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Author of 9 Stories |
Alle Personen und Handlungsteile aus 'Harry Potter' gehören Ms Rowling., alle originalen Charaktere gehören Hebe GB, ich bin nur für die deutsche Fassung verantwortlich.
Leliha
Kapitel 30
AN: Dieses Kapitel enthält eine Szene mit sexueller Gewalt. Sie entspricht dem Charakter des Übeltäters und ist für die Handlung wichtig. Sie soll schockieren, aber es liegt nicht in der Absicht der Autorin, dieses Geschehen zu banalisieren oder jemanden vor den Kopf zu stoßen. Wen das Thema abstößt, sollte bitte den letzten Teil der Geschichte nicht lesen. Mittels einer PM könnt ihr Informationen über den groben Handlungsverlauf erhalten.
Severus konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal so tief und fest geschlafen hatte. Erschöpft durch die Zeit, die er in Miss Grangers Geist verbracht hatte, ermattet durch den Zaubertrank und Sex, hätte er schwören können, in der gleichen Position aufgewacht zu sein, in der er eingeschlafen war. Mit einer deutlichen Ausnahme: Ellen war nicht neben ihm.
Er hob den Kopf vom Kissen, horchte auf die charakteristischen Geräusche von ihr im Badezimmer, konnte aber nichts hören. Sein Kopf fühlte sich schwer an, eine unvermeidbare Nebenwirkung von lang andauernder Legilimentik, und er ließ ihn wieder in die bequeme Lage zurückfallen, erlaubte sich ein paar weitere Minuten des Vor-sich-hin-Dösens.
Als sie nach etwa zehn Minuten immer noch nicht ins Bett zurückgekommen war, überkam ihn deutliche Besorgnis und er zauberte sich schnell seinen Morgenmantel herbei. Seine Erleichterung, als er sie am Wohnzimmerfenster stehen sah, wurde getrübt durch die Beobachtung, wie sie hastig Tränenspuren aus ihrem Gesicht wischte, bevor sie sich umdrehte und ihn begrüßte.
„Ich dachte, du würdest noch ein paar Stunden schlafen. Es ist noch sehr früh, du solltest dich noch ausruhen, du warst erschöpft“, sagte sie leise, während sie auf ihn zuging und ihm den Arm hin hielt, als wollte sie ihn zurück ins Bett führen.
„Warum weinst du?“
„Ich weine nicht.“
„Semantische Spitzfindigkeiten, Ellen. Warum hast du geweint?“
„Ach… das sind nur die Hormone.“
„Diesmal nicht“, entgegnete er bestimmt, während er den Weg ins Schlafzimmer blockierte, „keine vagen Ausflüchte, die Wahrheit, bitte.“
„Severus, hör auf. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, sich um meine Spinnereien zu kümmern, du hast immer noch Kopfschmerzen, stimmt’s?“ lächelte sie in sanfter Besorgnis, seinen Blick vermeidend.
„Willst du, dass es mir besser geht?“
„Natürlich“, erwiderte sie kurzangebunden, ärgerlich darüber, dass er selbst solche Kleinigkeiten in Frage stellte.
„Dann sag mir die Wahrheit … und lass mich nicht danach suchen.“
„Das würdest du nicht wagen!“ Sie funkelte ihn wütend an.
Blitzschnell packte er ihr Handgelenk und zog sie hinter sich her zum Fenster, drehte sie herum, so dass sie vor ihm stand. Er umfasste sie mit seinen Armen und neigte den Kopf, um ihr ins Ohr zu sprechen.
„Es ist noch zu dunkel, als dass man draußen etwas erkennen könnte. Die großartige Aussicht war es also nicht, was dich zu Tränen gerührt hat.“
Er hob ihr Kinn, so dass sie ihrer beider Spiegelbild in den Butzenscheiben sehen konnte.
„Du kannst nur dich selbst gesehen haben. Fenster sind ein Mittel zur Selbstbetrachtung, Ellen. Was hast du gesehen, das dich so aufgeregt hat?“
„Severus, bitte… ich weiß es zu schätzen, dass du dir Sorgen machst, aber ich bin müde, lass uns einfach zurück ins Bett gehen.“
„Ich mache mir keine Sorgen… ich bin wütend.“
„Wütend?“ Ellen drehte sich in seinen Armen um und sah ihn an, Angst in den Augen.
„Ja, wütend. Du hast wieder Geheimnisse vor mir.“
„Habe ich nicht.“
„Dann die Wahrheit, bitte, Ellen. Warum bist aus dem Bett geschlüpft um still vor dich hin zu weinen?“
Resigniert senkte sie den Blick und drehte sich wieder zum Fenster um, prägte sich das Gefühl seiner Arme ein, voller Angst, dass ihr Geständnis ihn entfremden würde.
„Ich erkenne sie nicht“, flüsterte sie, auf ihr Spiegelbild starrend.
„Wie meinst du das?“
„Ich kann mich nicht sehen. Ich sehe das, was ich geworden bin. Ich sehe Ellen Snape, aber ich bin nicht sicher, dass sie real ist, dass das, was ich sehe, ich bin.“
Severus runzelte verwirrt die Stirn und verkniff sich die Versuchung, eine vernünftigere Antwort zu verlangen.
„Letzte Nacht hast du mich genommen, mein Nachthemd zerrissen, hast meinen Widerstand einfach ignoriert und mich ganz schnell davon überzeugt, dass ich es auch brauchte. Warum hast du diese Macht über mich? Ich sollte Angst vor dir haben, ich sollte dich hassen, weil du mich erinnerst an…“
„Ich bin nicht er, Ellen… Meine Beweggründe sind ganz andere.“
„Ich weiß!“ Sie machte sich los, „und dennoch – ich habe mir geschworen, dass kein Mann jemals wieder eine solche Art von Macht über mich haben wird. Dass ich nie mehr in einer solchen Lage sein werde.“
„Wovon, zum Teufel, sprichst du?“
„Ich glaube nicht, dass ich es kann.“
„Dass du was kannst?“
Sie fing an, auf und ab zu gehen. „Das hier… ich war auf all das nicht vorbereitet… diese… diese Zauberei… von Psychopathen und beinahe Sterben ganz zu schweigen… und dann… du und…das hier… wieder Mutter zu sein.“
Sie blieb etwas von ihm entfernt stehen, mit hängendem Kopf, und ihre Hände strichen sanft über ihren dicken Bauch.
Severus schickte ein stilles Dankgebet zu Molly Weasley und ging zu ihr, zog sie an sich, legte seine Hände auf die ihren.
„Und wieder einmal sagt dein Körper etwas anderes. Du bist die schönste werdende Mutter, die ich je gesehen habe.“
„Ich bin völlig durcheinander, Severus. Ich bin mit den Nerven am Ende und weiß nicht, wo vorne und hinten ist. Ich habe gelernt, dass ich zaubern kann, habe einen Mann geheiratet, den ich kaum kannte, habe erfahren, dass meine Mutter lebt, mich aber verlassen hat aus Gründen so edel, wie ich es nie für möglich gehalten hätte, und trotzdem finde ich es schwer, zu vergeben. Mein Sohn… meine Familie wurde ermordet wegen einer magischen Fehde, die mich bis heute verfolgt und es knapp verfehlt hat, mich zu Tode zu foltern… und das lächerliche, völlig lächerliche Ding ist, dass ich gestern so verletzt war durch den Gedanken, dass du von mir enttäuscht sein könntest.“
„Schschschsch“, flüsterte er in ihr Haar.
„Warum musst du mir so viel bedeuten, Severus?“ fing sie an zu schluchzen. „Ich habe es irgendwie geschafft, einen Tag nach dem anderen. Keine Hoffnung viel weiter als bis morgen, aber jetzt haben wir das“, sie rieb ihren Bauch an ihm, „und ich will es. Ich will das Happy End, aber gleichzeitig fühle ich, als würde mich die Vergangenheit vergiften, mich ersticken… ich fühle mich schwach und elend und… ich kann nicht atmen. Lieber Gott, ich will es dir nicht kaputtmachen.“
Es war unangebracht und unpassend, aber er konnte das tiefe, grummelnde Glucksen nicht kontrollieren, das seinen Lippen entwich. Selbst mit dem verletzten und erschrockenen Ausdruck auf ihrem Gesicht brauchte er eine Weile, bis er sich unter Kontrolle hatte.
„Ich habe mir Ausreden einfallen lassen, damit ich nachts Kontrollgänge auf den Fluren machen konnte… weil ich nicht schlafen konnte. Ich habe oft wach gelegen und mit den Handlungen und Entscheidungen meiner Vergangenheit gehadert. Mich gefragt, wie zum Teufel ich sie mit meiner Gegenwart und Zukunft in Einklang bringen könnte, ohne es für dich kaputt zu machen.“
„Wirklich?“
„Es scheint, als hätten wir wieder einmal unnötig alleine gekämpft. Ich dachte, wir wären intelligent, aber es sieht aus, als seien wir nicht in der Lage, aus dem wiederholt gemachten Fehler zu lernen. Für das Kind scheint es wenig Hoffnung zu geben, ich fürchte, es wird ein Hohlkopf.“
Sie lachte kurz und sah ihn durch feuchte Wimpern hindurch an.
„Siehst du, ich habe dir gesagt, dass es nur an den Hormonen liegt“, versuchte sie zu scherzen, bevor sie leise fragte: „Wir können das tun, oder?“
„Ich denke, dass es genau darum geht, Ellen. Jeder für sich alleine sind wir angeschlagen, aber unsere Verbindung gibt uns die Kraft, die keiner von uns zuvor gekannt hat…. Und mich schaudert, wenn ich das sage und ich spüre, wie Albus zwinkert und mir über die Schulter schaut… aber wir werden jetzt geliebt. Ich denke, dass es jetzt für uns beide an der Zeit ist, zu versuchen, die Vergangenheit loszulassen und nach vorne zu sehen.“
Beim Aufwachen entdeckte Minerva ihn wieder auf ihrer Bettkante sitzend.
„Ich nehme an, dass du also nicht nur ein Teil meiner Fantasie bist“, schniefte sie.
„Nein, Liebling.“
„Liebling? Wieso denkst du, dass du noch das Recht hast, mich so zu nennen?“
„Ich fühle einfach so. Es besteht hier kein Grund, seine Gefühle zu verstecken, alles ist bekannt, nichts wird verurteilt.“
„Dann weißt du, dass ich dich gehasst habe, weil du so vorschnell und gedankenlos warst und mich verlassen hast.“
„Du hast mich nie gehasst, Minerva, du warst verletzt und enttäuscht, aber du fühlst keinen Hass in dir.“
„Sei dir da mal nicht so sicher… ich würde mit Freuden das widerliche Ungeziefer zerdrücken, das Elenas Leben ruiniert hat.“
„Elenas Leben fängt erst an und ist alles andere als ruiniert.“
„Dir gefällt also Severus Snape?“
„Auf jeden Fall. Er liebt sie, unterstützt sie und fordert sie, wenn nötig, heraus. Was könnten wir mehr erwarten?“
„Vielleicht eine weniger widersprüchliche Alternative, eine weniger gefährliche?“
„Das wäre nicht Elenas Wahl gewesen.“
„Sie hatte keine Wahl.“
„Es gibt immer eine Wahl, manchmal sieht es nur nicht danach aus.“
Minerva seufzte tief und schob sich in eine sitzende Position.
„Wie lange habe ich noch?“
„Ein paar Wochen.“
„Kann ich mein Enkelkind noch halten?“
„Nein, Liebling.“
Der Atem stockte ihr und sie versuchte, gegen die Tränen anzuschlucken, die ihre Augen überfluteten.
„Warum, Gabriel? Womit nur habe ich das verdient?“
„Minerva, du wirst die Möglichkeit haben, Elena die wahrhaftigste Bedeutung von Liebe zu zeigen. Nur wenige sind mit dieser Möglichkeit gesegnet. Ich werde bei dir sein, wenn die Zeit kommt, du wirst nicht allein sein.“
„Ich will sie nicht verlassen“, flüsterte sie verzweifelt.
„Wir sind mit ihrer Existenz verwoben, wir sind immer bei ihr.“
„Kann ich sie warnen?“
„Es wird ihr nicht helfen, wenn du es tust.“
Auf einmal fühlte eine größere Erschöpfung als sie sich erinnern konnte in letzter Zeit verspürt zu haben, sie legte sich zurück in die Kissen.
„Bleibst du noch etwas bei mir, Gabriel?“
„Ich habe es dir für die Ewigkeit versprochen, Minerva, und ich meinte es wirklich.“
Harry war fast die ganze Nacht mit Ron wachgeblieben. Hermine war kurz aufgewacht, als Molly nach ihr gesehen hatte und hatte nach ihm gefragt, aber als er an ihr Bett gerannt kam, war sie schon wieder eingeschlafen. Da er ihr nächstes Aufwachen nicht verpassen wollte, hatten Harry und George ihn unterhalten und ihn mit Georges neuem Tränkeexperiment versorgt: Weasleys Aufpeptrank.
‚Genug vom Leben trüb und grau,
Kauf Aufpeptrank heut, das macht Radau.‘
„An dem Slogan musst du noch arbeiten“, lachte Harry.
„Was sind die Nebenwirkungen davon“, fragte Ron besorgt und fing an, in seinem Stuhl herum zu rutschen.
„Wieso?“ fragte George abwesend, während er die Seiten der Hexenwoche überflog.
„Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es Hermine gefallen wird, wenn ich sie so aufwecke“, schrie er und stand unvermittelt auf, wodurch die Spitze seiner eindrucksvollen Erektion das Schachbrett umwarf.
„Meine Güte, Ron, damit könntest du jemandem das Auge ausstechen“, kicherte Harry.
„Mach was!“ schrie Ron in Panik und versuchte, ihn herunterzudrücken.
George hatte eine Kamera herbeigezaubert mit der Begründung, dass er ein Foto für die weitere Forschung und Entwicklung brauche.
„Was ist los?“ fragte eine müde und verwirrte Hermine.
Ron drehte ihr den Rücken zu, sie merkte also nicht, wie er zu George und Harry tonlos die Worte formte ‚zum Teufel noch mal, helft mir‘, bevor er sich ein Kissen vom Bettende schnappte, es sich in den Schritt presste und sich gleichzeitig neben sie setzte.
„Mine. Du bist wach. Wie fühlst du dich? Kann ich dir irgendetwas bringen?“
Sie hatte noch Mühe, wach zu bleiben und das Gesicht, das sie gleichzeitig fürchtete und liebte, verschwamm immer wieder vor ihren Augen.
„Was ist mit deiner Stimme passiert?“ erkundigte sie sich benommen. „Du quiekst ja so rum.“
Ron schloss die Augen und holte tief Luft, zwang sich in eine tiefere Stimmlage, während Harry hinter ihm sich ein Lachen zu verkneifen suchte.
„Es ist nichts, Mine. Es war ein bisschen schwer, darauf zu warten, dass du wach wirst.“
Harry konnte sich nicht mehr halten, er platzte heraus und hielt sich an George fest.
„Ist das Harry? Wer ist sonst noch da? Was ist los?“
Ron drehte sich um und bedachte die beiden mit einem derartigen Drohblick, dass seine Mutter stolz auf ihn gewesen wäre. Harry sank sichtlich in sich zusammen und Georges Grinsen erstarb.
„Schon gut, Herm, es sind nur ich und Harry. Wir haben Ron Gesellschaft geleistet, während du Dornröschen gespielt hast. Er steht ein bisschen unter Druck, deshalb gehen wir jetzt und sehen mal, was wir tun können, damit er sich wieder entspannt.“
„Danke“, zischte Ron mit zusammengebissenen Zähnen und fügte ein tonloses ‚beeilt euch!‘ hinzu, als sie aus der Tür gingen.
Harry kicherte noch immer vor sich hin, als er zum Haupttor des Schlosses kam. Filch wartete auf ihn, Mrs. Norris in einem Arm, mit dem anderen einen sehr betrunkenen Draco Malfoy stützend.
„Ihr zwei Tunichtgute glaubt wohl, ihr könnt euch hier alles erlauben. Kommt, wann ihr wollt, gebt entweder den Auroren die Schuld oder holt euch die Erlaubnis vom Patenonkel. Ihr kotzt mich an… seht, wie ihr miteinander klar kommt. Du, Potter … sieh zu, dass er zurück in die Kerker kommt zu seiner Meute.“
Er schubste Draco zu Harry und ging vor sich hin brummelnd zurück ins Schloss.
„Brauch…deine Hilfe“, nuschelte Draco und stolperte über die unterste Stufe, so dass er der Länge nach auf den Granit gefallen wäre, wenn Harrys Kissenzauber ihn nicht aufgefangen hätte.
„Bist du dir da sicher?“ lachte Harry, als er ihn wieder aufrecht hinstellte.
Draco machte sich los, seufzte dramatisch und ließ sich auf die oberste Stufe fallen.
„Ich hab… Dextra … wü…wütend gemacht.“
„Ich weiß.“
„Su…erst…hat sie…mich…wütend gemacht.“
„Das habe ich vermutet, aber sie konnte ja deine Geschichte nicht kennen, Malfoy. Du hast dich daneben benommen.“
„Ich weiß. Hab ‚ne Eule geschickt…kam zurück.“
Er fiel auf die Seite und betrachtete interessiert Harrys Füße.
„Du hast ihr mitten in der Nacht eine Eule geschickt?“
„Ja…‘s tat mir leid.“
„Ich nehme an, sie will, dass du dich persönlich entschuldigst. So hab ich ihr das jedenfalls gesagt.“
„Was gesagt?“ Dracos Kopf schoss in die Höhe und der plötzliche Positionswechsel ließ ihn eine halbe Flasche halbverdauten Ogdens Feuerwhisky über Harrys neue Stiefel spucken.
„Ich habe gesagt, dass du dich bei Dextra entschuldigst, sobald wir bei den Schustern in der Winkelgasse waren.“
„O“, schaffte Draco gerade noch, bevor er seine Augen verdrehte und ohnmächtig wurde. Harry überlegte, wie er wohl mit nur einer Augenbraue aussehen würde, dann sprach er einen Schwebezauber und bugsierte ihn durch die Eingangstür.
Warnung: Weiterlesen nicht für Leute mit schwachen Nerven (s. Warnung zu diesem Kapitel)
Es war ein leichtes gewesen, die Mitbewohnerin durch einen Imperiuszauber dazu zu bringen, den mit einem Disillusionierungsspruch getarnten Xanthos mit in die Wohnung kommen zu lassen. Glücklicherweise war es schon spät, als sie zurückkehrte, und so musste er nur eine Stunde Warterei unter ihrem Bett ertragen und seine Kontrolle über sie aufrecht erhalten. Dextra klagte ihr ängstlich ihr Leid seinetwegen und schließlich ließ er Madeline Kopfschmerzen vortäuschen. Es zu erdulden, dass die Übelkeit erregend freundliche Dextra ihr eine warme Milch machte, einen Zaubertrank brachte und ihr einen erholsamen Schlaf wünschte, war fast unerträglich gewesen und er hatte sehr mit sich gekämpft, um sie nicht alle beide in die Luft zu jagen. Ein schnelles obliviate und den Schmerztrank gegen Traumlosen Schlaf ausgetauscht und Madeline würde ihn nicht weiter belästigen. Er wollte sich nicht den Spaß dadurch verderben lassen, dass er just in dem Moment entdeckt wurde, wenn er anfing Dextra zu quälen und vermutete, dass das über-gewissenhafte Mädchen nachsehen würde, ob es ihrer Mitbewohnerin gut ging, wenn sie aufwachte. Zweimal hatte sie das getan. Beim dritten Mal war er in ihre Träume eingedrungen und hatte ihr von der Tür aus zugeflüstert, was er alles mit ihr anstellen wollte. Sie hatte nur an Madelines Tür gelauscht und ihm kaum die Zeit gelassen, ihre Decke in ein Taschentuch und sich selbst in ihre Decke zu verwandeln.
Er hatte weniger als fünf Minuten gebraucht, ihre Schutzzauber zu beherrschen, so dass er die Wohnung verlassen konnte. Er hatte alle Spuren seiner Gegenwart beseitigt, die Decke zurückgelegt, sich ihren bewusstlosen Körper über die Schulter geworfen, war aus der Wohnung geschlichen und von der öffentlichen Stelle aus zu Praigors Wohnung appariert. Dort hatte er sie geknebelt, ihre Fußgelenke hinter ihrem Rücken mit ihren Handgelenken verbunden und sie in dieser schrecklichen, gespannten Haltung in der Mitte des Wohnzimmers zurückgelassen, während er sich ein paar Stunden aufs Ohr legte. Er wollte erholt sein, wenn der Spaß anfing.
So kehrte er drei Stunden später dahin zurück, wo sie lag, mittlerweile bei Bewusstsein. Ihre ängstlichen Augen blinzelten schnell, um die Tränen zurückzuhalten, die ihr die Nase verstopften und das Atmen, durch die angespannte Körperhaltung sowieso schon schmerhaft flach, zusätzlich erschwerten.
„Hallo, Dextra“, lächelte er und hockte sich neben sie.
Sie fing an zu hyperventilieren, seltsame gutturale Laute entrangen sich ihrer Kehle, als sie um Atem kämpfte. Er lächelte und wartete, bis ihr die Augenlieder begannen zuzufallen, bevor er sie wiederbelebte und von Fesseln und Knebel befreite. Sie schrie auf vor Schmerzen, als sie versuchte, sich auszustrecken, ihre Arme schafften es nicht rechtzeitig, ihn abzuwehren, als er sich vorbeugte und ihr Schlafanzugoberteil aufknöpfte. Augenblicke später kehrte das Gefühl in ihre Beine zurück und sie trat so heftig aus, wie sie konnte und schrie ihn an, sie in Ruhe zu lassen. Aber er drückte sie fast mühelos mit seinem 1.80m-Körper zu Boden, sein Unterarm lag über ihrer Kehle.
„Also, ich habe nicht so viel Zeit wie ich gerne hätte um dich zu genießen. Schrei so viel du willst, das gefällt mir ganz gut“, sagte er höhnisch, während er seine Zunge in ihr Ohr steckte und seine Hand in ihre Schlafanzughose, wo er versuchte, zwischen ihre Oberschenkel zu kommen und diese auseinanderzudrücken. Aber das entsetzte Mädchen kämpfte mit aller Kraft und drückte ihre Beine fest zusammen.“
„Gutes Mädchen. Leiste mir Gegenwehr. Das mag ich umso mehr.“
Sein Arm blieb auf ihren Hals gepresst, bis er sich hingekniet hatte; dann nahm er seine Hand weg, schob sie unter ihr Becken und drehte sie mit einer heftigen Bewegung herum, so dass sie bäuchlings auf dem Boden landete. Bevor sie einen klaren Gedanken fassen konnte, hatte er mit einem Arm ihr Hinterteil hochgezogen und mit dem anderen eine Handvoll ihres Haares gepackt und ihren Kopf zu sich hin gezerrt. Sie schrie in höchstem Schrecken auf, war sich plötzlich des drohenden Horrors bewusst, versuchte ihre Knie zu bewegen, half ihm dadurch aber nur, ihr die Schlafanzughose herunter zu ziehen.
Er drang mit einem harten Stoß in sie ein, so dass sie mit einem schmerzerfüllten Schrei die Luft ausstieß. Der brennende Schmerz stach in ihre Mitte und nahm mit jedem grotesken Stoß weiter zu, während er ihr ins Ohr keuchte und sie lobte, wie eng sie doch sei, bevor er einen Dunklen Zauberspruch aufzusagen begann. Sobald sie wieder zu Atem gekommen war, bettelte sie ihn wieder und wieder an, doch aufzuhören, mit jedem Schrei wurde ihre Stimme rauer. Aber er war erbarmungslos, deklamierte den Spruch, zog an ihrem Haar und stieß fester, heftiger und tiefer zu, bis er sich zitternd in sie ergoss. Sofort ließ er sie los, rollte sich in eine sitzende Position und trat sie heftig zur Seite.
Sie versuchte sich zusammenzurollen, aber eine heftige Welle des Ekels ließ sie sich unter Brechreiz verkrampfen, sie erbrach sich auf die dunklen Dielenbretter. Ihr Kopf fiel zurück auf das Holz und sie lag in ihrem eigen Erbrochenen und beobachtete in andauerndem Schrecken, wie er sich ihr jungfäuliches Blut abwischte, es ableckte und den Spruch beendete, den er während der gesamten Vergewaltigung gesprochen hatte.
„Kriech hierher“, knurrte er.
Panik überkam sie erneut, als ihre Arme und Beine sich automatisch bewegten. Sie kämpfte gegen sie an, aber dennoch bewegte sie sich unkontrolliert auf sein bestialisches Grinsen zu.
„Gutes Mädchen. Also, du wirst nichts tun und nichts sagen, zu niemandem, was einen Hinweis dafür geben könnte, was heute Nacht hier passiert ist. Du wirst zugegeben, dass du freiwillig mit Kraimer ins Bett gegangen bist und dich jetzt schuldig fühlst, weil er deine Gefühle für ihn nicht erwidert. Du wirst der Missbrauchabteilung Bescheid geben, dass du nicht mehr zu ihnen zurückkehren willst und wirst Tom darum bitten, dass er dir deinen Posten bei den Auroren zurückgibt. Du wirst nicht in der Lage sein, etwas zu sagen oder zu tun, was in irgendeiner Weise zur Gefangennahme oder zum Schaden an Xanthos Malfoy führen könnte, verstanden?“
Sie mühte sich um Kontrolle, aber ihr Kopf nickte und ihre Lippen bildeten die Worte: „Ja, Kraimer.“
Er trat gegen ihre Arme, so dass sie fast auf ihr Gesicht fiel und lachte, während er aufstand, sich säuberte und wieder anzog, bevor er den Boden und dann sie sauber machte. Sie fühlte, wie Einzelteile ihrer Selbstkontrolle zurückkehrten und stellte sich wackelig auf die Füße, zog sich die Schlafanzughose hoch und knöpfte die Jacke zu, dann schlang sie die Arme schützend um sich.
„Warum“, fragte sie mühsam, ihre heisere, leise Stimme mehr als mitleiderregend.
„Du bist auserwählt. Der Dunkle Lord hat dich zum Instrument seiner Rache auserkoren. Ich dachte, ich hätte bereits eines gesichert, aber jetzt sehe ich, dass ich Mühe hätte, es wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ich dachte erst, ich würde dich nur entjungfern, weil es mir Spaß macht, aber dann fielen mir die Feinde meines Meisters ein und ich erinnerte mich an die alten Verbindungszauber. Du bist jetzt durch Blutmagie mit mir verbunden, durch das Jungfrauenblut, das ich dir entrissen habe. Du würdest alles für mich tun, Dextra, du wirst nichts tun können, was mich verrät und du wirst helfen, die auszulöschen, die den Dunklen Lord verraten haben.“
„Nein! Ich werde kämpfen“, zwang sie sich zu sagen, ihr Gesicht angespannt vor verzweifelter Konzentration.
„Du kannst es nicht. Schon jetzt gewinnt die Magie mehr und mehr die Kontrolle über dich… sieh her…“
Er ließ sie zu sich kommen, ließ ihren Arm an sich entlang streichen, ließ sie seine Genitalien in die Hand nehmen, einen Ausdruck reinster Verführung auf ihrem Gesicht. Triumphierend lachte er, löste seine Konzentration und schob sie weg.
„Ich kann dich dazu bringen, alles zu sagen oder zu tun, Dextra.“
„Harry wird…“
„Potter wird nur erfahren, was ich will, dass er erfährt. Das ist uralte Magie, Dextra, sie wird von den modernen Sensoren für Dunkle Magie nur schwer erkannt… niemand wird wissen, dass du unter meinem Einfluss stehst und, ich werde vierundzwanzig Stunden am Tag in deinem Geist sein, ich werde dein Geist werden, schon jetzt verschwindet das, was du bist, um seine wertlose, schwächliche Existenz zu schützen. In einer Stunde wirst du, auch wenn ich nicht da bin, aufwachen, wenn ich es sage, essen, wenn ich es sage, reden, wenn ich es sage und scheißen, wenn ich es sage.“
„BITTE!....“ schrie sie verzweifelt.
„Dich töten? Natürlich, meine Liebe, sobald du deinen Zweck erfüllt hast. Da wir gerade davon reden… Accio Zaubertrank.“
Eine dunkelrote, schwere Glasphiole schwebte aus einem anderen Zimmer herein. Er fasste sie aus der Luft und gab sie ihr mit der wortlosen Instruktion, sie auszutrinken.
Ihre Hand zitterte, als sie mit sich kämpfte, entschlossen, nicht zu trinken. Xanthos beobachtete sie, zunächst amüsiert, dann zunehmend wütend. Er drang heftiger in ihren Geist ein, drehte ungeduldig den Verschluss der Phiole auf, goss den Inhalt der Phiole gewaltsam in ihren Mund und zwang sie, alles auf einmal zu schlucken. Sie hustete und spuckte, als das bittere Gebräu ihre Geschmacksnerven attackierte und alles verbrühte, als es durch ihre Speiseröhre in den Magen floss. Sie krümmte sich und hielt sich den Bauch, keuchte, während der Schmerz zu einem Höhepunkt anstieg, um dann zu einem unbestimmten Brennen zu verebben.
Er wartete, bis sie wieder gerade stehen konnte, dann apparierte er mit ihr in ihr Treppenhaus und bedeutete ihr, mit ihm in ihre Wohnung zu gehen. Er spürte nur geringen Widerstand von ihrem Geist, als sie zurück in ihr Schlafzimmer gingen und war von Triumph erfüllt. Jetzt konnte nichts mehr schiefgehen. Er hatte das Risiko der Entdeckung durch Dalrimple und Potter aus dem Weg geräumt und sich eine narrensichere Waffe geschaffen. In ein paar Wochen würde es vorbei sein.
Bald würde es dämmern, aber noch war es stockfinster, deshalb brachte sie ihre Nachttischlampe zum Leuchten, bevor sie ins Bett stieg, so wie er es vorgeschlagen hatte. Er verließ sie und schlüpfte aus dem Gebäude, positionierte sich unter der Straßenlampe gegenüber ihrem Schlafzimmerfenster.
Um seine Macht zu zeigen, brachte er sich mühelos in Verbindung zu ihrem zerbrechlichen Geist. „Es gibt kein du mehr, nur noch mich, denke daran, Dextra. Jetzt mach das Licht aus und schlafe, du langweilst mich.“
Er grinste höhnisch und ging, als das Licht in ihrem Fenster verlosch, in dem kalten Nieselregen davon.
Alleine in der Dunkelheit waren Dextras letzte, verzweifelte Gedanken, bevor ihr das Bewusstsein schwand, von Furcht und Schrecken erfüllt und von der Gewissheit, dass niemand sie würde retten können.