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Die Nachtdämmerung war bereits wieder eingetreten, als Feelicitas aus ihren tiefen Erschöpfungsschlaf erwachte. Im ersten Moment war sie verwundert über ihre Lage, doch dann fiel ihr wieder ein, wie sie hier ans Ufer gekommen war. Es war ein Wunder, das ihre Flucht glücken ließ, doch wie hätte sie den Zauberstab benutzen können, wenn sie die Gabe der Magie nicht besaß?
Feelicitas konnte sich keine Erklärung geben und so rappelte sie sich mühsam auf. Ihre Kleider waren noch klamm vom Wasser und ein eisiger Hauch zog durch ihren Umhang und dessen Risse. Als sie über das dunkle Meer zurückblickte erschrak sie, bevor sie das dunkle Mal wiedererkannte, das immer noch giftig grün über den Mauern von Askaban lag. Vermutlich würde unterdessen, in der Zeit in der sie hier gelegen hatte, einiges dort geschehen sein. Irgendeiner musste doch die Leichen, die unter dem Mal vereint waren, entdeckt haben.
Askaban schien ihr so nahe, als ob sie Geräusche von dort vernehmen könnte und doch konnte es nur der Wind sein, der über das Wasser fegte. Wenn sie noch dort wäre, hätte sie bestimmt jetzt jemanden, den sie um Hilfe bitten könnte. Doch Feelicitas Erinnerung an den wilden Kampf gegen das ertrinken, waren noch zu frisch, als das sie sich getraut hätte zurückzuschwimmen. Warum nur hatte sie hier niemand entdeckt, schließlich hätte sie hier am Ufer doch auffallen müssen? Doch all die vielen Fragen, die sie aufwarf und die tief aus ihren verstörten Inneren klangen, brachten sie nicht weiter und schon gar nicht von hier fort. Ihr war klar, das sie hier schleunigst wegkommen musste, denn hier war sie nicht sicher. Weder vor Voldemort, noch vor anderen Gefahren. Eine plötzlich tiefe Unruhe ergriff Besitz von ihr und ließ Angst in ihr aufsteigen.
Es wurde Nacht. Ein tiefer Wald voller unbekannter gefahren lag vor ihr und ein Reich des Schreckens hinter ihr.
Ihr war schwindlig von den Wellen und ihre linke Hand tat weh. Wahrscheinlich hatte sie es sich wohl verstaucht. Vielleicht, als sie Nagini abwehrte, doch dann stutzte Feelicitas. Das Handgelenk. Warum nur hatte sie nicht direkt daran gedacht? Ihre Narbe tat weh. Ihre Erinnerung zog zu dem Tag vor gar nicht so langer Zeit zurück, als sie das letzte Mal dieses komische Pochen gespürt hatte.
War es ein Zeichen, oder nur ein Produkt ihrer überreizten Nerven? Verwirrt konnte Feelicitas keinen weiteren klaren Gedanken fassen. Die Erlebnisse, die ihr heute geschehen waren, übertrafen bei weiten ihr angespanntes Nervengerüst. Langsam und frierend, teils aus Kälte doch vielmehr aus einen inneren Antrieb der Angst heraus, ging sie in den Wald und war bald nicht mehr zu sehen.
Feelicitas bewegte sich nicht gerade auf einen gutbefestigten Weg, doch war der Wald nicht so schwer zu begehen, wie sie angenommen hatte. Der nächtliche Wald, durch dessen nicht allzu dichte Baumkronen man den immer deutlicher werdenden Sternenhimmel sehen konnte, lag still und friedlich da. Auch hörte man außer dem Gezwitscher nächtlicher Vögel keinerlei Laute, die auf größere Geschöpfe hinwiesen. Feelicitas fand langsam in sich zurück und der Schreck der sie ergriffen hatte, als Wurmschwanz durch ihre Macht vor Schock bewusstlos wurde, ließ langsam nach.
Vielleicht hatte sie geträumt und alles war nur ein großer Irrtum Sie hätte gerne versucht einen Lichtstrahl am Zauberstab hervorzurufen. Doch aus Angst davor das dann irgendwas oder irgendjemand sie aufspüren würde, hinderte sie sich daran es zu tun. Vielleicht wurde es ja auch gar nicht funktionieren, dachte sie gerade als sie überrascht stehen blieb. Da war ein Licht, das sehr weit entfernt durch die Bäume auf sie zu schien, doch bevor sie genau den Ursprung deuten konnte, war es auch schon wieder verschwunden. War sie in der Nähe einer Siedung oder auch nur eines Hauses, oder irgendetwas, das sie der Zivilisation näherbrachte und sie endlich aus diesen Alptraum befreite?
Feelicitas spürte wie ihr Verlangen danach, bei diesen Gedanken wuchs und fiel in eine Art Halbschlaf, träumte von dem Leben, das sie nun erwartete und spürte einen Hauch von Erinnerung aus früheren Zeiten, als kleine Mädchen sich nach guten Zureden ein Herz nahmen und alleine in die Ferien fuhren. Wo die Welt noch gut war und das Leben schön. Dadurch merkte sie nicht die Gefahr, die sich näherte. hörte lange nicht das Rascheln leiser Schritte auf dem ersten Laub und ignorierte das Schmerzen einer möglichen Warnung.
Ein Knacken, als ob ein Baum einen Ast fallen ließ, machte sie schließlich doch stutzig. Da war wirklich irgendetwas, oder eher jemand. Sie war nicht alleine. Sie blieb stehen und horchte auf ein neues Geräusch. Erinnerte sich an den Stab in ihrer Tasche und nahm ihn in die Hand. Wenn es doch nur ein Tier wäre. Doch irgendetwas sagte ihr, das es kein Tier war. Es war das, was sie seit dem Aufsteigen des dunklen Mals schon befürchtete. Diesmal würde es keine neue Chance geben, wenn sie unterlag. Schon sah sie zwei Gestalten durch die Bäume treten und eine Stimme rief „Expelliarmus!" Ehe sie wusste wie ihr geschah, entriss eine unsichtbare Macht ihr wie von Zauberhand den Stab und sie spürte wie sie nach hinten gestoßen wurde und gegen einen Baum prallte. Schmerzhaft schlug sie auf und blieb zusammengesunken sitzen, während sich mit siegreichen Schritten, die zwei Fremden gestalten näherten.
Als die Schritte erstorben waren, nahm sie wahr, das jemand in ihrer Nähe stand und zwang sich hoch zuschauen. Sie erkannte ihn trotz der Dunkelheit sofort, als Wurmschwanz ihr die Hand entgegenstreckte, während sein Blick still auf ihrer kleinen, zusammengekauerten Gestalt lag. Sie nahm sie an und er half ihr hoch. Ihre Beine waren etwas wackelig, doch das war jetzt alles nicht mehr wichtig. Genauso, das es nie eine Rolle spielen würde, das die Ereignisse die zwischen ihnen beiden vor ein paar Stunden geschehen waren, etwas an ihrer Beziehung geändert hatten. Doch Feelicitas war weit von diesen Dingen entfernt und traurig blickte sie an Wurmschwanz und Avery, der sich nun auch näherte, den sie aber kaum beachtete, vorbei in diese von Sternen beschienene Nacht.
Wurmschwanz fing an ihren verrutschten Umhang zurechtzuziehen und hielt kurz inne. Dann reichte Avery ihm seinen Zauberstab und dann er nicht weiter, sondern steckte ihn weg. Er versuchte ihren Blick zu fangen, doch sie war so abwesend, das sie nicht darauf reagierte. Resignierend gab er sein Unterfangen auf und wandte sich an Avery, dessen Miene Erleichterung zeigte aufgrund ihres Fanges.
„Nimmst du sie mit?" Avery reagierte sofort und packte bereits ihren Arm, doch bevor Wurmschwanz weg apparieren konnte, fragte er in die eingetretene Stille
„Was soll das eigentlich? Was ist passiert?" Doch Wurmschwanz schnitt ihn hektisch das Wort ab und sagte. „Das geht dich gar nichts an." Es hörte sich nicht sehr überzeugend an. „Na schön, aber was passiert denn jetzt? Du musst das doch wissen." Wurmschwanz wandte sich erneut um. „Das wirst du noch früh genug sehen, Avery."
Dabei schwang etwas so bestimmtes in seiner Stimme mit, das Avery nichts mehr sagte und ihren Arm fester packte und etwas murmelte, bevor Feelicitas Gefühle durch das Wirbeln im bunten Nebel und dem heftigen Schwindel noch einmal aufblühten. Doch bald kam die Ernüchterung in Folge eines harten Aufpralls, bei dem sie mit ihren Hüftknochen hart auf eine Baumwurzel stieß. Als sich der Nebel rund zum ihren kopf gelichtete hatte, sah sie das Licht von nahem Feuer und hörte laute ausgelassene Stimmen.
Es erinnerte sie an das tosende Triumphgeschrei als die Gefangenen befreit worden waren. Urplötzlich merkte Feelicitas den eisigen Hauch in ihrer Seele einziehen. Es schien ihr ein wohlbekanntes Gefühl, hatte sie es doch erst heute morgen, das erste mal in ihren Leben vernommen. Schon sah sie einen Dementor zwischen den Bäumen auf sie zukommen und Wurmschwanz, der ihr zugewandt aufkam entging der Dementor komischerweise auch nicht. Er fuhr herum und man konnte das Weiße seiner Augen deutlich sehen. Averys Stimme hallte laut. „Verschwinde! Hau ab!" Er richtete seinen Zauberstab auf ihn. Er verschwand sogleich wie er gekommen war. Avery half ihr auf, indem er sie unter dem Arm packte und ging dann an Wurmschwanz vorbei auf die Lichtung zu. Wurmschwanz nahm ihre Hand und es schien, als ob er sie drückte. Dann zerrte er sie hinter sich her, dem Feuer entgegen.
Kurz bevor Wurmschwanz in den Lichtkreis der Lichtung eintrat blieb er stehen und bedeutete ihr vorzugehen. Als sie über die Lichtung schritten, schienen nicht viele Todesser sie zu bemerken. Feelicitas sah nun auch unter den ausgelassenen, gelösten Gestalten, das Gesichter darunter waren, die am Morgen nicht dabei waren. Doch die Leestranges sah sie nicht. Doch es gab auch welche, denen entging die Prozession am Rande der Lichtung nicht und so folgten ihnen bald mehrere Todesser. Besonders fiel dabei ein Mann auf, mit kalten grausamen Augen und langen hellblonden Haar und sie erkannte auch Snape, der sich von einer Gruppe recht aufgeheiterter Zauberer löste. Er selber schien noch bei klaren Verstand zu sein und blickte an Wurmschwanz vorbei zu ihr. Wieder hatte er diesen Ausdruck in den Augen, der von Unnahbarkeit zeugte und kalt und verbittert wirkte, als ekelte ihm alles an was er hier sah. Dieser teilnahmslose Blick, den er auch auf sie legte tat ihr weh und verursachte ihr stechenden Schmerz.
Doch war ihr als sei dieser Mann ihr schon seit ewigen Zeiten bekannt. Sie blieben stehen und sie sah wie Voldemort auf sie zukam.
„Ah mein Ehrengast ist eingetroffen. Welch eine Überraschung. Sie hat sich zu uns zurückbegeben. Doch ich versichere dir, du kommst noch rechtzeitig zum Höhepunkt der Stimmung." Er lachte kalt und grausam. Doch Feelicitas reagierte nicht auf sein höhnisches Lachen, seine eisige Stimme oder seinen bösen bedrohlichen Blick. Er würde ihr nicht mehr viel tun können. Er wandte sich ab und rief seine Todesser um sich zusammen. Er sprach mit ihnen, doch sie verstand keines seiner Worte. Sie merkte kaum wie sie zusammenkamen. Hörte nur wie durch eine dicke Watteschicht, wie sie bei ihren Anblick lachten.
Spürte kaum wie sie einen Kreis bildeten. Um sie herum standen. Blieb einfach stehen und schaute in den schwarzen Himmel. Es würde nicht die erste oder letzte Gräueltat sein, die unter ihm geschah. Sie wurde von einen Zauberstab angestupst und tat ein paar Schritte. Merkte die Gasse die sich bildete, spürte wie sie in die Mitte des Kreises gestoßen wurde von vielen Händepaaren und blieb dort nach einigen Stolpern schwankend stehen. Spürte wie sich die Gasse um sie schloss und immer enger zog. Sah die verzerrten Gesichter und hörte das Rascheln der Umhänge auf den Boden, während sie den Kreis immer enger zogen. Sie konnte nicht verhindern wie deutlich und sichtbar für alle anderen sein musste, als ihr die Beine einknickten. Sie kniete auf dem Boden und in der unentrinnbaren Mauer aus Gestalten ertönte murmeln und ein Zischen.
Feelicitas hatte Angst und es nütze nichts, das sie sich sagte, das sie nicht dran denken sollte was sie täten. Es blieb und ihr war elend. Sie schlang die Arme um ihren Körper und schwieg still wie es auch bald die Menge tat.
Als der erste Strahl sie mit eiskalter Gewalt traf, entwich kein Laut ihrer Kehle außer einen gequälten Stöhnen, wobei sie sich auf dem Boden wand, krümmte und bäumte. Sobald der Anfang gemacht war schien der Kreis Feuer zu fangen für diese seltsame Spiel, das sich ihnen bot, und fast augenblicklich erhob sich ein Hagel aus Blitzen und Flüchen. Sie schienen Feelicitas Körper zu zerbersten und bei jeden neuen Treffer wurde sie hin und her gerissen. Sie spürte förmlich wie sich von allen Seiten immer stärker werdenden Qualen in sie hineinbohrten und sich in ihren verkrampften Körper ergossen. Schon lange hatte der Schmerz ihr Schweigen durchbrochen und sie schrie aus Leibeskräften, wie sie noch nie hatte schreien müssen. Feelicitas glaubte verrückt werden zu müssen, sie hörte keinen einzigen Laut mehr als ihre eigenen Schreie. So bekam sie nichts mehr von ihrer Umwelt mit, je intensiver ihre Folter wurde umso näher schien ihr ein schwarzer Nebel am Horizont. Ein warmer, dunkler Nebel, der sie umarmen, schützen, betäuben, bewahren und schließlich erlösen wollte. Sie wünschte sich das es aufhörte, wollte endlich die Besinnung verlieren, doch je mehr sie dies erstrebte um so ferner rückte der schwarze Schatten.
Schließlich sehnte sie sich nur noch nach dem Einen, das machen konnte, dass es aufhörte. Sie kannte keinen anderen Gedanken mehr. Mit einen panischen Schrei des Entsetzen merkte sie, wie sich etwas änderte und spürte wie sie die Orientierung um sich herum verlor. Mit wilden Strampeln und Winden fand sie sich schließlich kopfüber in der Luft hängend vor. Ihre Kleider und ihr Umhang rutschten ihr in einen langsamen aber stetigen Ruck hinauf über die Ohren und enthüllten ihren Bauch und ihre Unterhose. Das erregte ein Lachen am Boden, wie sie es in ihren doch ziemlich behüteten Leben erst selten vernommen hatte. Langsam ebbten ihre Krämpfe ab, doch ihr Körper schien den Schmerz nicht loszulassen und drückte sie, wie ein nasser Sack voll Mehl. Sie konnte nicht mehr länger. Warum beendeten sie es nicht einfach. Doch noch sollte es nicht so sein, und mit einen schwachen doch grundtiefen Seufzer merkte sie das sie anfing zu schwingen und sich zu drehen, wirbelte von vielen Zauberstäben gehalten durch die Äste der Bäume. Dabei löste sich mit einen letzen Ruck der Rest ihres Kleides und versperrte ihr größten Teils die Sicht auf das wohl Unabwendbare. Wenigstens blieb ihr nun erspart mit anzusehen was geschah.
Feelicitas hatte es aufgegeben, ihre Empfindungen zu verarbeiten und merkte allmählich wie ihr Körper immer mehr erschlaffte, während sie stöhnend über der Menge ihrer Schänder jegliches Gefühl verlor. Der Schwindel betörte ihre Sinne und die Überzeugung zu Tode geschüttelt zu werden, gewann immer mehr Gewissheit. Es warf sie gegen Bäume und durch Äste und bald konnte sie keinen klaren Gedanken mehr fassen und ihre Schreie erstarben nach und nach und ihr Körper erschlaffte entgültig bis sie nur noch wie eine leblose Puppe in der Luft pendelte. Das Leben sickerte aus ihr heraus und als wieder ein schmerzender Blitz in sie einschlug konnte sie keine Schreie mehr aufbringen und zuckte nur noch, wie ein verendendes Tier, wovon sie auch sonst nicht mehr viel unterschied. Doch wo es nichts mehr zu holen gab, verloren die Todesser bald das Interesse und ihr Körper senkte sich ab, während sie mit halboffenen Augen es verfolgte wie jemand sich an ihr zuschaffen machte und ihr den Umhang aus dem Gesicht strich. Sie konnte keinen Muskel rühren.
Eine Hand fasste sie im Genick und zog ihren Kopf an den Haaren nach hinten, so das sie aufstöhnte.
„Lebt noch." stellte jemand fest. Trotz dessen zog der Todesser sie noch mehr nach hinten und sie erkannte den Mann mit den kalten Augen, der ihr bei ihrer Ankunft gefolgt war. Bekam auch einen Ausschnitt der Todesser in ihrer Nähe mit, konnte durch ihre getrübten Augen ihre Gesichter sehen, wie sie lachten und sich über den Spaß amüsierten. Doch in keinen der verschwommenen Gestalten erkannte sie Lord Voldemort. Jetzt wo die Todesser sich versichert hatten, das in ihren gepeinigten Körper noch Leben steckte, schienen sie bereit dafür auch noch da letzte aus ihr heraus zupressen. Der Mann ließ sie los und sogleich begann sie wieder zu pendeln. Feelicitas schloss die Augen, es konnte nicht mehr lange dauern.
Doch dann hörte sie tief unter sich die Stimme Lord Voldemorts. „Halt! Hört auf! Es ist genug." Eine andere Stimme, der Mann mit den kalten Augen, fragte schüchtern „Herr sollen wir es beenden, oder will eure Lordschaft selber? Aber wenn ihr gestattet, würde ich vorher noch ein wenig mit ihr spielen." Voldemort antwortete nach einer Weile.
„Lucius, ich denke unsere kleine Freundin hat eine kurze Pause verdient. Ich glaube sie wird unzufrieden sein, wenn sie so leicht davon kommt. Schließlich konnte sie wie so viele von uns diesen Tag kaum erwarten. Aber vielleicht komme ich später noch auf dein Angebot zurück. Deine letzte Demonstration dieser Art, mit der du uns unterhalten hast, ist schon eine Weile her, wenn ich mich da recht entsinne."
Mit einen Schlenker riss das unsichtbare Band, das Feelicitas hielt und sie stürzte krachend auf den harten Boden. Mit einen Knirschen merkte sie, das etwas in ihre Brust stach und verlor entgültig das Bewusstsein.
Es war still.
Es war dunkel.
Es war kalt.
War es zuende?
Aber Nein! Es konnte nicht zuende sein. Der Schmerz würde vorbeisein. Die Müdigkeit würde vergehen und alle Qual vergessen gemacht sein.
Zudem hatte ER gesagt, das es nach einer kleinen Pause weitergehen würde. Doch dann würden sie vergeblich versuchen sie zum mitspielen bewegen zu können. Hier hielt sie nichts mehr was sich lohnte, das sie blieb. Damit versuchte Feelicitas ihre Augen ein letztes Mal zu öffnen. Jetzt sah sie durch ihre halboffenen Lider, weshalb sie den Eindruck hatte tot zu sein. Sie lag unter dem Schatten eines Baumes, der das Feuer und die Geräusche verschlucken zu schien, der sie in seinen dichten Blattwerk gefangen hielt, sodass sie weit weg von allem war.
Bald würden sie wohl wiederkommen. Sie schloss langsam ihre Augen und merkte sofort das der warme Nebel sich über sie legte und eine süße einschläfernde Wirkung von ihr Besitz nahm. Feelicitas war tief in ihren Träumen verfangen, als sich ein eisiger Schatten über ihre schlaffe Gestalt beugte und etwas ein erregtes Röcheln ausstieß.
Sie merkte lediglich wie sie von zwei Armen emporgehoben wurde und störte sich nicht dran, es war sowieso unwichtig, was sie jetzt noch tat. Es interessierte sie kaum, wie sie in weiter Entfernung zu ihren eigenen Körper spürte, dass sich etwas gegen ihren Rücken legte und sich an sie presste. Doch da war diese tiefe Kälte die sie sogar in der inneren Ecke, in die sie sich verkrochen hatte ereichte und sie zittern ließ.
Irgendetwas war hier nicht richtig, nicht das an diesen Tag irgendwas richtig verlaufen wäre, aber als sie dann den Geruch wahrnahm, brachte dieser sie doch mehr als alles andere in die Wirklichkeit zurück. Ein ekliger Verwesungsgeruch durchlief ihre Nase und breitete sich im gesamten Körper aus.
Das Wesen hatte nichts von ihren plötzlichen Erwachen registriert. Es freute sich über den unverhofften Fund und nahm sich vor nicht zu teilen. Es gehörte ihm alleine. Leise setzte es sich in Bewegung um sein Tun weiterhin möglichst geheim zu halten. Feelicitas merkte, wie sie innehielten und sie hörte keinen Laut mehr , als das leise Röcheln in ihrer Nähe, das von ihrer Umwelt zu stammen schien, so sehr dröhnte es in ihren Ohren. Sie war nicht bei den anderen in der Lichtung, aber weshalb stand sie denn dann im Wald? Erst jetzt merkte sie wirklich, das sie nicht alleine war und das ließ sie aufhorchen. Ganz langsam öffnete sie ihre Augen. Sie konnte zuerst nichts erkennen, doch dann begriff sie mit wortlosen Entsetzten, was da vor ihr stand, was ihr bevorstand.
Mit starren, weitaufgerissenen Augen, blickte sie den Dementor an. Er schien nichts von ihren Blick zu bemerken, ganz anders aber fühlte er ihre Angst und dies schien ihn noch mehr zu erregen und sein beständiges Röcheln wurde noch intensiver. Er drückte sie gegen einen Baum und sie sah wie er seinen Hände an die Kapuze seines schwarzen Umhangs führte. Ehe sie ihren Entsetzen Ausdruck geben konnte, da er so vermoderte Finger hatte und es wagte sie damit anzufassen, hatte er mit einen Ruck seine Kapuze nach hinten fallen gelassen und sie wich urplötzlich noch fester gegen den Stamm des Baumes zurück.
ES hatte keine Augen
ES war blind.
Aber ES hatte einen Schlund, ein unförmiges Etwas, das röchelnd wie der Tot Luft einsog. Nein, es war keine Luft, es war ihr Leben das ES entnehmen wollte. Ehe sie reagieren konnte, packte es sie im Genick und presste mit der anderen Hand ihren Kiefer hoch. Eine sehr dunkle Ahnung von nun kommenden entstand in ihren Kopf und ihr zitterndes Herz klopfte ihr bis zu den Ohren heraus. Ihre Umgebung verlor alle Form und verschwamm um sie herum und ihre Beine verloren ihre Kraft, sodass ES ihr ganzes Gewicht hielt. ES hielt sie dennoch und näherte sich ihren Mund. Sie versuchte ihre Zähne zusammenzupressen, aber ihre zusehends erschlaffenden Arme hatten schon nicht mehr die Kraft ihm zurückzuhalten. Er presste seinen Schlund auf ihre Lippen in ihren Kiefer und in diesen Moment war es als ob ihr etwas entrissen wurde, das vielfach kostbarer war als ihr Atem.
Er sog etwas ein und es war als ob sich ein Hauch von ihr zu lösen begann und verloren ging. Der wabernde Nebel am Rande ihres Blickfelds umschlang sie stärker als jemals zuvor Sie hing an ihm und ihre Hände baumelten um ihren steifen Körper, ihre Augen waren starr auf den Himmel gerichtet, der langsam erlosch. Dann war da nur noch das entrinnende Pochen ihres Herzens und der Sog, der Wirbel, der wie ein Abfluss ihren Lebensatem herausfließen ließ und die entgültige Dunkelheit, des schwarzen Nebels.
Dann riss etwas und sie hörte einen unmenschlichen Schrei. Spürte etwas in sich zurückkehren, doch war es ihr als würde sie es zum ersten Mal erhalten. Der Griff der sie gehalten hatte, ließ urplötzlich nach und sie fiel. Sie hatte das Gefühl zu ersticken und fiel sogleich in einen tiefen Hustenanfall unterbrochen von heftigen Stößen Erbrochenes. Sie merkte erst gar nicht das der Dementor zwar von ihr abgelassen, aber nicht verschwunden war. Er lag noch vor ihr, und er war tot..
Nachdem Voldemort den Todesfluch ausgestoßen hatte war die Umgebung plötzlich erfüllt von Dementoren, die sich auf ihren Artgenossen stürzten und diesen schleunigst forttrugen. Keiner hatte den Mut zu widersprechen. Keiner zweifelte die Strafe für diese Tat an. Keiner war wirklich erschrocken. Aber jeder der Anwesenden, Feelicitas ausgenommen, die sich in Krämpfen am Boden wand, war in Ehrfürchtiges Schweigen verfallen, als ob sie einer Zeremonie beiwohnten fielen sie alle nacheinander auf die Knie und beugten ihre Köpfe unter ihren Herrn. Weil Voldemort den Dementoren, die viele von ihnen in Gefangenschaft und Alpträumen schon so lange verfolgt hatten, Einhalt gebot und seine Herrschaft und Macht gegenüber diesen Wesen offenbarte.
Voldemort schaute sich in dem Kreis seiner Anhänger um und wer genau in diesen Moment es gewagt hätte in seine Augen zu schauen, der hätte eine Spur von Zufriedenheit gesehen. Zufriedenheit deren Ursprung Feelicitas verursacht hatte. Und so schaute er auch zuletzt, nachdem er jeden seiner Todesser die sich um ihn versammelt hatten aufs Haupt geblickt hatte, auch auf die Gestalt seines kleinen Muggelmädchens, das gar kein Muggel sein konnte und so vieles in sich verbarg, das es wert war, in seinem Sinne es ihr zu entreißen. Sie rührte sich nicht mehr, aber sie atmete dennoch. Ihre Krämpfe waren verebbt und sie lag kraftlos da. Er ging zurück zum Mittelpunkt des Kreises und seine staubkriechenden Todesser umringten ihn, um ihn die Ehre zu zollen für die Güte mit der er sie befreit und zurückgeholt hatte. Für die Mächtige Führung der sie anhängten. Sie fühlten sich bestärkt in ihrer treuen Gefolgschaft die sie sich vor so langer Zeit schworen. Für die sie gelitten hatten und die ihnen belohnt wurde mit Ehren.
Keine noch so spektakuläre Folterung hätte in diesen Moment das bereits geschehene übertreffen können.
Schnell war der eigentliche Zwischenfall vergessen und keiner kümmerte sich mehr um den leblosen gequälten Haufen von Mädchen unter dem Baum. Lange hatte Feelicitas in der Einsamkeit verbracht. Die Augen in den Himmel gerichtet und tief verwirrt. Nur langsam ordnete sich ihr Inneres und sie bekam Klarheit über ihr schicksalhaftes Glück. ES hatte ihr die Seele ausgesaugt, doch war sie zurückgekehrt nachdem ES verschwand und sie nach heftigen Erbrechen hier zur Ruhe kam. Schon längere Zeit war ihr aufgefallen, das kaum mehr ein Laut durch die Bäume drang. Nicht mal mehr das leiseste Raunen. Und es blieb noch langer so still. Bis sie Schritte hörte die sich ihr näherten und vor ihr zum verstummen kamen.
Sie stellte überrascht fest, das ihre Ohren so gut wie nie zuvor zu hören vermochten. Sie fühlte sich wie ein Neugeborenes. Schon ehe sie ihn wirklich sah, wusste sie das es Voldemort war, der um sie herumschlenderte. Auch Wurmschwanz war bei ihm, blieb aber in einiger Entfernung stehen. Voldemort beugte sich nach kurzen Blick auf ihre Gestalt, zu ihr runter und stupste sie mit seinen Zauberstab an und schaute mit prüfenden Blick in ihre, von dunklen Schatten umrandeten Augen. Sie blickte müde zurück.
„Ich bin erstaunt" fing er leise an zu sprechen: „Ich bin wirklich erstaunt, ich selbst kann es mir nicht erklären, warum es mir so unerklärlich scheint... Doch genug jetzt davon, ich werde mich mit dir noch ausreichend darüber austauchen können. Weißt du warum ich dich am Leben lasse? Warum du dem Dementor nicht einfach überlassen wurdest? Nein, natürlich nicht. Denk mal darüber nach, ich bin mir sicher du wirst die richtige Erkenntnis darüber gewinnen und dir im Klaren darüber sein, wie sehr du mir doch zu Dankbarkeit verpflichtet bist. Du hast deine Lektion heute gelernt, nicht wahr Feelicitas?"
Dann sprach er weiter als ob er sich gerade noch daran entsinne. „Ach ja, du warst wirklich mehr als zufriedenstellend, auch wenn du deinen Höhepunkt etwas anders ausgestaltet hast, als wie ich es dir zugedachte, war ich wirklich sehr zufrieden. Du hast eine Belohnung verdient, wie mir scheint. Vielleicht steht sie dir wirklich nach den Ereignissen dieses Tages zu. Das entscheidest du ganz alleine mit deinen zukünftigen Verhalten."
Feelicitas schaute ihn teilnahmslos an, doch sagte ihr Blick auch aus, das sie Angst hatte, aber nun mal zu geschafft war um sich zusammen krümeln zu können. Vielleicht sah es so aus als ob sie darum flehte das er ihr nicht wehtun sollte. Er stand auf und machte Wurmschwanz ein Zeichen, das dieser ihr hoch half. Er nahm sie an seine Seite und wartete auf weitere Anweisungen. Voldemort drehte sich um und schaute sie noch mal so eigentümlich sanft und forschend an: „Ich schenke dir dein Leben." sagte er leise und drehte sich um Nagini zu rufen, die im Gras einen Hasen gefangen hatte und diesen gerade verdaute.
Feelicitas überkam eine Welle abgrundtiefen Abscheus, bei dieser Demütigung, das er von ihr Dankbarkeit und Loyalität verlangte. Und die Wut gab ihr plötzlich die Kraft zurück und bevor der dunkle Lord ahnte was nun folgte, stürzte sie sich auf seinen mageren Leib und stieß ihn mit voller Wucht zu Boden. Es war sogar einfacher als bei Wurmschwanz. Feelicitas zog das alte Küchenmesser, welches sie in ihren Ärmel versteckt gehalten hatte hervor und rammte es ihm in den Leib. Sie traf in seine Brust und man hörte das der rostige Stahl an einer Rippe vorbeischrammte. Feelicitas war es egal, sie wusste genau was das bedeuten konnte und hoffte das es sein schwarzes Herz zerfetzten würde.
Und wirklich eine Blutfontäne spritzte auf, als sie das Messer rauszog und sich fluchtartig mühte wegzukommen, ehe er auf sie fallen würde.
Feelicitas sprang auf und war entsetzt über ihren Mut, doch das währte nur kurz. Denn Wurmschwanz näherte sich mit fahlen Gesichtszügen ihnen beiden. Blickte abwechselnd auf sie und auf den sterbenden Haufen seines Herrn auf dem Boden. Voldemort hielt sich die vollgebluteten Hände auf die Brust, außer sich vor Panik, rief er nach Wurmschwanz, doch Wurmschwanz reagierte nicht, sein Blick lag auf ihr. Und Feelicitas musste in Betracht ziehen, gerade die Dummheit ihres Lebens getan zu haben. Würde er jetzt die Chance am Schopfe packen und sich als Voldemorts Retter erweisen, oder dachte er gar nicht dran? Immer noch starrte er sie sprachlos an, doch als Voldemort anfing nach Nagini zu verlangen und diese aufzuhorchen schien, stürzte er auf sie zu und schüttelte sie heftig.
„Wie konntest du nur!" schrie er.
„Lass mich in Ruhe, Peter!" Sie zwang ihre Stimme zu festen Halt. Gegenüber seinen Zauberstab war sie unbewaffnet, sobald er an ihn denken würde, hätte sie verloren. Doch Wurmschwanz sprudelte immer noch hastig hervor „Wie konntest du nur?"
Dann schaute er verzweifelt auf seinen Herrn, der nur noch röchelte und dann rannte er einfach davon. Feelicitas sah aus den Augenwinkeln ein schlängeln im Gras. Nagini war immer noch etwas angeschlagen, doch beißen konnte sie bestimmt noch. Feelicitas verfluchte sich, einiges an ihren Plan war eindeutig schief gelaufen. Hätte Wurmschwanz denn nicht etwas mehr Verstand besitzen können? Dennoch sie rannte Wurmschwanz in einen hastigen Dauerlauf hinterher in den Wald hinein. Wenigstens hatte er sie nicht angegriffen. Sein Angst musste ihn wirklich um den gesunden Verstand gebracht haben.
Es schienen Stunden vergangen zu sein. Wurmschwanz hatte den Lauf erschöpft abgebrochen und Feelicitas wurde von ihm misstrauisch beäugt. Doch er sagte nichts und tat noch viel weniger. Der Himmel färbte sich langsam rosa, die Nacht war vorbei und sie war noch am Leben. Unglaublich.
Wurmschwanz stütze sich schließlich gegen einen Baum und als Feelicitas sich wagte ihn einzuholen hatte er wieder einen ruhigen Atem.
„Meinst du er ist verreckt? Oder war alles nur eine große Dummheit?" Er schaute sie missbilligend an. und sagte schließlich mit einer Verachtung, die er ihr noch gegenüber gehegt hatte: „Verschwinde, er wird dich suchen lassen und dann solltest du nicht in meiner Nähe sein. Wie konntest du nur?"
„Du wusstest doch, das ich das Messer hatte und du hast es mir nicht abgenommen. Was hast du denn gedacht, was ich damit wollte? Kartoffeln schälen?"
„Verdammt, ich dachte du wolltest es für dich." Spie er ihr entgegen und näherte sich drohend. Sie wich zurück. „Du bist so dumm, Feelicitas. Weißt du noch was ich dir damals sagte? Über den hohen Preis, den man zahlen muss um durch zukommen? Aber ich hatte Recht, du weißt gar nichts."
„Was meinst du damit?" Angst schlich sich in Feelicitas. Diese Seite kannte sie an Wurmschwanz noch gar nicht.
„Mädchen, du glaubst doch nicht, das er daran sterben wird?" Eigentlich hatte sie das, doch sie schüttelte den Kopf. „Er wird sich wieder erholen. Ein, zwei Tränke und er ist wieder in der Lage dich gebührend zu strafen."
„Warum hast du ihn den Rücken gekehrt, du hättest mich fesseln und ihm helfen können?" Langsam wich sie zurück.
„Hätte das gereicht? Es war meine Schuld, ich hätte dir das Messer abnehmen sollen. Er weiß das, ich sah es in seinen Blick. Mein Herr weiß immer, wenn wir fehlen. Er hat jetzt wieder alle seine Anhänger um sich rum. Das hätte er mir nie verziehen. Ich hätte dir zugestanden, den Zeitpunkt deines Endes selbst zu bestimmen, aber du hast alles nur kaputt gemacht. Wegen dir habe ich alles verloren was ich hatte. Oh, aber keine Angst, ich tue dir nichts. Geh ruhig. Er wird dich finden, und dann will ich nicht in deiner Haut stecken noch in deiner Nähe sein. Wenn er sich an dir gerächt hat, dann kann ich immer noch seine Verzeihung erflehen. Ich glaube, er wird sich bis dahin etwas beruhigt haben."
Er zog seinen Zauberstab und Feelicitas ließ es sich nicht zweimal sagen. Er war zwar dumm, doch manchmal konnte er richtig schlau und gemein werden. Sie lief fort und sah erst zurück, als sie ihn nicht mehr sah.
Gegen Morgen suchte sie sich einen stillen Ort im Gebüsch und legte sich dort zum Schlafen hin, die Strapazen des letzten Tages ließen sie sofort in einen tiefen Schlaf fallen. Doch schon gegen Mittag wachte sie auf und merkte, das Regen eingesetzt hatte.
Sie fror schrecklich in ihrer dünnen Kleidung. Langsam wurde es richtig Herbst. Sie fühlte sich als ob es ihr nie wieder gelingen sollte aufzustehen, während der Regen auf ihren wunden Körper tropfte. Sie blieb einfach noch liegen und genoss die Stille. Sie wollte sich nicht mehr an das Vergangene erinnern, denn es war vorbei.
Ein Häschen hoppelte in ihre Nähe und blinzelte sie an, es kaute auf etwas Klee und Feelicitas blickte mit einen entrückten Lächeln zurück. Ihr wurde klar, das sie wohl hohes Fieber haben musste. Doch sie musste weiter und kämpfte sich in die Höhe. Das Häschen blieb sitzen und musterte sie mit stillen Blick. Mit einen schmerzhaften Stöhnen presste sie die Hände auf die Seiten um nicht sogleich wieder niederzusinken. Sie setzte sich schleppend in Bewegung und der Schmerz ließ sie zittern. So konnte sie nicht lange weitermachen, doch nichts war in der Nähe.
Seit ihrer Flucht waren drei solcher Tage und Nächte vergangen und sie hatte immer noch kein Dorf gefunden, ihr Magen litt lautstarke Qualen, die paar Dinge die sie zum Essen gefunden hatte, schien er nicht zu vertragen und ihre Schmerzen besserten sich nicht gerade und wurden sogar immer schlimmer, so das sie kaum gehen konnte. Sie machte sich fortwährend Gedanken darüber, als plötzlich etwas durch die Bäume huschte und sie aufschrecken ließ. Doch dann war es wieder verschwunden. Es alarmierte sie, doch ihre Schlappheit verhinderte, das sie sich wirklich darüber Klar war, was sich gerade an sie heranschlich. Kaum zehn Minuten später sah sie schon wieder etwas und da beschloss sie zu laufen. Keinen Moment zu früh, denn ihr Verfolger ließ einen Zauberstrahl auf sie los, verfehlte sie auch nur knapp, sie taumelte fort, ohne zu wissen wohin.
Irgendwann hatte Stille sie umschlossen und sie fiel zurück in ein kantiges Stolpern und blieb schließlich an einen Baum gelehnt stehen. Darauf hatte ihr Verfolger gewartet, und sogleich brannte sich etwas ihn ihre rechte Bauchseite. Blut lief an ihr herab, ihr wurde Schwarz vor Augen und sie fiel zu Boden.
Als ihr Verfolger in die Lichtung trat brauchte er nicht mehr viel zu tun, sie sank zusammen bei seinen Anblick und verfiel in Bewusstlosigkeit.
Lucius Malfoy beugte sich über ihren Körper mit einen befriedigenden Ausdruck.
Es lief gerade sehr gut in seinem Leben. Er stand auf der Gewinnerseite. Er war es, den der dunkle Lord zur Hilfe gerufen hatte. Er war es, der ihm den Heiltrank besorgte. Er war es, der den Auftrag bekam, die Frau zu suchen und er war es, der sich zum Lohn nun unbeschränkt ihrer bedienen durfte. Gerade erst hatte der Lord es ihm eröffnet und er genoss es. Wie lange hatte er davon geträumt.
Doch niemals wäre ihm sein Wunsch über die Lippen gekommen, wenn nicht der Lord selber es verlangt hätte. Ein wenig unwohl war ihm schon. So lange beobachtete er das Mädchen schon, doch niemand außer ihm schien sie zu erkennen. Dabei sah sie ihrer Mutter so ähnlich und auch ihr Name, hätte dem Lord längst etwas sagen müssen.
Lucius Malfoy, war dankbar, das der dunkle Lord es endlich selbst erkannt hatte und das er scheinbar vergessen hatte, wer das wiederauftauchen zu verschulden hatte. Lucius selber hätte sie vor 14 Jahren umbringen müssen, doch das kleine Biest war ihm damals entkommen.
Lächelnd hob er sie auf und nahm sie per Apparation mit. Wenn er genug von ihr hatte, würde er ein „Obliviate" an ihr durchführen und sie zum Lord zurückbringen. Falls er die Ehre ein zweites Mal bekäme, dann würde die neue Angst , die er in ihren wieder Augen erwecken würde noch viel kostbarer sein, als das Erinnern an das letzte Mal.
Er war sich ganz sicher, nach dem wenigstens zeitweiligen Verschwinden von Wurmschwanz, beträchtlich in seinen Rang an der Seite seines Herrn zu steigen. Fast schon bereute er, das Verbot zu haben, Wurmschwanz etwas anzutun, falls er ihn erwischte. Doch die Jämmerliche Ratte, hatte lebend immer noch zu viel Nutzen, als das man auf seine Dienste verzichten konnte. Und er würde zurückkehren, da war sich der Lord ganz sicher. Würde kriechen wie eine Ratte, nur damit er sich schlagen lassen konnte wie ein Hund.
Er drückte die leblose Gestalt fester an sich. So weich. Das war mal was anderes, als die dürren Knochen seiner Frau zu bedecken. Innerlich jubilierte er. Ein alter Traum ging in Erfüllung
Fortsetzung folgt...
Hier an dieser Stelle, will ich auf das Folgende nicht weiter eingehen. Wenn, doch dann nur in Tdau. Vergessenszauber sind ja nicht immer so wirksam und können schon mal brechen.
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