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Books » Harry Potter » Within Hell
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: T - German - Angst/Horror - Voldemort & Severus S. - Reviews: 11 - Updated: 01-02-06 - Published: 12-05-05 - Complete - id:2689556
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13. Die verliehene Fähigkeit

Als der Nebel sich langsam zu lichten begann, spürte Feelicitas, das sie auf etwas Hartes geschmissen wurde und krümmte sich vor Qual zusammen. Was war geschehen? Sie wusste nichts mehr, nur das sie in den Bauch getroffen wurde und umkippte. Sie hörte ferne Stimmen die sprachen, und sie kannte sie. Langsam öffnete Feelicitas die Augen und erkannte auch wo sie war. Sie roch den mittlerweile vertrauten, abgestandenen Geruch der alten Küche vom Riddlehaus. Dicht vor ihr stand Voldemort und seine große dunkle Gestalt warf einen Schatten auf sie. Er sprach mit seinen Todesser. Was er ihm sagte konnte Feelicitas nicht verstehen, ihr tat alles weh und sie fühlte sich seltsam schwach. Doch sie verstand, das Voldemort ihm wohl Belohnung versprach für seine hilfreichen Dienste. Voldemort schaute auf sie und sah endlich das sie wach war.

„Ahh, meine kleine Freundin ist erwacht. Lucius du musst uns jetzt entschuldigen. Ich habe zu tun. Du kannst gehen." Ein leises Plopp und weg war Mr. Malfoy. Woher wusste sie, wie er hieß? Sie kannte ihn doch gar nicht, oder?

Voldemort kam langsam und bedrohlich näher auf sie zu: „Feelicitas, du warst ein sehr böses Mädchen." sagte er leise zischend und doch irgendwie bedächtig. Warum sollte er denn auch in Eile sein, sie lag vor ihm und nichts und niemand konnte ihm seine Beute wegnehmen. Feelicitas hatte keine Angst vor dem was er machen würde.

Erst vor wenigen Tagen hatte er sie halb zu Tode foltern lassen, dann aber seine Pläne umgeworfen und ihr einen neuen Zweck zugedacht. Was immer es war, dafür musste sie lebendig sein und scheinbar auch ziemlich unversehrt. Er ging langsam um den mitten im Raum stehenden Tisch herum, ließ sie aber nicht aus den Augen. Feelicitas war zu müde um irgendwas bei seinen Blicken empfinden zu können. Sie schaute ihm nur hinterher. Dann sprach er wieder: „Man könnte es sehr dumm nennen, was du getan hast. Aber du bist nicht so dumm, wie es erscheint. Du wusstest längst, das ich dich wiederhaben musste, oder?" Er wartete nicht auf ihre Antwort, sondern sprach weiter: „Ich kann es mir selbst nicht wirklich erklären, das du es gewagt hast dich aufzulehnen und ich das nicht erkannt habe. Deine Ungehorsamkeit, deine Dummheit und noch einige andere Anzeichen. Und ich habe nicht gesehen was du bist, ein verhängnisvoller Fehler meinerseits."

Sein Ton war irreführend. Statt das er immer zorniger wurde und es dann doch in einer heftigen Strafe gipfelte, wurde seine Stimme immer weicher. Es schien fast so, das er das mit dem Messerstich längst vergessen hatte.

„Nein, Feelicitas, so was vergesse ich nicht." sagte er plötzlich und sie zuckte etwas zusammen, doch immer noch war seine Stimme eher huldvoll als grausam. Er war ganz nahe und seine Hand hob sich und wanderte zu ihren Bauch und wollte sie packen. Doch bei seiner Berührung krampfte Feelicitas sich noch mehr zusammen.

„Na, was soll das denn? Sei brav Samtpfote, sonst garantiere ich dir, das deine Erfahrungen, die du kürzlich gemacht hast, nichts sein werden zu dem was du erleben wirst!" Feelicitas erstarrte.

Samtpfote hatte sie schon mal jemand genannt, von dem sie sich lieber hätte fern halten sollen. Samtpfote und Wildkatze, der passende Ausdruck für ein Mädchen, das selber oft nicht wusste, was sie eher war. Sie versuchte sich auf den Rücken zu rollen, doch scheinbar nicht schnell genug. Er schaute kurz mit zufriedenen Blick auf ihre Gestalt dann flüsterte er: „Das tut weh, nicht wahr Feelicitas?" Er ließ seine knochigen langen Finger sanft über ihre Brandwunde kreisen und zog ihr Kleid und Umhang bis über die Rippen hoch. Feelicitas wurde etwas rot, denn sie fühlte sich etwas entblößt. Doch Voldemort verschwendete keinen Blick auf die schmuddelige Unterhose, sondern blieb an ihrer Wunde hängen. Feelicitas merkte die Wunde, doch gesehen hatte sie sie noch nicht. Mit aller Kraft die sie hatte, zog sie sich etwas hoch und warf selber einen Blick drauf. Es war nicht schön, obwohl sie bereits einige Narben auf dem Bauch hatte, würde dieses Loch wohl besonders gut zur Geltung kommen, wenn es den einmal verheilen würde.

Die ungute Vorstellung ergriff von ihr Besitz, das sie an inneren Blutungen sterben konnte, wenn nicht bald irgendwas getan würde.

Doch dem dunklen Lord lagen diese Sorgen wohl noch fern. Er ließ sich nicht stören und sagte leise: „Du bist mehr als dumm, eine so überaus gnädige und zuvorkommende Belohnung einfach auszuschlagen. Wenn Wurmschwanz in einer deiner Situation ähnelnden Lage wäre und so etwas von mir zu erwarten hätte, hätte er nicht solch eine Dummheit gemacht. Doch es scheint Wurmschwanz hat gedacht dein Zauber könne ihn mehr schützen als meiner. Du musst ihn schwer beeindruckt haben mit dem plötzlichen Ausbruch deiner Kräfte. Ich gebe zu, es erstaunte mich auch ein wenig, eröffnete mir aber den Weg zur Wahrheit. Tja Wurmschwanz hat in der Schule wohl nicht aufgepasst, als das Thema der sogenannten unentdeckten Zauberer behandelt wurde."

Obwohl Feelicitas immer müder wurde und sie die Finger auf ihren Bauch gar nicht mehr spürte, erweckte es ihr Interesse.

„Sprich ruhig, du erscheinst mir heute sowieso seltsam still. Dir wird doch nichts die Sprache verschlagen haben?"

Was immer er damit meinte, er sah sie so forschend an, das es schon verdächtig war. Feelicitas ergriff aber gleichzeitig ein unwohles Gefühl. Lucius Malfoy hatte sie am späten Morgen im Wald erwischt und nun war es gerade mal kurz nach Sonnenaufgang. Wo war die restliche Zeit geblieben? Sie schüttelte den Gedanken ab und versuchte ihrer Neugier Ausdruck zu geben: „Heißt das...das ich schon immer hätte Zaubern können?" fragte sie mühsam, doch Voldemort schien sie wohl verstanden zu haben.

Seine Reaktion war schaurig, er lächelte leicht und sagte: „Erstaunt dich das? Ich nehme mal an, das du selber noch am besten weißt, weshalb du mit den Muggeln nicht gut zusammengelebt hast."

Feelicitas konnte nichts anderes, als leicht Nicken. Natürlich war ihre Art vielen Menschen ein wenig unheimlich, doch ob das nur mit Magie zusammen hing, wagte sie mal zu bestreiten. Doch so leicht ließ sich ihre Neugier nicht beantworten: „Warum-?" Doch Voldemort schien keine weitere Geduld mehr zu haben.

„Genug jetzt davon. Ich garantiere dir, das ich die Antworten zu deinen Fragen kenne. Doch vorerst behalte ich mein Wissen für mich."

„Also wird es keinen Mord geben?" fragte sie gepresst, denn sie konnte ihm einfach nicht den plötzlichen Sinneswandel glauben.

Er nahm es ihr nicht gerade übel: „Das kann man nicht grundsätzlich ausschließen. Wurmschwanz ist ja noch nicht zu mir zurückgekehrt. Er weiß um die Gefahr und trotzdem floh er. Er ist nicht mehr da, wir sind alleine. Dich nun umzubringen wäre also nicht nur deshalb bedauerlich, du könntest von Nutzen für mich sein..." Dann stieß er plötzlich mit eine Finger tief in ihre Fleischwunde und Feelicitas japste schmerzerstickt nach Luft. So konnte sie sich gar keine Gedanken um seinen letzten Satz machen. Scheinbar war Voldemort zufrieden mit seinen kleinen Sieg und ließ von ihr ab und ging zur Kochecke auf der ein Kessel brodelte. Feelicitas hatte ihn bis jetzt nicht bemerkt, doch roch es schon die ganze Zeit etwas komisch.

Aus den Augenwinkeln sah sie, wie Voldemort mit etwas wiederkam und sie rappelte sich etwas höher auf. Er packte ihr linkes Handgelenk, gab ihr einen dampfenden Becher und befahl: „Trink das! Es hilft gegen die Schmerzen." Sie erinnerte sich wieder an das letzte Mal, als sie mit einen Trank in Berührung gekommen war, damals mit der Milchflasche.

Sie wollte sich sträuben, doch was sollte sie machen? Wenn es Gift war, würde er es ihr auch gewaltsam einflössen, war es Schmerzmittel, könnte es sein, das sie es verdiente weiter Schmerzen zu haben, falls sie sich weigerte und so trank sie es gehorsam.

Als sie das ekelhafte Gebräu in sich hatte wurde sie plötzlich müde und sank zurück auf den Tisch. Es war ihr plötzlich egal, wo sie sich befand. Es war ihr egal was aus ihr wurde und was er wollte. Sie wollte nur noch schlafen. Halb eingeschlafen bemerkte sie, wie er ihr den Becher entnahm, aber stutzend stehen blieb. Ihr Ärmel war hinaufgerutscht und entblößte ihr Zeichen. Sie sah noch teilnahmslos zu, wie der dunkle Lord scharf die Luft einzog, Feelicitas und ihren Arm anstarrte und dann umfing sie der Schlaf vollends.

Als Feelicitas wieder aufwachte, schien es als hätte sie gar nicht lange geschlafen. Voldemort stand noch vor ihr und drehte an ihren Arm herum. Doch als sie blinzelnd ihre Augen öffnete, merkte sie das der Raum dunkler war, das Feuer im Ofen war heruntergebrannt und musste neu entfacht werden. Es war Abend geworden. Als Lord Voldemort ihrer gewahr wurde blickte er sie mit einen unidentifizierbaren Lächeln an, so schien es wenigstens. Es erinnerte sie daran, was als letztes geschehen war. Ihre Schmerzen hatten deutlich nachgelassen.

„Das hier ist bei unseren ersten Zusammenstoß geschehen, oder?" fragte er leise. Sie nickte kaum merklich.

„Weißt du was es bedeutet?" Er wartete aber nicht darauf, das sie was sagte und antwortete selbst. „Nein, das kannst du nicht gewusst haben, höchstens geahnt. Sicher hast du das. Habe ich nicht recht? Antworte mir!" Sein Ton war drohend. „Ich..." begann Feelicitas: „Ich dachte... das es nicht gut wäre... und Wurmschwanz hat so panisch reagiert, als... als er es sah."

Voldemort schaute sie sanft an. „Ja, Wurmschwanz tat gut dran mir das vorzuenthalten." fügte er kaum hörbar hinzu: „Nun ich wusste von Anfang an, das du Geheimnisse verbirgst. Doch ich will ehrlich zu dir sein, ich hätte nicht gedacht, das du wirklich die sein kannst, die ich suchte. Aber dieses Zeichen, welch ein Zufall, ich hatte nicht mehr zu hoffen gewagt... Du machst mir ein großes Geschenk, größer als ich es jemals von einen Menschen erwarten konnte. Erst dachte ich ja dein Opfer wäre Bestandteil meiner Wiederauferstehung, doch dann. Die Zeit wird zeigen, was ich von dir zu erwarten habe. Aber mach dir keine Sorgen, deine Narbe und ihre Form hat nicht wirklich eine große Bedeutung. " Er stockte und wandte sich ihren Bauch zu. Feelicitas hatte nichts von dem verstanden was er gesagt hatte.

„Ich habe die Brandwunde geheilt, außerdem hattest du noch drei gebrochene Rippen und viele Blutergüsse. Eigentlich wenig, dafür das du von meinen Anhängern gequält worden bist und dabei fast umkamst. Sie scheinen noch nicht zu ihrer früheren Übermut zurückgefunden haben. Aber in ein Paar Tagen merkst du nichts mehr davon."

Er befühlte die Stelle, die ihr vor einigen Stunden noch Schmerzen bereitet hatte. Abrupt wandte er sich ab und ging wortlos raus. Sie verblieb allein und verwirrt in der Küche.

Was war an ihrer Narbe, das ihn so außer sich brachte, dann aber gar nichts heißen sollte? Langsam erhob sie sich und ging. In der Ecke ihrer Kammer, lagen noch ihren Sachen und hastig zog sie sich ihre dreckigen zerfetzten Lumpen aus und stellte fest, das sie nicht mehr zu gebrauchen waren. Selbst in ihrer Unterhose war alles voller Blut. Na ja, das konnten auch zu früh eingesetzte Tage sein, schließlich hatte sie immer noch etwas Bauchschmerzen und so vergaß sie es schnell wieder und huschte noch ins Badezimmer.

Zu Feelicitas großen Erstaunen lag Nagini in der Wanne zusammengerollt und schien ein Bad zu nehmen. Feelicitas erschrak so sehr, das ihr das aberwitzige an der Situation nicht in den Sinn kam. Nagini schien sich nicht gerade zu freuen, das die zweite Frau im Haus zurückgekehrt war und zischte sie böse an. Feelicitas schnappte sich einen Lappen und verschwand sofort wieder.

Oben in ihren Zimmer angekommen, fiel ihr Blick auf ihren beigen Umhang, der auch sehr mitgenommen aussah. Doch der Umhang, der immerhin noch in einen besseren Zustand war als der Rest, war das einzigste, das sie im Winter wärmen würde, und so behielt sie ihn.

Einen Moment setzte sich Feelicitas auf das Bett und starrte ins Leere, irgendwie behagte ihr die ganze Situation nicht. Wurmschwanz war weg und in Ungnade gefallen. Sie selber war fast zur Mörderin geworden und erhielt nicht mehr Tadel als einige Worte. Etwas ungenanntes lag in der Luft und irgendwie erschien ihr das Riddlehaus seltsam ruhig. Es fehlte ein großer Teil, der ihr vertrauter gewesen war als sie es wahrhaben wollte. Immer schon hatte sie sich irgendwie gewünscht, das Wurmschwanz einfach verschwinden würde, doch jetzt wo es Wirklichkeit war, musste sie sich schon fragen, warum das so war.

Sie kannte die Antwort, wollte es sich aber nicht eingestehen. Nein, egal was sie fühlte, sie durfte nicht resignieren und musste weiterhin alles dafür tun, fliehen zu können. Gerade jetzt, wo ihre Zukunft so ungewiss erschien.

Feelicitas schlich langsam zurück in die Küche und machte sich am gefüllten Wassereimer zu schaffen.

Mittlerweile hatten die Wasserleitungen ihren Dienst ganz aufgegeben und so musste man wirklich das gesamte Wasser aus dem Wasserlauf holen. Sie erinnerte sich wieder an die badende Nagini. Wer hatte wohl das ganze Wasser geholt? Oder war die Wasserleitung wieder ganz?

Sie entschied, das Voldemort fähig war so was aus der Luft heraufzubeschwören und langsam wurde ihr die Tragweiter der Neuerungen wirklich bewusst. Nun gab es niemanden mehr, der sie von Voldemort fernhalten konnte. Nun war sie die einzigste, die ihm noch in nächster Nähe zur Verfügung stand.

Als Voldemort von draußen zurückkehrte blickte er kurz auf und bedeutete Feelicitas ihm nach oben zu folgen. Sie beschlich ein sehr mulmiges Gefühl und doch folgte sie ihm, was hätte sie denn auch tun sollen?. Er machte es sich in seinen Sessel gemütlich und sie näherte sich von der Seite.

„Komm näher heran und setz dich nieder." Sie machte es und wartete angespannt auf das kommende. Irgendwie erinnerte es sie an die unzähligen Abende, als er noch keinen Körper gehabt hatte. Wie viel hatte sich seitdem geändert?

Voldemort sprach eine Weile nicht zu Feelicitas und sie saß ängstlich gespannt vor ihm. Dann sprach er leise, während er seinen Zauberstab aus dem Gewand holte und sie nur seitlich musterte: „Obgleich du 18 Jahre als Muggel gelebt hast, ist es noch möglich dir ein wenig Wissen zu vermitteln. Doch wie in vielen Dingen des Lebens, ist es immer am besten, wenn man sehr jung damit anfängt. In deinen Alter ist die Schulung in Magie eigentlich gerade abgeschlossen und in den vielen Jahren des Studiums sind Fähigkeiten gefördert worden, die ansonsten verkümmert geblieben wäre. Was ich sagen will ist, das ich will, das du ein wenig Ahnung von der Zauberei bekommst. Deine Dienste mir gegenüber werden in Zukunft nicht ohne das zu bewerkstelligen sein. Es ist nicht mehr möglich dein volles Potenzial in diesen Gebiet zu entwickeln, denn dein Geist hat sich schon längst verfestigt. Aber es ist auch nicht unmöglich, das du soviel erlernen kannst, das man dir diesen Makel nicht ansehen wird. Also sollte ein zügiges Lernen auch in deinen Interessen sein, du willst dir sicher nicht meinen Unmut zuziehen, nicht wahr?" Feelicitas hatte seltsam gespannt zugehört. Schließlich war es fast das erste Mal, das er ihr etwas vom Leben als Zauberer enthüllte. Es hörte sich so an, als ob man die Magischen Kräfte keinesfalls in die Kinderwiege gelegt bekam, sondern hart daran arbeiten musste, das sie sich entfalteten.

Es verwirrte sie zutiefst, das er plötzlich so ein Interesse an ihr hatte und das war schlimmer als alles, was sie sich je gewünscht hatte. Doch so sehr sie auch ein wenig Zaubern lernen wollte, umso besser wusste sie auch, das gerade er, der schlechteste Lehrer für so was sein musste.

Und damit war es noch nicht getan, denn er reichte ihr doch tatsächlich seinen Zauberstab, Feelicitas wäre bald vor Schreck in Ohnmacht gefallen und als sich sein Blick verdüsterte nahm sie ihn nur zögernd an. Erst ließ er nicht los, mahnend keine Dummheiten zu begehen, doch dann übergab er ihn.

Feelicitas Gedanken wirbelten herum, und es fiel ihr schwer ihm weiter zuzuhören.

„Die simple Kunst des Feuermachens ist unser Anfang. Der Spruch lautet Incendio. Sprich ruhig und klar jede Silbe, wenn du nuschelst kann es geschehen das dir die Ohren abfackeln, also sei niemals nachlässig in deiner Konzentration."

Feelicitas dachte mit merklichen Unmut, das sie wohl kaum eine Chance hatte, das irgendwas anderes geschah, als das die Luft stickiger wurde. Doch zielte sie auf den Kamin und sagte die Worte. Und... es rauchte in der alten Schlacke. Ein Feuer war aber meilenweit davon entfernt. Er nickte nur nichtssagend und so was von widerlich, das sie ihn den Zauberstab am liebsten wer-weiß-wohin gesteckt hätte. Doch seine Hand kam ihr zuvor, den Zauberstab zurückverlangend und so begnügte sie sich damit, ihn demonstrativ zu überreichen. War das jetzt zufriedenstellend?

„ Du brauchst einen eigenen Zauberstab. Scheinbar ist meiner sehr ungeeignet, aber das habe ich schon vermutet." Sagte er nur und blickte in die Flammen. Scheinbar hielt er damit sein erstes Experiment für gelungen oder beendet. Nun, Feelicitas wusste ja jetzt, wie sie Feuer anbekam, aber was half es ihr ohne Zauberstab. Trotz seiner Worte glaubte sie keinen Moment daran, das er auch nur einmal die Wahrheit gesagt hatte. Vielleicht wollte er nur etwas damit austesten. Was sollte sie den mit seinen Zauberstab?

„Darf ich mich zurückziehen?" fragte sie schüchtern und nach einen kurzen Seiteblick gestattete er es ihr und sie erhob sich hastig um fortzukommen, weg von dieser bösartigen Kreatur und doch... war es ihr irgendwie nach mehr von diesen Experimenten mit dem Zauberstab.

Auf ihren Weg nach oben, dachte sie erst so richtig darüber nach, warum ihre Strafe so ungewöhnlich ausgefallen war. Doch es war nicht so wichtig zu wissen warum, das er ihr nichts schlimmes tat, war ihr erst mal genug.

In den nächsten Tagen und Wochen herrschte zu Feelicitas großer Überraschung Stille zwischen ihnen. Nichts deutete darauf hin, das er überhaupt noch einen Gedanken an sie verschwendete. Voldemort schien sie einfach vergessen zu haben und verbrachte viel Zeit außer Haus und Feelicitas war eigentlich froh darüber, Doch das mit der Zauberei hätte sie doch gerne vertieft. Wenigstens hätte sie einen Zauberstab haben wollen, mit dem sie sich die Zeit vertreiben konnte. Andersherum atmete sie innerlich auf, je mehr Tage zwischen seiner Aufforderung ihr etwas beizubringen und ihrer Ablehnung ihm gehorchen zu wollen lagen, umso mehr stieg die Gewissheit, das sie beim nächsten Mal nicht mitmachen würde. Doch das legte sich wieder etwas. Irgendwie fühlte sie sich etwas einsam, alleine im Haus. Mittlerweile war sie auch bereit den Speicher zu erkunden und wühlte sich durch alte staubige Kisten und robbte vorsichtig über den teilweise brüchigen Boden. Doch das Haus schien nicht viel zu verbergen zu haben. Ein paar alte Möbel standen herum, ein paar graue Gemälde und alte Teppiche, von denen Feelicitas die Finger ließ, denn es fiepste verdächtig in den Rollen.

Doch andererseits fand sie gerade das sehr spannend. In einer Kiste fand sie ein paar halbzerfallene Bücher, die wohl mal einen Jugendlichen gehört hatten. In den halbdunklen Schein des kaputten Daches, verbrachte sie Stunden damit, die altmodische Schrift zu entziffern und las sich in ferne Welten. Wenn Voldemort dann wiederkam fragte er nicht und es schien ihm alles total egal zu sein. Selbst als er einmal einen Moby Dick auf ihren Nachttisch sah, hob er ihn nur mit spitzen Fingern auf und schaute sich die Widmung an.

Der Name Tom Riddle schien ihm etwas zu sagen, doch er sagte nichts und äußerte nur, das in der Küche etwas zum essen lag, was einer der Todesser großzügigerweise mitgebracht hatte.

Feelicitas war auch schon aufgefallen, das diese jetzt immer öfter kamen. Vorzugsweise zu Zeiten in denen jeder anständige Mensch schlafen sollte. Aber scheinbar waren nur die Hälfte der Besuche dringender Natur. Erst vor einigen Tagen hatte jemand ihr einfach einen etwas komisch aussehenden Vogel ohne Kopf hingelegt. Was es war, konnte Feelicitas nicht sagen, aber sie rupfte trotzdem die Federn ab, und steckte ihn in die Bratröhre. Was sie später davon übriggelassen bekam, schmeckte auch nicht mal so schlecht.

Irgendwie wurde es von Tag zu Tag besser und man merkte deutlich, das Wurmschwanz nicht da war. Niemand schien diese nervöse angespannte Stimmung im Haus zu verteilen. Niemand missfiel und alle schienen zufrieden. Wahrscheinlich klappten Voldemorts Pläne gerade hervorragend. Und ohne das sie es groß merkte wurde alles anders.

Feelicitas wurde von selber gefügiger und stiller, als jemals zuvor und schien in ihre neue Rolle sich zu ergeben. Sie war immer noch Voldemorts Gefangene doch nichts war zwischen ihnen wie bisher.

Immer wenn sie besonders müde und resigniert war, oder Nachts schlaflos im Bett lag dachte sie darüber nach, was für Vorteile und Nachteile ihr Leben erhalten hatte. Und sie konnte sich nicht dagegen wehren, das es entschieden mehr Vorteile gab, wenn man es nicht zu eng sah. Und wenn sie auch erst diese Gefühle untergrub so kam sie doch im laufe der nächsten Tage zu einer Erkenntnis. Voldemort konnte ihr zweifellos etwas beibringen, er konnte ihr erzählen, was es mit dieser Schicksalshaften Geschichte und ihren Hintergrund auf sich hatte. Er wusste so viele Dinge von denen sie manches auch gerne wüsste. Sie erkannte wie klein und unbedeutend ihr Leben bis jetzt verlaufen war und sah einen Weg aus dem lebenslangen Hausarrest, zu den schon ihre Eltern sie verurteilt hatten, nur weil sie vor langer Zeit einen Fehler beging.

Nie mehr wenn sie zurück zu ihnen käme, würde sie eine vergleichbare Grenze haben ihr Leben zu gestalten. Und sie wollte auch nie mehr zurück, nie wieder. Sie begann ihn mit anderen Augen zu sehen, nicht das er ihr sympathisch werden konnte, doch schaute sie ihm so einiges ab, nach dem sie, als unglückliches Waisenmädchen aus der Provinz nur gefleht hatte...

Und so änderte sie sich. Jetzt war Wurmschwanz nicht mehr da und auch Voldemort behandelte sie mit einer gewissen Art herablassender Gleichberechtigung, wem sonst gab er seinen Zauberstab?

Natürlich wusste sie um das gefährliche ihres plötzlichen Sinneswandels und sie wollte dem Wahn nie ganz nachgeben. Zu lange hatte sie bei den anderen Kindern in der Psychatrie beobachten können, wie schnell man auf diese Art richtige Verrücktheit entwickelte. Sie selber hatte immer nur so getan. Es lag ihr einfach zu provozieren und sie konnte nichts dagegen tun, egal was es für Auswirkungen hatte. Inwieweit sie bei ihren Gedanken vernünftig blieb, konnte sie selber nicht sagen, doch Feelicitas schloß für sich persönlich aus, das sie jemals freiwillig diesem Verrückten Zauberer huldigen wollte. Es musste noch andere geben, vielleicht konnten ihr diese weiterhelfen.

Sie entschloss sich, bevor sie den dunklen Lord eines Tages verließ, bei jeder Chance die sich ihr bieten sollte, ihn um einiges seines Wissens zu erleichtern.

Und irgendwann kamen plötzlich so viele Gelegenheiten, denn er erinnerte sich wieder an sie. Abends, wenn sie ihn nicht allzu sehr missfiel, verlangte er nach ihrer Anwesendheit und obwohl sie es nicht verstehen konnte, erzählte er ihr von seinen Plänen und der Ideologie seiner Anhänger, oftmals grausam; doch sehr wissenswert um zu erfahren, was das für eine Welt es war, in der sie lebte.

Scheinbar unterschieden sich die Ziele deutlich voneinander. Die Geschichte fing an, als er wohl noch ein Schüler war. Er enthüllte ihr, das er ein Waisenkind war. Weder Vater noch Mutter gekannt hatte und sich wohl ein falsches Bild von ihnen gemacht hatte und auf die Suche ging. Feelicitas überkam das seltsame Gefühl, das er ihr das nicht ohne Grund erzählte. Sie hatte zwar nie Probleme damit gehabt, das sie von ihren richtigen Eltern nichts wusste, aber das mit der Zauberei warf doch einige Fragen auf. Sie vermutete, das er etwas wusste, doch wenn sie fragte, blockte er nur ab.

Im Laufe seiner Lebensgeschichte kamen plötzlich Morde auf und Dinge, die Feelicitas nicht verstehen konnte. Von Zauberern, die vor tausend Jahren gelebt hatten war die Rede und dann kam er irgendwann auf sein Problem mit den Muggeln zu sprechen.

Die größte Enthüllung dabei war, das es sich herausstellte, das sein Vater Tom Riddle war und man ihn selber so genannt hatte. Feelicitas erstaunte es doch und ihr Bild von ihm wandelte sich. Plötzlich fand sie in seinen Zügen einen Hauch derer, die sie auf zahlreichen Bildern im Haus gesehen hatte. Doch sich ihn als Kind vorzustellen übertraf ihre Vorstellungskünste erheblich.

Doch in dieser Nacht schien er überhaupt nicht mehr aufzuhören zu reden und nach einigen Stunden musste Feelicitas ihn fast schon dafür bewundern. Bis jetzt war ihr noch nie ein so gebildeter Mensch begegnet.
Sie hatte immer gedacht, das sie hier an die magische Variante des Ku Klux Clans geraten war, die Todesserroben sprachen da ja schon für sich. Doch dem war wirklich nicht so.

Seine Anhänger gewann er dadurch, das er ihnen eine Aufgabe gab, mit denen sie vollauf beschäftigt waren und die in der magischen Welt für viel Aufheben sorgte. Doch je mehr Jahre vergingen umso weiter entfernte er sich von seiner Muggelhetze. Ihm war plötzlich etwas anderes wichtiger geworden, nämlich seine Unterblichkeit.

Jeder andere, der Feelicitas jemals was über die Unsterblichkeit erzählt hatte, war innerhalb kürzester Zeit in einer Zwangsjacke abgeführt worden, außer der Patre im Dorf, der war davon ausgeschlossen.

Doch das bösartige Geschöpf vor ihr, erklärte ihr das so einsichtig, das sie erkennen musste, das er zwar wahnsinnig war, aber doch ein Ziel hatte.

Dann äußerte er sich ein wenig über das mit Harry Potter, doch Feelicitas merkte, das es nicht das glorreichste Kapitel seines Lebens war und dankte es ihm im Stillen, das er sich schnell wieder davon entfernte.

Alles in allen, erkannte sie in dieser Nacht mehr als jemals zuvor in ihren Leben. Und genau da geschah es auch, das sie den Entschluss fasste irgendwann mal ihr Geheimnis aufdecken zu wollen. Sie bildete sich keineswegs ein alles zu wissen, doch es kam der Tag an dem Voldemort ihr das zutraute und ihr eine neue Aufgabe verschaffte.

Voldemort hatte Feelicitas im ganzen Haus gesucht, aber nicht gefunden. Schließlich fand er sie auf dem Dachboden, vor einer offenen Truhe sitzend, wo sie gerade in muffigen alten Kleidern herumwühlte. Sie erstarrte als sie ihn sah und ließ gedankenverloren das grüne Kleid in ihren Armen sinken. „Komm näher." Befahl er ihr und nach einen kurzen Moment tat sie es auch.

Das Mädchen kam ihm gerade recht. Auch wenn er nicht wirklich wusste, was er mit ihr anstellen sollte, so konnte sie davor doch noch von einigen Nutzen sein. Er erwog es zum ersten Mal sie fortzuschicken um Botengänge zu machen. Nachdem er Wurmschwanz , zwar wieder aufgenommen hatte, aber immer noch zürnte, so das er ihn dafür nicht mehr einsetzten konnte, musste halt dieses Muggelartige Wesen herhalten. Und seit er beim Durchsehen seiner alten Sachen diesen Violetten Stein gefunden hatte, der ihn sehr stark an seine Vision vom Mädchen erinnerte, meinte er, das genau das der Weg war den er gehen musste. Er hatte von Lucius ein silbernes Band besorgen lassen und den Stein umfunktioniert.

Das Mädchen stand leicht zitternd vor ihm und wusste nicht was er wollte. Ihr gingen viele Dinge durch den Kopf und innerlich für sich musste er lächeln. Es war doch immer wieder erstaunlich, wie wenig sie sich im Gegensatz zu seinen Anhängern von ihm irritieren ließ. Solange sie es nicht zu weit trieb, konnte das recht dienlich sein.

Er sprach sie schließlich an, doch mit nichts was sie erahnt hätte.

„Zieh dich an, ich will das du etwas für mich tust. "

„Wie bitte? " entfuhr es ihr verwirrt und er verlor seine Geduld allmählich.

„Ich habe eine Aufgabe für dich." giftete er sie an.

„Also mach das du dich anziehst und komm dann wieder runter!" Feelicitas nickte und lief nach oben. Als sie wenig später mit Schuhen und Umhang runterkam überreichte er ihr wortlos einen dünnen silbernen Armreif mit einen violetten Stein daran.

„Das ist ein Portschlüssel, du wirst ihn benutzen und dann eine Botschaft überbringen."

„Was ist ein Portschlüssel?" sie fragte leise und er entschied für sich doch noch nicht völlig die Geduld zu verlieren. Als er damals Bella Nachhilfestunden in gewissen Dingen gegeben hatte, hatte sie seine Geduld auch immer Strapaziert. Manchmal brachte es da mehr, nachsichtig zu sein. Also beobachtete er sie eingehend und sie mied endlich seinen Blick.

„Ein Portschlüssel transportiert dich, das ist wie Apparieren. Das du ja kennst, aber auch dir, als der Magie so unkundig wie ein Muggel, alleine möglich ist. Du wirst draußen erst ihn einmal anfassen, dann ist er aktiviert, dann fasst du ihn noch mal an. Wenn du zurückkommst, dann machst du das ganze noch einmal. Verstanden? Was sollst du machen?"

Sie wiederholte unter seinen strengen Blick was er verlangte.

„Nun gut. Du wirst natürlich nicht versuchen wegzulaufen. Ich habe das Band mit einen Ortungszauber versehen und zudem weiß ich besser als du, wo und wie man dich finden kann. Ich erwarte dich in zwei Stunden zurück. Wenn du dich zufälligerweise nicht imstande siehst zurückzukehren, dann glaube mir, wenn du mir das nächste mal begegnest, dann kannst du froh sein wenn du noch einmal das Tageslicht zu sehen bekommst."

Dann schickte er sie mit einen Brief fort und mit zitternden Schritten verließ sie das Zimmer und machte sich so ihre Gedanken, mit so jemanden wie Avery wollte sie nicht noch einmal alleine zusammentreffen. Sie schaute auf den Brief und sah das Lucius Malfoy der Empfänger war, alle Aufregung war also umsonst.

Dieser edel aussehende Todesser war ihr zwar ungeheuer, doch immerhin kannte sie ihn und wusste durch den Lord um seine Frau und Familie und hatte nichts weiter an diesen Auftrag auszusetzen.

Natürlich hatte sie darauf hin versucht das Band wieder abzubekommen, doch das Band war mit einen Zauber verschlossen.

Sie kam in einer einsamen Gegend in der Nähe eines alten Landsitzes aus und Sie ging entschlossen darauf zu und sobald sie das Tor durchquerte wurde sie empfangen.

Mr. Malfoy begrüßte sie knapp und hatte scheinbar beschlossen, nicht mehr an ihren zusammenprall erinnert werden zu wollen und behandelte sie so als ob er nicht wisse, ob sie zum Club dazu gehörte. Er wirkte etwas verwirrt. Er überreichte ihr nach dem Lesen des Zettels einen Beutel und ein Kästchen. und gab ihr noch gute Hinweise bezüglich des Gebrauches. Dann entließ er sie. An der Türe stolperte sie über irgendetwas und das nächste an das sie sich erinnerte, war das sie an der Türe standen und er sich von ihr verabschiedete. Hatte er ihr aufgeholfen? Vollkommen der französische Charmeur. Doch sie kannte ihn auch anders und glaubte kein Wort von seiner Sorge und kehrte zurück in die Hölle der Schlange.

Im Wald hinter dem Haus angekommen, war das erste was sie sah, rein gar nichts. So früh am Morgen umhüllte der Nebel alles mit dichten Schleiern. Langsam suchte sie den Weg und achtete darauf, das ihre Füße nicht im Morast einsanken, es war wirklich schlammig geworden. Irgendwie fand sie den Weg zurück und trat nicht ganz unfreiwillig in das dunkle des Hauses ein. Voldemort saß immer noch im Sessel wie vor drei Stunden, als er sie weggeschickt hatte. Sie glaubte schon bald, das er sie nicht bemerkt hatte, doch als sie den Beutel auf dem Tischchen ablegte, und ihren Umhang öffnete stand er auf.

„Da bist du ja wieder. Ich hoffe es ist nicht dein eigenes Verschulden, das du eine Stunde zuspät bist." Hatte das so lange gedauert? Sie hatte doch nur kurz den Brief abgegeben und die Sachen angenommen?

„Hat Lucius dir alles gegeben?" Sie erzählte, während sie die Kräuter und den Kasten herausnahm und es ihm reichte. „Was ist da drin?" ergänzte sie ihren Bericht mit einer Frage und schaute ihn gespannt an. „Mr. Malfoy meinte nur, das seien die Reste, seines eigenen Vorrats und dies seien ganz, wie hat er sich ausgedrückt? Spezielle Tränke." Voldemort streichelte den Kasten fast so zärtlich wie Nagini und dann öffnete er es. Feelicitas verfiel in ehrfürchtigen Staunen als sie erblickte, was drinnen war. Sechs Flaschen gefüllt mit den schönsten Flüssigkeiten, die sie je gesehen hatte, umrandet von schwarzen Samt glänzten durch den Raum.

Brennender als Feuer

Glänzender als Gold

Schwarzer als Schwarz

Grüner als Frühlingsgras

Sie war verzaubert und wurde jäh aus ihrer Erstarrung gerissen, als er lauter als gewöhnlich sprach. „Ich bin zufrieden, aber im Moment sind sie mir noch nicht dienlich." Er schloss das Kästchen und ihr war, als das die Sonne verschwunden war zumute. Er stand auf und stellte das Kästchen in einen alten Schrank, der früher einmal Porzellan enthalten haben mochte, aber nun gefüllt war mit den Gerätschaften aus der Höhle. Den Dingen, die ihr beim Saubermachen immer entgegenfielen und deren Nutzung Fragen aufwarf. Er nahm eines, das wie ein Wage aussah und sich auch als eine entpuppte und wog die Kräuter ab. „Das sollte genügen." murmelte er vor sich hin und seine Selbstvergessenheit nahm sie als Anlass sich zurückzuziehen.

Der Anblick der Zaubertränke ging ihr nicht aus den Kopf, sie fand ihn schöner als alles, was sie jemals aus dieser Welt zu sehen bekommen hatte, trotz dessen das es Gift sein musste. Sie träumte Nachts von den funkelnden Tränken, wie konnte es nur so etwas Schönes geben?

Den Abend über und den gesamten nächsten Tag ließ Voldemort sie in Ruhe, dann aber fing er an sie jede Nacht hinauszuschicken.

Fortsetzung folgt...

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