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Books » Harry Potter » Deep Abyss – Wenn deine Seele am Abgrund steht
Wortfetzen
Author of 34 Stories
Rated: T - German - Tragedy/Drama - Hermione G. & Draco M. - Reviews: 49 - Updated: 07-20-06 - Published: 03-23-06 - Complete - id:2857812

So, es ist vollbracht. Mit diesem Epilog ist Deep Abyss beendet. Ich danke euch wirklich herzlich für eure lieben Reviews und hoffe, dass euch das hier gefallen wird. Besonders danke ich meiner kleinen milkaQ, die schön brav für mich Betagelesen hat und sich mit meinem Rechtschreibfehler herumärgern musste ;).

Jetzt will ich nicht lange drum rumreden, sondern endlich beginnen!

hegdl, Bussal, die Alec

Deep Abyss – Epilog

Hermine hob in sekundenschnelle ihren Zauberstab und richtete ihn auf Voldemorts Dolch. Sie ignorierte sie Tränen der Wut und des Schmerzes die ihr über die Wangen rannten und wie ignorierte auch wie sehr sie in diesem Augenblick litt. „Accio Dolch! Ich verspreche dir Voldemort, der Einzige der abgeschlachtete wird, wirst du sein!"

Ohne das Voldemort etwas dagegen machen konnte, flog der Dolch ihm aus der Hand und glitt direkt in Hermines andere Freie. Doch das schien Voldemort keineswegs aus der Ruhe zu bringen, sondern er zog nur etwas missbilligend und auch milde überrascht die Braue hoch. „Und was willst du jetzt machen, kleines Schlammblut? Etwa deinen Freund umbringen? Du weißt genau, ein kleiner Funke von ihm lebt noch in diesem Körper."

Hermine musste schlucken. Diese entschlossene Sicherheit von eben schien von einem Moment auf den anderen zu verblassen, denn der Gedanke daran Draco zu töten schien ihr fast das Herz zu zerreißen. Aber was sollte sie denn anders tun. Sterben? Einfach so aufgeben. Leben? Obwohl das Ziel doch so nah war. Es gab nur eine einzige Möglichkeit ihn umzubringen und das hieß damit auch Draco würde sterben und somit vielleicht sogar die Möglichkeit ihn doch wieder zurückzuholen. Sollte sie es aber nicht tun, würde das Schicksal von Harry, Ann, ihr und vielen anderen unschuldigen Menschen besiegelt sein...

Ein dreckiges Grinsen zog sich über Dracos Gesicht. „Hermine... du willst mich doch nicht wirklich töten, oder? Du liebst mich und ich dich auch. Wir beide gehören zusammen und der Tod würde uns für immer trennen."

Hermine wusste genau, das Voldemort in Dracos Körper diese Worte gesagt hatte, doch trotzdem zeigte es Wirkung. Voldemort wusste genau das Draco ihr wunder Punkt war. Der Punkt, der verhinderte das sie den Dolch gegen ihn erhob. Widerwillig begann Hermines Hand zu zittern und somit wurde das Lächeln auf seinem Gesicht nur noch breiter und er schritt nun langsam auf Hermine zu.

„Wir hatten so viele glückliche Stunden zusammen, auch wenn wir viel durchgestanden haben. Aber soll das jetzt denn alles umsonst sein? Willst du unsere Liebe jetzt etwa einfach so hinschmeißen?"

Langsam ließ Hermine ihren Dolch sinken, während Voldemort ihr immer näher kam. „Hermine!", schrie Harry, „Verdammt noch mal hör nicht auf diesen Typen! Vergiss Malfoy! Das ist jetzt Voldemort und das heißt er würde dich ohne mit der Wimper zu zucken umbringen. Überleg doch was Malfoy dir gesagt hat: Wenn es soweit ist, musste du mich töten! Genau das waren seine Worte und jetzt ist es soweit. Jetzt Hermine! Jetzt! Denkst du etwa, er hat das umsonst gesagt?"

Erschrocken wandte Hermine ihren Kopf zu Harry und in diesem Augenblick wurde ihr klar, das Harry Recht hatte. Draco hatte gesagt sie solle ihn töten, wenn sie keine andere Wahl hätte. Aber hat sie denn eine andere Wahl? Wie sollte sie ihn denn jemals wieder zurückbekommen? Es existierte zwar noch ein kleiner Funke in ihm, doch seine Seele war verloren. Sie war bereits an diesem Tag verloren, an dem Voldemort sie ihm entrissen hatte. Litt er nun denn nicht unheimlich und konnte Hermine ihn denn nun von seinem Schmerz und seiner Qual erlösen? Selbst wenn, die Angst ihn ihr war einfach zu groß. Sie hatte Angst ihm etwas anzutun. Angst, wahrscheinlich viel zu vorschnell zu handeln und Angst weil man dies vielleicht nicht mehr rückgängig machen konnte. Es gab doch eine andere Möglichkeit, oder? Es musste eine andere geben? Sie konnte Draco nicht umbringen. Draco ist doch ihr ein und alles!

Noch immer weinte Ann ihre Tränen, auch wenn sie jetzt nicht mehr so still waren wie zuvor. Aus dem Augenwinkel konnte Hermine erkennen, wie sie ihren Kopf auf Harrys Schulter gebettet hatte. Harry sah sie stattdessen mit einem eindringlichen Blick an. In seinen Augen schien sich Rons Bild zu spiegeln. Ron... Er lag noch immer in seinem Krankenbett und die sonst immer so fröhliche Familie Weasley saß darum. Nun zeichnete sich nur noch unendliche Trauer und furchtbarer Schmerz in ihren Gesichtern.

Es würde noch mehr Menschen so gehen wenn Hermine nun nicht endlich dies tun würde, was Draco, Harry und all die anderen mit ihren Worten, Taten und Blicken verlangten.

Voldemort war Schuld! Er war Schuld an all dem Unglück! Ihre Eltern sind gestorben durch ihn! Genauso wie Harrys Eltern! Ihre Freunde hatte sie verloren! Und Draco! Einfach alles! Was gab es denn jetzt noch zu verlieren?

Voldemort stand nun direkt vor Hermine und sah sie mit einem lächelnden Gesicht an. Mit dem Gesicht, mit dem Draco sie zuletzt angesehen hatte. Seine Hand war ausgesteckt und er wollte das Hermine ihm den Dolch gab. Mit großen Augen sah sie in seine blaugrauen Augen. Dracos Augen.

„Komm schon, Hermine... Lass uns zusammen glücklich werden."

Dracos Stimme. Doch Draco ist tot! TOT! Sie würde nicht mehr mit ihm glücklich sein können. Wegen ihm! Er hatte ihn umgebracht! Er... VOLDEMORT!

Wütend verstärkte Hermine den Griff um den Dolch und erhob ihn. Voldemort konnte nur noch ein überraschtes Gesicht machen, denn schon im gleichen Augenblick stach Hermine das Messer in seine Brust und zog es wieder heraus.

Ein Schrei durchfuhr Voldemort. Hermine hatte im selben Moment aus Verzweiflung fast mitgeschrieen. Noch nie in ihrem Leben hatte sie aus Dracos Stimme so viel Schmerz vernommen.

„Hermine...", murmelte Dracos Körper unter Qualen und sank langsam zu Boden, wo er regungslos liegen blieb. „Ich liebe dich... Danke..."

Mit erstarrten wässrigen Augen sah Hermine hinunter auf den regungslosen Körper Dracos zu ihren Füßen. Noch immer hielt sie den Dolch in der Hand. Das helle Metall hatte den roten Farbton von Blut. Von Dracos Blut. Hermine begann zu zittern, ließ das Messer fallen und sank kraftlos neben Draco zu Boden, ohne aber den Blick von ihm abzuwenden.

„Hermine...?", murmelte Harrys Stimme aus weiter Ferne.

Diese Ferne war aber viel zu weit entfernt, um sie zu erreichen.

„Was... was hab ich getan...?", schluchzte Hermine entsetzt und zugleich ungläubig unter ihren Tränen hervor. „Nein..."

Die letzten Worte waren nicht die von Voldemort gewesen, dass wusste sie. Die letzten Worte waren die von Draco! Von seiner Seele! Er hat gesagt er würde sie lieben!

„Du hast das Richtige getan, Hermine... Das einzig Richtige. Es ging nicht anders.", versuchte er sie zu beruhigen.

„Nein..." Hermine schluckte und legte ihre linke Hand auf Dracos Schulter um ihn zu sich zu drehen, damit sie sein Gesicht sah. „das kann nicht sein. Draco... Draco... wach auf."

„Hermine", vernahm sie wieder Harrys Stimme. „lass es."

Harry hatte Recht. In Dracos Gesicht war Leere. Vollkommene erstarrte Leere und kein einziger Ausdruck von Leben existierte mehr in seinen blaugrauen Augen. Draco war tot.

Hermine schrie mit einem erstickten Schrei auf. Verzweifelt schüttelte sie ihn. „Draco... Draco, verdammt noch mal... wach auf!"

Die Tränen rannten nur so aus ihren Augen und wollten einfach nicht enden. Tief in ihrem Inneren wusste sie schon längst das er tot war, doch sie wollte es nicht wahrhaben. Nur langsam begriff sie, was sie getan hatte. Sie hatte Draco Malfoy umgebracht. Ihre große Liebe starb durch ihre Hand...

„Ich liebe dich auch... hörst du? Du kannst jetzt nicht so einfach gehen! Ich habe dir nie gesagt wie sehr ich dich liebe! Komm zurück!", schluchzte sie, „Du kannst nicht gehen, ich brauche dich. Ich liebe dich, komm zurück... wach auf... bitte..."

Sie vergrub ihren Kopf auf seiner Brust und ihre Tränen vermischten sich mit seinem Blut.

Harry wusste nicht was er tun sollte. Gerne hätte er seine Freundin in den Arm genommen und sie getröstet, doch da er immer noch gefesselt war, konnte er sich nicht bewegen geschweige denn, sich befreien. Stattdessen musste er hilflos zusehen, wie Hermine bitterlich an ihrer Trauer zu zerbrechen schien.

Das einzige was Harry blieb, waren tröstende Worte für sie. „Hermine... du konntest nicht anders. Er hätte sonst dich getötet und mich... und nach uns wären noch viel mehr Menschen gestorben. Unschuldige, die den Tod nicht verdient hätten. Denk doch an Ron! Er hat Ron getötet! Malfoy war besessen. Besessen von Voldemort und du weißt das er dir gesagt hat, wenn es soweit ist, sollst du ihn töten. Du weißt es Hermine... du hattest keine andere Wahl. Er hat sich eben dafür bedankt. Er ist nun endlich glücklich und kann in Frieden ruhen!"

Zum ersten Mal schien Hermine auf seine Worte zu regieren. Langsam hob sie den Kopf, wandte sich um und sah Harry an. Blutspuren zeichneten sich in ihrem verweinten Gesicht. Ihre Augen hatten einen rötlich geschwollenen Ton angenommen und das Braun darin hatte noch nie so viel Trauer gezeigt. „Getötet?", wiederholte sie wie paralysiert, „Mich getötet?"

„Ja." Harry spürte Hoffnung in sich aufkeimen, darauf das sie verstehen würde das es wirklich ihre einzige Möglichkeit war. „Es blieb dir einfach nichts anders übrig."

Hermine sah wieder zu Draco herab und ließ ihren Blick dann auf den Dolch schweifen, den sie zuvor fallen gelassen hatte. Sie streckte zitternd ihre Hand nach ihm aus und hob ihn vorsichtig hoch. Ihre Finger fuhren langsam an der Schneide des schönen Messers entlang, während sie tief in Gedanken zu sein schien.

„Hermine?", fragte Harry vorsichtig, doch eine leise unheilvolle Befürchtung machte sich in ihm breit. „Was tust du da?"

Diese aber reagierte wieder nicht mehr auf seine Worte, sondern schien ganz alleine mit sich, dem Dolch und Draco.

„Ich will nicht mehr.", meinte sie dann entschlossen zu Dracos Körper und griff nach seiner leblosen Hand. „Immer wieder lässt du mich alleine. Hast du gehört, ich will nicht mehr!"

Entsetzt weiteten sich Harrys Augen. „Nein!", schrie er auf, „Leg sofort den Dolch weg, Hermine! Hör auf damit!"

Nun schien auch Ann langsam auf das zu reagieren, was ihre Freundin vorhatte. „Hermine?", stieß sie verwundert hervor, während sie langsam immer panischer wurde. „Hermine, hör auf, bitte!"

Verzweifelt wandte Harry sich in den Fesseln und versuchte sich loszumachen, doch es gelang ihm nicht. Die Stricke wollten einfach nicht reißen und so wurde die Panik in ihm immer größer.

Hermine wandte sich aber nicht mehr zu ihren Freunden um. „Harry?", sagte sie stattdessen in einem abwesenden Ton. „Ich... es tut mir Leid, für alles was ich dir je angetan habe. Ich habe das wirklich nicht gewollt, weißt du... Bitte, verzeih mir... nein, stopp... verzeih mir nicht... es wäre nicht fair, wenn ich dich jetzt darum bitte."

„Hör auf... bitte... leg den Dolch weg und hör auf dich zu verabschieden. Hermine... ich verzeih dir... ich habe dir schon längst verziehen... hör verdammt noch mal auf damit! Nur weil Draco jetzt gestorben ist, brauchst du dein Leben nicht wegzuwerfen! Denk doch daran, dass er sonst ganz umsonst gestorben wäre! Er ist gestorben um dich zu schützen! Für dich!"

„Ann?", murmelte sie aber stattdessen, „Hörst du... du bist meine beste Freundin, weißt du. Ich wollte dir auch nie wehtun und glaub mir, zwischen Anthony und mir, war wirklich nichts. Er hat gelogen, bitte glaub mir das irgendwann."

„Ich weiß das zwischen euch nichts vorgefallen ist, aber hör endlich auf damit. Komm schon, lass den Scheiß!"

Ein kleines Lächeln huschte über Hermine Lippen. „Leb wohl Harry... Ann... ich werde euch vermissen..."

Harry und Ann schrieen gleichzeitig auf und im gleichen Augenblick rammte sich Hermine den Dolch ins Herz. Ein stechender Schmerz durchfuhr ihren ganzen Körper und sogleich machte sich endlose Kälte in ihr breit, aber auch eine Erleichterung. Sie hörte wie ihr Herz einmal kurz dröhnend in ihren Ohren hämmerte, dann verstummte es – so als würde es zerbrechen.

Mit dem Dolch im Herzen fiel ihr Körper zu Dracos herab. Es sah aus, als würden sie zusammen in einem friedlichen Schlaf schlummern. Nur das Blut um die beiden herum ließ erkennen, das es der Schlaf der Toten war. Doch durch den Griff ihrer Hände, würden sie jetzt nie mehr getrennt werden... Hermine würde seine Hand nie mehr loslassen...

Ende

Ja, ja, ich weiß was jetzt kommt. Ich spinn ja und wie kann ich es nur wagen die beiden sterben zu lassen, tya, das alles ist mir nicht neu g. Eigentlich sollte es ja dabei bleiben, doch mir war am 10. Mai so langweilig, dass ich mir gedacht habe, ach schreib ich doch einfach eine kleine One-Shot und die findet ihr unter dem Titel „Dying Angel – Der Tod ist erst der Anfang" und soll eine kleine Aufmunterung für alle Tränen sein, die vielleicht jetzt geflossen sind. Wer es immer noch nicht verstanden hat: Auf das Ende folgt noch eine One-Shot. Deswegen, schnell hin ;).

Davor aber bitte noch auf den kleinen „GO"-Button klicken und zu reviewen beginnen. Irgendein Erfolgserlebnis brauch ja auch ich XP.

Bussi, eure Alec

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