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Author of 10 Stories |
Prolog
„Monster“, riefen sie. Schläge prasselten auf ihren zerschundenen Körper hinab. Sie rührte sich nicht, sie wusste, wenn sie schrie würde sie, sie nur anstacheln ihr noch mehr weh zu tun. Stumme Tränen nässten die Augenbinde, die sie trug. Grob wurde sie auf die Füße gezerrt und auf einen Stuhl gestoßen.
Oh, mein Gott, dachte sie, mach, dass das aufhört. Doch wie immer blieben ihre Gebete unerhört. Schmerz, ein brennender scharfer Schmerz durchzuckte sie, als sie wieder anfingen sie zu quälen. Sie wusste nicht, was sie taten sie konnte nur diesen scharfen Schmerz spüren, mit dem sie, sie Tag für Tag aufs neue folterten. Sie wusste nicht, warum man das mit ihr tat. Seit ihrem siebten Lebensjahr machte sie diese Hölle durch. Wie alt sie nun war, wusste sie nicht, da sie noch nicht einmal wusste, wann es Tag und wann es Nacht war.
Sie schlief, wenn sie müde war. Sie kannte nur die ewige Dunkelheit, denn ständig musste sie diese Augenbinde tragen. Nur entfernt konnte sie sich an den klaren blauen Himmel erinnern.
Anfangs hatte sie ab und zu unter der Augenbinde hindurch gelugt, doch alles was sie sah, war ein grauer, leerer Raum, karg ausgestattet, mit einem Bett, einem Waschbecken und einer Toilette. Dies war ihr Zuhause. Ihr altes hatte sie vergessen. Sie hatte vieles vergessen, zum Schluss blieb eh nur noch dieser furchtbare Schmerz. Doch an diesem tag war es anders. Abrupt hörte der Schmerz auf, der sie schon stundenlang gequält hatte.
Protestierende Laute waren zu hören, doch sie hörte nur diese eine Stimme, die Stimme einer Frau. „Komm, ich bringe dich hier weg.“ Sie wusste nicht warum, aber sie vertraute ihr.
Blindlings steckte sie eine Hand aus, die Frau ergriff sie und zog sie mit sich. Sie stolperte hinter der Frau her. Plötzlich wurde es kalt um sie herum und die Luft war stechend. Sie wusste nicht, dass das was sie spürte, die Welt war, die sich fern von ihrem Gefängnis erstreckte.
Sie liefen noch eine Weile, dann blieb die Frau stehen und sagte „Ab hier kann ich dir nicht mehr weiterhelfen. Ab jetzt musst du sehen, wie du alleine zurecht kommst“ Ihre Schritte entfernten sich, dann war sie wieder allein.
Vorsichtig, hob sie die Augenbinde an. Grelles, fast weißes Licht blendete sie. Erschrocken, ließ sie den Stück Stoff wieder über ihre Augen fallen, taumelte ein paar Schritte zurück, stieß mit dem Rücken an eine Wand und rutschte an ihr herunter. Seufzend machte sie es sich auf dem Boden bequem und wartete.
Ich finde die Story noch ziemlich nichtssagend, aber das ändert sich hoffentlich noch.