
| Witches Love
Author: binuclear Ein Stück Kreide! Ein Tor in eine andere Welt! Jede menge Ärger mit dem Koboldkönig!
Rated: Fiction K - German - Romance/Adventure - Jareth - Chapters: 19 - Words: 32,722 - Follows: 2 - Updated: 03-07-13 - Published: 01-28-13 - id: 8954837
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Dunkel lag das auf dem ersten blick verlassenen Zimmer, nur ein schmaler Lichtschein erkämpfte sich seinen Weg durch den unteren Türspalt hindurch, doch es genügte um einzelne Umrisse erkennen zu können.
In der linken Ecke stand besonders gut erkennbar ein breiter Schreibtisch auf dem zahlreiche Bücher, teils wahllos aufeinander gestapelt lagen.
Stille herrschte und nur wenn man genau hinhorchte nahm man das leise ein und ausatmen einer Person war, was um diese Uhrzeit jedoch recht verwunderlich wirkte, denn eine Uhr mit roter Leuchtschrift zeigte genau 14.57 Uhr an.
Plötzlich wurde die Stille durch das erklingen eines Glöckchen durchbrochen das ein jähes Ende fand da es gegen etwas gepolsterten stieß, doch dieses Geräusch genügte um die Person die sich offensichtlich in einer schlafenden Position befand zu wecken.
Müde erklang das gähnen einer Frau, das durch ein weiteres klingen des Glöckchens begleitet wurde.
Die vergangene Nacht hatte deutliche Spuren hinterlassen, nicht nur das sie scheinbar endlos schien, nein! Zum Schluss musste es auch noch regnen, sodass sie die Stufen zu ihrer Wohnung triefend vor Nässe erreicht hatte.
Fast vier Stunden verbrachte die Bewohnerin der Wohnung damit, am vergangenen Abend die ihr bekannten Treffpunkte für Junge Leute mit einem etwas seltsamen Hobby aufzusuchen.
Zu duzenden traf sie dabei auf Menschen dessen favorisierte Farbe eindeutig aus Schwarz und vereinzelten Grautönen bestand. Nicht nur was die Auswahl der Kleidung betraf, vielmehr spiegelte es sich in auf geschminkten Augenringen wieder, bis hin zur kompletten Kriegsbemalung die wohl einem Skelett ähneln sollte.
Mit ihren schwarzen zu zwei Zöpfen geflochtenen Haaren fiel sie jedoch mehr auf als sie zuvor gedacht hatte, den ihre sonstiger Kleidungsstiel war für solche Gesellschaft einfach immer noch zu gewöhnlich.
Wie sie es auch anstellte, beim alltäglichen Unternehmungen konnte sie die eindeutigen Blicke der älteren Generationen wahrnehmen und bei Nacht wirkte sie für die meisten zu normal, nur weil sie bislang darauf verzichtete sich die Nase mit einem Ring zu durchbohren oder wie eine frisch auferstanden Leiche auszusehen.
Mürrisch streckte sie sich und richtete sich in ihrem Bett auf, schlug die Decke zur Seite und stellte beide Beine auf den Boden, stellte sich gerade hin und streckte die Arme ausgiebig in die Luft, bei einem weiteren mal Gähnen zog sie eine Hand zu ihrem Mund um sie sich davor zu halten.
Mit beinahe anmutigen hohen schritten die einer Raubkatze ähnelten stieg sie über die auf dem Boden verteilten Kleidungsstücken die sie bei ihrer gestrigen Ankunft mutwillig auf dem Boden verteilt hatte.
Bei der immer noch drückenden Dunkelheit galt es an ein Wunder das sie über keines der Sachen stolperte.
Durch das Öffnen der Tür erhellte sich das Zimmer und blendete sie für einen kurzen Moment, welcher jedoch nicht lange anhielt, und so setzte sie ihren Weg in das Badezimmer fort.
Nach einiger Zeit kehrt sie zurück, warf eine Blick in das Zimmer und konnte sich ein seufzen beim Anblick dieses Durcheinanders nicht unterdrücken.
Es waren weniger die verteilten Kleidungstücke auf dem Boden, vielmehr waren es die Massen an Büchern die sie in den letzten Wochen gesammelt hatte und die sich nun wie Säulen aufgebahrt aus dem Boden erhoben, der Großteil von ihnen bestand aus alten dicken Exemplaren welche ihr sicherlich zu einem zweifelhaften Ruf der Ortsansässigen Buchläden verhalfen.
Titel wie, "Die Weiblichkeit der Magie", "Zauberei für Anfänger", oder "Moderner Exorzismus", waren darunter verteilt und doch hatte ihr bislang keines von ihnen auch nur im Geringsten weitergeholfen.
Aus diesem Grund hatte sie sich vergangen Nacht aufgemacht zu den Orten zugehen, wo sich verschiedenen Gruppen von Teufelsanbetern, selbst ernannten Hexen und Magiern, sowie anderen zwielichtigen Gestalten, dessen genaue Angehörigkeit diese selbst nicht zu wissen schienen trafen.
Auch wenn diese Unterfangen von ihr von vorne herein zum Scheitern verurteilt war, so hegte sie dennoch die Hoffnung auf irgendjemanden zu stoßen, dessen Begabung nicht ganz so Unwahrscheinlich war, wie die der anderen Gestalten, in dessen Gesellschaft sie sich befand.
Die meiste Zeit hatte sie sich eh abseits der Massen aufgehalten und beobachtet jeden einzelnen von ihnen um nicht doch etwas Auffälliges zu beobachten.
Das Ergebnis war jedoch ernüchternd, lediglich ihre Ausbeute an abgedroschenen Anmachsprüchen und zwei zugesteckten Telefonnummern, von denen eine von einer Frau mit Lila Haaren war, lies sich sehen.
Enttäuscht und doch um einige Erfahrungen reicher zog sie daher vorzeitig von Dannen, um sich das letzte bisschen Würde für diesen Tag zu erhalten.
Mit gezielten griffen zog sie einige Kleidungsstücke aus einer Kommode sie sich neben der Tür befand und ging erneut in das benachbarte Badezimmer, wo sie erneut nach kurzer Zeit frisch geduscht und bekleidet mit einer Jeans und weisem Shirt heraustrat und sich auf die Suche nach etwas essbaren machte.
An einem kleinen runden Tisch der in der Mitte eines verwinkelten Raumes stand setzte sie sich und stellte eine Schüssel gefüllt mit Getreideflocken sowie eine Flasche Milch neben sich. Kurz griff sie in die Schüssel, entnahm sich einige Flocken auf denen sie eher gelangweilt herumkaute und schlug das oberste Buch des Stapels, der sich hier aus lediglich vier Bänden beschränkte auf, der mit einem schlichten Lederband die zuletzt gelesen Seite markierte.
Nach nur wenigen Sätzen drehte sie das Buch um den Umschlag genauer zu betrachten.
Bei dem Satz "DIE MODERNE HEXE" rollte sie mit den Augen, schlug es zusammen und verstaute es demonstrativ auf dem Untersten Platz des Stapels.
Allmählich wurde ihre Lektüre mehr als fragwürdig, und mit großer Wahrscheinlichkeit war sie die einzige die diese Bücher überhaupt und jemals erworben hatte.
Beim erneuten betreten ihres Schlafzimmers hob sie bereits beim Hereinkommen die verstreuten teilweise immer noch feuchten Kleidungstücke auf und stopfte sie in einen roten Behälter in dessen Deckel eine einzelne Socke steckte die sie bei Gelegenheit zu ihrem Partner hinunter stieß.
Mit einem kräftigen Ruck zog sie das bislang heruntergelassen Rollo hinauf und lies so die Sonne ihren Weg in das Zimmer finden, das durch das spaltbreite öffnen des Fensters gleichzeitig den Dunst der vergangen Nacht beseitigte.
Schnell richtete sie ihr Bett und verstaute weiter herumliegende Bücher auf dem Schreibtisch, wo ihr ein blinkendes Handy ins Auge viel.
Zwei verpasste anrufe zeigt es ihr an, welcher einer von ihrer Mutter war, da diese gelegentlich anrief um nachzugehen ob noch alles in Ordnung war, die andere beinhaltet eine Nachricht die sie auf den Lautsprecher umstellte, damit sie beide Hände frei hatte um die Unordnung wenigstes etwas im Zaum halten zu können.
"Hi Mia! Ich bins!"
Erklang die Stimme eines Mannes dessen Nachricht von einem Rascheln im Hintergrund unterbrochen wurde eher er weiter sprach.
"Ahm ich wollte dir nur Bescheid geben, dass wir am Montag wohl etwas länger machen müssen, die Nachfrage ist leicht angestiegen und Breighes & Bils haben ebenfalls eine Aktion gestartet, sie wollen Kaffee und Kuchen anbieten, wird bestimmt lustig.
Also wir sehen uns!"
Verabschiedete er sich und beendete das Gespräch. Mit einer freien Hand löschte sie die Nachricht und steckte das Handy in ihre Hosentasche, damit sie es später nicht suchen musste.
Nach einer guten halben Stunde sah das Zimmer wieder einigermaßen betretbar aus und Mia stand vor dem Spiegel wo sie sich die Haare, die mittlerweile etwas unordentlich wirkten zu einem Zopf band und rückte ihre Halskette die aus einem schwarzen Lederband mit einem angenähtem Glöckchen bestand zurecht.
Den Rest des Tages verbrachte sie damit weiter in verschieden Büchern zu lesen, die ihr bei ihrem Problem hoffentlich die ersehnte Lösung gaben, denn seit einiger Zeit hatte sich in Mias Leben etwas Grundsätzliches geändert. Sie war zwar schon immer etwas anders als andere Mädchen in ihrem alter gewesen, früher gab sie sich selbst damit zufrieden das es sich dabei um einfache Zufälle handelte, doch je älter sie wurde desto mehr wurde ihr bewusst das es nicht immer nur Zufälle sein konnten
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