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Ebonys Schuljahr in Hogwarts neigte sich dem Ende zu. Gestern hatte sie ihre letzte Prüfung hinter sich gebracht und heute freute sie sich auf ihre letzten zwei Potions Stunden.
Mit einem teuflischen Grinsen auf den Lippen ging sie langsam die Stufen zum Klassenraum hinunter. Sie setzte sich auf ihren Stammplatz in der ersten Reihe und wartete auf ihren ‚Lieblingslehrer’.
Kurz darauf betrat dieser mit wehenden Roben das Klassenzimmer und die Tür knallte ins Schloss. Noch währedn er auf dem Weg zu seinem Pult war, schmiss er den Schülern entgegen:
„Die Prüfungen mögen zwar vorbei sein, aber das heißt noch lange nicht, dass hier jetzt ein anderer Wind weht.“
‚Ich habe auch nicht vor auf einmal brav zu sein,’ dachte Ebony.
Noch während sie in Gedanken war fiel Snapes warnender Blick auf sie, was ihr Grinsen aber nicht verschwinden lies.
Mit langsamen Schritten kam er auf sie und stützte sich mit beiden Händen auf ihrem Tisch ab.
„Und bei Ihnen hoffe ich, dass sie sich in den letzten Tagen zu benehmen wissen, sonst wissen sie ja, was Ihnen blüht.“
„Was denkst du denn, warum ich das mach’? Du müsstest das mittlerweile eigentlich besser wissen. Nicht wahr, Schatz? Wie wär’s heut abend um acht?“ sagte sie mit einem forderndem Augenzwinkern.
Snapes tödlicher Blick hätte Death Valley zur Mittagszeit zum einfrieren gebracht.
„Wenn Sie unbedingt nachsitzen wollen, dann heute Abend um sechs bei mir im Büro,“ sagte er mit eisiger Stimme.
„Hey, so schnell hatte ich noch nie ein Date.“
„Nach heute Abend werden Sie sich wünschen, diesen Satz noch nie gesagt zu haben und jetzt halten sie gefälligst Ihr unverschähmtes Mundwerk oder ich muss nachhelfen.“
Snape ging ohne sie eines weiteren Blickes zu würdigen zum ‚normalen’ Unterricht über.
„Heute werdet Ihr Euch am Wolfsbane Potion versuchen, auch wenn ich stark bezweifle, dass auch nur ein annährend brauchbarer Trank dabei herauskommt.“
Nach einem kurzen Blick in Richtung Neville, bewegte er seinen Zauberstab und die Anweisungen erschienen auf der Tafel.
Alle Schüler folgten brav seinen Anweisungen und versuchten ihr möglichstes. Schlussendlich hatten Hermione und Ebony die am ehesten dem Original gleichenden Tränke. Als Snape wie immer am Ende der Stunde die Trankproben einsammelte, musste er zu seinem Bedauern feststellen, dass die zwei größten Nervensägen der Klasse die besten Tränke hatten, sagte aber nichts weiter dazu.
„Nun wenn ich mir die Ergebnisse so betrachte, fragte ich mich, was ihr in den letzten sieben Jahren hier gemacht habt. Aber ab sofort kann es mir egal sein. Ich hoffe so wenige von Euch wie möglich je wiedersehen zu müssen.“
‚Mich bist du noch nicht los,’ dachte Ebony grinsend.
„Raus,“ sagte Snape mit gefährlich leiser Stimme und wendete sich, die Klasse ignorierend, seinen Unterlagen zu.
Die meisten liesen sich das nicht zweimal sagen und verliesen so schnell sie konnten, den Raum. Ebony jedoch blieb einfach sitzen und schaute ihn erwartungsvoll an.
„Brauchen Sie eine Extraeinladung? Ich sagte ‚Raus’!“
„Ja und, ich bin ja nicht schwerhörig. Du hast es zwar gesagt, aber ich muss ja deinen Anweisungen nicht mehr folgen.“
„Wenn Sie nicht bei Filch nachsitzen wollen, sollten Sie jetzt besser rausgehen,“ warnte er sie.
„Also dann bis nachher, ich geh’ mich schon mal umziehen. Du stehst doch auf Strapse, oder?“
„Raus!“
Ebony wandte sich zum Gehen, schaute an der Tür noch einmal zurück und winkte ihm verführerisch zu.
„Bye-bye Schnucki! Ich geh’ nur schnell Viagra kaufen, dass du diese Nacht durchhältst.“
Nach diesen Worten verlies sie etwas schneller als gewöhnlich den Kerker.
Sie konnte noch hören, wie die Tür hinter ihr geräuschvoll ins Schloss fiel, gefolgt von einem lauten Krachen.
Einige Minuten nach sechs machte sich Ebony auf den Weg in den Kerker. Unter ihrer Robe verborgen trug sie kniehohe Schnürstiefel, halterlose Netzstrümpfe, Strapse, ein Korsett und Spitzenhandschuhe, alles natürlich in schwarz. In der Hand hielt sie, von den Falten ihrer Robe versteckt, ein Paar schwarze Plüschhandschellen.
Die Kerkertür öffnete sich ohne ihr Zutun und aus den Tiefen des Raumes ertönte Snapes Stimme.
„Haben Ihnen Ihre Eltern nie beigebracht, die Uhr zu lesen?“
Das Mädchen trat ein und stieß die Tür hinter sich zu.
„Können tue ich’s schon, aber ich hatt’ einfach keine Lust,“ antwortete sie kokett, ging auf ihn zu und lies während des Gehens ihre Robe langsam zu Boden gleiten.
Snape hob leicht überrascht eine Augenbraue.
„Ich sehe Sie haben schon einen neuen Job gefunden. Ich wüsste aber nicht, dass sich hier in unten ein Bordell befindet.“
„Alles nur für dich, Schatz.“
Sie schritt lasziv um den Schreibtisch herum, stellte sich neben Snape, beugte sich zu ihm hinunter und ohne großartig darüber nachzudenken, legte sie ihm von hinten ihre Hände auf die Schultern und flüsterte ihm ins rechte Ohr:
„Voulez-vous coucher avec moi…“
Sie legte eine kurze Pause ein und wechselte auf die andere Seite.
„ ... ce soir.“
Snape reagierte anders als sie erwartet hatte. Auf einmal schloss sich seine Hand um ihren linken Arm, er schmiss sie ohne groß zu zögern auf den Tisch, beugte sich über sie und hielt ihre Arme fest.
„Seien Sie vorsichtig mit dem was Sie sich wünschen,“ flüsterte er gefährlich.
„Wieso, wir wissen doch beide, worauf das hinauslaufen wird,“ antwortete sie leicht atemlos.
„Beim letzten Mal habe ich mir einfach genommen was ich wollte, dieses Mal werden wir dieses Spiel nicht spielen, du musst schon etwas dafür tun. Tanz für mich,“ warf ihr der Potions Master entgegen, lies sie los und ging einen Schritt zurück.
Ebony kletterte auf den Tisch, nach einem schnellen Zauberspruch erklang der Song „Dirrty“ von Christina Aguilera und sie begann sehr aufreizend dazu zu tanzen.
Sie beendete ihren Tanz indem sie vor ihm auf die Kniee sank und ihren Oberkörper zurücklehnte.
Snape hatte es sich derweil in seinem Stuhl bequem gemacht und meinte nur: „Komm her!“
Ebony tat (wenigstens einmal) wie ihr gehießen und setzte sich brav auf seinen Schoß.
„Tanz mit mir,“ schnurrte sie und lies die Musik zu „Do You Love Me“ aus Dirty Dancing wechseln.
Der Zaubertranklehrer hob skeptisch eine Augenbraue.
„Wohl eher nicht.“
Nach kurzer Zeit fügte er hinzu: „Was springt für mich dabei heraus?“
Der Blick der jungen Frau wanderte zu den Handschellen, die noch auf dem Tisch lagen, wo sie sie kurz zuvor hatte fallen lassen.
Snapes Blick folgte dem ihren und er hob eine fragende Augenbraue, worauf Ebony nur grinsend nickte. Ohne ein weiteres Wort stand er auf zog sie an sich.
Während sie mehr oder weniger unverfänglich tanzten, begann sie ihn genüsslich seiner Roben zu entledigen.
Nachdem er den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden hatte, versuchte auch er sein Gegenüber von dessen Klamotten zu befreien. Doch bereits das erste Kleidungsstück erwies sich als unüberwindbare Hürde: das Korsett. (A/N: Mission Impossible 4 – Das Korsett)
Gerade als er zu einem Zauberspruch ansetzte, hielt sie ihn zurück.
„Na na. So nich’, mein Lieber. Du willst doch deinen Spaß, oder? Wenn ja, dann keine Magie.“
Ohne irgendetwas zu sagen, drehte er sie um und warf sie vorwärts auf den Tisch, so dass er die Rückenschnürung nun problemlos öffnen konnte. Nach wenigen langen Minuten gelang es Snape schlussendlich seine Gespielin von dem nervenden Kleidungsstück zu befreien. Im selben Zug ergriff er die neben ihm liegenden Handschellen und fesselte seinem ahnungslosen Opfer die Hände auf den Rücken.
„Jetzt MUSST du tun was ich dir sage, du hast keine andere Wahl,“ raunte Snape ihr ins Ohr.
„Unter diesen Umständen, gerne.“
Mit einer schnellen Bewegung drehte er die Wehrlose um und küsste sie fordernd, während er sie beide mit einem schnellen Zauber von ihren restlichen Klamotten befreite.
„Ich wusste doch, dass du früher oder später darauf anspringst,“ sagte sie atmelos. „Lass’ uns richtig böse sein!“
Snape warf ihr einen tödlichen Blick zu und flüsterte genüsslich: „Silencio.“
Er schaute der jetzt doch etwas ängstlich dreinblickenden Ebony fest in die Augen und tat das, was er eigentlich schon den ganzen Abend vorgehabt hatte.
Im Morgengrauen verlies die noch-Schülerin das Büro, drehte sich in der Tür nochmals um und warf ihm zwei Worte entgegen:
„Wette gewonnen.“
Noch während sie dies sagte, zählte sie schon in Gedanken das Geld, was sie durch diese Wette mit den anderen Slytherins gewonnen hatte.
Von dem Potions Master vernahm sie nur noch ein Wort:
„Rache.“