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Books » Harry Potter » Within Hell
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: T - German - Angst/Horror - Voldemort & Severus S. - Reviews: 11 - Updated: 01-02-06 - Published: 12-05-05 - Complete - id:2689556
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Ich habe ein Livejournal und eine Bio, wer dort nicht nach seinen Review antworten sucht, hat was verpasst

Die Ideen zur Bearbeitung dieses Kapitels und des nächsten habt ihr meiner Co-Autorin zu verdanken. Dieses Kapitel habe ich so umgeschrieben, das man es nicht wiedererkennen wird. Zudem kommt jetzt Barty Crouch jun. vor und wir wissen ja alle, das Wurmschwanz ihn nicht leiden kann...

7. Wünsche, Sehnsüchte und Erwartungen

Lord Voldemort ließ sich nicht gerade deutlich anmerken, ob er etwas mitbekommen hatte und Wurmschwanz der dumme, verlor schon nach ein Paar Stunden seine Unsicherheit und außer, das er Feelicitas wachsam auf Schritt und Tritt verfolgte, schien er der Meinung zu sein, das man die Angelegenheit übergehen konnte.

Feelicitas war da mit mehr Gespür versehen worden, sie wusste, das Voldemort einen fast schon allmächtigen Durchblick besaß. Er konnte einen die Gedanken aus dem Kopf saugen, ohne das man es merken musste und nicht zuletzt die Schlange schien es ihm mitgeteilt zu haben, was vorgefallen war. Feelicitas wurde aus dem Viech nicht schlau, wenn sie es nicht besser gewusst hätte, wäre sie in Versuchung gewesen der Schlange eine persönliche Antipathie gegen sie zu unterstellen.

Doch manchmal wirkte das Tier wirklich, als hätte es menschlichen Verstand.

Doch was immer Nagini gehässiges gezischelt haben mochte, ihren Herrn schien es nicht zu irgendwelchen Maßnahmen zu bewegen. Scheinbar fand er es sogar erheiternd, das Wurmschwanz dachte, er sei noch mal davongekommen. Doch der durchdringende Blick seiner Augen, der Feelicitas auch öfters als sonst traf, schien zugleich eine Mahnung zu enthalten und sie fühlte sich irgendwie tief verletzt davon. Sie mied seinen Blick und versuchte sich so kooperativ zu verhalten, wie es nur ging.

Scheinbar reichte es das man mir ihr zufrieden war. Vielleicht hatten sie auch andere Dinge im Kopf, als sich dauernd mit ihrer Loyalität zu beschäftigen.

Denn irgendwie schien einen Art Aufbruchsstimmung zu herrschen. Wurmschwanz huschte den ganzen Tag im Haus herum und schien irgendwas zu suchen. Feelicitas fand aber nicht heraus, was das sein konnte und erklärte sich seine Tätigkeit damit, das er wahrscheinlich total nervös war. Sein Herr hatte ihn ja irgendwelche Ankündigungen gemacht, die ihm nicht ganz so behagten, die er aber hinnahm, folgsam wie er war.

Immerhin ließ er Feelicitas in Ruhe und so blieb ihr viel Zeit über seine Antwort auf ihren Annäherungsversuch nachzudenken.

„Im Grunde genommen bin ich dir überlegen" sprach sie für sich nach. Sie stand gerade alleine in der verkommenen Küche und versuchte in einen wirklich uralten Ofen das Feuer so anzufachen, das man Wasser erhitzen konnte. Leider schien es dafür aber nicht genug Holz im Haus zu geben. Feelicitas hätte raus gehen können, die Türe stand offen und da Wurmschwanz dort gerade nervös herumlief, wäre es auch nicht schlimm. Doch gerade deswegen zog sie es vor, noch ein wenig zu warten, bis er wieder reinkam und sie mithilfe eines gezielten Zauberstabwinkens von ihrer ergebnislosen Mühe befreite. Ja, Zaubererei war schon was schönes, wenn es um solch einfache Dinge ging. Aber es war auch kompliziert.

Wurmschwanz hatte es zum Vorwand genommen, das es wegen ihrem völlig unmagischen Seins, nicht dazu können würde, das er von der Seite seines Herrn weichen wollte. Hieß das, das er im Zögern war mit ihr gemeinsame Sache zu machen, oder vielmehr wollte er es nicht tun, weil sie zwar den Mut hatte etwas zu ändern, ihr aber die Macht fehlte? Es hörte sich so an, als wäre das alles nur eine Sache der Zaubermacht. Wenn sie eine Zauberin wäre, hätte er vielleicht einfach ja gesagt, doch das war sie nicht.

Zum ersten Mal begriff sie plötzlich all die herabsetzenden Bemerkungen über sie und andere normale Menschen. Feelicitas hatte sich ja schon viel in ihren Leben anhören müssen und war nicht selten Opfer von Diskriminierung. Zwar ging es da über andere Dinge, doch es kam auch von diesen Schlag Menschen, die immer jemanden zum runtermachen brauchten um sich selber zu bestätigen.

Das Wurmschwanz dazu gehörte war ihr sofort klar gewesen, ihm sah man sein fehlendes Selbstvertrauen an. Doch Voldemort? Nun gut, Feelicitas hatte ja nicht wirklich eine Vergleichsmöglichkeit, aber wenn man mal richtig ernst nahm, das Muggel angeblich nie lange in seiner Gegenwart überlebten, dann musste sie ja fast schon dreimal täglich auf die Knie sinken, vor lauter Dankbarkeit das ihr Schicksal ein anderes war.

Doch auch ohne Dankbarkeit, brachte Feelicitas es spielend über dreimal am Tag. Ihre Knie hatten schon Hornhaut vom vielen zu Füßen hocken.

Trotzdem musste sie sich eingestehen, das sie von der Ideologie dieser Zauberer keinen blassen Schimmer hatte. Laut Wurmschwanz hörte es sich so an, als würde man den lieben langen Tag Muggel umbringen. Doch das taten sie nicht, sonst wäre das Dorf nebenan bestimmt schon ausgestorben.

Voldemort hatte mal etwas von diesen Harry Potter erwähnt, doch Feelicitas erkannte da auch keinen wirklichen Lebenssinn drin. Obwohl sie konnte zum Teil die Besessenheit des Lordes Verstehen, manchmal konnte man einfach am vergangenen nicht loslassen, weil man meinte, es müsste einen Sinn bekommen, ehe man es akzeptieren will. Selbst wenn man es besser wusste und lieber kurzen Prozess mit alten Wunden machen sollte, man konnte einfach nicht ruhen. Sie wusste nicht, was Harry Potter ihm angetan hatte, aber irgendwas musste es mit seiner etwas ungewöhnlichen Gestalt zu tun haben.

Da erinnerte sie sich gerade an eine alte Filmreihe, die sehr populär war. Da hatte es auch einen dunklen Lord gegeben, der ein wenig krank rüber kam und eine dunkle Seite der Magie. Zum Ende hatte sich aber herausgestellt, das der Held des Filmes nichts anderes als der Sohn des Bösen war.

Diesen Gedanken schüttelte die junge Ms. Lefay aber schnell wieder ab. Sich dieses Minimonster als Erzeuger eines Kindes vorzustellen, war einfach zu abstoßend.

Zudem war so was blöd, das wiederholte sich immer. Einer der Gründe warum sie diesen Filmen nichts abgewinnen konnte. Sollte das wahre Leben etwa mit so was Ähnlichkeiten haben?

Dazu hätte man erst mal die Existenz der weißen Seite beweisen müssen. Feelicitas hatte da so ihre Befürchtungen, das alle Zauberer furchtbar eingebildet waren und heimlich die Machtübernahme und Auslöschung der Muggel planten.

Seit Tagen war Feelicitas irgendwie komisch zumute, als ob irgendwas passiert sei oder irgendwas sich geändert hätte und herauswollte. Sie träumte auch nur noch wirres Zeug, in denen mehrere Personen vorkamen. Ein junges braunhaariges Mädchen, die immer ziemlich unglücklich und ängstlich wirkte, weil eine Gestalt mit dichten, dunklen Haaren hinter ihr her war und ihr was antun wollte. Sie wurde immer durch einen Wald gejagt und schien kurz vor dem Ende des Traumes zu unterliegen. Doch dann schreckte Feelicitas schon hoch und stellte nicht ohne nochmaligen Schrecken fest, das sie keineswegs in ihren kleinen Zimmer zuhause war, sondern in der Ecke neben dem Kamin auf dem Boden lag und der Blick des kleinen Monsters auf ihr ruhte. Doch Feelicitas wurde den schlimmen Eindruck nicht los, den ihr diese Träume mitgaben. Irgendwie sah der Wald in dem das Geschah genauso aus, als wäre er derselbe wie in der Nähe dieser Hausruine.

Was geschieht bloß mit mir? ertönte eine ängstliche Stimme aus ihren Hinterkopf. Sie konnte es sich aber nicht selbst beantworten.

Trotz der Versuche Wurmschwanz aus dem Weg zu gehen, weil er etwas empfindlich auf sie reagierte, war es ihr nicht dauerhaft gelungen. Dafür war der Radius der wenigen Zimmer, die sie ohne Aufsicht betreten durfte zu gering.

Wurmschwanz verfolgte sie, wenn er in der Nähe war, sogar auf die Toilette. Wohingegen den dunklen Lord der Gedanken noch nicht gekommen war, das sie unbemerkt verschwinden könnte, wenn er sie alleine dorthin gehen ließ. Aber das war nicht gerade Dummheit zu nennen. Er schien sich seinen bannenden Einfluss auf sie nur sehr sicher. Und da hatte er auch gar nicht mal so unrecht mit. Nie wäre sie auf die Idee gekommen zu fliehen, wenn er ihr gesagt hatte, das sie nicht zu lange zum wiederkommen brauchen sollte.

Und man konnte auch nie mit Gewissheit sagen, das Wurmschwanz nicht doch in der Nähe wäre. Feelicitas wartete lieber, bis sich ein besserer Augenblick ergeben würde. Derweil wollte sie ein wenig mehr, über das seltsame Prinzip dieser Wiedergeburtsveranstaltung aufgeklärt werden.

An diesen Morgen hatte sie sich soweit verraten, das selbst Wurmschwanz dämmerte, das sie nichts anderes versuchte, als ihn zu verhören. Wortlos starrte er ihr in ihre ehemals so ungetrübten Augen, die jetzt, wo sie mal einen Blick in den alten zerplatzten Spiegel des Kaminzimmers getan hatte, einen müden und schattigen Ausdruck inne hatten. Im ganzen war sie ein jämmerlicher Anblick. Wurmschwanz hatte wohl recht, wenn er in ihr nur ein Mädchen sah, dessen Typ ihn zwar ansprach, bei deren Art und Erscheinen er sich aber nur noch stärker fühlen musste.

Wurmschwanz blieb zwar stumm, doch sein Blick sprach Bände. Ihm lag es überhaupt nicht, jemanden etwas vormachen zu wollen. Ihm ging es nicht gut, er hatte große Angst. Nicht nur vor der kommenden Belohnung die er als so unangenehm empfand, sondern auch vor den Vorgängen selbst.

Es würden also schlimme Dinge geschehen, wenn selbst ein Zauberer das als beängstigend empfand.

Wurmschwanz schien wohl der Meinung, das sie ihm wieder zuviel entlockt hatte und machte sich wieder auf eine seiner Wanderungen.

Gegen Abend, begann Feelicitas zu frieren und wickelte sich tiefer in ihren Umhang, der auch ihre einzige Decke war. Da ging es ihr zwar besser als Wurmschwanz, der einen sehr zerschlissenen Umhang trug, der überhaupt nicht zu ihm passte und mehr Löcher hatte, als anderes. Doch immerhin fiel er damit nicht so auf, denn sein Umhang war schwarz und nicht dreckig Beige. Voldemort schien die Kälte auch zu spüren und wies Wurmschwanz an, das Feuer etwas zu schüren und die alten Vorhänge vor das Fenster zu ziehen.

Feelicitas hätte beinahe eingewandt, das es wohl effektiver wäre, das kaputte Fenster mit Zauberei zu reparieren, konnte sich aber gerade noch beherrschen. Wenn das außerhalb dem Rahmen der Möglichkeiten lag, dann würde das übel ausgehen. Doch es schien keinen der beiden männlichen Wesen aufzufallen.

So zog Wurmschwanz die Vorhänge quietschend zu, Feelicitas stellte zum ersten mal fest, das die gar nicht Grau waren, sondern so verschossen, das nur noch in den Falten ein Hauch von schwarz verblieben war. Es waren bestimmt einmal Prachtvolle Samtvorhänge, doch mittlerweile konnte man von den Staubfängern krank werden. Zudem tauchte ein altes Mausenest auf, das irgendwie darin eingebaut gewesen war. Nagini schien es nicht weiter zu interessieren, sie machte sich scheinbar nicht viel aus Mäusen und bevorzugte größeres.

Kein Wunder, das man in der Küche nichts liegen lassen durfte, wenn man nicht ein Festessen für die Nagetiere beabsichtigte.

Es wurde aber nicht wärmer und der Lord schien das auch verstanden zu haben. Wurmschwanz packte das Mäusenest und machte sich auf den Weg nach unten. Feelicitas folgte ihm verhalten, sie musste mal eine gewisse Örtlichkeit aufsuchen.

Als sie das gemacht hatte, war Wurmschwanz noch nicht wieder aufgetaucht und so folgte sie seinen offensichtlichen Weg in die Küche und wagte sich auch in die Speisekammer hinein, dort stank es mittlerweile bestialisch, denn überall standen Flaschen mit alten Blut. Das es Blut war, konnte Feelicitas nur aus Wurmschwanz Äußerungen entnehmen. Für sie hätte sie diese silberne Flüssigkeit für alles ansehen können, aber das es Blut dieser mysteriösen Einhörner war, das hätte sie nicht gedacht. Komischerweise schien es nicht zu verderben, doch stinken tat es doch.

Doch immerhin besser, als wenn ein echtes Einhorn hier in Gefangenschaft dahin vegetieren müsste. Feelicitas wusste ja schon immer, das ihr so ein Tier niemals begegnen würde, deshalb konnte sie jetzt auch auf den Anblick verzichten.

Wurmschwanz war auch nicht hier und so wollte sie sich gerade wieder auf den Rückweg machen, da knarrte die Hintertüre. Jemand trat ein, doch schon an den Schritten meinte Feelicitas zu erkennen, das es nicht Wurmschwanz war.

Der Tritt war leichter und nicht so schleppend. Vorsichtig lugte sie durch den Türspalt der Speisekammer, sah aber nur noch einen Schatten die Treppe ins Erdgeschoss hinaufsteigen. Argwöhnig und doch ängstlich folgte sie dem Schatten. Im Erdgeschoss angekommen, wartete sie solange bis sie sicher war, das der Besucher im oberen Stock angekommen war. Ein Geräusch einige Gänge entfernt, sagte ihr das Wurmschwanz, gerade durch das Haus wuselte. Sollte sie ihm Bescheid sagen?

Sie entschied sich dagegen und stieg das dunkle Treppenhaus nach oben. Die schwarzvertäfelten Wände schienen heute eine besonders klaustrophobische Wirkung erzielen zu wollen und Feelicitas atmete schwer. Gegen das Gefühl eingesperrt zu sein kam sie schlecht an, wenn ihr Raum nur wenige Meter Freiraum betrug. Es war keine echte Platzangst, doch manchmal war es ihr zum Schreien gewesen, wenn man das damals mit ihr gemacht hatte. In dieser Beziehung schienen die Franzosen etwas von englischen Herrenhäusertreppen abgeschaut zu haben.

Oben schien mittlerweile ein Gespräch im Gange. Fast schon betrübt musste Feelicitas feststellen, das die Gestalt wohl dieser ominöse Anhänger war, der fern seines Herren einen wichtigen Auftrag ausführte. Neugierig drückte sie sich näher an die Wand zur offenen Türe und hörte zu, doch leider hörte sie nicht genug um alles verstehen zu können, deshalb drückte sie sich noch näher gegen die Wand und versuchte zu erspüren, wann sie wieder verschwinden musste. Sie konnte zwar Ausschnittsweise sehen, was im Zimmer vorging, hoffte aber, das man sie nicht sah.

Mädchen das haben vor dir schon andere versucht. Sieht nicht so aus, als wäre ihrem Vorhaben Glück beschieden gewesen.

Einen Moment zögerte Feelicitas. Natürlich hatte sie sich auch schon gefragt, warum das Gärtnerhäuschen nicht halb so verkommen, wie der Rest war.

Doch die Stimmen im Kaminzimmer ließen sie nicht los.

„Ich bin nicht zufrieden, hast du irgendetwas vorzubringen, das entschuldigt, das du deinen Herrn nicht auf den laufenden Gehalten hast, Barty Crouch?" ertönte ein missbilligendes Zischen von Voldemort, den Namen betonte er besonders. Der Anhänger zuckte etwas zusammen, rückte aber näher ins Blickfeld, als er sich aus seiner tiefen Verbeugung erhob und dem Sessel seines Herren näher kam. Er war groß und trug der Kälte ganz angemessen einen warmen Mantel mit flauschigen Kragen um den ihn Feelicitas beneidete. Er war blass und eigentlich schien er keine Mitte Dreißig zu sein. Er verfügte über einen Schwall an weizenblonden Haaren und einige Sommersprossen. Feelicitas hatte selber welche, doch fiel ihr das in den blassen Zügen besonders auf.

Er kroch mit irrsinnig verklärten Blick am Sessel hoch und stütze sich auf die Lehne.

„Herr hört mich an, es gab genug Grund für besondere Vorsicht. Jetzt wo euer großer Tag bald gekommen ist, sollte man kein Risiko eingehen. Ich will es nicht vermasseln." Beteuerte er fanatisch und Feelicitas ging auf, das dieser Mensch völlig verrückt war. Wenn alle Anhänger dieses Wesens so waren , dann konnte sie ja froh sein, das Wurmschwanz Ablehnung ihr soviel Freiraum gab, ihre eigenen Gedanken zu haben.

Voldemort schien die Rechtfertigung auch nicht zu gefallen: „Habe ich dir gestattet dich zu erheben?" fragte er spitz und statt das dieser Mann, vor Angst zurückschreckte schaute er nur noch glückseliger rein und wich folgsam zurück.

„Du solltest auch nicht einen Gedanken daran verschwenden, das irgendeine Unachtsamkeit jeglicher Art meine Billigung erhält. Deshalb wirst du mich jetzt überzeugen, was dich zu dieser Eigenmächtigkeit getrieben hat."

Barty Crouch erhob seinen Blick nicht vom Boden, doch sein Ton, war voller Vertrauen: „Herr, glaubt mir, ich gab euch keinen Grund an mir zweifeln zu müssen."

„Du rechtfertigst dich? Und empfandest du es als das richtige, dich nach dieser wirklich unzureichenden Nachricht vom Tode deines Vaters, wochenlang nicht mehr zu melden? Nur mit einen Satz dein Kommen anzukündigen und dann hier gänzlich Schutzlos aufzutauchen? Du willst mir nicht wirklich weiß machen, das du das als die Vernunft ansiehst, die du deinen Herrn schuldest, nicht wahr?" sprach Voldemort leise und ein Hauch von Sanftheit lag in seinen Tönen.

Doch dieser Barty Crouch ließ sich nicht verängstigen, ihm schien es wie Lob vorzukommen, einen Verweiß seines Herrn erteilt zu bekommen, der so gnädig klang: „Herr, verzeiht mir. Als ich Hogwarts verließ, hatte ich noch die Gestalt des Aurors..."

Feelicitas überlegte krampfhaft was für ein Tier das wohl sein musste, entschied sich dann aber weiter zuzuhören. Sie wusste zum Glück von Wurmschwanz einige Sachen, die kurz vor ihrer Gefangennahme geschehen waren. Der Vater dieses Anhängers war dabei zu Tode gekommen.

Doch der nachsichtige Ton Voldemorts riss Feelicitas aus ihren Gedanken.

„Sicher, so dumm würdest selbst du nicht sein deine wahre Gestalt zu offenbaren. Aber ich glaube dir nicht Barty. Deine Eule scheint das zeitliche gesegnet zu haben. Doch sah es so aus, als wäre das Viech bei bester Gesundheit, als ich es das letzte mal sah. Meinst du dein Herr würde einer Lüge glauben schenken? Oder gibt es vielleicht doch einen anderen Grund, weswegen ich nichts von dir hörte und den du mir vorenthälst?" Sprach Voldemort schmeichelhaft, selbst Feelicitas als Außenstehende fiel es schwer seine wahre Stimmung zu erfassen. Irgendwas wollte er, und so gefügig, sich dieser Mann zu seinen Füßen verhielt, würde er auch alles bekommen.

„Komm näher Junge und schau mich an." sagte Voldemort mit liebenswürdiger Weichheit in seiner leisen Stimme. Barty Crouch erhob sich wieder, krabbelte an der Sesselkante hinauf, das seine Hände fast seinen Herrn berührten und blickte voller Verzücken auf seinen Meister den dunklen Lord.

Nagini stieg an der anderen Kante des Sessels hinauf, ihre Besitzansprüche verteidigend und schmiegte sich an Voldemort. Doch Barty hatte nur einen kurzen Teilnahmslosen Blick für sie übrig. Feelicitas war sich nicht so ganz sicher, was nun kommen würde. Nagini schien hungrig zu sein und dieser Typ ahnte nichts von der Gefahr.

Doch scheinbar war er trotz all seiner Sicherheit, doch etwas unsicher geworden und brach in Beteuerungen aus: „Mein Herr, ich bin euer nahestehendster Diener, das habt ihr selber mir versichert. Ich werde in meiner unverbrüchlichen Treue zu euch niemals wanken, euer Wort ist meine Tat. Euer Auftrag mein Willen."

Ein kurzer Moment des Schweigens trat ein in denen Voldemorts Blick auf seinen lag. Nagini zischelte leise etwas und wandte sich frustriert ab, doch kein Festessen an diesen Tag.

Das Kaminfeuer knackte und dann hörte man Voldemort leise sagen: „Wie auch immer. Nein, du sprichst die Wahrheit. Ich sehe keine Lüge in dir. Nun gut, es ... sei dir verziehen, es wird wohl nötig gewesen sein, kein Aufsehen zu erregen und somit meinen Sieg zu fördern. Ich verbitte mir aber solche Aktionen für die Zukunft."

„Ja Herr. Es wird alles zu eurer vollkommenden Zufriedenheit erfolgen." Sagte Barty und strahlte irrsinnig.

„Und du weißt, wie du das tun musst?" hauchte Voldemort, er schien längst nicht so interessiert an dem Mann, als dieser meinte.

„In Hogwarts vertraut mir jeder. Die lange Vorbereitung war sehr effektiv. Sobald ich den Pokal in die Finger bekomme, werde ich ihn unseren Zwecken zuführen." Sagte Barty mit unverhohlenen Stolz in der Stimme. Man konnte fast behaupten vor dem Sessel sitze ein Kind und blickte auf seinen Vater. Barty hatte mittlerweile rote Wangen entwickelt und sein fiebriger Blick sprach von großer Entrücktheit.

„Ich erwarte deine Nachricht, sobald du Klarheit bekommen hast. Und keinen Moment später. Es würde dir nicht sehr zuträglich sein, wenn ich mich nach einen besseren Ersatz umsehen müsste. Tu dein bestes Junge und mach es richtig."

Barty Crouch verbeugte sich noch mal kurz und erhob sich dann nach diesen etwas nach einen Segen klingenden Worten: „Ihr könnt euch voll und ganz auf mich verlassen, ich werde euch auf keinen Fall enttäuschen, Herr." Sagte er ernst und hatte plötzlich diesen kindlichen Blick wieder verloren. Er sah wieder düster aus und gefährlich irrsinnig.

Bevor er zur Türe blicken konnte, versuchte Feelicitas wegzukommen, blieb aber mit einen Zipfel ihres Umhanges in einer kaputten Querstrebe des Treppengeländers hängen und musste innehalten. Die Türe öffnete sich vollends und der Mann stand plötzlich vor ihr und stutzte. Er hatte schnelle Reflexe, noch bevor Feelicitas mehr als einen unwohlen und erschrockenen Blick von sich geben konnte, hielt er ihr schon seinen Zauberstab entgegen. Sie wich automatisch zurück, doch ihr Umhang klemmte immer noch im Geländer. Zudem entrang sich ihr kein Laut, sie blickte ihn nur stumm an. Er schaute sich kurz um, doch aus dem Kaminzimmer kam kein Ton. Sein fragender Blick folgte ihrem Umhang und mit der freien Hand zupfte er ihn aus dem Geländer, ließ Feelicitas dabei aber nicht aus den Augen.

Sie nahm den gereichten Zipfel hastig entgegen und drückte sich noch näher gegen die Wand, Barty Crouch wusste eindeutig nicht, was er von dieser Situation zu halten hatte. Seine im dunklen Treppenhaus glänzenden Augen, verrieten seine Unsicherheit. Wurmschwanz kam aber gerade die Treppe hinauf und brach den Bann. „Crouch?" fragte er befangen und wollte einen Blick an dem Mann und Feelicitas vorbeitun. Fast als fürchte er Barty könnte seinen ungeliebten Herrn ein Leid angetan haben.

„Wurmschwanz." Grüßte der Mann und sein Ton wurde schärfer, als Feelicitas ihn bis jetzt vernommen hatte: „Wer ist das?" wandte sich der junge Mann an den genannten. Wurmschwanz warf ihr nur einen beiläufigen Blick zu. Nachdem er bemerkte, das die Türe zum Kaminzimmer wieder zugefallen war, äußerte er sich leicht spöttisch: „Ach, hat der Lord dich da nicht eingeweiht? Also wirklich, und dabei dachte ich, das er in so eine wichtige Sache nicht nur seinen engsten Vertrauten einbindet, sondern auch den kümmerlichen Rest."

Feelicitas hätte sich jetzt gerade, in einige Ferne gewünscht, zwei rivalisierende Zauberer, von denen einer seinen Zauberstab wohl gerne in die Unterhaltung einfließen lassen wollte und sie mittendrin, war ihr eindeutig zuviel.

„Vielleicht." So sagte Barty unbefangen, als er sich von seiner Verwirrung erholt hatte: „Vielleicht siehst du das alles etwas falsch Wurmi. Seinen wahren Vertrauten muss er solche Dinge nicht extra erklären, denn er weiß, das sie den Verstand besitzen es von selber zu wissen." Dabei beugte Barty sich näher zu Feelicitas und schnüffelte abschätzend an ihr. Wurmschwanz beobachtete das leicht verletzt, die Kritik hatte ihn getroffen. Feelicitas roch das Rasierwasser ihres Gegenübers ebenfalls, konnte es aber nicht einordnen.

„Mhmm," sagte er gedehnt und schaute sie tiefer mit seinen Blick an: „Da steht eine Muggel vor mir. Gänzlich unmagischer Geruch, kein Zauberer, der was auf sich hält, würde sich das antun." Dabei warf er Wurmschwanz einen vernichtenden Blick zu. Feelicitas erkannte den Sinn, Wurmschwanz stank manchmal so stark, das man es drei Räume weiter noch roch. Und was sie selber betraf, ihre ganze Kleidung und Haare, rochen nach Küche, Rauch und vor allem nach modrigen Baby.

Barty war noch nicht fertig. Er packte Feelicitas Arm und zog ihn hoch: „Kein Zeichen, also niemand von großer Bedeutung oder Rang." Äußerte er und strich an der Narbe entlang. Feelicitas folgte seinen Blick, hoffentlich war das nicht noch jemand, der ausflippte nur weil es wie eine Schlange aussah.

„Oh, was haben wir denn hier? Da war wohl jemand überhaupt nicht brav und musste bestraft werden." Barty blickte ihr mit leichter Verhöhnung und Belustigung in die schreckenstarren Augen und ließ die Hand los. So verrückt dieser Mensch auch war, Feelicitas verstand plötzlich, warum dem Lord sein Dienst so wichtig war.
Wurmschwanz konnte froh sein, das sein Herr ihn nicht dazu gedrängt hatte selber das machen zu müssen, was dieser Crouch machte. Der Blick wich nicht von ihren Augen.

„Kein Imperius. In Anbetracht der Umstände muss ich also annehmen, das dieser Fluch nicht wirkt. Interessant das Muggel manchmal dem Widerstehen können."

Langsam wurde aus der Farce ein ernstes Thema. Wurmschwanz schien auch mal was sagen zu wollen: „Das sie dickköpfig ist, hab ich auch schon immer gewusst. Dazu muss ich nicht in ihren Handlinien lesen." Empörte er sich und wollte sich zwischen die beiden schieben: „Feelicitas geh nach unten." wies er sie an, doch Barty packte sie am Arm und deutete ihr ein Kopfschütteln ein. Unentschlossen schaute Feelicitas von einem zum anderen.

„Bleib hier, Kleine." sagte er sanft. Wurmschwanz schien sauer zu werden und wollte protestieren, kam aber nicht zu Wort.

„Ja, Wurmi, du wusstest es vielleicht, aber sie ist dir trotzdem entkommen, oder? Hast du wieder nicht aufgepasst? Ich sehe dir an, das ich recht habe. Och du Arme alte Ratte, bist du eigentlich für alles zu dumm? Wenn du es nicht einmal schaffst, eine Muggel vor dem Entkommen zu hindern, weiß ich nicht, welchen Nutzen du bringst, der wirklich unersetzlich wäre." Eine Spur des Irrsinns legte sich wieder auf die Züge von Crouch.

„Ich gebe meinen Herrn was ich nur kann und er weiß was er an mir hat." Entfuhr es Wurmschwanz gereizt: „Ich sitze hier in diesen Loch und bin Tag und Nacht für ihn da und hüte obenauf auch noch das Mädchen, nur damit man irgendwann mal etwas mit ihr tun kann, von dem keiner weiß was es bringen soll. Du hingegen hast nicht viel zu tun. Bist in Hogwarts samt Vollpension und einem Heer von Hauselfen, die dir alle Wünsche erfüllen. Spielst ein wenig mit den Kindern rum und wenn die Zeit mal wieder kommt, verwendest du ein paar Stunden deiner Zeit im Sinne unseres Herrn. Beim besten Willen, ich kann mir nicht vorstellen was dich davon abhält regelmäßig Nachrichten zukommen zu lassen."

„Dann ist es ja gut, das der dunkle Lord mehr Vorstellungsvermögen besitzt als du Narr. Es ist sein Vorrecht nicht immer alle seine Gedanken zu teilen. Glaubst du wirklich er hätte keine Ahnung warum diese Muggel da ist? Fühlst du dich etwa überfordert? Vielleicht solltest du es dem Herrn sagen, er hat bestimmt Verständnis für deine Nöte." Verkündete Barty belustigt. Wurmschwanz verlor die Geduld: „Ja, warum eigentlich nicht? Ich denke mir mal, das du genug Zeit hättest um mir Arbeit abzunehmen." Giftete er, ließ aber keine Tat sehen.

Feelicitas stand immer noch zwischen den beiden, sah Barty Crouchs spielerische Überlegenheit und Wurmschwanz totale Einfalt, das er auf die Sticheleien einging.

„Na ja, wenn es der Rahmen meiner Möglichkeiten zuließe, würde ich das Mädchen gerne übernehmen. Ich bin mir sicher, mit mir, würde sie sich prächtig verstehen, nicht wahr Kleine?"

Feelicitas blickte ihn nur sprachlos an, der Druck um ihr Handgelenk wurde stärker, doch er erhielt keine Reaktion.

„Zumindest würde eine Zeit bei mir ihr schon vermitteln, was sich gehört. Aber leider muss man da noch ein paar Tage warten. Ich wusste bis jetzt nicht, was ich mir als Lohn vorstellen könnte, für meine Dienste. Vielleicht fällt es mir aber bald ein. Wurmi, ich rate dir, gut auf sie zu achten. " Resignierte er schließlich halbherzig und mit einen hintergründigen Lächeln, das Feelicitas Schauer über den Rücken jagte.

Plötzlich ließ er sie los und Wurmschwanz drückte sich an die Seite um ihn vorbeizulassen. Barty Crouch verschwand in der Dunkelheit.

„Geh nach unten." fuhr Wurmschwanz sie wieder an und Feelicitas gehorchte.

Barty war noch nicht durch den Hinterausgang in der Küche verschwunden. Er stand vor der offenen Türe zum Vorratsraum. Als er sie sah, murmelte er: „Ich glaube ich will mir nicht vorstellen, wie er ohne Zauberstab das Einhorn gefangen hat." Barty warf ihr einen tiefsinnigen Blick zu, dann wandte er sich zur Türe: „Pass auf dich auf Kleine, wir werden uns bald schon wiedersehen, kann ich dir versprechen." Er zwinkerte ihr zu und dann verließ er das Haus.

Feelicitas sah keinen Grund ihm folgen zu wollen, hier in der kalten Küche, war sie noch am sichersten.

Ihr gingen seine Worte noch mal durch den Kopf. So genau hatte sie sich über die Einhornjagd noch keine Gedanken gemacht, aber es stimmte. Voldemort hatte seinen Zauberstab behalten und Wurmschwanz besaß keinen eigenen. Da war sie sich ganz sicher, schließlich hatte der Lord sie am dem Tag, wo Wurmschwanz weg war mit seinen Stab bestraft.

Nur, wie hatte Wurmschwanz es denn sonst gemacht? Barty Crouch schien einen sehr guten Verstand zu haben, und Feelicitas begriff, das er das nur gesagt hatte um sie zu warnen. Wurmschwanz war nicht halb so dumm, wie er immer erschien. Auch er konnte gefährlich sein.

Wenig später kam auch er in die Küche.

„Und, worüber haben sie geredet?" fragte er forschend, doch Feelicitas hatte keine Lust ihm das zu sagen, es beschäftigte sie etwas anderes.

„Werde ich selbst an dieser Feier teilhaben müssen, die ihr geplant habt?" Für einen Moment blieb die Frage im Raume stehen.

„Nein, der Platz, der bei einer solchen Feier für dich vorgesehen wäre, nimmt erst mal jemand andres ein. Es ist sehr wichtig für unseren Meister ihn in die Finger zu bekommen..."

Zweifellos wohl dieser Harry Potter, dachte Feelicitas und beendete Wurmschwanz Satz: „... weil dein Meister braucht ihn um ihm dann nachher auch umzubringen?" Das hier keiner vor Mord zurückschreckte, erschien ihr mittlerweile ganz normal. Musternd schaute er sie an.

„Woher weißt du davon ?" Hatte er den nicht mitbekommen, dass sie beim Gespräch mit Voldemort wach wahr? Hielt er sie für zu dumm, das sie einfach irgendwas aufschnappte?

„Ich habe letzte Woche euer Gespräch mitangehört" sagte sie. Wurmschwanz war leicht entsetzt: Warum durfte sie das nicht wissen, war doch egal was sie wusste, wem sollte sie es erzählen?

„Dann halt am besten die Klappe darüber" Scheinbar dachte er, das sie Ärger bekäme dafür das sie gelauscht hatte. Dabei wusste Voldemort das doch. Feelicitas ging langsam auf, das er wohl den Ärger selber einheimsen würde und grinste verfiel in ihre alte Art. Sie vergaß die Warnung des anderen Todessers und sagte ziemlich frech, ohne groß zu überlegen

„Oh, du brauchst dir doch keine Sorgen über mich zu machen, ich werde auch nicht Harry Potter erwähnen, und ich will ja auch nicht erzählen müssen, was ich alles von dir habe. Du hörst dich ja überhaupt nicht sehr zufrieden an."

„Wage es ja nicht so etwas zu behaupten! Glaub mir, das bekommt dir nicht gut." flüsterte er nicht gerade einschüchternd, eher eindeutig unsicher und ängstlich. Wie eine Drohung hörte es sich überhaupt nicht an.

„Was willst du dagegen tun? Das kannst du ja gar nicht." entkam es ihr seltsam zufrieden und im Wissen das sie es geschafft hatte ihm Angst einzuflößen, anstatt er ihr. Doch was er dann sagte, ließ sie doch aufhorchen.

„Mädchen, du weißt nicht wie hoch der Preis sein wird, den du zahlen musst um durchzukommen. Was Crouch mit dir vorhat wird da noch das netteste sein, was du in deinen Leben noch zu erwarten hast." Doch als Feelicitas seinen Blick begegnen wollte, beschäftigte er sich an der kaputten und ewig tropfenden Wasserleitung. Habe ich mich verhört? Das klang gar nicht nach Wurmschwanz.

Dann wandte sie sich Schulterzuckend erneut ihren Maisbrei zu. Männer, wer verstand die schon?

Sie wurde aber kurz darauf wieder aufmerksamer. Sie saßen gerade beim Essen und Wurmschwanz erstarrte.

Da Voldemort ihr wohl immer noch nicht so ganz über den Weg traute, nach dem sie ihn äußerst kompromittiert und nackt gesehen hatte und sie das aus vollsten Herzen erwiderte, musste Wurmschwanz immer mal wieder selber ran.

Dabei verstand sie die Aufregung überhaupt nicht. Eigentlich hatte es nichts zu sehen gegeben, und war sie nicht schon mal häufiger mit ihm auf dem Lokus gewesen, da es drängte und zukünftige mächtigste Magier der Welt es nicht immer als standesgemäß erachteten, Windeln zu tragen?

Ach ja, fiel ihr ein, da warst du ja noch offiziell auf diesen Imperius Trip. Für so was hat man da keinen Blick, zudem war es nicht, weil du was falsch gemacht hast, sondern weil er es so wollte.

Fluch hin oder her. Aber wer kommt schon auf die Idee sich für die Anatomie eines fast körperlosen Wesens, das wohl der Vorhölle entstammen musste zu interessieren ?

Feelicitas konnte sich jedenfalls beherrschen und es gab ihr Zeit Wurmschwanz zu triezen und in den Wahnsinn zu treiben, weil sie jetzt umso genüsslicher an den letzten Resten des ungenießbaren Breis zu ergötzen. Der Brei war einfach schrecklich und bestand nur aus einer glittschigen Matscheüampe, auf der man ausrutschen könnte. So dauerte es etwas, bevor sie sich langsam erhob und mit Wurmschwanz nach oben ging, damit dieser Voldemort fütterte.

Wurmschwanz war längst nicht so ruhig und zog sie hastig mit sich, so das sie fast eine Treppenstufe übersehen hätte und stolperte. Dennoch gab er ihr dann wieder den Vortritt in das Zimmer zu gehen.

Während er hastig das meckernde Bündel aufnahm, wandte Feelicitas sich dem Fenster zu, dessen Vorhänge leise und sanft, einen recht unsommerlichen Kältehauch einließen. Der Traum der letzen Nacht fiel ihr wieder ein. Ein Moment in einen Wirbel von Nichts. Außer dem mittlerweile typischen Traum von der braunhaarigen Frau, die man durch den Wald hetzte, hatte sie auch mal etwas schönes geträumt.

Von Wärme, Sonne, Sicherheit und Frieden.

Leise seufzend schloss sie die Augen und genoss die leise Erinnerung und den Nachhall, um dann fast trotzig in den fahlen Mondhimmel zu blicken.

Gib niemals so einfach auf, ermunterte sie sich selbst, Es gibt noch soviel was du machen willst und musst. Und glaube mir, du wirst es tun können.

Doch selbst in diesen Moment war sie nicht so sicher wie sie das meinte. Aber drei Tage und drei Nächte noch , dann würde sich alles regeln lassen und zumindest bis dahin konnte ihr nichts passieren.

Voldemort schien mittlerweile beschlossen zu haben, das er die Nacht nicht im Kaminzimmer verbringen wollte. Es war bis jetzt noch recht selten vorgekommen, das er sich zurückziehen wollte, doch scheinbar ging ihm die Kälte bis tief in seine dürren Knöchelein.

Also hieß es in ein altes Schlafzimmer umzuziehen, das scheinbar mal einen Ehepaar gehört hatte. Wurmschwanz hatte es halbwegs instand gebracht und hielt es Bereit, falls Voldemort dann doch da schlafen wollte. Feelicitas war es gleich, ob sie nun in der Nische neben dem Kamin schlafen musste, oder auf den faserigen Teppich vor dem alten Bett. Wenigstens war hier das Fenster nicht kaputt und es zog nicht so. Ihr Körper war noch jung genug, um solch eine Behandlung erdulden zu können. Aber Wurmschwanz gefiel das überhaupt nicht. Er schien von so was Rückenschmerzen zu bekommen. Feelicitas krümelte sich zusammen und hüllte sich in ihren Umhang. Bald schlief sie ein und fiel in einen Traum. Zum ersten Mal seit langen, konnte sie jenseits des Schlafes daran lange festhalten.

Sie spürte den sanften Hauch des Sommerwindes, spürte die Kühle eines nahen Bergsees, spürte dann eine wohlige Wärme von ihren Rücken ausgehend, sich über den ganzen Körper ausbreitend. Immer tiefer versank sie im Schlaf, doch irgendetwas ließ sie nicht so richtig einschlafen...

Diese Wärme, dieses Gefühl im Nacken, fast greifbar wirklich. Diese Nähe...

Entsetzt erstarrte Feelicitas und riss die Augen auf. Sie wagte sich nicht zu rühren, denn es konnte ja auch die Schlange Nagini sein.

Nein, sie hatte wirklich nicht nur geträumt. Wurmschwanz hatte sich von hinten an sie geschmiegt und schlief tief und fest bei ihr im Schatten des Teppichs. Warum hab ich das nicht direkt gemerkt? Sie wollte aufspringen und ihn verscheuchen, doch Feelicitas besann sich anders.

Das Zimmer war still und Voldemort war sowieso etwas empfindlich, wegen der Kälte. Und was immer Wurmschwanz auch von ihr wollte, er schlief. Um nichts auf der Welt wollte sie das Monster aufwecken, nur weil sein Diener bei ihr lag.

Hatte Wurmschwanz nicht von einem Preis gesprochen, den sie bezahlen musste? Das konnte er doch nicht damit gemeint haben. Sie wusste nicht mehr weiter und legte ihren Kopf wieder nieder. Alles mögliche fuhr ihr durch den Kopf. Hätte sie ihm doch besser zugehört, dann könnte sie ihn am nächsten Morgen, den Zahn der Zeit ziehen. Falls das hier aber nur „harmlos" gemeint war, dann verriet sie ihre Angst bei einer Szene und er konnte das gegen sie benutzen. Feelicitas wollte Stark sein für das was kam und so ließ sie ihn weiter in ihren Nacken schnaufen.

Es gab bei weiten schlimmeres zu entdecken, wenn sie nur mal drei Tage in die Zukunft blickte. Und solange nichts wirklich eindeutiges geschah, konnte sie sich das Spiel anschauen und nachdenken. Vielleicht wurde Wurmschwanz wieder unachtsamer, wenn sie so tat als ob er sich solch ein Verhalten erlauben dürfte.

Aber... genau wie Barty Crouch schon bemerkt hatte, Wurmschwanz roch nicht gerade angenehm, wahrscheinlich nur ein wenig schlimmer als sie selbst.

Über diese Gedanken schlief sie dann doch ein. Die Zeit zog sich dahin und die aneinandergeschmiegten Körper und ihre Umhänge bildeten einen großen Haufen aus mehr oder minder gleichmäßigen Atemzügen. Trügerische Stille herrschte, doch niemand ahnte, wie trügerisch es wirklich war.

Fortsetzung folgt...

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