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Author of 22 Stories |
Was für ein Kampf. Man muss mir erst mit Mailentzug drohen, dass ich das Kapitel hier fertig bekomme ;)
Gut, also: Wie immer gehört mir nix, was schade ist.
Viel Spaß!
Ruled by Secrecy
Kapitel 3
“Hey, pass doch auf, wo du hintrittst, Süßer.”
„Ich, ähm .. Entschuldigung. Ich suche jemanden. Sirius Black. Haben sie ihn vielleicht gesehen?“
Regulus Black trat unruhig von einem Bein aufs andere. Es war Anfang September und nachts schon ungemütlich kühl. Das mag aber auch daran liegen, dass der Sommer bisher recht heiß war. Octavia klammerte sich an ihn.
„Alle hier suchen Sirius, mein Hübscher. Ich hätte dich fast für ihn gehalten. Was bist du, sein Stalker?“
„Nein, sein Bruder.“
„Regulus, bitte, lass uns weitergehen. Du kannst ihm doch morgen auch noch alles erzählen.“
„Octavia, ich muss das heute machen, es ist dringend.“
Der Fremde musterte Regulus und seine Verlobte.
„Na gut. Aber nur, weil du sein Bruder bist. Er ist da vorne in der Bar. Und keine Angst Mylady, ich steh nicht auf Frauen. Keiner hier tut das.“ Der Fremde verbeugte sich galant, küsste Octavias Handrücken und ging dann davon, nicht aber ohne Regulus noch einen heißen Blick zuzuwerfen.
Regulus fand Sirius im Hinterzimmer der besagten Bar in einer sehr eindeutigen Pose.
„Sirius ... Hey, Sirius ...“
Der jüngere Black brauchte lange, bis sein Bruder auf ihn reagierte.
„Was, bei aller Heiligen Namen ist so wichtig, dass du ...“ Er blickte hinter Regulus. „und deine liebreizende Verlobte mich hier stört?“
„Die Potters, Sirius. Der Lord will sie töten.“
Der Angesprochene wirkte gelangweilt.
„Ist das was neues? Er will andauernd jemanden von Dumbledores Seite töten.“
„Sirius, er will deinen Patensohn töten.“
Sirius ließ von seinem Zeitvertreib ab und sah seinen jüngeren Bruder geschockt an, um einen kurzen Augenblick später wieder die Maske der Black’schen Gleichgültigkeit zu tragen.
„Ich habe keinen Patensohn.“
Er zog sich an und ging aus dem Hinterzimmer durch die Bar hindurch nach draußen. Regulus und Octavia folgten ihm.
„Was? Sirius ... wie kannst du so reden? Du verkehrst doch mit den Potters. Du bist der Pate des Erben.“
Sirius wirbelte herum, umfasste Regulus am Hals und drückte ihn an die nächste Wand. Er redete, ruhig, jedoch gefährlich, so dass man den Todesser in ihm erkennen konnte.
„Woher weißt du das?“
Octavia zerrte an seinen Händen, konnte aber nicht ausrichten, so dass Sirius sie ohne große Anstrengung wegschleudern konnte.
„Sirius ... Luft...“, Regulus keuchte und Sirius ließ los. Der Jüngere hustete und sah dann Sirius fest in die Augen.
„Meinst du, ich habe dich in den letzten Jahren nicht beobachtet? Ich weiß, wohin du gegangen bist, wenn du sagtest du hast noch was zu erledigen. Entweder auf diese Klippe bei Dover ... oder zu den Potters. Du bist der Pate des Potter-Erben. Weißt du, was das bedeutet?“
„Ja, Regulus, das bedeutet, dass du mir nachspioniert hast.“
„Nein, Sirius. Das bedeutet, dass der Potter-Erbe Anspruch auf das Erbe der Blacks hat.“
„Ach, darum machst du dir Sorgen?“
„Nein, darum, dass du deinen Erben verrecken lassen willst.“
Regulus erzählte seinem Bruder, was er gehört hatte, als Severus Snape Voldemort von der Prophezeiung berichtete.
Sirius starrte Regulus einen Augenblick lang an, dann klopfte er ihm auf die Schulter und apparierte davon.
Sirius erschien in den ihm so bekannten kleinen südenglischen Örtchen, in dem James Potter mit seiner Familie wohnte. Als er jedoch klopfen wollte, zögerte er kurz. Würde James ihn anhören? Würde James ihn überhaupt reinlassen, nach allem, was passiert war?
Er nahm all seinen Mut zusammen und pochte an das dunkle Holz. Das rhythmische Geräusch hallte wie Donnerschläge durch seinen Kopf. Die Tür öffnete sich und brachte Lily mit Harry auf den Hüften zum Vorschein.
„Sirius...!“ Lily machte große Augen und schlug ihm die Tür vor der Nase zu.
Der Todesser schnaubte kurz und öffnete mit einem Alohomora die Tür.
Lily, die gerade auf dem Weg ins Wohnzimmer war, drehte sich um und starrte Sirius fassungslos an, der mit gezücktem Zauberstab und einem irren Blitzen in den Augen vor der offenen Tür stand.
„Weißt du, Süße, wenn du den bösen Onkel nicht im Haus haben willst, solltest du ihm nicht die Kombination für die magische Sicherung geben.“
Wenn es nur ging, wurde Lily immer blasser. Sie drückte Harry an sich und hoffte, dass James bald nach Hause kommen würde. Er war sowieso schon überfällig. Das war aber in diesen Zeiten nicht unüblich. Todesserüberfälle überall. Die scherten sich nicht um die Dienstzeiten der Auroren.
„Es ist wichtig, Schlammblut!“
Wenn es nur ginge, Sirius hätte den letzen Teil am liebsten gestrichen. Er hatte die Frau seines besten Freundes mit dem schlimmsten aller Wörter beschimpft.
Lily bedachte ihn mit einem eiskalten Blick, den Sirius gar nicht an ihr kannte.
„Deine Wichtigkeiten kenne ich, Todesser.“
Sie schienen eine Ewigkeit so dazustehen. Lily, Harry nah an sich gedrückt, der wundersamerweise keinen Ton von sich gab, und Sirius, den gezückten Zauberstab auf sie gerichtet. Plötzlich leuchtete der Kamin grün auf und James Potter stieg aus den Flammen.
„BLACK! WEG VON MEINER FAMILIE!“
Hoch erhobenen Zauberstabs kam James Potter seinem aus seiner Sicht ehemals besten Freund entgegen. Sirius wich leicht zurück und ließ den Zauberstab sinken. James grinste siegessicher, als Sirius ihm seinen Zauberstab in die Hand drückte.
„Ich muss mit euch reden, James. Es geht um Harry.“
James verengte seine Augen. „Um Harry ... sollt du ihn entführen ... töten ... WAS SOLLST DU MACHEN?“
James kam mit gezücktem Zauberstab immer näher, Sirius wich weiter zurück.
„Ha, unbewaffnet bist du wohl nicht so mutig, Todesser! Nenn mir einen Grund, warum ich dich nicht festnehmen sollte und nach Azkaban verfrachten lasse. Sag scho-“
Doch weiter kam James nicht. Sirius hatte eine Hand ausgestreckt und ihn an die Wand geschleudert. Lily schrie auf, wurde jedoch von Sirius mit einer Handbewegung ins Wohnzimmer gesperrt. Ihr Protestrufen blieb auf Grund eines Stillezaubers ungehört.
James wollte ebenfalls zum Protest ansetzen, wurde aber von Sirius davon gehindert.
„Hör mir zu James, hör mir einfach zu.“
Der Auror nickt stumm.
„Der Lord will Harry töten, weil eine Prophezeiung das so bestimmt hat. James, ich will nicht, dass euch etwas passiert.“
„W-Woher weißt du davon? Dumbledore hat mir doch gerade erst ... Scheiße!“
James lief in dem kleinen Flur auf und ab. Plötzlich blieb er stehen.
„Lily!“
Mit einem Zauberstabschwung öffnete er die Tür und Lily fiel ihm erleichtert in die Arme. James erzählte ihr von der Prophezeiung, dass Voldemort davon wisse und dass Sirius ihm das gerade erzählt hatte.
Sirius hatte derweil Harry an sich genommen und spielte auf dem Boden mit ihm. Wer ihn so dasitzen sah und mit seinem Patensohn und angenommenen Erben spielen sah, der konnte nicht ahnen, dass er noch Nachts zuvor Muggel und Muggelgeborene getötet und gefoltert hatte. Nebenbei belauschte er ein Gespräch, das James und Lily in der Küche führten.
„James, ist es wirklich klug, Harry allein mit einem Todesser zu lassen.“ Lily.
„Du hast gehört, was er gesagt ist. Laut Zaubererrecht ist Harry Sirius’ Erbe. Er wird wohl kaum seinen Erben töten.“ Ein nervöser Lacher von James.
Sirius konnte darauf ein Schnauben von Lily hören. „Weißt du, wozu diese Reinblütler fähig sind, James?“
„Lils, ich bin auch ein Reinblütler.“
„Du verhältst dich aber nicht so.“
„Soll ich mich wie ein Reinblut verhalten, bloß weil ich eins bin? Lily, gerade von dir hätte ich so etwas nicht erwartet.“ James Stimme schwankte.
Jetzt konnte Sirius nichts hören. Er nahm an, dass sich beide aussöhnten.
„Lils, wir sollten das Land verlassen. Zumindest für ein paar Jahre, bis sich die ganze Sache beruhigt hat. Wir sind hier nicht mehr sicher.“
„Nein, James. Ich geh nicht weg. Hier ist mein zu Hause, hier sind meine Freunde. Wir werden nirgendwo in Sicherheit sein.“
James kam aus der Küche und nahm Sirius Harry aus dem Arm.
„Du gehst besser. Es ist zu riskant.“
Sirius ging mit James an die Haustür und fasste dort den Freund noch einmal an den Schultern. Ihm war ein Gedanke gekommen.
„James, es gibt nur eine Möglichkeit, dem allen zu entkommen. Und ich spreche nicht von Auswandern.“ Wie auf Kommando brannte sein Unterarm. „Wir sehen uns, James.“
Er ging einige Meter auf dem Gartenweg und disapparierte mit einem lauten Knall.
Am nächsten Tag begegneten sich Sirius und James im Atrium des Ministeriums. Sirius nickte seinem neugefundenen Freund zu, und bedeutete ihm, ihn in sein Büro zu folgen.
James setzte sich vor Sirius Schreibtisch, doch dieser scheuchte ihn auf und deutete auf zwei Sessel, die in der Zimmerecke standen. Dort ließen sie sich nieder.
„James, ich habe gestern mit dem Lord gesprochen.“ Sirius wirkte ernst.
„Du hast WAS? Sirius, jetzt weiß er, dass wir befreundet sind. Jetzt wirst du derjenige sein, der meinen Sohn töten muss.“
„Nein James. Ich soll dir ein Angebot machen ...“ Er ließ den Satz halbfertig im Raum schweben. James sah ihn nur ungläubig an.
„Niemals,“ James sprang auf. „Niemals werde ich mich diesem Wahnsinnigen anschließen. Eher sterbe ich.“
Damit durchquerte er schnellen Schrittes den Raum. Als er die Tür gerade errreichte, hielt ihn Sirius mit kräftigem Griff am Oberarm auf und drehte ihn um.
„Der Tod lauert überall, James. Denk daran.“ Damit ließ er ihn los und James ging sehr nachdenklich zurück in die Aurorenzentrale.
Knapp zwei Monate später traf James nicht im Ministerium auf Sirius, sondern bei einem Überfall, den Sirius anführte und zu dem James im Auftrag des Phoenixordens gerufen wurde. Es kam alles anders als geplant, für beide Seiten, und so fand sich James plötzlich auf der anderen Seite von Sirius’ Zauberstab wieder, dieser mit den tödlichen Worten auf den Lippen, bis er erkannte, wer ihm da gegenüber stand. Sirius packte James und apparierte mit ihm an die Steilküste.
James, der nicht so schnell erkannt hatte, wer ihn da „entführt“ hat, zielte mit seinem Zauberstab auf Sirius Kehle. Als er ihn trotz der Maske erkannte, senkte er den Stab wieder.
„Was soll das, Sirius?“
„James, da ist etwas schrecklich schief gegangen. Bei euch und bei uns.“
„Ach, wie kommst du nur da drauf.“ James hatte einen sarkastischen Unterton, den Sirius so gar nicht von ihm kannte.
„Ganz einfach,“ Sirius überging James Sarkasmus. „Ihr habt einen Spion bei uns, wir haben einen Spion bei euch. Die beiden müssen sich gegeneinander ausgespielt haben.“
„Wer?“
„Weißt du von eurem?“ Ein Nicken von James.
„Pettigrew.“ James bekam große Augen.
„Ich wollte ihn als Geheimniswahrer einsetzen. Heute. Scheiße.“
„Ein Glück, dass du das jetzt nicht tust.“ Sirius lächelte gefährlich. „Jetzt du.“
„Snape.“ James spie den Namen förmlich aus.
Sirius nickte nur kurz. „Das haben wir uns schon fast gedacht, dass der als Doppelagent tätig ist.“
„Doppelagent?“
„Meinst du, wir lassen so einen Vollidioten wie Pettigrew so was Hochkompliziertes machen? Nein. Aber ich dachte mir, ich sage dir, dass dein kleiner Freund zu uns gehört.“ Der letzte Teil hörte sich bitter an.
„Sirius ... ich hab nachgedacht.“
„Über was?“
„Ich nehme das Angebot des Lords an.“
James senkte seinen Kopf, als würde er sich für seine Worte schämen. Sirius trat zu ihm, legte ihm Daumen und Zeigefinger unter Kinn und zwang James so, ihn anzusehen. Dieser wich zuerst dem sturmgrauen Blick aus, doch nach einem kräftigen Rüttler von Sirius sah er ihn doch an. James rehbraune Augen sprachen von Aufgabe.
„James ... das ist eine weise Entscheidung. Nichts, wofür du dich schämen brauchst.“
„Aber ... Lily. Du weißt ja ...“
„Ganz einfach, wir sagen dem Lord, dass ihre Eltern beide Squibs waren. Das merkt der nicht.“
James lächelte leicht.
„Sirius ... ich habe Angst. Wahnsinnige Angst.“
„Musst du nicht haben, Jamie. Ich stelle dich unter meinen persönlichen Schutz.“
Sie waren sich so nahe. Einer der beiden musste nur den Kopf leicht vorneigen und schon würde er den anderen küssen können. Doch soweit kam es nicht. Sirius ließ James Kinn ab und drehte sich um.
„Ich richte dem Lord deine Entscheidung aus. Wenn deine Initiierung ansteht, hole ich dich ab.“ Mit diesen Worten disapparierte er davon und ließ einen leicht verwirrten James zurück. Dieser schüttelte den Kopf und apparierte dann ebenfalls.