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Die Nachricht
Author:
Naheniel PM
Ein kleines Mädchen verschwindet spurlos und alles was zurück bleibt ist eine seltsame Nachricht auf einem kleinen Zettel. Was stieß dem Kind nach seinem Verschwinden zu? Und wie hängt dies mit Lillys eigener Geschichte zusammen? Ein wenig L/S
Rated: Fiction T - German - Tragedy/Crime - Chapters: 4 - Words: 4,391 - Favs: 1 - Updated: 02-27-09 - Published: 02-14-09 - id: 4861664
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Hallo, dies ist die Übersetzung der Geschichte "The Message". Die Kapitelaufteilung wird ein wenig verändert sein aber alles andere habe ich so belassen wie es war.

Über Feedback würde ich mich natürlich wie immer freuen ;)

Und ein liebes Dankeschön geht an Sapphira Elayne, die mir bei dem Ausarbeiten dieser Geschichte geholfen hat!

Viel spaß beim Lesen!


14. Oktober 1988

„Tschüss Papa!" rief das etwa elfjährige Mädchen als es von ihrem Haus in Richtung der Straße rannte, das lange blonde Haar im Wind wehend. Da es bereits Oktober war und recht kühl, trug das Mädchen einen dunkelblauen Mantel mit dazu passenden Handschuhen und einem Schal in einem helleren Farbton.

„Viel Glück mit deinem Test Schatz!" rief der Vater seiner Tochter hinterher und winkte dem zierlichen Mädchen hinterher bevor er zurück ins Haus ging um sich um seine jüngeren Söhne zu kümmern. Er war ungefähr dreißig und hatte die gleichen hellen Haare und die blasse Haut wie das Mädchen. Heute würde er früh zur Arbeit gehen und so trug er bereits Anzug und Hemd.

Während ihr Vater noch die kleineren Brüder für den Kindergarten fertig machte, folgte das Mädchen bereits dem Weg der sie zur Straße führen würde und ging durch ein kleines Waldstück in welchem die sterbenden Blätter der Bäume langsam zu Boden fielen. Normalerweise wäre sie jetzt noch zu Hause und ihr Vater würde sie auf dem Weg zum Kindergarten noch bis zum Bus begleiten, doch heute war sie früher gegangen, da sie noch bunte Blätter für den Kunstunterricht auf dem Weg suchen wollte. Als sie das Waldstück betrat holte sie also eine Plastiktüte heraus und sammelte die schönsten und buntesten Ahorn- und Kastanienblätter ein die sie finden konnte.

Da ein starker Wind in der Nacht bereits viele Blätter zu Boden gerissen hatte brauchte sie nicht lange, bis sie genug Blätter für die Kunststunde zusammen hatte. Schnell war dann auch das letzte Blatt im Beutel verstaut und das Mädchen machte sich wieder auf den Weg zur Bushaltestelle an der Straße.

Als sie aus dem Wald heraus kam, blickte das Kind auf ihre hellblaue Mädchenuhr und stellte fest, dass es noch etwa zwanzig Minuten dauern würde bis ihr Bus ankam, und so ging sie hinüber zu der Bank neben dem Busschild und stellte ihre Tasche auf den Boden um ein Buch herauszuholen. Da sie nichts mehr zu tun hatte wollte sie noch ein wenig lesen um sich die Zeit zu vertreiben.

Sie hatte erst einige Minuten gelesen, als sie Motorengeräusche hörte und blickte auf: Der Bus mit dem sie später fahren würde war eben auf der gegenüberliegenden Straßenseite angekommen. Er hielt nur ein paar Minuten an um die Passagiere hinaus zulassen, Mütter die ihre Kinder zum Kindergarten brachte und einige andere Menschen die wohl ihre Büros in diesem Stadtviertel hatten. Das Kind sah nur für einen Augenblick zu, bevor es sich wieder auf das Buch in seinem Schoß konzentrierte. Die Menschen die an ihr vorbeigingen und die Autos die vorbei fuhren nahm sie schon gar nicht mehr wahr.

Erst eine viertel Stunde später, als der Busfahrer zurück kam, sah er, dass das kleine Mädchen das jeden Tag mit dieser Linie zur Schule fuhr nicht mehr auf der Bank saß, und dass die Tüte und die Schultasche verschwunden waren. Das einzige was noch da war, war ein kleiner gelber Notiz zettel. Da er noch ein wenig zeit hatte, entschied sich der eher beleibtere Fahrer auszusteigen und den Zettel anzusehen: Papa, Mama ist zurückgekommen! Gib den Jungs einen Kuss von mir!

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