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Kapitel 33
Verloren
In Schottland war das schönste Wetter, das Feelicitas je dort gesehen hatte. Sie war am Rande des Waldes, jenseits der Spazierwege gelandet und um sie herum waren nur Bäume, deren Blätter in Licht der Mittagsonne funkelten. Dadurch leuchtete im ansonsten so finsteren Wald, eine unwirkliche Helligkeit, das man fast annahm, sich gar nicht mehr in der Realität zu befinden. Ein warmer Duft von Blättern und nahem Wasser hing in der Luft und Feelicitas wurde direkt vom Anblick ihrer zauberhaft anmutenden Umgebung gebannt und für einen Moment kam es ihr vor, als sei sie im Reich ihrer Feenverwandtschaft gelandet. Aber nur für einen Moment, dann löste sie sich aus ihrer Träumerei und dachte wieder an die Realität.
Hastig setzte sie Serena und den Katzenkorb ab und suchte nach eventuellen fehlenden Gliedmaßen, die durch die Apparation entstanden sein konnten. Severus hatte ihr so eingeschärft, das sie auch auf die kleinste Kleinigkeit achten musste, denn schon ein fehlender Zehennagel konnte schwerwiegende Folgen haben. Doch scheinbar hatte Feelicitas wirklich alles richtig gemacht, und so ließ sie sich erleichtert neben Serena auf den kühlen Waldboden plumpsen und atmete erst mal tief durch.
Irgendwie fühlte Feelicitas sich komisch. Erst in der vergangenen Nacht hatte der Mann, den sie am meisten zu lieben glaubte, ihr eröffnet, das er den weisesten Zauberer der gesamten Zaubererwelt umgebracht hatte, dann wurde mit der Beschlagnahmung des Hab und Gutes, der Lauf ihres Lebens total zerstört und zuletzt war sie beinahe auch noch von irgend so einen miserablen Todesser, der niedersten Art, zurück in die Hölle und an die Seite des dunklen Lords verschleppt worden.
Und trotzdem saß sie hier zusammen mit Serena in einen friedlichen Wald. Und anstatt das der Himmel Tränen über die Ungerechtigkeit der Welt vergoss, oder das eine schwere Finsternis über das Land zog und vom Triumph des Bösen kündete, schien einfach die Sonne.
Irgendwie verstand Feelicitas nicht, wie alles kommen konnte. Sie gab sich die Schuld daran, zu unachtsam gewesen zu sein. Wenigstens hatte sie einfach über einige wichtige Geschehnisse hinweg gesehen, obwohl sie wusste, das es so nicht aus der Welt geschafft wurde. Das Severus etwas ausheckte, das wusste sie schon sehr lange, aber sie hatte irgendwie akzeptiert, das er es ihr nicht sagen musste. Vielleicht weil Feelicitas Angst hatte, das es auf irgendeine verquere Art doch wieder mit ihr selber zusammenhing, vielleicht auch, weil es ihre friedliche Welt störte. Die Ruhe, welche sie im letzten halben Jahr erfahren hatte, war so schön gewesen, das sie sich schon dran gewöhnt hatte und alles unangenehme möglichst ausblendete.
Immer wieder sagte sie sich, das Dumbledores geplanter Tod nun wirklich nichts mit ihren eigenen Problemen zu tun hatte. Aber im nachhinein hätte sich Feelicitas gewünscht, das Severus es ihr anvertraut hätte. Wenigstens das mit dem unbrechbaren Schwur, dessen Sinn sie immer noch nicht so ganz verstand. Aber so vertrauensvoll war ihre Beziehung zueinander leider nicht, das konnte man auch bei all den Fortschritten, die sie gemacht hatten, nicht verleugnen. Sie selber war ja auch nicht das beste Vorbild. Feelicitas war mehr als traurig, trotzdem konnte sie keine wirkliche Trauer entwickeln. Über keines der Dinge, die geschehen waren. Sie konnte es noch nicht so ganz begreifen. Dumbledore, den sie immer sehr gemocht hatte war tot durch Severus Schuld und Severus war ein Mörder durch Dracos Versagen bei Voldemorts Auftrag. Das schöne eigenständige Leben, welches sie sich gerade aufgebraut hatte, lag in Scherben vor ihr und sie selber stand erneut auf der Suchliste beider Seiten.
Es war deprimierend, und Feelicitas wollte auch nicht so richtig darüber nachdenken. Im Moment hatte sie erst mal wichtigeres zu tun, als an Severus Snape zu denken, oder an den Vorgängen zu verzweifeln. Immerhin ging es Serena, dem Baby und ihr gut und sie waren unbeschadet entkommen, obwohl die Möglichkeit bestanden hatte, das sie noch an diesen Abend vor dem dunklen Lord stehen sollten. Was hatten sie doch für ein Glück gehabt.
Mit einen schweren Seufzen ließ Feelicitas sich zurückgleiten und legte sich auf den Boden, Serena kroch an sie heran und kuschelte sich an den dicken Bauch ihrer Mutter und nuckelte am Daumen. Jetzt waren sie hier in Sicherheit, und eigentlich sollte auch alles gut sein. Aber Feelicitas konnte nicht so richtig erleichtert sein. Sie hatte ein schlechtes Gewissen, das sie nur an sich, die Kinder und ihr verlorenes Leben dachte, anstatt sich Gedanken zu machen, was der Mord ihres Mannes für weitreichende Folgen haben würde. Feelicitas musste sich selber eingestehen, das sie wohl total selbstsüchtig sein musste, das ihr ihre eigene Welt wichtiger war, als die Lawine, die losgetreten wurde und die sich über die Zaubererwelt ergießen würde. Vielleicht hatte der sprechende Hut Recht gehabt und sie hatte nicht nur diesen mitfühlenden Hufflepuffteil in sich, sondern auch einen guten Schlag von Slytherin. Oder es kam von ihrem Umgang, wer konnte das schon wissen? Feelicitas versuchte sich ernsthaft traurige Gedanken zu machen, welch ein Chaos in Hogwarts herrschen würde und was alle über Severus denken mochten, aber es gelang ihr nicht wirklich Mitgefühl zu entwickeln. Sie konnte es nicht richtig verstehen. Aber ihr kamen andere Gedanken, und darunter war auch die Frage, was hätte sie tun können, wenn es die Evonshares nicht gäbe.
Sie hätte versuchen können nach Frankreich zu gehen, um bei Adelaide und Maurice Unterschlupf zu finden, die wohl immer noch bei Tante Betsy waren. Aber die Kinder wären dort nicht lange sicher, schon bald würde man sie aufspüren. Natürlich hätte Feelicitas auch zu ihrer Großmutter gekonnt, aber nach dem monatelangen Schweigen, das sie trennte, würde Feelicitas Serena und das bald kommende Baby, dort nicht einfach mit guten Gewissen zurücklassen können.
Denn genauso sah ihr erster Plan für den Moment aus. Serena konnte nicht bei ihr bleiben, oder besser gesagt, Feelicitas konnte Serena nicht in ihrer Nähe lassen, denn Feelicitas selber war nicht gewillt, sich bis zum Ende aller Tage zu verstecken. Voldemort wollte etwas von ihr, und die heutige Beinaheverschleppung hatte aufgezeigt, das es in den Zeiten, die nun kommen würden, sehr schlecht war Kinder bei sich zu haben. Denn darauf kam es ihm wohl an. Voldemort würde wohl alles mit ihr machen können, wenn er Serena als Geisel hätte, und das musste man verhindern. Feelicitas glaubte nicht daran, das er ihrer Tochter etwas tun würde, denn ihre Geburt war ja sein Werk, trotz dessen wollte sie es nicht herausfordern. Und solange sie schwanger war, würde sie ihm auch nicht gegenübertreten. Wenn einmal ein neues Zusammentreffen stattfinden würde, dann sollte es nur zwischen ihm und ihr alleine sein. Und dann würde sich herausstellen, ob ihm immer noch irgendwas an ihr wichtig war, oder ob nur noch ihre Kinder von Belang sein sollten. Und Feelicitas hatte überhaupt keine Angst vor der Antwort. Tief in ihren Inneren kannte sie die Wahrheit, doch im Moment machte es keinen Sinn darüber weiter nachzudenken.
Serena kicherte plötzlich und Feelicitas schaute überrascht auf. Da Serena halb auf ihren Bauch lag, spürte das kleine Mädchen natürlich auch die heftigen Tritte des Babys. Feelicitas entschied, das es langsam Zeit wurde aufzubrechen und erhob sich.
Einige Minuten später, als sie schon ziemlich nahe am Haus der Evonshares waren, bekam sie ein ungutes Gefühl. Normalerweise müsste ihr schon längst Lemony über den Weg gelaufen sein, aber nirgendwo war auch nur eine Spur von ihm. Beklommen malte sie sich alle möglichen Schreckensszenarien aus. Und dann fiel ihr auch wieder ein, das sie seit fast einen halben Jahr keinen Brief mehr bekommen hatte. Sie blieb stocksteif stehen. Der Wald war ruhig, die Sonne glitzerte, am Himmel zogen süße kleine Schäfchenwolken dahin, aber alles deutete darauf, das etwas geschehen sein musste. War es eine Falle, in die sie gerade lief? Hatte Ulysses sich soweit verraten, das jemand das Heim der Evonshares auffinden konnte? Ihre Gedanken rasten, und obwohl sie wusste, das es unmöglich war den Zauber über den Haus zu brechen, fiel ihr plötzlich eiskalt ein, das es doch möglich war. Egal ob man so gescheit war und Lemony zutraute ein Geheimnisverwahrer zu sein, oder nicht. Wenn das Pferdegeschöpf bei einen Angriff zu Tode gekommen war, brach der Zauber von selbst und das Evonsharehaus erschien. Was für eine Sicherheitslücke, und doch so wahrscheinlich. Die Angreifer mussten ja hellauf begeistert gewesen sein, alles auf dem Präsentierteller geliefert zu bekommen. Feelicitas wusste einen Moment lang nicht, ob sie besser ganz schnell wieder gehen sollte, oder sich wirklich wagen durfte nachzuschauen. Nur weil sie sich gerade so komische Gedanken machte, musste noch längst keine Katastrophe geschehen sein. Vielleicht war Lemony einfach das Wetter zu warm und er schlief irgendwo, wo es kühler war. Erst nach einigen Minuten hatte sie sich entgültig entschieden und beschleunigte ihre Schritte Richtung Haus.
Alles sah so aus, wie immer. Es lag eine friedliche Stille über der Lichtung. Der Garten blühte und drohte aus allen Nähten zu platzen, es sah sauber und ordentlich aus und wenn man ganz aufmerksam lauschte, hörte man außer dem leisen summen von umherfliegenden Bienen auch ein wiehern aus dem nahen Stall. Wenn auch alle verschwunden waren, Liams Wallach Sully, war noch an Ort und Stelle.
Also doch kein Unglück. Tiefe Erleichterung durchströmte Feelicitas Herz, und eine unendliche Dankbarkeit erfüllte sie, das es noch Gerechtigkeit auf der Welt gab. Voldemort schien einen Triumph zu haben, aber deswegen hatte er noch nicht das ganze Land unter seiner Kontrolle.
Doch die Unsicherheit schwand erst ganz, als Feelicitas nach dem Klingeln an der Türe, Schritte vernahm und ihr Klee öffnete: „Charley, da bist-" verkündete sie munter, verstummte aber, als sie Feelicitas sah und nach einen kurzen Blick in Feelicitas Augen schien sie sofort zu erkennen, das etwas ganz schlimmes geschehen war. Und das Wissen kam nicht nur vom Anblick des dicken Bauches.
Und genau diese instinktive Teilnahme, brachte Feelicitas dazu sich einfach fallen zu lassen. Sie ließ Serena runter, stellte den Katzenkorb ab und umarmte Klee. Und dann hörte man lange Zeit nur noch ihr schluchzen. Klee wusste wie man tröstet, deswegen harrte sie einfach still aus und strich Feelicitas gedankenverloren über die Haare, stellte aber keine Fragen.
Nach ein Paar Minuten versiegten Feelicitas Tränen und Klee löste sich etwas von ihr und zupfte eine verirrte Haarsträhne aus ihrem Gesicht: „Was ist geschehen Feelicitas?" fragte sie leise. Feelicitas schaute sie an, und hätte es ihr am liebsten nicht gesagt, doch in Klees Augen stand ein so flehender Blick, das Feelicitas es nicht länger über sich brachte, alleine alles ertragen zu müssen.
„Severus hat Albus Dumbledore auf Voldemorts Befehl hin umgebracht." Stieß sie gequält hervor. Klee entgegnete ihren Blick ziemlich ruhig. Obwohl es überhaupt nicht die Zeit dafür war, fiel Feelicitas auf, das Klee keine Miene bei der Nennung von Lord Voldemort verzogen hatte. Endlich sagte sie etwas: „Armes Kind, das irgendwas vorgeht, habe ich schon geahnt, aber das es so weit geht, hätte ich nicht gedacht."
Und das sagte Klee mit so einen verhaltenen Schmerz, das Feelicitas ziemlich ernüchterte: „Klee, wo sind eigentlich die Männer?" fragte sie argwöhnig und Klees Miene verriet das etwas ernstes im Gange war: „Weißt du das nicht? Wir haben es dir doch geschrieben."
Feelicitas schüttelte den Kopf: „Ich habe seit Januar keinen einzigen Brief bekommen. Synaile selber redet auch nicht mehr mit mir. Aber das ist jetzt unwichtig, was ist denn bei euch los? Geht es euch nicht gut?" fragte sie ängstlich, Klee aber drückte sie noch mal an sich: „Liam und Charley sind nicht da. Sie sind auf der Suche nach Lemony. Er ist vor einigen Wochen einfach spurlos verschwunden und sie sind natürlich dem direkt nachgegangen und suchen alle Wälder Schottlands nach unseren Freund ab, finden aber nichts. Irgendwas geht vor, Lemony würde doch nicht einfach so weggehen. Er war vorher schon so komisch und schwermütig, hat aber mit niemanden darüber geredet. Wir wissen nicht mehr ein noch aus, wo er sein könnte, oder ob etwas geschehen ist." Klee verstummte.
Feelicitas konnte es nicht fassen, was konnte Lemony nur gehabt haben? Das er entführt worden ist, glaubte sie eigentlich nicht, noch unterstellte sie Klee solche Gedanken. Himmel, die Welt geriet ins Wanken.
„Komm erst mal rein, Liebes." Sagte Klee mit einen verhaltenen Schniefen und wischte sich verstohlen eine Träne ab.
Natürlich hatte Feelicitas nichts anderes vor, sie nahm den Katzenkorb auf und folgte Klee und der krabbelnden Serena in die Wohnung.
Ein Paar Stunden später, hatten sie von einander auch die letzten Einzelheiten erfahren. Feelicitas hatte ihr von Severus plötzlichen Auftreten und dem folgenden detailliert berichtet und von Klee wusste sie, das diese auch keine Ahnung hatte, was Liam und Charley gerade machten und wo sie waren.
„Ist schon komisch, wohin uns unser Leben geführt hat. Wir sitzen jetzt hier, unsere Männer sind verschwunden und wir haben keine Ahnung, wie es weitergeht." beendete Klee ihre Erläuterungen: „Wenn das nicht ein Grund ist, das du entgültig hier einziehst."
„Macht es dir wirklich nichts aus, wenn ich hier bleibe?" fragte Feelicitas leise und Klee schnaufte: „Damit habe ich schon seit unseren ersten Treffen gerechnet. Liam hat mir einiges erzählt, was er von deinen Mann weiß, und trotzdem meinte er, das du ziemlich glücklich mit deinen normalen Leben wärst und dich deswegen nicht gemeldet hast. Aber unter uns Frauen gesagt, ich habe ihm das nicht geglaubt. Das du niemals zu diesen Mann passen würdest, war mir immer klar. Eigentlich hätte ich dich schon vor Monaten vor unserer Tür erwartet. Ich hätte nur nicht damit gerechnet, das du ein weiteres Kind bekommst. Hatte Liam etwa recht?"
Feelicitas wusste erst nicht, was sie sagen sollte, ohne große Offenbarungen zu machen: „Vielleicht habt ihr beide Recht und Unrecht. So schlimm ist Severus nicht. Nein, sag nichts, er hat viele böse Dinge in seinen leben gemacht und erst gestern jemanden ermordet. Ich werde aber das nicht einbeziehen können, denn das er so ist, wusste ich vorher und habe es ignoriert. Jetzt hat es sich bestätigt und doch sind meine Gefühle nicht plötzlich weg. Ich weiß, ich sollte ihn vergessen, aber ich kann es nicht. Denn ich habe bei weiten schlimmeres erlebt, als mit Severus Snape zusammenleben zu müssen und es hätte viel schlimmer werden können. Natürlich ist es nicht optimal und uns trennen trotz besten Willen miteinander auszukommen tiefe Gräben. Aber man konnte sich dran gewöhnen, und ich glaube so sieht er es auch."
Klee schaute etwas verwirrt, aber sie schien es richtig verstanden zu haben: „Das Kind ist also nicht von ihm, oder?" fragte sie leise und Feelicitas empfand Überraschung. Wie konnte Klee das herauslesen? Sie schüttelte den Kopf: „Auch wenn ich mir heute wünsche, das ich mir schon damals über meine Gefühle klarer gewesen wäre, damals war ich es halt nicht und dann habe ich einen schlimmen Fehler gemacht."
Sagte sie traurig und Klee nickte langsam: „Nicht so schlimm, wie du denkst, Feelicitas, solange du es nur auch wolltest. Du musst es mir nicht sagen ob es stimmt, aber ich kann mir denken, welchen Charme du verfallen bist."
„Wirklich?" fragte Feelicitas zögernd und sah sie vorsichtig an, doch Klee nahm es völlig ruhig auf: „Ich habe mich schon gefragt, wie das zwischen euch gelaufen ist. Liam hat mir gesagt, das du Ulysses hergelockt hast. Es gab nur zwei Wege um ihn so unvorsichtig werden zu lassen, das er sich in den Wald traut, der an den ehemaligen Wohnort von Liam und mir angrenzt. Entweder hast du Gewalt angewandt, oder er war blind vor Begehren, so das er nicht mehr klar nachgedacht hat. Ich kenne Ulysses, also weiß ich auch, was eher der Wahrheit entspricht." Erwiderte Klee und lächelte.
„Weder noch, er hatte nur Panik, weil Voldemort ihm befohlen hatte mich zu schwängern, ich mich aber bis dahin noch zierte." antwortete Feelicitas schließlich leise und Klee zuckte bei ihren Worten unangenehm zusammen.
„Aber letztendlich hat er es mich nicht spüren lassen. Es geschah im völligen Einverständnis. Ich dachte, du würdest total schockiert sein." Fügte sie hinzu, doch Klee trug es mit Fassung und schien über etwas anderes reden zu wollen: „Wir sind mal im fünften Schuljahr zusammen gegangen."
Feelicitas musste erst mal tief durchatmen: „Bitte was?"
„Du hast schon richtig gehört, davon wissen nicht viele, denn es war eine kurze Sache. Wir haben uns vorher immer gehasst und im zweiten Schuljahr konnten wir nicht zusammentreffen, ohne das danach jemand verflucht wurde. Das ging immer reihum, irgendwer wurde immer angegriffen und musste gerächt werden. Das wir uns nicht umgebracht haben war alles. Aber Ulysses und ich waren ein Paar. Im vierten Jahr, hatte er Miriel um den Finger gewickelt und als sie dann wieder in Frankreich war, hatte er es plötzlich auf mich abgesehen. Ausgerechnet auf mich. Er hat mir sogar meinen ersten richtigen Kuss gegeben. Aber wir waren zu verschieden und er wollte direkt mehr. Ich habe ihm aber nie diesen Wunsch erfüllt und so hat er sich von mir abgewandt. Ich wollte nie, obwohl ich doch den Hauptpreis bekommen hatte. Nicht die schöne, tolle Miriel, mit ihren weichen Herzen, von der jeder träumte, hat er weiterhin gewollt, sondern mich.
Es ist nicht besonders gut gelaufen. Jahre später, nachdem das mit Liam und so geschehen war, habe ich mich gefragt, ob vielleicht alles anders geworden wäre, wenn ich ein wenig freier gewesen wäre. Vielleicht hätte er es dann nicht so persönlich auf uns abgesehen. Nathaniel hasste er immer, Liam hasste er wohl weil er mich bekommen hatte und er zu Nathaniel hielt. Und natürlich auch, weil der Wahnsinn an Ulysses nagte. Auch mich konnte er deswegen nicht in Ruhe lassen, schließlich habe ich ihn abgewiesen. Aber Miriel hat er immer in Ruhe gelassen, was schon sehr verdächtig war. Sie war Nathaniels Frau, aber irgendwas an ihrer Art musste ihn wohl abgehalten haben irgendwelche Rachegelüste für sie zu entwickeln. Du hast viel von ihr, aber trotzdem solltest du aufpassen." Klee verstummte und Feelicitas nickte überwältigt: „Und wer war sonst noch so zusammen?" fragte sie leise und Klee wurde wieder heiterer: „Du kannst dir gar nicht vorstellen, welch ein Beziehungskarussell wir damals hatten. Irgendwie hat es jeder mal mit jeden versucht. Liam mochte mich schon immer, aber für mich war er nur mein bester Freund. Viele Mädchen wollten ihn haben, aber niemand außer mir bekam ihn wirklich, obwohl er Miriel schon nahe stand. Nathaniel hatte jedes Jahr eine andere unglückliche Liebe. Im ersten Jahr war es Rubeta Cox, die starb. Zum ende des Zweiten Jahres, war es Amaryllis Milano, die aber was gegen seine Eule hatte. Im dritten Schuljahr war er in mich verliebt, aber ich wollte nicht. Im vierten Schuljahr war es zwar andersherum, aber da hatte er schon Miriel und dachte nicht mehr an mich. Miriel hat aber zumindest damals noch nicht viel von Monogamie verstanden. Aber du kennst ja ihr Elternhaus, was will man da erwarten?"
Klee grinste und Feelicitas musste ihr zustimmen. Egal was alle immer behaupteten, Klemencia Evonshare war gar nicht so verkrampft.
„Na ja, das ist halt so. Im fünften Jahr haben sie sich geschrieben, durften sich aber nicht sehen. Und im sechsten Jahr sind sein Vater Allen und Synaile aneinandergeraten. Allen meinte Miriel würde Nathaniel unglücklich machen. Synaile meinte Nathaniel würde Miriel in die Knechtschaft der Ehe zwingen und es herrschte das pure Chaos. Liam sagt immer es war wie Romeo und Julia nur mit Happyend, du wirst schon wissen was er damit meint.
Wie fast jeder andere Junge, hatte Liam Miriel auch verehrt, aber das durfte er auch. Nur mein Bruder Charley war da völlig frei von. Er hatte mittlerweile etwas besseres kennen gelernt. Er hat es mal geschafft drei Schwestern gleichzeitig als Freundinnen zu haben, mir graust es noch heute, wenn ich daran nur denke wie sie das gemacht haben. Wegen denen ist er auch mal von zuhause abgehauen. Die drei Humperschwestern waren die Schulschönheiten und jeder hat ihn deswegen beneidet. Dann haben sie ihn abserviert und Charley schwor den Frauen ab und hat sich an den berühmtberüchtigten Lindsey Abnoba gehängt. Du weißt schon, der mit der Katzenzucht. Hauptsächlich natürlich um ihm seine nicht sehr platonische Dauerfreundin Effrata Riley abspenstig zu machen, obwohl Lindsey ihn all die Jahre über haben wollte. Es war so was wie ein kleines Geheimnis, jeder außer Charley wusste es. Dann hatte er aber Effrata. Sie und Charley sind sich sehr nahe gewesen und im sechsten Jahr entschlossen sie, das sie sogar im Sommer heiraten wollten, sobald Charley volljährig geworden wäre. Man hat es natürlich verhindert, was im Nach hinein ein schwerer Fehler war. Aber wir haben ihn eben immer unterschätzt und nicht so richtig ernst genommen, und wie es kommen musste, hat sich das bitter gerächt."
Sie verstummte und Feelicitas sah, das sie weinte: „Was ist aus deinen Bruder geworden? Fragte sie sanft.
„Nicht jetzt Feelicitas. Wir müssen uns um uns kümmern und nicht um die Vergangenheit. Ich werde es dir einmal erzählen, aber nicht heute." Klee klang fast verzweifelt, doch Feelicitas konnte es akzeptieren.
„Wirst du meine Kinder aufnehmen Klee?" Feelicitas beäugte Klee unsicher, ihr Gespräch hatte eine andere Wendung genommen, aber das Thema mussten sie bereden. Klee seufzte: „Du bist uns wie eine Tochter, die wir nie hatten, und Serena ist für uns wie eine Enkelin. Darauf zu hoffen, das Charley uns irgendwann mal eine Familie präsentiert habe ich schon vor Jahren aufgegeben, also werde ich natürlich mich um deine Kinder kümmern, falls etwas geschieht. Aber soweit muss es nicht kommen."
„Ich weiß, aber man sucht mich, " Feelicitas merkte, das sie selber ein wenig verzweifelt klang: „und bis das Kind kommt, kann ich nicht weg. Aber ich kann nicht bleiben, aber die Kinder kann ich nicht mitnehmen. Ich will sie nicht weiter gefährden. Wenn du auf die Kinder aufpasst, dann würde ich dir für immer dankbar sein..."
Klee schüttelte nur noch mit dem Kopf: „Denkst du ich würde euch einfach vor die Türe setzen? Du bleibst mit deinen Kindern hier Feelicitas. Ich habe keine Ahnung was du weißt und was du vorhast, aber ich werde nicht zulassen, das du wieder gehst." Verkündete Klee strikt und sah ziemlich ernstzunehmend aus.
Feelicitas sah sie erstaunt an: „Klee du stellst dir das zu einfach vor. Nichts wäre vernünftiger, als sich zu verkriechen, aber ich kann das nicht so einfach. Ich habe ein total ungutes Gefühl, das etwas schlimmes geschieht, wenn ich mich nicht bald wenigstens kurzzeitig mal vor Voldemort blicken lasse. Solange er mich noch indirekt unter Kontrolle hatte, war es ihm total egal was ich tue, aber das er jetzt schon drei Stunden nach Severus verschwinden einen seiner Anhänger auf mich ansetzt, erscheint mir verdächtig. Irgendwas geht da vor, wovon ich noch keine Ahnung habe, was es ist. Ich bin ihm scheinbar entgültig entwischt, aber sein Zorn dafür wird fürchterlich sein. Er wird es nicht auf sich beruhen lassen. Und dabei geht es ihm wahrscheinlich überhaupt nicht um mich, sondern um meinen Nachwuchs. Besser ist es, wenn ich weiterhin den Anschein erwecke, greifbar zu sein. Vielleicht besänftigt ihn das und er gibt sich damit zufrieden."
Klee hatte ihr still zugehört und ein Großteil ihrer Verstimmung schwand: „Das gefällt mir überhaupt nicht. Aber deswegen musstest du auch im Sommer wieder zu deinen Mann gehen. Liam hat mir gesagt, das du dort am sichersten aufgehoben bist. Aber jetzt gibt es diesen sicheren Ort nicht mehr und somit auch keinen Grund zu gehen."
„Doch es gibt einen Grund," erwiderte Feelicitas ruhig: „Um meines eigenen Friedens willen muss ich in der Nähe bleiben, damit sich einmal eine Gelegenheit ergibt, die ganze Wahrheit zu erfahren. Erst dann werde ich zufrieden sein können. Ich kann nicht einfach ganz untertauchen."
Klee gefiel es nicht, aber trotzdem nickte sie: „Ich lass dich nicht im Stich."
„Danke." Sagte Feelicitas und als ob sie an diesen Tag nicht schon genug geweint hatte, fing sie schon wieder damit an.
In den folgenden Tagen versuchte sich Feelicitas von dem Schock zu erholen. Doch irgendwie schaffte sie es nicht und so fasste sie einen Entschluss, als sie den Tagespropheten las. Feelicitas wollte nach Hogwarts gehen und Dumbledores Beerdigung beiwohnen. Sie wollte endlich verstehen, was genau gerade vor sich ging. Und da Feelicitas es auch konnte, denn ihre Kinder waren in Sicherheit und in Hogwarts würden genug Leute aus dem Orden anwesend sein, die wussten was wirklich vor sich ging. Klee hatte auch nichts dagegen zu setzen und so schwand auch der letzten Zweifel von Feelicitas. Vielleicht würde sie versuchen, jemanden vom Orden zu finden, denn sie musste einfach klarstellen, das sie noch da war. Man hatte sie lange genug vergessen.
Eigentlich wollte sie auch Serena mitnehmen, doch dann hielt Feelicitas da Abstand von. Sie selber war erst einige Monate alt gewesen, als ihr Vater gestorben war und trotzdem gab es da diese verschwommene Erinnerung an die Beerdigung. Serena sollte so was nicht mitbekommen.
Und so apparierte Feelicitas alleine nach Hogsmeade. Dort war es ziemlich voll und alle möglichen Zauberer und Wesen bevölkerten das kleine Dorf. Was Feelicitas erst zutiefst schockierte, gefiel ihr beim weiteren Nachdenken immer besser. Niemand würde sich um sie Gedanken machen, sie war vollkommen sicher.
Es war ein wundervoller warmer Sommertag und vor dem Hogwartssee standen Hunderte von Stühle, die meisten schon besetzt. Feelicitas scheute sich zu nahe ranzugehen, obwohl sie einige Bekannte erblickte. Hagrids Riesenbruder Grawp saß einige Meter vor ihr in der hintersten Reihe, Remus und seine Dora Tonks, deren pinkes Haar von von weiten zu orten war, waren auch da. Kingsley Shacklebolt und Alastor Moody auch und Minerva McGonagall führte gerade die Schüler heraus. Feelicitas erschien es, als hätte Hogwarts noch nie so wenige Schüler wie jetzt besessen. Aber irgendwas sagte ihr, das viele wohl schon von der Schule genommen wurden. Es war alles noch viel schlimmer als angenommen. Einige nahestehende Zauberer unterhielten sich gerade darüber, das Hogwarts geschlossen werden sollte und Feelicitas lief ein kalter Schauer über den Rücken. All dieses Unglück nur wegen eines Schwurs und zweier verbotener Wörter.
Feelicitas schaute sich panisch um. Eine trübe Stimmung hing in der heißen Sommerluft. Viele schwitzten,
tuschelten und taten so, als wären sie gar nicht auf einer Beerdigung. Es war eher so, als ob sie hergekommen waren um Zeugen am Schauplatz des Mordes zu sein und weil sie was erleben wollten. Vielleicht auch, damit sie später damit angeben konnten, bei der Beerdigung eines solch großen Mannes gewesen zu sein. Es war bitter, aber die anderen Zauberer auf dem Gelände trauerten genauso wenig wie Feelicitas selber.
Ihr war übel und sie hätte sich gerne hingesetzt, aber mittlerweile war kein Platz mehr frei, an dem sie nicht gesehen werden konnte und so blieb Feelicitas in einiger Entfernung zu den anderen stehen. Es waren sowieso so viele Leute da, das nicht jeder einen Sitzlatz abbekam, sie fiel gar nicht auf. Feelicitas hielt sich ziemlich nahe am See und erhoffte sich ein wenig kühlere Luft. Auch wenn es nicht fiel half, sie war dort ziemlich gut aufgehoben, als die seltsame Musik ertönte.
Feelicitas hatte noch nie Meermenschen gesehen und es erfüllte sie mit einen seltsamen Kribbeln. Auch die violetten Haare, erschienen ihr mehr als verdächtig. Doch es war ihr im Moment egal, ob sie auch so was in der Familie hatte, diese Musik war wunderschön und es war ihr beinahe, als könnte sie verstehen wovon diese Wesen sangen. Aber sie konnte einfach nicht sagen, was es genau hieß. Und irgendwie wusste Feelicitas, das Synaile ihr das ganz genau hätte sagen können.
Irgendwann verklang die seltsame Melodie und das keinen Moment zu früh. Was ihr unterdessen total entgangen war, war, das Albus Dumbledores Leichnam auf dem Tisch in der Mitte lag. Er war in dunkelvioletten Samt, bestickt mit Sternen, gehüllt. War sie so verträumt gewesen, das sie gar nichts mitbekommen hatte? Irgendwie fühlte sie sich schrecklich unkonzentriert und verwirrt.
Im Laufe der nächsten Stunde bereute Feelicitas wirklich hergekommen zu sein. Eine langweilige Rede wurde geführt und irgendwie erschien es so, als hätte niemand Albus Dumbledore gut genug gekannt um etwas persönlicheres als diese Phrasen von sich zu geben. Die Kinder waren unruhig, und als ihr Blick durch die Reihen glitt, blieb er an einigen rothaarigen Kindern hängen. Molly Weasley hatte ihr einmal Bilder von ihren Nachwuchs gezeigt, und so erkannte Feelicitas zumindest unter den zahlreichen rothaarigen Mädchen die Weasleytochter wieder. Und neben ihr saß ein Junge mit schwarzen Haaren und Brille. Feelicitas war zu weit entfernt um klar sehen zu können, ob das wirklich Harry Potter war. Ihre Augen taten ihr zu sehr weh, als das sie ihn lange angestarrt hätte. Sie sah keine Narbe, aber sie wusste, das war der Junge. Das war Voldemorts erbitterster Feind, nachdem Dumbledore nun nicht mehr war. Das war Severus meistgehasster Schüler und die sehnsüchtig erwartete Rettung der Zaubererwelt. Doch Harry Potter erschien ihr nicht gerade, als würde er dabei sehr erfolgreich werden. Kein Held, kein strahlender Stern am Horizont, sondern einfach ein junger Mensch, dem man viel zu viel zumutete, als das es noch ein Leben danach geben konnte. Er sah so aus, als würde er es auf jeden Fall wagen wollen, aber falls er einmal Voldemort unterkriegte, dann konnte man nur hoffen, das er noch genug Energie behielt um sein junges Leben weiterzuleben.
Feelicitas war ein wenig verwundert. Sie war hergekommen um sich ein Bild der Lage zu machen und endlich zu verstehen, das der tote Körper auf dem Tisch das Werk ihres Mannes war. Und dann machte sie sich nur über so komische Dinge Gedanken. Irgendwie hatte sie jetzt auch noch Kopfschmerzen und erklärte es sich damit, das sie ihre Augen überanstrengt hatte. Die Hitze war wahrscheinlich schuld und Feelicitas Sehkraft war nicht wirklich hundertprozentig. Aber aus Eitelkeit hatte sie sich immer um eine Brille herumgedrückt. Sie kam zurecht, aber wenn sie zu lange las, dann neigte sie zu Kopfschmerzen und auch mal zum schielen. Aber spätestens, als Weirdy ihr versichert hatte, das Feelicitas das mit dem gelegentlichen schielen von Nathaniel geerbt haben musste, und der das von seiner Mutter hatte, die das irgendwie auch von irgendwo geerbt haben musste, war sich Feelicitas sicher, das sie es auch weiterhin überleben würde, ohne Brille und ohne magischen Eingriff.
Ein lauter Schrei aus vielen Kehlen ließ sie sich wieder verwirrt auf den Tisch konzentrieren, aber da war mittlerweile kein Tisch mehr. Feelicitas sah gerade noch den Rest eines großen eindrucksvollen Zaubers und das dahinschwinden eines geisterhaften Phönix und schon stand ein weißes Grabmal da. Doch es gab schon wieder neues zu entdecken. Nämlich Zentauren, die ein Attentat auf die Beerdigungsgäste machten und mit Pfeilen schossen. Feelicitas erschien es jedenfalls zuerst so, und so ging es auch vielen anderen. Alles war so schnell. Erstarrt schaute sie zu, wie die Zentauren sich wieder zurückzogen und in den Wäldern verschwanden.
Irgendwie schien die Beerdigung damit beendet zu sein. Feelicitas fühlte nichts, weder Trauer noch Bestätigung, das sie Severus wirklich verstehen konnte noch das sie ihn vor den Mitgliedern des Ordens verteidigen konnte. Irgendwie wollte sie nur noch weg. Langsam geriet die Menge in Bewegung und einige standen auf. Feelicitas entschied zu gehen.
Und so ging sie in Richtung Wald davon. Den Weg nach Hogsmeade wollten sie nicht wieder gehen. Dort würden jetzt alle laufen und Feelicitas wollte Ruhe. Oft genug war sie durch den Wald gegangen, von der Appariergrenze bis nach Hogwarts und dann wieder zurück. Was sollte ihr schon geschehen?
Das fragte sich Feelicitas fünf Minuten später immer noch, als sie plötzlich Huftrappeln hinter sich hörte. Sie hatte gar nicht damit gerechnet, das die Zentauren noch in der Nähe waren. Angst hatte sie keine, schließlich war es ersichtlich, das sie schwanger war. Vielleicht war das ein Wink des Schicksals, auch wenn sie sich gerade gegen überhaupt nichts gewappnet fühlte..
Es waren drei ziemlich unfreundlich aussehende Zentauren, die alle drei weiß waren und schon etwas älter aussahen und dieselben missmutigen Gesichter trugen. Selbst die Pfeile und Bögen waren identisch. Drillinge, das sie das noch erlebte.
„Was willst du hier Menschenweib?" fragte einer sie und Feelicitas stemmte die Hände in die Hüfte: „Das ist eine gute Frage, vielleicht habe ich jemanden wie euch gesucht." Konterte sie müde klingend und es hörte sich überdrüssig an. Ihr Gegenüber machte einen schnaubenden Laut: „Wir legen keinen Wert auf dein Begehren, also verschwinde."
„Habt ihr denn die Güte mir wenigstens zuzuhören, bevor ich gehe?" fragte sie sanft, doch auch das passte den Zentauren nicht: „Warum sollten wir dir zuhören, Mensch?"
Feelicitas konnte nicht anders und starrte ihn an, bis er unruhig mit den Hufen scharrte. Ihr ging es schlecht und da wagte dieses Geschöpf sie auch noch anzugreifen. Aber irgendwie schien ihr Blick ihn überzeugt zu haben zu schweigen.
„Vielleicht weil ihr die größeren Ohren habt?" sagte sie schließlich leise.
Ein Raunen ging durch die drei und trotz ihres Schwangerschaftsschutz, hatte sie drei Paar Pfeile unter der Nase hängen: „Was bildest du dir eigentlich ein? Wir sind doch keine Pferde."
„Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich hab mich schon gewundert, warum man euch Zentauren nennt." Verkündete sie genervt und schob entschieden die Pfeile weg: „Es geht nur um Lemony, denn werdet ihr wohl kennen. Könnt ihr mir da vielleicht sagen, ob ihr ihn in letzter Zeit umgebracht habt? Seine Familie macht sich ziemliche Sorgen um ihn."
Einer sah den anderen an und schließlich entspannte sich die Situation etwas, als sie den Kopf schüttelten: „Mit dem Mischling haben wir nichts zu tun. Der läuft schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr durch den Wald."
„Danke." Sagte Feelicitas, aber scheinbar missfiel das den Zentauren schon wieder: „Deinen falschen Dank brauchen wir nicht, Mensch. Geh endlich, denn du brichst unsere Gesetze. Würdest du kein Fohlen unter den Herzen tragen, dann würden wir dich töten." Fuhr der Dritte sie bösartig an, er hatte bisher noch nichts gesagt. Feelicitas reichte es, sie wollte nicht länger mit diesen komischen Geschöpfen streiten: „ Falscher Dank? Töten?" rief sie lauter als notwendig: „Was wollt ihr eigentlich von mir hören? Ich bin nicht gekommen um euch anzufeinden, oder runterzumachen. Mir liegt nichts ferner, als euch schaden zu wollen. Ich pflücke keine Blumen vom Wegesrand und knicke keine Äste ab. Ich störe keine Tiere in ihrem Lebensraum noch will ich euch irgendwas klauen. Eigentlich tue ich euch auch nichts, denn ihr habt mich ja aufgesucht und nicht andersherum. Nein, das alles mache ich nicht. Ich will einfach nur durch euren Wald gehen und Ruhe finden. Denn ich bin verzweifelt und wenn ihr gestattet, dann danke ich euch zutiefst für eure Güte mit mir zu reden, denn eure überaus große Weisheit hätte mich vielleicht weiterbringen können." Feelicitas war aufgebracht, aber trotzdem hielt sie kurz inne um Luft zu holen und sich etwas zu beruhigen. Die Zentauren starrten sie immer noch tatenlos an.
„Ich glaube magische Geschöpfe sind meistens intelligenter als Menschen und Magier. Ich habe Hochachtung vor euch und eurer Kultur, aber ihr macht genau so oft Fehler wie alle anderen auch. Wenn ihr auch in Zukunft immer so weiter macht, und jeden umbringen wollt, von dem ihr euch bedroht fühlt, wird man euch wirklich ausrotten wollen. Warum habt ihr so eine Angst vor allen Menschen, obwohl die meisten euch gar nichts tun wollen?" Sie entgegnete jeder der drei Blicke und dann drehte sie sich einfach um und ging ihres Weges. Feelicitas hätte angenommen, das die Zentauren ihr folgten, aber dem war nicht so. Vielleicht waren die auch feinfühlig genug um sich nicht mit einer hochschwangeren Frau mit heftigen Kopf und Augenschmerzen anlegen zu wollen.
Bald kam sie an die Appariergrenze und versuchte sich zu konzentrieren um dann weg zu können. Nach Lerwick wollte sie erst mal nicht, dort war es genauso heiß wie hier. Aber Feelicitas kannte einen schönen ruhigen Ort, an dem es heute garantiert kühler als in Schottland war. Also entschloss sie in den Londoner Hydepark zu gehen. Dort war sie bestimmt sicher, niemand würde sie genau im Zentrum der magischen Gesellschaft vermuten. Und alleine schon gar nicht. Also apparierte sie dorthin.
In London war es nicht besonders kühler, aber dadurch das sie sich in der Muggelwelt aufhielt und diese nach wie vor von der Gefahr, die sie umkreiste keine Ahnung hatte, fühlte sich Feelicitas direkt wohler. Und ihre Beschwerden ließen auch etwas nach. Sie spazierte quer durch den Park und versuchte von ihrer Unruhe loszukommen. In der Zeit, die sie hier verbrachte, würde ihr niemand auflauern können, redete sie sich beruhigend ein, doch irgendwie fühlte sie sich doch angespannt. Es war fast so, als würde eine sich nähernde Gefahr in der Luft schweben und die Schwingungen auf ihren Bauch drücken. Ein wenig Bauchschmerzen hatte sie auf jeden Fall.
Feelicitas fragte sich, warum sie nicht einfach nach der Beerdigung bis zum Abend hatte warten können um dann jemanden aus dem Orden zu kontaktieren. Warum genau sie einfach wieder gegangen war, ja fast schon geflüchtet war, konnte sie nicht sagen. Dabei war es doch zwecklos es sich wieder anders zu überlegen. Irgendwer hatte sie sicherlich wiedererkannt, irgendwer wusste immer Bescheid. Und das sie einfach wieder so verschwunden war, würde nicht gerade zu ihrem Vorteil sein. War sie nicht nach Hogwarts gegangen um herauszufinden, wie ihre Stellung momentan war. Das Ministerium wusste nun, das sie keine Muggel war, dazu war sie auch noch Angetraute eines alten Todessers und potenziellen Mörders und eigentlich auch noch so eine Art Mittäterin, weil sie es einfach nicht übers herz brachte Severus deswegen zu hassen. Feelicitas verstörte das doch ziemlich, warum akzeptierte sie einfach Morde? Machte sie es sich nicht zu einfach in ihren Leben? Die Morde an ihren Eltern waren schon lange her, jedenfalls konnte man sich einreden, das dies der Grund war, das sie nicht handelte. Es war sozusagen verjährt. Avere es gab keine Entschuldigung bei Dumbledores Tod so blind zu sein. Und plötzlich geriet sie ins Zweifeln. Was war wirklich geschehen? Hatte Severus ihr überhaupt die Wahrheit gesagt, oder nur eine geschönte Version, von der er wusste, das sie es ertragen würde. Man musste es sich vorstellen, Severus Snape stand gerade hüfttief in der Scheiße und musste sehen, wie er da wieder rauskam, obwohl es keinerlei Bestätigung gab, das er nicht bald darin versank. Und wenn sich Feelicitas vorstellte, das er ihr die Wahrheit etwas verschwiegen hatte, weil verhindern wollte, das ihr gemeinsamer Kontakt abbrach, dann wurde ihr ganz unheimlich zumute. Es musste schon eine Frage des Vertrauens sein, welche Antwort sie sich geben wollte. Eine Sache des Vertrauens, welches sie nun wirklich nicht füreinander empfanden. Jedenfalls fiel es Feelicitas gerade ziemlich schwer Severus zu vertrauen. Sie wusste nicht genau, wie er in diese Situation gekommen war, was er gerade tat und wie die Zukunft aussehen würde.
Feelicitas versuchte diese Gedanken zu vertreiben, aber sie schaffte es nicht wirklich. Immer wieder kam es ihr wieder in den Sinn, das sie gerade ziemlich alleine dastand. Sie dachte an die Zeit im Grimauldplace zurück, kurz bevor Severus Snape ihr einen Antrag gemacht hatte, oder besser gesagt machen musste. Damals war Feelicitas noch der Ansicht gewesen, es würde an seiner Seite sicher sein, bis der dunkle Lord einmal gekämpft sein mochte. Und obwohl sie Severus damals noch nicht halb so gut wie heute gekannt hatte, sie hatte sehr viel mehr Vertrauen in ihn und seine Macht gehabt. Aber auch das hatte ihr nicht geholfen.
Mittlerweile hatte Feelicitas den Park schon dreimal umrundet und war immer noch total in ihren Gedanken versunken. Sie fühlte sich schlecht, denn nichts wäre einfacher gewesen, als mit McGonagall oder Remus Lupin zu reden. Inmitten ihrer stillen Selbstvorwürfe, erkannte Feelicitas aber plötzlich mit eiskalter Gewissheit einen Grund, warum es ein schwerer Fehler gewesen wäre mit jemanden zu reden. Alles sah so aus, als ob Severus Snape sich mehr zu schulden kommen ließ, als das man es ihm jemals verzeihen konnte. Er war ein böser Todesser und überzeugter Anhänger von Voldemort.
Feelicitas wurde es leicht schwindelig, wenn sie an Severus letzte Worte dachte. Das hatte sie irgendwie die ganze Zeit zurückgedrängt, obwohl sie es doch wusste. Nicht nur Dumbledore war gestorben, auch Todesser waren in der Schule gewesen, und was die dort gemacht hatten war doch klar. Jedenfalls hatten sie sich bestimmt nicht mit dem Mord an Dumbledore begnügt. Wahrscheinlich war jeder in Gefahr gewesen, der gerade am falschen Ort gewesen war. Man suchte also nicht nur nach Severus alleine, man suchte alle, die damit etwas zu tun hatten. Und selbst wenn Feelicitas irgendwen überzeugen konnte, nichts gewusst zu haben, so wäre es für die helle Seite doch unrelevant zu wissen. Dort spielte sie keine Rolle, niemand musste ihr wirklich glauben schenken. Aber auf der dunklen Seite war es schon so.
Vielleicht hatte ihre plötzliche Panik sie doch davor bewahrt sich und andere in größere Gefahr zu begeben. Sobald Voldemort erfahren würde, das sie beim Orden war, würde das wohl einen Großteil des Gespräches bei einer möglichen Konfrontation ausmachen. Und für Severus wäre es das Todesurteil gewesen, wenn sie über ihn redete. Feelicitas stöhnte entsetzt auf, was hätte sie beinahe für eine Katastrophe verursacht?
Voldemorts Spion war nun enttarnt, doch Feelicitas hielt Voldemort für intelligent genug, das er schon längst einen neuen eingeschleust hatte. Und solange Feelicitas nicht wusste, wer das war, würde sie gegenüber niemanden irgendetwas sagen. Es wäre ja total dumm gewesen dem Orden zu überzeugen das Severus unschuldig war. Ob man es ihr glaubte war ungewiss, aber wenn man es glaubte, dann würden die Berichte eines Spiones in Voldemorts Augen doch verdächtig sein und Severus durch den Mord bewiesene Loyalität sicherlich gefährden. Voldemort würde es so glauben, schließlich war Feelicitas in seinen Augen glaubwürdig und er wusste, das sie miserabel log.
Himmel, was war das für eine gefährliche Welt, die um sie herrschte? Feelicitas fühlte sich total klein und überhaupt nicht gewappnet in dieser Welt bestehen zu können. Im letzten Jahr hatte sie viel von Severus gelernt und doch meinte sie immer noch, viel zu unaufmerksam und naiv zu sein. Ihr entgingen immer die wichtigsten Hinweise und alleine war Feelicitas deswegen aufgeschmissen.
Feelicitas kam an einigen Muggeln vorbei, die in dieser sommerlichen Hitze nur das nötigste anhatten und sie komisch anstarrten, obwohl sie bei diesen Temperaturen auf ihren Umhang verzichtet hatte. Aber trotzdem fiel sie auf, denn Sie war doch ziemlich warm angezogen. Feelicitas hatte nur ein schwarzes Kleid gehabt und das war eher für kühlere Tage. Es fehlte eigentlich noch, das sie jetzt eine Überhitzung bekam, drum, wählte sie den weiteren Weg recht schattig, und suchte sich einen, der besonders dicht von Bäumen bewachsen war und wo ein kühlerer Luftzug herrschte.
Feelicitas dachte weiter über die Bedeutung von diesen und jenen nach, aber so richtig schaffte sie nicht sich zu konzentrieren. Ihr wurde immer komischer und verwundert merkte sie, das sie trotz des Schattens immer schlimmere Schweißausbrüche bekam und es lief sogar bis von ihrer Kopfhaut bis in ihre Zöpfe hinunter. Ihre Augen flimmerten und ihr Puls raste, wie noch nie zuvor. Was war nur heute los?
Die Beine taten ihr auch weh und ihre geschwollenen Füße drückten ziemlich in ihren Schuhen, aber das war wohl nur wegen der Hitze und den Wassereinlagerungen. Aber das andere...
Sie suchte sich eine einsam gelegene Bank unter einen dichtbelaubten Baum und setzte sich einen Moment, aber es ging nicht weg. Feelicitas wurde das immer unheimlicher, sie zauberte sich verstohlen mit dem Zauberstab einen kühlen Hauch von Luft zu, aber es wurde immer noch nicht besser. Mittlerweile war Feelicitas so beunruhigt, das sie bereute überhaupt hergekommen zu sein, anstatt direkt zu Klee zurückzukehren. Gerade wollte sie aufstehen und zum apparieren einige Meter bis zum nächsten, halbwegs dichten Busch gehen, da bekam sie plötzlich einen heftigen Magenkrampf, so das sie aufjapste und erschrocken stehen blieb. Doch der verklang bald wieder und Feelicitas konnte wieder klar denken und fragte sich, ob sie vielleicht etwas falsches gegessen hatte. Vielleicht hatte sie auch zu wenig getrunken und war jetzt dehydriert oder so? Sie wusste es nicht, das einzigste was sie wusste, war, das sie ganz schnell nach hause apparieren sollte.
Sie ging noch einige Meter, dann bekam sie den nächsten blitzartigen Bauchkrampf und gab ein verhaltenes Stöhnen von sich.
Ein Muggeljogger kam gerade vorbei, und hielt verwundert an, als er sie sah, wie sie sich krampfhaft den Bauch hielt und schon leicht wankte.
„Geht es ihnen nicht gut?" fragte er zurückhaltend und Feelicitas blickte ihn mit vor Schmerz tränenden Augen an. Der Krampf glitt gerade ab, aber irgendwie hatten sich ihre Kopfschmerzen und das Herzrasen durch die Aufregung verschlimmert. Sie musste nach Hause, aber sofort.
„Nein, ...keine Sorge, mir geht es gut. Das Baby ... tritt nur." Stieß sie gepresst und mühsam hervor und schaute den Mann doch eine Spur zu Hilflos an, denn er glaubte ihr das nicht. Und dabei stimmte es doch, das Baby verhielt sich genauso aufgeschreckt, wie Feelicitas und trat fest in ihren Bauch. Doch das war im Gegensatz zu den Schmerzen noch eine Wohltat.
Ein Pärchen kam an ihr und dem besorgten Jogger vorbei und sie glotzten wie die Kühe auf der Wiese. Feelicitas hörte wie die Frau zu ihrem Freund sagte, das sie Feelicitas für einen dieser Betrunkenen hielt, die schon morgens sternhagelvoll sind. „...sollten sich schämen, sind schwanger und trotzdem saufen sie..." Feelicitas wollte gar nichts mehr erwidern, sie wollte nur noch weg. Sie musste diese Leute unbedingt loswerden: „Nein... wirklich, mit mir ist alles in Ordnung." Sagte sie leise und wusste, das sie log: „Ich...ich brauche keine Hilfe."
Kaum hatte sie die letzte Silbe gesagt, da fuhr ein so heftiger Blitzartiger Krampf durch ihren Körper, das sie aufschrie. Er war noch viel schlimmer als die letzten Beiden. Aber Feelicitas konnte sich selber nur wie aus ganz weiter Entfernung hören. Sie wusste gar nicht, das sie selber geschrieen hatte. Es wurde ihr Schwarz vor den Augen und ihre Welt verschwamm im Dunkeln. Da wo eben noch der blühende Hydepark gewesen war, war jetzt nur noch ein schwarzes Loch, das um sie wabberte. Nur verwundert merkte Feelicitas, das sie hart auf etwas in dieser Dunkelheit aufschlug. Im letzten Winkel ihres Denkens, der noch funktionierte wusste sie, es war nur der Boden und sie hatte gerade ein wirklich schlimmes Problem, aber sie konnte nicht lange darüber nachdenken. Immer schwerer fiel es ihr, einfach anwesend zu bleiben. Feelicitas hörte noch aufgeregte Rufe in ihrer Nähe, die immer leiser wurden. Irgendwas packte sie am Arm, aber sie konnte es nicht einmal mehr abschütteln.
„Holen sie einen Krankenwagen!", schrie jemand laut genug, das sie es noch hören konnte, obwohl es wie ein Flüstern klang.
Sie bekam nicht wirklich mit, wie der weibliche Teil, des sie eben noch anglotzenden Pärchens, an ihr laienhafte Erste Hilfe versuchte, die natürlich überhaupt nicht anschlug. Feelicitas spürte keine Berührungen mehr. Feelicitas merkte auch nicht, das nach ein paar Minuten der Krankenwagen mit quietschenden Reifen kam und plötzlich noch viel mehr Menschen an ihr herumzerrten
Denn es schoss eine neue Welle von Schmerz durch ihren Körper und Feelicitas verlor den Kampf dagegen und ihr blieb nichts anderes mehr übrig, als sich zu darin zu ergeben und einzutauchen. Es traf sie wie ein Blitzschlag inmitten eines Sees und für einen Moment trat ein grellweißes Flimmern vor ihre Augen und schließlich verschluckte die umringende Dunkelheit sie ganz und Feelicitas verlor das Bewusstsein.
Ende Teil 2
Feelicitas: Was habe ich denn?
Ich: Kopfschmerzen, Augenflimmern, Ödeme, Pulsrasen und blitzartige Krämpfe. Für weitere Fragen, sollten wir doch erst mal warten, was die Leute im Krankenhaus dir sagen.
Feelicitas: Also werde ich es überleben und noch mal aufwachen? Es ist ziemlich langweilig bewusstlos zu sein.
Ich: Das darf ich dir nicht so genau sagen.
Feelicitas: Aber du kannst mich hier doch nicht einfach auf Monate liegen lassen. Du musst doch wissen, wie es weiter geht?
Ich: Ehrlich gesagt, brauche ich dafür erst einmal Band 7.
Feelicitas: Und warum schreibst du dann jeden Tag soviel? Wo ist die Szene in der ich mit Evangelice im Garten sitze? Sie hat gesagt, ich werde im Sommer zu ihr kommen.
Ich: Das kommt auch noch, aber ich schreibe schon mal ein wenig vor und bearbeite Tdau noch um einiges.
Feelicitas: Das hat es auch nötig. Aber was ist mit meinen ungeborenen Sohn? Was ist mit dem großen Geheimnis? Finde ich endlich richtige Liebe? Und wenn, ist es dann Severus? Werde ich Ulysses wiedersehen? Werde ich dieses Artefarkt finden müssen? Wird irgendwer sterben? Rede endlich mit mir!
Ich: Ich kann dir das nicht sagen, vielleicht solltest du eine Wahrsagerin suchen, die hilft dir weiter.
Feelicitas: Oh, das trifft sich gut, ich kenne zufällig eine.
Chinesische Wahrsagerin: Es wird in Teil 3 viel verzweifelte Liebe und Leidenschaft geben. Neues Leben kommt auf die Welt, aber auch der Tod geht umher. Und die Frage aller Fragen wird endlich aus dem Nebel der Vergessenheit tauchen und dich überstürzen.
Feelicitas: Okay, vielleicht sollten wir doch noch ein wenig warten. Wäre ja dumm, wenn du alles schreibst und dann kommt heraus, das alles ganz anders ist.
Ich: Eben.