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Author of 12 Stories |
Wo stehen Neuigkeiten? Richtig in meinen Livejournal
Und wo befinden sich die Reviewantworten? Genau, auch dort.
Und wo ist das Livejournal? In meiner Bio
Und wenn ich das alles nicht lesen will, was dort steht? Dann lässt du es einfach und schaust nur auf deinen Namen, der irgendwo markiert ist.
Und wenn ich mich da nicht finde? Dann war das Feelie wieder dumm und hat etwas vergessen zu schreiben, ist aber trotzdem für alles dankbar das reviewt hat. Schnell mal schauen.
5. Lebensaufgaben
Die nächsten zwei Wochen geschah kaum etwas, und gerade das war beunruhigend. Der Tag hatte seinen festen Verlauf.
Morgens aufstehen und Wurmschwanz helfen, dann in die alte Küche gehen und Wurmschwanz wieder helfen. Danach mal die Möglichkeit sich zu waschen und dann musste sie schon ihren Herrn füttern. Dann war es schon Mittag und Wurmschwanz brachte irgendwas zum Essen mit. Woher er das hatte, blieb ein Rätselt für Feelicitas, doch es war auch nicht ihre Art, das man sich um so was Gedanken machen sollte.
Doch andere Dinge fielen ihr umso besser auf. Egal was Wurmschwanz auch tat, Voldemort war es nie genug und scheinbar musste man erst unter diesen komischen Fluch stehen, ehe dieses Höllenbaby sicher war, das man immer sein bestes Tat und über Unzulänglichkeiten schwieg.
Doch es blieb nicht lange so ruhig. Wurmschwanz war an diesen Tag auf Einhornjagd gegangen, da ihnen das Blut ausgegangen war und es war schon später Morgen, ohne das er zurückgekehrt war. Feelicitas hielt es zwar anfangs für einen Scherz, was er machen wollte, aber das verging ihr bald. Sie hatte wieder ein sehr schlechtes Gefühl und sie hatte irgendwie gewusst, das etwas geschehen musste, bevor Wurmschwanz wiederkam. Feelicitas hatte sich kaum gerührt und schlafend gestellt, währenddessen fiel sie wirklich in einen Traum.
Voldemort konnte nicht schlafen, er kroch unruhig hin und her. Er wusste selber nicht, woran es lag. Ihn plagten Tausend Gedanken und eigentlich war ihm alles zuviel. Nur noch wenige Monate und soviel Arbeit. Er musste Wurmschwanz dazu bringen, das er die magische Beschwörung beherrschte und seinen Herrn nicht bei lebendigen Leib umbrachte – War zwar nicht so einfach möglich, doch immerhin sehr schmerzhaft.
Dann musste er noch soviel mit dem jungen Crouch besprechen, doch dieser schien gerade eine Eigenmächtige Phase zu haben und meldete sich nicht. Nachdem er seinen Vater vor Wochen um die Ecke gebracht hatte, hatte der dunkle Lord schon nichts mehr von ihm gehört.
Nicht das Voldemort sich Sorgen um ihn machte, seine Sorgen betrafen eher das Scheitern des Unternehmens.
Doch als wäre das nicht genug, lag jetzt auch noch ein Muggelmädchen ein Paar Meter neben seinen Sessel in einer Nische neben dem Kamin. Ein kleines Kind, von dem er irgendwas erwartete, das aber überhaupt keine Bedeutung für ihn haben konnte.
Warum hatte er sich darauf eingelassen?
Zudem was sollte er mit ihr? Bei der ersten Wiederzusammenkunft seiner Getreuen, konnte er kein Muggelopfer einbauen, denn Harry Potter war da viel besser für geeignet. In den langen Jahren seiner ersten Herrschaft, hatte er unzählige Menschen foltern lassen und oft auf ziemlich innovative Weise aus dem Leben gerissen. Doch noch nie hatte er einer Opferung so eine lange Vorplanung gegeben. Überhaupt nahm er sonst immer irgend so einen Muggel, der gerade vorbeikam und er suchte nicht einen, den er Monate lang durchfüttern und bewachen lassen musste.
Irgendwie schienen seine Träume auch nicht mehr die besten zu sein. Doch Voldemort war neugierig, er scheute sich davor, diese Belastung einfach loszuwerden. Umbringen wollte er sie auf keinen Fall, bevor nicht die Szene im Wald zustande kam in der er sie zu Tode folterte.
Bis zum Mittag ging das so mit seiner Unruhe und dann verlangte er von ihr das sie zu ihm kam. Es war besser es zu tuen, das war dem Mädchen klar, also kroch sie bereitwillig zum Sessel.
Obschon in ihr ein Kampf tobte und sie sich innerlich sträubte und sie Angst vor dem eisigen Gefühl der Leere ergriffen hatte, versuchte sie das Fordern zufrieden zu stellen. Er wusste, das sie nicht so ein Mensch war, der sich lange etwas vormachen ließ. Mit dem Imperius würde er überhaupt nicht lange die Kontrolle behalten, er spürte ihren Aufstand. Wahrscheinlich sollte er mal andere Mittel anwenden.
Doch mochte es am heißen Wetter liegen, oder an zuwenig Gift im Blut, Voldemort war nicht zufrieden. Er bekam von Feelicitas nicht mehr dasselbe wie vor Wochen, als sie ihm zum ersten Mal auf den Schoß genommen hatte.
Da hatte ihm die Stille gefallen, die Wärme ihres Körpers, der Flammenschein des Kamins und die gelassene Ruhe die sie ausstrahlte. Wäre sie nicht unter dem Imperiusfluch gestanden, der zwar wieder verebbte, doch noch sehr wirksam war, und hätte sie nicht so eine Furcht haben müssen, dann würde sie dieses Gefühl den ganzen Tag über verbreiten, dachte der unzufriedene Lord bei sich. Es war etwas ganz anderes als wenn Wurmschwanz sich um ihm kümmerte. Wurmschwanz ekelte sich und egal wie er es versuchte, Voldemort war klar das Wurmschwanz immer kurz vor dem Erbrechen stand.
Sie hingegen tat das nicht, und sie ging auch viel ungezwungener mit der Situation um, als Voldemort es dachte. Bei anderen Dingen brachte sie entschieden mehr Widerstand auf. Sie nahm es fast mit Natürlichkeit auf sich, wusste offensichtlich von Natur aus, wie man etwas festhielt, ohne es zu erdrücken, vor lauter Furcht es könne runterfallen und sich rächen.
Es war ein verwirrendes Gefühl gewesen, das jemand sich seiner annahm.
Die heimliche Illusion, die in ihm erstanden war, verfehlte ihre Wirkung jedenfalls nicht. Doch heute nutze das nichts. Er war nicht imstande sich ihr noch einmal in aller Heimlichkeit hinzugeben. Noch konnte er einfach einschlafen, so wie einige Male zuvor in den letzten zwei Wochen.
Feelicitas versuchte still zu bleiben, als sie das kalte Bündel in den Arm nahm, selbst als die Furcht an ihr zu nagen begann und sie wartete einfach ab. Nach einer Weile gestattete er ihr missmutig und unzufrieden, gehen zu dürfen. Als sie aufstand blieb sie irgendwie an seinem Umhangzipfel hängen.
Voldemort blieb vor ihr liegen, entblößt, nackt, schleimig, schuppig, grauenerregend und zu Tode wütend.
Sie sah es an seinem Blick, wurde förmlich dazu gezwungen es mit anzusehen und nicht weggucken zu können. Es packte sie eine unsichtbare Macht und sie wurde in eine Ecke geschmissen. Sie prallte mit einem Knirschen gegen die Wand und für einen Augenblick sah es so aus, als ob er das Interesse an ihr verloren hätte. Doch noch während sie sich vor Angst in der Ecke zusammenkrümmte, merkte sie das ein Schlag in ihren Rücken traf, der auf den, bedingt durch den unsanften Aufprall an der Wand, ohnehin schon misshandelten Knochen ihres Rückens mit brennenden Schmerz zerbarst und sie durchbohrte.
Wimmernd versuchte sie ihre empfindliche Seite zu verdecken und hob die Arme zum Schutz gegen seinen Zorn.
„Wie kannst du es wagen mich derart zu beleidigen. Ich werde dir zeigen was es kostet so nachlässig zu handeln."
Es war nur ein Flüstern, doch seine zischende, schrille Stimme hatte einen dermaßen mörderischen Ton angenommen wie sie es noch nie von einen Lebewesen vernommen hatte. Vielleicht lässt er mich in Ruhe, wenn ich ihm gebe was er verlangt, dachte Feelicitas und entschied ihn anzuflehen als letzte Rettung.
„ Bitte, es tut mir so leid das ich euch Missfallen bereite."
Aus ihren Mund klang eine so verschreckte, kindliche Hoffnung, dass alles wieder gut werden würde, ihr Verstand aber sagte ihr, dass alles Bitten und Betteln hier umsonst war. Dieses ausdauernde Hoffen, machte sie noch einsamer als sie sich je in den letzten Wochen hätte fühlen können. Dennoch gab sie nicht auf und näherte sich ihn unterwürfig.
„ Herr, ich flehe euch an. Ich wollte euch nicht kränken. Bitte..."
Sie sah auf und wich ruckartig zurück, als ob sie durch die Wand wollte. Er zielte mit den Zauberstab in unmittelbarer Reichweite genau auf ihr Herz. Feelicitas wollte sich ihren Umhang um den Körper wickeln und die letzten Sekunden ihres Lebens im Schutze ihrer kleinen Welt verbringen. Doch irgendetwas hielt sie davon ab, einfach so aufzugeben. Sie nahm die letzten Reste ihres zerstörten Lebens zusammen.
Mit dem letzten Mut, den sie ihr noch nicht austreiben konnten, kroch sie wieder vor den Kamin und warf sich ihm zu Füssen. Im Staub auf den Boden kriechend flehte sie weiter für ihr Leben.
„ Ich tue alles was ihr wollt, bitte Herr, nehmt mir für meine Dummheit nicht mein Leben, BITTE..."
Sie sah den Ausdruck seiner Augen und ihre Stimme erstarb. Einen Moment, der Stunden dauerte schauten sie sich in die Augen. Ihr rannen stumme Tränen über die Wangen und ein Meer aus Hoffnungslosigkeit tropfte zu seinen Füssen und bildete einen Flecken auf dem ohnehin schon fleckigen Teppich.
„Du hast eine Strafe verdient, also werde ich dich wohl bestrafen müssen, nicht wahr?" zischte er ungnädig.
Mit einem letzten Wimmern, wich sie vor ihm zurück. Unter den schützenden Armen hindurch, die sie vor ihren Körper geschlungen hatte, sah sie wie er den Zauberstab wieder hob und einen Fluch ausstieß. Als ein nie gekannter Schmerz ihren Körper in krampfhaften Schmerzwellen untergehen ließ und ihren linken Arm, der dem giftfarbigen Strahl aufnahm in Fetzen zerstach, wusste sie noch nichts von dem Glück welches sie hatte.
Sie konnte den Schmerz nicht aushalten und hatte kaum gemerkt, das die ewigen quälenden Schmerzensstöße des Zauberstabes, gerade in dem Augenblick verebbten, als sie aufgeben wollte und den Schmerz seinen Lauf gab. Sie nahm ihn in sich auf und mit einen letzten aufbäumen fiel sie regungslos zur Seite und ihrer Welt verschwamm in einen dunklen Nebel.
Wurmschwanz kam erst gegen Abend wieder und erlebte eine unangenehme Überraschung. Der dunkle Lord schien sich bei der Bestrafung von Feelicitas, über deren Grund er nichts sagte, etwas zu sehr überanstrengt und wenn man Wurmschwanz gefragt hätte, was er insgeheim dachte, dann hätte der Diener gestehen müssen das er seinen Herrn selbst am Anfang ihrer gemeinsamen Reise nach England nicht so schwach erlebt hatte.
Er fütterte den dunklen Lord und dann schlief dieser. Wurmschwanz hätte nach der langen Jagd nach dem Einhorn auch nichts lieber getan als das, doch sein Herr hatte ihn noch kurz vor dem wegschlummern beauftragt „Die Sache wieder in Ordnung zu bringen". Also nahm sich Wurmschwanz mit müden Gliedern auch dem Mädchen wieder an.
Nachdem Feelicitas nun noch zwei Tage ziemlich bewusstlos war und kaum sich von der Schlangengiftverätzung erholt hatte, konnte sie noch 1 ½ Wochen nicht aufstehen und so war sie nun nach langer Zeit wieder richtig nützlich eingespannt, wenn es um die unbeliebten Aufgaben von Wurmschwanz ging.
Voldemort schien das Geschehene zu übersehen, als hätte es den Vorfall nie gegeben. Sollte das sein Ausdruck von „Das-Thema-ist-erledigt!" sein? Die Zeit vertrieb Feelicitas Erinnerung ein wenig und heilte ihre Wunden, bis nur noch der Schock und eine Narbe zurückgeblieben war. Wo der Strahl sie getroffen hatte, war die Haut verletzt, obwohl Wurmschwanz darauf beharrte, dass gerade der Sinn dieses Cruciatus - Fluches wäre, das man keine Spuren sähe.
Allerdings räumte er auch ein, das es ein anspruchsvoller Fluch war, den Voldemort in seinen, durch das Wetter geschädigten Zustand lieber hätte vermeiden sollen.
Die gespaltene Haut verheilte schnell, doch die Narbe war erschreckend. Nicht, weil sie entstellend war oder groß, sondern weil sie nicht einfach nur eine Narbe war. Wurmschwanz hatte, als er ihren Verband abgemacht hatte vor Schreck ihren Arm fallen lassen und tat fast so als hätte er sich verbrannt, oder als ob er ehrfürchtig nicht wagte sie zu berühren. Oder, als wenn er zu angeekelt wäre. Feelicitas schaute selbst nach. Sie erkannte sofort, was der weichen geschlungenen Linie auf ihren Unterarm ähnelte. Eine dünne schlangenförmige Linie, ein wenig glitzernd wegen der neuen Haut und es sah so aus, als wäre die Narbe scheinbar im Begriff davon zu kriechen. Irgendwie sah es süß aus, obwohl Feelicitas nichts weiter als eine Narbe darin sah, die zum Glück nicht zu verwachsen war. Sie spürte aber an seinen Blicken das es für ihn noch etwas anderes zu bedeuten hatte.
Noch mehr machte es sie unruhig das Wurmschwanz ihr beiläufig geraten hatte, Voldemort nie diese Narbe zu zeigen. Dabei war es nur eine Narbe, oder war es wirklich mehr? Obwohl es jetzt schon zwei Wochen her war, mied Wurmschwanz den Blick auf ihr Zeichen. Sie eigentlich auch, denn als sie jetzt noch mal um ihre Gedanken zu bestätigen einen kurzen Blick auf ihren zurückgerutschten Ärmel warf, musste sie sich eingestehen, das diese Narbe sie an Voldemorts Blick, ihre Angst, Verzweiflung und die Schmerzen denken ließe. Der dunkle Lord hatte nicht vorgehabt sie zu töten, doch es hatte nicht viel gefehlt.
Und wenn das Schicksal einem nicht immer so gesonnen war da sollte man lieber vorsichtig sein.
So vergingen die Tage und wurden zu Wochen in denen sich Feelicitas hütete, einen falschen Schritt zu tun und dabei die Zeit ganz vergaß. Und eines Morgens wachte sie auf dem staubfleckigen Teppich vor dem niedergebrannten Ascheresten des Feuers im Kaminzimmer auf und dachte wieder einmal klar, wie sie es seit den letzten Wochen wieder öfter tat. Die erste Zeit, nachdem sie Voldemort, unter diesen Zauber gezwungen hatte, war schwer gewesen, doch einmal war sie der Willenlosigkeit schon entflohen und somit hatte sie den Dreh langsam heraus.
Mitte Mai war sie hier gelandet. Wurmschwanz hatte erst gestern angemerkt, das es Mitte Juni war. Mit wehmütigen Gedanken seufzte sie.
Mitte Juni. Einen Monat hatte sie erlebt, hatte Wurmschwanz geholfen. Sie hatte das Monster an seiner Stelle gefüttert, es sogar gepflegt.
Sie litt unter Hunger und Wurmschwanz teilt das wenige, was er zu essen organisierte nicht ganz gerecht auf. Sie hatte mehr gesehen als ihr lieb gewesen war und keine 14 Tage war es her, da hatte sie sich fast umbringen lassen müssen.
Sie war wohl aufgewacht, weil Wurmschwanz geschrieen hatte. Schockhaft schreckte sie hoch und fragte sich was geschehen sei. Sich sodann unauffällig aufrappelnd kroch sie in den Schatten des Kamins und lauschte, während die schrille Stimme Lord Voldemorts mit einem spöttischen und amüsierten Klang sprach
„Ja, Wurmschwanz, noch eine Woche, dann ist es soweit. Harry Potter kommt hierher auf mein Geheiß und hilft mir meinen Körper wiederzuerlangen. Es ist Zeit für deine Belohnung und du bist dir doch im klaren über den Wert meines Geschenks. Du freust dich doch deinen Teilbeitragen zu können, Wurmschwanz, nicht wahr? Deine Treue zu mir wird dir auch reichlich vergolten werden, was ist dein elendiger Körper dagegen für ein Preis?" Er lachte kalt und es hinterließ auf Feelicitas Rücken einen eisigen Hauch.
„Bald werde ich wieder herrschen. Ich werde stärker sein als jemals zuvor. Und ich werde das zuende bringen was ich angefangen habe. Ich werde es vollenden und mein Werk krönen, was auch das edle Werk Salazars Slytherins war. Er ist noch ein Kind. Es ist noch nicht zu spät. Ihr werdet Zeugen sein, Wurmschwanz, wenn ich den Einzigen, von den behauptet wird, dass er mich besiegen könne, umbringen werde. Er, das jämmerliche kleine Kind, soll er etwa stärker sein als der mächtigste Magier der Welt?"
Als Feelicitas sich gewahr wurde, was Voldemort gerade Wurmschwanz anvertraut hatte, zuckte sie zusammen. Voldemort bemerkte nun auch, das sie wach war, doch schien er nicht weiter daran interessiert zu ergründen wie viel sie mitbekommen hatte. Er wandte sich nach einen kurzen prüfenden Blick auf ihre Gestalt in der Ecke wieder Wurmschwanz zu und Feelicitas beschäftigte sich nun mit sich selbst.
Sie registrierte nur noch am Rande wie Voldemort das Thema änderte und Wurmschwanz Anweisungen für den Tag gab. Der Blick, den Voldemort auf sie gelegt hatte brannte, als ob der kalte, grausame Ausdruck seiner roten Augen, die im schuppigen Gesicht eines einer Schlange ähnlichen Geschöpfes furchterregend glänzten, immer noch auf ihr ruhte. Und sie befürchtete, das sich das überwältigende Gefühl der Ohnmacht nicht so schnell wieder vertreiben lassen würden ließe.
Sie schreckte aus ihren Gedanken hoch, als Wurmschwanz, der bis jetzt vor dem Sessel gekniet hatte aufstand. Ihr fiel wieder ein das er geschrieen hatte, Feelicitas war dennoch beruhigt. Sie hatte zwar den Beängstigen Teil, der Unterhaltung über die Belohnung nicht mitbekommen, aber Voldemort hatte schon öfters erwähnt das Wurmschwanz nützlich zu sein habe. Wurmschwanz aber hatte, und sie hatte das auch schon vermutet, keinen blassen Schimmer davon gehabt was er tuen musste. Voldemorts Plan schien ihn sehr mitzunehmen. Sonst war er ein heuchlerisches, feiges und verräterisches Dreckstück von Ratte. Und soweit sie es in Erfahrung bringen konnte, war er es nur zu sehr und im wahrsten Sinne des Wortes. Doch an diesen Morgen war er noch erbärmlicher als je zuvor. Nicht das Feelicitas viel Erbarmen für ihn besessen hätte. Der Gedanke kam ihr, dass die beiden von einen Jungen gesprochen hatten.
War auch er ein Zauberer? Warum musste Voldemort ihn haben ?
Wurmschwanz zupfte sie am Arm und allen Gedanken zum Trotz sprang sie beinahe erfreut auf um ihn zu begleiten.
Wieder verharrte sie beim Namen Harry Potter. Er ist meine einzige Hoffnung, dachte sie ohne zu wissen, das sie ihr Leben somit in die Hände eines schmächtigen 14-jährigen Jungen gelegt hatte. Wurmschwanz zitterte immer noch, vielleicht würde er sie einweihen in das was Voldemort vorhatte? Er hatte sich in den letzten beiden Wochen so sehr mit ihr beschäftigt, das sie fast soviel über sein Leben wusste wie er selbst. Das meiste hatte sie erraten oder aus seinen Blicken herausgelesen. Er klammerte sich sozusagen an ihre Gesellschaft. Nicht das sie ihm etwas wert gewesen wäre. Er war nur sehr ängstlich von Natur aus und es brauchte nicht viel, sie in seinen Augen lesen zu lassen, das er nur hier an der Seite dieses Minimonsters war, weil dies ihm Sicherheit vor jemand oder etwas anderes bot. Dabei vergaß sie natürlich nicht das diese Sicherheit sie ausschloss.
Sie gingen ins Bad und Feelicitas strahlte auf und machte sich mit unübersehbarer Freude ans Durchwaschen ihrer kümmerlichen Habseligkeiten.
Denn Wäschewaschen, hieß nicht nur das ihre Unterhosen frischer aussahen, sondern sie würde beim Trockenen der Wäsche auch nach draußen kommen.
Draußen zu sein, hieß aber nicht nur Frischluft zu bekommen...
Gerade in dieser Nacht, kurz bevor Wurmschwanz Schrei sie geweckt hatte, träumte sie davon, das sie im wilden Garten stand und loslief und einfach rannte, bis da nichts mehr um sie war, als die Sonne, das Leben und die Freiheit.
Wenn sich diese Möglichkeit ergibt, bist du frei, dachte sie und fühlte gleichzeitig Unsicherheit, denn ihr naiver Unterton gefiel ihr nicht so gut. Immerhin gab es da noch Wurmschwanz. Doch dieser, registrierte ihren abschätzenden Seitenblick gar nicht. Gegen Abenddämmerung stand sie im Garten hinter wild wuchernden Gebüsch und hängte ihre Unterwäsche auf die Stange vor dem alten Haus des Gärtners, während sie gleichzeitig in die Dunkelheit lauschte und Wurmschwanz betrachtete, der Nagini im Schatten des Hauses melkte. Es war ein faszinierender Anblick.
Ganz schön unachtsam von dir. Eines ist klar, ab heute fütterst du ihn wieder selbst, darauf kannst du dich verlassen du dreckige, widerliche Ratte, fast wäre es ihr laut heraus gerutscht. Sie konnte sich kaum erklären woher ihre Entschlusskraft stammte. Aber es gab Hoffnung. Sie hatte den Eindruck das er immer noch zu mitgenommen von Voldemorts Eröffnung war, um richtig auf sie zu achten.
Ein letzter Blick gegen das Haus wo Wurmschwanz sich mit Nagini abmühte und dann lief sie los.
Fortsetzung folgt...
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