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Veränderungen
Author:
Darth Bazillus PM
Ein bisschen AU im Film und was danach passiert sein könnte.
Rated: Fiction T - German - Drama/Romance - Chapters: 2 - Words: 1,021 - Reviews: 1 - Favs: 1 - Updated: 03-31-12 - Published: 10-02-11 - id: 7431813
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Was wäre, wenn Harper im OP einen Rückzieher gemacht hätte? Was wäre, wenn das erste Herz folglich reibungslos funktioniert hätte, und Lilith nicht tot wäre? Spielt nach dem Film.

Mein Name ist Clay Beresford, und das ist meine Geschichte:

Es fiel Schnee. Wie ein weißer Schleier legte er sich über New York, und ließ es in der Sonne glitzern und schimmern, gleich einem Prachtvoll verzierten Abendkleid. Clayton Beresford Jr. stand an diesem wunderschönen Wintermorgen vor der Varick University, und beobachtete den wirbelnden Tanz der Schneeflocken, die ohne Unterlass vom Himmel fielen. Bis vor etwa einer viertel Stunde war er noch mit Entlassungspapieren beschäftigt gewesen. Jetzt wartete er auf seine Mutter, die ihn abholen wollte. Man hatte ihm angeboten drinnen zu warten, jedoch wollte er keinen Augenblick länger als nötig in diesem Gebäude verbringen. Also wartete er draußen, bei -10 Grad Celsius. Die kalte Luft stach ihn in der Nase, aber sie war frisch und klar, ganz im Gegensatz zu der von Desinfektionsmitteldämpfen geschwängerten Luft im Krankenhaus. Es war der 8. Dezember, und die ganze Stadt war schon Weihnachtlich geschmückt worden. Überall hingen Schleifen an den Straßenlaternen und Tannengirlanden überspannten die Straßen. Clay sah den Nebel seines Atems verschwinden. In den letzten Wochen hatte er viel Zeit zum Nachdenken gehabt, und so hatte er einen Entschluss gefasst.

Kurz darauf sah er eine schwarze Limousine vorfahren. Das hinterste Fenster glitt herunter, und das Gesicht seiner Mutter lächelte ihn an. Clay lächelte ebenfalls und stieg ein.

„Hast du lange gewartet?" fragte Lilith

„Nein, eigentlich nicht." Das Auto ordnete sich in den Verkehr ein. „Ich bin froh, endlich aus dem Laden raus zu kommen, da ist draußen warten auch keine Ursache." Sagte er, den Blick aus dem Fenster gerichtet. Er sah die vielen Menschen, die ihren Beschäftigungen nachgingen, Mütter die mit den Kindern schon die ersten Weihnachtseinkäufe erledigten, die leuchtenden Augen der Kleinen. Die Normalität, und ihm wurde bewusst, wie weit davon entfernt er sich befand, obgleich er nicht einmal 10 Meter davon weg war.

„Träumst du?"

„Nachdenken trifft es eher."

„Das tust du in letzter Zeit oft." Bemerkte seine Mutter. Sie sah ihn nicken, dann schaute er wieder weg. Natürlich war ihr die Veränderung ihres Sohnes nicht entgangen. Schon als er noch klein war, war er ein ruhiger Junge gewesen und das hatte sich über die Jahre auch nicht wirklich geändert, doch im Moment schien er oft mit den Gedanken weit weg zu sein. Lilith konnte es ihm nicht verdenken, nach allem was geschehen war, war es sein gutes Recht, nicht reden zu wollen.

Zu Hause angekommen nahm Clay wortlos seine Tasche, und ging in sein Schlafzimmer. Er warf sie aufs Bett, und ließ seinen Blick über sein Leben schweifen. Akten stapelten sich auf dem Schreibtisch, daneben ein Bild von Sam. Mit einem tiefen Seufzen beförderte er es auf direktem Wege in den Mülleimer. Er hatte diese Frau geliebt. Er sagte bis das der Tod uns scheidet, was beinahe auch so gewesen wäre. Gott, für sie hätte er alles aufgegeben! Wie hatte er sich nur so in diesem Menschen täuschen können? Glücklicherweise war die Ehe noch nicht rechtmäßig gewesen, weil sie noch nicht auf dem Standesamt eingetragen worden war. Gedankenverloren fuhr er die Kontur seines Schreibtisches nach. All das hier war er. Hatte er das nicht alles gewollt? Warum also sah er sich dann nicht darin? Warum hatte er plötzlich das Gefühl, hier in gewisser Weise fremd zu sein? Dieses Gefühl bestätigte nur den wohl überlegt gefassten Entschluss.

„Mom?"

Lilith stand in ihrem Zimmer

„Was ist?"

„Ich muss mit dir reden."

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