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Books » Harry Potter » Within Hell
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: T - German - Angst/Horror - Voldemort & Severus S. - Reviews: 11 - Updated: 01-02-06 - Published: 12-05-05 - Complete - id:2689556
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Okay jetzt lernt ihr meinen bezaubernden OC kennen. Keine Mary Sue, kein Lily Potter Verschnitt und auch nicht lustig. Ein Mensch, der sehr unglücklich ist und trotz ihrer Jugend schon im Leben verloren hat. Das wird keine Romanze mit Severus Snape und ich sage direkt, so wie Band sechs geendet hat, sehe ich im Moment noch kein Happyend mit einem bekannten Charakter. Das hier ist etwas anderes und ich kenne keine Fanfiction in der es so zugeht, wie in meinen Geschichtencyclus. Also lesen, oder es sein lassen, ich will aber keine Klagen hören.

2. Der Fluch

17. Mai 1995 / Kleines Dorf zwischen dem Anwesen der Crouchs und Little Hangelton

Als Feelicitas Lefay sich in den Kopf gesetzt hatte, von zu hause wegzugehen, da war sie knapp sechzehn. Doch ihre Erziehungsberechtigten wussten das zu verhindern. So dauerte es noch zwei ganze Jahre, bis sie endlich mal weg durfte. Doch was sollte sie nun mit ihrer Freiheit anfangen? Sie entschied sich ihren ersten eigenen Urlaub in England zu verbringen. Das war aber längst nicht die Befreiung, die sie haben wollte. Zudem hatte sie sich vorher nie Gedanken über das eigenwillige Klima gemacht. Das sollte sie jetzt zutiefst bereuen, doch zu spät, schließlich war sie einmal da.

Es regnete wirklich ununterbrochen und dabei wehte ein kalter Wind der es einem unmöglich machte sich an der freien Luft zu beschäftigen. So kam es das sie über eine Woche nicht aus der von ziemlich nervigen Menschen geleiteten Pension heraus konnte.

Fast schon bereute sie ihre Idee, sie hatte sich soviel vorgenommen zu entdecken.

Doch dann wandte sich das Wetter doch noch um, ziemlich schlagartig sogar, worüber viele der Einheimischen sich verwunderten. Feelicitas genoss den milden, sonnigen Tag und nutzte ihn dazu einen Spaziergang durch die Umgebung zu machen.

Sie ging durch einen Wald der in voller Blüte stand und herrlich duftete und lief schließlich über eine Wiese die verlassen dalag. Dann sah sie schon den Kirchturm des Nachbardorfes und hatte im Stillen für sich den enttäuschenden Gedanken, das England gar nicht mal so anders war als die französische Provinz nahe Briancon, wo sie herkam.

Aber sie war eigentlich nicht allzu sehr enttäuscht das sie sich immer noch in einer öden Gegend befand. Es war besser, als wenn sie in der Großstadt gelandet wäre. Es war ruhig, stressfrei und ihr nur allzu sehr vertraut. Was anderes hätte sie wohl auch nicht machen dürfen. Aber das einzigste was wirklich zählte war, das sie fernab der Elterlichen Fürsorge ihrer Pflegefamilie war. Frei und befugt alles zu tun wie es ihr beliebte. Sie war noch in einen Alter, wo man diese Dinge, als das schönste der Welt erachtet. Und schließlich war das hier England.

Immer schon hegte sie den heimlichen Wunsch einmal das Land ihrer leiblichen Mutter zu sehen. Sie sprach von klein auf außer Französisch auch noch ein anständiges Repertoire an Englischen Vokabular und ihr Pflegevater, der Lehrer im Dorf war, hatte sie auch fortan, weiter darin unterrichtet damit sie es nicht vergaß.

Warum das alles so war, wie es wahr, hatte Feelicitas niemals wirklich verstanden oder hinterfragt. Soviel lag in ihren Leben im argen, warum sollte sie sich dann zu viele Gedanken machen?

Man hatte ihr erzählt, das sie aus einem englischen Waisenhaus stamme und nachdem ihre Mutter, bei ihrer Geburt gestorben wahr eben dort Englisch gelernt habe. Es hörte sich ein wenig komisch an, doch das machte nichts, es gab bestimmt schlimmeres als eine Waise zu sein.

Und eigentlich machte es auch nichts, wenn man sich überall fremd fühlen musste. Aber da täuschte sie sich wie immer selber, solche Dinge machten alles aus. Nach jahrelangen Bitten und Betteln die nichts genutzt hatten war es ihr letztendlich nur gelungen die Erlaubnis für die Reise zu bekommen, als sie mit dem Betteln aufhörte und stattdessen mit dem Drohen anfing und ihre Mamam sich vertrauensvoll an ihren speziellen Freund Mr. Beauchamp wandte. Es war so traurig mit anzusehen, das ihre Mutter nichts mehr ohne den Rat des Psychologen unternahm. Es war so traurig, wenn einen jeder mied. Feelicitas war überhaupt immer sehr traurig..

Mit knapp 18 Jahren hatten ihre Eltern dann doch die Erlaubnis gezwungenermaßen gegeben. Sie hatten von Bekannten Mr. Beauchamps die selber schon einmal in England waren, die Adresse für eine besonders fürsorgliche Pension bekommen und so erlaubten sie es schließlich wohl nur deswegen, bevor Feelicitas ihre bisher schlimmste Drohung, das sie im Spätsommer, wenn sie 18 wäre ausziehen würde wahrmachen konnte.

Feelicitas wandelte noch ein wenig über die Wiesen. Dann ging sie durch den Wald zurück. Sie fand noch eine Abzweigung die ihr vorher nicht aufgefallen war. Sie verfolgte den doch recht endlosen Weg vorbei an dunklen Tannen und dichten Untergehölz, bis sie plötzlich mitten im Dickicht stand und der Weg aus unersichtlichen Gründen endete. Es hatte ziemlich lange gedauert hier her zu kommen, seit sie den Hauptweg verlassen hatte waren bestimmt zwei Stunden vergangen. Dabei sah er so aus, als ob er wieder ins Dorf führen würde. Das ungute Gefühl, das sie schon etwas länger hatte, aber nicht drauf hören wollte, wurde urplötzlich intensiver. Sie verfluchte sich selbst leise dafür nicht eher umgekehrt zu sein, aber wie hätte sie auch wissen sollen, das es in England Wege gab die ins Nichts führten? Unruhig wie sie war, begann sie wieder mit sich selbst zu reden. Sie tat das schon mal öfters, wenn sie zu lange Zeit niemanden mehr zum Reden gehabt hatte. Was eigentlich Dauerzustand war. Wie sollte man denn auch Freunde haben, wenn man bereits mit zwölf aus der Schule geworfen wurde und fortan kaum weiter als bis zum hohen Zaum um das Herrenhaus der de Fresy Familie kam?

In der Ferne hörte sie Tiergeschreie, das war ihr bis jetzt völlig entgangen. Und plötzlich passierte es wie so oft zuvor, sie sah nicht mehr die Bäume und den Weg. Es war dunkel um sie herum und sie spürte Gefahr. Doch welcher Art? Sie sah sich schon als lebloses Opfer ausgehungerter Wölfe oder Bären enden, obwohl ihr selbst klar war, wie dumm das klang. Es war geradezu übertrieben, doch trotz dessen stiegen ihr Tränen in die Augen. Was sollte sie nun tun? Sie musste schnell weg.

Es war genauso wie vor drei Jahren als sie auch dieses Gefühl ergriffen hatte. Es war ein heißer Sommertag gewesen und sie war mal wieder von zuhause getürmt um im nahegelegenen See sich Kühlung zu verschaffen. Es hatte sich nicht angekündigt, doch ihr wurde plötzlich schwarz vor Augen und sie verließ panikartig das Gewässer. Wenn sie auch nur ein paar Minuten später aus dem Wasser gegangen wäre, hätte sie der, urplötzlich aus dem Nichts einschlagende Blitz, wohl das Leben gekostet. Sie hatte sich damals so darüber erschrocken das sie das Gewitter das nun folgte, nicht abwartete, sondern im strömenden Regen nach Hause lief und wegen der darauf folgenden Aufregung die dort herrschte niemanden davon erzählt. Es war ja auch zu komisch und beunruhigend. So was hätte nur wieder zu Aufregung geführt, die sie nicht brauchen konnte. Später war ihr das ganze sogar so unheimlich, da sie es am liebsten vergaß. Doch wann immer sie das Gefühl überkam, geriet sie so in Panik, das sie alles tat nur um fortzukommen.

Doch was tun? Durch das Gestrüpp laufen, oder zurückgehen? Und es wurde immer dunkler je länger sie darüber nachdachte, obwohl es nie hätte so schnell dämmern dürfen. Als der Himmel innerhalb von Minuten tief schwarz war überkam sie totale Verzweiflung. Sie wurde aber schreckhaft aus ihren Gedanken gerissen als in ihrer Nähe ein lautes Knacken und tapsige Schritte das nahen eines anderen Lebewesens verkündeten. Ihre Gedanken variierten einen Sekundenbruchteil mit den Wölfen, doch ehe sie etwas anderes in Betracht ziehen konnte sah sie schon den Urheber des Geräusches plötzlich 10 Meter von ihr entfernt aus dem Unterholz treten.

Erleichtert darüber das es kein Bär war, wollte sie auf ihn zustürzen, vielleicht war es jemand aus dem Dorf, der sie suchte. Was ja langsam auch Zeit wurde, schließlich waren die Pensionswirte dazu verpflichtet sie auf Leib und Leben zu beschatten. Doch als sie ihm beim Näherkommen besser in Augenschein nehmen konnte, zweifelte sie an dieser Vermutung. Sie kannte ihn nicht. Es war ein kleiner beleibter Mann mit sehr spärlichen, farblosen Haaren und einen schlaffen, teigigen Gesicht. Das war aber nicht das verwunderlichste an ihm. Sie blieb stehen und hörte jetzt sein pfeifendes Atem das näher kam.

Nein, eher fand sie die Tatsche das er einen langen schwarzen Umhang trug und sie schweigend und erstaunt anstarrte, als ob sie vom Mond käme, war schon eher besorgniserregend.

Ein komischer Mensch, aber trotzdem nahm sie allen Mut zusammen und sprach ihn an: „Entschuldigen sie bitte, könnten sie mir vielleicht sagen wie ich ins Dorf zurückkomme, ich habe mich glaube ich etwas verirrt?"

Doch reagierte er zuerst nicht und schaut sie weiterhin mit seinen wässrigen glänzenden Augen still an. Fast, als ob er weiß wer ich bin, dachte sie erstaunt und doch überkam sie Gänsehaut, als er sie Nagetierhaft angrinste und sich bedächtig näherte.

Dann reagierte er ziemlich schnell, indem er aus seinem Umhang etwas herausholte das wie ein Stock aussah und auf sie richtete. Sie hörte noch das er mit einer sehr quietschenden, vor Aufregung zitternder Stimme, ein Wort herausstieß. Was dann passierte wusste sie irgendwie nicht mehr so richtig. Sie verstand es auch nicht ganz. Doch dieses Wort blieb ihr im Gedächtnis.

„Imperio!" Wiederholte er wieder, diesmal etwas ruhiger.

Feelicitas hatte zum ersten Mal in ihren 17 jährigen Leben das Gefühl ohne Grund unheimlich leicht und sorgenlos zu sein. Und sie spürte sehnsuchtsvoll das sie auf Wolken zu schweben schien, dabei hatte sie nicht eine Tablette genommen. Der Mann sprach wieder: „ Komm mit, Mädchen!"

Und weil es ihm nicht schnell genug sein konnte rief er gereizt: „Na komm schon!"

Und als hätte sie in ihren Leben nie etwas anderes vorgehabt, Feelicitas Lefay kam.

Sie folgte ihm wie im Schlafe. Sie bemerkte noch nicht mal das er im vorbeigehen seine rechte Hand um ihren Arm schlang und auch sah sie nicht das dieser Hand ein Finger fehlte.

Sein Herr war schon seit Tagen unruhig, doch der dunkle Lord ließ nicht erkennen woran das lag. War es seine Unfähigkeit ihn gebührend zu umsorgen, oder die stumme Wut darüber einsehen zu müssen, das er zur Untätigkeit verdammt war? Es sollte mir eigentlich egal sein, dachte Wurmschwanz furchtsam. Es entsteht nur Ärger, wenn ich zu neugierig bin. Da wird nichts gutes daraus.

Doch vielleicht hatte es ja auch damit zu tun, das er hier stundenlang im Gebüsch gesessen hatte, nur um so eine Muggel zu finden. Manchmal wünschte Wurmschwanz, er hätte Bertha Jorkins nicht gefunden und hätte damit nicht die Kette in Gang gebracht, die langsam aber stetig anrollte. Dann wäre sein Meister nicht auf diesen komischen Plan gekommen.

Viele seiner Pläne, waren durch Bertha Jorkins entstanden, warum sollte diese Frau da vor ihm eine Ausnahme sein? Was sollte das jetzt mit dieser Muggel werden? Was sollte dieses halbe Kind dem dunklen Lord geben sollen? Wurmschwanz schaute sie genauer an. Sie war ca. zwanzig Zentimeter größer als er und wirkte doch etwas füllig, so das die Größe nicht allzu sehr auffiel, wenn man nicht neben ihr stand, so wie er gerade. Sie war noch sehr jung, sie konnte kaum älter als 18 Jahre sein. Obwohl ihre roten Haare ihn an jemanden erinnerten, die er vor zu langer Zeit wahrhaft vergöttert hatte, hatte diese Frau hier nichts mit der bezaubernden Gestalt der dahingeschiedenen Lily Evans zu tun. Schnell verwarf er diese Gedanken und doch, es war niemand da, der sie ihm förmlich aus den Kopf heraussaugen konnte um sich darüber zu amüsieren. Er war ganz alleine – nur mit einer Frau, die zufälligerweise ein Attribut besaß, das er in seiner Wahl bevorzugte. Nicht, das er das jemals gemacht hätte.

Und doch straften sich seine Glieder etwas, als er merkte, wie bereitwillig sie ihm folgte. Ihm. Wurmschwanz der kleinen Ratte, die nicht einmal mehr einen anständigen Namen besaß, so winzig war sie. Natürlich pflegte sein Meister das ein wenig anders auszudrücken, doch Wurmschwanz war bei weiten nicht so dumm, wie alle dachten. Er machte sich keine Hoffungen, das sein Wert wirklich sehr lang anhalten würde, nachdem er seine Schuldigkeit getan hätte.

Sobald Harry Potter in der Gewalt des dunklen Lordes war und dieser seine alten Kräfte wiedererlangen würde, war kein Platz mehr um an seiner Seite existieren zu können. Um überhaupt Leben zu können. Wurmschwanz verfiel schon wieder in alten Gedanken, als er mit der Frau im Gefolge langsam zur alten Waldhütte zurückstapfte, die ihr heutiges Nachtlager sein musste.

Damals als er noch nicht gezwungen gewesen war, sich selber aus Angst vor dem Leben verstümmeln zu müssen, war er zwar auch schon verloren gewesen, doch er hatte ein eigenes Leben gehabt.

Wurmschwanz hatte sich nie Freunde unter den Untergebenen des dunklen Lordes gesucht, er war schon immer ein Einzelkämpfer gewesen. Wenn er wieder der junge Mann gewesen wäre, auf den er in seinen Erinnerungen traf, dann hätte er ihm am liebsten zugerufen, alles anders zu machen, als er es tat.

Doch was halfen ihm diese Gedanken? Er steckte tief in der Kacke und es wäre ein Wunder, wenn er jemals da wieder heil herauskommen würde. Dunkler Lord hin oder her, Wurmschwanz wähnte sich verloren. Emsig schüttelte er seine ketzerischen Gedanken ab und versuchte Trost zu finden in den süßen Versprechungen, die ihm gemacht worden waren. Er sollte frei sein können, wenn er seinen Herrn zum wiederaufstehen verhalf. Er sollte belohnt werden, so das er niemals mehr an die vielen Jahre als Ratte einen Gedanken verschwenden musste, denn sein Lohn würde alles aufwiegen.

Worin genau der verlangte Dienst bestand wusste er nicht, doch das überging er auch geschickt in seinen hoffnungsvollen Gedanken. Er suchte lieber Zuflucht in dem Lohn, sah sich schon wieder in einen warmen Haus mit Pantoffeln an den Füßen, gemütlich in seinen Sessel die Zeitung lesen, während eine Schar rothaariger Kinder um ihn herumkroch. Langsam war er wirklich zu alt für das hier alles. Er sehnte sich endlich nach Ruhe, statt kalter, nasser Nächte. Und eigentlich bist du auch zu alt um dir so was vorzumachen, ertönte eine bissige Stimme in ihm Sie ist tot, es gibt keine Kinder für dich. Alles ist vorbei und du hast es vermasselt. Warum konntest du dich nicht mit dem Platz der dir zustand zufrieden geben?

Ein kurzer Seitenblick zu seiner Gefährtin und Wurmschwanz wurde immer verwirrter und während er sie durch den Wald zu seinem Herrn, in die alte Holzhütte brachte, die verlassen und verfallen im Wald lag, blickte er ab und an auf ihre gelösten Züge und ihre bewölkten Augen, die im Bann des Imperius versunken waren. Doch er gab das Nachdenken auf, die Entscheidungen seines Herrn musste er nicht immer verstehen. Gedanken taten so weh, sein Meister hatte recht, wenn er Wurmschwanz Gedanken lustig fand. Wurmschwanz sollte solche Dinge einfach vergessen. Aber wenn es ihn nun mal bis ins Grab verfolgen würde? Der dunkle Lord würde es nicht gerne sehen, wenn er zu viele Fragen stellte. Immer noch zürnte er ihn ein wenig, weil der alte Crouch Wurmschwanz Obhut entkommen war.

Ein leichtes Zucken überlief Wurmschwanz, als er an die Bestrafung zurückdachte. Um sich abzulenken, beschleunigte er seine Schritte und trieb das Mädchen, das achtlos, ohne vom Boden oder Hindernissen Kenntnis zu nehmen neben ihm herstolperte, energischer an.

Fortsetzung folgt...

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