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Dafür, das alle immer sagen, das diese Geschichte so schon nicht so schlecht ist, bekomme ich wirklich zu wenig Reviews um viel Kreativität zu entwickeln sie noch besser zu machen.
10. Heimliches DomizilFeelicitas Lefay und ihr Hüter Wurmschwanz hatten nichts davon bemerkt, das Severus Snape aufgetaucht war. Wurmschwanz hatte sich sofort mit ihr vom Riddlehaus entfernt und schien total froh zu sein endlich mal rauszukommen. Bis zum frühen Morgen, als die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume traten, lief das komische Paar ohne Unterlass. Während der Nacht, als der Schutz der Dunkelheit sie umhüllte, waren sie die meiste Zeit, Strassen und Wegen gefolgt, auf denen um diese Uhrzeit nur spärlicher Verkehr herrschte. In den vier Fällen, wo ihnen ein Auto oder sogar Menschen begegneten, zog Wurmschwanz sie hastig hinter einen Baum, einen Busch oder in einen Graben, wo sie geduckt verhaarten bis sie wieder alleine waren.
Feelicitas bezweifelte das dieses Verfahren sehr geeignet war um jegliche Aufmerksamkeit von sich abzulenken, denn zwei nicht gerade sehr dürre Menschen, die hinter einen Gebüsch hocken, das nicht mal einen Hasen verdeckt hätte, mussten doch unfreiwillig ins Auge fallen.
Aber sie sagte kein Wort zu Wurmschwanz und es war ihr ziemlich egal, wie bescheuert das aussah, wenn doch nur einmal Polizei auftauchen würde oder ein Krankenwagen, dann könnte sie umkippen und wäre dem völlig verdutzten Wurmschwanz entkommen. Doch es kam niemand. Die Morgendämmerung war schon fast gewichen, als er sie weg von der Straße in ein Wäldchen führte.
An einer schwer einzublickenden Stelle blieb Wurmschwanz plötzlich stehen. Feelicitas Augen waren auf die Umgebung gerichtet, sie hatte schon vor Stunden aufgegeben auf irgendwas anderes zu achten, als wenn es ihr beim weiterlaufen half. Sie trottete einfach stumm hinter ihm her und verlor sogar jegliches Zeitgefühl. Und so war sie fast in ihn hineingerannt und konnte dies nur knapp verhindern, indem sie einen Satz zur Seite machte und Wurmschwanz sie erschrocken anblickte. Dann ließ er sich stöhnend an einen Baumstamm heruntersinken und blickte ihr auffordernd zu. Sie machte aber keine Anstalten sich zu setzen und so packte er einen Zipfel ihres Umhangs und zog ruckartig dran so das sie mit einen lauten Plumps neben ihn aufkam. Nach dem sie sich von ihren Schock erholt hatte, rutschte sie ein wenig aus seiner Nähe, aber das gelang ihr nicht so gut, da er immer noch ihren Umhangzipfel in der Hand hielt.
Diese verfluchte Hand! Ihr fiel zum ersten Mal auf das wie silbrig-schneeweiß und künstlich sie aussah. Diese Hand war ein Problem wenn man sich gegen den kleinen Mann zur Wehr setzen wollte und Feelicitas rutschte noch ein Paar Zentimeter von ihm ab. Er beachtete ihre Anstrengungen nicht und nach einen kurzen Seitenblick in ihre Richtung ließ er aber doch den Umhang los.
„Wir bleiben erst mal hier!" klärte er sie auf. „Heute Abend werden wir wohl weitergehen können." Feelicitas hörte ihn kaum zu. Jegliches Erwähnen von Dingen, die mit Laufen zu tun hatten, schob sie erst mal weit von sich.
„Wir können uns glaube ich ein wenig Verspätung leisten, schließlich hast du einen verstauchten Knöchel." Er schaute dabei auf den dicken Fuß den sie gerade massierte und es war als würde darin eine Anschuldigung stecken. Feelicitas war sich schon im klaren darüber das es keinesfalls entschuldbar wäre, wenn sie ein wenig später kämen, als Voldemort verlangt hatte. Schließlich müsste sie es doch ausbaden, denn es war ihr Knöchel. Wurmschwanz war wirklich ein Schwein.
Einen Moment versuchte sie einen Grund zu suchen, der Voldemort dennoch dazu veranlasste, dafür seinen getreuen Diener zur Verantwortung zu ziehen, doch sie fand keinen. Sie blickte zu Wurmschwanz auf, als dieser laut aufseufzte: „Ich bezweifle mal, das du hier bleibst, wenn ich nur darum bitte, also müssen wir andere Maßnahmen anwenden."
Feelicitas warf ihn einen spöttischen Blick zu. „Wie weit soll ich denn mit diesen Fuß kommen?" fragte sie mit deutlicher Geringschätzung und deutete auf ihren massakrierten Knöchel.
„Wahrscheinlich weiter als du mir vormachen willst!" sagte Wurmschwanz: „Aber du bräuchtest dafür auf jeden Fall länger, als ich um dich wieder einzufangen." Er erhob sich ohne sie zu Fesseln und warf ihr nur noch mal einen mahnenden Blick zu, um sich sodann zu entfernen und in einiger Entfernung sich zu erleichtern.
Feelicitas sank gegen den Baum und schloss die Augen. Sie war müde, aber wenn sie einschlief, erwarteten sie nur Alpträume von einer stinkenden Kreatur die sich an sie schmiegte und so verschob sie den Gedanken noch ein wenig. Wurmschwanz kehrte zurück und breitete seinen Umhang aus, um sich darin einzuwickeln. Feelicitas sah ihn fragend an und war ziemlich erstaunt, das er keinen Annäherungsversuch machte. Er bemerkte ihren Blick und wandte sich um
„Du solltest jetzt auch schlafen" Dann legte er sich hin und bald hörte man sein gleichmäßiges Schnaufen, wovon sie froh war das es nicht gegen ihren Nacken ging.
Sie wickelte den Umhang um sich und schlief noch im Sitzen ein. An diesen Tag träumte sie, während sie im Schattigen Sonnenschein des Baumes lag, von einer Kapuzengestalt, die sie packte. Sie fror so sehr und es war als packten eisige Hände sie und umfassten ihren Hals, während ihr Körper erlahmte. Dann war da nur noch dieses grässliche Geräusch, das sie an einen gurgelnden Abfluss erinnerte...
Feelicitas fühlte, wie sie sich nicht mehr regen konnte. Es war so echt, als ob das alles gar kein Traum wäre. Aber sie wusste das es garantiert einer sein musste. Noch mal versuchte sie ihre Arme zu bewegen, doch es ging einfach nicht, irgendetwas hielt sie krampfhaft fest.
Sie wachte richtig auf und einen Moment war alles verschwommen und sie hörte immer noch das Geräusch, das wie ein Abflusswirbel klang in ihren Ohren und dröhnte. Doch dann stand die Welt wieder still und sie bemerkte das die Abenddämmerung eingesetzt hatte und es schien, das die Temperaturen sehr abgesunken waren. Sie fror, ein kalter Windhauch strich über ihren schweißnassen Körper, als sie ihren Kopf wendete und schon roch sie es, bevor sie sah was sie umklammert hielt. Wie hatte sie das nicht früher wahrnehmen können? Sie lag in Wurmschwanz Armen und versuchte sich jetzt noch mal entgültig zu befreien, doch sofort wurde sein Griff fester und er ließ sich einfach nicht lockern. Dafür musste diese verfluchte Hand schuld sein. Sie spürte wie er seinen Kopf an ihr Ohr legte und flüsterte.
„Pssccchhh. Sei still! Ich tue dir doch nichts." Feelicitas musste recht widerstrebend einsehen, das dies wenigstens für diesen Moment zutraf, doch ihr Ekelgefühl brachte sie dazu zu schreien: „Lass mich los! Lass mich sofort los, Wurmschwanz sonst schreie ich solange bis das ganze Dorf angerannt kommt!"
Doch Wurmschwanz ließ sich nicht einschüchtern. Sein Blick wurde spöttisch und er hob seinen Zauberstab gegen sie „Silencio!" Und es ward Ruhe. Und sie blieb auch stumm, soviel sie sich auch bemühte und so versuchte sie sich zu beruhigen und starrte Wurmschwanz trotzig an.
„Na also." sagte er leise „Ist doch viel besser so. Ich bin aufgewacht, da du gewimmert hast." Erklärte er und fuhr fort.
„Du hast dich richtig hin und her gewälzt" sagte er mit bedauernden Blick und es war, als ob er sie noch näher an sich heranzog.
„Du scheinst sehr schlecht zu träumen und so dachte ich mir das es besser ist, ich wecke dich auf. Doch du hast noch mehr um dich geschlagen und gewimmert." Er schaute sie jetzt wirklich besorgt an und Feelicitas wurde es unheimlich übel. Die Situation war ihr zu unpassend und ekelhaft als das sie sich schämen konnte für ihre Misere.
„Geht es dir jetzt etwas besser?" Sie nickte tapfer und er ließ sie los. Sie zog sich zurück und hockte sich wieder ganz nah unter den Baum und schaute ihn vorwurfsvoll an. „Du zitterst ja immer noch." hub er an und legte ihr ihren Umhang um die Schultern, der sich gelöst hatte, als sie weggekrochen war. Dennoch zog er wieder seinen Zauberstab und murmelte etwas und Feelicitas spürte, das sie wieder reden konnte, sie verspürte aber keinerlei Neigung dazu und erhob sich immer noch trotzig blickend um sich sodann wieder richtig anzukleiden. Wurmschwanz mied ihren Blick und wandte sich ab.
Kurze Zeit später zogen sie wieder los. Feelicitas Knöchel war noch mehr angeschwollen und so ging es Wurmschwanz viel zu langsam. Er hatte wohl doch beschlossen nicht zu trödeln.
„Ach verdammt noch mal, warum hat er den Knöchel nicht heilen können, er hat sich doch denken können, das man so nicht in drei Tagen das halbe Land durchqueren kann." Er sah sie bestätigungsheischend an und Feelicitas verdrehte die Augen: „Ganz einfach, Wurmschwanz. Er wollte dir wohl die Schande ersparen, das ich dir weglaufe und du ohne mich bei ihm ankommst. Also hat er die Umstände günstig genutzt. Sehr einfach und effektiv, wirklich! Du bist ihm doch sicher dankbar dafür! Was bekommst du bloß dafür das du hinter ihm her rennst?" Wurmschwanz funkelte sie wütend an: „Genug." rief er: „Jeder, der seiner Lordschaft treu ergeben ist und seinen Anforderungen Folge leistet, erhält mehr als reichlich Lohn!" Er hörte sich nicht gerade sehr überzeugend an und Feelicitas erwiderte „Wenn du das glaubst... Im Moment sieht es aber eher nach dem Gegenteil aus..."
Er sprang auf und Feelicitas dachte schon, das er sie schlagen wolle, aber er lief nur auf die Straße und schaute an ihr entlang. Das tat er den Rest der Nacht und Feelicitas machte sich nicht die Mühe ihn anzusprechen und kümmerte sich lieber um ihren Knöchel. Am Morgen war er endlich so verzweifelt, das er einen Muggelbus anhielt, indem er sich winkend auf die Strasse stellte. Der Busfahrer hielt wirklich an und als er Feelicitas Fuß sah, vergaß er alle Vorbehalte gegen diese komischen Hippies und erlaubte ihnen mitzufahren. Feelicitas machte das Spaß. Jetzt würden sie wirklich auffallen. Der Bußfahrer würde sie nicht so schnell vergessen. Auch wenn sie ihn nicht auf sich aufmerksam machen konnte, ohne von Wurmschwanz erwürgt zu werden, so konnte es doch sein, das irgendwer sie auf einen Vermisstenfoto wiedererkannte. Doch scheinbar hatte sie sich ein wenig zu viel erhofft und von den überall herumhängenden Plakaten war keine Spur zu sehen. Feelicitas war schwer getroffen, niemand schien sich um sie zu kümmern.
Sie setzten sich in die letzte Reihe und schliefen kurz darauf beide ein. Es war nicht sehr lange, denn Wurmschwanz boxte in ihre Rippen und sie fuhr auf. Er hielt ihr eine Hand auf den Mund, bevor sie was sagte und zeigte ihr, sie solle aufstehen und zum Fahrer durchgehen. Sie tat es, wenn auch widerstrebend. Außer ihnen saßen noch drei Gestalten im Bus und Wurmschwanz wurde deutlich blasser, als er die ältere Dame erblickte die ihn und Feelicitas deutlich interessiert musterte. Feelicitas schaute zurück, erkannte aber erst, als der Fahrer nach Wurmschwanz Aufforderung und der Ausrede seiner Frau sei schlecht, die Türe öffnete, das diese exzentrische Frau womöglich eine Hexe sein konnte.
Doch bevor sie irgendetwas planen konnte schob Wurmschwanz sie aus den Bus und sie konnte nur noch verfolgen, das der Busfahrer ihnen einen zweifelnden Blick hinterher warf und sich aber freute kein Erbrochenes in seinen Bus zu haben. Er schloss die Tür und fuhr weg, ohne sie weiter zu beachten. Nach dem Verschwinden zog Wurmschwanz sie wieder am Ärmel und zog sie vom Weg hinein ins Unterholz.
Sie gingen ein Stück wortlos nebeneinander her. Feelicitas merkte, das ihr Knöchel längst nicht mehr so weh tat, wie noch vor ein paar Stunden. Nach einer Weile warnte Wurmschwanz sie
„Wir kommen bald ins Moor. Du darfst nicht stehen bleiben, hörst du? Auf keinen Fall und außerdem lässt du mich führen." Sie sah ihn ein wenig verdutzt an. „Warum ?" Dachte sie bei sich „Ich mache doch den ganzen Tag nichts anderes als hinter ihn herzudackeln." Er erkannte ihre Verwirrtheit und erklärte. „Hier gibt es eine Menge magische und hinterlistige Kreaturen, die einen in die Irre führen wollen. Immer hinter sich her, bis du verloren bist." Erklärte Wurmschwanz eifrig und Feelicitas konnte einige Angst in seiner Stimme hören, er fiepte sogar ein wenig.
Tatsächlich wich der leblose Wald einer sumpfigen Fläche, die ihnen bei jedem Schritt es schwerer machten weiter durchzuwaten. Und die Sicht wurde auch nicht besser. Im Gegenteil sogar, denn zu dem dichten Nebel der aufloderte, kam ein schwefelartiger oder auch verwesender Geruch hinzu.
„Bleib bloß in meiner Nähe." mahnte sie Wurmschwanz. Plötzlich saß nicht unweit von ihnen ein kleines Wesen auf einen Stein, der aus dem Wasser ragte. Als es ihrer Ansichtig wurde, erschrak es ein wenig und Feelicitas bemerkte, wie es eine alte Petroleumlampe hastig hinter seinen dünnen Rücken versuchte zu verstecken. Es versuchte ihnen wohl die Richtung zu weisen, denn als es sich beruhigt hatte fuchtelte es mit der freien Hand heftigst in der Luft herum. Es kam näher und wollte neben ihnen hergehen. Wurmschwanz duldete das aber nicht und verjagte es mit einem Zauber. Ihnen begegnete auch kein anderes, noch so kleines Lebewesen mehr, das die blubbernde Landschaft auch nur im Geringsten interessanter machen konnte. Mal steckten sie beide bis zu den Knien im Moor, mal wurde der Boden wieder fester.
Gegen Nachmittag erreichten sie eine Anhöhe und nun machte ihnen zusätzlich die Steigung das Gehen beschwerlich. Eine ganze Weile, war es schon fest unter ihren Füssen und in der Abenddämmerung schien sich langsam aber sicher, der Nebel zu lichten. Doch bevor sie Wurmsschwanz fragen konnte, wann sie endlich hier herauskämen, blieb er vor einem gewaltigen Moorgebiet stehen. Er holte pfeifend Luft und seufzte „Das wird schwer werden. Wir müssen hier rüber, bevor es dunkel ist" und er sah sie warnend an. „Du hältst dich gut an mir fest, nicht loslassen, auf gar keinen Fall" Sie gingen weiter und wateten bald bis zu den Oberschenkeln im Morast. Sie steckte oftmals fest und musste von Wurmschwanz befreit werden. Die Dunkelheit umschloss sie, während sie Minute für Minute den Kampf um die Zeit immer mehr verloren. Wie es schien hatte es eine Ewigkeit gedauert, bis sie langsam merkte, wie der Grund unter ihren Füssen fester wurde. Erleichtert stapften sie weiter und erreichten bald abermals Wald.
Doch kaum einen Stunde später standen sie vor einen neuen Hindernis. Einem so gewaltigen, das Wurmschwanz für einen Moment entnervt aufstampfte und weinen laut des Überdrusses von sich gab Vor ihnen lag nämlich ein breiter Fluss, der offenbar sehr tief an einigen Stellen zu sein schien. Sie wanderten einen Weile an seinem Ufer entlang und erreichten so schließlich glücklicherweise eine seichtere Stelle, an der Steine vom Grund zu sehen waren und an der sie überqueren konnten. Leider hatte Feelicitas Pech und rutschte in das kalte Wasser, so das Wurmschwanz und sie abtrieben und klitschnass waren, als sie das andere Ufer erreichten.
Wurmschwanz sah in der Schwärze der Nacht bleich wie eine Leiche aus. „Ich dachte schon du würdest ertrinken." sagte er atemlos, da sie ihn fraglos anstarrte. Er schnaubte Wasser aus der Nase. Sie selber hatte gar nicht bemerkt, wie gefährlich die reizende Strömung war, die sie sogleich als sie ausgerutscht war, ergriffen hatte. Doch Wurmschwanz hatte sie noch am Arm packen können.
Zum ersten mal war sie froh, das er diese Hand besaß. Sie war reines Gold wert. Beide zitterten in der eisigen Nacht und gingen schlotternd Hand in Hand um sich zu vergewissern, das der andere noch da war. Doch nicht lange später stoppte Wurmschwanz und sagte „Wir sind da. Hier in der Nähe muss es sein"
Er wandte sich zu ihr um. „Komm her." sagte er leise. „Wir haben noch Zeit."
Sie kuschelten sich aus reiner Notwendigweit eng umschlungen zusammen und schliefen zitternd ein.
Am Morgen wachte sie auf, weil etwas in ihrer Rippe stupste. Sie richtete sich auf, Wurmschwanz schlief noch, das hieß..
Sie drehte sich um. Vor ihr stand Voldemort und sein Gesicht zeigte Zufriedenheit und gehässige Freude, über ihren nassen zusammengedrängten Anblick
„ Einen schönen Morgen wünsche ich." sagte er kalt und trügerisch sanft. Er nickte in Wurmschwanz Richtung und sprach schon deutlich gereizter zu ihr:
„Was ist? Willst du Wurmschwanz nicht aufwecken.?" Sie tat es und stupste ihn hektisch an. Er hatte immer noch nichts von der Ankunft Voldemorts mitbekommen. Und er erhob sich sogleich hastig, während sie gelassen sitzen blieb und Blicke von einen zum Anderen gleiten ließ
„Meister, ich habe euch so schnell noch gar nicht erwartet." Er klang sehr nervös.
„Schweig Wurmschwanz!" fuhr Voldemort ihn an und wanderte um sein Gefolge herum und musterte sie mit unleserlicher Miene: „Dich hätte man im Schlaf ermorden können. Nicht alle Menschen sind so friedliebend wie unsere kleine Muggel, nicht wahr?"
Er drehte sich mit einem Schnauben um: „Kommt mit." sagte er leise und Feelicitas erhob sich schnell um ihnen zu folgen. Sie gingen eine Viertelstunde und standen plötzlich vor einer efeuberankten Felsenformation. Er suchte eine Zeitlang die Wand ab und wandte sich wieder ihnen zu
„Endlich habe ich wieder die Möglichkeit mich hierhin zurückzuziehen." Er spreizte seine Finger und nach kurzen Anblick legte er sie auf einen Stein und murmelte etwas. Erst geschah gar nichts, doch dann ertönte ein Rumoren tief aus dem Felsen und er öffnete sich vor ihren Augen und es entstand ein Eingang.
Feelicitas war doch überraschter als sie angenommen hatte, als sie erkennen musste, wie brillant seine Idee doch gewesen war, sich hier in der Einöde dieses Versteck anzuschaffen. Hier im Moor würde sie keiner finden. Nur Voldemort kannte den genauen Standpunkt seines Versteckes und jeder Fluchtversuch war zwecklos, da sie ihre Geschichte dann nicht mehr erzählen konnte. Alleine würde sie nicht wieder durch das Moor zurückfinden.
Im Inneren des Felsens war eine Höhle. Voldemort stand in der Mitte seiner Wohnung und sah sich im Kreis um. Sie war ihm langsam und vorsichtig gefolgt während Wurmschwanz immer noch haderte, doch dann hastig hinter ihr herschlich Sie sah um sich und bemerkte, dass das Mobiliar so aussah wie sie sich immer eine Zauberhöhle vorgestellt hatte. Es gab einen mittelgroßen Kessel, jede menge Bücher und in einer Ecke sogar einen offenen Kamin im Gestein. Doch alles war grau vor Staub. Sie hörte wie Voldemort Wurmschwanz ansprach und wandte ihren Blick von der Einrichtung ab und hörte zu.
„Wie du siehst Wurmschwanz, hast du gerade eines meiner größten Geheimnisse kennen gelernt. Dir ist meine alte Residenz ja bekannt gewesen, aber bevor sich meine Gestalt änderte, habe ich mich hier oft aufgehalten. Nun... leider konnte ich in den letzten Jahren nicht hierhin zurückkehren, da zum Öffnen meine Hand notwendig ist. Ich bin mir sicher, du wirst dir der Ehre bewusste sein, die ich dir verliehen habe und dieses Geheimnis verwahren, nicht wahr? Zuviel reden bringt dich nur ins Unglück, du willst doch nicht dasselbe Schicksal erleiden, wie Barty Crouch." Wurmschwanz starrte seinen Herrn verwirrt an. Feelicitas selber wusste nicht so ganz, was das sollte. Ahnte aber schreckliches, was das Fernbleiben des Todessers erklären würde.
„Ach, ich vergaß zu erwähnen, er sitzt gerade in Askaban und hat seine Seele verloren." Äußerte Voldemort ungerührt, doch scheinbar ärgerte er sich ein wenig über diese Verfehlung seines liebsten Anhängers. Na ja, vielleicht hatte er ja schon einen neuen.
Wurmschwanz sank vor Voldemort mit einem kleinen das Bild störenden Ächzen auf die Knie und stammelte: „Ich danke euch, ihr seid zu gütig Meister. Ich werde alles tun um euch zufrieden zu stellen." Er störte sich überhaupt nicht an den schlechten Nachrichten.
„Ab sofort solltest du mich auch nicht mehr enttäuschen, dein Leben hängt davon ab, ob du nicht ganz so wertlos bist, wie es im Moment ausschaut, sondern noch so nützlich werden kannst, wie du noch vor kurzen gezeigt hast, werde ich sehen müssen. Dann zögerte er einen Moment, den Wurmschwanz nutzte um ihn rasch den Umhang zu küssen.
Wahrscheinlich war ihm dieses Schweigen unheilverkündend vorgekommen. Er stammelte hastig „Ich werde eurer Lordschaft zutiefst treu und ergeben sein." Voldemort blickte kurz auf ihn zu seinen Füssen, dann schaute er in ihre Richtung und sein Blick verharrte dort. Sie hatte bisher unbeachtet neben dem Bett gestanden und beiläufig die Staubmäuse in der Decke begutachtet. Feelicitas dachte schon, er wollte was von ihr, aber er schaute sie nur von oben bis unten an und sah recht belustigt aus, wahrscheinlich, weil sie immer noch ziemlich nass war und der Teppich vor dem Beet sich dunkel färbte. Dann aber sprach der zu Wurmschwanz.
„Du kannst direkt deine ergebenden Dienste beweisen und hier saubermachen. Bis heute Abend, will ich hier kein Staubkorn mehr sehen und wenn doch, dann werde ich mir noch einmal überlegen ob du nicht ersetzbar bist." Wurmschwanz nickte beflissen und sein Herr begann im Raum herumzuwandeln und beiläufig mit den Fingern einigen Staub aufzuwischen. „Wir werden ein paar Tage hier bleiben. Morgen werde ich entscheiden, welche meiner Sachen ihr zusammenpacken werdet. Jetzt, wo ich wieder auf der Höhe meiner Kräfte bin, sollte ich mein Werk vollenden und mich auch um die Dinge hinter Potter kümmern." Damit machte er sich ohne weitere Erklärung von Wurmschwanz los und verschwand nach draußen.
Nagini blieb wo sie war, vielmehr schaute auch sie ihm kurz hinterher und wandte sich dann Richtung Bett. Aus der Ferne ertönte ein Ploppen.
„Er scheint weg appariert zu sein" sagte Wurmschwanz leise. Feelicitas schaute ihn fragend an. Was war bloß Apparieren schon wieder? Doch dieser Frage konnte sie keine große Beachtung schenken, da sie eiligst sich von der leise zischende Nagini entfernte, bevor diese ihr noch um die Beine schlängelte. Sie kletterte seelenruhig am Bett hoch und kroch zusammen.
Wurmschwanz unterbrach ihre Überlegungen und machte sich mit einem erneuten Ächzen daran aufzustehen und dann die Lage der Räumlichkeit zu begutachten. Bisher hatte er nur Augen für seinen Meister gehabt. Er wandte sich entschlossen Richtung Bücherregal und zückte seinen Zauberstab. Doch bevor er zur Tat schritt, verhaarte er leicht unentschlossen und drehte seinen Kopf zu ihr.
„Ähm... zieh dich um und dann hilf mir!" Sie zögerte und er bemerkte beiläufig, den Blick fest auf das Regal gerichtet. „Du kannst dich ruhig umziehen, ich bin hiermit vollauf beschäftigt."
„Das sehe ich. Sag mal, wie soll ich ohne Feuerzeug den Kamin anbekommen?"
„Was?"
„Ja du hast richtig gehört. Starr nicht so dumm das Regal an, als wüsstest du nicht, was zu tun ist. Wenn du keinen Putzzauber oder so kannst, mach doch wenigstens mal Feuer an, denn zumindest mir ist kalt."
Als ob er nur nach der Ablenkung gesucht hätte, stützte er sich auf den Kamin und wenige Minuten später war es behaglich warm in der Höhle und Feelicitas zog sich unter einer Decke, die sie vorher auf den Teppich ausschüttelte um. Danach leistete sie Wurmschwanz vor dem Regal Gesellschaft, dieser sah sehr angespannt aus.
„Kannst du etwas sauberzaubern?" fragte sie behutsam.. Schließlich war es auch in ihrem Sinne das auf so engen Raum keine Missverständnisse stattfanden.
„Es sind alte Bücher und so wie es aussieht Dokumente." Stellte sie mit einem Seitenblick fest, als er ihr keine Antwort gab. „Sehr alte und kostbare Bücher. Vielleicht sollte man sie mit der Hand abstauben, bevor sie noch beschädigt werden. Schließlich könnte es sich dabei um die Dinge handeln, weswegen wir herkamen, oder?" Es war wohl ein Rettungsanker für ihn. „ Das machst du dann." sagte er mit verräterischer Hast. „Aber wehe, wenn du es kaputtmachst. Ich sorge dann schon dafür, das du deinen Teil erhältst."
Feelicitas staubte vorsichtig ab und Wurmschwanz schaffte mit Müh und Not einen alten Eimer mit Wasser von Fluss zu füllen und mit einer Bürste den Boden zu scheuern. Gegen Abend, nachdem sie so ziemlich alle Decken ausgeschüttelt hatten, wagte sich Feelicitas an Nagini. Sie zog ihr rasch die Decke untern Körper hervor und machte sich Wurmschwanz im Gefolge hastig davon. Nagini würde viel zu erzählen haben, was zwar unvermeidlich war, aber auch nachteilig sein könnte. Nachdem sie fertig waren, hieß Wurmschwanz sie an, sich nicht zu rühren und ging auf Nahrungssuche weg. Nun war Feelicitas im Angesicht Naginis, doch wenn sie gedacht hatte, diese wäre noch immer aggressiv hatte sie sich zum Glück geirrt. Sie schlief schon wieder tief wie es schien.
Trotzdem schlich Feelicitas still in eine warme Ecke neben dem Kamin und verhaarte dort schlummernd, bis sie ein Geräusch hörte, das sie nicht einordnen konnte.
Sie waren gerade noch fertig geworden als Voldemort wiederkam. Feelicitas, die gerade von den Büchern im Regal träumte und diese katalogisierte, schreckte aus einem inneren Impuls auf und schaute sich verschlafen um. Sie sah wie Voldemort scheinbar erstaunt auf das Ergebnis der Putzaktion stehen blieb und zischend die Luft einzog. Sogleich schlängelte Nagini zu seinen Füssen und zischelte, als ob ein Unglück geschehen wäre. Er hörte ihr zu und trat dann erst richtig ein. Feelicitas ahnte was nun kommen würde. Wurmschwanz war nicht wieder da, also würde sie sein Opfer sein.
„Wo ist Wurmschwanz?" fragte er sie, während er langsam immer noch den Raum durchforschte und das ein oder andere Stück von den Regalen nahm und betrachtete, bevor er es wieder zurückstellte. Er wandte sich fragend zu ihr.
„Er wollte nur mal kurz nach draußen und etwas zum Essen suchen, das ist aber schon lange her." Er starrte sie unergründlich an und mit seinem Blick auf den Kamin sagte er leise „Wie ich sehe, hat Wurmschwanz dir nur ein wenig Hilfe geben können. Es sieht nicht so aus, als hätte hier jemand Magie angewandt, nicht wahr?" Feelicitas nickte stumm und schaute ihn misstrauisch an. „Ich bin zufrieden, allerdings kamen mir von Nagini Klagen zu hören. Sie sagte, das ein bestimmter Jemand, sie aus ihrem tiefen Schlaf geworfen hat und dieser Jemand zu bestrafen sei."
„Das war Wurmschwanz Vorschlag." sagte Feelicitas leise trotzig, doch er hatte sie verstanden.
„So, so... du kannst natürlich rein gar nichts dafür, nicht wahr?"
„Genau." erklang es trotzig.
„Ich werde mich also an Wurmschwanz wenden müssen, wenn dieser den Weg zurück findet." Nagini, die wohl nicht begeistert war , Feelicitas nun doch nicht verspeisen zu dürfen, zischelte eifrig und hatte dabei einen gereizten Unterton. Feelicitas zischte in ihre Richtung: „Man hat dir wohl noch nie gesagt, das Haustiere nicht ins Bett gehören." Wenn Voldemort das gehört hätte, wäre seine Reaktion wohl anders ausgefallen. Stattdessen antwortete er Nagini mit einem kurzen Zischeln und ging dann zu dem Regal und zog nach kurzer Suche ein Dokument heraus und ging zu seinen Sessel vor dem Kamin.
Nagini sperrte hinter ihren Rückenden Rachen drohend auf, so das Feelicitas ihre gewaltigen Giftzähne sah und unbehaglich zurückwich. Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen Nagini zu verärgern. Sie merkte nicht, das Wurmschwanz am Eingang erschien und stockend stehen blieb, als er sah wer vor ihm eingetroffen war. Erst als Voldemort ihn ansprach schreckte sie auf.
„Wurmschwanz!" Dieser näherte sie vorsichtig „Ja Herr?"
„Komm sofort her!" Dieser zögerte immer noch „Komm ruhig her, dein Sträuben macht es nicht besser!" Wurmschwanz schlich zum Sessel und warf ihr einen fragenden Blick zu. Sie zuckte mit den Schultern und wandte sich ab. „Wo warst du?" fragte sein Herr gereizt. Feelicitas war sich sehr sicher, das er gereizt war.
„Ich... ich habe etwas zum Essen gesucht."
„Und dann lässt du sie einfach hier alleine? Wie oft muss man dich darauf hinweisen ihr gegenüber alle Vorsicht walten zu lassen? Sie mag zwar nur ein armseliges Muggelmädchen sein, aber weglaufen kann sie sehr gut."
„Ja Meister, ich werde ihr keine Möglichkeit mehr geben zu türmen."
„Das will ich dir gerne glauben. Aber nun etwas anderes, ich hörte von Nagini Klagen, über deine Art sie zu behandeln. Wie willst du ihre Gunst erhalten, um an Gift heranzukommen, wenn du ihr Vertrauen brichst?" Er wollte keine Antwort, das war klar. Wurmschwanz hatte auch keine parat.
„Ich... ich weiß es nicht Herr."
Daraufhin hielt sich Feelicitas einfach die Ohren zu. Es tat ihr nicht gut, wenn sie das mitbekommen sollte, was nun geschah. Sie legte sich hin und irgendwann herrschte wieder Stille, nur Wurmschwanz keuchte, Nagini zischelte und ihr selbst liefen einige Tränen das Gesicht herab.
Später kroch er in ihre Ecke, blieb aber nach einem schmerzhaften Ellebogenstoß in Entfernung. Nagini kroch auf das Bett und thronte wieder befriedigt über ihren Platz und schaute auf die beiden zusammengekauert Schlafenden. Haustiere, dachte sie verächtlich, Haustiere schlafen auf den Boden, da hatte das Menschenkind wahrlich recht gehabt. Sie zischelte zufrieden und kuschelte sich zum Schlaf zusammen.
In den folgenden Tagen packten sie die Gerätschaften und Bücher, die er in der Ära seiner letzten Herrschaft dort hinterlassen musste zusammen und machten sich mit Apparieren zurück zum Riddlehaus. Kurz vor dem verlassen des Moores, verschloss Voldemort den Eingang und beschwor eine Erschütterung herbei, die das Innere der Höhle wohl schwer schädigte und den Eingang unkenntlich machte.
Hierher würde er wohl nie wieder zurückkommen.
Fortsetzung folgt...
Bevor mich jemand erschlägt. Nein, das ist keine Geschichte in der alle plötzlich Parsel können. Schlangen haben aber auch keine Ohren, deswegen ist mir das ganz egal, ob Nagini Feelicitas Gedanken gelesen hat oder nicht. Falls sie wirklich ein Horxrux ist, dann wird sie das wohl auch noch können.
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