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Books » Harry Potter » The Darkness arounding us
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: M - German - Tragedy/Romance - Severus S. & Sirius B. - Reviews: 39 - Updated: 02-23-06 - Published: 10-04-05 - Complete - id:2604878
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The darkness arounding us Kapitel 5 Der letzte Ausweg

Am nächsten Morgen erwachte Feelicitas neben einem recht verkaterten Sirius Black, der, als er wieder klar aus den Augen sehen konnte, sie etwas überrascht musterte. Doch er machte weder Anstalten irgendwas zu sagen, noch sich zu verteidigen oder wegzulaufen. Also verzieh ihm Feelicitas seinen Gedächtnisverlust und legte einfach wieder einen Arm um ihn. Sie zog ihn zurück aufs Bett wo sie noch etwas schliefen, bevor sich Feelicitas als Erste auf machte, um nicht rein zufällig gemeinsam dem Hauselfen zu begegnen, der sie immer noch so sehr verwirrte.

In den folgenden Wochen machten sie das öfters so. Sirius äußerte sich nie dazu, ob er das überhaupt richtig wollte, doch Feelicitas hatte sowieso einen Hang dazu, nicht lange um Erlaubnis zu fragen. Sie traf auch nicht auf Widerstand und so machten sie es einfach so, dass sie in einem Bett schliefen. Manchmal redete er dann mit ihr über die Dinge, die, lange vorbei waren, über glückliche Zeiten, die aus einer anderen Welt stammten und Feelicitas hörte still zu und genoss einfach den Moment. Sie war schon immer eine gute Zuhörerin, doch sie war sich im Klaren darüber, dass auch Sirius nicht wirklich etwas an ihr lag. Er war nur unglücklich. Es war halt so.

Niemand schien irgendetwas an der doch ziemlich harmonisch verlaufenden Beziehung zu argwöhnen. Und das, obwohl Sirius seine negative Meinung über sie immer sehr lautstark jedem gegenüber verkündet hatte, all das negative nun aber nicht mehr vorhanden zu sein schien.

Nur einmal ließ Sirius sie merken, dass sich seine Gedanken nicht mit ihr allein beschäftigten und das verletzte sich doch etwas. Er saß mit Remus Lupin in der Küche und überlegte, ob die Kinder im Sommer wieder kommen würden. In dem Zusammenhang ließ er dann auch verlauten, dass Feelicitas dann wohl ein neues Domizil finden müsste. Mehr hatte Feelicitas nicht hören können, denn Dora Tonks war gerade gekommen und mal wieder über den Schirmständer gestolpert, worauf Sirius Mutter höchst unflätige Bemerkungen über dieses

'Ratenloch voller Geschmeiß' von sich gab und somit das Gespräch unterbrach. Sie war nicht sauer. Sie akzeptierte es, obwohl es nicht so ganz einfach war. Und Feelicitas machte sich wieder Gedanken über ihre Zukunft.

Als sie eines Abends auf dem Weg in ihr Zimmer durch den dunklen und scheinbar verlassenen Grimauldplace schlich, traf sie im dritten Stock auf Professor Minerva McGonagall. Das Haus war zu diesem Zeitpunkt voller Menschen und sie war ernsthaft bemüht, wegen des gerade stattfindenden Treffens des Ordens, nicht weiter aufzufallen. McGonnagal, welche auch zu dem Orden gehörte, schien sie gesucht zu haben und sprach sie an.

„Miss Lefay. ", rief sie in einem seltsamen Ton, der wohl nur ihr eigen war. Feelicitas blieb stehen und wartete. „Guten Abend Professor McGonagall. ", wünschte sie artig und doch leicht genervt. Was wollte die von ihr? Verstanden hatten sie sich noch nie so richtig gut, aber wenigstens benahm sich die Professorin.

„Wo sind sie nur gewesen, ich suche sie schon im ganzen Haus, weil sie nicht in ihrem Zimmer waren..." McGonagall hörte sich an, als ob sie gerade eine Schülerin schelte und Feelicitas war noch nie geneigt, sich das gefallen zu lassen. Doch McGonagalls Ton verriet auch Sorge und das ließ auf Gefahr oder Ärger schließen.

„Jetzt haben wir uns ja getroffen. Worum geht es denn?", fragte Feelicitas argwöhnisch und wurde noch misstrauischer, da ihr die Professorin keine Antwort gab, sondern nur kurz angebunden fauchte. „Folgen sie mir!"

Feelicitas folgte ihr in schnellen Schritten bis zum alten Wintergarten, der erst kürzlich vom Schmutz und Unrat der Zeiten befreit worden war und sich nun in einem täuschend unschuldigen und hellen Zustand befand. Als sie eintraten war nicht nur Professor Dumbledore anwesend, sondern auch das Bild von Phineas Nigelus Black und zu Feelicitas großer Überraschung auch die düstere und abweisende Gestalt von Severus Snape. Schon alleine seine Gestalt, die noch ernster als sonst war, ließ auf eine ernste Angelegenheit schließen und Feelicitas war auf das Schlimmste gefasst. Zuletzt hatte sie so angespannte Mienen um ihr Krankenbett herum gesehen, als es darum ging, was zu machen wäre.

Sie hörte gerade noch wie Dumbledore zu Snape sagte: „Nun, Minerva hat mir auch schon ihre Zustimmung zu dem Vorschlag bekundet. Es kommt auf ihre Entscheidung an, Severus."

Dann erst gewahrte Dumbledore Feelicitas und Minerva. Er räusperte sich und nach einem Blick der Feelicitas wieder Schlimmes ahnen ließ, sprach er wieder zu Severus. „Ich muss sie im Falle ihrer Einwilligung natürlich darum bitten, selbst das Anliegen zu vermitteln und im Folgenden sich darum zu kümmern, dass es in den Reihen gewisser Personen nicht zu falschen Rückschlüssen kommt. "

Severus nickte knapp „Sie können jetzt gehen, Severus. " Dieser wandte sich um und verließ ohne weiteren Kommentar den Raum und Dumbledore wandte sich den Frauen zu.

„Danke Minerva, dass sie Miss Lefay hergeleitet haben. Sie sollten nun nach Hogwarts zurückkehren. Dolores Umbridges Spürsinn für Umtriebe soll nicht noch mehr als er so schon ist gereizt werden. " Minerva folgte daraufhin Snape und Feelicitas stellte fest, dass auch Phineas verschwunden war.

„Guten Abend, Feelicitas.", begrüßte Dumbledore sie.

„Guten Abend Professor Dumbledore. " Sie zögerte, denn sein Ton war nicht gerade unbefangen

„Machen sie sich keine Sorgen und kommen sie ruhig näher. Der heutige Tag war anstrengend für einen Mann in meinem Alter, wenn sie es mir also nachsehen könnten, wenn ich gleich zur Sache komme. Aber so setzen sie sich doch."

Feelicitas tat wie ihr geheißen, setzte sich auf den alten Korbsessel und schaute ihn erwartungsvoll an. Er sah wirklich schlecht aus. Kein Wunder, da er sich fast schon so lange wie sich hier wohnte irgendwo versteckt halten musste. Er musste vor dem Ministerium untertauchen und keiner schien zu wissen, wo er war, wie man in diesem komischen Tagespropheten lesen konnte. Nun scheinbar war er ja nicht allzu weit weg gewesen.

Sie bemerkte plötzlich Dumbledores viel gerühmten Phönix, der auf der Gardinenstange saß.

Dumbledore übersah ihre faszinierten Blicke und fuhr fort.

„Feelicitas, ich muss mit ihnen über ihren Aufenthalt hier sprechen." Er schien nach den richtigen Worten zu suchen. Das hatte sie bei ihm noch nie vorher bemerkt und sie wandte ihm ihren Blick besorgt zu.

„Ist etwas schlimmes geschehen?", wagte sie schüchtern einzubringen, während Dumbledore nun aufstand und damit begann, im Raum auf und ab zu laufen.

„Ja, vielmehr eher nein.", sagte er vorsichtig. „Unter den derzeitigen Umständen ist es eigentlich nur eine Kleinigkeit. Sie haben bestimmt schon selbst vernommen, dass das Ministerium gewisse Differenzen geschaffen hat. Doch das hat nichts weiter mit ihnen zu tun." Er blieb stehen und schaute sie an.

„Bloß... Feelicitas sie wissen bestimmt auch, dass das Ministerium nicht von mir benachrichtigt oder aufgeklärt wurde, was ihre Anwesendheit und die Existenz ihrer Person nachgeht. Deswegen fanden es einige Mitglieder des Ordens bedenklich, sie einfach hier zu behalten, zumal ihre Vergangenheit einen, gelinde gesagt, großen Schatten auf sie wirft. Nun hat das Ministerium gewisse Informationen erhalten, wonach nach einer unregistrierten Hexe gesucht werden sollte. Wir müssen befürchten, dass Nachforschungen angestellt werden, die aufgrund des Bruches zwischen mir und Minister Fudge, nur zu ihren Ungunsten ausfallen können. Wenn also auch nur der kleinste Hinweis auf uns zurückfällt, dann wird diese Sache großes Aufsehen erregen."

„ Dann muss ich also weg von hier?", fragte sie besorgt, denn sich auszumalen, ungeschützt allen ausgeliefert zu sein, gefiel ihr überhaupt nicht.

„Feelicitas, sie müssen versichert sein, dass es gar nicht in Frage kommt, dass sie auch nur einen Fuß über die Schwelle eines mit Schutzzaubern versehenen Areals setzen werden. Es steht auch vorerst außer Frage, dass sie nach Frankreich zurückkehren können. Aber damit nicht ein großer Irrtum geschieht und man aus ihren Spuren falsche Schlüsse zieht, müssen noch mehr Vorkehrungen zu ihrem Schutz getroffen werden." Er unterbrach seinen Vortrag und Fawkes erhob sich in die Lüfte und setzte sich auf Feelicitas Schoß.

„Oh, lässt er sich streicheln?", fragte sie und Dumbledore nickte. Während Feelicitas weiter ihre Aufmerksamkeit Fawkes zuwendete begann Dumbledore erneut zu sprechen.

„In der magischen Welt wird eine Hexe, die nicht registriert ist, schnell gefunden. Da sie aber nun einmal als eine Muggel registriert sind, dürfte andererseits kein Grund bestehen, weswegen sie sich hier oder in Hogwarts aufgehalten haben sollten. Ich habe Grund zu der Vermutung, das jemand eben diese Verwirrung stiften will, damit nach ihnen gefahndet wird." Er schwieg kurz und Feelicitas nutzte die Chance.

„Hat es was mit Voldemort zu tun?"

„Nein, nein. Severus konnte mir versichern, dass es nicht so ist. Aber sie haben sich wohl einige Feinde in seinen Reihen gemacht, die auf Rache sinnen."

Dazu viel Feelicitas Wurmschwanz ein, den sie von der Seite seines Herrn gedrängt hatte und der sich bis heute, wegen ihrer gemeinsamen Flucht, nicht mehr dieselbe Stellung zurückerkämpft hatte.

„Ich wüsste keinen Ort, an dem ich sie bis zum nächsten Jahr sicher weiß. Auch wenn Voldemort, nach Severus Meinung, kein weiteres Interesse an ihnen bekundet, müssen sie noch vor dem Ministerium geschützt werden."

„Kann ich denn nicht nach Hogwarts zurückkehren und dort als Muggel irgendwas tun?"

„Das geht leider nicht, Feelicitas. Außer wenn sie auf Hogwarts Muggelkunde unterrichten würden. Doch die derzeitige Situation und die gute Gesundheit unserer Lehrerin für dieses Fach macht es unmöglich, diese Stelle so leicht umzusetzen. Und Muggel sehen Hogwarts auch gar nicht." Er machte eine Pause und Feelicitas blickte entmutigt hoch, doch als sie seine Augen sah fiel ihr etwas ein und ihr Blick klärte sich.

„Ich verstehe ihre Beweggründe, doch so wie ich es mitbekommen habe, ist ihnen noch ein anderer Einfall gekommen?" Sie lächelte ermutigend und Dumbledore sprach zu ihrer Erleichterung weiter.

„Richtig, ich habe lange über den mir zugedachten Brief mit der Warnung gesessen und wusste mir keinen Rat, doch dann bekam ich Hilfe von anderer Seite. Wie soll ich sagen? Kennen sie das Bild von der jungen Frau im grünen Kleid, das im dritten Stock von Hogwarts hängt? Es war ganz in der Nähe ihrer Räumlichkeit."

Feelicitas verstand nicht worauf er hinaus wollte, doch das Bild kannte sie und so nickte sie ihm zu.

„Sie müssen wissen, dass diese Frau eine Muggel war. Ihr Mann, der damalige Zauberkunstlehrer Alphonse Claudet malte es von ihr und so ist es uns erhalten verblieben."

Feelicitas schaute ihn verdutzt an. „Sie wollen damit doch nicht andeuten, dass ich heiraten sollte?", sagte sie zögernd. Dumbledore schien ihr Entsetzen nicht sehr zu beeindrucken. Er hörte mit seiner Wanderung durch das Zimmer auf und blickte sie an.

„Doch, genau das ist die einzige Möglichkeit, mit der es gesichert ist, dass das Ministerium alles als einen Irrtum abtut, und den Informanten als Lügner darstellt. Für Muggel interessieren sie sich nicht sehr und werden die Geschichte nicht eingehender prüfen."

„Es muss auch noch ein Zauberer sein? Professor Dumbledore, ich möchte ihnen ja nicht zu nahe treten, aber hat ihr Vorschlag nicht vielleicht noch andere Beweggründe?" Sie schaute ihn ernst an, aber er blieb ruhig und entgegnete:

„Welche Hintergründe gäbe es, die mich etwas angingen, Miss Lefay?", dabei lächelte er etwas und Feelicitas verstand. Er wusste es eindeutig, aber woher er alles wusste, konnte sie nicht sagen.

„Hätte ja sein können." Sie seufzte kurz. „Das wird schwer werden."

Dumbledore begann wieder mit seinem Rundgang und sprach. „Es wird aber jegliche Aufmerksamkeit von ihnen ablenken. Sie treten in den Hintergrund und das ist in ihrer Situation ein starker Schutz. Glauben sie mir, die magische Welt ist so von sich selbst eingenommen, dass sie der Welt der Muggel keinen weiteren Wert zumessen. Man wird es akzeptieren, ihre Muggelpersonalien aufnehmen und die ganze Sache auf sich beruhen lassen."

Feelicitas konnte sich trotzdem nicht vorstellen eine Scheinehe einzugehen. Sie fühlte sich plötzlich beklommen und stand auf und wandte sich an Dumbledore.

„Danke, dass sie alles versucht haben um mich nicht vor die Tür setzen zu müssen, aber ich sehe für dieses Projekt keine große Zukunft. Wiedersehen Professor Dumbledore"

Sie ging zur Tür und ließ ihn allein vor dem Fenster stehen. Sie ging zur Treppe in den oberen Stock und als sie dort ankam waren ihre Beine ganz wackelig. Sie wusste einfach nicht, was sie nun machen sollte. In ihr glomm das Bedürfnis auf, mit jemandem über ihre Lage zu reden, doch ihre Mutter war Welten entfernt, Sirius gleichgültiger Zustand ließ solche Gespräche zwischen ihnen wohl nicht zu und Hagrid war in Hogwarts.

Hagrid wäre der Mensch, dem man so etwas sagen konnte und der einen verstand und wusste was einen bewegte. Sie ging wieder die Treppen hinunter und verließ das Haus durch die Hintertür in den kleinen wilden Garten.

Als sie sich etwas beruhigt hatte, wischte sie ihre Tränenspuren ab und tauchte wieder aus dem Dickicht der Büsche auf. Sie bemerkte, dass es mittlerweile ganz dunkel war. Sie wollte gerade zurück zum Haus, da bemerkte sie Severus Snape, der wohl schon länger an der Gartenlaube stand. Wie es schien hatte er von ihrer Anwesenheit Kenntnis genommen und auf sie gewartet.

Er blickte sie ohne sichtliche Rührung an und fragte kühl. „Was machen sie hier draußen, Miss Lefay?"

„Nachdenken.", gestand sie ehrlich und schaute ihn verwundert an. Sonst machte er sich doch immer schnell aus dem Staub, wenn er sie sah. Hm, hatte Dumbledore nicht noch eine Aufgabe für ihn gehabt? Vermisste man ihn in Hogwarts nicht? Er musterte sie von oben bis unten. Mittlerweile war es kälter geworden und sie zitterte etwas in ihrem kurzärmeligen Kleid.

„Es wäre besser für sie hineinzugehen", sagte er schließlich mit eindeutigem Blick auf ihren Bauch. Sie hatte garantiert keine Lust sich von ihm herum kommandieren zu lassen und fauchte: „ Das Gleiche gilt aber auch für sie, Severus. Was auch immer hier durch das Gebüsch hoppelt, wenn es gefährlich sein will, dann für sie auf die gleiche Weise wie für mich. Aber ich kann sie ja gerne hinein begleiten, wenn sie wollen?", fügte sie freundlicher hinzu, da er nach ihrer deutlichen Zurückweisung fast zu explodieren schien. Er erwiderte ihren Blick mit unbändiger Arroganz und beließ es dabei.

„Nun, dann bleiben wir also draußen.", stellte Feelicitas fest und bereute schon, nicht einfach gegangen zu sein. Er in seiner dicken vielschichtigen Kleidung, würde sich sicher keine Erkältung holen. Bei ihr selbst war sie da nicht so sicher.

„Sagen sie Severus, hat Dumbledores Vorschlag schon eine Reaktion nach sich gezogen?" fragte sie herausfordernd. „Schließlich sprach er davon, dass sie irgendwas tun sollten."

„Natürlich." erwiderte er kühl „Sirius Black, der alte Köter, hat sich freiwillig für diesen Dienst zur Verfügung gestellt." Sein Ton war leicht bissig und doch wirkte er abwesend.

Erst durchzuckte es Feelicitas schuldbewusst, doch dann merkte sie, dass er irgendwas anderes gemeint hatte. Auf jeden Fall war es sehr nahe an der Wahrheit vorbei geschrammt. Sollte das ein Scherz gewesen sein?

„Schön, ich mochte ihn schon immer.", entgegnete sie betont munter „Und gegen Hundehaare im Bett habe ich auch nichts einzuwenden."

Feelicitas entging nicht der scharfe Zug in seinem Gesicht, aber sie sprach weiter: „ Es wäre für IHN nicht das schlimmste was geschehen könnte, ich würde ihm sehr gut tun. Doch leider hat er sich wohl auch nicht zu diesem Schritt durchringen wollen." Er stand vor ihr und fixierte den schmalen Mond.

Sie schwieg und wurde verlegen. Er musste ja nicht herausfinden, dass alles was sie sagte der Wahrheit entsprochen hatte. Was zum Teufel machte sie hier eigentlich?

Schließlich sagte er wieder etwas. „Hat Dumbledore sie auch davon unterrichtet, dass der Vorschlag teilweise meine Idee war und ich eigentlich davon ausgegangen war, dass es im Orden einige gibt, die sich um eine Frau reißen würden, wenn sich ihnen die einzige Möglichkeit bietet?" Er schaute sie plötzlich an und Feelicitas spürte verdeckten Schmerz in ihm und Enttäuschung. Entsetzen machte sich in ihr breit. Er wollte sie loswerden. An den nächst Besten verschachern, damit er sich keine Gedanken um das Kind machen musste. Sie schluckte und versuchte sich zusammenzunehmen. Doch wusste sie nicht was sie entgegnen sollte. Er warf nur einen abschätzenden Blick in ihr bleiches Gesicht, dann stellte er fest:

„Nein, das hat er natürlich nicht. Also Feelicitas, wenn sie nicht ganz so dumm sind, wie sie gerade drein schauen und ich bin mir sicher, dass sie es auch wissen, dann ist es keine große Frage, warum ich sie aufsuche. Vielleicht haben sie es ihm ja auch gesagt." Sein Ton war schärfer geworden und sie schüttelte stumm den Kopf.

„Wie auch immer, anstatt meinen Vorschlag anzunehmen, wendete er ihn gegen mich und bat mich ausdrücklich und ins besonders, ihnen sofort einen Antrag zu machen."

Feelicitas hätte unter anderen Umständen die Vorstellung genossen, dass Snape etwas tun musste und tat, nur weil Dumbledore ihn darum 'gebeten hatte'. Doch jetzt, da sie in ihm diesen Widerstand spürte und um sich selbst wusste, dass sie es auch nicht wollte, wurde es ihr eng ums Herz.

„Nein, das hat er mir gegenüber nicht so konkret ausgedrückt.", gab sie leise zu und fuhr fort. „Aber dürfen Lehrer eigentlich heiraten?"

„Sie haben doch bestimmt den Stammbaum der Blacks gesehen und sie kennen doch bestimmt auch Phineas Nigelus?"

Feelicitas nickte. „Nun, er hatte fünf Kinder und eine Frau."

Stimmte auch wieder, aber Feelicitas bezweifelte, das es DER Phineas Nigelus war.

Sie seufzte: „Ich hätte es mir denken müssen, dass er nur sie meinte und keinen Anderen. Schließlich sind sie einer der wenigen Jüngeren und er weiß um die Zuneigung anderer. Doch das hat nichts damit zu tun, dass ich irgendwas verlauten lassen habe. Wie käme ich dazu, mir das anzutun? Er weiß eben, dass sie nicht gebunden sind." Dabei dachte sie an das zarte Band zwischen Remus und Dora, welches sich zu entwickeln schien. Oder an sich und Sirius, obwohl man das nun wirklich nicht vergleichen konnte. Aber gegenüber Severus Snape war das das reinste Feuer der Leidenschaft. So im Vergleich gesehen und bildlich gesprochen. Sie sah es richtig vor sich. Doch war ihr nicht zum lachen zumute. Sie hatte eigentlich keine wirkliche Wahl: „Mir ist es auch zuwider, aber wenn ich daran denke, dass letztendlich vielleicht dieser Mundungus versucht... Ich glaube, dann würde ich den meisten Anderen entschieden den Vortritt geben, wenn sie mich fragen würden." Und dann lächelte sie ihn zurückhaltend und um Rücksicht bittend an. Entweder lief er weg oder er tat es. Beides bedeutete für sie, dass sie wieder einem Pfad folgen musste, den sie nicht betreten wollte. Doch wenn er es tat, dann würde sie vielleicht irgendwann auf eine Abzweigung zum richtigen Weg stoßen, wohingegen der andere Weg ins Nichts führte.

Fortsetzung folgt...

Feelicitas: Jetzt muss ich den auch noch heiraten? Ich dachte, das mit Sirius und mir, könnte was werden.

Severus: DEN hat einen Namen und du solltest dich glücklich schätzen, das DEN sich überhaupt bereit erklärt hat. Als ob ich nichts besseres zu tun habe. Was war das überhaupt mit dem Köter?

Feelicitas: Nichts.

Ich: Eigentlich hat er recht. Und wenn du mal ehrlich bist, wer hat mehr Pflichtbewusstsein von den Beiden? Sirius, für den du meistens unsichtbar bist, oder Severus? Dein Kind wird einen Vater haben.

Feelicitas: Erzeuger, nicht Vater.

Ich: Wir werden mal sehen.

Feelicitas: Ich will gar keinen Vater für das Kind. Damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht.

Ich: Soll es einmal so werde wie du?

Feelicitas: Nein, niemand sollte einmal so werden wie ich.

Fortsetzung folgt...

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