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Books » Harry Potter » Within Hell
Feelicitas Lefay
Author of 12 Stories
Rated: T - German - Angst/Horror - Voldemort & Severus S. - Reviews: 11 - Updated: 01-02-06 - Published: 12-05-05 - Complete - id:2689556
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Warnung: Hier gibt es Tierquälerei, wer das nicht mag, der sollte vorsichtig lesen.

8. Schwieriges Unterfangen

Feelicitas wachte auf als ein Sonnenstrahl, der durch das halbvernagelte Fenster fiel, sie wach kitzelte. Es war ausnahmsweise mal früh und sie entwirrte sich aus Wurmschwanz zaghafter Umarmung, der kurz grunzte und dann weiterschlief. Auch im Bett rührte sich noch nichts.

Die richtige Zeit um einen kleinen Ausflug zu starten, dachte sie spontan, war aber dann doch nicht so wagemutig, das direkt vor Voldemorts flacher Nase zu versuchen.

Schlaftrunken, doch wunderbar erholt trotz der Umstände der vergangenen Nacht, tapste sie aus dem Zimmer und suchte sich im Kaminzimmer ein anderes Kleid, aus ihren Sachen.
Eigentlich führte sie ja ein komisches Leben, wer schlief schon neben einen Kamin, das kam bestimmt nicht oft vor. Das Zimmer war dunkel und sie fand nicht das gewünschte unter ihren Sachen. So ging sie zum Fenster und zog die Vorhänge zurück. Draußen schien am diesen Tage wieder ein herrlicher Frühsommertag werden zu wollen. Warum es in der vergangenen Nacht so kalt war, blieb ein Rätsel. Feelicitas lauschte auf Geräusche, als aber sich nichts tat, zog sie sich schnell ihr Kleid über den Kopf und tauschte es durch das gewaschene aus.

Danach erhob sie sich und musste einmal ganz tief gähnen. Noch nie hatte sie in diesen Raum so ein freies Gefühl gehabt. Voldemorts Anwesendheit erstickte alles sogleich im Kern. Feelicitas reckte sich und streckte die Arme zur Decke, während sie immer noch verhalten gähnte. Sie stand gerade vor dem kaputten Fenster als sie entsetzt zurückwich da etwas durch den Riss in der Scheibe flog. Erst als sich dieses Etwas flatternd und flügelschlagend auf der Fensterbank niederließ erkannte sie das es ein Uhu war, oder eine Eule so genau konnte man das nicht sagen. Dieser trug etwas am Fuß. EIN BRIEF? Zögernd trat Feelicitas einen Schritt zurück, als der graue Federknäuel versuchte sie anzupieksen und versuchte sich dagegen zu wehren. Doch das Tier war aufdringlich.

Feelicitas konnte sich nur zu gut denken, vom wem der Brief sein musste. Barty Crouch hatte seinen Herrn sehr schnell eine letzte Bestätigung vor dem Finale zukommen lassen können. Ja, aber was sollte sie jetzt machen? Den Brief heimlich an sich nehmen und lesen? Doch dieser Uhu, war eindeutig das Tier seines Besitzers und ließ sich nichts vormachen. Er hackte ihr nur die Finger blutig. Feelicitas gab es auf, sie hatte gegen das Federknäuel keine Chance. Sollte sich Wurmschwanz doch damit rumärgern. Sie schlich sich leise über den Flur und die Treppe hinein in das Schlafzimmer.

Wurmschwanz war nicht mehr da, so konnte sie ihn auch nicht wecken. Vorsichtig beugte sie sich über das Bett um herauszufinden um irgendwo unter den vergilbten Laken noch der Meister verborgen war. Er war noch tief am schlafen. Feelicitas hatte aber das Gefühl, das es vielleicht gerade jetzt nicht das schlechteste wäre ein wenig Mut zu zeigen. Innerlich jubilierte sie. Wurmschwanz hatte sie alleine gelassen und wenn sie nicht so lieb gewesen wäre, hätte sie jetzt alles mit seinen Herrn tun können. Doch das lag ihr fern, sie konnte diesen Wesen nichts tun. Nicht nur, weil er ein wenig wie ein Baby wirkte.

Der Uhu kam ihr hinterhergeflogen, man hörte ihn im Treppenhaus rumoren. Jetzt oder nie, dachte sie und zog die Decken von dem kleinen Körper. Die Augen öffneten sich und schauten sie argwöhnig an. Als er so plötzlich erwachte sank Feelicitas auf dem Bett zusammen und stieß hastig hervor, was ihr Begehren war. Der Uhu hatte mittlerweile den Weg ins Zimmer gefunden und setzte sich an die Bettkante und hob ein Bein. Plötzlich war er ganz lieb. Feelicitas nahm ihm den Brief ab, öffnete das Siegel des Pergamentes und reichte dem Monster den Brief. Ein paar kleine Blutflecken hinterließ sie schon darauf, wo das Tier sie gekniffen hatte.

Feelicitas hatte sich den Inhalt nicht angeschaut, sondern hoffte, das die Blutflecken nicht sein Missfallen erregten. Wer weiß, wie er heute drauf war. Voldemort schaute auf die deutlich sichtbar, sehr kurz gehaltene Nachricht und stieß in einen als triumphierend geltenden Tonfall hervor: „Endlich ist die Zeit gekommen, meine Vision geht in Erfüllung."

Feelicitas ließ dieser Gefühlsausbruch nicht gerade in Jubel verfallen und so blieb sie einfach stumm und vermied aufzuschauen. Hoffentlich wollte er nicht das sie sich dazu äußerte. Doch Voldemort schien es egal zu sein, ob er seinen wohlgehüteten Plan, an eine Muggel verriet. Wen hätte sie es denn auch weitererzählen sollen?

Sie schwor sich nicht anmerken zu lassen, das sie den Absender der Nachricht erst gestern kennen gelernt hatte. Ob er es nicht schon längst wusste war fraglich, aber man musste es ja nicht herausfordern. Ein Trampeln schwerer Tritte kam die Treppe hinauf und den Flur entlang. Wurmschwanz stürzte außer Atem hinein, Feelicitas blickte schüchtern auf und entgegnete seinen verdatterten Blick. Offensichtlicher konnte es gar nicht mehr werden, das er der Annahme gewesen war, das er sie verloren hatte.

„Komm her Wurmschwanz." Äußerte sein Herr leise: „Crouch hat alles nach Plan unter Kontrolle. Er kann mir wie versprochen den Jungen liefern." Äußerte er etwas gedankenverloren. Wurmschwanz lächelte dümmlich und erleichtert als Beifall. Dann aber wandte sein Herr sich wieder direkt an ihn und sein Lächeln erstarb: „Wir unterhalten uns später über das was gerade vorgefallen ist. Du hast Glück, das im Moment andere Dinge höhere Priorität haben. Es wird Zeit, das du die Formel übst und dich vorbereitest, damit nicht ein unglücksseliger Irrtum geschieht, während der Zeremonie, nicht wahr? Nimm das Mädchen mit, aber lass sie bloß nicht laufen." Der eben noch so weiche Ton wurde hart und er betonte jedes Wort einzeln. „Aber das machst du natürlich nicht, oder Wurmschwanz? Ich kann mich also getrost noch ein wenig ausruhen und Kräfte sammeln." Feelicitas hatte die ganze Zeit über unbeteiligt, doch zuhörend auf dem Bettrand gedrückt gelegen, und als sie ins Gespräch kam erhob sie sich zögernd und wartete folgsam an der Türe auf ihre Begleitung.

„Ihr könnt euch auf mich verlassen." äußerte Wurmschwanz und Feelicitas wäre am liebsten zusammengezuckt. Wie konnte jemand so blind gegenüber seinen eigenen Makeln sein? Sie erwartete ein Gewitter – das nicht kam.

„Aber sicher doch." kam es ironisch von seinen Herrn. Doch er hielt Wurmschwanz zurück und befahl Feelicitas: „Geh schon mal vor, er kommt gleich nach."

Feelicitas traute ihren Ohren kaum. Was sollte das denn jetzt? Hatte das etwas mit diesen Zauberspruch zutun? Riskierten sie nicht vollends, das sie die Situation ausnutzen würde?

Doch natürlich war sie nicht alleine, denn kaum hatte sie das Zimmer verlassen, hörte sie Voldemort erstaunlich klar zischen. Als sie das, zum ersten Mal gehört hatte, hatte es sie noch erschrocken, nun aber nachdem ihr Wurmschwanz den Rat gegeben hatte, das Nagini womöglich dadurch seine Zustimmung beziehen könnte, sie auffressen zu dürfen, war sie schlicht entsetzt von seinen Gebrauch der Schlangensprache. Was war das für ein Altraum in denen Schlangen, die keine Ohren haben und demzufolge gar nicht hören können, mit Monsterbabys durch Zischlaute kommunizierten? Sie war noch auf der Treppe als Nagini um sie herumzischelte und sich wand.

Als Wurmschwanz später wieder zu Feelicitas stieß, hatte Nagini die Frau schon überall hinbegleitet, vor allen Dingen zu Orten, wo selbst Wurmschwanz seinen Blick geradezu Scheu von ihr abwand. Aber es hatte einen Vorteil gehabt, das Nagini nicht immer verstand was Feelicitas tat. Vielleicht würde ihr das noch nutzen. Sie konnte es sich jedenfalls gut vorstellen, denn als sie in die Küche kam und dort die verdorbenen Reste des Maisbreis gefunden hatte, war ihr wieder einmal eine ihrer seltsamen Eingebungen über den Weg gelaufen. Der Brei war jetzt noch matschiger als zuvor und hatte wirklich das aussehen, als könnte man darauf ausrutschen. Ihr kam wieder der heftig schnaufende Wurmschwanz in den Sinn und unwillkürlich sah sie, wie er ausrutschte und auf seinen fetten Hintern fiel. Vielleicht würde er sich ja was brechen, das ihn nutzlos für das Monster machte. Feelicitas würde dann nur noch die Schlange loswerden müssen und könnte dann diesen Alptraum entkommen.

Obwohl sie nicht so ganz daran glaubte, nahm sie eine der leeren Fläschchen aus dem Vorratsraum, wo eigentlich Blut hineingehörte und kippte einen Schwall Brei hinein. Nagini schien derweil doch was besseres zu tun zu haben und wuselte in einen kaputten Küchenschrank herum. Ein erschrockenes Quieken ertönte und dann war plötzlich Stille. Feelicitas hatte Nagini noch nie fressen sehen, und wusste, das so eine Schlange von einer Maus niemals satt werden würde. Egal was die Zukunft bringen mochte, hoffentlich fand sie kein Ende im Maul dieser Schlange.

Wurmschwanz ging mit ihr nach draußen hinter das Haus, wo scheinbar niemals die Sonne hin schien. Von hier aus konnte man sie nicht aus dem Schlafzimmer beobachten und wohl auch nicht hören. Er setzte den Sack, den er bei sich hatte ab. Feelicitas erinnerte sich, das ihr dieser Kartoffelsack auch schon aufgefallen war. Er stand in einer Ecke der Speisekammer. Scheinbar kam der üble Geruch doch nicht nur vom Einhornblut, sondern aus dem Inhalt dieses Dings. Wenn man genau hinschaute, schienen sich dunkle Flecken durch den Stoff zu drücken. Feelicitas blieb erstaunt stehen.

Wurmschwanz zog zwei Zettel aus seinen Umhang, der eine sah wie eine uralte Buchseite aus. Der Andere schien neueren Datums zu sein. Feelicitas konnte nicht erkennen, was drauf geschrieben stand. Vielleicht war es Latein, das konnte sie noch nie. Irgendwie sah es aber auf dem alten Pergament sehr mittelalterlich aus und das Papier hatte eine dermaßen braune maserige Färbung, das man die Schrift kaum noch entziffern konnte.

Dann beschwor er plötzlich aus dem Nichts einen Kessel hervor, der mit lauten Scheppern so knapp Feelicitas Füße verpasste, das sie vor Schreck laut aufschrie. Er fand das nicht so bedauerlich, stattdessen meckerte er: „ Pass gefälligst auf deine Füße selber auf, wenn ich schon alles andere machen muss. Was stehst du da überhaupt rum?" Doch schien er so nervös, das er ihr ganz fremd erschien. Das alles hätte sie total in Unruhe versetzt, doch dann wurde sein Blick plötzlich weicher und er schaute sie entschuldigend an. Aber das machte es auch nicht gut.

„Geh zur Seite, hier ist es gefährlich." Riet er ihr leise und sie befolgte diesen Ratschlag nur zu gerne und lehnte sich neben einen ziemlich krumm wachsenden Baum. Wurmschwanz schien sie nicht weiter zu beachten und so entschied Feelicitas sich häuslich einzurichten und kroch auf den Baum hinauf. Da warf er ihr einen kurzen, aber missbilligenden Blick zu, den sie schulterzuckend erwiderte. Er hatte doch gesagt, sie sollte sich in Sicherheit bringen. Wenn er jetzt nicht ausgerechnet den Baum abbrennen wollte, war das doch der ideale Ort.

Dann fing Wurmschwanz an verschiedene Dinge vor sich hin zu murmeln. Wasser erschien im Kessel und bald auch ein Feuer darunter. Doch so faszinierend das auch auf Feelicitas wirken musste, das hatte sie schon öfters von ihm gesehen und ihr Blick blieb erst mal auf den Kessel hängen.

Was machte man mit einen Kessel, der so groß war, das selbst Wurmschwanz mit seiner Körperfülle darin versunken wäre? Doch ihr fiel nichts ein, das sie geglaubt hätte.

Ihr blieb nichts anderes übrig, als zuzuschauen um etwas mehr Ahnung zu bekommen. Als das Wasser augenblicklich anfing zu kochen, schien Wurmschwanz entgültig die Nerven verloren zu haben. Er ließ den alten Bogen Pergament sinken und widmete sich dem Neueren. Doch das schien ihm keine große Hilfe zu sein. Fast als hätte er Feelicitas Anwesendheit vergessen, lief er unruhig hin und her, seinen Blick auf dem geschriebenen, eine Hand im Haar vergraben und sich raufend.

Feelicitas hütete sich ein Wort zu sagen, was immer sie jetzt gleich zu sehen bekam, es war wohl besser ihn nicht auch noch zu nerven.

„Wie soll ich das nur schaffen?" murmelte er leise, aber gut hörbar.

Dann schien ihm aber aufzufallen, das er irgendwann mal einen Anfang finden musste und legte das Pergament hin und hockte sich neben den stinkenden Sack. Er kramte darin herum und zog einen schwarzen Lappen heraus, der um irgendwas gewickelt war. Zudem holte er noch eine Phiole aus dem Sack und legte sie dazu. Es war eindeutig rotes Blut in dem Fläschchen, doch das war es nicht, was so gestunken hatte. Wurmschwanz Nase kräuselte sich vor Ekel, doch dann packte er mit beherzten Griff noch ein drittes Mal in die Tiefe des Sackes und holte etwas heraus, das wie ein zerrissener, brauner Pelzschal aussah.

Doch dieser Schal, war voller Blut und zuckte leise vor sich hin. Feelicitas atmete schwer aus und ein erschrockener Laut entfuhr ihr. Wurmschwanz warf ihr nur einen zweifelnden Blick zu.

Was Feelicitas als Pelzschal angesehen hatte, besaß vier Pfoten und einen langen schlaffen Körper, sowie einen ziemlich zerschmetterten Schädel. Und doch es lebte noch. Es war eine Katze, und ahnungsvoll erkannte Feelicitas welche Katze es sein musste. Sie gehörte zum verlassenen Gärtnerhaus. Feelicitas hatte sie schon mal in der Nähe herumstreunen gesehen, doch das war schon länger her und mittlerweile war sie davon ausgegangen, das Nagini sich das arme krank aussehende Tier einverleibt hatte. Nun, da hatte sich Feelicitas wohl getäuscht.

Erst jetzt begriff sie so Ansatzweise, was Wurmschwanz mit dem Tier machen wollte und wirklich, nach einen kurzen prüfenden Blick auf das zerrissene Etwas trat er zum Kessel und ließ sie hineinfallen.

Feelicitas hielt sich die Ohren zu, doch der schrille Schrei der verbrühten Katze blieb aus, sie sank einfach bin auf den Grund und gab keinen Laut von sich. Nur ein Zischen im Kessel war hörbar.

Wurmschwanz nahm noch mal die beiden Pergamentseiten zur Hand und man sah ihm an, das er keine Ahnung hatte, was ihm dieses komische Ritual bringen sollte.

Schließlich fasste er nach dem schwarzen Lappen und wickelte das darin eingeschlagene Ding aus. Ein Knochen kam zum Vorschein, der in Länge und Größe wohl auch von einer Katze stammen musste.

Feelicitas verstand gar nichts mehr, versuchte aber trotzdem den Sinn zu erfassen.

Wurmschwanz nahm den Knochen und seinen Zauberstab und hielt ihn über den Kessel, emsig bedacht, keinen Tropfen der Flüssigkeit abzubekommen.

Er sprach: „ Knochen des V-" und stutzte, sah sich um und blickte Feelicitas ziemlich unsicher an: „Das war ein Weibchen oder? Minky ist doch der Name einer Katze, oder kann man seinen Kater so nennen?"

Feelicitas blickte ihn nur verwirrt an und deutete mit fragenden Blick auf den Kessel und den Knochen.

„Der Knochen natürlich. Auf dem Grabstein hinter dem Gärtnerhaus stand Minky. Also, was meinst du was es ist?" fragte er angespannt.

Ach das erklärte die frischen Erdflecken an seinen Umhang, er hatte eine tote Katze ausgebuddelt. Feelicitas entschied nach Gefühl: „Mädchen." Wurmschwanz nickte und hub wieder an zu sprechen: Knochen der Mutter unwissentlich gegeben, du wirst deine ...deinen Sohn erneuern."

Woher der Zauberer die Sicherheit nahm, das es sich dabei um die Mutter handelte, erschien ihr als sehr wagemutig. Aber wer weiß, vielleicht stand es ja auf dem Grabstein.

Er ließ den Knochen in die rauschende Menge des Kesselinhaltes fallen. Sogleich teilte sich die Oberfläche zischend und Funken stoben auf. Das Gebräu nahm ein giftiges Blau an.

Wurmschwanz schien zufrieden, raufte sich aber wieder kurz durch die Haare und beäugte die Anweisungen seines Zettels. Dann zupfte er etwas aus seiner Umhangtasche. Eine lebende und zappelnde Maus hervor, und zog seinen Dolch aus der anderen Tasche.

Die Maus wehrte sich und versuchte zu beißen, doch Wurmschwanz ließ sich nichts anmerken.

„Fleisch des Dieners willentlich gegeben, du wirst deinen Meister wieder beleben." Rief er und schlitzten die Maus mit einen Streich seines Dolches auf schmiss die Hälfte in den Kessel. Der immer noch zuckende Rest kam daneben zum liegen. Wurmschwanz Blick legte sich mit einigen Unwohlsein auf das ausblutende Hinterteil, dann erforderte der Kessel wieder seine Aufmerksamkeit. Feelicitas hatte irgendwie das Gefüphl, das an diesen Punkt etwas falsch verlaufen war. Eine Maus war doch niemals freiwilliger Diener einer Katze, das passte nicht. Das Gerbäu wurde rot. So brennend und hell, das Feelicitas die Augen für einen Moment abwenden musste.

Wurmschwanz hingegen fasste schon nach der Phiole und ließ den Inhalt in den Kessel fallen: „Blut des Feindes mit Gewalt genommen, du wirst deinen Gegner wieder erstarken lassen." Lamentierte er verhalten und starrte den Brodelnden Kessel mit einigen Unbehagen an.

„Na komm schon." Flüsterte er und tatsächlich, das eben noch rotstrahlende Gemisch, nahm einen blendend weißen Ton an. Wurmschwanz schien höchst erleichtert. Er schaute noch mal zur Kontrolle auf den neueren Pergament nach, aber alles schien nach seinen Wünschen verlaufen zu sein.

Der Kessel brodelte und versprühte riesige diamantene Funken, die man selbst beim hellen Licht des Tages noch meilenweit sehen musste.

Es war so blendend, das Feelicitas es nicht mehr auf dem Baum aushielt und runterglitt und sich dahinter rettete.

Plötzlich gab es eine Verpuffung und die Funken schienen verschwunden, stattdessen wurde die Umgebung jetzt von weißen Dampf eingenebelt. Man sah kaum noch etwas und Feelicitas merkte, als der Nebel sich lichtete, das der auch ins Haus gezogen war. Ein stechender und bestialisch in der Nase brennender Geruch lag über dem ganzen. Was immer das alles zu bedeuten hatte, Wurmschwanz schien plötzlich auch nicht mehr so sicher, das sein Experiment gelungen war und hüpfte wild mit den Armen wedelnd um den Kessel herum. Er wimmerte irgendetwas, das wie: „Lass es ihn nicht mitbekommen." klang.

Feelicitas wusste, das es wohl vergebliche Mühe war. bei den vielen kaputten Fenstern, war das Haus bestimmt schon voll mit dem Gestank. Voldemort würde schon lange wieder wach sein.

Schließlich hatte sich der Nebel so verzogen, das man den Kessel wieder erkennen konnte. Feelicitas kam hinter dem Baum hervor, Wurmschwanz näherte sich neugierig dem Kessel und beugte sich mit zwiespältiger Miene darüber. Seine Gesichtszüge entglitten ihm und er prallte zurück und sank daneben nieder. Was immer er gesehen hatte, es schien ihn total unglücklich zu machen und er brach im wilden Verwünschungen und Flüchen aus, zudem schien es, als würde er heulen.

Feelicitas hatte zwar Vorbehalte, schaute aber trotzdem nach. Sie hätte es lieber sein lassen sollen, das Wesen im Kessel hatte nun wirklich keine Ähnlichkeit mehr mit irgendwas, das sie kannte. Selbst Voldemorts Anblick war erheblich besser, als dieses zuckende Ding anblicken zu müssen, das weder Fell noch Form hatte, aber eindeutig Leben in sich trug. Es sah aus, als hätte man die Inneren an die Außenseite des Körpers gelegt. Schnell wandte Feelicitas sich ab und erbrach sich bitter ins Gras.

Das Schnufen von Wurmschwanz, verhallte und er rappelte sich wankend auf. Er nahm den schwarzen Lappen und holte damit das Ding aus dem Kessel. Feelicitas sah aus den Augenwinkeln, das es immer noch erbärmlich zuckte.

„Mach es bitte tot." Bat sie flehend und Wurmschwanz schien dieser Bitte gerne nachkommen zu wollen und sprach einen Spruch. Aus seinen Stab kam ein grüner Strahl und dann regte sich das arme Tier nicht mehr.

Einen Moment trat Stille ein. Wurmschwanz wickelte das Tier in den schwarzen Lappen und schien dabei abzuwägen, was er jetzt tun sollte.

„Machst du das noch mal?" fragte Feelicitas leise, erntete aber nur ein stilles Kopfschütteln.

Dann sagte er doch etwas: „Es ist misslungen, neuer Versuch ist unmöglich, dauert zu lange. Ich habe kein Tier mehr dafür und die anderen Sache bekomme ich auch nicht in drei Tagen zusammen." Er schaute plötzlich auf und betrachtete Feelicitas unheilverkündend. Feelicitas wurde übel, wenn er ihr nicht gerade erst gesagt hatte, das es unmöglich wäre, dann hätte sie annehmen müssen, das er erwog sie als nächstes Versuchsobjekt zu nehmen. Langsam wich sie wieder zurück, doch er schien entschlossen es hinter sich zu bringen. Er packte sich das eingewickelte Wesen und zog Feelicitas am Arme und zerrt sie mit sich.

Voldemort schien alleine in seinen Sessel im Kaminzimmer gekommen zu sein. Er schaute ziemlich wissend auf Wurmschwanz und seine Miene ließ schlimmes vermuten. Doch zuerst sagte er nichts.

„Nun Wurmschwanz, du hast es wieder vermasselt, oder?" äußerte er mit einiger Schärfe: „Zeig her, was du da hast."

Wurmschwanz sank vor dem Sessel zusammen und hielt seinen Herrn, das entwickelte Katzending entgegen. Voldemort schien von der Gestalt unbeeindruckt.

„Du weißt, das der Fehler nicht in meiner Formel liegt. Du weißt das ich solche Fahrlässigkeiten nicht dulden kann, oder?" er sagte es so leise, das nur ein Hauch aus seiner Stimme zu hören war, doch Wurmschwanz bebte. Feelicitas erwog sich zurückzuziehen, hatte aber Angst zuviel Aufmerksamkeit zu erlangen, wenn sie sich rührte.

„Herr, vielleicht das Mädchen-" wimmerte Wurmschwanz und Feelicitas wurde es schwindelig. Doch Voldemort unterbrach ihn sanft: „Das Mädchen? Wie stellst du dir das vor? Hat sie Feinde, tote Familie oder Diener? Ich glaube es nicht."

Es klang wirklich so, als würde er Wurmschwanz umbringen wollen – doch er tat nichts.

„Wurmschwanz, Wurmschwanz, wenn deine Dienste nicht in drei Tagen schon von höchster Wichtigkeit wäre, könnte ich meinen Unmut ausdrücken. Du wirst ihn aber noch genügend zu spüren bekommen, glaube mir ich werde dir deinen Teil noch zukommen lassen. Gib mir meinen Zauberstab. Ich glaube du wirst ihn nun nicht mehr brauchen." Wurmschwanz zitterte auf, scheinbar war er von den sanften Worten überhaupt nicht überzeugt, trotz dessen reichte er dem Lord seinen Zauberstab.

„Herr, bitte..."

„Herr was?" kam es unwirsch zurück: „Spar dir dein Flehen für die Zeit in der du es brauchen wirst. Ich empfehle dir bis dahin noch ein wenig zu üben. Vielleicht findest du in Trockenübungen noch ein wenig Erfolg."

Wurmschwanz nickte und stand auf. Sein Gesicht war aschfahl und seine Augen gerötet. Feelicitas konnte Verstehen, welcher Druck das für ihn bedeuten musste. In drei Tagen musste dieses komische Ritual funktionieren, wenn nicht würde er wohl den Morgen des nächsten nicht mehr erleben.

Ob sein Herr dann noch dazu in der Lage wäre, war ungewiss, aber Feelicitas würde Wurmschwanz in Ruhe lassen. Wer weiß ob er nicht doch einmal in die Lage käme sich an ihr zu rächen. Sie sah den kommenden Geschehnissen mit Sorge entgegen.

Fortsetzung folgt...

Ich habe mir mal gedacht, das ein in seinen Auswirkungen so dunkelmagischer Fluch, entweder von Voldemort persönlich Wurmschwanz beigebracht worden ist, oder das dieser sehr intensiv üben muss, bis es sitzt. Also ist eine Generalprobe doch optimal. Aber obwohl sein Experiment scheitert, zeigt es wieder einmal, das Wurmschwanz alles andere als dumm ist. Er kann komplizierte Flüche ausführen und sogar mit Avada Kedavra morden. Man sollte ihn nicht unterschätzen, was er will da schreckt er nicht vor zurück. Hüte dich Feelicitas…

Übrigens der schwarze Lappen hat in HP4 noch eine weitere Funktion. Der wahre Fan wird wissen, was ich meine. Armer Harry.

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