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Books » Harry Potter » The Darkness arounding us
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: M - German - Tragedy/Romance - Severus S. & Sirius B. - Reviews: 39 - Updated: 02-23-06 - Published: 10-04-05 - Complete - id:2604878
The darkness arounding us Kapitel 2 Erinnerungen

Mittlerweile war es Anfang April geworden und der Frühling hatte Einzug gehalten. Feelicitas Lefay dachte mit gemischten Gefühlen an ihre Ankunft in Hogwarts zurück.

Viel wusste sie nicht mehr davon, wie man sie gefunden und wie sie die nächsten Wochen verbracht hatte. Das meiste war ihr irgendwann erzählt worden und es war nicht wirklich viel. Fast als wolle man sie vor sich selber beschützen und niemand durfte zuviel sagen. .

Man hatte sie zunächst ohnmächtig im Außengelände gefunden, ganz in der Nähe des Sees. Obwohl Feelicitas der Meinung war, dass sie Hogwarts nach ihrer Flucht auch betreten hatte und den Kerkern zugestrebt war, war dem scheinbar nicht so gewesen.

Dabei hatte sie noch das Glück, dass es der Wildhüter Rubeus Hagrid war und nicht diese komische Frau, vor der Snape sie so eindringlich gewarnt hatte oder vielleicht auch ein Schüler. Feelicitas hatte sehr viel Glück, ansonsten würde sie wohl jetzt in Askaban sitzen, weil irgendwer Angst vor ihr hatte.

Severus Snape, den sie in der ganzen Zeit hier, nicht mehr als ein paar mal überhaupt zu Gesicht bekommen hatte, ließ es sich nicht nehmen, sie aufzusuchen, kurz nach dem es ihr besser ging und ihr das im nachhinein gründlich zum Vorwurf zu machen. Er hatte ein paar unfreundliche Sprüche abgelassen, die Feelicitas sich wortlos anhörte, denn ihrer Meinung nach, war eine Rechtfertigung nicht nötig. Feelicitas konnte sich nicht einmal dazu überwinden, ihm unter seinen anklagenden Blicken zu erklären, dass sie der Meinung war, sofort zu ihm gekommen zu sein. Sie musste wohl phantasiert haben. Wie bei so vielen Sachen. Wenn man ihn so ansah, dann könnte man sogar bezweifeln, das sie jemals etwas zusammen gehabt hatten. Aber ihr Babybauch war der Beweis. Severus Snape hatte mit ihr geschlafen und daraus war ein Kind entstanden. Sie wusste, das er es nicht einfach so getan hatte. Männer wie er, hatten keinen Sinn für so was und blieben meist ihr Leben lang alleine. Es wäre komisch gewesen, wenn er sich ausgerechnet in die verliebt hätte. Im Gegensatz zu ihm, war sie nur ein junges Ding. Nun, es sollte Männer geben, die einen großen Altersunterschied liebten, aber für die hatte Feelicitas eigentlich nicht viel übrig. Sie mochte lieber jene, denen das ganze gar nicht so bewusst war und die sich trotzdem darauf einließen. Und obwohl Severus Snape gerade an ihren Bett gestanden hatte, und keine Regung auch nur vermuten ließ, das sie jemals mehr als fünf Worte miteinander gesprochen hatten, beide wussten es doch besser. In dieser einen Nacht, hatten sich beide erschreckt. Feelicitas, weil sie nicht damit gerechnet hatte und er, weil er nicht mit ihrer Reaktion umgehen konnte. Jedenfalls zuerst nicht, nachher hatte er es doch gemocht. Er konnte mit ihr toben wie er wollte, auch er war nur ein Mensch. Ein Mann, der ohne seine Roben und nur in seiner Unterhose genau so peinlich aussah, wie alle anderen. Trotzdem wunderte es sie selber, was für eine Konstellation sie doch waren.

Als er dann fertig war, verschwand er einfach wieder mit wehenden Umhang. Was für ein Mistkerl, er hatte nicht einmal nachgefragt, wie es ihr oder dem Kind ging.

Tja, soweit zu den falschen Erinnerungen. Und es war überhaupt kein Wunder, dass sie nicht mehr wusste was Realität und Traum gewesen war. Madam Pomfrey hatte ihr das kurz nach der Strafpredigt von Severus klargemacht. Sie fand ihre Patientin ziemlich niedergeschlagen vor und erzählte ihr bereitwillig, worunter sie nicht alles leiden würde und wie krank sie doch noch immer sei. Zu krank um überhaupt aufzustehen. Irgendwie nervte diese Frau Feelicitas, obwohl sie gleichzeitig einräumen musste, noch nie jemanden getroffen zu haben, der so in seinen Beruf aufging. Na ja, vielleicht kannte sie noch jemanden, der den ganzen Tag nur braute, in der Nacht wahrscheinlich mordete und am Wochenende arbeitete.

Feelicitas war es auch eigentlich egal, sie genoss es das sie umsorgt wurde, alles andere war nicht wichtig.

Vielleicht hatte Madame Pomfrey ja auch recht? Völlig fiebrig und geschwächt von der verschleppten Lungenentzündung, die Feelicitas sich eingefangen hatte, war sie damals geflohen. Zwar hatte Lord Voldemort die lästigen Symptome, die sie von ihren Aufgaben und der Hausarbeit abhielten, mit diversen Tränken unterdrückt, doch es war nur schlecht behandelt. Scheinbar war das brauen von Tränken nicht sein Fachgebiet, egal wie oft er behauptet hatte seinerzeit der Beste Absolvent von Hogwarts gewesen zu sein.

Der Schaden an ihrer Lunge wollte einfach nicht verheilen. Sie hatte zwar am Tag ihrer Flucht die Kraft gefunden, sich endlich eigenmächtig und endgültig aus allen Zauberbannen zu befreien und zu fliehen, doch so beendete sie auch die morgendliche Einnahme diverser Tränke, die ihr der dunkle Lord untergeschoben hatte.

Laut Madam Pomfrey war das die Hauptursache für den heftigen Rückfall und ihre Beschwerden. Wenn man eine Tranktherapie einfach so abbrach, dann hatte das viele Nebenwirkungen. Man durfte der Heilerin nicht zu lange zuhören, wenn man nicht wollte, das man sich nachher todkrank fühlte.

Lange lag Feelicitas ohne Bewusstsein in einem einsamen Zimmer, das bisher kranken Lehrern und manchen Fällen von kranken Schülern vorbehalten war. Und als sie dann eines frühen Morgens zum ersten Mal aufwachte, viele fremde in Umhänge gekleidete Schemen wahrnahm, verfiel sie zunächst in Panik.

Bis dahin war immer Madame Pomfrey alleine da gewesen. Und die war ziemlich leise. Feelicitas hatte sich total erschrocken und meinte, in großer Gefahr zu sein. Erst in dem Moment kam ihr die Tragweite ihrer Entscheidung in den Sinn. Feelicitas dachte, immer noch im Fieber liegend, dass ihre Feinde sie gefunden hätten und man sie an diese Dementoren ausliefern wolle. Oder sie wäre in eine Falle geraten und die Leute dachten sie wäre auch so eine von den Bösen.

Feelicitas regte sich furchtbar auf und sie versuchte in ihrer Panik zu entkommen, indem sie sich aus der Reichweite der dunklen Schemen brachte und so verkroch sie sich in einer Ecke neben dem Bett.

Das erzählte jedenfalls Madame Pomfrey und Feelicitas glaubte es ihr auch, obwohl sie sich nicht wirklich daran erinnerte. Aber nachdem man es ihr geschildert hatte, kamen doch einige Erinnerungen zurück. Es dauerte lange, bis sich die schemenhafte Menge auflöste und ihr Blick klarer wurde. Sie sah ängstlich auf, fand aber keine Dementoren oder Todesser. Nur noch Severus Snape war da und dieser alte Zauberer, dem sie schon einmal begegnet war. Damals, nach dieser Nacht, die sie bei Severus verbracht hatte und an deren Ende sie eine Tür mittels dunkler Magie aufgesprengt hatte, war er ihr durch den Wald hinterher gelaufen, ohne sie jedoch zu erreichen.

Severus und Direktor Dumbledore sahen sie mit unterschiedlichen Mienen an. Der alte Mann mit deutlichem Mitleid und unverhohlener Freundlichkeit und Severus Snape mit einigem Verdruss. Doch vielleicht täuschte sie sich auch in ihm, denn es war Severus, der sich ihr, nach einem kurzen Blick zu Dumbledore und nach dessen Nicken, vorsichtig näherte und sich zu ihr runter beugte.

Unter den aufmerksamen Blicken des Direktors, ergriff er ihre Hände und schaute sie irgendwie beruhigend an. Nie hätte sie gedacht, dass sie sich jemals in ihren Leben unter seinem Blick noch mal besser fühlen würde.

Sie wusste nicht mehr genau was geschah, doch sie erinnerte sich, dass Severus lange leise auf sie eingeredet hatte. Leider erinnerte sie sich nicht mehr an den genauen Wortlaut, doch hatte ihr dieses Gespräch ein deutliches Gefühl von Sicherheit gegeben. Es erinnerte sie an diese eine Nacht zwischen ihnen, in der sie ihm ihr ganzes Vertrauen geschenkt hatte, nur damit er ihr half. Es war nicht so, das er besonders nett war, oder rücksichtvoll, denn so war er nicht wirklich. Aber immerhin schaffte er es ihr verständlich zu machen, das keiner ihr etwas tun wollte, und egal welchen Ton und welche Worte er dafür brauchte, Feelicitas verstand, dass sie nun sicher war und ließ sich wieder zum Bett geleiten.

Doch bis zu ihrer vollständigen Genesung sollte es noch lange dauern.

Allerdings trugen sowohl die äußerlichen Anzeichen von verschleppter Krankheit und langwieriger Verwahrlosung, als auch die inneren Wunden und der Kampf gegen die Abhängigkeit dazu bei, dass sie nie mehr so wurde, wie sie es vor all diesen Ereignissen einmal war. Daran konnte auch die ganze magische Schokolade gegen ihr verängstigtes Wesen, mit der man sie voll stopfte und die Zauber mit denen man sie belegte, damit sie ohne Schmerzen zu haben am Geschehen in ihrer nächsten Nähe teilnehmen konnte, etwas ändern.

Es erschien ihr wie die Ironie des Schicksals, dass sie sobald sie die Schwelle von Hogwarts endgültig betreten hatte und damit in die wahre Welt der Magie eingetreten war, jegliche aktive Zaubermacht verlor. Die Krankenheilerin sagte ihr, dass wohl hauptsächlich ein innerer Widerstand diese Blockade auslöste und Madame Pomfrey konnte ihr auch nicht wirklich garantieren, dass ihre kurzzeitige Zauberkraft jemals wieder auftauchen würde. Oder ob sich nach der Schwangerschaft alles wieder normalisieren würde. Angeblich sollten solche Komplikationen öfter mal in der magischen Welt vorkommen und sich meist von alleine wieder regeln.

Aber das beschäftigte Feelicitas nicht weiter, sie war als Muggel aufgewachsen, so konnte sie auch als Muggel leben. Und sie hatte immer noch genug Zauberkraft in sich, um die Mauern von Hogwarts zu sehen, oder Magie wahrzunehmen. Als sie dann endlich den speziellen Flügel der Krankenstation verlassen durfte, hatte sich der Direktor dafür ausgesprochen, sie vorerst trotz aller Gefahren in Hogwarts zu behalten. Schließlich hatte er wahrscheinlich noch vor sie auszufragen, sobald ihr Zustand stabil genug war und es zuließ.

Bis zum heutigen Tage hatte er das nicht getan, aber vielleicht hatte er schon längst seine Antwort bekommen und sah keinen Grund mehr, sie aufzuwühlen.

Albus Dumbledore traf natürlich auf Widerstand in den Reihen der Eingeweihten. Es gab Stimmen, die meinten, es sei zu unsicher, einer Muggel wie ihr zu erlauben diese Mauern zu betreten.

Worauf Dumbledore nur sagte: „Sie ging schon oft über die Schwelle unserer Gemäuer und nie hat jemand von ihnen irgendetwas gemerkt. Jetzt ist sie einmal da, jetzt bleibt sie auch." Feelicitas fand diese Antwort wundervoll, zunehmend musste sie sich eingestehen, das sie diesen Mann, um seine Intelligenz bewunderte. Aber dann schaute er sie aus den Augenwinkeln an: „Vorerst", wandte er mit einem Blick zu ihr ein. Ein anderer Lehrer, der sehr klein war und dessen Name sie sich einfach nicht merken konnte, entgegnete daraufhin, dass nicht allein ihr Muggelsein Gefahren bergen könnte, sondern ihr aufgrund der Informationen, die sie und Snape weitergegeben hatten, nicht zu trauen wäre.

Selbst Professor Snape, der still und ohne Regung dabeigestanden hatte, ergriff nicht unbedingt für ihre Seite Partei: „Meiner Meinung nach gibt es keinen triftigen Grund Miss Lefay hier nicht bleiben zu lassen. Aber wir müssen nicht nur an die Schüler, sondern auch an unsere spezielle Beauftragte denken. Die Schüler kann man mit einer Erklärung vom verbotenen Trakt fernhalten. Das wurde schon oft so gehandhabt. Aber die geschätzte Professor Umbridge wird das wohl nicht abhalten. Und es könnte über die unabwendbare Aufregung im Ministerium hinaus, auch dergleichen in den Reihen der Familien und Anhänger des dunklen Lords zu erwarten sein. So wäre es auch in ihrem eigenen Interesse abzulehnen, dass sie sich hier weiter aufhält, Professor Dumbledore."

Feelicitas hatte sich sehr gewundert. Sie verstand nicht, was die ganze Aufregung sollte. Severus Snape wusste doch so gut wie sie, dass Lord Voldemort über ihren momentanen Aufenthaltsort bestens unterrichtet war. Schließlich hatte sie nur nach Hogwarts flüchten können, da ihr Portschlüsselarmband diese Route einprogrammiert hatte. Voldemort war zwar alt, aber bestimmt nicht so alt, dass er so was einfach vergaß oder übersah. Dennoch hatte sie still geschwiegen. Es schien nicht ratsam zu sein, es mit Severus Snape zu weit zu treiben, ob er nun zufällig der Erzeuger ihres Kindes war oder nicht. Außerdem wusste sie immer noch bedenklich wenig über all die wahren Umstände und Ziele die hier verfolgt wurden. So gerne Feelicitas auch glauben wollte, das alles was diese Menschen hier taten, gut und recht war, so konnte sie es nicht einfach akzeptieren. Wahrscheinlich hatte die lange Zeit der Gefangenschaft sie doch irgendwie beeinflusst. Immer wieder erwischte sie sich dabei, sich vorzustellen, welche schlimmen Dinge hier getan wurden. Doch sie fand nichts.

Dumbledore schaute sie plötzlich interessiert an und ihr wurde unwohl. Natürlich wusste jeder der hier Anwesenden, dass sie ein Kind erwartete, obwohl sie schon über ein Jahr in der Obhut des dunklen Lords war. Wenn sie selber nicht besser gewusste hätte, wie das alles vor sich gegangen war, dann hätte sie diese dummen Gedanken verstehen können. Man konnte nur hoffen, das niemand dachte, das der dunkle Lord selber... dann war ihr doch lieber so tun zu müssen, als wüsste sie einfach nicht welcher seiner Anhänger es gewesen war.

Madam Pomfrey machte um ihre Schwangerschaft soviel Aufhebens, dass man schon gleichzeitig blind und taub sein musste um nichts zu merken. Was sie darüber hinaus wussten oder ahnen wollten, konnte Feelicitas nicht wissen. Feelicitas bezweifelte aber, ob das für die Professoren McGonnagal, Sprout und Flitwick so wichtig war. Und sie meinte annehmen zu dürfen, dass Severus, soviel Verstand besaß um nachzurechnen. Aber Professor Dumbledore hatte auch nicht gefragt woher ihre Umstände kamen, aber manchmal sah er so aus, als ob er es besser wusste als sie selbst. Hatte Severus es ihm gesagt? Sie wusste nicht, ob sie das gut oder schlecht finden sollte.

„Was halten sie davon Miss Lefay?" Feelicitas schrak aus ihren Gedanken hoch und überlegte kurz. Ach ja, sie lächelte Professor Dumbledore erleichtert an. Er fragte sie nach ihrer Meinung, das gefiel ihr wirklich: „Ich kenne keinen Ort, an den ich zurückkehren könnte, ohne jemanden in Gefahr zu bringen, der ihr nicht gewachsen wäre. Ich würde also gerne ihr Angebot annehmen."

„Dann wäre das jetzt erledigt. Snape sie bleiben bitte noch. Die Anderen sollten sich jetzt wieder ihren Pflichten zuwenden. Wir wollen doch nicht, dass Dolores uns alle auf einmal vermisst." Die Anderen gingen und sie blieb mit Snape zurück.

Feelicitas räusperte sich: „Professor Dumbledore, um kurz auf Professor Snapes Einwände einzugehen, ich könnte mit meiner Anwesenheit seine Arbeit gefährden, weil sich eventuell jemand berufen fühlen könnte Gerüchte weiter zu tragen. Man könnte dies doch damit begründen, dass ich hier nur festgehalten werde, weil ich bei dem Versuch etwas nach Hogwarts zu schmuggeln gefasst wurde und sie mich nicht eher gehen lassen, bevor nicht alle Hintergründe aufgeklärt sind. Gefällt ihnen nicht auch, dass man dadurch annehmen kann, dass ich hier eine Gefangene wäre? Kerker gibt es ja hier genug... Niemand käme auf falsche Gedanken."

Der Zaubertränkemeister schaute sie an, als wolle er sie anfallen und erwürgen. Da ihn jedoch alle anschauten und auf eine Zustimmung warteten hielt er sich damit zurück. Professor Dumbledore schritt ein: „Miss Lefay hat da einen sehr guten Vorschlag gemacht. Ich denke das sollte als glaubhafte Antwort genügen, Severus. Oder haben sie noch weitere Bedenken, die wir ansprechen sollten?" Severus fiel darauf nichts mehr ein. So verzog er nur den schmalen Mund, nickte Dumbledore kurz zu und sagte gepresst: „Nun gut, Albus!", nickte Feelicitas unterkühlt zu und machte eine schwungvolle Kehrtwendung und rauschte mit wehendem Umhang davon. Nach diesem kurzen Zwischenfall fiel das endgültige Urteil und sie konnte bleiben. Vorerst.

Das war jetzt schon wieder Wochen her. Feelicitas Wunden waren verheilt oder verdrängt und ihr Leben drehte sich hauptsächlich darum, Alpträume zu vermeiden, Dolores Umbridge nicht in die Quere zu geraten und soviel zu lesen wie sie konnte, um diese Welt besser verstehen zu können.

Aber ihre innere Besorgnis wuchs allmählich zu einem dicken Klumpen.

Dumbledore hatte ihr letztendlich nicht versprochen, sich ganz für sie einzusetzen. Feelicitas war tief misstrauisch, sie wusste wie weitreichende Folgen solche Kleinigkeiten haben konnten. Das hatte sie in ihrem Leben oft genug zu spüren bekommen. Und immer noch war der Direktor nicht an sie herangetreten, um sie auszuhorchen und zu verhören. Feelicitas konnte sich das nicht wirklich erklären. Aber vielleicht hatte Severus Dumbledore wirklich mehr anvertraut, als sie es für möglich hielt und deswegen sah Dumbledore keinen Anlass, sie durch ein Verhör in Schrecken zu versetzen. Vielleicht wollte er sie auch nur schonen, da sie immer noch Angst vor Allem und Jedem empfand. Sie fragte sich nur, ob Severus wirklich die Wahrheit gesagt hatte, oder ob er eine bessere Geschichte parat hatte. Wenn man bedachte, dass Severus bei seinem ersten Versuch sie zu überreden Voldemort den Rücken zu kehren, um für Albus Dumbledore Aufträge zu erfüllen, nur das als wirklich wichtig empfand, musste man sich doch fragen, wo diese Aufgaben denn liegen mochten. Vielleicht hatte sich der Plan ja auch zerschlagen. Denn auch wenn ihr Dumbledores Beweggründe schleierhaft waren, so konnte sie ihm beim besten Willen nicht unterstellen, das Leben werdender Mütter für seine Pläne in Gefahr zu bringen.

Trotzdem machte sie sich Sorgen, denn vorerst, war langsam aufgebraucht. Und sie stand mit einigen Bedenken und etwas Beklommenheit vor einer neuen Zukunft.

Severus Snape hatte die Nase voll von den momentan herrschenden Umständen. Seitdem im Februar plötzlich Feelicitas Lefay aufgetaucht war, war sein Leben noch mal um einiges verkompliziert wurden. Natürlich hatte Albus Dumbledore vorher schon gewusst, das es diese junge Frau gab und das sie im Riddlehaus und unter den Todesseren verkehrte und Severus öfters mal aufsuchte. Schließlich war der Direktor ja nicht blind und Severus hatte ihn natürlich aufgeklärt. Natürlich hatte Severus seinen Vorgesetzten und Mentor die ganze Sache mit seinen kleinen Auftrag ihr ein Kind zu machen, dann aber doch verschwiegen. Konnte er denn ahnen, das sie irgendwann bewusstlos am See lag und todkrank war? Alles war in die Öffentlichkeit gedrängt wurden und es sah nicht so aus, als ob man sie jemals wieder untertauchen lassen könnte. Wenn sie wenigstens noch bis in seinen Kerker gekommen wäre, so wie all die anderen Male zuvor, dann hätte es so viele Lösungen gegeben. Jedenfalls wäre das mit dem Baby nicht so ein Gesprächsthema geworden. Severus brauchte sich nur umzusehen, dann sah er die fragenden Gesichter.

Albus wollte ihn nicht direkt fragen, schließlich besaß er noch Anstand. Aber immerhin hatte der Direktor in einen ihrer privaten Gespräche angekündigt, das Severus sich kundig machen sollte, wer Miss Lefay das angetan hatte. Severus hätte gerne einfach alles abgestritten, und einen anderen Schuldigen vorgezogen, aber dann zögerte er doch, einfach Lucius Malfoy zu beschuldigen. Teilweise, weil er sich feige vorgekommen wäre, teilweise, weil die Anweisungen des dunklen Lordes ihn etwas verwirrten. Im ersten Moment als er sie im Albus Dumbledores Büro gesehen hatte, rechnete er damit, das der dunkle Lord sie zurückfordern würde. Auch Albus hatte damit gerechnet, und als Severus vom nächsten Treffen mit dem dunklen Lord zurückkam, ohne das ein Rückbringungsauftrag erfolgt war, konnte der Direktor sich das so ganz erklären. Severus selber hatte eine Erklärung, die er aber nicht weitergab. Denn natürlich hatte der dunkle Lord ihm gesagt, was er nun zu tun habe. Feelicitas zurück ins Riddlehaus zu schaffen, war gar nicht nötig, Severus sollte sich nur darum kümmern, das sie nicht ganz verschwand, und er sollte ein Auge auf sie und ihren Umgang haben.

Severus erschien das als einfach, auch wenn die Durchführung nicht gerade unkompliziert war, ohne sich verdächtig zu machen. Zum Glück hatte Miss Lefay nicht das Bedürfnis in aller Öffentlichkeit mit irgendwelche Geheimnissen um sich zu werfen, und im Zuge dessen den Namen des Kindeserzeugers zu nennen. Das war wenigstens etwas.

Trotzdem nervte es ihn, das er jetzt auch noch die heimliche Verantwortung für diese Frau hatte. Ihm blieb auch nichts erspart und alles was schief gehen konnte, ging auch schief. Severus sah mit Sorge in die Zukunft. Was würde erst werden, wenn sie das Kind bekam?

Fortsetzung folgt...

Feelicitas: Was soll nur werden wenn ich das Kind von diesen Mistkerl bekomme?

Severus: Mistkerl? Sei froh, das ich dich überhaupt angefasst habe. Freiwillig würde ich mich nicht mit Kindern wie dir einlassen. Was soll das überhaupt hier? Wieso musste ich ihr das Kind machen? Warum muss ich mich dann auch noch darum kümmern?

Ich: Weil du doch so verantwortungsbewusst bist und weil Voldemort das so wollte. Fragt ihn doch. Ich schreibe die Geschichte nur so auf, wie sie passiert ist, für den Rest seit ihr verantwortlich.

Feelicitas: Voldemort hat seine Gründe, aber die werden wir wohl nie erfahren. Außerdem, wenn unser Tränkemeister hier, immer so verantwortungsbewusst sein soll, warum kümmert er sich dann nicht um mich? Es scheint so, das er mich loswerden will, nur damit niemand auf die Idee kommt ihn Vater zu nennen. Ich falle auch immer auf die falschen Typen rein.

Ich: Ohh, vermute ich hinter deinen Worten eine unglückliche Liebesgeschichte in sehr jungen Jahren?

Feelicitas: Du weißt es doch schon längst. Aber war es tatsächlich Liebe? Was ist das überhaupt?

Ich: Severus hat dich einfach nie haben wollen.

Feelicitas: Doch!

Severus: Nein! Glaub ihr nicht, sie spinnt sich da gerade was zusammen.

Ich: Hört auf euch zu streiten! Ihr wart ja nicht alleine im Schlafzimmer, ich kenne genug Details um sie euch noch in einigen Jahren vorzuhalten. Und ihr werdet beide rot werden.

Feelicitas: Ich doch nicht, die Reaktionen von Männern sind mir doch bekannt genug um es zu akzeptieren.

Severus: Teenager, eine Plage für sich. Warum muss es eine 18 jährige sein, die auch noch einen Hang zum Wahnsinn hat?

Ich: Na das kann ja heiter werden.

Fortsetzung folgt...

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