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Author of 19 Stories |
A/N: Da ich heute Geburtstag habe (ja, genau 2 Monate vor unserem heißgeliebten ZTM!) darf ich mir auch mal ein bisschen Fluff erlauben… und schmeiße eine Runde Butterbier und Schokomuffins von den Hauselfen!
kati: …lach… also, wie du darauf kommst, ist mir absolut rätselhaft – bin ich nicht immer außerordentlich nett zu dem Malfoy-Gesocks? :D Snape an sich zu ketten? Grrrrrrrrr… andererseits… man sollte mit seinen Wünschen vorsichtig sein, sie könnten in Erfüllung gehen – und ich weiß nicht, ob das wirklich so toll wäre, immer an Sev zu hängen…
no_name: ich danke dir für dein Lob. Aber ganz ehrlich, so was werde ich wohl nie wieder schreiben – es war wirklich schrecklich, meine Phantasie dreht dabei durch… und ich fürchte, wenn ich durch so was ein Alkoholproblem kriege, ist das nicht so angenehm… ;D
Illing: ich denke gar nicht daran, die Sauerei wegzuräumen, die du provoziert hast… Slytherindeal, sag ich nur… ich finde das Resultat mittlerweile lustig – warum sollte ich auch der einzige sein, der darunter leidet? :D
Try: wie könnte ich dir irgendwas übel nehmen, Agent Großkatze? Außerdem bist du nicht die einzige, die mich so ruft, von daher höre ich sogar… ;D Für den letzten schrecklichen OS kommt dafür heute etwas ultrafluffiges…
Ich widme diesen OS kati!
SSHGSSHG
Das Ende der Eiszeit
Sie steht schon längere Zeit im Schutz der großen Tanne und beobachtet den Mann, der auf der anderen Seite der Lichtung Holz hackt. Hermione zittert, doch sie wagt keinen Wärmezauber heraufzubeschwören, um nicht auf sich aufmerksam zu machen. Zwei Jahre ist es her, dass sie ihn zuletzt zu Gesicht bekommen hat, bei seinem Prozess vor dem Zaubergamot, und sie ist sich nicht einmal sicher, dass er es tatsächlich ist.
Noch nie hat sie ihn ohne einen voluminösen Umhang gesehen, nicht einmal. Der Mann, dessen Atem feine, weiße Rauchwölkchen in der Luft stehen lässt, trägt trotz der Kälte nur ein schwarzes T-Shirt, und er friert definitiv nicht. Vielmehr kleben seine Haare verschwitzt an den Schläfen.
Überhaupt, seine Haare: rabenschwarz, ohne einen Hauch von Grau, aber kurz geschnitten und ordentlich frisiert, soweit sich dies aus der Entfernung und bei seiner Tätigkeit sagen lässt. Natürlich ist er es, aber jetzt, nachdem sie ihn solange gesucht und schlussendlich gefunden hat, weiß sie nicht mehr weiter. Es scheint, ihr sei jede Motivation und der berühmte Gryffindorsche Mut abhanden gekommen.
Schnee rieselt in ihren Nacken und reißt sie aus ihrer Trance. Sie hat nicht bemerkt, dass sie fasziniert das Spiel seiner Muskeln beobachtet hat, die Geschmeidigkeit seiner Bewegungen, wenn er sich bückt und einen neuen Scheit aufhebt, ihn auf den Klotz stellt und mit Kraft und Präzision die schwere Axt hinuntersausen lässt. Verwundert starrt sie auf eine goldene Kette, die sacht bei jeder seiner Bewegung mitschwingt.
Lautlos macht sie einige Schritte nach vorn, bis sie direkt hinter ihm steht.
„Ah, Miss Granger! Haben Sie endlich den Mut gefunden, sich zu mir zu wagen?“ Der Mann dreht sich nicht einmal um, als er kühl diese Worte spricht; er hebt nur die Axt, taxiert das Scheit und spaltet es in zwei Hälften. Er bückt sich und wirft die Holzstücke in eine Kiste, die bereits zu zwei Dritteln voll ist.
Hermione weiß, dass er, sobald die Kiste voll ist, diese zu einem Anbau des Hauses schleppen wird und das gespaltene Holz dort stapelt. Er hat es in der Zeit ihrer Anwesenheit bereits zweimal gemacht. „Sie wussten, dass ich hier bin?“, fragt sie. Es gibt so viele andere Dinge, die sie ihn fragen und ihm sagen wollte, aber ihr Mund macht sich selbstständig, als gehöre er jemanden anders. Auf jeden Fall einem Idioten, denkt sie.
„Wie immer bemerken Sie das Offensichtliche außergewöhnlich schnell“, spottet so auch der Mann, den sie einst, vor über zehn Jahren, als Professor Severus Snape kennen gelernt hatte. Wieder macht er sich nicht die Mühe, sich auch nur umzudrehen, sondern fährt mit seiner methodischen Zerkleinerung des Holzes fort, als wäre sie nicht anwesend.
Als die Kiste voll ist, packt er sie und verschwindet zu dem Anbau. Kurze Zeit später kehrt er zurück, wirft die nun leere Kiste mit Schwung auf den Boden und sieht sie zum ersten Mal an. Sein Blick geht ihr durch und durch. Die tiefschwarzen Augen verengen sich, als er sie mustert. „Immer noch so unvernünftig wie eh und je!“, knurrt er, nimmt einen schweren, schwarzen Umhang von einem Holzstapel und drückt ihn ihr in die Hand. „Ziehen Sie ihn an, Sie sind völlig durchfroren!“, herrscht er sie an.
Hermione weicht zurück, doch er hält sie am Arm fest. „Sie ziehen jetzt diesen Umhang an, damit Sie endlich aufhören, mit den Zähnen zu klappern und mir sagen können, was Sie bewogen hat, hierher zu kommen!“, zischt er wütend. Als sie endlich gehorcht, nickt er zufrieden und wendet sich wieder dem Holz zu.
Minutenlang herrscht Schweigen zwischen ihnen. Nichts stört die Stille in diesem gottverlassenen Winkel in den Schottischen Highlands, außer dem rhythmischen Krachen, wenn die Axt auf den Scheit trifft und die Hälften auseinander springen. Als die Kiste wieder voll ist, lässt Snape die Axt in den Hauklotz sausen, dreht sich herum und lehnt sich dagegen, während er die Arme vor der Brust verschränkt.
„Sie verblüffen mich, Miss Granger. Hat man Ihnen einen Silencio angehext? Kein hektisches Geplapper, um den Grund Ihres Herkommens zu erklären, keine wilden Erläuterungen, keine neugierigen Fragen? Möchten Sie nicht einmal wissen, warum ich das Holz nicht magisch spalte?“
Hermione hat sich nach anfänglichem Zögern tief in dem gefütterten Umhang vergraben. Er ist ihr bei weitem zu groß, aber er ist warm und das Fell des Kragens weich und ihr Zittern lässt allmählich nach. Sie holt tief Luft, und in diesem Moment steigt ihr der ganz schwache Duft eines Aftershaves in die Nase. Sie ist abgelenkt, doch dann reißt sie sich zusammen.
„Ich weiß, warum Sie mit Ihren eigenen Händen arbeiten“, murmelt sie. „Sie brauchen das Holz, welches nicht magisch bearbeitet wurde, um zum Jahresanfang das Feuer für ihre Kessel neu zu entfachen. Es ist Tradition und verstärkt jegliche magische Aktivität, die später vorgenommen wird.“
Er klatscht langsam und herablassend zwei-, dreimal in die Hände. „Respekt“, sagt er, während ein höhnischer Zug über sein Gesicht wandert. „Die kleine, unerträgliche Know-it-all hat sich nicht geändert und beantwortet noch immer jede Frage, als ob sie dafür Punkte erhalten würde! Würden Sie jetzt die außergewöhnliche Freundlichkeit besitzen, mir mitzuteilen, warum Sie mich belästigen?“
Sie kann nicht anders. Die ganze Zeit schon hat sie ihren Blick nicht von der Kette wenden können. Es ist nicht einmal so sehr die Verwunderung darüber, dass er überhaupt Schmuck trägt, sondern eher die Art seines Schmuckes. Der Anhänger der Kette stellt eine goldene Löwin dar. Zögernd streckt Hermione die Hand aus und fasst ihn an. Er ist warm von dem Kontakt auf seiner Haut. „Hat Ihnen Lily diese Kette geschenkt?“, fragt sie.
„Ich wüsste nicht, was es Sie angeht“, erwidert Snape und löst den Anhänger aus ihren Fingern. „Aber ja, das hat sie. Sie war weise, unsere Lily, oh ja.“
Hermione schweigt, sieht ihn aber fragend an. Offensichtlich voller Abneigung, jedoch noch immer bereit, all ihren Wissensdurst zu stillen, antwortet er. „Sie war der Meinung, dass nur die Löwinnen mich lieben und von mir geliebt werden können. Um mich daran zu erinnern hat sie mir diese Kette geschenkt.“ Sein Gesicht verzieht sich kurz und schmerzhaft.
„Hatte sie Recht?“
Snape dreht sich wieder herum und starrt auf den Hackklotz. „Warum sind Sie hier, Miss Granger?“, knurrt er.
Wieder beantwortet sie diese Frage nicht. Es scheint, als könne sie sich nicht dazu durchringen, alles in ihr sträubt sich dagegen. „Wissen Sie, was es mich gekostet hat, Sie hier aufzustöbern?“, hält sie stattdessen dagegen.
„Wer hat denn von Ihnen verlangt, dass Sie es tun? Ich komme sehr gut ohne kleine Besserwisserinnen aus. Soll ich Ihnen Ihre Kosten erstatten?“, höhnt er.
Hermione schließt die Augen. Was hätte sie sonst erwarten sollen? Dass er sich freute, wenn ausgerechnet sie hier auftauchte? Nicht umsonst versteckte er sich weitab jeglicher Zivilisation.
„Ich habe mir verdammt den Kopf zerbrochen, um Sie zu finden“, sagt sie dennoch.
„Dann ist es wohl mit Ihrer viel gepriesenen Intelligenz doch nicht so weit her?“ Oh, er beherrscht es immer noch, die Kunst, verbal das Messer in einer Wunde herumzudrehen.
„Sie haben sowieso nie etwas von meiner viel gepriesenen Intelligenz gehalten“, antwortet Hermione heftig. Zorn wallt in ihr auf. Sie ist nicht deswegen hier, aber nun, wo er es selbst angesprochen hat…
Der Tränkemeister schnaubt verächtlich. „Warum sollte ich? Haben Sie etwas dafür getan, intelligent zu sein? Es ist Ihnen in die Wiege gelegt worden. Nur weil ich Sie nicht verhätschelt habe wie meine geschätzten Kollegen, weil ich nicht in Bewunderungsstürme für die ach, so intelligente, kleine Löwin ausgebrochen bin! Haben Sie sich nie gefragt, warum Sie bei mir nur ein Annehmbar erhalten haben, wenn andere für die gleiche Leistung ein Ohnegleichen bekamen?“
Ihr Schnauben steht dem seinen in nichts nach. „Oh, da gab’s nicht viel zu überlegen, Sir! Die anderen waren entweder keine Gryffindors, keine Schlammblüter oder aber keine Mitglieder des Goldenen Trios!“
Fast unkontrollierbare Wut flammt in den tiefschwarzen Augen des großen Mannes auf. Seine Haare beginnen zu flattern und ihn umgibt eine solche Aura mühsam gebändigter Magie, dass Hermione einen Schritt zurücktritt.
„Ist es das, was Sie von mir denken? Dann sind Sie tatsächlich nicht annähernd so intelligent, wie ich dachte!“ Snapes Stimme ist völlig flach und kaum zu verstehen. Mit einer plötzlichen Bewegung reißt er sich die Kette vom Hals und schleudert sie weit in den Wald. „Du hattest Unrecht, Lily!“, brüllt er unbeherrscht. „Ihr Löwinnen seid genauso Gefangene von Stolz und Vorurteilen wie jeder andere!“
Er dreht sich herum und geht in Richtung des Hauses, ohne Hermione noch eines Blickes zu würdigen.
Sie atmet heftig. Sie hatte keine Vorstellung gehabt, wie die Begegnung ausgehen würde, aber diese Reaktion von ihm ist zu abwegig, um sie überhaupt zu verstehen. Sie läuft los, bevor sie darüber nachdenken kann und stellt sich ihm in den Weg. „Warum also dann, Sir?“, fragt sie hastig und will aus dem Umhang schlüpfen. Er hält ihre Hand fest, um sie daran zu hindern.
Noch immer lodert der Zorn über sie in seinen Augen und es scheint ihr, als würde sie keine Antwort erhalten. Doch dann krallt sich seine freie Hand in ihre Schulter, fast schon schmerzhaft. „Ich wollte mich nicht damit zufrieden geben, eine lässige Lösung aus Ihrem Handgelenk zu erhalten. Sie sollten nachdenken, arbeiten, forschen. Intelligenz ist nicht nur eine Gabe, sie ist eine Verpflichtung. Ich wette, bei keinem meiner Kollegen mussten Sie sich so anstrengen wie bei mir. Mir reicht es nicht, einen kleinen Finger hingehalten zu bekommen, wenn ich die ganze Hand erwarte. Ich wollte alles von Ihnen, Miss Granger, und als Sie das erst einmal begriffen hatten, bekam ich es auch!“
Sie starrt ihn an. Er hat Recht. Kein Fach hat ihr auch nur annähernd so viel abverlangt, wie es Tränkekunde tat. Sie hatte geglaubt, es liege an ihm, an seinem Hass für sie. Tatsächlich hatte sie nirgends so viel Spaß gehabt wie in seinem Fachgebiet. Und hätte sie sich je für das Studium von Tränkekunde entschieden, wenn er sie nicht jederzeit gefordert hätte?
„Sie würden die Wette gewinnen“, hört sie sich selbst sagen.
„Ich weiß“, knurrt er und noch immer schwappt ein Hauch von Ärger über sie hinweg, doch es macht ihr keine Angst. „Ich weiß, dass Sie Tränkekunde studieren und mit einem Ihrer Lehrmeister – Broadbent, glaube ich – bereits einen Trank entwickelt haben, der die Wirkung eines Magierausches aufhebt.“
Ihre Augen verengen sich misstrauisch. „Wir sind erst vor einer Woche zu einem Ergebnis gekommen, und unser Bericht wird frühestens in zwei Monaten in Potions Today veröffentlicht! Woher wissen Sie das?“
Sein Gesichtsausdruck wird seltsam, fast amüsiert. „Mister Potter war so freundlich, mich auf dem Laufenden zu halten“, teilt er ihr mit.
„Harry?!“ Ein empörter Aufschrei. „Das ist nicht wahr! Er weiß, dass ich seit zwei Jahren nach Ihnen suche! Ich habe Ihnen Eulen geschickt! Sie kamen immer mit dem Zeichen zurück, dass der Empfänger der Post nicht auffindbar sei!“
„Ich habe ein Händchen für Eulen“, sagt der Tränkemeister. „Ich habe jeden Ihrer durchaus interessanten Briefe gelesen und die Eulen dann zurückgeschickt. Und mit Mister Potter und seiner Frau stehe ich in einem – ich möchte fast sagen – regen Kontakt. Ebenso wie mit Mister Malfoy junior, Mister Zabini und Miss Lovegood. Zu Weihnachten erhalte ich außerdem regelmäßig Post von Mister Longbottom, obgleich ich befürchte, dass er seine Angst vor mir trotz gewachsenen Mutes nicht mehr ablegen wird.“
Hermione schüttelt protestierend den Kopf. „Ich habe Harry alles erzählt! Er wusste, dass ich Sie suche! Er hätte mir gesagt, wo ich Sie finden kann!“
„Mister Potter hatte die Wahl, sich zwischen seiner Zuneigung zu Ihnen und einem verärgerten Tränkemeister zu entscheiden. Ich verbot ihm, Ihnen mitzuteilen, wo ich mich befinde. Er traf zweifellos eine weise Wahl.“
Sie beißt sich auf die Unterlippe. „Also wusste jeder, der Interesse daran hatte, wie er Sie erreichen konnte. Nur ich nicht. Ich hätte nicht sämtliche Ministeriumsregeln brechen müssen, um Ihren Aufenthaltsort herauszufinden. Sie verabscheuen mich so sehr, dass…“
Er schüttelt sie mit neu entfachter Wut. „Und wieder die falschen Schlüsse gezogen, und wieder und wieder! Welch ein Monster muss ich in Ihren Augen sein? Verdammt noch mal! Ich wollte wissen, wie ernst es Ihnen ist. Sie erinnern sich? Ich will alles von Ihnen, nicht nur den Hauch einer Anstrengung!“ Er hat sich soweit zu ihr heruntergebeugt, dass sein warmer Atem über ihr Gesicht streicht; er selbst zittert jedoch und ihr wird beschämt klar, wie kalt es ist.
Wieder will sie aus seinem Umhang schlüpfen, um ihn seinem Besitzer zurückzugeben und wieder verhindert er es. „Warum sind Sie hier?!“, faucht er sie an. „Glauben Sie, ich lege Wert auf Ihre Dankbarkeit, die Sie so wortgewandt in Ihren Briefen zum Ausdruck brachten? Das Ministerium war dankbar genug – ich bin finanziell so versorgt, dass ich für den Rest meines Lebens nicht mehr arbeiten bräuchte! Oder Ihre Anteilnahme? Ich will von Ihnen weder Bedauern noch Mitleid! Wenn es das ist, was Sie zu sagen haben, dann können Sie auf der Stelle gehen!“
„Was wollen Sie denn?“, fragt Hermione ebenso heftig.
„Hören Sie nie zu, wenn ich mit Ihnen rede? Ich will alles von Ihnen!“
Snape lässt sie so abrupt los, als hätte er sich verbrannt. Er wird blass, nur seine Augen brennen mit einer Glut, die sie erschauern lässt, und er mustert sie mit einer Intensität, als habe er sie nie zuvor gesehen. Sie ringt nach Luft in dem verzweifelten Bemühen, das Chaos, welches in ihren Gedanken herrscht, zu ordnen.
Endlich formen sich unbeholfen Worte. „Ich… ich bin hierher gekommen, um Ihnen ein Geständnis zu machen“, sagt sie. Sie senkt den Kopf und lässt ihre Haare über ihr Gesicht fallen, doch der große Mann hebt ihr Kinn an, streicht ihre Haare fort und sieht ihr weiterhin schweigend in die Augen. Er benutzt kein Legilimens; er will es von ihr hören.
„Ich dachte…“ Sie schluckt. „Ich dachte, es wäre eine Überraschung für Sie. Ich war mir sicher, Sie würden mich auslachen oder höhnisch niederstampfen. Und vielleicht tun Sie es ja noch. Auch wenn Ihre letzten Worte etwas anderes implizieren. Aber…“
Sie löst vorsichtig seinen Griff um ihr Kinn und tritt einen Schritt zurück, um ihn geradeheraus anzusehen. „Ich liebe Sie!“, sagt sie fest. „Und ich bin mir gerade nicht so ganz sicher, ob ich Sie nicht dafür, wie Sie dafür gesorgt haben, dass ich mich die letzten zwei Jahre wie eine Fliege noch tiefer in Ihr Spinnennetz verstricke, hassen soll!“
Snape schließt für einen kurzen Moment die Augen. Als er sie wieder öffnet, wagt er ein ungeübtes Lächeln, welches so zögernd über die schmalen Lippen kriecht, dass es unwiderstehlich ist. Hermione kann ihn nur anstarren. Das Lächeln auf seinen Lippen verblasst langsam, zeigt sich jedoch noch immer in den winzigen Fältchen seiner Augen.
Er legt seine Hand auf die Brust und verbeugt sich vor ihr, während er mit der anderen Hand eine einladende Bewegung in Richtung des Hauses macht. „Ich denke, wir sollten hineingehen und über die beiden Optionen diskutieren“. Nie zuvor war seine Stimme mit einem so warmen Timbre erfüllt. „Und wenn wir zu einem Ergebnis gekommen sind, können wir gemeinsam die Feuer neu entfachen!“
In Hermiones Brust sitzt ein dicker Klumpen; das Atmen fällt ihr schwer und schließlich sprudelt ein Lachen aus ihr hervor. „Aber es ist erst in drei Tagen soweit!“, antwortet sie erstickt.
Seine hochgezogene Augenbraue fordert sie heraus. „Genug Zeit, um alle relevanten Dinge, die uns betreffen, herauszufinden, würde ich meinen! Stimmen Sie mir da zu?“
Der Blick, den sie ihm daraufhin zuwirft, lehrt ihn die Bedeutung weicher Knie. Seine Hand in ihrem Rücken verspricht ihr Wärme, Kraft und das Geheimnis verborgener Leidenschaft.
Nicht, dass es noch lange ein Geheimnis bleiben wird, denkt Hermione und bleibt noch einmal stehen. Sie beantwortet die stumme Frage in seinen Augen, indem sie seinen Kopf herunterzieht und ihre kalten Lippen auf die seinen presst. Es ist ihr Dank. Ihre Anteilnahme. Ihr Versprechen. Ihre Liebe.
Und Severus Snape weiß, dass es sein Leben sein wird.
ENDE