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Books » Harry Potter » Within Hell
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: T - German - Angst/Horror - Voldemort & Severus S. - Reviews: 11 - Updated: 01-02-06 - Published: 12-05-05 - Complete - id:2689556
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Alles was ihr nie wissen wolltet in meinen Livejournal (Dort gibt es auch Gedanken über derzeitige Projekte)

6. Der Pakt der Freiheit

Was immer Feelicitas Lefay sich vorher von dieser waghalsigen Flucht versprochen hatte, kaum hatte sie damit angefangen, verließen sie alle ihre großartigen Gefühle. Die junge Frau kam sich eher ziemlicht alleingelassen vor und fühlte ein Widerstreben gegen ihren dummen Einfall. Es war ja schön Freiheit zu besitzen, doch was sollte sie damit anfangen? Das Dorf Little Hangelton war doch einiges entfernt und falls sie wirklich bis dorthin käme, dann wusste sie auch nicht mehr weiter. Sie hatte kein Geld, ihr Ausweis lag noch irgendwo im alten Haus und überhaupt, war sie doch schutzlos. Komisch, das sie vorher nie so darüber gedacht hatte, sie verstand sich selbst nicht mehr.

Eigentlich war es eine wirklich dumme Idee zu gehen, warum hatte sie dem bloß nachgegeben?

Ein wenig unsicher und entmutigt, lief sie aber doch weiter und Feelicitas war schon fast um die Ecke des Gärtnerhauses, als Wurmschwanz, plötzlich begreifend mit einem Schrei die Flasche scheppernd fallen ließ und Nagini von sich schmiss und hinterstürzte.

Okay, jetzt blieb ihr definitiv nichts anderes mehr übrig, als wirklich wegzulaufen. Laufen und nur noch laufen, an etwas anderes konnte Feelicitas gar nicht mehr denken. Dabei wusste sie tief in ihren inneren, das sie unterliegen musste. Es war ihr klar, das dieser Wurmschwanz einfach schneller sein musste, sie hatte seit Tagen nichts mehr anständiges gegessen und war kaum fünfzig Meter am Tag durchs Haus gegangen. Das konnte doch einfach nicht klappen,. Was sie vorhatte.

Feelicitas wurde immer unruhiger, wenn sie plötzlich stehen geblieben wäre um aufzugeben, hätte sie sich nicht davon abhalten können. Doch zum Glück machte ihr Körper diese Anstalten nicht. Doch gut sah es deswegen noch lange nicht für sie aus.

Feelicitas stolperte über Wurzeln, die sie nicht gesehen hatte, verlor das Gleichgewicht und rollte ziemlich unsanft einige Meter den Hügel hinunter. Das sie sich dabei nicht das Genick brach war pures Glück. Stattdessen gelangte sie in eine Baumlichtung. Sie wagte einen kurzen Blick zurück, das Haus lag ziemlich weit entfernt und Wurmschwanz schien im Nachteil zu liegen, weil er noch nicht die Hälfte der Strecke überwunden hatte.

Feelicitas wusste irgendwie, das der Kerl dumm war. In den wenigen Tagen in denen sie mit diesen komischen Leuten zusammen war, hatte sie soviel neues gesehen, das sie eigentlich damit gerechnet hatte, das dieser Typ einfach verschwinden und ein Paar Meter vor ihr , wieder aus dem Nichts auftauchen würde. Doch scheinbar gab es so was dann doch nur in den Köpfen der normalen Menschen.

Schnell lief sie weiter und hatte keinen Blick übrig was um sie herum geschah. Erst als sie urplötzlich in einen hohem Maisfeld stand, stoppte sie ruckartig und stutzte. Woher kam in dieser Jahreszeit ein so hohes Maisfeld?

Ganz überrascht über ihr schicksalhaftes Glück, vergaß sie was hinter ihr war und so verpasste der erste Fluch von Wurmschwanz nur um ein Haar ihren Körper, riss aber einige Maisstauden neben ihr mit einen Knallen um.

Feelicitas gewann plötzlich wieder angstvolle Klarheit über ihre Situation und machte den Fehler umzuschauen, statt wegzurennen.

Wurmschwanz fiepsendes Hecheln hörte man durch die Entfernung die er noch zu ihr hatte, doch zugleich sah er sehr wütend aus und schrie etwas unverständliches, worauf ein neuer Blitz aus seinen Zauberstab kam. Feelicitas konnte sich gerade noch neben einen Baum schmeißen und der Strahl prallte gegen den Stamm und eine Maße von Blättern und dünneren Ästen stürzte auf sie nieder.

Himmel, worauf hab ich mich da eingelassen, warum mach ich immer solche Sachen, wimmerte sie sich selber etwas vor, schaffte es aber ins Maisfeld zu hechten, ehe der kleine Mann sie eingeholt hatte. Wenn sie auch in keiner guten Verfassung war, immerhin hatte sie längere Beine und war deutlich jünger als dieser Kerl.

Sie stürzte querfeldein immer weiter und als sie ihren Verfolger nicht mehr hörte blieb sie lauschend stehen. Nichts war um sie herum als das leise und beruhigend Rauschen der Maisstauden. Sie schaute aufmerksam um sich herum, doch nichts tat sich und so dachte sie irgendwann Wurmschwanz hätte aufgegeben. Nicht das er sie nicht weiter fangen wollte, aber er war eindeutig nicht bei ihr in diesen Maisfeld.

Feelicitas lief noch ein Paar Meter weiter und blieb prustend stehen. Jetzt wo ihre Aufregung etwas nachließ, spürte sie plötzlich das Pochern in ihren Schenkeln und ihre Kurzatmigkeit. Langsam sollte sie sich mal Gedanken machen, was nun zu tun war. Es kam darauf an in welche Richtung sie wollte und was Wurmschwanz meinte, was sie tat. Doch woher sollte sie wissen, was Wurmschwanz meinte? Viele verwirrende Gedanken fanden wieder einen Weg in ihren seit Wochen schon etwas eingeschränktes Bewusstsein, und schossen ihr wild durch den Kopf.

Wird Voldemort ihn dafür umbringen? Bin ich so wichtig? Was soll das alles? Viel empfand sie nicht dabei, es war schon immer so. Antworten bekam sie selten und Dinge geschahen nun einmal ohne Grund.

Mit einem Ohr achtete Feelicitas weiterhin auf Geräusche und sah sich aufmerksam um, sie konnte einfach nicht glauben, das Wurmschwanz ohne sie zu seinen Herrn sich zurückwagen würde. Aber welche Richtung musste sie gehen um ins Dorf zu kommen, aber an Wurmschwanz vorbeizuhuschen. Gab es dort Polizei oder ein Versteck? Würde man ihr glauben?

Alles brachte nichts, sie hatte sich wieder einmal verlaufen und selbst der Stand der heißen Frühsommersonne half ihr nicht weiter. Feelicitas wusste, das sie eigentlich schwitzen musste bei den herrschenden Temperaturen, doch ihr war eher eisigkalt und sie zitterte leise. Es war fast, als hätte dieses seltsame Umfeld sie angesteckt. Ihre Hände sahen auch schon ganz blass und ungesund aus.

Wieso, dachte sie gereizt, habe ich nie gelernt sich an den Sternen oder der Sonne zu orientieren, dabei hat Mama mir das doch schon mit Drei Jahren beigebracht?

Warum eigentlich? fragte sie sich etwas überrascht. Die Aufregung schien ihre Denkweise unheimlich zu klären und doch verfiel sie in Überlegungen. Adelaide de Fresy, ihre Pflegemutter hatte sich niemals um so was gekümmert, wahrscheinlich wusste sie nicht einmal das es mehr als vier verschiedene Richtungen gab. Feelicitas stellten sich die Nackenhaare auf. Immer noch war kein Geräusch als das des Maisrauschens und ihres eigenen kalten Atems zu hören, und doch lang wieder diese Gefahr in der Luft. Feelicitas scheuchte alle störenden Gedanken schnell weg. Es gab nun wichtigeres, als den Unterschied zwischen Süden und Westen.

Langsam machte sie sich auf den Weg, ohne weiter über ihr Ziel nachzudenken. Und es schien nicht die schlechteste Wahl gewesen zu sein, denn sie erreichte bald eine einsame Landstraße und blieb ratlos stehen. Feelicitas entschied sich jedoch schnell und als sie diesen holprigen Weg ein Paar Meter in die linke Richtung gefolgt war, vernahm sie ein Geräusch in ihren Rücken. Ihr Herz hüpfte und doch war ihr klar, das es kein Grund zur Freude war. Ein Auto war es nicht. Ein Auto hörte sich anders an. Ein Auto würde auf diesen Weg einen Achsenbruch erleben. Es klang eher nach einen Wesen, mit sehr vertrauten Pfeifen in der Lunge.

Etwa fünf Meter von ihr entfernt, brach Wurmschwanz unvermittelt aus dem Feld und schaute sich gehetzt um.

Feelicitas machte sich davon, ehe er ihr zu nahe kam und machte kehrt ins Feld hinein, doch leider hatte ihr Verfolger sie gesehen.

Wurmschwanz hasste sein Leben und er hasste diese Frau. Da meinte man, das es mal einen Tag geben würde an dessen Ende er sich nicht fragen musste, ob seine Gunst beim dunklen Lord noch reichte um den Abend des nächsten zu erleben und dann machte dieses Miststück wieder Aufstand.

Erst gestern war der Lord nach seinen Schwächeanfall wieder so guter Laune gewesen, das er mit Wurmschwanz mehr sprach als nur Tadel und Befehle. An diesen Morgen, hatte er ihm sogar endlich eröffnet, was genau sein Teil bei der Wiederauferstehung wäre.

Das alles zeigte, das Wurmschwanz noch einen Wert hatte, egal was das auch näher heißen mochte. Egal welche Opfer er seinen Herrn noch bringen musste, er würde wenigstens dienen können und Lohn erhalten. Der dunkle Lord würde endlich erkennen, was er Wurmschwanz alles verdankte.

Doch irgendetwas sagte Wurmschwanz, das er bei dieser Sache auch wieder übervorteilt werden würde. Zum einen war da dieser junge Crouch, dessen Einsatz etwas ehrenhafter verlaufen war und der sich nicht mit dreckigen Windeln und impertinenten Schlangenzicken herumschlagen musste. Nein, verglichen zu Wurmschwanz Diensten war ihm nur die Schlagsahne obenauf gut genug.

Barty Crouch jun. Würde eindeutig das größte Stück vom Kuchen erhalten, wenn der Herr wieder zu seiner alten Form gefunden hatte. Wurmschwanz beunruhigte es nicht weiter, das größte Stück hatte er noch nie haben wollen, er hatte immer nur einen kleinen Teil abhaben wollen.

Doch genau das schien ihm gerade wegzulaufen. Und alles wegen diesen Muggelmädchen.

Diese Göre sah so harmlos aus. Und wenigstens manchmal schien ihr das neue Leben nicht gerade viel auszumachen. Wurmschwanz konnte es ja eigentlich egal sein, doch es beunruhigte ihn unheimlich, wie dieses rothaarige Biest sich den ganzen Tag in unmittelbarer Nähe des dunklen Lordes tummelte und es wirklich sehr selten mal Grund für Kritik gab.

Na gut, es war nicht schlecht, das sie scheinbar ein paar Qualitäten hatte, doch Muggel hin oder her, Wurmschwanz merkte, das das die Grenzen überstieg. Manchmal schien sie so hingebungsvoll und keinerlei Abneigung zeigte sich in ihren Verhalten. Es machte ihr einfach nichts aus, den Herrn zu füttern, zu baden und zu umsorgen.

Sie schien es irgendwie gewohnt zu sein. Wer weiß woher sie kam. Aber man musste Angst haben das der Lord für ihn selber keine Verwendung mehr hatte, das er sich zu sehr an die Existenz dieses Muggels gewöhnte. Das einzige was Wurmschwanz ihm noch bot, waren seine etwas unzulänglichen magischen Kräfte, die ihn nicht direkt an den Rande des Todes brachten, wenn er sie benutzte. Das war aber auch sein einzigster Vorteil.

Fast wünschte die Ratte, das sein Herr noch etwas mehr Elan hätte aufbringen können und das Mädchen bei der Bestrafung zu töten. Es würde wieder soviel einfach werden. Doch andererseits musste Wurmschwanz froh sein, das der dunkle Lord es nicht getan hatte. Es hätte sie wahrscheinlich auf Wochen zurückgeschmissen. Und natürlich wäre das Mädchen dafür nicht belangt worden, es wäre wieder seine Schuld gewesen. Er hatte auf sie aufpassen sollen und das war ihm mal wieder total misslungen.

Wurmschwanz flehte zu dem Gott, an den er nicht glaubte, das niemand was davon mitbekommen würde.

Der heutige Tag war ein sehr wichtiger in des dunklen Lordes Plänen, der junge Crouch hatte endlich mal wieder von sich hören lassen und sein kommen an diesen Wochenende angekündigt.

Das alles ging ihm durch den Kopf, als er leise durch das Maisfeld streunte dieses kleine Miststück mit den roten Haaren aber nicht fand.

Irgendwo muss sie doch sein, sie ist doch nur ein Muggel durchfuhr es ihm und er schaute sich gehetzt auf der alten Straße um. Und als wäre heute doch nicht sein Unglückstag, sah er gerade noch wie ihr wehender Zopf im Feld verschwand und lief japsend hinterher.

Feelicitas Beinmuskeln hatten sich durch den kurzen Stopp auf der Straße so gelockert, das das Ziehen und Zittern es ihr unmöglich machte noch weiterlaufen zu können. Sie versuchte es zwar, ohne rechte Überzeugung, dafür aber mit sehr viel Angst im Herzen. Doch leider gelang es ihr nicht und ihr Bein knickte einfach ein, als sie über eine kleine Wurzel stolperte. Der Aufprall tat weh, und doch erhob sich, beachtete das Gefühl an ihren Beinen nicht. Sie waren von all der Anspannung ganz taub gegenüber Schmerzen.
Hinter sich hörte sie die Schritte einer schweren Gestalt herannahen. Sie konnte kein Bedauern für ihren Fehlschlag empfinden. Sie konnte gar nichts mehr fühlen außer einen dumpfen Druck der ihr wie ein Kloß auf der Seele lag. Langsam rappelte sie sich auf und erhob sich. Sie drehte sich mit aller Ruhe um und stellte sich ihrem Verfolger entgegen. Egal was er jetzt tun würde, es würde ihr nichts ausmachen. Manchmal verlor man im Leben, da konnte niemand etwas dran tun, man musste es nur aushalten können. Angst war urplötzlich verflogen.

Sie verhaarte als der gut zwanzig Zentimeter kleiner Mannnäher kam und sie mit einen wirklich ernstzunehmend verstimmten Ausdruck bedachte. Wurmschwanz schien sich seiner Sache sehr sicher zu fühlen. Er senkte seinen Zauberstab und schaute an ihrer Gestalt hinauf. Feelicitas gefiel diese Art von Blick überhaupt nicht. Es war fast, als wollte er sie damit ausziehen. Doch so ausgeliefert, wie sie gerade war, wusste sie kein Mittel sich dagegen zu wehren.

Er würde bestimmen was weiter geschehen sollte und sie würde darauf reagieren. Ob es gefiel oder nicht, sie musste einfach, so leicht konnte sie trotz aller Widersprüche doch nicht einfach aufgeben.

Wurmschwanz reagierte plötzlich und versetzte Feelicitas einen schallenden Schlag ins Gesicht. Es war wohl zu seiner großen Befriedigung zuträglich, das Feelicitas nicht anders konnte als Schmerzvoll aufzujaulen und von der Wucht mitgerissen zu Boden zu sinken.

Das nächste was sie wahrnahm, waren seine dreckigen Schuhe, die knapp vor ihr Standen.

Jetzt wo er sie gefunden hatte, war seine Angst wohl vollends gewichen. Und ich unterstütze das auch noch. Mädchen warum kannst du dich nicht beherrschen? Als sie ihre Hand, von der getroffenen Wange nehmen konnte, blieb ein blutiger Schlier daran hängen. Vorsichtig tastete sie danach, neben ihrer Schläfe schien eine Platzwunde zu sein. Himmel, woher hat dieser Mistkerl diese Kraft?

Der Gemeinte thronte über ihr und als sie ihn mit tränenden Augen ansah, erwiderte er ihren Blick ziemlich ungerührt. Das man Frauen niemals schlagen darf, schien ihn noch nie jemand gesagt zu haben. Und doch ließ ihn die ganze Sache nicht kalt, er schien immer noch Wut auf sie zu verspüren. Ob sie nun vor ihm am Boden lag oder nicht. Klar, Feelicitas konnte das wirklich verstehen, so entsetzt sie auch darüber war.

Was er hätte ausstehen müssen, wenn er ohne sie zurückgekommen wäre, konnte sie sich auch ausmalen, und obwohl es ihm schon alleine für ihr geschundenes Gesicht zu gönnen war, empfand sie doch Mitleid.

Das verging ihr aber bald. Immer noch hatte er seinen Zauberstab nicht wieder rausgekramt, stattdessen schien er seiner Sache nun so sicher, das er sich sogar zu ihr runterbeugte und mit der Hand, der ein Finger fehlte nach ihrer Wunde tastete. Nun vielleicht war er doch nicht so sauer, vielleicht schien er da wenig Temperament zu haben. Feelicitas fühlte sich etwas diskriminiert, ich bin doch kein Hund und wenn ich einer wäre, hätte ich dich schon längst gefressen, dachte sie säuerlich und obwohl ihr Blick ihn hätte warnen müssen, forderte er sein Glück hinaus und strich ihr sanft und gönnerhaft über den Hinterkopf.

Feelicitas nahm das nicht so einfach hin, sie schüttelte die Hand ab und biss hinein, bevor er auch nur entsetzt zurückschrecken konnte. So gerne sie ihm einen weiteren Finger abgebissen hätte, so unterließ sie es doch und er plumpste bei seinen Rückzug auf den Hintern. Sogleich stürzte sie sich auf ihn drauf und sie fielen gemeinsam zu Boden und durch die Wucht, oder seine volle Absicht überschlugen sie sich einmal.

Feelicitas konnte sich gerade noch zur Seite rollen damit sie nicht ganz unter ihm zu liegen kam und sie rauften sich in einen Knäuel. Dann entwand sich ihm Feelicitas wieder, doch bevor sie Gelegenheit haben sollte zu verschwinden, hielt er sie am Kleid fest, das die Nähte arg strapaziert wurden und schmiss sich selbst erneut schwer auf sie, packte sie mit einer Hand im Nacken und plötzlich sah sie sich in der ziemlich aussichtslosen Lage, das Wurmschwanz ihr Gesicht unsanft an die Erde drückte. Sie zappelte, doch er schien sein gesamtes Gewicht darauf gelegt zu haben, da hielt sie still, obwohl ihre Lungen immer schrecklicher brannten und wieder Luft haben wollten. Die Welt um sie verschwand und nur noch das Pochern in ihren Ohren erfüllte ihren Geist.

Doch dann war sie plötzlich frei und ihr Kopf wandte sich instinktiv zur Seite und sie begann heftig zu husten. Doch kaum kam ihr Körper aus den Krampfhaften Luftholen wieder heraus, da packte er sie erneut in den Haaren. Doch der Griff war nur Drohung, und er blieb lockerer.

Feelicitas dachte gar nicht mehr daran, sich wehren zu wollen. Sollte er doch tun was er wollte und doch sprach die Stimme in ihren Inneren von anderen Dingen. Feelicitas wollte ihn lieber zerfetzen, als das er sie weiter so anfasste. Es ist doch vorbei, kannst du nicht einfach Ruhe geben? Fragte sie diesen Teil flehend, doch da kam kein Einsehen zurück, da war nur ein wildes tosen, das sich zusammenbrauchte. Und nichts was Feelicitas hätte einwenden können, hätte das zerstäuben können.

Wurmschwanz schien mal wieder nichts zu ahnen. Nein, Menschenkenntnis hatte er nicht und das Zucken in ihren Halsmuskeln deutete er als Folge der Angst. Er beugte sich wieder herab und flüsterte ihr ins Ohr: „ Du kommst jetzt brav mit und dann vergessen wir die Sache wieder. Das ist nie passiert, verstanden. Niemand wird dir- AHHHH!" Ein schriller Schrei entrang sich seiner Brust, er wich zurück und krümmte sich schmerzhaft zusammen. Feelicitas verstand erst selber nicht, warum, so genau hatte sie gar nicht gezielt. Sie hatte ihn aber genau da erwischt, wo es am meisten wehtat und es war ein leichtes ihn ganz von sich zu wälzen, aufzuspringen und wegzurennen. Zum Glück war sie dazu wieder fähig. Sie hörte wie Wurmschwanz hinter ihr „ DU MISTSTÜCK" schrie. Doch darin klang nicht nur Schmerz mit, sondern auch bitterliche Enttäuschung.

Doch sie hatte nicht viel Glück, egal wohin sie sich wandte, das Maisfeld schien kein Ende zu nehmen. Und als sie es dann verlassen konnte, wusste Feelicitas eindeutig, das sie so weit von LittleHangelton entfernt war, wie es nur ging. Dennoch folgte sie dem kaputten Weg und lief in das Wäldchen. Es war so dunkel und dicht, wie noch kaum ein Wald zuvor, denn sie kannte. Feelicitas hatte ein schlechtes Gefühl, die würde sich verlaufen und etwas schlimmes würde geschehen, wenn sie da weiter hineinlief. Schon kurze Zeit später näherten sich Wurmschwanz Schritte ihr wieder, sie hatte sich hinter ein etwas zu schütteres Gebüsch gehockt und verhaarte doch mit großer Beklommenheit. Es war falsch das Maisfeld zu verlassen, hier würde er sie nicht übersehen können. Doch es gab wahrscheinlich nichts in der Nähe, das besseren Schutz bieten würde.

Feelicitas hörte das Geräusch seiner Schritte dicht neben sich verstummen. Sie flehte stumm und voller Angst, er möge vorbeigehen. Sie verharrte mit angehaltenem Atem und fühlte sich schon ganz dösig im Kopf, wegen der mangelnden Luft. Tränen liefen über ihre Wangen, doch die wagte es nicht, sie abzuwischen. Und dann legte sich die pure Verzweiflung über sie. Ich werde hier nie wieder rauskommen, es ist alles vergebens. Als Wurmschwanz sich noch ein, oder zwei Schritte auf sie zu bewegte spürte Feelicitas wie es unter ihr nass wurde. Doch in ihrer zusammengehockten Pose und den zitternden Gliedern, die sie umsonst zwang stillzuhalten, war das wirklich noch ihr kleinstes Problem.

Sie hörte angstvoll bangend, wie er sich wieder zu entfernen schien und atmete erleichtert auf. Sie entkrampfte sich sogar unmerklich und rutschte ein wenig zur Seite, um nicht mit ihrem kurzen Kleid in die Pfütze zu geraten.

Fast wäre sie durch ihre tauben Glieder selbst reingeplumpst. Sie konnte sich gerade noch auffangen, was aber ihrem Hanggelenk nicht gut tat. Ihr entfuhr ein Japsen und sie versuchte panisch, alles weitere zu unterdrücken. Das machte sie aber eine Weile unachtsam und genau diesen Moment nutzte Wurmschwanz.

Als sie das erneute Nähern von ihm vernahm, konnte sie kaum ein unterbewusstes Flehen entwickeln. Ehe Feelicitas es sich wirklich gewahr wurde, stand er ziemlich nah vor ihr und das halb ausgereifte Flehen erstarb wieder.

Feelicitas saß in der Falle, denn einen anderen Weg als an ihn vorbei gab es nicht, außer wenn sie so verzweifelt sein wollte durch die Dornen zu krabbeln und hängen zu bleiben.

Er hatte mittlerweile seinen Fehler bemerkt und nun kam er mit gerichtetem Zauberstab auf sie zu, hatte sie aber noch nicht entdeckt. Doch egal, was sie tat, sie saß in der Falle und mit dem Ding würde er ihr nur noch mehr wehtun als es sein musste. Dennoch ein letzter Versuch musste sein. Feelicitas erhob sich zitternd und beachtete das Gefühl an ihren Beinen nicht sondern rannte, den Überraschungsmoment ausnutzend aus dem Schutz ihrer Ecke und rauschte an ihm vorbei.

Fast hätte sie es auch geschafft zu entkommen, Wurmschwanz war wirklich keiner der schnelle Reflexe hatte. Doch es reichte für die allemal. Etwas traf Feelicitas in den Rücken und sie fiel vor Schreck regungslos zu Boden. Dachte sie zumindest, doch dieses Gefühl war ihr dann doch bekannt. Es war eher ein gutgezielter Ganzkörperklammerfluch, der sie zum liegen zwang. Scheinbar das einzigste was er wirklich kann, dachte Feelicitas mit traurigen Humor, als sie bewegungslos im Matsch lag. Am liebsten hätte sie richtig geweint, doch selbst das konnte sie nicht mehr.

Mit langsamen siegesgewissen Schritten, trat Wurmschwanz auf sie zu, als er sich halbwegs von seinen Glück erholt hatte. In ihren Inneren tobte ein wilder Kampf. Es konnte doch nicht passiert sein, das sie hier mit dem Gesicht im Dreck lag und er sich über ihre missglückte Lage freuen konnte. Sie wollte weg, schreien und Wurmschwanz in der Luft zerreißen, doch konnte sie keinen Muskel regen. Feelicitas spürte wie Wurmschwanz sie langsam auf den Rücken drehte und sich über ihren Körper beugte und verhaarte.

Er denkt wohl das ich tot bin und wird wohl wieder ängstlich. Doch als er ihren unendlich ruhigen, gleichmäßig schlagenden Herzpochen ein Lebenszeichen entnahm, richtete er sich mit einem unverkennbar erleichterten Seufzen auf und blickte ihr in die starren Augen, die obwohl sie tot wirkten eine Lebensenergie gefangen hielten die ihresgleichen noch suchte. Er hatte wohl trotz besseren Wissens gedacht, das ihre Erniedrigung stärkere Folgen gehabt hätte.

„Du machst mir vielleicht Sorgen." seufzte er überdrüssig, während er ihren Körper über die Schulter wuchtete und den Rückweg auf die Straße antrat. Scheinbar war dieser Weg wirklich verlassen, nichts deutete darauf hin, das man ihn in den letzten Jahren mal gebraucht hatte. Am Rande des Weges tauchte plötzlich eine altes Gebäude auf. Feelicitas konnte nicht viel davon sehen, da ihr Kopf ja zu Boden gewandt war, doch scheinbar schien Wurmschwanz das Haus auch komisch zu finden. Er setzte sie ab und drückte sie gegen einen besonders dicken, krummen Stamm und beschwor Seile herauf, die sie mit dem Körper an die Wurzeln drückten. Dann murmelte er „Finite Incantatem" und sie spürte wie sie sich wieder, so gut die zu strammen Seile es zuließen, rühren konnte. Wortlos funkelte sie ihn an. Doch er erwiderte ihren Blick zunächst nicht, sondern schaue sich das verfallene Gebäude an: „Seltsam." Murmelte er.

So ganz seltsam schien es Feelicitas nicht zu sein. Wie dieses Haus mal früher gewesen sein mochte konnte sie nicht sagen, aber sie vermutete stark, das damals die Bäume noch nicht alles Licht im Umkreis verschluckt hatten. Die Wände waren grün vor Moos und das Dach eingestürzt. Einzig ein Fenster an der Frontseite schien so unberührt wie eh und je. Man dachte fast, das jeden Augenblick ein Geist herausschießen würde. So eine Art Haus in den Tiefen der Wälder hatte Feelicitas schon mal in einen Film gesehen. Wäre ihre Situation nicht sowieso total verfahren, hätte sie ihr aufkommendes Unwohlsein auf die Ausstrahlung dieses Haus geschoben. Das Glück hatte hier bestimmt noch nie gewohnt und obwohl sie noch nie an so einen Ort gewesen war, schien er ihr so vertraut wie ihr eigenes Zuhause.

Und obwohl Wurmschwanz seinen Blick von dieser Ruine schon längst abgewendet hatte, konnte sich Feelicitas nicht aus dem Bann der Gemäuer lösen. Es schien ihr fast als würde gerade das was hier an diesen unscheinbaren Ort geschehen war, sehr wichtig gewesen zu sein.
Und plötzlich wusste sie, das hier einmal ein Mädchen gelebt hatte, wie Feelicitas selber eins war. Doch obwohl dieses Mädchen nie etwas anderes wollte, als ihr Glück zu finden, war es ihr nie ganz gelungen. Nein, die Geschichte, die das Haus verbergen mochte, war keine besonders schöne und so wandte sich Feelicitas ab.
Vielleicht würde sie sich dem irgendwann widmen, doch gerade jetzt war ein sehr schlechter Augenblick.

Wurmschwanz betrachtete sie unwohl, als sie sich ihm endlich zuwandte. Feelicitas verstand selber nicht, woher ihre eisige Ruhe kam. Sie ließ seine Vorwürfe und Drohungen einfach von sich abprallen.

„Was fällt dir eigentlich ein wegzulaufen? Weißt du denn nicht, was seine Lordschaft mit uns anstellt, wenn...? Falls er es nicht schon längst bemerkt hat...?" stieß er hastig und wütend hervor. Dabei konnte er aber nicht die Angst, die unter seiner Wut steckte vor ihr verheimlichen.

„Mit uns? Das bezweifle ich. Es ist mir egal, was er mit dir macht, Wurmschwanz." sagte sie leise während sie ihn wirklich ungerührt betrachtete. Jedes einzelne Gefühl konnte man aus seinen Blick lesen. Das meiste davon war Angst, ein anderer Teil Perspektivlosigkeit.

„Sei doch froh, das er dich auf deine Fehler hinweist. Das kann sehr lehrreich sein." entfuhr es ihr lakonisch: „Aber du bist und bleibst eine feige, miese, kleine Ratte. Wäre ich dir entkommen oder hätte dein Fluch mich umgebracht, würdest du nicht hier stehen und so große Töne spucken. Ich bin dir doch genauso egal, wie du mir. Doch du hast dir vor Angst in die Hosen gekackt." Dabei dachte sie an das kleine Missgeschick welches bei ihr nicht nur durch Angst, sondern auch durch das luftige Kleid und den kalten Boden ausgelöst wurde und so vertrieb sie den Gedanken wieder eiligst, bevor sie den Faden wieder verlieren konnte.

„Du bist ein erbärmliches Wesen. Du würdest vor Angst deinen Lord Voldemort doch noch in den Hintern kriechen."

Wurmschwanz presste die Hände auf die Ohren und schrie entrüstet auf: „Nenn ihn nicht so, dreckige Muggel."

Feelicitas erstarrte. Hab ich was falsch gemacht? Doch bei seiner Reaktion traute sie sich nicht nach dem Warum zu fragen.

„Du bist doch ein vernünftiges Mädchen, oder? Du weißt doch was sich gehört. Sag einfach, das ich-"

Das war ja klar, Wurmschwanz hatte Angst zurückzugehen und deshalb machte er Zwischenstopp. Feelicitas musste an die nahe Zukunft denken. Dachte dieser feige Mann wirklich, sie würde dem Monster erzählen, selber alles Schuld zu sein? Wer hatte denn nicht aufgepasst? Dieser Kerl musste verrückt sein, oder sehr angsterfüllt. Geschieht ihm recht.

„Ich ... ich sag dir eins, ich werde da bestimmt nicht mitmachen." Sagte sie langsam, fand aber bei seinen hilflosen Blick zu mehr Sicherheit: „Damit du ungeschoren davonkommst? Nein, ich muss dich enttäuschen, aber du kannst mit mir machen was du auch willst, ich werde garantiert nicht dein Sündenbock."

„Wenn du dich nicht gebührend reuevoll zeigst, dann wirst du noch heute einen sehr schmerzhaften Tod erleiden." Versuchte er zu drohen, doch Feelicitas kam das nicht sehr logisch vor. Voldemort würde ihr das nicht tun, er hatte besseres mit ihr vor.

„Ob heute oder nächste Woche ist mir gleich." Versetzte sie kühl.

Während ihres sehr stillen Ausbruchs von Widerspenstigkeit, denn er scheinbar ratlos an sich abprallen ließ, obwohl er sich überhaupt nicht so fühlte, war ein ungläubiger Zug auf seinem Gesicht erschienen. Fast so als ob er zutiefst verwundert über ihren Mut wäre. Feelicitas war zu überdrüssig um sich da weiter Gedanken drüber zu machen. Wer war dieser Kerl, das er irgendwas von ihr wollte? Er war nur ein Fußabtreter, und Feelicitas kam sich wenigstens manchmal so vor, als ob sein Herr mehr Begeisterung für seine kleine Gefangene aufbrachte, als für ihn. Sie freute sicht nicht darüber, und doch schien es ihr ein wenig Bestätigung zu geben, für die sie sich verachten sollte. Doch das konnte sie nicht.

„Was willst du damit sagen? Willst ausgerechnet du mich erpressen ?" fragte er spöttisch. Feelicitas sah aber in seinen Augen, die wässrig glänzten, das er immer unsicherer wurde. Aber letztendlich hatte er die Zügel in der Hand, solange Voldemort nicht da war. Sie musste einsehen, das sie so keine Macht über Wurmschwanz erlangen konnte, also änderte sie ihre Taktik. Wenn er ihr auf ewig misstraute, dann würde sie nie mehr sein als der Spielball zweier Herren. Nein, lieber wollte sie selber Katze sein, ging aber nicht, denn die Ratte wollte sie als sein Futter haben.

Feelicitas seufzte: „Das wäre sehr dumm von mir, wenn ich an einen Baum gefesselt und du bewaffnet bist. Du könntest es aber es als Bitte auslegen, dass du mich losmachst und wir von einen besseren Standpunkt aus uns unterhalten können. Bitte, was kann ich dir denn schon tun?" sagte sie leise und bemüht unterwürfig zu klingen.

Erst war er von ihren Vorschlag nicht überzeugt doch dann schnipste er mit den Finger und die Seile verschwanden. Feelicitas merkte, das so was leichter wirkte, als es wohl war. Wurmschwanz half ihr aufzustehen. Unentschlossen standen sie voreinander, wie zwei kleine Kinder, deren Eltern gesagt hatten, sie müssten sich vertragen. Feelicitas versuchte ihren widerstreitenden Gefühlen Luft zu machen.

„Wurmschwanz, ich weiß nicht wie du in diese Misere geraten bist, ich kann es nur ahnen. Aber es ist mir im Moment auch egal. Wie heißt es so schön? Eine Hand wäscht die andere. Das weiß auch dein Herr und Meister. Aber was ich eigentlich sagen will, ist das ich weiß, das er dir nichts tun wird, weil du nützlich bist und mir wird nicht viel passieren dürfen, bevor ich nicht die Ehre habe seinen Aufgaben zu dienen. Aber hast du dich eigentlich schon einmal gefragt was passiert, wenn du nicht mehr nützlich bist? Wiege dich bloß nicht im falscher Sicherheit." Irgendwie schien das keine Wirkung auf ihn zu haben. Warum auch, was kümmerte ihn eine Frau wie sie? Das war genau der Punkt.

„Peter, du steckst in einer Riesendummheit drin, und wirst bald nicht mehr heil davonkommen. Ich will dich ja nicht herausfordern, aber schon seine Belohnungen machen dir Angst. Verlass ihn einfach bevor es zu spät ist. Falls du dich dafür entscheidest, könnten wir gemeinsam weggehen. Ich weiß doch das du mich magst."

Feelicitas wurde es urplötzlich schlecht bei ihren sanften Ton. Sie wusste ja schon immer, das ihr Geist manchmal zu Kurzschlussreaktionen tendierte und sie Dinge wusste, die ihr fremd sein sollten, doch das ging zu weit.

Derselben Meinung schien auch die Ratte. Feelicitas verstummte und schaute ihm mit großen Augen abschätzend an. Seine vernebelten Augen, die ihr zwar zuzustimmen schienen, aber vor Angst untergingen flackerten unruhig. Wahrscheinlich, dachte sie mit einigen Mitleid, hat er sich eingebildet das seine Blicke nicht bemerkt wurden. Er hat es gar nicht erwartet. Ihm ist wohl noch nie jemand so nahe getreten. Aber zu seinen Unglück bin ich nicht wie die anderen. Ich bin eine Frau, und die tun alles, wenn sie meinen etwas erreichen zu können. Vielleicht sehen sie deine Gefühle nicht. Du warst wohl schon immer klein, und nicht so besonders beeindruckend. Doch ich bin nicht so, das ich Gefühle verachten kann.

Doch noch als sie es dachte, fiel ihr ein, das Peter Pettigrew es war, der ihr Leid tat, Wurmschwanz aber zu verdorben war um ihm alles verzeihen zu können. Nein, sie musste sich zwingen das nicht zu vergessen. Ansonsten, so war sie sich im Klaren, würde das für sie ein unseliges Ende nehmen. Feelicitas hatte schon immer zuviel Mitgefühl und das hatte ihr schon oft Kummer bereitet. Doch leider schaffte sie es selten hart zu bleiben.

Ein Moment schien die Zeit stillzustehen, dann aber packte Wurmschwanz sie am Arm und flüsterte sanft und verschlagen in ihr Ohr: „Es ist dir doch klar und ich erinnere dich noch einmal daran, bevor du dein Angebot etwa noch einmal wiederholen willst. ICH GEHE NICHT MIT DIR, egal was du machst!" er erhob seine Stimme und Feelicitas stellte erschaudernd fest, das sie sich total geirrt hatte. Mitgefühl war hier fehl am Platz. Sie stand nicht vor dem unglücklichen Jungen, der er einmal gewesen sein musste. Nichts war mehr von seiner Unsicherheit übrig geblieben. Dieser Mann konnte gefährlich sein, denn man sah ihn nicht an, das er vielleicht doch zurecht den Todessern angehörte. Ein wenig mehr als nur Bösartigkeit war auch in ihm.

„Was hast du mir schon zu bieten, Muggel?" sagte er mit diesen verschlagenden Ausdruck. Er schaute nicht auf ihre Rundungen, er schaute ihr nicht ins Gesicht, und doch schien sein Blick die pure Überlegenheit auszudrücken.

„Im Grunde genommen bin ich dir überlegen. Und ich rate dir, das nicht zu sehr auszunutzen."

Feelicitas, die bei seinen Ausbruch zurückgezuckt war, sparte sich ihren Kommentar. Sie hatte es versucht, ihn davon abzubringen, ihm sogar ein Spielfeld für seine Gedanken angeboten.

Wenn er nicht auf sie hörte, würde sie auch keine Rücksicht auf ihn nehmen. Denn das dies nicht der einzigste Versuch bleiben sollte zu entkommen, war ihr sehr klar. So schnell würde sie nicht aufgeben. Obwohl sie ihre Zwiespalte nervten, sie konnte sich einfach nicht ganz in den Sog ergeben, der sie zu verschlucken schien. Feelicitas ließ sich stillschweigend auch vom letzten Seil losmachen und von Wurmschwanz zum Haus zurückzerren.

Niemand schien sich drum zu kümmern, was hier an diesen Ort geschah. Wer sollte denn auch? Zeigte dieses alte verlassene Haus nicht zuletzt selber, das es kein Entrinnen gab?

Fortsetzung folgt...

Ich hab gehört, das es auf harrypotter-xperts jetzt einen Thread im Forum gibt über das HP – Gemeinschaftsprojekt von mir und Kiosk/A Kiosk Prologue. Das finde ich wundervoll, da ich das mal als Kompliment nehme, das es nicht falsch war mich da dran zu hängen. Leider wusste ich da bis jetzt selber nichts von, würde mich aber freuen, wenn ich bei meinen ersten Besuch dort mal schöne Äußerungen finde die auch meinen Teil des Projektes betreffen. Within Hell ist da nämlich auch ein Teil von, wer hätte es gedacht? Ziemlich unbeachtet, aber das kann ja noch kommen.

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