter. Obwohl Feelicitas im ersten Moment natürlich geschockt gewesen war, welche Hintergründe wirklich ihren eigenen Plan schwanger zu werden erst ermöglicht hatten, so verging das schnell wieder. Vielleicht fiel es ihr dann doch nicht so schwer, sich damit abzufinden, weil ihr das nicht zum ersten Mal geschah. Mit gemischten Gefühlen horchte sie in ihr Inneres und strich sich gedankenverloren mit einer Hand über den Bauch. Es war schon ein komisches Gefühl, zu wissen, was dort gerade vor sich ging. Es war kein schlechtes Gefühl alles von Anfang an mitbekommen zu haben. Sie würde nicht einmal geschockt sein müssen, wenn plötzlich die Tage kämen, in denen sie als erstes ins Bad rennen musste und sich zu erbrechen. Wenn ihr plötzlich ihre Sachen zu eng wurden, wüsste sie schon was es bedeutet. Auf jeden Fall war es anders, als die ersten zwei Male, wo sie erst nach Monaten darüber aufgeklärt wurde, was sie erwartete. Und wenn sie daran dachte, das alles auf der Welt einmal aus so einer kleinen Verschmelzung von Zellen hervorgegangen war, wurde ihr etwas wehmütig zumute.

Feelicitas stellte sich erst gar nicht die Frage, ob sie das hier trotz allem, selber noch wollte. Die Antwort hätte ihr nicht gefallen, das wusste sie genau. Lieber versuchte sie etwas Ordnung in die nahe Zukunft zu bekommen. Es war natürlich mehr als ärgerlich erkennen zu müssen, das genau in diesen Moment, wo sie hier im dunklen des kleinen Gästezimmers saß, in Riddlehaus sich Voldemort in ziemlich guter Laune befand. Und das nur, weil er wieder einen seiner brillanten Pläne aufgehen sah und seine ehemalige Gefangene immer noch in der Hand hatte. Er hatte gewonnen, das konnte man nicht abstreiten und doch glaubte Feelicitas tief in ihren Inneren daran, das ihm dieser Sieg einmal bitter aufstoßen würde.

Voldemort schien es sich nicht gerade lange bedacht zu haben, wer als Erzeuger eines Kindes noch in Frage käme, wenn Severus nicht mehr konnte. Wenn man es sich mal überlegte, dann erschien alles so komisch. Eine Woche, nachdem Ulysses aufgetaucht war, war Voldemort sich schon sicher gewesen, das der Mann die Lösung war. Feelicitas hätte viele Sachen nachvollziehen können, schließlich war sie ja nicht blind. Lucius Malfoy war wenigstens für einen Moment eine gute Partie gewesen. Ein Reinblut und total den Wünschen seines Herren ergeben. Nun, soweit kam es ja nicht, denn er schien ja unfruchtbar zu sein. Severus wäre auch noch zu verstehen gewesen, obwohl er nicht gerade die beste Herkunft mitbrachte, hatte er doch offenbar die richtige Einstellung. Aber das jemand so unbedeutendes und herunter gekommenes wie Ulysses Rathburn auch in das Schema von Voldemorts Plan passte, warf ein seltsames Licht auf die Sache. Feelicitas wäre gewillt gewesen, irgendeinen ihr unbekannten Grund darin zu erkennen, aber alles deutete darauf hin, das es entweder diesen Grund nicht gab, oder Voldemort wirklich eine Verbindung zwischen seinen zwei Lieblingsexperimenten wollte.
So hätte sie noch stundenlang weiterüberlegen können, doch es brachte nichts. Der einzige Gedanke zu dem sie kam, und der ihr Herz ungemein erleichterte, war der das sie Severus gegenüber keine Rechenschaft ablegen müsste, wenn sie es nicht wollen würde. Sie könnte sich vor ihn stellen und sagen, das sie schwanger wäre, weil jemand sich an sie rangemacht hatte. Es war immer so leicht alles was geschehen war auf Voldemort zu schieben. Aber leider trug sie die Verantwortung letztlich wie immer selber und niemand sonst hatte Schuld. Ihr Leben war zwar verdreht und eigentlich hätte sie mit dem was sie angestellt hatte mehr als nur verdient, ihr Leben in der Obhut von weißen Wänden und eines gut ausgebildeten Psychiaters zu verbringen, aber sie wusste selber das es nicht wirklich nötig war.

Und das war auch der Grund, warum sie Ulysses verzeihen konnte. Feelicitas wusste, wie sich Hass anfühlt und sie wusste wie verzweifelt man sein konnte, wenn jemand einem wehtat. Sie wollte den schlimmen Dingen aus den Weg gehen können und wenn die Dinge sie nicht losließen, dann musste man sich ihrer entledigen. Feelicitas hatte ihre Probleme schon immer so aus der Welt schaffen wollen. Sie hatte ihren Pflegevater wirklich ein Leid antun wollen, sie hatte wirklich die Hoffnung gehabt Voldemort würde wegen ihrer Attacke endlich ins Gras beißen. Nur damit sie das alles endlich los wäre.

Es schien ihr wie Ewigkeiten her zu sein, die letzte dieser verhängnisvolle Nächte in der sie sich auf ihren Unterdrücker stürzte und wenn es ihr auch oft schwergefallen war sich von den Tatsachen zu distanzieren, sie wusste es würde nie wieder soweit mit ihr kommen.

Schon alleine, weil sie erwachsener geworden war und genug Menschen getroffen hatte, deren Anblick alleine ihr schon den Weg der wahren Erhabenheit näher brachten.

Und genau wie auch Liam es gesagt hatte, sie durfte nicht mehr entzweigerissen sein. Nicht mehr für die einen das süße kleine Kind und für die anderen eine unberechenbare Irre sein. Sie musste es auch nie wieder sein, denn niemand war mehr da, dem man das alles aus Scham verheimlichen musste. Immer schon hatte Feelicitas diese Angst tief in ihrer Seele gehabt. Die Angst, das man sie erwischen könnte. Es gab soviel was geschehen war und wovon niemand je etwas geahnt hatte und doch schreckten die Menschen vor ihr zurück. Was wäre erst gewesen, wenn sie alles erfahren hätten? Und so lebte sie mit der ständigen Ungewissheit das jederzeit irgendetwas ihr damaliges Leben zerstören könnte und zog dabei immer mehr Unglück an. Und daran hatte sich bis vor ein Paar Monaten nichts geändert. Erst in dem Augenblick, wo Feelicitas auf Albus Dumbledore getroffen war und erkennen musste, das er alles aus ihren Herzen herauslesen konnte und doch niemals ein Vorwurf in seinen Zügen stand, fühle Feelicitas sich befreit. Zwar merkte man dem weisen Zauberer deutlich an, das er alles tat um ein Auge auf sie zu haben, doch er schien bald erkannt zu haben, worauf Feelicitas dunklere Kapitel im Leben gründeten. Es war immer nur Hilflosigkeit.

Zuerst war sie etwas befremdet und verstand nicht, warum er dieses doch so offenbar Böse, das an ihr zu haften schien nicht sah, doch je mehr sie von Albus Dumbledore sah und merkte, das sie sich eigentlich nicht hilflos fühlen musste, desto weniger verspürte sie den Drang dazu.

Man hätte es als große Entwicklung sehen müssen, das sie fähig war selbst solchen Menschen, wie Hugo de Fresy, Lucius Malfoy und Ulysses Rathburn zu verschonen, doch Feelicitas bildete sich nicht viel darauf ein. Denn darin bestand doch die wahre Erhabenheit. Aus Gnade, die aus tiefsten Herzen kam und kein Vorwand für irgendwelche Bestätigung war. Sie wollte niemanden verschonen, damit man ihr nachsagen konnte ein so herzensgutes Mädchen zu sein. Sie wollte ihren Hass nicht fallen lassen, weil sie sonst aus den gesellschaftlichen Vorgaben von Gut und Böse fiel. Sie wollte es nur tun, damit dieser ewige Kreislauf endlich durchbrochen wurde und Frieden einkehrte. Selbst wenn eines Tages Voldemorts Leiche vor ihren Füßen liegen würde, sie würde keine Befriedigung finden können, das er bekommen hatte was er verdiente und so vielen anderen angetan hatte. Feelicitas würde nur Traurigsein, das es immer noch Dinge gab, die niemals zu retten waren.

Spinners end, war blitzblank als Feelicitas wiederkam. Severus war komischerweise auch da und scheinbar hatte Weirdy ihre Zeit ohne Herrschaft schon vor einigen Tagen beendet. Feelicitas wusste nicht ob sie das so toll finden sollte. Sie hatte die Elfe nicht ein einziges Mal in Lerwick gerufen und eigentlich kam sie sich selber schlecht deswegen vor. Aber Weirdy schien das alles nichts ausgemacht zu haben und so schrubbte sie munter die Fenster und grüßte Feelicitas nur kurz. Die junge Frau ignorierte diese leichtsinnige Aktion geflissentlich und stellte den Katzenkorb ab, zog ihren Umhang aus und wandte sich ins Wohnzimmer. Severus saß am Tisch und hielt Teezeit.

„Ich habe dich gar nicht so früh wieder zurückerwartet, warum bist du denn nicht bis zum Abend geblieben?" Er schaute leicht irritiert und nichtsahnend von seinem dicken Buch auf und setzte die Teetasse auf dem Tisch. Feelicitas lächelte seicht und ließ Serena neben ihn herab und zog ihr Mütze, Schal, Cape und Wollstrümpfe aus. Sie hätte eigentlich nicht erwartet ein Begrüßungskommando zu erleben, wo er doch in den letzten Wochen vorwiegend abwesend war. Das er aber gerade zur Stelle war, und sich dem stellen musste, was sie sagen würde, gefiel ihr recht gut.

Nachdem sie Serena von ihren dicken Sachen befreit hatte, schaute sie auf: „Tja, wenn ich noch länger geblieben wäre, dann hätte ich bestimmt einiges hier verpasst." Severus schien kein Gehör für ihren leicht nervösen Ton zu haben. Wie immer war Serena daran schuld. Denn ihr plötzlich etwas belämmert wirkender Vater schaute seine Tochter mit großen Augen an. Feelicitas konnte sich ein amüsiertes Kichern nicht verkneifen. In den letzten Tagen war soviel geschehen, da hatte sie auch die Tatsache vergessen, das Severus noch keine Ahnung von dem neusten Entwicklungsschritt seines Kindes hatte. Sie ließ sich wieder neben dem Sofa nieder und betrachtete die beiden neugierig und legte den Kopf schief: „Sie hat mit dem Sitzen vor fünf Tagen angefangen. Das scheint ihr so gut zu gefallen, das sie gar nicht mehr liegen will. Serena hat sogar schon ihr neues Talent beim Reiten ausgetestet." erläuterte Feelicitas leise und Severus nickte gedankenverloren und schien es nicht richtig mitbekommen zu haben. Feelicitas enthielt sich des Scherzes mit dem Pony und schaute zu, wie Severus seine Tochter vorsichtig auf den Schoß nahm. Feelicitas erhob sich und nahm den freigewordenen Platz ein.

„Ist irgendetwas in meiner Abwesendheit geschehen?" fragte sie leicht befangen, doch Severus schien keine Ahnung zu haben. In seinen Augen sah man jedenfalls nichts. Es würde also tatsächlich ihr vorbehalten sein, ihm alles zu erklären. Serena zeigte auf den Tisch, wo eine Schüssel mit Gebäck stand und forderte bestimmt nach einen Anteil daran. In den letzten Tagen war sie richtig verfressen geworden, wahrscheinlich würde sie bald schon wieder einen neuen Wachstumsschub erleben.

Kurzentschlossen zupfte Feelicitas ihr einen Keks heraus und drückte ihn in ihre Hand. Severus schaute etwas erschüttert, als Serena genüsslich sich an das aufweichen dieser Köstlichkeit tat: „Hast du keine Angst das sie sich verschluckt, Feelicitas? Da kann doch so viel geschehen." fragte er und wollte Serena schon den Keks entwenden, doch diese gab nur einen unwilligen Laut von sich, stupste seine Hand weg und zog eine Schnute. Severus schien das ein wenig zu befremden und er nahm wirklich Abstand davon, ihr die Köstlichkeit zu entwenden.

„Mach dir keine Sorgen, sie wird daran nur rumlutschen. Mit einem Zahn im Mund, kriegt sie das nicht abgebissen." Beschwichtigte Feelicitas ihn.

Er schaute sich das noch eine Weile an, doch dann schien er auch beruhigt, selbst als Serena anfing ihn voll zu krümeln verbannte er sie nicht von seinem Schoß, sondern drückte sie nur liebevoll. Das musste ja wahre Liebe sein. Feelicitas quittierte es mit einen Lächeln, das ihm nicht entging. „Was ist denn so lustig?"

Sein abweisender Ton, konnte ihre Zufriedenheit nicht dämpfen. Warum war ihm das immer so peinlich, sie beide wussten doch recht gut, das ihm der Umgang mit dem Baby gefiel.

„Ach eigentlich ist gar nichts. Ich habe nur an die Zeit vor einem Jahr gedacht. Niemand von uns hätte sich damals auch nur träumen lassen, das wir heute hier zusammen beim Tee sitzen und unser eigenes geliebtes Krümelmonster besitzen." Erwiderte sie leicht verträumt und strich Serena liebevoll über die kleinen Löckchen. Severus entgegnete nichts, sondern schaute sie nur seltsam an. Das konnte man bestimmt als pure Zustimmung auslegen. Feelicitas reagierte verlegen als sie unter dem Blick rot wurde, und stand hastig auf: „Ich bringe kurz Serenas Sachen weg." Äußerte sie unsicher und schnappte sich dann Serenas Mützchen und Strümpfe.

Im Flur schnappte sie sich noch die anderen Sachen und machte das sie ins Kinderzimmer kam. Dort ließ sie alles zu Boden sinken und lehnte sich erst mal an die Wand und schloss die Augen. Wie sollte sie es Severus begreiflich machen? Wie würde er darauf reagieren, zumal das alles auch ein Betrug seitens des dunklen Lordes an ihn war? Feelicitas atmete erst mal tief durch und versuchte das Zittern aus ihren Gliedern zu bekommen. Doch alles half nicht, sie erkannte mit Schaudern, das sie sich das alles zu einfach vorgestellt hatte. Irgendwie hatte sie gedacht, wenn sie wieder zuhause war, dann würde alles von selbst gehen. Trotz allem hatte sie sich darauf gefreut Severus wiederzusehen. Er war so ziemlich die einzigste Konstante in ihrem Leben und wenn sie es sich so überlegte, dann wurde sie traurig. Sie hätte von Anfang an anders handeln sollen. Doch Stolz, Vorbehalte und Unsicherheit, hatten sie auf den Weg gedrängt, der sie in ihre jetzige Lage gebracht hatten. Niemals würde der Mann dort unten das einfach so auf sich sitzen lassen, das sie sich wieder in Eigenmächtigkeiten verstrickt hatte. Severus würde bestimmt ziemlich ungehalten sein und wenn sie es sich vielleicht in ihrer Vorstellung nur einbildete, das es wegen ihr persönlich wäre. Auf jeden Fall würde es auch ihm bitter aufstoßen, das sein Herr einfach einen Nebenbuhler eingesetzt hatte und das würde sich auf seine vielen wichtigen Aufgaben negativ auswirken. Feelicitas war sich schon im klaren darüber, das das alles auch ohne Unterstützung von Oben geschehen wäre, aber es wäre nie so schlimm gewesen. Sie war nur seine ungeliebte Frau, von der er so ein Verhalten nur erwartete. Schließlich waren sie selber sich ja auch auf genau dem Wege näher gekommen. Aber wenn Voldemort Severus Auftrag einfach auf jemanden anderen übertrug, war das nicht einfach zu tolerieren und hatte einiges zu bedeuten. Und wie sie dort im Kinderzimmer stand und sich umblickte, ahnte Feelicitas was genau Voldemort damit erreichen wollte. Am liebsten hätte sie sich für ihre plötzlichen Gedanken selber Lügen gestraft, aber es hatte schon etwas wahres an sich. Severus Verhalten und die viele Rücksicht musste auf den dunklen Lord ja immer ziemlich eindeutig gewirkt haben. Voldemort kannte einige ihrer Charakterzüge schließlich nur zu gut um von einem zum anderen schließen zu können. Zumindest hatte Voldemort wohl erkannt, das Severus seine Tochter liebte und er tat auch alles um ihr selber unangenehme Dinge zu ersparen. Man konnte sich sicher sein, das Severus es zur Perfektion beherrschte jegliche Gefühle in Gegenwart Voldemorts tief in sich zu vergraben, aber er konnte niemals verleugnen das seine Familie doch auch ein Teil seines Lebens war. Feelicitas hätte sich selbst verfluchen können für ihre Lage und das es ihr nicht vorher eingefallen war. Voldemort wollte schlicht und einfach ihr doch recht einvernehmliches Familienleben erschüttern. Und das schlimmste war, genau damit traf er wenigstens sie ziemlich tief. Minuten vergingen und nur schwer konnte Feelicitas sich dazu durchringen wieder nach unten zu gehen. Doch es musste sein, und wenn sie dafür alle Schuld alleine auf sich nehmen musste, Voldemort würde niemals einen Keil zwischen Severus, Serena und sie treiben können. Sie gehörten zusammen und das würde er ihr nicht kaputtmachen.

Severus schien zwar etwas ungehalten darüber, das sie ihn als erstes nach ihrem wiederauftauchen, Serena entführte. Und das sie einfach bestimmte, das seine Tochter müde sei, obwohl sie putzmunter wirkte, war ihm offenkundig unrecht, aber er sagte nichts. Feelicitas setzte sich mit einen entschiedenen Blick durch und er ließ sie. Manchmal war dieser Mann doch Gold wert, dadurch das es ihm peinlich war, allzu viel offensichtliche Besorgnis zu zeigen.

Feelicitas ließ sich ziemlich viel Zeit Serena bettfertig zu machen und davon zu überzeugen, das sie besser schlafen sollte. Und erst nachdem sie ihr etwas mit dem alten Teddybär vorgespielt hatte, ließ sich Serena dazu erweichen sich hinzulegen. Einen Moment betrachtete Feelicitas sie noch, wie sie mit dem alten Teddy schmuste und an ihrem Daumen lutschte, dann wandte sie sich mit einen Seufzen ab und schloss behutsam die Türe, obwohl die sonst einen Spalt offen blieb.

Severus erwartete sie schon. Er stand mit verschränkten Armen vor dem Fenster und schaute in die Dämmerung hinaus. Als er Feelicitas erblickte wandte er sich ihr zu und betrachtete sie mit einer Mischung aus Argwohn und Verstimmung: „Deinem plötzlich etwas ungewöhnlichen Verhalten entnehme ich, das dir etwas auf dem Herzen liegt. Gehe ich recht in der Annahme, das es etwas ist, das du mir unbedingt mitteilen solltest?" Bemerkte er leicht harsch und Feelicitas konnte nur betroffen nicken und spürte, wie ihr das Blut aus den Fingern wich. Seine Miene verfinsterte sich: „Setzen!" Mit einen Blick deutete er zum Sessel und Feelicitas ging auf seine Forderung ein.

„Hast du etwas angestellt?" fragte er wirklich verärgert. Irgendwie stieg in ihr der Verdacht auf, das ihr geschätzter Gatte dem dunklen Lord unter die Augen gekommen war, nachdem dieser von Ulysses Triumph erfahren hatte. Und irgendwie hatte sie dabei die Vorstellung das diese Situation für Voldemort ziemlich unterhaltsam gewesen sein musste, zumal Severus keine Ahnung hatte.

Feelicitas setzte sich auf und reckte ihm leicht trotzig das Kinn entgegen. Alles wäre nicht geschehen, wenn ihr irgendjemand das mit Ulysses verraten hätte: „Ja, ich habe etwas angestellt. Und das konnte nur geschehen, weil mir ein gewisser Herr vorenthalten hat, das sein netter Freund, mit dem wir sogar zu Abend gegessen haben, in Wirklichkeit der Mörder meines Vaters ist. Okay, mir fallen selber tausend Gründe zu deiner Rechtfertigung ein. Aber du hättest doch wissen müssen, das ich mich nicht von einem gutgemeinten: Halt dich von ihm fern! Abschrecken lasse."

In Severus Gesicht erschien ein kurzes Zucken: „Wie hast du das erfahren können?" fragte er trocken und musterte sie scharf.

„Liam hat ihn wiedererkannt." Sagte sie kurz und blickte ihn dann unglücklich an: „Severus, warum machst du solche Sachen? Warum hast du nicht einfach die Gunst der Stunde genutzt mich sofort aufzuklären , als Ulysses in der Tür stand?"

Severus schnaubte und wich ihrem Blick aus und wanderte durch den Raum: „Ich wusste, das du es nicht einfach hinnehmen würdest. Und für Rache hätte es weitaus bessere Moment gegeben, wenn seine Dienste nicht mehr so wichtig gewesen wären. Das willst du doch bestimmt andeuten, nicht wahr?" fragte er und Feelicitas Blick folgte ihm.

„Also, habt ihr ihn umgebracht?"

In seiner Stimme klang Tadel mit und Feelicitas reichte das: „Wie kann dir seine Spionagetätigkeit wichtiger sein? Er ist doch nur eine Majonette, ein anderer würde seine Tätigkeit sofort übernehmen können und niemand würde ihn vermissen. Meinst du ich hätte ihn wirklich umgebracht? Wenn ich Lucius schon kein Haar gekrümmt habe, dann wird mir Ulysses Tod auch kein wahres Vergnügen bereiten. Ich war aber mehr als versucht es zu tun." Sie stand auf und stellte sich vor ihn: „Aber letztendlich nicht weil er meinen Vater auf dem Gewissen hat, sondern eher weil auch er mich belogen hat."

In Severus Augen trat ein fragender Ausdruck. Bevor ihr noch der Mut verloren ging, atmete sie tief durch: „Severus, ich bin schwanger von ihm."

Severus Snape wütete nicht herum, er wurde nicht einmal blass, oder sonst etwas. Er starrte sie nur an, als sei sie verrückt geworden und würde Unsinn erzählen. Also einfach weiter erzählen, ehe er wieder alle Gedanken beisammen hatte: „Ja, ich habe eine Affäre mit Lennart Gray angefangen und wir hatten ziemlich viel Spaß zusammen, bevor es überhaupt zu was ernsteren werden konnte. Aber was ich dabei nicht wusste, war das er nicht so unbefangen war wie ich und das aus guten Grund. Wer verführt schon gerne, die Frau eines anderen, wenn sie gleichzeitig noch die Tochter eines seiner Opfer und Günstling des dunklen Lordes ist?" Damit hielt sie erst mal inne und wartete auf eine Reaktion. Die sich auch zweifellos langsam aufbaute.

„Warum hast du das getan? Warst du es nicht, die mir versichert hat, das du zu so etwas gänzlich unfähig wärst, solange mein Ring an deinem Finger steckt?" Severus schien sich wirklich jedes Wort gemerkt zu haben, was in dieser mittlerweile wieder so fernen Nacht zwischen ihnen gefallen war.

„Denn habe ich ja auch vorher ausgezogen." erwiderte sie ungerührt, das eine denkbar schlechte Antwort war. Das nächste was geschah war, das Severus ausholte und ein ziemlich schmerzhafter Schlag sie in die rechte Gesichtshälfte traf. Feelicitas zuckte zusammen und fing sich nur schwer, ohne sich viel anmerken zu lassen. Severus schien es sofort zu bereuen und starrte sie leicht verunsichert an. Das er jemals in ihrer Gegenwart sich so was anmerken ließ, beschwichtige sie doch ungemein. Und eigentlich bestätigte dieser Schlag ihr nur etwas, das sie längst in ihrem Herzen gewusst hatte. Der Schlag hatte nicht wirklich weh getan, da hatte sie schon anderes erlebt. Gedankenverloren strich sie sich über die brennende Stelle. Aber deswegen würde Feelicitas es noch lange nicht einfach auf sich sitzen lassen. Zurückschlagen fand sie nicht gerade passend, seine Miene zeigte ihr, das es gerade etwas viel wirksameres gab, mit dem sie ihn treffen konnte.

Immer noch starrte er sie fassungslos an und Feelicitas stemmte die Arme in die Hüfte: „Ganz toll Severus, wirklich. Du machst deiner Familie wirklich alle Ehre. Dasselbe Haus, zwei Erwachsene und ein Kind, nur ein paar Jahrzehnte später. Schon alleine das sollte dir den Grund meines Handelns erklären können."

Ein unmerkliches Flackern ging durch seinen Blick, wahrscheinlich rang er gerade mit sich, was er sagen sollte und was er wohl lieber vermeiden musste.

„Es tut mir leid." sagte er schließlich knapp und wollte sich abwenden.

„Oh nein, mein Lieber. Das gilt nicht. Du wirst es jetzt nicht wagen einfach wegzulaufen." Sie wäre ihm hinterhergerannt, wenn er durch ihre Stimme nicht schon eingehalten hätte und sich mit einen sehr unangenehmen Blick seiner schwarzen Augen ihr wieder zuwandte: „Ich glaube, das es da nichts mehr zu sagen gibt. Du gehst deine Wege und ich meine. Ist vielleicht auch besser so, das Serena nicht als Einzelkind aufwächst." Äußerte er seltsam kalt. Feelicitas wurde es doch etwas unwohl. Genau so etwas hatte sie vermeiden wollen und wenn sie auch nicht wusste, warum genau er es so tragisch nahm und ob er sich wieder in seiner Ehre gekränkt sah, sie musste es ihm irgendwie verständlich machen, was wirklich dahinter steckte.

„Severus du kennst Ulysses bestimmt ziemlich gut, du hast in deiner Jugend schließlich viel Spaß mit ihm gehabt. Er könnte jede Frau herumkriegen, also versuch erst gar nicht mir dafür Vorwürfe zu machen. Ja, ich habe mitgemacht, erst aus dem Antrieb schwanger zu werden und danach weil ich auf den Geschmack gekommen bin und er all meinen Vorstellungen entsprach. Aber was wirklich dahinter steckt, ist ein anderes Problem. Vielleicht hast du es ja schon erahnt, da du mich ja eigentlich kennen solltest. Wer will ausgerechnet mich überhaupt herumkriegen? Wer würde das tun, wenn der Befehl dazu nicht von ganz oben käme und höheren Zielen dienen würde?" Mit deutlicher Verbitterung spie sie ihm diese Worte entgegen, leider brach es wieder alle Wunden auf und so wandte sie sich ab, bevor er sie entgültig zum weinen bringen konnte und suchte auf dem Sofa Schutz.

Severus dämmerte die Erkenntnis und der Ausdruck von Enttäuschung, wich und wurde zu purer Ungehaltenheit: „Sagst du die Wahrheit?"

Warum er überhaupt annahm, das es anders sein könnte, verletzte Feelicitas tief: „Natürlich, wir sollten uns lange genug kennen um den Charakter meiner Beziehungen einordnen zu können. Entweder geht es um eine Zeugung, oder ich bin gerade gut genug um sich von mir Trösten zu lassen. Und was daran besonders schlimm ist, das meistens beides auch noch zusammenkommt und es tue ohne selber Forderungen zu stellen." Äußerte sie gekränkt und suchte etwas in seinen Blick, das sie nur ansatzweise fand. Wenigstens schaute er nicht mehr ganz so finster herein: „Wieso bist du dir so sicher schwanger zu sein? Man sieht nichts."

Das war so gelungen, das Feelicitas ihr Gesicht in die Polsterung des alten Sofas drücken musste um nicht loszulachen. Erst als Severus ungeduldig wurde, beruhigte sie sich wieder: „Es ist erst ein paar Tage her. Er hat gesagt man hätte ihn dafür ein Mittel gegeben, das er mir schon vor Wochen in den Wein geschüttet hat. Ich weiß, das es eigentlich gar nicht möglich sein kann. Man könnte es schicksalhafte Fügung nennen, oder einfach die Auswirkung eines wirklich guten Fruchtbarkeitsmittels, das seine Wirkung nicht verliert. Severus hat Ulysses recht gehabt, gibt es so was abartiges?"

Severus sah sie etwas unwohl an und nickte dann leicht: „Leider ja, und das es an dir wirkt ist schon seit Serenas Zeugung geklärt."

Feelicitas konnte nicht mehr anders. Obwohl sie wusste, das es so gewesen sein musste, die Erinnerung trieb ihre Verzweiflung hoch. Sie ließ dem einfach Lauf und vergrub das Gesicht zwischen den Beinen und weinte.

Severus machte nicht den Fehler irgendetwas zu tun, er wartete einfach, bis sie sich wieder nach einigen Minuten beruhigt hatte.

„Weiß der dunkle Lord es schon?" fragte er leicht angespannt.

„Ja, ich habe Ulysses gesagt, er soll ihm das möglichst Spektakulär unter die Nase reiben und danach auf ewig schweigen. Er weiß auch das du es weißt, aber ich schätze mal, das du ihn trotz allen kein Leid tun wirst. Die Sache mit den Spionen ist da viel wichtiger." Sie schaute ihn vernichtend an. Warum zweifelte sie überhaupt noch? Severus würde sich niemals ändern. Egal was er dachte, der Mistkerl würde lieber verrecken, als es sich anmerken zu lassen. Aber das musste ja nicht für sie selber gelten. Ihr war ja bekannt, das er erst wirklich etwas von sich gab, wenn man selber den ersten Schritt getan hatte. Da entwickelte er auch plötzlich Fähigkeiten, die man niemals vermutet hätte.

„Ich kann verstehen, wenn ich dich enttäuscht habe." Sagte sie leise und schaute ihn bedauernd an: „Schließlich erinnere auch ich mich noch an meine Versprechen. Ich habe gesagt, das ich bei dir bleiben will und das hat sich nicht geändert. Ich würde gerne zufrieden sein mit dem was ich habe, doch ich schaffe es einfach nicht, wenn wir immer so weiter machen, wie jetzt. Du bietest mir schon viel, aber es ist nicht genug. Wahrscheinlich wirst du dich gleich kaputt lachen, aber du bedeu-"

Er würgte sie ab: „Feelicitas, spar dir deine Worte. Ich hatte keinesfalls vor dich rauszuschmeißen, selbst wenn ich das wollte, ich könnte es nicht. Es ist also nicht nötig das du..." er hielt inne und wandte sich ab: „Ich werde jetzt gehen. In nächster Zeit wird es wohl nicht mehr nötig sein, das ich am Wochenende herkomme. In Hogwarts ist mein ständiger Aufenthalt auch viel mehr von Nöten. Wenn du also etwas dringendes hast, schick die Elfe vorbei und ich kümmere mich drum."

Sprach er kurz und verschwand in den Flur. Feelicitas war im ersten Moment ganz belämmert, doch dann sprang sie auf und fing ihn ab: „Severus, ich will aber nicht-" wieder würgte er sie einfach unsanft ab: „Ich brauche Abstand und muss meine Aufmerksamkeit auf wichtigere Dinge lenken, Feelicitas. Du wirst das sicher verstehen können, nachdem du dir im Sommer dasselbe recht genehmigt hast." Er warf sich seinen Winterumhang um und schaute sie auffordernd an, ihm Platz zu machen. Feelicitas dachte gar nicht daran: „Und was soll jetzt aus mir werden? Du lässt mich hier einfach sitzen, in einen alten baufälligen Haus, zusammen mit einem Kleinkind, einer senilen Hauselfe und der ganzen Verantwortung. Wie hast du dir das vorgestellt, soll das gehen? Bloßer riefverkehr wäre wohl nicht gerade das optimalste für uns." Fauchte sie ihn an, doch er zog nur eine Augenbraue hoch. „Feelicitas es geht nicht immer nur um dich."

„Das ist mir sehr wohl bewusst. Aber vieles von meinen Problemen betrifft deine Tochter, oder bringst du es fertig, die jetzt auch zu vergessen?" Kam es gereizt zurück.

Severus schwieg erst, doch dann schaute er sie forschend an: „Was willst du haben?"

Feelicitas war geschockt, dauernd endete es so, das er sie ruhigstellen wollte und ihr dafür einen Wunsch erfüllte. Es war entwürdigend, das sie jedes mal darauf eingehen musste. Sie wollte viel von ihm haben, aber so wie er sich anstellte, würde er es ihr nie geben wollen. Wozu dann sich weiter lächerlich machen, wenn er sie doch nicht ernst nahm? Also nutzte sie die Gelegenheit aus, das beste aus seinem Angebot zu machen und erwiderte ernst aber leise: „ Ich will eine Absicherung für uns. Eine Alternative, falls eines Tages etwas geschieht und ich alleine einen Ausweg finden muss. Ich will das Apparieren lernen."

Ihre Worte standen zwischen ihnen und Severus starrte sie nur unergründlich an: „Das ist ausgeschlossen." Sagte er nach einer Weile und wollte sich davonmachen, doch Feelicitas fasste ihm am Ärmel: „Warum? Hast du Angst das ich entgültig verschwinde und mich diesen Umtrieben entziehe?" fragte sie scharf. Severus stöhnte und blickte sie mit einen leichten Kopfschütteln an: „Apparieren ist eine hohe Kunst die man erst erlernen muss. Das Ministerium verlangt eine Prüfung dafür, wegen der vielen Unfälle, die dadurch geschehen. Woher soll ich die Zeit nehmen, es dir beizubringen?"

„Komm einfach nächstes Wochenende her und zeig es mir." Erwiderte sie kategorisch und blickte ihn unwirsch an. Er lächelte leicht abwesend: „Nachdem wir nun beide wissen, das in den nächsten Monaten keinerlei Bedarf mehr besteht, der eine Anwesendheit in diesen Haus rechtfertigt, wird auch der dunkle Lord davon absehen mich am Wochenende nicht weiter zu behelligen. Meine Dienste hier sind beendet und das wird er mir wahrscheinlich bei unseren nächsten Treffen ans Herz legen."

Feelicitas musste einsehen, das er eigentlich recht hatte, und verfluchte Voldemort, das er ihr kein einziges Schlupfloch gelassen hatte um ihre Familie zusammenzuhalten: „Dann möchte ich einen Apparierkurs besuchen." Behaarte sie mit neuaufkommender Sicherheit und er konnte nur noch den Kopf schütteln: „Feelicitas, du giltst offiziell als Muggel, es ist dir unmöglich an einem Apparierkurs teilzunehmen." Sagte er nur und Feelicitas wurde das Herz schwer. Das hatte sie ganz vergessen. „Ich kann dir nicht helfen, wirklich nicht." sagte er fast entschuldigend und zog an ihr vorbei. Feelicitas ließ ihn, doch bevor er draußen war, kam ihr ein neuer Gedanke: „Und wenn du mir beibringst wie man einen Portschlüssel herstellt?" fragte sie bittend.

Er wandte sich ihr noch einmal zu: „Das könntest du schnell lernen, aber es wird dir nichts helfen können. In einer Notsituation, von der du wohl ausgehst, kommst du nicht mehr dazu einen herzustellen. Und vorher weißt du nicht, wohin du gehen solltest. Aber es wird auch nichts geschehen, Feelicitas. Lass dir versichert sein, in nächster Zeit werden alle seine Gedanken bei einer Sache sein, die mit dir überhaupt nichts zu tun hat." Feelicitas überzeugten seine Worte nicht gerade. Ein Portschlüssel hätte ihr sehr wohl helfen können. Sie rechnete nicht damit, das Voldemort plötzlich vor der Türe stehen würde. Ihre einzigste Angst war es, das wohl keiner da sein würde, falls sie das Kind, welches sich unter ihrem Herzen einnistete, verlieren würde.

Sie kam an die Türe um sie hinter ihm zu schließen. „Wir werden uns lange nicht mehr sehen." Sagte er und irgendetwas bedrücktes schwang in seiner Stimme mit. Fast als glaube er, das sie sich niemals wiedersehen würden. Feelicitas kam das etwas komisch vor, wenn es wegen Serena gewesen wäre, hätte sie diesen Ausdruck verstanden, aber es schien noch soviel mehr zu sein.

„Die Türe steht immer für dich offen." erwiderte sie leise und suchte nach seinem Blick: „Scheu dich nicht davor sie zu durchschreiten."

Severus schaute sie kurz an, nickte ihr dann knapp zu und verließ das Haus. Feelicitas war es elend zumute, als die Stille sie umfing. Weirdy stand immer noch mit ihrem Wassereimer auf der Fensterbank im Flur und ließ sich nicht anmerken, das sie alles gehört haben musste. Nur ein leises Plätschern und ein ziemlich übertriebenes Wischen verriet überhaupt das sie da war und sich ihre eigenen Gedanken machte. Feelicitas warf ihr einen teilnahmslosen Blick zu und wandte sich ab. Severus hatte sie verstanden und trotzdem war er einfach gegangen. Vielleicht war das auch das einzig richtige. Sie musste lernen alleine zu sein und sich darüber klar werden, was wirklich in ihr vorging. Das er gegangen war, sollte sie nicht verlassen machen. Es sollte ihr Freiheit geben, damit sie endlich mal anfangen konnte ihr eigenes Leben zu leben. Aber Feelicitas wollte das nicht, sie wusste es würde sehr schwer werden und das sie es niemals von selbst erwogen hätte sich von allem frei zu machen. Immer wieder hatte es sie folgsam in die Grenzen zurückgezogen, die andere für sie gesetzt hatten. Niemals hätte sie sich ganz losgemacht und deshalb zwang er sie dazu.

Fortsetzung folgt...

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