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Kapitel 6
Schwere Herzen
Severus Snape rauschte mit wehendem Umhang durch die Tür, hinein in den Wintergarten. Dumbledore schien im alten Korbsessel eingenickt zu sein und schrak leicht irritiert auf. Schnell merkte er, dass Severus vor ihm stand und dass dieser sich in äußerst angespannter und aufgewühlter Laune befand. Noch bevor Dumbledore nach seinem Begehr fragen konnte, rückte der schon mit der Sprache heraus.
„Ich werde tun, worum sie mich gebeten haben, Professor Dumbledore.", verkündete er knapp und zugeknöpft und doch sah der alte Direktor ihm an, das er eigentlich noch eine ganze Menge mehr zu sagen hatte. Doch er tat es nicht. Severus Snape beschwerte sich höchst selten, es lag nicht in seiner Art viele Worte zu machen, wenn auch ein Blick genügte um sich auszudrücken.
Albus Dumbledore setzte sich auf. Natürlich wusste er, was sein Zaubertrankmeister mit seinen Worten meinte: „Ach, hat sie eingewilligt?" fragte er freundlich wie immer und bekam einen recht düsteren Blick zurück.
Severus nickte Dumbledore wortlos zu und ignorierte den nicht gerade überraschten Ton des Direktors. Am liebsten hätte er Albus für seine erfreute Reaktion das Wort zum Sonntag gegeben, denn eigentlich sollte auch der Direktor wissen, das dieses Arrangement unmöglich war. Aber er war in die Falle gelaufen und musste nun die Konsequenzen tragen.
Man konnte Albus Dumbledore nicht viel vorenthalten, wenn dieser an einer Sache Interesse bekundete. Offene Worte waren nicht zwischen ihnen gefallen, aber Albus musste sich nur Feelicitas Lefay anschauen, dann dämmerte es ihm wohl. Obwohl Albus Dumbledore, wohl einige Fehlschlüsse gezogen hatte, weshalb Ms. Lefay mit einen dicken Bauch herumlief. Gut, sie war sich keiner Schuld bewusst, Severus glaubte es ihr ja. Das hieß aber noch lange nicht, das sie nicht die Verantwortung dafür trug. Hätte er doch nie diesen Vorschlag gemacht, das man Feelicitas Lefay verheiraten könnte. Wer dachte denn schon, das man ihn selbst als potenziellen Kandidaten erwägen könnte?
Ausgerechnet ihn, er war fast doppelt so alt wie sie und hatte eigentlich mit so was sehr wenig zu tun. Überhaupt meinte er, mit Ms. Lefay wenig gemeinsam zu haben. Wenn er daran dachte, das Feelicitas Lefay geboren wurde, als er bereits seinen Hogwartsabschluss machte und nebenbei noch allerhand andere Dinge tat, dann wurde ihm doch etwas komisch zumute. Sie hingegen war trotz dem, was die Zeit im Riddlehaus bewirkt hatte, noch ein halbes Kind. Und erwartete selber eins.
Doch das war ja noch nicht einmal das schlimmste. Wenn man sie beide zusammen sah, dann erschien es so lächerlich. Eine naiv wirkende Achtzehnjährige, deren Bildungslücken enorm sein mussten, und mit einem Hang zu übertrieben bunten Kinderkleidern, war nun wirklich nicht das, was Severus Snape als Ehepartnerin gesucht hatte. Severus wusste nicht, was das einmal ergeben wollte, aber wenn Albus drauf bestand, dann sollte der Direktor es ruhig so haben. Aber er brauchte sich gar nicht erst einzubilden, das er ihm oder Ms. Lefay damit einen Gefallen tat. Es gab so viele andere im Umkreis, die besser dafür geeignet wären. Manche waren ihrem Alter näher, andere waren anspruchslos genug um sie nehmen zu wollen. Wieder rum andere hätten es bestimmt nötig, und waren so verzweifelt, das sie jeden Rock nachblickten. Aber nein, alles fiel auf ihn selber zurück.
Dabei hatte Severus doch so darauf gehofft, das sie schreiend wegrennen würde, wenn er sie fragte. Das hatte sie nicht getan, weshalb auch immer. Feelicitas Lefay, war eine komische Frau, das hatte er schon seit ihrer ersten Zusammenkunft gewusst. Wenigstens zeigte sie manchmal den Anschein, zu wissen was sie wollte, und sie wollte diese Heirat eingehen, also musste Severus es akzeptieren.
Im Gedanken stellte er sich vor, wie er es noch am heutigen Abend dem dunklen Lord erzählen musste. Viel konnte der auch nicht ändern, außer wenn er einen guten Grund fand, wie man das ganze noch abwenden könnte. Doch Severus hatte den Verdacht, das es dem dunklen Lord ziemlich recht war, wenn Feelicitas Lefay noch enger an ihren Aufpasser gebunden war.
Missmutig blickte Snape, auf seinen Vorgesetzten und Mentor. Er sah dabei jedoch leicht gequält aus, das konnte er auch durch seine enorme Selbstbeherrschung nicht verhindern.
Albus Dumbledore schaute Severus tief in die Augen. Eine stumme Frage stand darin und Snape erwiderte den Blick, zuckte aber leicht unbehaglich zurück, so als ob Dumbledore ihm zu nahe getreten wäre. Dumbledore bedankte sich still, für die Folgsamkeit die Severus an den Tag legte, wenn er etwas von ihm verlangen musste. Doch Severus ließ sich natürlich keine Reaktion anmerken, und so wusste der Direktor auch nie, ob der jüngere Mann wirklich einverstanden war, oder bloß seine Pflicht tat.
Albus wurde aus der Sache nicht schlau, Severus hatte ihm natürlich einiges zu Feelicitas Lefay erzählt, aber irgendwie war da doch ein großes Loch geblieben. Albus wusste nicht einmal genau, wer der Erzeuger des Kindes war. Alle erkennbaren Spuren endeten in großer Verwirrung. Natürlich war das nicht so wichtig, obwohl es vielleicht auch ein verschwiegener Teil des Puzzles war. Und natürlich war es Severus Snapes alleinige Sache, wie er mit der jungen Frau verkehrte, doch dann sollte er wenigstens dazu stehen, oder einen anderen Namen für den Verantwortlichen nennen. Es schienen ja genug in Frage zu kommen.
Albus war sich sicher, das er von selbst niemals Klarheit über die wahren Beweggründe bekommen würde. Wenn er etwas befahl, dann folgte Severus. Es war eine schwere Verantwortung die Taten eines anderen Menschen zu bestimmen, doch Severus Snape hinterfragte nie seine Anweisungen. Natürlich merkte man dem Zaubertrankmeister einen leichten Schock an, doch dann ließ Severus Snape ohne weitere Regung, Dumbledores innere Rede über sich ergehen. Schließlich setzte sich Albus wieder in seinen Sessel und betrachtete den schlafenden Phönix auf dem Kaminvorleger.
„Nun, Severus. Ich kann wohl auch darauf vertrauen, dass es ab sofort ihre alleinige Aufgabe sein muss, Ms. Lefay ausreichend vor Übergriffen Dritter zu bewahren." Hub der Direktor an, und benutzte wieder die offizielle Anrede: „Andererseits müssen sie doppelt so achtsam sein, denn alles was mit ihrer Person in Verbindung gebracht wird, fällt insbesondere auf Ms. Lefay zurück. Vom Ministerium droht zunächst am wenigsten Gefahr, deshalb ist Feelicitas bei ihnen am sichersten untergebracht, aber...", und Dumbledores Ton wurde um eine Nuance schärfer: „Das kann ich nur solange garantieren, solange sie jegliches Misstrauen in gewissen Reihen zerstreuen und auch auf Miss Lefay kein schlechtes Wort kommen lassen."
Severus nickte knapp, wie immer. Doch Albus war das noch nicht genug: „Erst jüngstens ist mir von einer meiner Quellen zu Ohren gekommen, dass über eine sehr mächtige und treue Anhängerin Voldemorts berichtet wurde, die ausgesprochen rothaarig gewesen sein soll. Wir wissen beide, das es purer Unsinn ist, das Ms. Lefay in der Lage gewesen wäre, irgendwem auch nur ein Haar zu krümmen. Und es ist ausgeschlossen, das sie insgeheim eine Sonderstellung unter Voldemorts Anhängern einnimmt. Vielleicht in seinen Plänen, aber nicht im geschehen. Aber mein Spion hatte diesen starken Eindruck, und das lässt darauf schließen, das es nicht nur seine persönliche Meinung ist. Haben sie mich verstanden Severus?"
Dumbledores Blick veranlasste Snape seine übliche, die Welt mit Verachtendung strafende Miene abzulegen und gegen einen ernsten und verständigen Ausdruck einzutauschen. „Ja, Professor Dumbledore. ", sagte er leise. Albus gefiel es nicht, das Severus meistens fiel zu distanziert blieb. Es kam schon mal vor, das der Direktor ihn duzte, doch Severus benutzte nur seltenstes auch nur Albus Namen. Nun gut, vielleicht hieß das auch nur, das Severus es sehr ernst nahm, obwohl es sich abgewürgt anhörte.
„Nun, wenn das so ist, meine Glückwünsche Severus.", sprach Dumbledore im normalsten Plauderton weiter. „Haben sie sich schon Gedanken über den Hochzeitstermin gemacht?"
Snape nickte abwesend, doch seine Züge waren alles andere als entspannt: „Anfang der Sommerferien, das fand auch Ms. Lefays Zustimmung. Damit bleibt uns noch genug Zeit ihre Registrierung in England zu veranlassen. Darauf kommt es ja auch hauptsächlich an.", sagte er leicht mürrisch und man sah deutlich seine Ablehnung diesem Projekt gegenüber.
„Ach, Severus." Erwiderte Albus gutmütig: „Ich kann verstehen, dass sie von dem Gedanken an eine Hochzeit nicht sehr begeistert sind, aber seien sie versichert, dass gerade Miss Lefay ein recht liebenswertes Wesen hat. Und ich habe so die Ahnung, das sie noch für einige Überraschungen sorgen wird. Aber das sollten sie eigentlich selbst erkannt haben. Sie können ihr vertrauen, sie würde niemals gegenüber Dritten ein Wort weitergeben. Sei ein wenig rücksichtsvoll zu ihr und hilf ihr, sich gegen kommende Dinge zu wappnen. Alles andere kommt meistens von selber." Severus rührte sich nicht und Dumbledore seufzte. Ob er seine Worte wohl richtig verstanden hatte?
„Nun gut, das wäre dann alles. Danke, dass du dich so schnell um die Angelegenheit gekümmert hast. Ich werde mich nun mit Fawkes zurückziehen und wünsche dir noch eine gute Nacht, Severus."
Severus Snape nickte knapp und verschwand auf leisen Sohlen. Diesmal rauschte sein Umhang nicht hinter ihm her.
Als Severus am späten Abend das Riddlehaus betrat um den dunklen Lord aufzusuchen, erschienen ihm Dumbledores Worte als irrwitzig. Der Mann war einfach zu gutgläubig. Obwohl er zweifellos fähig war viel zu durchschauen. Ganz im Gegensatz zum dunklen Lord, der so sehr von sich selber eingenommen war, das er manches schlichtweg übersah.
Severus lief kein Wurmschwanz über den Weg, das Haus war so leer und verkommen wie es nur sein konnte. Natürlich hatte er selber schon von den Gerüchten gehört, weswegen Wurmschwanz aus der Nähe des dunklen Lordes verbannt wurde, aber Severus glaubte sie nicht so recht. Auch wenn der Ursprung der Geschichte von Lucius Malfoy stammte und dem eigentlich zu trauen war. Demnach hatte Feelicitas Lefay, Wurmschwanz so verwirrt, das er lieber ihr auf einer ihrer erfolglosen Fluchten gefolgt war, als seinem Herrn beizustehen. Kein echter Verrat, doch aber ein schweres Vergehen, weswegen der Lord ihn nicht mehr sehen wollte. Lucius hatte nicht sagen dürfen, worin genau das Gebrechen des Lords gelegen hatte, aber Severus ahnte auch so, das es etwas peinliches sein musste.
Er hörte auf sich Gedanken zu machen und klärte seinen Geist, es würde noch schlimm genug werden, wenn dem dunklen Lord seine Neuigkeiten missfielen, da musste er nicht auch unziemliche Gedanken hegen. Sein Auftrag war es gewesen, das Kind zu machen und nun darauf zu achten, das sie nicht einfach ganz von der Bildfläche verschwand. Und natürlich hatte er auch das Verbot ihr irgendwas zu sagen, denn sie sollte sich in Sicherheit wähnen.
Severus fand, das es ein schwerer Auftrag war, auch für ihn selber, aber was sollte man machen? Er stand zwar gerade ziemlich sicher im Lager des dunklen Lords, aber auch in seiner Lage, gab es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man gehorchte ohne nachzufragen, oder man verweigerte sich. Doch nur wegen einen unbedeutenden Mädchen und einen Baby von seinem Blut, die Arbeit für die gute Sache und sein Leben zu riskieren, das war es nicht wert. Severus atmete tief durch und dann machte er sich bemerkbar.
Kurz darauf kniete er vor dem dunklen Lord und schilderte ihn in knappen, ruhigen Worten die neuste Wendung der Dinge. Natürlich mit schonungsloser Offenheit, wenn es auch nur dem dunklen Lord so erschien.
„...und Dumbledore sorgt sich nicht wegen der Sittsamkeit, sondern vor allen Dingen will er einen Kontakt mit dem Ministerium vermeiden. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, hat jemand dort Hinweise gegeben, die zu unangenehmen Nachfragen führten." Severus Snape verstummte, es war nicht weise, irgendwen direkt zu beschuldigen, außer wenn der Lord fragte. Doch er erhielt nur Schweigen von seinem Herrn, aber Severus spürte dessen musternden Blick im Nacken.
„Nun," sagte Lord Voldemort schließlich leise zischelnd: „das ist bedauerlich. Eine dritte Partei in diese Angelegenheit einzubeziehen, war nie meine Absicht. Der alte Narr, hat also keine Ahnung, wer für diese Sabotage verantwortlich sein könnte?" Severus wagte es aufzusehen, scheinbar war sein Gegenüber gerade in milder Stimmung.
„Nein, Herr." Sagte er entschieden.
„Alles deutet darauf hin, das jemand in unseren eigenen Reihen Verrat begannen hat, nicht wahr?" fragte er schärfer und Severus nickte entschlossen und hielt dem Blick seines Herrn stand. Dieser wanderte nun im Zimmer herum und schien nachzudenken. Severus folgte ihn nicht mit seinen Blick, er blieb regungslos knien und hoffte, keinen Wadenkrampf zu bekommen. Eine kleine Unachtsamkeit, die vielleicht nicht ganz ungewollt war. Besser man ließ manchmal kleine Gedanken durchblitzen, denn völliger Entzug vor der Legilimentik des dunklen Lords, erweckte nur Argwohn.
„Du darfst dich erheben." Gestattete Lord Voldemort mit einen gönnerhaften Lächeln. Scheinbar kannte er es nicht, das einem nach einen langen Tag, die Knochen wehtaten. Severus erhob sich also und blieb still stehen, während der dunkle Lord immer noch einen Gedankengang machte: „Ich werde mich darum kümmern, und den Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen." Sagte er leise und blieb dann vor Severus stehen: „Du wirst dich mit ihr verloben, bis zum Sommer ist es noch lang und viel kann geschehen. Vielleicht ist eine Hochzeit gar nicht von Nöten, obwohl es dir bei der Erfüllung deines Auftrages nur von Vorteil sein kann, sie in deiner Nähe zu behalten. Bedränge sie aber nicht und halt dich von dir fern, auch wenn dir die Möglichkeit für engeren Kontakt gegeben sein sollte."
Severus nickte äußerlich unbeeindruckt: „Ich werde euch nicht enttäuschen, Mylord." Doch tief in seinen Inneren, dachte er, das es zu einfach gewesen war. Voldemort wollte diese Ehe nicht wirklich, und doch schien er trotz der schlechten Nachricht die Ruhe selbst zu sein. Severus hatte nun wirklich keine Probleme damit, sich von Feelicitas fern zu halten. Es kam ihm gerade recht, denn dann konnte er sich besser auf andere Dinge konzentrieren. Fehlte nur noch, das er ihn beglückwünschen würde, aber zum Glück tat er das nicht.
Severus hielt es für ein sehr schlechtes Zeichen, das Voldemort so sanft gestimmt war. Und es bestätigte nur, das Harry Potter sich immer noch keinerlei Mühe gab um den dunklen Lord aus seinen Gedanken abzublocken. Der Junge würde in der nächsten Stunde was von ihm zu hören bekommen. Langsam hatte Severus die Nase voll von den pupertären Mätzchen dieses arroganten Schnösels. So konnte das nicht weiter gehen. Voldemort merkte nichts von den geheimen Gedanken des Tränkemeisters. Er entließ Severus und kaum war dieser zur Türe hinaus, konnte man sich sicher sein, das der dunkle Lord ihn längst wieder vergessen hatte.
Ostern ging vorbei und der Sommer rückte schnell näher. Feelicitas merkte, wie sie Sirius immer häufiger nachempfinden konnte, dass ihm in diesem Haus die Decke auf den Kopf fiel. Wenn sie dazu auch noch tagtäglich von Kreacher und diesem impertinenten Portrait belästigt werden würde, würde sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Amok laufen.
Severus hatte sie, nach jenem verhängnisvollen Abend, auch nicht mehr alleine angetroffen. Immer, wenn er gerade da war und sie ihn sprechen wollte hörte sie nur die gleiche Ausrede. Die Abschlussprüfungen der Schüler müssten vorbereitet werden und er hatte 'keine Zeit'. Das sagte er immer so, als wolle er es ihr zum Vorwurf machen, das sie beschäftigungslos war und den ganzen Tag in diesen Haus verbrachte. Vielleicht lag es auch nicht an ihr selber, schließlich konnte sie doch auch nichts für ihre gemeinsame Lage. Wie es schien hatte er nach seinen Verpflichtungen und den Ordenstreffen, keine weiteren Ambitionen sie aufzusuchen. Und überhaupt schien er einigen Ärger zu haben, weil etwas zwischen ihm und Sirius Patensohn und einem Denkarium vorgefallen war. Natürlich wusste Sirius gut Bescheid und Feelicitas nutzte die Möglichkeit und erleichterte ihn um einige Kindheitsgeschichten rund um Severus Snape. Danach konnte Feelicitas es irgendwie verstehen, das Severus erstens so verschlossen war und zweitens so unfreundlich zu Sirius. Auch wenn sie natürlich gegenüber Sirius so tat, als würde sie es ganz schrecklich finden, was dem armen Harry Potter geschehen war. Sie kannte den Jungen nicht, aber nachdem was sie so hörte musste er wirklich manchmal eine echte Belastung sein. Aber innerlich war sie doch froh, das Severus nicht mit ihr redete, dann konnte er auch nichts falsches sagen und umgekehrt dasselbe.
Es war mittlerweile publik geworden, was nun weiter mit ihr geschehen sollte und das Verhältnis zu Sirius hatte sich für eine Weile merklich abgekühlt. Als sie es ihm am Abend nach der Entscheidung gesagt hatte, hatte sie wirklich das Glück gehabt, das ihr noch niemand anderer zuvor gekommen war, aber seine Reaktion war doch entmutigend. Feelicitas musste sich trotz ihrer schonungsvollen Worte, von ihm einiges unflätliches anhören. Zwar nicht gegen sie selber gerichtet, aber doch gegen Severus Snape und den Rest der Welt. So schaffte sie es in dieser Situation einfach nicht, Sirius nahe zu kommen. Wie auch, wenn er dabei immer an eine zukünftige Hochzeit seines Erzfeindes denken musste? Zudem schien er in dieser Beziehung anders als Feelicitas zu empfinden, glaubte bei Severus nicht wirklich an tiefere Beweggründe, als die reine Einsicht in die Notwendigkeit und zeigte manchmal sogar eine Art grimmiger Genugtuung, das es seinen Erzfeind getroffen hatte sie heiraten zu müssen. Als ob das eine Strafe wäre. Einerseits war Feelicitas überrascht, das ihr niemand zutraute, das sie es vielleicht auf eine Beziehung mit Severus Snape wirklich angelegt hatte. Andererseits war sie beleidigt, das Sirius sich auf ihre Kosten amüsierte. Nicht nur Severus Snape traf diese Ehe unangenehm, sondern auch sie selber. Aber Sirius schien nicht sehr viel Mitleid mit ihr zu haben. Eigentlich hatten auch alle Recht, wenn sie nicht einmal annahmen, das ihr Babybauch von Severus Snape herrühren könnte. Das er und sie einmal zusammengefunden hatten, war nur das Ergebnis ihrer großen Verzweiflung und vielleicht steckte auch eine Verschwörung dahinter. Doch andererseits verstand Feelicitas dieses leugnen nicht so ganz. Warum war es denn so ausgeschlossen, das jemand wie der zynische Zaubertrankmeister heiraten wollte?
Sie wusste nicht genau, wie alt er war, aber auf jeden Fall hatte er noch kein einziges graues Haar. Er war auch nicht ein Ausbund an strahlender Schönheit, doch sein Aussehen passte irgendwie zu ihm und seiner Art und auch seine Nase würde niemals der Grund sein, ihn hässlich zu nennen. Jedenfalls verspürte Feelicitas nicht das Bedürfnis danach.
Na ja, sie stellte nun wirklich wenig Ansprüche in der Art. Gleichaltrige Partner waren sowieso noch nie ihr Ding gewesen und Schönheit war vergänglich. Das er aber intelligent war, konnte nichts verleugnen. Sie wusste wie er aussah, wenn er lächelte und auch, wenn sie es nur einmal gesehen hatte, erinnerte sie sich noch dran, das es freundlich aussah. Und auch wenn er nicht wirklich so wirkte, als würde er viel verdienen oder ein reicher Erbe sein, so hatte er doch etwas an sich, das vermuten ließ, das er auch eine Familie noch mitversorgen konnte.
Nach ihren Maßstäben war es eigentlich eine glänzende Partie, aber das war vielleicht auch nur ihre Ansicht, weil sie in ihrem Leben zu viele Regencyromane von Jane Austen oder von den Bronteschwestern gelesen hatte. Liebe und Romantik war ja schön und gut, aber man musste auch annehmen können, was man kriegen konnte. Und wenn sie sich so anschaute, dann war es trotz und vielleicht auch wegen der negativen Vorgeschichte bestimmt nur zu ihren Vorteil diesen Mann zu heiraten. Er bot ihr schließlich einen Weg für die Zukunft an. Und egal was sie auch voneinander erfahren würden, er würde immer das Scheusal in ihrer Beziehung bleiben und sie mit allen Schandtaten übertreffen. Deswegen müsste er ihre Vergangenheit akzeptieren, wohingegen jeder andere, wohl schreiend weglaufen würde.
So kam es, dass sich mit der Zeit Feelicitas selbst nicht mehr viel aus ihrer Beziehung zu Sirius machte. Denn mit Zukunft hatte das nun wirklich nichts zu tun, obwohl es natürlich Spaß machte seine Jugend auszuleben. Sie war zwar erst Achtzehn Jahre alt und doch lag ihr einiges am Ernst des Lebens. Sie trug die Verantwortung für das Kind, also musste sie sich auch dementsprechend verhalten. Aber natürlich war ihr Sirius auch nicht plötzlich gleichgültig. Feelicitas mochte ihn sehr, aber weniger wegen der körperlichen Aspekte, sondern einfach, weil er selber einsam war und ihre traurigen Gefühle wenigstens zeitweise erwiderte.
Es gab aber noch andere Gründe für ihre fortschreitende Distanziertheit. Auch rückte der Zeitpunkt vor, an dem sie dieses Haus verlassen musste, immer näher. Man hatte beschlossen, dass sie zur Wahrung des Anscheins wenigstens eine Weile zu Severus in sein Domizil ziehen sollte und so genoss sie die ihr bis dahin verbleibende Zeit in vollen Zügen ohne neue Verpflichtungen eingehen zu wollen. Trotzdem konnte keiner, weder Sirius, noch Feelicitas und schon gar nicht Severus unter den gegebenen Umständen wirklich froh sein.
Feelicitas wusste natürlich darum, das diese ganze Welt hier, sich um Harry Potter drehte und auch wenn sie mit den ganzen Vorgängen im Orden aus verständlichen Gründen nichts zu tun hatte, dann durchblickte sie doch einiges. Es ging um einen Jungen, den sie nicht kannte und aus dem sie sich auch nicht wirklich was machte. Sie hatte keine Beziehung dazu. Sirius vergötterte sein Patenkind, Severus schien ihn zu hassen und der Rest hatte so eine komische Art von diesen Jungen zu reden, das einen ganz unheimlich werden konnte. Fast als wäre er ein Held, eine Art Messias, dem ihr ganzes Leid auferlegen wollten, damit er sie befreite. Man hatte ihr erzählt, dass dieser Harry Potter in diesem Jahr sehr viel zu leiden hatte. Vor allem auch, nachdem man es ihm zu verdanken hatte, dass Voldemort im letzten Jahr seinen Körper wiederbekommen hatte. Sirius hatte ihr nur allzu bereitwillig von seinem Patensohn erzählt und dabei stand ein so lebhafter Ausdruck in seinem Gesicht, wie ihn Feelicitas sonst vergeblich bei ihm suchte.
Sie wusste, dass Snape viel zu oft zu den geheimen Treffen Voldemorts und Lucius Malfoys ging und dann immer sehr strapaziert zurückkehrte. Nicht, das er verletzt war, oder so, aber sein Gesichtsausdruck war dann noch regloser und er war noch blasser als sonst. Und dann war es auch eine ungesunde Blässe. Insbesondere, weil Voldemort ihm besonders auf den Zahn fühlte und sich immer wieder seiner Treue zu ihm versichern musste. Das sah sie an Severus Blicken, wenn er sie mit diesen vorwurfsvollen Blicken anschaute. Es verwirrte sie dermaßen, da sie immer noch nicht wusste, wie Severus ihre Anwesenheit gegenüber Dumbledore und vor allem Voldemort erklärt hatte. Das Voldemort damit einverstanden war, schien ihr unglaublich. Obwohl es sie froh machen sollte, hatte sie doch das Gefühl, dass es bei weitem beruhigender wäre, wenn er sie weiter verfolgen würde. Dieser Wandel in Voldemorts Verhalten machte ihr mehr zu schaffen als sie zugeben wollte. Es ergab für sie einfach keinen Sinn.
Und sie wusste, dass Professor Dumbledore unter der großen Last die er zu tragen hatte, auch immer älter auszusehen schien.
Doch am meisten tat ihr Sirius leid, der sich immer mehr in sich selbst zurück gezogen hatte. Seit einigen Tagen schien in Feelicitas eine extreme Unruhe zu herrschen, die sie langsam aber sicher ausfüllte und jederzeit auszubrechen drohte. Feelicitas ahnte, nein, besser noch wusste einfach, dass dieses letzte halbe Jahr der Ruhe nun für sie zu Ende gehen und das folgende Jahr schlimme Dinge mit sich bringen würde.
Sie stand an ihrem Fenster sah auf Sirius hinab, der mit Seidenschnabel im Garten saß und traurig vor sich hinblickte. Dabei wirbelten ihr tausend Fragen im Kopf herum, die sich alle um ihre Zukunft drehten. Würde sie die Zeit hier überstehen, bis alles endlich ein Ende hatte?
Feelicitas Lefay, die einen Grossteil ihres Lebens in den Grenzen des Zaunes ihres Elternhauses und zwischen Psychiatrie und Verschleppung verbracht hatte und die deswegen oft nicht dazu gekommen war auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen, wusste aber, dass sie einen Zauber in sich trug. Einen Zauber, der ihr von den Vorfahren ihrer leiblichen Eltern vermacht worden sein musste. Der Drang, Träume zum Leben erwecken zu wollen und genau deshalb ging es, wie Sirius einmal gesagt hatte, nie wirklich zu Ende.
Es waren die letzten Tage vor den Sommerferien und Feelicitas dachte immer noch mit heftigen Zwiespalt an den denkwürdigen Abend, als Severus Snape ihr im Garten aufgelauert hatte. Seit seinem Heiratsantrag an jenem Abend hatte sie das Gefühl etwas tun zu müssen, um dem Ganzen gerecht zu werden.
Dazu gehörte als allererstes, sich möglichst unverkrampft an Severus Seite zu geben. Leider war dies leichter gesagt als getan, denn wann immer sie zusammen waren, reagierte er ihr gegenüber so abweisend, wie er es, ohne dass ihm jemand Einhalt gebot, wagen durfte. Einzig die Erinnerung daran, dass er ihr, im Gegensatz zu den wirklich schlechten Menschen, die sie kennen gelernt hatte, wenigstens einmal wie ein Mensch mit Herz erschienen war, hielt sie davon ab, einfach aus dem Haus zu spazierte und ihr Heil in der Flucht nach Frankreich zu suchten. Aber sie stand knapp davor.
Bedauerlicherweise war es seither nur zu wenigen Zusammentreffen gekommen. Sie wollte ja ihr Bestes geben, um diese Ehe halbwegs erträglich zu machen, doch wusste sie rein gar nicht, was Snape wirklich von einer Frau erwartete. Sie dachte dabei unwillkürlich an Molly Weasley.
Snape würde sie wohl in der Rolle als Mutter akzeptieren müssen, doch Feelicitas vermutete, dass es wohl eher eine Frau wie Narzissa Malfoy war, die seinen Vorstellungen in dieser Hinsicht gerecht werden würde. Narzissa war bestimmt der Traum aller Männer. Sie war schön, edel und elegant, hatte Stil und war eine gute Gastgeberin und Frau des Hauses. Vielleicht ein wenig schwermütig und machte eine sauertöpfische Miene, aber sie war so anders. Man konnte ihr gar nicht zumuten, das sie mit Sirius Black oder Bellatrix Lestrange verwandt sein sollte. Doch als Mutter war sie nicht konsequent genug. Feelicitas konnte es nicht von sich selber sagen, ob sie da anders war, aber sie hatte oft genug aus Lucius Malfoys Äußerungen seinem Herrn gegenüber entnommen, dass Narzissa sehr an ihrem einzigen Kind hing, zu sehr wie er meinte. Fragte sich nur, warum Mr. Malfoy mit Voldemort über solche Dinge sprach. Sein Sohn war doch noch ein Kind.
Feelicitas war keine Narzissa und da sie Severus Snape niemals freiwillig geheiratet hätte, war sie sich sicher, dass er keinerlei Ansprüche an sie stellen sollte. Da könnte er so beleidigt tun wie er wollte und versuchen ihr alle Schuld anzuhängen, sie würde keinen Schritt auf ihn zugehen. Hätte er sich in dieser verhängnisvollen Nacht an einen der zahlreichen Verhütungszauber erinnert, die er doch kennen musste oder später nicht ausgerechnet Dumbledore gegenüber eine Heirat erwogen, so hätte ihn auch niemand für die Durchführung dieser glänzenden Idee heranziehen können. Zumindest hätte ihn niemand öffentlich der Vaterschaft bezichtigt. Doch geschehen war geschehen und nun mussten sie beide wenigstens ein paar Jahre so tun, als ob sie es ernst meinten. Obwohl Feelicitas immer noch nicht wusste, für wen genau diese Farce eigentlich bestimmt war. War es wirklich nur für das Ministerium, oder hatte es noch andere Gründe? Irgendetwas wurde ihr verschwiegen.
Damals im Garten hatte Severus sie nach ihrer Erklärung, dass sie fast jeden heiraten wolle, außer Mundungus Fletcher, nur groß angeblickt. Vielleicht hatte er ja die Hoffnung, das sie schreiend weglaufen würde. Sie wusste es nicht. Aber Feelicitas vermutete, das sie ihm mit ihrer Antwort sichtlich aus dem Konzept gebracht hatte, so dass ihm damals nichts weiter übrig blieb, als sofort zum Hauptteil überzugehen.
Plötzlich sah Feelicitas sich der unwirklichen Situation gegenüber, dass er auf ein Knie sank und ihr einen kleinen gewellten silbernen Ring entgegen streckte. Wäre sie damals nicht so geistesgegenwärtig gewesen, sich zu kneifen, sie hätte ihren Erinnerungen keinen Glauben geschenkt. Es wirkte alles so falsch und aufgesetzt. Nicht zuletzt hatte sich das auch in seinem Gesicht widergespiegelt. Sie erinnerte sich wieder an seine Worte, als er mit dem Ring in der Hand vor ihr kniete. So unpassend es auch wirkte, es ließ sie doch spüren, das dieses Arrangement für Severus Snape etwas sehr ernstes darstellte. Unwillkürlich musste sie daran denken, das es für ihm wohl die einzigste Ehe in seinen Leben sein würde. Und dann erschien diese Farce eines romantischen Antrages doch nicht so fehl am Platz. Wenn man das voraussichtlich nur einmal im Leben tun durfte, dann wollte man doch das beste daraus machen und nicht nur den Ring rausrücken. Obwohl, selbst der Ring alleine, war schon irgendwie unheimlich. Er blickte sie an, und Feelicitas versuchte es zu erwidern. Er war im Moment so sehr mit seiner eigenen Angelegenheit beschäftigt, das er ihr bestimmt nicht in die Gedanken schauen wollte, aber man musste es ja nicht darauf ankommen lassen. Vielleicht war sie das Ganze doch ein wenig zu unbefangen angegangen.
„Ms. Le... Feelicitas, uns Beiden ist klar, dass zu einer gemeinsamen Ehe, auch nur die grundlegendsten Dinge fehlen. Doch ich bin mir sehr wohl bewusst, dass ich allein die Verantwortung für die momentanen Umstände trage. Ich kann mein Zutun auch nicht verleugnen und auch wenn es natürlich nicht der eigentliche Grund ist, will ich, dass unser Kind einen anständigen Namen bekommt und ihr versorgt seid. Also möchte ich das du mich heiratest und wenn du bereit bist darauf einzugehen und die gleiche Ansicht vertrittst, dann bitte ich dich einzuwilligen und diesen Ring meiner verstorbenen Mutter, als Zeichen unserer Verlobung anzunehmen." Und zum ersten Mal in ihrem Leben sah sie in Severus Augen ein leichtes glitzern, jenseits von Hass und boshafter Abscheu. Himmel, das machte ihr mehr Angst als alles andere. Wer weiß an was er gerade wirklich dachte, das es ihm einen Hauch von Gefühl entlockte? Spürte sie da eine verlorene Liebesgeschichte? Feelicitas fühlte sich leicht hilflos und wusste nichts zu sagen, obwohl es ihr ein leichtes gewesen wäre, dem gegenüber Verständnis aufzubringen. Sie selber hatte vor Jahren einmal geliebt und es war in einer Katastrophe geendet. Aber sie sagte nichts und schenkte ihm nur einen warmen Blick. Das war bestimmt auch die beste Reaktion, wenn sie diesen Moment nicht entzaubern wollte.
Es erinnerte sie wieder an diese Nacht, in der sie zwar halbkrank gewesen war, aber trotzdem mitbekommen hatte, dass dieser Mensch vor ihr durch eine sehr harte Schule gegangen war, um so unnahbar zu werden, aber trotz dieser Härte und Unnahbarkeit nicht so wie Voldemort war. Unter dieser harten, unzerbrechlichen Schale lag ein Mensch mit Gefühlen und Wünschen, vielleicht sogar ein paar Träumen, aber ganz bestimmt einem Herzen, das man gut nennen konnte. Er war bestimmt nicht nett, eher verbittert und sarkastisch. Er war auch nicht besonders jung oder schön. Nein, er empfand nicht einmal etwas für sie, aber doch rührte sie etwas wieder tief in ihrer Brust.
Auch der eiskalte Severus Snape war nur ein normaler Mensch, der geliebt werden wollte. Man sah bei näherem hinsehen aber auch, dass er nie viel Liebe erfahren hatte und es deshalb irgendwann aufgegeben hatte danach zu suchen. Er hatte sich einfach enttäuscht anderen Dingen, die ihm mehr Erfüllung brachten, zugewandt. Feelicitas wusste nur zu gut, wie tief manche Wunden sitzen konnten und sie bildete sich auch nicht ein, auch nur einen der kleinsten Risse heilen zu können. Sie nahm sich aber fest vor, wenn sie sich schon mal auf ihn einlassen musste, dann wollte sie auch etwas liebenswertes an ihm finden. Und wenn es auch nur die Erinnerung an ihre eigene durch Fieberträume geprägte Welt war. Aber es sollte nie in einem Drama voller Hass enden. Und sie hoffte sehr, das er sich dieselbe Mühe machen würde.
„Ja, ich will Severus. ", hatte sie schließlich leise gesagte und schweren Herzens den kleinen Ring aus seiner Hand genommen und ihn sich nach dem zweiten Versuch auf den kleinen Finger gesteckt. Nein, sie war nicht für Severus Snape geschaffen. Auf jeden Fall wusste Feelicitas, dass dieser Ring der zierlichen Narzissa Malfoy besser gepasst hätte.
Fortsetzung folgt...
Severus: Werte Autorin, von Albus soll ich dir ausrichten, das er es nicht in Ordnung findet, das seine Figur so leichtfertig mit dieser Situation umgeht. Im Arbeitsvertrag der Lehrer und in den Schulregeln steht geschrieben, das in den Mauern von Hogwarts Sitte und Anstand herrschen soll. Jeder andere Lehrer wäre bei dem Verhalten meiner Figur direkt rausgeschmissen wurden. Zumal Feelicitas genauso alt ist, wie die Mädchen im Abschlussjahr. Und ich dachte, das ich mittlerweile über solche Vorwürfe erhaben wäre. Wird jetzt nicht ein riesiges Getuschel entstehen? Du stellst mich hin, als ob ich nichts besseres als dieses Halbkind mit dem quietschbunten Kleidern abbekommen würde, oder noch schlimmer, das ich darauf stehen würde.
Feelicitas: Moment einmal, was heißt hier Kinderkleider? Zur Zeit trage ich die Sachen, die man mir geschenkt hat und ansonsten, habe ich die Kleider mir selber genäht und in der Muggelwelt ist der Schnitt und die Farbe gerade total modisch. Man nennt es Girlielook. Und es repräsentiert viel von meiner Einstellung. Und das wirst du bei unserer kleinen Affäre gemerkt haben. Vielleicht stehst du nicht auf mich, aber du hast es zweifellos genossen!
Ich: Feelicitas, benimm dich! Aber das darfst du deiner Verlobten ruhig glauben, Severus. Schlag mal in einem Lexikon nach, dann wirst du wissen was ich meine. Aber nein, natürlich könntest du jede andere Frau bekommen. Nur scheinbar willst du das nicht.
Severus: Wenn ich es mir überlege, scheint 'meine Verlobte' auch ziemlich ungebildet zu sein.
Feelicitas: Nur weil ich keinen staatl. Abschluss habe? Mein Pflegevater ist Oberschullehrer gewesen und ich war die meisten Zeit zuhause. Aus Langeweile und Frust Wissen in sich hereinzustopfen, wird dir doch nicht so ganz unbekannt sein. Außerdem ist Narzissa auch nicht besser. Vielleicht ist sie eine ausgebildete Zauberin, aber man könnte ihr auch 'légèreté' unterstellen. Schließlich hat sie den hübschen und reichen Lucius geheiratet und der ist gegenüber dir ein echter Mistkerl mit miesen Charakter.
Severus: Ich kann auch französisch, also kein Grund sich überlegen zu fühlen. Und ob sie so oberflächlich ist, kannst du noch am wenigsten beurteilen.
Ich: Hört auf gegeneinander zu arbeiten, was soll nur einmal eurer Kind von euch denken?
Fortsetzung folgt...
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