Help
Home Just In Communities Forums Beta Readers Dictionary Search
: B s . A A A    : full 3/4 1/2   : E E   : Light Dark Books » Harry Potter » Who the fuck is

Moku
Author of 21 Stories

Rated: K+ - German - Humor - Reviews: 2 - Published: 01-30-07 - Complete - id:3368576

Autor: Moku

E-Mail:

Disclaimer: JKR ... etc. Nichts meins, ich leihe mir die Figuren für meine eigene kranke Fantasie aus.

Bemerkung: Joah, diese Fanfiction habt ihr Yune zu verdanken. Sie hat mir ein paar Kommentare an den Kopf geworfen... ° Okay, sie hat mir etwas von ihrer Geschichte erzählt und etwas, das eigentlich nicht unbedingt wichtig ist (oder?), hat mich dazu gebracht diesen ONE-SHOT(!!!) zu schreiben.

Jap, One-Shot, definitiv...

Grüße an Yune (meine kleine Muse XD)

Und an meine beiden Beta: Vinca und Blue!

Who the fuck is

„Wer ist das?“, fragte Harry Potter, sah nachdenklich in das Abteil, in dem ein ihm unbekannter braungebrannter Junge mit dunkelgrünen Haaren saß. Hermine Granger und Ron Weasley stellten sich neben ihn, sahen ebenfalls nachdenklich in das Abteil.

„Er sieht aus, als wäre er in unserem Alter“, meinte die Brünette, warf ihr buschiges längliches Haar hinter die Schulter. „Ein neuer Schüler?“

„Wer auch immer er ist, das ist das einzige Abteil, in dem für uns alle Platz ist“, grummelte Ron, riss die Türen auf. Der dunkelhaarige Junge zuckte ob des lauten Auftritts der Trinität überrascht zusammen, sah sie dann durch dunkle Sonnenbrillengläser an.

„Entschuldigung, wir wollten dich nicht erschrecken“, rief Hermine verzeihend aus, drückte ihren rothaarigen Freund verärgert zur Seite. „Sind die Plätze noch frei?“

Der Junge öffnete den Mund, hielt dann aber inne. Es dauerte eine Weile, doch dann nickte er, wandte sich wieder seinem Buch zu. Die Gryffindor warfen sich irritierte Blicke zu, betraten dann aber das Abteil und verstauten ihr Gebäck auf der Ablage.

Harry setzte sich freiwillig neben den fremden Jungen, bemerkte aus dem Augenwinkel, dass dieser einige Zentimeter zur Seite rutschte. Zwar fühlte er sich etwas beleidigt, doch er sprach es nicht weiter an, wandte sich stattdessen an seine Freunde, die ihm schweigend gegenüber saßen.

Jap, man konnte zweifelsohne behaupten, dass eine ungemütliche Stille zwischen den vier Jugendlichen herrschte, wenn auch der dunkelhaarige Fremde sich scheinbar nicht darum kümmerte, stattdessen einfach nur eine Seite in seinem Buch umblätterte.

Harry seufzte, warf einen Blick durch die Türen des Abteils. Er langweilte sich jetzt schon und der Zug war noch nicht einmal losgefahren.

Hermine und Ron dagegen verständigten sich mit Blicken und Gestiken; kurz: sie hielten Händchen und warfen sich eindeutige Blicke zu, beobachteten jedoch aus den Augenwinkeln den fremden Jungen.

Nach etwa zehn Minuten schien sich etwas zwischen den vier Jugendlichen zu regen, denn der Fremde klappte sein Buch zu, hob seinen Blick, sah jeden einzelnen an (zumindest glaubten sie das, aber auf den Abstand konnten sie nicht wirklich irgendetwas durch die dunklen Brillengläser erkennen) und sprach: „Tut einfach so, als wäre ich nicht da.“

Die anderen drei sahen ihn überrascht an, warfen sich erst peinlich berührte Blicke zu bis sie dann leicht lächelten, dabei dezent versuchten ein hysterisches Lachen zu unterdrücken als sie die für einen Jungen überaus hohe Stimme hörten. „Und“, setzte er hinzu, packte sein Buch in seine Tasche, holte dahingegen ‚Hogwarts – A History’ heraus „ihr könnt so viel lachen, wie ihr wollt.“

Anstatt wie die beiden Jungen beschämt zur Seite zu gucken, strahlte Hermine über das ganze Gesicht, als sie den Buchtitel sah. Kaum dass Ron den Blick bemerkte, hielt er ihr mit seiner Hand den Mund zu, beugte sich mit einem Grinsen vor.

„Bist du ein neuer Schüler?“, fragte er, nur um die Brünette vom Reden abzuhalten, ignorierte dabei mal ganz dezent den Mörderblick, den diese ihm zuwarf.

„In etwa.“

Harry kam diese Attitüde vage bekannt vor, doch er sagte nichts, beobachtete lediglich das Profil des Dunkelhaarigen.

Zugegebenermaßen, das, was er sehen konnte, war nicht schlecht.

„In welchem Jahr?“

„Im sechsten.“

„Wir auch!“, rief Ron fröhlich aus, grinste wie der einfach gestrickt Mensch der er war. „Autsch!“ Mit einem giftigen Blick wandte er sich plötzlich an Hermine, musterte dann seine gebissene Hand. Das Mädchen grinste lediglich siegessicher, mischte sich dann in die Unterhaltung mit ein.

„In welches Haus willst du?“

„Haus?“, wiederholte der Junge langsam, sah sie nachdenklich an.

„In Hogwarts gibt es vier Häuser“, antwortete Hermine wie aus der Pistole geschossen. „Zum einen Ravenclaw, gegründet von—“

„Ich glaube, das kann er in seinem Buch nachlesen!“, unterbrach Harry sie, bevor seine Freundin in einem stundenlangen Vortrag die Geschichte Hogwarts runterrasseln konnte. Stattdessen wandte er sich grinsend dem Jungen zu, stützte seine Hand auf dem Sitz ab, dicht neben der des anderen. Doch dieser reagierte dieses Mal nicht, wandte nur seinen Blick auf ihm – vermutlich, weil er das Sprechen übernommen hatte. „In Hogwarts gibt es vier Häuser: Ravenclaw, Hufflepuff, Gryffindor und Slytherin.“

„Und wonach wird entschieden, in welches Haus man kommt?“

„Mit dem Sprechenden Hut“, antwortete Ron grinsend, legte den Kopf zur Seite. „Ravenclaw sind die Intelligenten, Hufflepuff die Hilfsbereiten, Gryffindor die Mutigen und Slytherin... Slytherin sind die miesen, hinterhältigen Schlangen.“

„Ron!“

Der Rothaarige sah seine Freundin mit einem Blick an, der eindeutig sagte: ‚Was? Ich sage nur die Wahrheit!’

„Gryffindor“, meinte der Grünhaarige plötzlich lächelnd. „Ich würde nach Gryffindor wollen.“

„Wir sind in Gryffindor!“

Ron schien wie verwandelt: wenn vorher auch noch etwas reserviert, so war er jetzt sogar bereit dem unbekannten Jungen etwas von seinen wenigen Süßigkeiten anzubieten. Hermine auf der anderen Seite war angenehm überrascht, als sich herausstellte, dass der Neue, wenn er scheinbar auch nicht besonders viel Wissen über Hogwarts hatte, dennoch ziemlich weit bewandert war. Harry auf der anderen Seite, der den Sommer damit verbracht hatte ausführlich seine sexuelle Neigung auszukundschaften, schien in dem anderen einen potentiellen Partner zu sehen und fühlte sich in der Annahme bestätigt, als er bemerkte, dass der Neue seine Nähe und ‚zufälligen’ Berührungen nicht mehr zu meiden schien, ganz im Gegenteil, sie sogar willkommen hieß.

„Sag mal, wie heißt du überhaupt?“, fragte Hermine plötzlich nach einer Stunde lebhaften Geschnatters.

Ron und Harry sahen sich überrascht an, bemerkten erst in diesem Moment, dass sie den Dunkelhaarigen bisher nur mit ‚du’ angeredet hatten.

„Damian. Nennt mich Damian.“

„Damian, eh? Interessanter Name“, meinte Harry. Der andere Junge wandte sich ihm zu, grinste lasziv.

Und so verging die Zugfahrt mit abwechselnden Gesprächen über Quidditch (Ron), Schullektüre (Hermine), flirtenden Blicken (Harry) und Geschichten von Erlebnissen in den Ferien.

Und... Slytherin...

„Und Malfoy hat es nicht einmal mitgekriegt“, lachte Ron spöttisch, beendete die kleine Anekdote.

„Polyjuice. Ich bin beeindruckt“, meinte Damian grinsend, wandte sich dann Harry zu, legte seine Hand auf dessen Arm. „Malfoy muss wirklich eine Pest sein.“

„Mehr eine Plage“, antwortete Harry, begrüßte die Initiative des anderen Jungen.

„Ich kann nicht glauben, dass ich mit so jemandem verwandt bin.“

Ron, der – wie konnte es auch in solchen Momenten anders sein – gerade etwas trinken wollte, verschluckte sich überrascht, brach in einen unkontrollierbaren Hustanfall aus, dem Hermine mit einigen Klapsen auf den Rücken entgegenzuwirken versuchte, wobei sie ihre Aufmerksamkeit aber eher auf Damian gerichtet hatte. Harry andererseits versuchte sich in Realitätsflucht.

Er brauchte definitiv neue Ohren. Damian – verwandt mit Draco Malfoy?

Wer es glaubt!

„Über einige hundert Ecken“, versuchte er die Trinität mit einem Lächeln zu besänftigen. „Aber irgendwo treffen sich unsere beiden Blutlinien. Irgendwo gaaanz weit weg.“ Nach einem kurzen Zögern sah er aus dem Fenster. „Aber nicht ganz so weit weg, dass seine Familie nicht zum jährlichen Familientreffen kommt.“

„Du hättest ruhig früher etwas sagen können“, murmelte Harry.

„Genau! Zum Beispiel als wir angefangen haben, über ihn zu reden“, bestärkte Ron seinen Freund zähneknirschend.

„Aber ihr habt gerade so fröhlich erzählt“, verteidigte sich Damian.

„Da stimme ich ihm zu“, meinte Hermine. „Keiner hätte ein Wort dazwischen bringen können; zwischen eure melancholische Rekonstruktion der Vergangenheit.“

Ron und Harry sahen die Brünette entrüstet an, hatten eigentlich gehofft, dass sie sie unterstützte und nicht einen Fremden, der auch noch mit Malfoy verwandt war. Damian lehnte sich mit hinter dem Kopf verschränkten Armen zurück, sah keinen der Gryffindor an.

„Na ja...“, begann Ron nach einigen Minuten Stille. „Dafür, dass du mit Malfoy verwandt bist, bist du ganz in Ordnung.“

„Danke.“

„Und du siehst definitiv besser aus“, kommentierte Harry.

Dies wiederum brachte Damian zum Schmunzeln und einige Sekunden später schien er ebenso entspannt wie zuvor.

Vermutlich lag es in der Blutlinie der Malfoys, das man mit Komplimenten überall hin kam.

Es dauerte nicht lange und sie verfielen wieder in lebhafte Gespräche, unterhielten sich über vollkommen belanglose Themen, auch wenn Damian sich hauptsächlich im Hintergrund hielt, stattdessen mehr Aufmerksamkeit auf Harry richtete als auf die Gespräche. Harry schien es nicht anders zu machen, doch Hermine und Ron beschlossen es zu ignorieren und so zu tun, als würde sich nichts zwischen den beiden anbahnen.

Die Zugfahrt nach Hogwarts endete viel zu schnell. Ein paar Minuten bevor sie ankamen, zogen sich die drei Gryffindor um, während Damian im Abteil wartete, irgendetwas in seinem Gepäck suchte. Der Erste, der zurück kam, war Harry und der Grünhaarige begrüßte ihn mit einem Lächeln, musterte dann die Robe, kam auf den anderen zu.

„Sie steht dir“, meinte er grinsend, berührte die Krawatte und zog den Knoten an. „Auch wenn sich das rot mit deinen Augen beißt.“

Harry antwortete nicht, beobachtete nur mit schneller werdendem Atem, wie der andere Junge immer näher kam; so nah, dass er dessen Körperwärme und den Atem auf seiner Haut spüren konnte. „Die werde ich hoffentlich auch heute bekommen“, hauchte Damian auf die Lippen des Gryffindor, kam mit seinem Gesicht immer näher. Sobald Harry registrierte, was der andere vorhatte, beugte er sich ebenfalls vor, lehnte seinen Kopf etwas zur Seite.

Und jemand schlug aggressiv die Abteiltür zu.

Überrascht sprangen die beiden Jungen auseinander, musterten dann mit einem schuldbewussten Blick einen angewiderten Ron Weasley und eine schmunzelnde Hermine.

„Könnt ihr euch bitte daran erinnern, dass ihr euch heute erst kennen gelernt habt“, rief Ron entrüstet aus.

Damian setzte zu einer Antwort an, hielt dann aber kurz inne, bevor er erneut ansetzte. „Liebe auf den ersten Blick?“

Aufgrund dieser Worte lief Harry puterrot an, ebenso Ron, aber vermutlich aus einem anderen Grund. Hermine dagegen lächelte selig und setzte sich wieder auf ihren Platz. Noch bevor sich jedoch Harry neben Damian setzten konnte, ging ein rothaariger Junge entschieden dazwischen, stahl den ehemaligen Platz seines besten Freundes. Dies hatte wiederum zur Folge, dass die beiden Jungen sich nun gegenüber saßen.

Und änderte somit überhaupt nichts an ihrer Situation, machte sie wenn nicht sogar besser.

Während Ron sich also während der restlichen Fahrt wie ein Kind verhielt und versuche jeden möglichen Kontakt der beiden durch plötzliche Gespräche über Quidditch zu verhindern, genoss Hermine das Schauspiel, das sich ihr bot, mit einem überaus amüsierten Grinsen.

Doch wie es nun Mal im Leben so war, hatte alles irgendwann ein Ende, auch die Zugfahrt.

Hermine war definitiv der Meinung, das diese viel zu kurz gewesen war, Harry ebenfalls, aber dann fiel ihm ein, was er mit Damian machen konnte, wenn Ron nicht in der Nähe war. Dieser war einerseits erleichtert, dass er endlich aus dem Zug kam, andererseits hatte er aber diesen mit einer bösen Vorahnung verlassen.

Und so kam es, dass alle vier vor dem Zug standen, sich unterhielten und die böse Vorahnung sich in Form von Blaise Zabini präsentierte.

Wie sollte es auch anders sein.

Besagter Slytherin ließ es nicht einmal wie ein Versehen aussehen, als er direkt in Damian reinrannte und ihn so hart an der Schulter anstieß, dass dieser das Gleichgewicht verlor und zu Boden ging. Die Sonnenbrille, die der Dunkelhaarige während der gesamten Fahrt verweigert hatte abzunehmen, enthüllten ein leuchtendes Blutrot.

Sogar die Slytherin schienen etwas perplex, als sie aus Augen mit einer roten Iris gereizt angestarrt wurden. Doch sie hatten nicht lange Zeit überrascht zu sein, denn Damian, der erstaunlich schnell mit seinem Zauberstab war, zog eben den aus seiner Hose, richteten ihn direkt auf den dunkelhaarigen Slytherin und begann schon eine Zauberformel zu murmeln. Jedoch entriss Hermine ihm seinen Zauberstab, bevor er sie beenden konnte, während Harry und Ron sich direkt vor ihn stellten.

„Fühlst dich stark, wenn Malfoy nicht in der Nähe ist, eh?“, fragte Harry gereizt, hob sein Kinn, machte damit ihren Größenunterschied noch deutlicher. Doch der Slytherin wich nicht zurück, hob lediglich eine Augenbraue.

„Ganz im Gegenteil, aber jemand muss ja seinen Platz einnehmen, wenn er nicht da ist.“ Mit einem abwertenden Blick auf den am Boden liegenden Grünhaarigen, wandte er sich höhnisch grinsend ab, nickte ihm zu. Norman Nott folgte ihm ebenfalls grinsend, trat direkt auf die Sonnenbrille, als er an Damian vorbeiging, scheinbar stolz auf seine große Tat.

Damians Augen schienen Pfeile in den Rücken der beiden zu jagen, doch er sagte nichts, richtete sich stattdessen auf, ignorierte dabei Hermines helfende Hand. Er ging auf seine zerbrochene Brille zu, hob sie mit überraschender Eleganz auf.

Wie konnte so eine Bewegung elegant sein?

„Zauberstab,“ murmelte er einsilbig, hielt seine Hand Hermine hin, die das verlangte Objekt zurück gab. Damian murmelte einen Zauberspruch, benutzte denselben noch einmal, als seine Brille immer noch nicht vollständig repariert war. Es dauerte eine Weile, bis er sie ansatzweise wiederhergestellt hatte, aber es war immer noch nicht genug.

„Scheiß Brille“, flucht er aufgebracht, zertrümmerte sie wütend auf dem Boden.

Die drei Gryffindor, und so ziemlich jeder, der in ihrer Nähe war, beobachteten den seltsamen fremden Jungen mit vagen Blicken, drückten sich dann so schnell wie möglich an ihm vorbei, als er seine Kopf hob, sie aus seinen blutroten Augen finster anstarrte.

„Ich hätte sie reparieren können“, offerierte Hermine vorsichtig, wich dann überrascht zurück, als sich das intensive Blutrot auf sie richtete.

„Bezweifle ich“, antwortete Damian jedoch ruhig, schloss dann seine Augen. „Ich werde mich von nun an blind durch Hogwarts begeben, irgendjemand Interesse mein Blindenhund zu spielen?“

Harry lachte leise, während seine beiden Freunde ihn ansahen, als wäre er verrückt.

Was er vermutlich auch war.

Er ignorierte jedoch ihre Blicke, nahm das Gepäck des Grünhaarigen und packte ihn am Ärmel.

„Du kannst die Auge ruhig auf machen.“

„Dann habe ich keine Ausrede mich an dich zu klammern.“

Harry lief erneut rot an.

Ron machte ein Geräusch, als müsste er sich übergeben.

Hermine suchte ihre mentale Bibliothek nach allen Information zu blutroten Augen ab.

Die freundliche Atmosphäre zwischen den vier hielt allerdings nicht lange an, denn sobald sie Damian das nächste Mal wieder sahen, war er nicht nur nicht in Gryffindor, sondern zu allem Unglück auch noch in Slytherin!

Und das ohne offiziell also vor allen Schülern einsortiert geworden zu sein!

Skandal!

„Was macht er da drüben?“, zischte Harry, wippte angespannt mit seinem Fuß auf und ab.

„Und warum hat er eine Slytherinrobe an?“, ergänzte Ron, wippte ebenfalls angespannt mit dem Fuß auf und ab.

„Und wieso wurde er nicht öffentlich einsortiert?“, fragte Hermine, runzelte nachdenklich die Stirn.

„Und von wem redet ihr überhaupt?“, fragte Seamus Finnegan, Plappermaul und Klatschtante seines Zeichens.

„Von Damian“, antwortete die Trinität unisono.

„Wer? Ach, der Neue?“ Der rotblonde Junge drehte sich um, warf ebenfalls einen Blick auf den grünhaarigen, rotäugigen jetzigen Slytherin, kräuselte dann die Nase. „Mal ne ganz andere Frage: Ist das nicht Malfoys Stammplatz?“

Die anderen drei Gryffindor sahen sich überrascht an.

Harry sprang alarmiert auf.

Hermine und Ron stürzten sich alarmiert auf ihn.

„Lass es“, argumentierte der Rothaarige, klammerte sich an den Arm seines Freundes „er ist ein Slytherin. Er geht uns nichts mehr an.“

„Die Slytherin werden ihn bestimmt höflich zurückweisen, jetzt wo er ein“, Hermine kräuselte ebenfalls die Nase, als würde sie irgendetwas Unangenehmes riechen. „Slytherin ist.“

„Außerdem“, mischte sich Dean ein, warf einen irritierten Blick auf Harry. „Würde es die Sache nicht schlimmer für ihn machen, wenn er von einem Gryffindor beschützt wird?“

„Nicht irgendein Gryffindor“, raunte Seamus. „Von Harry Potter.“

Die Worte seiner Freunde holten ihn langsam aber sicher in die Realität zurück und er warf sich zähneknirschend zurück auf die Bank.

„Wie konnte das passieren? Damian ist viel zu gut für Slytherin! Was macht er im Haus dieser widerlichen Schlangen?“, fing er allerdings an rumzunörgeln, verschränkte eingeschnappt und wütend die Arme vor der Brust. „Das muss dieses vernichtende Malfoyblut in seinen Adern sein. Das ist alles Malfoys Schuld! Wo ist dieser Bastard, damit ich ihn in Grund und Boden stampfen kann?“

Seine Freunde musterten ihn mit einem vagen Blick, wichen dann einige Zentimeter zur Seite. Anscheinend schien Harry wirklich irritiert von der Tatsache, dass seine gerade erst gefundene Liebe ihm so schnell wieder entrissen wurde und sie in einer schlechten Parodie eines Dramas in die Rollen von Romeo und Julia gedrängt wurden. Nichtsdestotrotz konnten sowohl Hermine als auch Ron ihn einigermaßen verstehen.

Damian war schon eine interessante Persönlichkeit, auf seine schroffe Art sogar recht witzig; und hatte sich innerhalb von einigen Stunden sofort in ihr Herz eingenistet.

Harry fühlte sich vom Leben betrogen.

Und Ron und Hermine hatten das Gefühl, einen Sohn verloren zu haben.


Er war kein glücklicher Slytherin.

Überhaupt nicht.

Erst recht nicht als Blaise Zabini und Co mit identisch höhnischen Blicken auf ihn zu kamen, sich provokativ um ihn herum stellten, obwohl er wirklich nur nach seinen Horrorferien allein gelassen werden wollte.

Zumindest so lange bis alle Zaubersprüche, die er auf dem alljährlichen Familientreffen mit idiotischen und inkompetenten Verwandten einfangen durfte, ihre Wirkung verlieren würden.

Auf der Zugfahrt durch die Gryffindor einigermaßen amüsiert, konnte er jedoch gleich nach dem Aussteigen die Bekanntschaft mit Blaise Zabinis gryffindorhassender Seite machen.

Eine Seite, die er wirklich nicht kennen lernen wollte, wenn er derjenige war, der ihr vorgestellt wurde.

„Wag es, Zabini, und du wirst dir wünschen, nie geboren worden zu sein“, murmelte er deshalb nur gereizt, schoss mit seinen Augen Pfeile in sein Essen.

Der Angesprochene hob ob des arroganten Tons fragend eine Augenbraue, verschränkte dann die Arme vor der Brust. „Bisschen vorlaut für mir bekannte Verhältnisse“, meinte der Dunkelhaarige, beugte sich vor und schlug seine Faust direkt neben dem Essen des anderen auf den Tisch, sah ihn aus einschüchternden kalten blauen Augen an, lächelte dabei manisch. „Dabei bist du nur ein erbärmlicher Slytherin, der sich auch noch mit idiotischen Gryffindor abgibt.“

„Außerdem“, fügte Pansy Parkinson mit der angewidertesten Stimme, die sie aufmustern konnte, an. „Besetzt du Dracos Platz.“

„Und das können wir gar nicht haben“, stimmten Gregory Goyle und Vincent Crabbe zu, unterstrichen die subtile Drohung mit dem wiederholten Akt eine Faust in ihre offenen Hand zu schlagen.

Wirklich, er hatte keinen Nerv für diesen Mist.

„Hör mir zu, Zabini“, rief er gereizt aus, stand auf und packte die grün-silberne Krawatte des anderen, zog ihn so nah wie möglich an ihn ran. „Wenn du weißt, was gut für dich ist, wirst du mich die nächsten zwei Wochen in Ruhe lassen oder die Schwarze Witwe darf nach ihren letzten sieben Ehemännern auch noch ihren Sohn begraben.“

Die kristallblauen Augen weiteten sich überrascht.

„D-D-“

„Halt die Klappe“, drohte er, ließ die Krawatte seines Widersachers los, musterte die restlichen ängstlich zurückweichenden Slytherin aus seinen blutroten Augen. „Und ihr“, fauchte er weiter, zeigte mit jedem weiteren Wort auf die anderen. „Wenn ihr es wagt, in nächster Zeit auch nur in meine Nähe zu kommen!“ Er ließ die Drohung offen, drehte sich entnervt um und verließ mit einem schmerzenden Schädel die Große Halle, ignorierte ihm folgende Blicke und Gewisper.

Doch kaum dass sich die Türen hinter ihm schlossen, öffneten sie sich auch wieder und er konnte nur erahnen, wer die Störenfriede waren.

„Damian!“, riefen ihm drei überraschte Stimmen nach. Er hielt in seinem Schritt inne, setzte ein erfreutes Lächeln auf seine Lippen und drehte sich zu den Gryffindor um.

„Du warst großartig“, rief Granger beeindruckt aus, kam auf ihn zugerannt und schloss ihn in ihre Arme. Sein ganzer Körper versteifte sich und es war offensichtlich für jeden, der sie sehen konnte, dass er alles andere als glücklich über das Zeigen ihre Zuneigung in der Öffentlichkeit war.

Weasley und Potter andererseits beobachteten sie eifersüchtig, gingen ohne Umschweife dazwischen und während der Rothaarige seine Freundin von dem Slytherin entfernte, schlang der Held der Zauberwelt besitzergreifend seinen Arm um den Oberkörper des Dunkelhaarigen, zog ihn an seine Brust.

„Halt deine Slytherinschlampe von Hermine fern!“

„Ron“, rief Granger entrüstet aus.

„Das Gleiche könnte ich sagen.“

„Harry“, wiederum Granger, die nun ihre beiden Freunde mit verärgerten Blicken in den Boden stampfte, während der Slytherin lediglich desinteressiert auf den ihn noch immer umschlingenden Arm starrte.

Dass die Gryffindor immer so kontaktfreudig sein mussten!

„Harry,“ murmelte er, legte seine Hand auf den braungebrannten Arm, seufzte leise. „Das ist ein bisschen unangenehm.“

Überrascht löste der in seinem Stolz verletzte Gryffindor sich von dem anderen, trat etwas zur Seite.

„Wie auch immer...“, begann er nach einer kurzen Stille, deutet mit einer Hand auf Granger. „Du wolltest etwas sagen.“

Sofort strahlte die Brünette wieder, vergaß auf der Stelle ihre Wut und Scham für ihren Freund. „Als wir dich am Slytherintisch sahen – wie auch immer du dahin gekommen bist. Definitiv eine Verwechslung vom Sprechenden Hut – waren wir wirklich besorgt. Vor allem Harry,“ betonte sie mit einem höhnischen Grinsen.

Wenn sie so weiter machte, würde die Brünette ihm tatsächlich noch sympathisch werden, Mugglegeborene, die sie war.

Doch er sagte nichts, warf nur einen fragenden Blick auf den Jungen, der jedoch sofort sein Gesicht abwandte und so tat als wäre die Wand um einiges interessanter als ihr Gespräch.

„Aber als wir sahen, wie du Zabini allein mit Worten in die Flucht geschlagen hast; ich war so stolz auf dich. Einer der sich mit Argumenten hält und nicht wie mir bekannte andere Barbaren, die es immer mit roher Gewalt versuchen!“

„Hey, ich stehe neben dir, Hermine,“ beschwerte sich Weasley.

Er war überrascht, dass der Rothaarige trotz mangelnder Intelligenz den Seitenhieb verstanden hatte.

„Das war nichts Besonderes“, antwortete er, verdrängte seine unangenehmen Gedanken, bevor er sie tatsächlich aussprach. Er amüsierte sich gerade so schön, vor allem als er bemerkte, dass Potter ihn die ganze Zeit aus den Augenwinkeln musterte.

Manchmal konnte das Leben so erfrischend sein.

Seufzend reichte er also dem Gryffindor als eine Art Friedensangebot seine Hand, lächelte dabei unschuldig, als wäre er sich keiner Missetat bewusst. Der Held der Zauberwelt nahm die ihm angebotene Hand sofort an, grinste dümmlich.

Irgendwie erinnerte er ihn an einen niedlichen kleinen Welpen.

Er hatte diese früher getreten.

„Tut mir Leid, dass ich nicht länger mit euch reden kann, aber ich muss in den Gemeinschaftsraum.“

Granger nickte verstehend, sah dann auf ihre Uhr. „Wir müssen auch los! Oh, Damian, es tut mir so Leid, dass du nach Slytherin einsortiert wurdest. Ich hätte mir so gewünscht mit dir in Gryffindor zu sein!“

„Hermine, ich stehe noch immer direkt neben dir!“

„Oh, Ron, sei nicht immer so eifersüchtig”, rief sie aus, gab ihm einen leichten Klaps auf den Oberarm.

Der Rothaarige verengte wütend seine Augen, wandte sich dann ohne ein Wort zu sagen ab und stürmte den Gang zu den sich bewegenden Treppen entlang. Granger seufzte entnervt, lächelte den Slytherin verzeihend an und rannte ihrem Freund hinterher.

Harry beobachtete sie schmunzelnd, wandte sich dann dem Grünhaarigen zu. „Deine roten Augen sind faszinierend“, murmelte er, was vermutlich ein Kompliment werden sollte. „Ich verstehe nicht, warum du sie verstecken willst, aber hier.“ Aus den unendlichen Weiten seiner Robe zauberte der Gryffindor eine Sonnebrille hervor, legte sie in seine Hand. „Ich bat einige Ravenclaw sie zu reparieren. Anscheinend ist sie etwas Besonderes, denn sie ging durch sehr viele Hände bis sie ansatzweise wieder hergestellt war.“

Der Slytherin beobachtete den Gegenstand in seiner Hand lange, legte dann seinen Kopf zur Seite. „Danke...“, murmelte er nach einigen Sekunden, sah dem anderen direkt in die Augen. Potter spielte nervös mit seinen Händen, beugte sich aber letztendlich vor, presste seine Lippen sanft auf die des anderen, bevor er sich mit einem puterroten Gesicht abwandte und ein „Bis nachher“ murmelte.

Vollkommen überrumpelt stand er im Gang, starrte dem Gryffindor hinterher, starrte dann verblüfft auf die Brille, setzte sie auf und wandte sich wie in Trance ab.

Wie konnte er zulassen, von Potter geküsst zu werden?

Von Potter?

Okay, er hatte ihm Avancen gemacht, aber wer wusste schon, dass Potter dies als einen Heiratsantrag ansah?

Von Potter!

Bis zum Slytheringemeinschaftsraum lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken, während er nebenbei über sein ungerechtes Schicksal lamentierte. Kaum betrat er jedoch den Slytheringemeinschaftsraum, wurde plötzlich alles still und sämtliche Schüler richteten ihre Blicke irgendwo hin nur nicht auf den Neuankömmling.

Er ignorierte ihre offensichtliche Abneigung, machte sich mental eine Notiz alle Slytherin leiden zu lassen, sobald sein Leben wieder normal wurde.

Er ignorierte ebenfalls das ‚leise Flüstern’ einiger Drittklässler, die den Erstklässlern die Rangfolge in Slytherin erklärten, nebenbei Kommentare wie ‚Wenn Malfoy erst Mal wieder da ist, wird der Neuling zurecht gewiesen’ und ‚Der wird noch sein blaues Wunder erleben’ einwarfen und machte sich mental eine Notiz, neues Futter für seine lieblichen Hausdrachen aufzutreiben, notierte in Klammern dahinter die Namen derer, die es wagten über ihn zu reden.

„Ich kann es nicht glauben“, hörte er plötzlich die vollkommen überraschte, aber scheinbar sehr erfreute Stimme eines gewissen dunkelhaarigen Slytherins, der sich wie eine Klette an ihn warf und es wagte ihn vor versammelten Slytherin zu kuscheln.

„Zabini, bei Fuß!”

Der Angesprochene nahm etwas Abstand, legte seine Hände auf seine Schultern und musterte ihn aus strahlenden Augen.

„Draco, Dear, was ist nur mit dir passiert?“, rief er zur Verwunderung und Entsetzen einiger Anwesender fragend aus. „Ich kann es nicht glauben! Ohne deinen ‚Schwarze Witwe’-Kommentar hätte ich dich nicht erkannt! Diese Hautfarbe, diese Haarfarbe, diese Augenfarbe, diese Stimme! Was hast du in den Ferien nur wieder angestellt?“

„Wirklich, Draco, du hättest uns wenigstens vorwarnen können“, meinte Pansy leicht eingeschnappt, stemmte ihre Fäuste in die Seiten, lächelte jedoch fröhlich.

„Erstens“, begann der Slytherin mit einer knurrenden Stimme „bin ich immer noch wütend auf euch, dass ihr mindestens zehn Mal am Bahnsteig an mir vorbei gelaufen seid.“

Blaise hob ruckartig die Hände von der Schultern, setzte ein beschämtes Grinsen auf seine Lippen.

„Zweitens“, fuhr der Grünhaarige fort „bin ich sehr wütend auf euch, dass ihr mindestens drei Mal an mein Abteil vorbeigelaufen seid und ich somit dieses mit der Heiligen Dreieinigkeit teilen musste. Zugegebenermaßen... es war ganz interessant zu hören, was die Gryffindors über uns zu sagen haben, aber das macht nicht wieder gut, was ihr getan habt.“

Der dunkelhaarige Junge wich überrascht zurück, schnappte sich Pansys Arm, während Norman Nott sich ebenfalls aus Angst vor dem anderen an die Brünette schmiegte.

„Drittens, bin ich sehr, sehr wütend auf euch, dass ihr es gewagt habt, mich auf dem Bahnsteig auf den dreckigen Boden zu schubsen.“

Norman wusste spätestens in diesem Moment, warum es einen schlechte Idee war, einen Malfoy wütend zu machen, spürte entsetzt, wie die Temperatur im Raum um einige Grad sank.

„Und zu guter Letzt“, ein manisches Lächeln legte sich auf seine Lippen und Vincent und Goyle rückten näher zusammen, schienen die letzten Minuten ihres Lebens gemeinsam verbringen zu wollen. „Habt ihr es gewagt, meine Autorität vor allen Schülern von Hogwarts und den Lehrern mit eurer lächerlichen Parodie einer Herausforderung in Frage zu stellen. Irgendwelche letzten Worte bevor ich euch allesamt eliminiere?“

„Wir haben dich nur angegriffen, weil wir loyal dir gegenüber sind“, verteidigte sich Blaise, krallte seine für einen Jungen überdurchschnittlich langen Fingernägel in Pansy Parkinsons Arm, die sich nicht wirklich entscheiden konnte, was schmerzhafter war: Blaise Mörderfingernägelklammergriff oder Normans Versuch ihr die Luftzufuhr mittels Klammerattacke abzuschneiden.

„Wir haben dich nicht einmal erkannt“, warf Vincent ein, als er bemerkte, dass Draco ob Blaises Worte lediglich gelangweilt seine schwarzen Stiefel betrachtete, scheinbar alle ihm zur Verfügung stehenden schmerzhaften Zaubersprüche ansammelte.

„Oh, das wäre dann Hassgrund Nummer Sechs, wenn ich mich nicht irre?“

Mit diesen Worten setzte Draco seinen Zauberstab auf seine Ex-Freunde (diese Verräter!), bereit jeden Zauberspruch auf seiner List ‚Schmerzhafte Formeln’ herunter zu rasseln. Doch just in diesem Moment schaffte es Pansy Parkinson sich von Klammeraffe Nummer Eins zu befreien und zur gleichen Zeit Klammeraffe Nummer Zwei in den Arm zu beißen, sodass auch dieser nicht nur ihre Luftröhre, sondern auch ihre Stimmenbänder wieder freigab. Sie röchelte etwas, sah dann aber mit ihren dunkelbraunen Augen auf, traf Dracos wütenden Blick mit ihrem.

„Draco Malfoy! Wenn du nicht auf der Stelle diesen Zauberstab herunter nimmst, dann wird jeder hier erfahren, was wir beide immer in deinem Raum machen! Oder besser gesagt nicht machen!“

In seinen blutroten Augen schien kurzzeitig etwas wie Zweifel aufzuflackern, doch dann hob er lediglich eine Augenbraue, sah abwertend auf die Brünette vor sich. Diese hatte jedoch noch ein Ass im Ärmel und das war definitiv etwas, was sie sich für wirklich lebensbedrohliche Situationen aufgehoben hatte – so eine wie diese.

„Und jeder in Hogwarts wird erfahren, was du unter deinem Bett versteckt hast!“

Das war’s.

Der entscheidende Schlag.

Draco lag besiegt am Boden und Pansy stand, ein Bein auf Dracos Rücken abgestützt, in einer eindeutigen Siegerpose über ihn, umrundet von anerkennend applaudierenden Zuschauern.

Metaphorisch gesprochen, natürlich.

„In. Mein. Zimmer. Sofort“, war alles, was er darauf hin ausrief, während er sich mit wehender Robe umdrehte und die Treppen zu den Räumen der Vertrauensschüler herunter stürmte.

Seine zurückgelassenen Freunde sahen sich zweifelnd an, zogen schon einmal eine heimliche Flucht nach Kanada in Betracht, bis sie erneut Dracos wütende Stimme hörten, die eindeutig etwas von Hausdrachen und dreiköpfigen Schlangen quietschte.

Dies war alles, was sie brauchten, um überzeugt zu werden und dem Blonden... eh... Grünhaarigen mutig in den Bau der Schlange zu folgen. Dort angekommen, öffnete Draco seine Tür, stieß alle seine versammelten Freunde nicht ganz so sanft, wie sie es gern hätten, in sein Zimmer und schloss die Tür hinter sich.

„Ich kann nicht glauben, dass du die Impertinenz besitzt mich zu erpressen, Pansy Parkinson“, war das Erste was Draco in einer indignierten Stimme ausrief, anklagend mit seinem Zauberstab auf die Brünette zielte.

„Nimm den Stab runter“ war alles was Pansy unbeeindruckt entgegnete.

„Was versteckt Draco unter seinem Bett?“, fragte Norman, schien unheilbar selbstmordgefährdet zu sein, denn trotz der Tatsache, dass sowohl Draco als auch Pansy in ihrer abschreckernsten Stimme Nichts ausriefen, beugte er sich unter das Bett und holte eine kleine Truhe hervor.

„Leg diese Truhe weg!“

Norman war vermutlich schon seit langem ein Fall für St. Mungos, aber niemand war sich wirklich sicher gewesen. Dies änderte sich schlagartig an eben diesem schönen Herbsttag, an dem er beschloss den Deckel einer Truhe zu öffnen und laut und lachend ‚Ein Kuscheltier!’ zu verkünden. Und als wäre das nicht genug, holte er einige schmale Heftchen hervor, las laut und gackernd jeden Titel einzeln vor, so dass sogar Blaise Zabini, Angsthase seines Zeichens, seine Furcht vor Draco überwand und mit allen in das Gelächter einfiel.

Draco Malfoys Leben war hiermit nun offiziell zerstört.

Und Harry Potter war daran Schuld!

Denn Harry Potter war in erster Linie der Grund, warum er gezwungen war, dieses traumatisierende Familienfest zu besuchen! Wenn er nie auf diesem Familientreffen gewesen wäre, dann hätte kein Cousin Dritten Grades die Chance gehabt ihn mit einem Einschlafzauber zu belegen, während er am Strand von Saint Tropez im Schutz eines Schirms vor der knallenden Sonne einfach nur in aller Ruhe seinen Hass auf seinen Vater und seine Mutter ausleben wollte, weil die ihn als Repräsentant zu besagtem Terrorfamilienfest geschickten hatten. Das an sich war nichts Schlimmes, wenn nicht während seines tiefen Schlafes der Sonnenschirm durch einen kräftigen Windstoß weggeweht worden wäre und er nun schutzlos den unbarmherzigen Sonnenstrahlen ausgesetzt gewesen wäre und er als Resultat einige Stunden später mit einem stark schmerzenden, höllisch juckenden, bewegungsunfähig machenden Sonnenbrand zurückgelassen wurde.

Er hatte sich bei dem Balg natürlich am nächsten Tag mit einem netten Juckzauber revanchiert, aber zu sehen, wie ein Dreizehnjähriger hüpfend, springend und auf dem Boden reibend versuchte einen unkontrollierbaren Juckreiz – der noch mindestens zwei Wochen anhalten würde – Einhalt gebieten zu wollen, war nicht wirklich ein gutes Tauschgeschäft, aber immobil wie er war, war es das Einzige, was er mit Sicherheit machen konnte.

Und es sorgte natürlich für einige nette Ausrutscher.

„Draco, du warst kurz geistig abwesend“, behauptete Pansy plötzlich, legte eine Hand auf seinen Arm, holte ihn damit in die Realität zurück.

„Ja, und du hast irgendetwas von ‚Stirb, du Balg’ geredet...“, ergänzte Blaise mit einem vagen Blick, nahm eines der dünnen Heftchen in die Hand, las den Titel ‚Frau Holles Verdienst’ laut vor. Nicht so gut wie ‚Gute Feen in Märchenbüchern’, aber gut genug um Draco einen Wackelnden-Augenbrauen-Blick zu schenken.

„Übrigens, ich kann ja verstehen, dass du braungebrannt bist, da du erwähnt hattest, dass du nach Frankreich gehst, aber was ist mit deinen Haaren passiert?“, fragte Vincent unschuldig, hatte keine Ahnung, welchen tief vergrabenen Schmerz er in Dracos jungem Herz erneut heraufbeschwor.

Oh, es war definitiv Potters Schuld, dass er auf diesem Familienfest mit seinen inkompetenten Verwandten war, die alle mit ihren begriffsstutzigen Kindern anmarschieren mussten, während er immobil auf einer Liege im Schatten lag und eines dieser nervenden Bälger auf ihn zu kam und seinen Blick voller Abscheu als eine freundliche Begrüßung interpretiert hatte und es als Aufforderung verstand mit seinem Haar zu spielen. Seinem Haar! Und so setzte sich das verwöhnte Gör auf einen Stuhl hinter ihn und dachte, dass eine neue Haarfarbe definitiv mal etwas wäre, was er gebrauchen könnte. Trotz all seiner Proteste, seines Fluchens und seines Schreien nach Hilfe, sahen diese beschränkten Erwachsenen nur lächelnd zu ihnen hinüber und redeten irgendetwas von wegen wie gut Draco doch mit kleinen Kindern umgehen konnte und wie glücklich diese verdammte Mistgöre doch aussähe. Als wäre das nicht schlimm genug, war der Zauberspruch, den das Monster anwenden wollte einer, der locker sein Gehirn zu Brei hätte verwandeln können, wenn Draco nicht in einem Akt der Verzweiflung einen Zauberspruch gemurmelt hätte, der ihn hoffentlich von dem Mistvieh befreien könnte. Doch ihre beiden Zaubersprüche kollidierten miteinander und richteten ein Chaos auf seinem Kopf an! Mal davon abgesehen, dass sein ehemals makellos schulterlanges blondes Haar nun in ein potthässliches Auberginegrün verwandelt worden war – eine Farbe, mit der wirklich nur ein Mensch wie Potter freiwillig rumlaufen würde – so hatte es auch noch Feuer gefangen!

Natürlich hatte er sich auch bei dieser Göre ausreichend bedankt, aber der Verlust seines wunderbaren Haares war einfach zu tragisch, als dass ein am Spieß schreiendes kleines Mädchen, das in einem Abstand von zehn Minuten ihre schlimmsten Alpträume als Realität erlebte, ihm darüber hinweghalf.

„Eh... Draco?“, fragte Vincent, holte den Grünhaarigen aus seiner Erinnerung.

„Was?“

„Uhm... du hast gerade etwas von ‚Ich hoffe du verreckst in der Psychiatrischen Abteilung von St.-Mungos, du Biest’ gesagt.“

„Hab ich?“, fragte Draco, sagte aber nichts weiter, warf nur einen verhassten Blick auf Blaise und Norman, die kichernd über weitere Hefte gebeugt waren.

Vincent machte sich eine Notiz in seinem Kopf, Draco nie wieder auf seine Haare anzusprechen.

„Was ist mit deinen Augen passiert? Nicht dass das Blutrot dir nicht stehen würde, aber... eh... wieso blutrot?“

Oh, diese Schmach.

Definitiv Potters Schuld, denn wenn der nicht gewesen wäre, hätte sein Vater ihn nicht gezwungen an seiner statt (weil, so schlecht die Überwachung von Azkaban durch das Fehlen der Dementoren auch geworden war, ein Familientreffen es definitiv nicht Wert war einen Fluchtversuch zu starten) zu diesem Familienfest zu gehen und kein Cousin Dritten Grades hätte die Möglichkeit gehabt ihm einen Sonnenbrand zu verschaffen und erst recht hätte keine Cousine xten-Grades ihm seine Haare ruinieren können und kein verfluchter Onkel über fünf Geschwister wäre auf die Idee gekommen, seine Haare mit einem bescheuerten Zauberspruch löschen zu wollen der, zugegebenermaßen, das Feuer auf seinem Kopf löschte, aber seinen gesamten Körper in den eines Albinohasen verwandelte!

Was war es mit Erwachsenen, die ihn ständig in irgendein Tier verwandeln mussten?

Und warum unbedingt ein Albinohase?

Was hatte dieser inkompetente Onkel - der nur in die Malfoyfamilie eingeheiratet haben konnte, denn kein Zauberer mit Malfoyblut hätte so unverantwortlich und idiotisch gehandelt wie dieser Volltrottel, der, nachdem Draco wieder ein Mensch war und seinen Zauberstab benutzen konnte, ebenfalls für seine Umstände dankend von Draco entlohnt wurde – sich nur dabei gedacht?

Dieses Erlebnis brachte Draco sogar dazu das Konzept des Inzests in Reinblutfamilien zu überdenken und es tatsächlich als etwas Gutes anzusehen! Denn, auch wenn aus solchen Beziehungen meistes dumme Squib entstanden, so war die Demütigung erträglicher als dumme Zauberer, die nicht wussten, was sie mit ihren Zauberstab alles anrichten konnten!

„Uhm... Draco?“

„Was?“

„Habe ich mich jetzt nur verhört oder hast du wirklich ‚Ich hoffe du landest in Tante Bellas Hühnersuppe, Onkel Definitiv Angeheiratet’ gesagt?“

„Ich habe gar nichts gesagt“, entgegnete Draco, runzelte überrascht die Stirn, während er Norman und Blaise grimmig dabei beobachtete, wie sie die Magazine wieder in die Truhe legten, dann das Kuscheltier oben auf setzten und sie schlossen.

„O...kay...“, war alles, was Gregory sagte, machte sich eine Notiz Draco nie auf seine Augen anzusprechen.

„Wieso sprichst du eigentlich so seltsam?“ Pansy hob eine Augenbraue, musterte ihren Freund lange.

Welch Demütigung!

Potters Schuld und das war eine Tatsache, denn wenn der nicht gewesen wäre, hätten seine Eltern ihn nicht zu einem Familientreffen geschickt und er wäre mit heiler und blasser Haut wieder nach Hogwarts gekommen, keine Mistgöre hätte die Möglichkeit gehabt ihm die Haare zu ruinieren, kein angeheirateter Verwandter hätte den Drang verspürt ihn in einen Hasen zu verwandeln und keine Tante, die angeblich Professorin an Beauxbatons war, wäre auf die irrsinnige Idee gekommen alle Zaubersprüche auf einmal zu neutralisieren!

In diesem Fall war es nicht wirklich die Schuld seiner Tante, dass alles, aber auch alles schief ging, denn ihr dummes Balg begann im gleichen Moment zu kreischen, in dem Draco innerlich seinen Vater verfluchte und sich schon einmal mental auf seinen Tod vorbereitete, und somit die Zauberin von ihrem Vorhaben ablenkte und als Folge ihren Spruch nicht einmal ansatzweise zu Ende brachte.

Das Resultat war, dass Draco eine Woche lang nicht sprechen konnte und als er dann endlich seine Stimme wiedergewonnen hatte, diese alles andere als ein angenehmer Bariton war!

Einige Tage war seine Stimme so hoch, dass wenn immer er etwas sagte, das wertvolle Glas Sprünge bekam. Seine Mutter hatte ihm daraufhin verboten im Haus jemals etwas zu sagen, solange seine Stimme nicht wieder normal war.

Draco plapperte daraufhin den ganzen Tag wild drauf los, wütend über das Verhalten seiner Eltern, die zusammen mit Harry Potter an seiner ganzen Misere Schuld waren.

Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, hatte ein selbstdeklarierter Heiler behauptet, dass diese vier Zaubersprüche von den vier verschiedenen Personen seinen Körper anfällig für jede andere Magie gemacht hatten.

Ein weiterer Zauberspruch und die Folgen wären katastrophal für den geschundenen Körper.

Draco war es egal, was mit seinem Körper passieren würde. Das, was katastrophal war, war seine Frisur und er würde nicht freiwillig mit auberginegrünen Haaren und blutroten Augen durch die Zauberwelt laufen – allein schon, weil die Farben überhaupt nicht miteinander vereinbar waren! Mal davon abgesehen, dass sein gesamter Körper, nachdem er die widerliche und juckende Pellphase unter großem Stress überwunden hatte, nicht mehr knallrot, sondern braun war. Auberginegrün und blutrot und braun gehörten einfach nicht zusammen. Dagegen gab es bestimmt ein Gesetz! Und wenn es nicht im Gesetzbuch stand, so war es bestimmt ein Naturgesetz. Der Einzige, der freiwillig in so einer geschmacklosen Konstellation herumlaufen würde wäre Harry Potter, der laufende Alptraum der Modewelt.

Da allerdings der Friseur seines Vertrauens unfähig war eine Schere auch nur zu halten, musste er mit seiner Mutter einen Mugglefriseur aufsuchen. Sie verbot jedoch jegliche Form des Färbens, Tönens und er war definitiv nicht verzweifelt genug um die Haare eines anderen zu tragen!

Wie kamen diese dämlichen Muggle überhaupt auf die Idee, Haarteile von anderen Menschen zu verkaufen und zu tragen!

„So, Draco“, begann Blaise nun grinsend, nachdem er und Nott sich ausreichend über Dracos lächerliches Geheimnis amüsiert hatten, holte den sinnierenden Slytherin aus seinen Gedanken „Was ist während deiner Ferien passiert, dass du so auftauchst?“

Vincent, Gregory und Pansy nahmen etwas Abstand von Draco, gingen vorsorglich aus dem Weg.

Die Augenbraue des geschundenen Jungen zuckte gefährlich, ein Anzeichen dafür, dass Draco kurz vor dem Explodieren war, doch er steckte seinen Zauberstab ein, stemmte die Hände in die Hüften und sah seine Freunde einen nach dem anderen ernst an.

„Lasst mich euch einen Rat geben“, begann er, schien schon fast fürsorglich, was seinen Freunden definitiv Angst machte. „Geht nie unbewaffnet zu Familientreffen.“

Mit diesen Worten wandte sich Draco seinem Schrank zu, während die restlichen Insassen ihm mehr oder weniger eingeschüchterte Blicke zuwarfen.

Trotz seiner Sammlung von Kinderbüchern...


Draco war kein Slytherin für nichts.

Aus diesem Grund nutzte er seine Chance, als er bemerkte, dass die Gryffindor ihn nicht erkannten – das ihn keiner erkannte. In der ersten Schulwoche hatte er nicht nur die Heilige Dreieinigkeit, sondern so ziemlich jeden Schüler außerhalb von Slytherin hinters Licht geführt. Er befahl aus diesem Grund jedem Slytherin ihn ‚Damian’ zu nennen und ihn wie die Pest zu meiden – etwas, was jedem Slytherin leicht fiel, wenn er sich mit einem drohenden blutroten Blick aber strahlendem Lächeln konfrontiert sah.

Er ertrug sogar die ständige Präsenz von Gryffindor, die geschmacklose Einrichtung in deren Gemeinschaftsraum und deren Geschwafel über ‚Draco Malfoy’ und Slytherin allgemein.

Dämliche Gryffindor.

Sie hatten wirklich nichts Besseres zu tun, als alles stolz auszuplappern, was sie in den letzten Jahren in Hogwarts angestellt hatten.

Besonders diese drei Möchtegern-Weasley-Zwillinge-Epigone aus dem dritten Jahr, obwohl diese es scheinbar sehr lustig fanden, ihre kleinen Tricks an ihm auszuprobieren, Slytherin der er war, trotz ‚Freund’ der Trinität... oder gerade deshalb.

Manchmal fragte er sich, ob die drei insgeheim wussten, wer er war und so ihren Spaß mit ihm hatten... aber dieses Maß an Intelligenz traute er keinem Drittklässler zu.

Harry versicherte ihm immer wieder, dass die drei zu jedem so waren, wenn er mal wieder versuchte sich irgendetwas Klebriges von seiner Kleidung zu schrubben, trotz des Angebots von Granger es mit einem Zauberspruch zu versuchen. Er konnte von Glück reden, dass die Drillinge (und sie waren tatsächlich Drillinge) keine Zaubersprüche an ihm benutzten – er wollte wirklich nicht wissen, was der inkompetente selbstdeklarierte Heiler mit ‚katastrophal’ gemeint hatte. Obwohl – schlimmer als seine Frisur zu der Zeit war, konnte es nicht mehr werden.

In solchen Moment verspürte er manchmal sogar so etwas wie Sehnsucht nach seinen Freunden, die im Gemeinschaftsraum auf ihn warteten, um neue kleine Anekdoten über seinen Trip zur Gryffindor-Hölle zu hören. Sie überlegten sogar, ob sie ein Buch zusammenstellen sollten, um dieses für einiges Bares an Hogwartsschüler zu verscheuern – ein kleiner Nebenverdienst war immer gut.

Andererseits war Harry Potter an solchen Tagen sein Lichtblick.

Nicht, dass er etwas für den Dunkelhaarigen empfand, aber seine verzweifelten Blicke zu sehen, wenn er sie verließ und in die Kellergewölbe zurück kehrte; seine ständigen Versuche ihn unauffällig zu berühren und seine subtilen Andeutungen, die eindeutig suggerierten einen etwas privateren Platz aufzusuchen, gaben Draco ein unglaublich selbstgefälliges Gefühl der Befriedung. Natürlich missverstand er nicht ganz beiläufig die Absicht, die hinter Potters Aktionen stand, immer wieder, was den Gryffindor ziemlich fertig machte und vermutlich glauben ließ, dass er es entweder mit einem ahnungslosen, naiven Ignoranten oder einem Vollidioten zu tun hatte.

Draco hoffte ehrlich gesagt, dass Potter an Ersteres dachte.

Vollidiot war ihm zu sehr eine Beleidigung, als dass er diese, wenn auch nur mental in Betracht gezogen, entschuldigen könnte, geschweige denn wollte.

Granger, die ihm tatsächlich um einiges sympathischer wurde, beobachtete sie lediglich schmunzelnd, und probte ihren leider an Weasley vorbefliegenden Sarkasmus an eben jenem.

Er vermutete bereits, dass Granger wusste, wer er wirklich war. Aber da er noch nicht verhext, vergiftet, gelyncht, geteert und gefedert, kastriert, am lebendigen Leibe verbrannt, gesteinigt, gehäutet und gepfählt wurde, konnte er ziemlich selbstbewusst behaupten, dass sie niemanden davon erzählt hatte oder erzählen würde. Er verstand es nicht wirklich, aber scheinbar sah sie ihn nicht als ernste Bedrohung an (was ihn ehrlich gesagt etwas wurmte).

Seamus war ein Charmeur und spielte vermutlich für beide Teams, aber das war etwas, was die gesamte Schule bereits vermutete, weshalb der Ire nicht wirklich wichtig war, es sei denn er machte Draco Avancen und dieser musste alles tun, um nicht verbal seinen Abscheu deutlich zu machen. In solchen Fällen war Potter ziemlich praktisch, denn so sehr er ihn auch hasste, von einem Iren angesprungen zu werden war viel mehr eine Demütigung für Draco.

Zumindest Potter war berühmt und hatte einiges an Geld auf seinem Konto in Gringotts - soweit er wusste.

Ginny Weasley und ihre ziemlich große Oberweite waren ihm auch zu aufdringlich für seinen Geschmack. Wenigstens dort konnte er sich auf Weasley verlassen, dass er seine kleine Schwester von ihm fern hielt – wenn auch nicht unbedingt für Draco. Dean Thomas war da ebenfalls recht praktisch, ließ seiner Freundin jedoch zu viel Freilauf. Seiner Meinung nach müsste er die Leine etwas kürzer halten. Zumindest sollte er langsam mal eine kaufen und anlegen; wer wusste schon, wo der rothaarige Vamp sich demnächst rumtreiben würde?

Selbst Gerüchte wie „Draco Malfoy ist mit der Hauselfe durchgebrannt“, „Draco Malfoy transferierte nach Durmstrang“ und „Draco Malfoy begann seine Ausbildung als jüngster Todesser (als wüssten diese streberhaften Ravenclaw wovon sie sprachen)“ konnte er ertragen, nur weil er sich auf diesen einen Moment der Offenbarung wie ein kleines Kind gefreut hatte – was er nie öffentlich zugeben würde.
Innerhalb einer Woche hatte er letztendlich genug Material um halb Gryffindor suspendieren zu lassen und zudem die Liebe von Harry Potter – die unter den Gryffindor nicht ganz so geheim geblieben war, wie der Dunkelhaarige das am liebsten gehabt hätte. Draco hatte aus diesem Grund im Gemeinschaftsraum ein besonders großes Spektakel aus ihrer ‚Liebe’ gemacht.

Oh, Rache war etwas Süßes.

Am Ende des letzten Schultages der ersten Unterrichtswoche machte er eine Art Hobby daraus, die Szene des Tages in einer Endlosschleife vor seinem inneren Auge abspielen zu lassen.

Es war in DADA, was die ganze Sache noch um einiges besser machte und er hatte schadenfroh aus dem Augenwinkel bemerkt, dass die Gryffindor ihm wiederholt besorgte Blicke zu warfen, da er von den Malfoyanhängern umringt scheinbar schutzlos auf der Slytherinseite saß.

Granger war die Einzige, die leicht schmunzelte, während Potter und Weasley immer wieder leise miteinander flüsterten. Allein weil die Brünette ihre Freunde unvorbereitet ins Messer laufen ließ, verdiente sie zumindest etwas an... Respekt. Vermutlich war sie nur in Gryffindor, weil sie ein Schlammblut war – andererseits wäre sie mit dieser Einstellung definitiv in Slytherin gelandet.

Dann kam der Moment, kurz, schmerzlos und unglaublich befriedigend.

Professor Snape sprach ihn mit seinem Namen an.

Und ein Chaos brach auf der Gryffindorseite aus.

Während ihr Hauslehrer Gryffindor hundert Punkte für die Störung des Unterrichts abzog, beobachtete er mit einem seligen Lächeln, wie sich die Gefühlsregung der Trinität änderte.

Granger nickte zu sich selbst, schien lediglich in ihrer Annahme bestätigt. Irgendwie schaffte sie es sogar ziemlich selbstzufriedenen auszusehen, etwas, was Draco ein kleines bisschen bewunderte – dafür dass sie ein Gryffindor und Schlammblut war. Definitiv ein Slytherinkandidat.

Weasleys Gesicht drückte erst totale Verwirrung aus, dann wurde es blass, färbte sich danach schlagartig rot – vermutlich vor Ärger –, dann verengte er seine Augen zu schlitzen, ballte seine Hände zu Fäusten und sprang von seinem Platz auf, setzte vermutlich zu einer Verzweiflungsattacke an.

Doch Potter, der genauso rot wie sein Freund war, hielt diesen am Arm fest, zog ihn zurück auf seinen Platz und konnte Draco seitdem nie mehr in die Augen sehen beziehungsweise mied ihn wie die Pest, so oft er konnte.

Es war herrlich.

Und wann immer Draco Potter in den Gängen erspähte, machte er es sich zur Aufgabe, dem anderen einen Handkuss zu zuwerfen. Der Gryffindor sah ihn lediglich panisch an, stürzte dann mit rotem Gesicht an den Grünhaarigen vorbei.

Draco folgte ihm mit einem amüsierten Blick, während seine Freunde sich untereinander fragende Blicke zuwarfen.

Er hatte ihnen nichts davon erzählt, was Potter für ‚Damian’ empfand, das würde etwas zwischen den Gryffindor und ihm bleiben.

Eine Wochen später und alle Zaubersprüche verloren ihre Wirkung.

Doch die Gryffindor, die vorsichtig um ihn herumschlichen, nur um ihn nicht zu erzürnen, schienen nur noch ruhiger zu werden, da sie nun den offiziellen Beweis hatten, dass ‚Damian’ Draco Damian Lucius Malfoy war.

Das würde das beste Schuljahr werden, das er je in Hogwarts erlebt hatte.

Definitiv.

Ende

Wie kam es zu dieser FF?

Antwort hier:

(laaaaanger Ausschnitt aus dem Chat mit Yune und mir XD - Kann man lesen, wenn man Langeweile hat )

Moku: Und wie läuft es mit deiner FF? Die waren jetzt in Mexiko, oder?

Yune: Hm, ja, Blaise und Pansy folgen ihm nach Mexiko, erkennen ihn aber nicht weil er braungebrannt und dreckig ist.

Moku: ... ich stell mir das niedlich vor Ein dreckiger Draco. Dann sind seine Haare aber auch nicht mehr so schön platinblond ..

Du hast mich gerade auf die Idee eines One-shots gebracht. Irgendwann verklopp ich dich, das sag ich dir XD

Yune: Nicht hauen ;;

Moku: Na ja, wird vermutlich ein One-Shot (ich sollte aufhören, mir Illusionen zu machen XD) Das neue Schuljahr und alle denken, dass sie einen neuen Schüler haben, aber er wird nicht vorgestellt, wie normalerweise neue Schüler vorgestellt werden. Er ist braungebrannt, hat einen neuen Haarschnitt etc. aber das alles nicht freiwillig, sondern weil er lauter Unfälle in den Ferien hatte, die ihn dazu zwangen XD

Yune: LOOOOL Gefällt mir XD

Moku: Heh, das wird ein Spaß. So zum Beispiel, er ist am Strand eingeschlafen,

sein kleiner Cousin hat ihm irgendwas in die Haare geschmiert etc.

Yune: Das glaub ich. Ron könnt den neuen ja richtig sympathisch finden, wenn er ihn trifft

Moku: Daran habe ich auch gedacht, wann müssen die eigentlich die Roben anziehen?

Yune: Zum Unterricht?

Moku: Hab ich auch überlegt, weil man sie ja ständig in Roben sieht Oo

das beste wird, Dracos Freunde rennen ständig auf der Suche nach ihm an ihm vorbei (im Zug)

Yune: LOL

Moku: und er bemerkt das nicht einmal, weil immer wenn die vorbei kommen, er gerade was anderes macht. Hey, ich könnte die wirklich in ein Abteil stecken, die Gryffs und Draco.

Oh, Draco darf aber nicht sprechen Oo

Aber es gibt bestimmt irgendetwas, womit irgendjemand in seiner Familie herum experimentiert hat und er dadurch eine entweder extrem hohe oder extrem tiefe Stimme bekommt

Yune: LOL bitte nicht hoch XD

Moku: Stell dir vor, Draco spricht wie so ein Brummbär oder hoch ja XD

Yune: dann kann ihm auch einfach jemand in die Juwelen getreten haben XD

Moku: Autsch, nein!

Yune: Toll, und wenn dann irgendwann meine FF fertig ist und hochgestellt wird, heißt es, ich hätte bei dir die Idee geklaut, wenn die beiden Dray net erkennen. Er könnt doch heiser sein

Moku: Vielleicht kann er auch nicht sprechen, sein Vetter väterlicherseits hat ihn stumm gemacht oder so XD

Nah... davon sind sie im Inhalt unterschiedlich und ich sage, dass du mich dazu inspiriert hast, also wenn hier jemand klaut, dann bin ich das

Yune: klau nur ich freu mich auf die FF

Moku: Ja, die könnte ich sogar vor Weihnachten fertig haben, wird schließlich ein One-shot und ich sprudel hier gerade über vor Ideen

Yune: Ich bin deine Muse XD

Moku: Er nutzt es aus, dass die Gryffs ihn nicht erkennen. Wenn die dann über ihn lästern,... mein Gott. Ich bin hier gerade sehr, sehr, sehr gemein XD

Yune: Aber der Leser darf das auch noch nicht so bald erfahren

Moku: Nee, am Ende erst Sonst ist der Witz weg Das beste ist allerdings, dass er das nicht mal mit Absicht macht... oder geplant hatte... ist einfach so passiert

Yune: später sicher schon " Sobald er raus hat was schief läuft, nutzt dieser Teufel das doch sicher voll aus XD

Moku: Auffällig wird es allerdings, wenn er nicht einsortiert wird, weil er ja schon nach Slytherin gehört, aber na ja, das mach ich schon irgendwie

Yune: Das macht ihn nur noch geheimnisvoller XD

Moku: nee, da kann man spekulieren Krank oder Durmstrang... du GENIE!

Yune: hehe, Bitzy kann ihn ja erst mal dumm anmachen, bevor er weiß, was geht

Moku: Ich liebe es, Gerüchte in die Welt zu setzen!!!!!!!!

Ja klar, Draco ist nicht da. Woran kann es liegen? Oh mein Gott, da werden Gerüchte durch Hogwarts laufen, das sag ich dir

Yune: Er ist bei seiner Todesser-Ausbildung

Er ist Tod XD

Moku: Und das hatte ich von Anfang an geplant, dass die ihn so mafiamäßig in die Mangel nehmen bevor sie kapieren, wer das ist

Yune: Er ist mit dem Hausmädchen durchgebrannt

Moku: lol! Mit der Hauselfe!!!!

Yune: Oder dem Houseboy

Moku: Er ist tot. Es war der Gärtner!

Yune: Zwangsverschwulung y

Moku: Okay, ich lass ihn mit der Hauselfe durchbrennen

Yune: Oder das unwahrscheinlichste Gerücht: er gibt sich als anderer aus und verarscht halb Hogwarts

Moku: Genau!

Yune: Aber so blöd sind die ja net, ne?

Moku: Aber das wäre zu einfach dann weiß man ja, was los ist. Zumindest für den Leser

Yune: Stimmt... aber sobald du erwähnst, dass er nicht da ist, wird sich der Leser seinen Teil denken

Moku: oh ja Theoretisch könnte das reichen, nur weiß ich noch nicht ganz, wie ich einbaue, dass Dracos Veränderung durch Unfälle passiert ist. Vermutlich eine Erklärung von Draco selbst...

Yune: Wie willst das eigentlich nennen?

Moku: Der neue Schüler? Titel kommt zuletzt XD nee, Moment

Titel... Who the fuck is

XD

Alice, alice, who the fuck is alice

Yune: Ehrlich gesagt, find ich das ziemlich genial XD

Moku: Was, who the fuck is ?

Yune: Ja "

Moku: Eigentlich könnte man schon wieder Mitleid mit Draco haben, wenn's nicht so witzig wäre XD

Yune: Wieso? In der Schule ist er im Vorteil XD

Moku: Ich frag mich nur noch, wie ich das aufdecke...also erst mal wird es für die Gryffs klar, wenn er am Slytherintisch sitzt, also nicht unbedingt, dass er Malfoy ist, aber er hat ja da seinen angestammten Platz oder ja, wenn die anderen ihn überrascht ansehen, wie ein Neuling mal so ganz dreist...

ja, meine Fantasie läuft gerade wild XD

Yune: Lass es laufen, Darling

Moku: Und die Moral von der Geschicht’: besuche Familienfeste nicht

XD



Return to Top