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Books » Lord of the Rings » Teil 4: Heiler und Wanderer
zita01
Author of 8 Stories
Rated: T - German - Adventure/Humor - Reviews: 185 - Updated: 08-28-07 - Published: 12-23-05 - id:2715894

Disclaimer: Oh ja, das geistige Eigentum Tolkiens wurde in diese kleine Story eingearbeitet und entstellt. Ich weiß, ich weiß, aber ich komm nicht dagegen an. Das ist so bei Süchtigen. Doch da höre ich bereits das Einsatzkommando an der Tür, das sich die gestohlenen Kostbarkeiten zurückholen will. Oh weh, ich Arme! Verdammnis kommt über mich.

A/N: Amélie, die Reisende, war mein Fehlerfindel. Und gebt es zu, sie macht ihre Sache wirklich verdammt gut.

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8. Kapitel: Schwarze Segel? Hier?

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Nur selten zeigten die Träume eines elbischen Schlafs beunruhigende Bilder. Nur halb zwischen den Schichten des Bewusstseins treibend, verloren die Erstgeborenen nicht völlig die Kontrolle über die Geschichten ihres Geistes. Schwäche oder Verletzungen, große Anspannung konnten wohl dazu führen, dass auch elbische Träume in dunkle Tiefen absanken und Ereignisse großen Leids wieder an die Oberfläche holten, Bilder, Gedanken und Erinnerung zu einem Erlebnis des Entsetzens vermischten. Gewöhnlich jedoch war elbischer Schlaf ein Hort der wahren Erneuerung.

So war es nicht verwunderlich, dass Leiloss etwas unwillig reagierte, als sie durch eine Berührung an der Schulter aus einem wunderbar freundlichen Traum geholt wurde, in dem sie in der Quellstadt in einer der schönen heißen Badeteiche lag und einen perfekten Sommertag genoss. „WAS?"

Neben ihrem Schlaflager hockte Rumil und lächelte amüsiert. „Du bist ungenießbar, wenn man dich weckt."

„Warum tust du es dann?"

„Lord Celeborn erwartet dich an Deck", war die überraschende Antwort, bevor er sich erhob und so lautlos wieder ging, wie er gekommen war.

Leiloss richtete sich mit einem kleinen Seufzer auf und blickte ihm neidvoll nach. Sich lautlos bewegen war nicht so einfach, wie die verrückten Märchen um die Erstgeborenen immer erzählten. Natürlich konnte ein Elb sich ohne jedes Geräusch bewegen. Ganz einfach - er musste nur nackt dabei sein. Sie verzog das Gesicht. Was für eine Vorstellung! Lauter nackte Krieger im Wald…Sobald man nämlich Kleidung, insbesondere Lederrüstungen trug, wurde die ganze Angelegenheit schon schwieriger. Leder neigte dazu zu knirschen und zwar bei jeder Bewegung und auch wenn es sorgfältig eingeölt war. Von den leichten Kettenhemden wollte sie gar nicht reden.

Wenn sich also ein Krieger absolut lautlos bewegte – und Rumil konnte das – sprach das für seine Erfahrung und sein Können. Sie selber war noch lange nicht so gut und Rumil hatte bislang immer nur gelacht, wenn sie ihn gebeten hatte, ihr das endlich beizubringen. Er war irgendwie gemein. Selbst ihr Bruder war nicht so ablehnend. Leiloss gab zu, dass sie ihren Bruder bislang auch noch nicht angebettelt hatte, ihr etwas beizubringen. Was war schon so überragend daran, Apfelbäume zu pflanzen und daran rumzuschnippeln?

Ein Grunzen schräg neben ihr riss sie aus ihren Überlegungen. Leiloss' Miene verfinsterte sich. Schlimm genug, dass sie dieser verlausten Sterblichen Sindarin beibringen musste, nun hatte man sie auch noch gezwungen, die gleiche Kammer zu teilen. Hestias Schlafkammer, um genau zu sein. Leiloss hätte lieber an Deck geschlafen als auf dem Boden dieses winzigen Lochs, in dem sich die Körpergerüche der Sterblichen schon in jede Ritze gezwängt hatten.

Ärgerlich sprang sie auf und stieß die noch nicht ganz erwachte Frau mit dem Fuß an. „Steh auf, Ziege! Wir sollen an Deck kommen."

„Verschwinde, Glamdîs." Überraschend flink schlug Hestia nach ihr und kam auf die Beine. Ihre ohnehin recht unordentlichen Haare standen in alle Richtungen ab und auf ihrer linken Wange malte sich das Muster der groben Decke ab, die sie als Unterlage für den Holzboden benutzte. „Er hat nicht nach mir gefragt, sondern nur nach dir."

„Und woher willst du das wissen?"

Hestia zog entgegen ihrer Worte dennoch ihre abgewetzte Weste über das fadenscheinige, braune Wollhemd. Am Ellbogen war sogar ein Riss. Diese Frau lief rum wie ein Landstreicher. „Ich hab euch verstanden."

„Hast du nicht." Leiloss war sich nicht so sicher, wie sie sich den Anschein gab. Irgendwie schien Hestia eine recht große Begabung dafür zu haben, Sprachen zu lernen. Das war bei Menschen nicht üblich, Hinner war da eine Ausnahme. Hatte sie bislang jedenfalls immer geglaubt.

„Ich habe eben eine gute Lehrerin", stichelte Hestia und riss die Tür zum Gang auf.

Ein Schwall frischerer Luft vertrieb den Geruch nach menschlichem Schlaf. Er klärte zugleich ein wenig Leiloss' Gedanken. Sie konnte sich immer noch mit Hestias Sprachfertigkeiten befassen. Jetzt sollte sie sich lieber beeilen. Lord Celeborn war nicht gerade bekannt dafür, dass er gerne auf die Ausführung seiner Befehle wartete. Eilig lief sie den kurzen Gang bis zum Ende des Ruderhauses entlang und versuchte dabei, die Waffengurte des Köchers und des Schwertes richtig zu schließen, bevor sie auf ihren Herrn traf. Sie war so damit beschäftigt, dass sie zusammenzuckte, als jemand sie am Arm fasste und zur Seite zog. Verwirrt blickte sie auf und erkannte, dass sie gerade an Deck angelangt war. Rumil hatte nach ihr gegriffen und sie ein Stück zur Seite manövriert.

„Leise", befahl er ihr mit gedämpfter Stimme. „Sei wachsam, aber halte dich still."

Eine gespannte Stimmung lag über dem Schiff. Die gesamte Mannschaft, soweit sie nicht an den Rudern im Unterdeck saßen, hatte sich eingefunden. Oben am Ruder war Warrick persönlich, Gandalf stand bei ihm und sprach leise mit ihm. Lord Celeborn war nur wenige Schritte von Leiloss entfernt in der Nähe des Hauptmastes. Wenn er ihr Eintreffen bemerkt hatte, so schien es ihn jetzt nicht zu interessieren. Er hatte den Blick konzentriert auf das Westufer des Anduin gerichtet, ab und an wechselte er einige Worte mit Lord Erestor, der ebenso wachsam das Ufer im Auge behielt.

Leiloss trat unruhig von einem Fuß auf den anderen. Sie hatte keine Ahnung, was hier vorging, aber es war offenbar gefährlich genug, dass ihr Herr alle Elbenkrieger an Deck befohlen und Warrick seine Männer bewaffnet hatte. Nervös zupfte sie an Rumils Ärmel.

„Warrick hat Alarm gegeben", flüsterte er ihr prompt zu und sie fingen sich beide einen bösen Blick von Orophin ein. „Er ist beunruhigt."

„Weshalb?" flüsterte sie zurück.

„Wir wissen es noch nicht."

Bevor sie etwas sagen konnte, drehte sich Celeborn zu ihr um und winkte sie heran. Mit gemischten Gefühlen folgte Leiloss dem Befehl. Sein Ärger war sicher noch immer nicht verraucht und nun würde sie wahrscheinlich einen Tadel bekommen, weil sie ihren Mund nicht halten konnte. Zu ihrer Verwunderung fasste er sie an den Schultern und zog sie vor sich, sodass sie das Ufer nun ganz genau sehen konnte.

„Dort draußen lauert Gefahr", erklang seine leise, sehr ruhige Stimme dicht neben ihrem linken Ohr. „Achte auf jede Kleinigkeit, Leiloss und sag mir dann, was du erkennen kannst."

Nichts, hätte sie beinahe gesagt, aber das war sicher nicht die Antwort, die er von einer Galadhel erwartete. Sie biss vor lauter Konzentration die Zähne zusammen und starrte angestrengt hinüber zum Ufer. Was sollte sie dort erkennen? Die Uferlinie des Anduin war so wie immer. Zumindest in diesem Abschnitt des Flusses fielen die Ufer steil ab zum Fluss hin. Büsche standen auf ihrer höchsten Linie, jedoch nicht so undurchdringlich, dass sich ein Feind dahinter hätte verstecken können. Sie konnte im Licht dieser klaren Frühlingsnacht jede Einzelheit ausmachen und sie erkannte nichts! Außerdem war es die Westseite und von der erwartete sie am allerwenigsten eine Bedrohung. Osten, gut, das war immer möglich. Orks, die am Ufer lauerten und ahnungslose Reisende mit ihren Pfeilen spickten…aber Westen?

„Herr…", begann sie unglücklich. „Ich sehe keine Gefahr."

Lord Erestor schnalzte tadelnd mit der Zunge, enthielt sich aber eines seiner bissigen Kommentare. Leiloss wäre am liebsten zwischen den Planken versickert vor Verlegenheit.

„Habe ich gesagt, dass du dich nur auf deine Augen verlassen sollst?" erkundigte sich Lord Celeborn, aber er klang zumindest nicht enttäuscht. „Deine Sinne, Leiloss, alle deine Sinne retten dir das Leben. Ich bin mir sicher, Haldir hat dir das beigebracht."

Er hat es zumindest versuch', gab sie ihm im Stillen kleinlaut Recht. Wenn es nur nicht so schwer wäre, völlig ruhig und bewegungslos zu bleiben…

Es mochte schwer sein, aber es motivierte ungemein, dass Celeborns Hände noch immer auf ihren Schultern lagen und er es sicher nicht gutgeheißen hätte, wenn sie aufgeregt herumzappeln würde. So blieb sie ruhig stehen – und es fiel ihr wirklich nicht leicht – senkte ein wenig die Lider, um sich nicht länger von den Bildern ablenken zu lassen und ließ ihre Sinne einfach an Auffälligkeiten sammeln, was die anderen Elben schon längst bemerkt hatten.

Zuerst war noch alles so wie es sein sollte. Wie immer schien die Dunkelheit der Nacht die Geräusche etwas zu dämpfen. Die Verstrebungen der Segel knarrten träge über ihrem Kopf, der auffrischende Wind schien die ‚Butterblume' anzuspornen und das Schiff sprach seine eigene Sprache. Sogar die leichten Ruderbewegungen, die von Warrick ausgeführt wurden, waren auszumachen tief unterhalb des Hecks. Leiloss bewunderte einen Moment die Gleichmäßigkeit, mit der die zwei Dutzend Ruder, je zwölf auf jeder Seite des Schiffes in die Fluten des Anduin eintauchten. So eine Harmonie im Zusammenspiel Sterblicher hätte sie nicht für möglich gehalten.

Dann fiel ihr auf, dass sich die Wellen des Anduin zumindest auf dieser Seite anders anhörten als auf der Ostseite. Sie schienen ferner, als ob sie sich vom Fluss selbst entfernten.

„Die Uferlinie…", vermutete sie unsicher.

„Wir nähern uns einer Bucht", bestätigte Celeborn. „Eher schon einem kleinen Seitenarm, der nach einigen hundert Schritten endet."

Aber das allein ist es nicht.' Leiloss merkte es an seiner Stimme. Und so steigerte sie ihre Konzentration nochmals. Warum hatte sie bloß bei ihm das Gefühl, dass sie ihn auf keinen Fall enttäuschen durfte, wenn sie auch nur einen Tag länger eine Galadhel bleiben wollte? Bei Haldir war es einfacher, einen Fehler zu machen, auch wenn er recht ungemütlich werden konnte.

Eigentlich immer noch auf die Geräusche fixiert, stieg ihr auf einmal ein vertrauter, verhasster Geruch in die Nase. Überrascht riss sie die Augen auf und sog noch einmal tief die Luft durch die Nase ein.

„Jetzt hat sie es", erklärte Lord Erestor spöttisch. „Ihr könnt die Lehrstunde beenden, Celeborn. Mir scheint, für Leiloss besteht noch Hoffnung."

„Orks!" hauchte Leiloss, fuhr herum und starrte von einem zum anderen. „Am Westufer?"

„Sie sind überall, das Westufer ist keine Ausnahme", sagte Orophin, der langsam näher trat und Celeborn den weißen Bogen reichte, zusammen mit einem wohlgefüllten Köcher. „Es ist erstaunlich, dass scheinbar nichts sie aufhält."

Lord Celeborn legte etwas den Kopf zur Seite und betrachtete seinen Krieger sinnend. „Mir scheint eher, sie folgen einer Quelle höchst eigentümlicher Anziehungskraft, die sich hier auf diesem Boot befindet."

„Ein böswilliges Gerücht, Herr, von meinen Brüdern in die Welt gesetzt, um meinen untadeligen Leumund auf ihre eigene, beklagenswert niedrige Ebene zu ziehen."

Leiloss schürzte die Lippen. Egal, was Orophin auch behauptete, sie war bereits von anderen Galadhrim vorgewarnt worden, falls Haldir sie irgendwann zum Dienst mit dem Zweitältesten der Brüder einteilen würde. Offenbar war die Wahrscheinlichkeit groß, auf Orks oder besser noch Uruk'hai zu treffen, war er erst in der Nähe.

„Segel an Backbord voraus!" tönte ein Warnruf vom Bug.

Sofort richtete sich die Aufmerksamkeit aller nach vorne, wo sich nun deutlich die Uferlinie verschob und den Zugang des Seitenarmes verriet. Klar in dieser mondhellen Nacht zu erkennen schob sich der schlanke, hohe Bug eines Schiffes aus der Flussmündung heraus. Es schien soeben erst Fahrt aufgenommen zu haben, denn noch waren es die Ruderer, die es vorantrieben. Oben in den Masten turnten abenteuerlich bunt gekleidete Gestalten herum und lösten die Verschnürungen der Segel. Die ganze Art, wie dieses Schiff versuchte, ihnen den Weg abzuschneiden, verriet bereits die feindlichen Absichten. Da hätte es auch nicht mehr der krummen Silhouetten eines guten Dutzend Orks bedurft, die sich im Bug des Schiffes drängten, um die ‚Butterblume' bei der erstbesten Möglichkeit zu entern.

Auf Warricks Schiff brach Hektik aus. Der Kapitän brüllte eine Zahl und sofort war zu spüren, wie sich die Taktzahl der Ruderschläge erhöhte. Einige Matrosen schleppten Deckel von Fässern an Deck, die sie offenbar als Schilde benutzen wollten, während andere in die Takelage kletterten, damit auch noch der letzte Rest Segel aufgezogen wurde.

„Schwarze Segel!" Der fassungslose Ruf kam von Hestia. Leiloss entdeckte sie zwischen ein paar Elbenkriegern an der Reling. Sie hatte sich weit vorgereckt. „Warrick! Es hat schwarze Segel. Das sind Piraten von Umbar!"

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Wände, besonders solche aus Fels, waren massiv. Man konnte sich den Kopf daran stoßen, sie ein bisschen einritzen oder jemanden solange dagegen schlagen, bis er annähernd tot war.

So zumindest hatte Izak es bislang immer angenommen…

Nun rieb er sich zum zweiten Mal die Augen und hoffte dabei, dass es ein Trugbild dieser tückischen Elben war, was sich da vor ihm abspielte. An der Rückwand seiner Zelle, wo er bis eben noch gekauert hatte, ragte der Kopf eines Untiers mitten aus dem Fels. So ein Wesen hatte er bislang noch nie gesehen und es war schrecklich genug, dass er auf Händen und Knie in aller Hast bis an die gegenüberliegende Wand kroch, von wo er weiterhin dieses Geschöpf beobachtete, das nun den ganzen Schädel durch den Fels geschoben hatte.

Dieses Monster musste riesig sein, denn allein sein Kopf war es bereits. Schwarze und tiefrote Schuppen bedeckten den flachen, breiten Schädel, in dem goldfarbene Augen mit schlitzförmiger Pupille ihn voller Bösartigkeit fixierten. Langsam öffnete es das breite, lippenlose Maul und eine fast armlange, blaue Zunge schlängelte sich hinaus wie eine Schlange, die sich nur kurz in diesem Abgrund von Fressgier versteckt hatte.

Izak zitterte inzwischen am ganzen Leib, er bekam kein Wort heraus, um die Wachen vor seiner Tür zu alarmieren. Wer wusste denn schon, ob sie ihm dieses Ding nicht gar geschickt hatten? Stattdessen tastete er mit der rechten Hand auf dem Boden herum, ob er dort nicht etwas finden würde, das ihm als Waffe gegen das Untier helfen würde. Seine Fingerspitzen stießen gegen den Deckeleimer, in den er sich vor nicht allzu langer Zeit erleichtert hatte. Für einen winzigen Moment trug er sich mit dem Gedanken, dem Eindringling den Inhalt über den Kopf zu schütten, ließ dann aber davon ab. Böse Elben-Dämonen würden sich wohl davon kaum beeindrucken lassen.

Die Schultern des Monsters wuchsen nun ebenfalls aus dem Fels und es setzte die Vorderbeine auf den Boden von Izaks Gefängnis. Entsetzlich große Pranken mit langen Krallen, die leise auf dem Fels scharrten, als es einen weiteren Schritt machte. Izak atmete heftiger. Es war noch größer, als er angenommen hatte, denn nun drückte es die Beine etwas durch und der Kopf erhob sich zu einer Höhe, die ihm mindestens bis zu den Schultern ragte, wenn er gestanden hätte. Was für ein riesiger Kopf! Und diese bedrohliche Farbe seiner hartgeschuppten Haut! Im Schein der Lampe auf dem kleinen Holztisch glänzten die schwarzen Schuppen wie Pech, in dem blutrote Flecken ein geheimnisvolles Muster bildeten.

Izak wimmerte.

Er würde sterben. Dieses Monster würde ihn zerreißen und seine Eingeweide auf dem Boden zerstreuen. Es zischelte sogar schon und die blaue Zunge schnellte vor in seine Richtung. Izak kniff die Augen zusammen und schlang die Arme um den Körper. Das war also sein Ende!

Ein befremdliches Geräusch ertönte und ein Schwall warmer Luft traf sein Gesicht. Obwohl Panik ihn erfasst hatte, erwachte irgendwo in Izaks Geist ein Gefühl der Irritation. Unwillkürlich schnüffelte er leicht und stellte fest, dass die Luft eindeutig nach Rettich roch.

Rettich? Kein Monster riecht nach Gemüse! Izak fasste sich ein Herz und öffnete ein Auge. Eines…zur Vorsicht…um dem Tod gegenüberzutreten, musste eines reichen. Er riss allerdings auch sofort das andere auf, weil das Untier nur noch einen Schritt von ihm entfernt war und ihn mit leicht schiefgelegtem Kopf betrachtete. Irgendwie war der tückische Ausdruck in den Echsenaugen nicht mehr so genau zu erkennen, außerdem kaute es mit offenem Maul auf einer weißen Masse herum, die eindeutig die schon fast zerkleinerten Überreste eines großen Rettichs waren.

Izak traute der ganzen Sache zwar noch immer nicht, aber so langsam wuchs in ihm die Erkenntnis, dass er wohl nicht gleich zwischen den mächtigen Kiefern seines Gegenübers verschwinden würde. Vorsichtig lehnte er sich zur Seite und sah an dem Tier vorbei. Allerdings, es war riesig. So groß, dass es nun fast die gesamte Länge seines Gefängnisses ausfüllte. Ein Stück seines spitz zulaufenden Schwanzes steckte sogar noch im Fels. Izak blinzelte etwas. Da, wo es im Fels verschwand, flirrte die Luft etwas. Es schien fast…

Das Monster nieste lautstark und ein Nieselregen Monstersabber legte sich auf Izaks Gesicht. Angewidert wischte er sich mit dem Handrücken über Augen und Stirn, bevor er sich an der Wand hochschob, damit er nicht mehr so ganz in der Ziellinie eines neuen Niesers kauerte. Ein Trugbild war das Geschöpf also nicht, kombinierte Izak messerscharf.

„Ich rufe die Wache!" verkündete er nach kurzem Zögern, auch wenn er sich noch erbärmlicher fühlte als zuvor. Jetzt schrie er schon nach Elben, damit sie ihm gegen ein Monster halfen!

Der mächtige Echsenschädel bewegte sich leicht hin und her. Izak fühlte, wie sein rechtes Augenlid nervös zu zucken begann. Dieses Ding konnte ihn unmöglich verstanden haben. Oder doch? „Kannst du vielleicht auch sprechen?"

Ein Prusten war die Antwort.

Ratlos kratzte sich Izak am Ohr. Hieß das nun, dass es zwar verstehen, aber nicht sprechen konnte? Oder hieß das überhaupt nichts? „Aber du verstehst mich?"

Das Monster reckte den Kopf vor und stieß ihn gegen die Wand. Hastig streckte er die Arme vor und wollte es wieder wegschieben. Ein hoffnungsloses Unterfangen! Er würde wirklich die Wachen rufen müssen, das war einfach nur peinlich! Izak klopfte hilflos auf dem harten Schädel herum und zu seiner Überraschung begann die Echse eine Art wohliges Knurren von sich zu geben. Eingeklemmt zwischen Wand und Echsenschädel tätschelte er ergeben die glatten, trockenen Schuppen und fragte sich, ob er dafür endgültig im schwarzen Nichts totaler Versager enden würde. Er war immerhin ein Ork.

Seine Überlegungen fanden ein schnelles Ende, als es an der Rückwand seines Verlieses erneut flirrte und kurz darauf ein heller Schatten heraushuschte. Fassungslos sah er zu, wie ein kleines weißes Tier aus dem Flirren sprang, auf dem Echsenschwanz landete und dann in langen Sätzen bis hinaus zum Kopf seines ersten Besuchers kletterte.

„Das war's", knurrte er empört. „Diese Elbenzauberei muss aufhören. Ich habe niemandem was getan! Hört ihr? Behandelt ihr alle eure Gefangenen so?"

Die Echse stieß ein leises Zischen aus, als ob sie ihn warnen wollte, nicht so herumzuschreien, aber Izak bleckte böse die Zähne. Das ging einfach zu weit! Erst schickten ihm diese spitzohrigen Dämonen eine riesige Echse und nun auch noch ein weißes Eichhörnchen. Er war schließlich nicht schwachsinnig. Sie hatten vor, ihn zu verwirren, seinen Verstand in einen Abgrund voller verrückter Trugbilder zu stoßen. Wahrscheinlich hatten sie ihm Gift in das Essen vom Morgen gerührt. Schade, dass dieser Elb namens Gaellas sich dafür hergegeben hatte. Irgendwie war Izak davon ausgegangen, dass er eigentlich ganz nett war.

Das weiße Eichhörnchen ließ sich mitten auf dem Echsenschädel auf den Hinterbeinen nieder, hob ein wenig die Vorderbeine und betrachtete ihn aus erschreckend klugen, schwarzen Knopfaugen. Izak hatte vorgehabt, lauthals nochmals nach den Wachen zu schreien und herumzutoben, aber nun fesselte das glatte, weiße Fell seine Aufmerksamkeit. Es erinnerte ihn an die pelzigen Blüten des Strauchs, die sich so unglaublich weich in seinen Händen angefühlt hatten. Gegen seinen Willen streckte er vorsichtig die rechte Hand aus. Nur einmal noch wollte er diese Zartheit fühlen, bevor sich sein Verstand endgültig verabschiedete. Kurz bevor seine Fingerspitzen das Eichhörnchen berührten, verharrte er unsicher. Und wenn es ihn nun biss?

Als ob das Tier seine Befürchtungen spürte, machte es einen Schritt nach vorne bis zur Stirn der Echse, nur noch ein Hauch trennte es von Izaks Hand. Dieses Vieh wollte also, dass er es berührte. Izak runzelte die Stirn. Das war nicht normal, keinesfalls. Das Eichhörnchen schien zu seufzen und keckerte dann ungeduldig. Izak knurrte zur Antwort, zog die Hand aber immer noch nicht weg.

„Das denkst du dir so!" flüsterte er böse und ärgerte sich mal wieder über das Lispeln, das ihm Gornig mit dem Messer verpasst hatte. Möglicherweise würde er sich auch vergiften, wenn er es anfasste. Diesen hinterlistigen Spitzohren war alles zuzutrauen.

Er würde sich nicht reinlegen lassen. Andererseits fragte er sich, warum er eigentlich noch so hartnäckig an seinem Leben hing. Was hatte er schon davon? Er saß in diesem elenden Verlies fest und würde wohl auch noch eine halbe Ewigkeit hier bleiben. So ganz war nicht klar, wie lange ein Ork lebte. Er kannte keinen, der an Altersschwäche gestorben war. Orks starben im Kampf, mit wem auch immer. Es konnte also eine lange Zeit hier unten vergehen. Den Eindruck, dass der bösartige Elbenkönig, der ihn hatte einsperren lassen, ihn irgendwann aus lauter Gnade wieder freilassen würde, hatte er jedenfalls nicht gehabt. Wer wusste also schon, wann diese Gefangenschaft ein Ende hatte?

Das Fell des Tiers war aber auch zu weiß, strahlend schön, wie Schnee. Izaks innerer Kampf neigte sich also wieder der anderen Seite zu. So ein schönes Fell konnte nur weich sein.

Nach kurzem Ringen mit sich selbst, denn Izak war nun eigentlich kein Held, nur ein hartnäckig Überlebender gegen alle Widrigkeiten, die ihm gewöhnlich von der eigenen Art entgegengestellt wurden, fasste er einen Entschluss. Wenn er schon sterben musste, dann zumindest nicht, ohne dieses Fell angefasst zu haben. Die Knie doch etwas zittrig, streckte er die Hand endlich weiter aus. Als seine Finger den Eichhörnchenpelz berührten, schloss er überrascht die Augen. Es war noch weicher, als er sich ausgemalt hatte. Viel schöner als die weichen Knospen des Strauchs und viel lebendiger schien ihm. Und es war warm. Leben erfüllte dieses kleine Geschöpf. So viel davon pulste durch diesen zerbrechlichen Körper, dass Izak es durch seine Fingerspitzen hindurch bis zu seinem eigenen Herzen spüren konnte.

Er verlor sein Zeitgefühl, gab sich einfach diesem fantastischen Gefühl hin, mit etwas verbunden zu sein, dem jedes Dunkel völlig fremd war. Es war wie ein Schlag in den Magen, als das Tier mit einem erneuten Keckern plötzlich davonsprang. Izak riss die Augen auf und seufzte enttäuscht. Im nächsten Moment japste er entsetzt, weil ihm diese Echse wie zum Trost mit der ekligen Zunge einmal quer durch das Gesicht schlängelte.

Das weiße Eichhörnchen hopste ohne jeden Blick zurück über den Echsenrücken wieder auf die Wand zu und verschwand mit einem großen Satz darin. Dann trat auch die Echse selber den Rückweg an. Das Verlies war zu klein, um sich wirklich umwenden zu können, also schob sich das riesige Tier einfach rückwärts wieder in den Fels zurück, aus dem es gekommen war. Izak war noch wie betäubt und als er sich endlich wieder rühren konnte, war er bereits alleine im Raum. Mit einem enttäuschten Ausruf eilte er auf die Wand zu und versuchte, sich ebenfalls hindurchzudrücken. Es passierte gar nichts, außer dass er sich äußerst schmerzhaft die Nase an dem massiven Stein anstieß. Kein Flirren, kein Durchkommen, er hatte seine Chance verpasst. Enttäuscht schlug er mit der Faust gegen den Fels und heulte sofort auf, weil er das Gefühl hatte, sich alle Knochen in der Hand gebrochen zu haben.

Er hatte kaum Zeit, sich über diesen Zwischenfall Gedanken zu machen, denn auf dem Gang waren Stimmen zu hören.

„Was macht er so?" erkundigte sich Gaellas, der Izak von allen inzwischen am vertrautesten war.

„Jammert rum, wie immer", antwortete die Wache in der Nähe der Tür. „Wenn du mich fragst, ist er nicht ganz richtig im Kopf. Er führt Selbstgespräche."

„Machen wir das nicht alle ab und an?"

Gaellas stieg in Izaks Achtung ganz gewaltig. Er konnte sich nicht erinnern, dass überhaupt mal jemand auf seiner Seite gestanden hatte. Einer war schon mal gut, selbst wenn es sich dabei um einen Elben handelte.

Mit einem misstrauischen letzten Blick auf die Wand drehte er sich so, dass er die Tür sehen konnte, die jetzt geräuschvoll entriegelt wurde. Gaellas machte einen Schritt in das Verlies hinein. Schwungvoll stellte er einen Korb auf dem Tisch ab.

„Dein Mittagessen", verkündete er und lächelte freundlich. „Ich hab dir Äpfel einpacken lassen. Mir schien, dass du sie magst."

Izak nickte stumm. Irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte, aber er kam einfach nicht drauf.

„Geht es dir nicht gut?" fragte der Elb und hielt die Lampe ein wenig hoch. „Ich muss sagen, du scheinst ein wenig blass um deine krumme Nase. Soweit man das bei dem ganzen Dreck beurteilen kann, den du auf dir trägst."

Empört runzelte Izak die Stirn. Was ging den Elb an, ob er dreckig war? Die Spitzohren waren sowieso besessen von Wasser. Da waren Menschen schon angenehmer.

„Schade, dass du mich nicht verstehst", murmelte Gaellas mit einem Seufzer.

Izak hob die Hand, um ihm zu sagen, dass er sich da aber gewaltig täuschte, als ihm endlich einfiel, was ihn so störte. Er war ein Ork und er sprach kein Elbisch. Kein Ork, der auf sich hielt, würde auch nur das kleinste Wort dieser Sprache verstehen wollen. Allerdings gab es da nun ein kleines Problem, wie es schien. Gaellas sprach eindeutig elbisch mit ihm und Izak…nun, Izak verstand ihn ohne jede Schwierigkeit.

Mit flackerndem Blick wankte er Richtung Felswand. Dieses Eichhörnchen war dafür verantwortlich. Er, Izak, war verflucht.

„Was hast du?" Gaellas klang etwas nervös. „Izak?"

Ein Fluch! Ein elbischer Fluch! Das war einfach zuviel. Gaellas, der auf ihn zu eilte und am Arm fasste, verschwand in einem dunklen Nebel. Izaks Verstand hatte soeben beschlossen, sich einfach eine Weile zur Ruhe zu begeben, bis sich dieses Rätsel vielleicht von selbst löste.

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„Ihr werdet die Hilfe von den Galadhrim annehmen müssen", bemerkte Gandalf zu Warrick. „Lange halten Eure Männer das Tempo nicht mehr durch."

„Noch nicht", erwiderte der Kapitän der ‚Butterblume', der seit Stunden seinen Platz am Ruder nicht verlassen hatte und das behäbige Schiff nur durch sein Können und die Schlagkraft seiner Ruderer noch vor den Verfolgern auf dem Anduin hielt.

Erestor enthielt sich eines Kommentars. Die Elben an die Ruder zu lassen würde die letzte Lösung sein. Wenn die ‚Butterblume' wirklich zurückfiel, waren Celeborns Bogenschützen viel besser zur Verteidigung dieses Kahns zu gebrauchen.

„Eine gute Rudermannschaft kann man nicht einfach austauschen", erklärte Warrick mit gepresster Stimme. „Es würde uns mehr behindern als nutzen. Glaubt mir, Gandalf, ich weiß, was ich tue."

„Davon bin ich überzeugt", nickte der Maia und warf einen sorgenvollen Blick über die Schulter. „Ohne Euer Können wären wir jetzt nicht hier."

Warrick schüttelte nur den Kopf. Seine Konzentration war ihm anzusehen. Er würde sein Schiff diesen Piraten nicht freiwillig überlassen. Ein verbissener Zug hatte sich um seine sonst immer zu einem freundlichen Lächeln verzogenen Lippen gelegt und Schweißperlen bedeckten seine Stirn, die von der Anstrengung zeugten, die ‚Butterblume' in einem viel zu hohen Tempo durch die Strömungen und Untiefen des Anduin zu schicken, um den Verfolgern zu entgehen. Ab und an glitt sein Blick hoch zum Mast und dem Segel, das sich jetzt in einer gnädigen Brise aufblähte und den Männern unter Deck die Arbeit erleichterte.

Erestor nickte ihm aufmunternd zu und wandte sich dann ab, um wieder seinen Platz neben Celeborn einzunehmen, der hinter ihnen am äußersten Rand des Bootshauses stand und die Verfolger nicht aus den Augen ließ. Wie eine Statue wachte zwei Schritte von ihm entfernt Orophin über seinen Herrn und insbesondere dessen Bogen, den er zusammen mit dem Köcher für Celeborn griffbereit hielt. Die Lage war ernst, sogar todernst, aber Erestor konnte nicht verhindern, dass ein boshaftes Grinsen seine Lippen kräuselte.

„Dieser Bogen würde perfekt in Glorfindels Waffensammlung passen", meinte er gedehnt. „Genau neben Ereinions Celei."

„Heledir ist kein Zeremonialbogen, um Elbinnen zu beeindrucken", widersprach Celeborn etwas säuerlich.

„Wenn Ihr es sagt." Welche Elbin würde sich auch in seine Nähe wagen, solange Galadriel über ihren Gatten wachte? ergänzte Erestor im Stillen. Und wer gibt seinem Bogen den Namen ‚Eisvogel'? Celeborn ist eindeutig etwas exzentrisch. „Was machen unsere Verfolger?"

„Sie sind noch da."

„Tatsächlich?"

Sie waren allerdings noch da, alle beide. Zu dem ersten Schiff hatte sich schnell ein zweites gesellt, das ebenso gezielt Jagd auf die ‚Butterblume' machte wie das erste. Noch vor den Elben war Warrick aufmerksam geworden und hatte ihnen allen wahrscheinlich das Leben gerettet. Irgendein Instinkt warnte ihn, dass Gefahr auf sie lauerte. So hatte es sie nicht einmal überrascht, als das erste Schiff aus dem Seitenarm des Anduin hervorgekommen war. Überraschend war wohl eher seine Herkunft.

„Ich habe nachgedacht, wie diese Piraten bis hierher gelangen konnten", verkündete Orophin.

Erestor warf ihm einen scharfen Blick zu. Wenn er sich recht erinnerte, war dieser Galadhel ein reinblütiger Sinda, er konnte unmöglich Gedanken lesen. „Und zu welchem Ergebnis seid Ihr gekommen?"

„Ein mächtiger Zauber kann nur die Ursache dieses Übels sein", verbreitete Orophin mit ernster Miene das Resultat seiner tiefschürfenden Überlegungen. „Wie anders ist zu erklären, dass diese elenden Schurken die Rauros-Fälle überwinden konnten?"

„Sie haben die Schiffe über Land gebracht." Warrick blickte sich nicht einmal zu ihnen um, aber leichte Ungeduld war in seiner Stimme zu erkennen. „Wir haben dies mit der ‚Butterblume' selber schon gemacht. Es ist schwierig und erfordert den Einsatz großer Kraft, aber es ist nicht unmöglich. Dafür braucht man keinen Zauberer. Nichts für ungut, Gandalf."

Orophins Miene verlor ein wenig von ihrer Hochgestochenheit und eine Grübelfalte zierte seine Stirn. „Einfach über Land?"

„Meinetwegen auch durch die Luft", knurrte Celeborn. „Sie sind da und sie jagen uns. Wie weit ist es noch bis zur Alten Furt?"

„Morgen früh müssten wir sie erreichen", antwortete der Kapitän nach kurzer Pause. „Wenn der Wind weiter so auffrischt, halten die Ruderer durch."

Erestor ersparte ihnen allen die Bemerkung, dass der Wind auch für die beiden Piratenschiffe wehte und nicht nur für die ‚Butterblume'. Warrick tat sein Bestes, es war nicht nötig, ihn zu entmutigen. Etwas, zu dem leider aller Grund bestand. Die beiden Verfolger waren der ‚Butterblume' eigentlich an Schnittigkeit weit überlegen. Die Schiffe waren schlank und für schnelle Fahrten gebaut, hatten mehr Segel und waren sicher bestens geeignet, längsseits zu gehen und harmlose Handelschiffe aufzubringen.

Bedrohlich wie Raubvögel lavierten sie hinter ihnen durch den Fluss und auch wenn sie nur zentimeterweise den Abstand verringerten, so war doch unübersehbar, dass sie den behäbigen Handelskahn irgendwann einholen würden.

Celeborn reckte die Arme und ließ sich dann von Orophin seinen Bogen und einen Pfeil reichen. Offenbar hatte er beschlossen, sich die Wartezeit mit ein wenig Ertüchtigung zu vertreiben. Seelenruhig legte er an, seufzte noch einmal leise und entließ dann den Pfeil. In einer schönen Kurve flog das weiße Geschoss zu dem vorderen der beiden Boote und der Pirat im Ausguck des Hauptmastes fiel mit einem Pfeil in der Brust kreischend zwischen seine entsetzten Kumpane auf Deck.

„Der Wellenschlag hat das Ziel verwackelt", meinte Celeborn entschuldigend. „Ich wollte ihn eigentlich dort oben mit dem Pfeil zwischen den Augen festnageln."

„Dennoch ein vortreffliches Ergebnis", widersprach Orophin mit einer leichten Verneigung. „Für die schlichten, dunklen Seelen dieser Halsabschneider wäre der subtile Sinn ohnehin verschwendet."

„Ganz meine Meinung", grinste Erestor.

Auf dem Piratenschiff wurden Schilde hochgenommen. Die Ruderer, die keinesfalls so harmonisch arbeiteten wie Warricks Männer, kamen einen Moment vollends aus dem Takt und das Schiff fiel deutlich hinter sein Begleitschiff zurück. Von diesem kam nun ein halbherziger Versuch, es den Flüchtenden mit gleicher Münze zurückzuzahlen, doch das halbe Dutzend Pfeile platschte gefahrlos in die Fluten hinter dem Ruderblatt. Wilde Gestalten brüllte ebenso wilde Flüche in Richtung der ‚Butterblume', es wurden Fäuste gereckt und noch andere, obszöne Gesten gemacht. Allerdings gingen die aufgebrachten Piraten schnell in Deckung, als sich Celeborn demonstrativ einen weiteren Pfeil reichen ließ. Das war wohl sogar für die begrenzte Fernsicht der Sterblichen zu erkennen, leuchtend genug waren die weißen Pfeile schließlich.

Celeborn betrachtete einen Moment das Gewirr an Bord, mit dem sich die Piraten verschanzten und gab dann leicht betrübt den Pfeil wieder an Orophin zurück. „Es wäre jetzt Verschwendung."

„Und außerdem wird es sie kaum mehr so entsetzen", ergänzte Erestor leise. „Das war ganz nett, doch hilft es uns nicht wirklich."

Celeborn wandte sich ihm zu. Auf den immer so gelassenen Zügen des Elbenfürsten war wenig von seiner eigentlichen Stimmung zu erkennen, die Augen verrieten ihn jedoch. Sorge ließ sie dunkel erscheinen und obwohl seine Stimme ebenso leise wie die Erestors war bei seinen nächsten Worten, war die Anspannung darin nicht zu überhören. „Sobald es dunkel wird, werden die Orks wieder an Deck erscheinen und dann kann uns nur noch ein Wunder helfen. Auf dem vorderen Schiff ist ein Uruk'hai."

„Ich weiß. Ich habe ihn gesehen." Erestor rief sich das Bild des hünenhaften Geschöpfes wieder vor Augen, das vorne im Bug gestanden und wie das Tier, das es eigentlich war, seinen Blutdurst hinausgeschrieen hatte. Saurons Krieger war nun mit den anderen Orks unter Deck, obwohl er das Sonnenlicht, das ohnehin nicht mehr lange verweilen würde, nicht zu fürchten brauchte. Es war anzunehmen, dass er einfach die Orks in Schach hielt. „Dann dürfte wohl auch der letzte Zweifel behoben sein, warum sich Piraten aus Umbar die Mühe machen, hier oben auf dem Anduin anzugreifen."

„Es beunruhigt mich nur, dass offenbar keiner unserer Schritte ein wirkliches Geheimnis ist."

„Ich schätze, da sollten wir uns bei Gandalf bedanken", murmelte Erestor.

Der Maia drehte sich zu ihnen um und zuckte mit den Schultern. „Irgendwie musste ich ja die Informationen beschaffen, die wir brauchten."

„Euer Ergebnis war recht dünn", stichelte Erestor. „Und der Effekt auf uns dafür umso schlimmer. Ihr solltet an Euren Fähigkeiten arbeiten, Mithrandir."

„Um wie ein Schatten durch die Leben anderer zu huschen? So wie Ihr, Lord Erestor?"

„So wie ich."

„Eher trenne ich mich von meinem Stab!"

„Verkauft ihn. Sauber und poliert genug ist er schließlich."

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Galadriel stand auf dem ersten Absatz der breiten Treppe, die in der Vorhalle des Talans die Besucher noch auf die äußeren Plattform bannte, während die Herrin selber sich so nah und dennoch fern befand. Das Licht, das ihr innewohnte, leuchtete mit heller Kraft und dennoch voller Wärme. Üblich war dies nicht, wenn Fremde ihr gegenüberstanden und der Elb, der einen Schritt vorgetreten war, gehörte eindeutig in diese Kategorie. Er neigte den Kopf und richtete sich dann wieder zu seiner stattlichen Größe auf.

„Leicht zu beeindrucken ist er jedenfalls nicht", flüsterte Arwen und betrachtete ihn voller Neugierde. „Sieh ihn dir an, Maedcam. Ein ungewöhnlicher Elb."

Die so Angesprochene lächelte etwas verkrampft. Das brauchte Arwen ihr nicht zu sagen. Schon als sie ihn zum ersten Mal vor dem Tor der Stadt gesehen hatte, war ihr seine dunkle Schönheit aufgefallen, die sich doch sehr von der der fast ausschließlich blonden Galadhrim unterschied.

Irgendwie bereute sie doch stark, dass sie sich von Arwen hatte überreden lassen, hier auf dem Balkon diese Audienz zu beobachten, die die Herrin dem Hauptmann aus Düsterwald so rasch nach seiner Ankunft gewährt hatte. Natürlich war er wichtig, ebenso wie Haldir, und mit Sicherheit brachte er auch Nachrichten, die Galadriel zu wissen verlangte, doch gewöhnlich verlegte sie solche Treffen auf die Abendstunden, wenn das Licht des Talans für eine noch großartigere Kulisse sorgte und der Neuankömmling mächtig beeindruckt war.

„Forlos?" Arwen stieß sie leicht an. Celebrians Tochter war aufgelebt, seit die beiden Hauptmänner in Caras Galadhon eingetroffen waren. Wahrscheinlich versprach sie sich Neuigkeiten von Estel. „So heißt er doch, oder?"

„Hmhm", brummelte Maedcam und fühlte sich leicht gestört durch Arwens Zwischenfrage. Sie hätte zu gerne gewusst, was die drei dort unten zu besprechen hatten. Haldir hielt sich dicht an Forlos' Seite und wirkte beunruhigend angespannt. Forlos ließ es zwar an keinem Deut der Achtung vor Galadriel fehlen, doch unterwürfig konnte man ihn keinesfalls nennen.

„Er ist ein Rhûnar-Elb", schwatzte Arwen weiter. Sie stützte sich nun mit den Armen auf das Geländer des Balkons und ein schwärmerischer Ausdruck trat in ihre Augen, die von so tiefem Blau waren, wie es Maedcam noch nie zuvor begegnet war. Der Sterbliche, der ihr Herz wohl zu Lord Elronds Leidwesen erobert hatte, musste schon etwas ganz Besonderes sein. „Wenn ich an die ganzen Geschichten denke, die man sich über sie erzählt, kann ich es kaum erwarten, ihm persönlich zu begegnen. Findest du nicht, dass ihn ein tragischer Schatten umgibt?"

„Tragischer Schatten?" echote Maedcam und lehnte sich ebenfalls etwas vor, um Hauptmann Forlos nochmals genauer in Augenschein zu nehmen, bevor er mit Haldir und Galadriel im Innern des Talans verschwand. Er war ebenso groß wie Haldir, wenn auch von schmalerer Silhouette, seine rabenschwarzen Haare fielen ohne große Spielereien über seinen Rücken, nur die einfachen Flechtstränge der Krieger hielten sie zurück. Eine kostbar gearbeitete Schwertscheide hing an der linken Seite seines Waffengurts und der Griff des Schwertes selber sprach ebenfalls von erlesener Machart. Das war aber auch der einzige erkennbare Schmuck. Nötig hätte er auch sonst keinen gehabt. Dieser Hauptmann strahlte Würde und Eleganz aus. Maedcam konnte sich nicht vorstellen, dass er ebenso laut werden konnte, wie Haldir es mitunter zuwege brachte, ärgerten ihn seine Galadhrim etwas zu sehr mit Nachlässigkeiten. Alles in allem war er umwerfend. Aber einen tragischen Schatten konnte sie nicht feststellen.

„Ich muss schon sagen, du hast einen prächtigen Verlobten", kicherte Arwen, als die drei endgültig aus ihrem Sichtfeld verschwunden waren.

Innerlich ging Maedcam fast in die Knie. Sie hatte sich am Vorabend zwar nicht beherrschen können, diesen Elb etwas damit sprachlos zu machen, aber so langsam wurde aus der Anekdote, mit der Haldir sie so gerne aufzog, eine peinliche Angelegenheit. Irgendwie hatte sie nicht damit gerechnet, dass Hauptmann Forlos jemals hier in Lothlorien auftauchen würde. Ihn nun kennen zu lernen, gab der Sache etwas höchst Persönliches und Maedcam war nicht der Charakter, der damit einfach umgehen konnte.

„Du bist zu schüchtern", verkündete Arwen, die sie aufmerksam beobachtet hatte. „Wenn ich mir vorstelle, Estel stünde dort unten, würde mich nichts mehr hier an meinem Platz halten."

„Ich kenne ihn doch gar nicht."

Arwen stutzte ein wenig. „Natürlich kennst du Estel nicht."

„Den meinte ich nicht."

„Sondern?"

„Forlos", hauchte Maedcam ermüdet. Sie hielt Arwen für eine außergewöhnliche Elbin, klug und voller Herzenswärme, aber dieser Sterbliche aus Bruchtal hatte eine verheerende Wirkung auf sie. Kein Wunder, dass Lord Elrond sie hergeschickt hatte. Ihn musste die Hoffnung getragen haben, dass etwas Abstand den Geist seiner geliebten Tochter wieder mit dem gewohnten Scharfsinn füllte. Aber das würde wohl noch ein paar Jahre dauern.

„Wir sollten uns etwas einfallen lassen, damit du Zeit mit ihm verbringen kannst", überlegte Arwen und schritt entschlossen in den Wohnraum ihrer Großmutter zurück, in dem sich die beiden Elbinnen aufgehalten hatten, bevor die Ankunft des Tawarwaith sie aus dem Gleichklang des Alltags gerissen hatte.

Maedcam folgte ihr hastig. „Arwen, das ist nicht nötig. Er ist nur hier, weil dieser Kampf vorbereitet werden muss."

„Aber nicht den ganzen Tag lang", tat Arwen ihren Einwand mit einer knappen Geste ab. „Wie wäre es, wenn du vorschlägst, ihm ein neues Hemd zu nähen? Er kann doch nicht die ganze Zeit in dem gleichen rumlaufen."

„Arwen!" Maedcam atmete tief durch. „Hauptmann Forlos wird sicher besseres zu tun haben, als sich neue Kleidung schneidern zu lassen."

„Dann werden wir eben dafür sorgen, dass ihm das Ganze als prächtige Idee erscheint."

„Ich möchte nicht-„

„Es wird aber Zeit!" schnitt ihr Arwen mit strenger Stimme das Wort ab. „Wir Eldar wurden nicht für die Einsamkeit erschaffen."

Maedcam starrte sie sprachlos an. Arwen konnte ihre Abstammung wirklich nicht verleugnen. In ihrem Blut flossen ganze Generationen von Herrschern. Allerdings hatten die sich wohl auf Wichtigeres beschränkt, als auf den Familienstand ihrer Umgebung.

„Du wirst ihm also ein Hemd nähen", setzte Arwen ihre Schlachtplanung fort. „Dafür musst du natürlich Maß nehmen. Das dürfte eine höchst vergnügliche Beschäftigung sein. Hast du nicht auch für Haldir letztens ein Hemd genäht?"

Stumm nickte Maedcam und dachte an etwas Harmloses wie die Tatsache, dass sie vergessen hatte, die Kräutertöpfe vor der Tür ihres Talans zu gießen. So konnte sie wenigstens verhindern, dass sie rot anlief. Eigentlich kannte sie Haldir schon Zeit ihres Lebens, aber vor einigen Monaten hatte sie mit plötzlicher Klarheit feststellen müssen, dass Loriens Hauptmann, wie er da so mit nacktem Oberkörper vor ihr stand, aus gutem Grund das Jagdfieber zahlreicher Elbinnen anfachte und zwar seit vielen Jahrhunderten. Vielleicht wurde es tatsächlich Zeit, sich Gedanken über einen Gefährten zu machen. Allerdings musste es ja nicht sofort dieser Hauptmann aus dem fernen Düsterwald sein…

„Ah, meine Enkelin", bohrte sich Galadriels vertraute Stimme in ihre Überlegungen. „Und Maedcam, die Ihr wohl bereits kennen gelernt habt."

Maedcam wäre einfach nur wie ein Mallornstamm mitten im Raum stehengeblieben, doch Arwen zerrte sie unerbittlich am Arm neben sich her auf die drei Elben zu, die gerade eingetreten waren.

„Hauptmann Forlos", trällerte Elronds Tochter und wohl nur Maedcam fühlte sich dabei stark an die Begrüßung einer Spinne in ihrem Netz erinnert. „Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ich mich auf diese Begegnung gefreut habe. Nicht wahr, Maedcam, eben sagte ich noch, wie schön es wäre, König Thranduils vortrefflichsten Krieger endlich Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen."

Wenn der Hauptmann irritiert war, ließ er sich wenigstens nichts anmerken. Er verneigte sich höflich. „Das Licht des Abendsterns trotz dieser frühen Stunde am Morgen… Lothlorien ist wirklich zu beneiden."

Soviel dazu, dachte Maedcam leicht betrübt. Er kann ihr ebenso wenig widerstehen wie der Rest seiner Geschlechtsgenossen. Von wenigen Ausnahmen wie Haldir mal abgesehen.

„Dann habt ihr also über unseren Gast gesprochen?" erkundigte sich Galadriel freundlich. „Und was ist das Ergebnis eurer Beratung?"

Irritiert bemerkte Maedcam, dass Haldirs Lippen zu einem schmalen Strich wurden und er äußerst misstrauisch von Galadriel zu Arwen sah. Forlos hingegen schien nur Augen für Arwen zu haben.

„Maedcam denkt, der Hauptmann braucht ein neues Hemd", log Arwen ungehemmt und mit einem strahlenden Lächeln.

„Aber…" Unter dem verblüfften Blick des Tawarwaith gingen Maedcam die Worte des Protestes aus.

„Er kann eines von meinen haben", warf Haldir hastig ein.

„Nein, nein, der Gedanke ist doch vortrefflich", sagte Galadriel und lächelte ebenso strahlend wie ihre Enkelin. „Wir können doch einen Gast nicht in Euren abgelegten Sachen herumlaufen lassen, Haldir."

„Ich würde ihm ein neues geben", knurrte Maedcams ältester Freund übellaunig.

„Es würde ihm nicht passen", wischte Arwen den Einwand beiseite. „Nachher denkt man in Düsterwald noch, wir sind knausrig."

„Man denkt eher etwas anderes", murmelte Haldir kopfschüttelnd. „Zum Beispiel, dass hier Vereinbarungen nicht eingehalten werden."

„Sagt wer?" erkundigte sich Galadriel spitz. „Ein Hemd ist schließlich keine Zauberei, nicht wahr?"

„Der Unterschied erschließt sich mir zurzeit nicht wirklich."

Unsicher sah Maedcam nun doch zu Hauptmann Forlos. Seine Miene war zwar noch immer sehr gelassen, aber in seinen Augen las sie das gleiche Unverständnis wie in den ihren. Nebenbei fiel ihr noch auf, dass das Blau seiner Augen eigentlich noch beeindruckender war als das Arwens.

„Es ist wohl ein Angebot, das ich nicht ablehnen kann", meinte Forlos gedehnt.

„Genau", bestätigte Galadriel hoheitsvoll und sehr endgültig.

„Besser wäre es aber dennoch", murrte Haldir. „Vielleicht sollten wir Maedcam fragen, ob sie überhaupt die Zeit dafür hat."

„Ein guter Gedanke", nickte Forlos und räusperte sich etwas. „Maedcam?"

Kurz vor einem Gewitter auf der Krone des höchsten Mallorn konnte es nicht angespannter sein. Jeden Moment mussten Blitze auf sie niederfahren, egal was sie nun antwortete. Maedcam holte tief Luft. „An welche Farbe dachtet Ihr denn?"

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Feanen: Also gut, dann setz ich ihn auf die Liste und hoffe, keine aufgebrachte Menge neuseeländischer Heimatschützer steinigt mich. Was macht das Studium?

Shelley: Ich war echt schneller? Dann ist noch nicht alles verloren, so unzuverlässig ich geworden bin. Danke für die Gratulation. Jedenfalls waren es eine Menge Oskars. Wohl zu viele, wenn ich eine Mail von vor einiger Zeit richtig deute, wonach das nicht mehr gerecht gewesen sei. Och, Izak hat nicht gerade die stressfreieste Zeit im Bau. Thranduils Palast hat so seine Überraschungen für ihn parat.

Schokomilchriegel: Huhu erstmal. Schwarzleser? –ggg- den Begriff kannte ich noch nicht, aber irgendwie lustig. Danke für die Nominierung, war eine große Ehre für mich mit dem Lebenswerk. (klingt komisch) Ich wollte ja jetzt nicht aufhören zu schreiben. Tut mir echt leid für deine Freundin (auch wenn es sich für dich lohnt-ggg-). Mittlerweile kann ich es mir ohne Internet wirklich nicht mehr vorstellen.

: Hah, danke für die Bemerkung über Varyas Entwicklung als Königin. Das wollte ich eigentlich auch erreichen und hatte Bange, ob das denn so rüberkommt. Scheint aber geklappt zu haben. Soso, du magst also auch Gílnin. Mal sehen, ob er noch so seine eine oder andere große Stunde haben wird. Ich geb mir Mühe. Vielleicht ein wenig Unterstützung von Gaellas. Der Genusselb spricht mir übrigens auch aus der Seele.

Lia: Mein Elbisch ist auch miserabel, deswegen sprechen meine Elben es auch so selten und dann auch nur das ein oder andere Wort. Ich bewunder ja immer diejenigen, die ganze Unterhaltungen darin hinbekommen. Wobei ich nicht beurteilen kann, ob sie richtig sind. Schlechtes Sindarin eben –ggg- So sehr lose übersetzt kommt wohl am besten Sternenregen hin. Ohne wirkliche Gewähr. Ich dengel die Worte zusammen.

frenze: Die Sprüche sind zum Brüllen! Stell mir gerade Forlos mit T-Shirt und Basecap vor, wie er die große Lorien-Tour inklusive Mittagessen mit Galadriel bucht. Äh, nein, ich werde Haldir nicht anzünden, diese Brennbarkeitsprobe erspar ich ihm besser. Sonst kann er seinen Souvenirhandel nicht weiterbetreiben und muss bei Tante Gala betteln gehen.

Annchen: Jo, alles im grünen Bereich. Aber schneller bin ich dadurch mit dem Posten nicht geworden. Hatte meine Shopping-Attacken, gefolgt von Arbeitsattacken und Schreibblockade. Eklig, aber vielleicht bin ich ja drüber weg. Geld ist sowieso alle. Hast du denn jetzt den Führerschein geschafft? Schön wäre es, im Falle einer Orkinvasion kannst du dann problemlos mit dem Auto flüchten. Und nimmst dann sofort so einen armen Mutanten-Ork wie Izak mit. Es ist nicht so ganz klar, wie die sich fortpflanzen. Von Orkfrauen ist eher nicht die Rede und ursprünglich waren sie ohnehin Elben, die Morgoth sich hobbymäßig vorgeknöpft hat. Ich muss sagen, der Gedanke an Ork-Sex hat ja nun auch nicht gerade was sonderlich Appetitliches. Aber Peter Jackson hat jedenfalls nix dazugeschrieben, als er sie als ehemalige Elben bezeichnet hat. Übrigens hab ich Probleme mit den Seiten, die du mir genannt hast. Muss man da Mitglied sein?

Etje: Ja, Gandalf macht schon einiges mit. Warrick Männer machen vor nix Halt, nicht mal vor seinem Stab. Hm, wie klingt das denn jetzt? –rotwerd- Forlos kann einem auch leid tun, jetzt sind es schon zwei, die ihn auf dem Kieker haben.

Iary: Mein Beileid zu den PC-Problemen. Da kämpf ich zurzeit auch immer mit. Das blöde Ding meint einfach, sich dauernd einfrieren zu müssen. Ich speicher dauernd, dann passiert natürlich nix. Aber wehe ich hab es vergessen und eine ganze Seite auf dem Schirm. Zack, hängt er fest. Letztens hab ich eine ganze Seite von Hand abgeschrieben, weil ich sonst nie wieder so zusammenbekomme hätte.

Aber nun zu Methos, den Betrachtungen der Elben und überhaupt. Jaa, kann ich mir vorstellen. Unser Reiter mitten zwischen den Orks vor Dol Guldur und die Elben stehen dabei und schütteln nur noch den Kopf. Da würde Elrond sich auch nicht mehr so ärgern, dass alle anderen so geschäftstüchtig sind. Elben und Unsterbliche mit Kopf sind sich offenbar ziemlich ähnlich.

Von Glorfindel könnte er wohl noch was lernen (Methos). Nicht immer gemütlich auf der Couch sitzen und sich Bier bringen lassen. Nee, mal selber was unternehmen. Wir könnten ihn an die Zwillinge hängen und schauen, wer am Ende noch seinen Kopf und sonstige Körperteile hat. Gut, Methos ist alt, aber ist er auch unverwundbar. Das braucht man nämlich, wenn man mit denen unterwegs ist. Und wenn Elladan jetzt noch mit Varya schäkert, trifft es am Ende bestimmt auch den guten Methos. Mitgefangen, mitgehangen. Gewürgt wird dann nicht mehr. Wenn einer erwürgt, dann Königs.

Oder er hängt sich an Celeborn, die beiden spielen Elben von Bäumen schießen, saufen sich dabei einen und gucken zu, wie Haldir sich und Forlos um Kopf und Kragen wettet. Sie könnten ja zusätzlich drauf wetten, wer von den beiden gewinnt. Und immer schön aus der Schusslinie bleiben. Das dürfte Methos gefallen. Zwei Uralt-Säcke, die ihre Kommentare abgeben. Wie Staddler und Waldorf aus der Muppets-Show.

Sodele, bevor ich jetzt Besuch von einem blutdurstigen Unsterblichen in Begleitung eines merkwürdigen Elbenherrschers bekomme, höre ich lieber auf. Ich sollte weiterschreiben. Die Story ist nämlich leider noch nicht fertig. Deswegen auch immer so spät mit den Postings.

Smena: Die Einschätzung unterschreib ich. Der letzte Teil war wirklich stockeduster. Und ich bin mir nicht sicher, ob dieser hier sehr viel heller wird. Immerhin sind sie ja nach Dol Guldur unterwegs. Einige von ihnen, wenn ich es mir recht überlege. Nicht alle, nö, für ein paar von der Kummertruppe gibt es andere Aufgaben in den Tiefen des Alls…sorry, ich meine auf Mittelerde. Wo kämen wir denn hin, wenn alle zusammen wie die Touri-Billigtruppe komplett durchs Gelände schleichen. Hm, der Ringkrieg ist noch fast 60 Jahre entfernt. Ich glaub, da halte ich mich mal von fern. Ich hab es gerade in drei Storys geschafft, über knapp 6 Jahre zu schreiben. Wenn ich vorstelle, was das heißen würde –schrock-

Kaya Unazuki: Jaha, ich weiß. Aber hier ist das Kapitel und wir haben eindeutig Freitag. Ich sag nicht, welcher, aber Freitag ist es schon. Nicht weiter den Fußboden eindüllen.

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