
| Witches Love
Author: binuclear Ein Stück Kreide! Ein Tor in eine andere Welt! Jede menge Ärger mit dem Koboldkönig!
Rated: Fiction K - German - Romance/Adventure - Jareth - Chapters: 19 - Words: 32,722 - Follows: 2 - Updated: 03-07-13 - Published: 01-28-13 - id: 8954837
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Zu spät bemerkte Mia eines der Geflügelten Wesen die über der restlichen Meute saßen, erst als es hinab glitt und auf dem Rand des Fasses landete rutsche ihr das Herz erneut in die Hose.
"Hey was hast du da?" Fragte wiederum ein andere und landete neugierig neben ihm.
"Was ist los?" Eine weiter Gestallt stellte sich neben das Fass und sah auf sie herab.
Langsam ging Mia einige Schritte zurück und verlor dadurch das letzte bisschen Deckung.
"Da ist sie schnell!" Brüllte es zu ihrem Entsetzen und gleich darauf brach in dem gesamten Saal ein wildes Getöse aus. Alle diese Gestallten hatten es wie es schien auf sie abgesehen und die Flucht war in ihren Augen das einzig richtige.
Nach einigen gescheiterten Versuchen sie zupacken, lief sie rückwärts und achtete darauf keinen ihrer Feinde dabei aus den Augen zulassen.
"Was haben wir den hier?"
Mia erkannte sofort dass die Stimme direkt hinter ihr stand und noch eher sie sich drehen konnte, wurde sie etwas unsanft am Nacken gepackt und hinauf gehoben.
Diese Tatsache alleine war schon erschreckend genug, mehr noch die Person in dessen Griff sie sich befand. Sie sah die Gestalt eines groß gewachsenen Mannes, dessen lange blonde Haare wild auf seinem Kopf platziert waren und auf seinen Schultern ihr Ende fanden.
"Warum macht ihr so einem Lärm wegen einer Katze, habt ihr nichts Besseres zu tun!" Brüllte er in die Runde, worauf sich die Gestallten die um ein wesentliches kleiner wie der Mann waren zurückzogen, aber immer
noch das Geschehen beobachtete.
Mit weit geöffneten Augen sah Mia das erste mahl seit ihrem beinahe Angriff auf das Huhn an sich hinab und erkannte sich nicht wieder.
Katze! Schrie sie in Gedanken und versteifte sich noch mehr als sie es ohnehin schon war.
Nein! Nein! Nein! Warum nur musste das passieren?
Es war schon schlimm genug das sie an einem fremden Ort geraten war, doch warum war sie jetzt wieder eine Katze.
Langsam hob er sie etwas höher um mit ihr auf Augenhöhe zu kommen und während er seinen Kopf etwas näher zu ihr beugte versuchte sie ihren soweit es ihr möglich war zurückzuziehen.
"Eine Katze? Und eine schwarze noch dazu?" Murmelte er überlegend und drehte Mia dabei etwas um sie besser mustern zu können.
Ohne auch nur einen Muskel zu zucken ließ sie die Prozedur über sich ergehen, was jedoch mehr daran lag, dass sie einfach nicht wusste was sie tun sollte.
Zu ihrer Verwunderung nahm er seine zweite Hand zur Hilfe und wollte das Halsband das ihr als einziges von ihrer Menschlichen gestallt geblieben war, wohl genauer unter die Lupe nehmen, doch das er ihr dabei noch ein Stückchen näher kam, ging ihr mehr als gegen den Strich. Und so reagierte Mia wie es an ihrer Stelle wohl jede andere Katze es auch getan hätte, sie fauchte und versuchte ihn mit ihren Krallen zu erwischen. Das fauchen war ihm allerdings Warnung genug gewesen und so traf Mia lediglich die Luft die er schnell zwischen sie brachte. Sein Griff um sie wurde dennoch für einen kurzen Moment gelockert, so dass es für sie ausreichend war, sich herauszuwinden und vor ihm auf dem Boden landete.
Mit einem weiteren Fauchen versuchte sie allen klarzumachen, dass man bei ihr besser Abstand nehmen sollte, was von den Anwesenden dennoch nicht so ganz ernst genommen wurde, da der Mann anfing zu lachen und die Meute es ihm gleich darauf nachmachte.
"Sperrt sie ein!" Befahl er und noch eher sich Mia umsehen konnte, wurde eine Vergitterter Käfig über sie gelegt, sodass sie bis auf weiteres gefangen war.
Zu ihrem endsetzten steckte sie jetzt nicht nur in diesem Käfig, sondern wurde mitsamt dessen rund zwei Meter über dem Boden an einer eisernen Kette aufgehängt. Baumelnd in der Luft verwünschte sie den Moment in dem sie den Laden für Zaubereibedarf betreten hatte.
Das Lachen ging in das allgemeine Gestammel, Geschrei und Getöse über und während Mia grübelnd und über sich selbst schimpfend die Menge unter sich im Auge behielt, fiel ihr Blick gelegentlich zu dem Mann der inmitten dieser Gestalten auf einer Art Thron saß. Gelassen saß er mit übereinander geschlagenen Beinen da und tappte mit seinem Gehstock auf einen seiner Stiefel herum. Sein gesamter Kleidungs-Stil wirkte auf Mia als sei er entweder ein Fan Mittelalterlicher Rollenspiele oder er hat und das lag Mia am nahesten, einfach einen an der Klatsche. Das erklärte jedoch immer noch nicht was das für seltsame Gestalten waren. Mia ließ sich nieder, doch anstatt eines Seufzers kam aufgrund ihrer jetzigen Gestallt lediglich ein leises wimmern aus ihrer Kehle. Er schien es bemerkt zu haben, denn er starrte plötzlich auf sie und als sich ihre Augen trafen kam es Mia vor, als versuche er ihre Gedanken zu lesen, worauf sie ihm mit einem energisches grollen konterte. Dabei war sie über sich selbst erstaunt dass sie zu solchen Tönen fähig war, er hingegen lachte trocken auf und trennte den Blickkontakt zu ihr.
Bei seinem Blick lief ihr Unwillkürlich ein eisiger Schauer über den Rücken und Mia war sich sicher dass sie diesen Mann besser im Auge behalten sollte.
Es schien Mia eine Ewigkeit her zu sein, seitdem sie gefangen war und nicht besonderes geschah. Man müsste doch annehmen, das ein Haufen Kreaturen die einem Fantasy Buch entsprungen sein konnten etwas Besseres mit ihrer Zeit anzufangen hatten, als herumzusitzen und dem Gras beim Wachsen zuzusehen.
Bei ihren Gedanken hielt sie kurz inne, drehte den Kopf leicht schief und ging ihre Beschreibung dieser Wesen erneut durch.
Sie sahen aus als wären sie einem Fantasy Buch entsprungen! Aber konnte das denn sein?
Seltsame Paranormale Ereignisse schienen ja in ihrem Leben nichts Neues zu sein aber soweit konnte es doch nicht gehen. Schnell sah sich Mia nach einem Fenster um und versuchte sich ein Bild von ihrer Umgebung zumachen, doch aus ihrer Position heraus, war dieses Unterfangen von vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber dieser Gedanke ließ sie nicht mehr los, alles hier erinnerte sie an die Beschreibungen aus dem Labyrinth Buch, dann müsste es sich hierbei um Kobolde handeln und der Mann war demzufolge!
Der Koboldkönig!
Als sie den Namen in Gedanken aussprach sah er plötzlich wieder zu ihr und erneut lief es ihr kalt den Rücken hinunter, als hätte er sie gehört und jetzt da sie eine Vermutung hatte wer er war, traute sie sich nicht einmal ihn anzufauchen.
Immer noch sahen sich beide in die Augen und es gelang Mia lediglich sich langsam ohne ruckartige Bewegungen hinzulegen, er hingegen wirkte auf den ersten Eindruck hin Kühl, doch glaubte sie auch kleine Regungen von Misstrauen und Neugier bei ihm erkennen zu können.
Ein klacken riss Mia von ihm los und starrte noch vor allen anderen auf das große hölzerne Eingangstor, dass gleich darauf aufgestemmt wurde und zwei Kobolde die eher alternden Männern glichen aufgeregt eintraten.
"Euer Majestät!" Brüllten beide gleichzeitig, stürmten vor und blieben keuchend vor dem sich aufrichtendem Mann stehen.
"Sie… Sie sind wieder da!"
Schlagartig wurde es still, selbst der König hielt einen kurzen Moment inne, eher er mit schnellem Schritten zu einem der Fenster eilte und hinaussah.
"Ruft die Wachen!" Brüllte er plötzlich, doch keiner schien sich angesprochen zu fühlen.
"Wird's bald! Sucht sie und haltet sie auf!" Brüllte er erneut mit einem donnernden Unterton, worauf alle Anwesenden wie aufgescheuchte Hühner aufsprangen, sich hier und da eine Waffe zur Hand nahmen und aus dem Saal stürmten.
Der Käfig in dem Mia steckte schaukelte bei dem Trubel hin und her, dass es ihr beinahe Schlecht wurde.
Ihr war egal was hier jetzt gerade von statten ging, für sie zählte nur das sie alleine war und bei Gott auch wenn sie im Körper einer Katze steckte, so hatte sie immer noch den Verstand eines Menschen. Demnach musste sie es doch schaffen dieses verdammte Schloss an dem Käfig aufzubekommen, was danach war konnte sie sich immer noch überlegen wenn es soweit war. Verzweifelt versuchte sie mit den Pfoten des Schloss auf irgendeine Art aufzubekommen, als das nichts half, nahm sie die Krallen zur Hilfe, was allerdings auch nicht mehr Erfolg brachte.
Mit ständigem Blick auf das in der Eile offen gelassenen Tores kämpfte sie nicht nur mit dem Schloss sondern auch mit der erneut ansteigenden Panik.
Bitte geh doch auf! Wünschte sie in Gedanken, doch als sich nicht rührte warf sie kreischend vor Wut und Verzweiflung das Schloss gegen die Eisenstäbe, ging hastig im Kreis und sah wieder auf das Tor, als es um sie knackte.
Mit einem ungläubigen Blick sah sie auf das Schloss, dessen Riegel wie von selbst aufgesprungen war und die Tür sich bereits einen Spaltbreit aufschob. Überglücklich stieß sie mit einer Pfote die Öffnung weiter auf und erhoffte sich eine schnelle Flucht, als sie ihr Gewicht allerdings auf die Öffnung hin verlagerte, ratterte es zuerst leise über ihr und als sie hinauf sah, erkannte sie das ein weiteres Schloss das die Kette an dem Käfig befestigte ebenfalls geöffnet war. Durch das fehlende Gleichgewicht zog sich eine Öse langsam aus dem Riemen und noch bevor Mia reagieren konnte, ratterte die Kette samt Käfig hinab, hielt in der Luft baumelt an, kippte mit einem Schlag zur Seite und Mia rutschte Kopfüber aus ihrem Gefängnis in die Tiefe.
"Aua!"
Unsanft landete Mia auf dem harten Boden, zwischen Teilen von Geschirr, einzelnen Stühlen und verstreuten Lumpen von denen sie gar nicht wissen wollte für was diese benutzt wurden.
Die Perspektive aus der sie ihre Umgebung mustern konnte und die Tatsache das ihre Stimme zurückgekehrt war verriet ihr schnell, dass sie als Mensch auf dem Boden gelandet war.
Leise grummelnd richtet sie sich auf, klopfte den Staub von ihrer Hose und sah sich rasch um, ob sie immer noch alleine war.
Das durfte doch einfach nicht wahr sein!
Mit kritischem Blick nach oben auf den bedrohlich über ihr baumelnden Käfig, trat sie einen Schritt zur Seite um nicht durch Zufall auch noch erschlagen zu werden.
Ein knarren ließ sie schreckhaft umfahren, doch nachdem sie nach dem wiederholten Male niemanden sah, der das Geräusch hätte auslösen können, wurde sie etwas ruhiger und trat zu dem Fenster um sich ihre Umgebung genauer anzusehen.
Warmer Wind kam ihr aus der Fensterlosem Öffnung entgegen an dem Mia nur zaghaft herantrat, einerseits damit sie niemand sah, andererseits damit sie nicht hinausfiel, da es mit Sicherheit etliche Meter steil hinab ging. Der Ausblick der sich ihr erbot, konnte sie nicht wirklich begeistern, da sie genau das sah, was sie sich so sehnlichste Gewünscht hatte nicht vorzufinden.
Unter ihr ergaben sich zuerst duzende kleiner Hütten einer Mittelalterlichen Stadt und nachdem begrenzt durch eine Steinerne Mauer lag ein unendlich wirkendes Labyrinth.
Tonlos, schloss Mia die Augen, schüttelte ungläubig den Kopf und trat langsam zurück.
"Gefunden wonach Ihr sucht?"
Die Worte hallten noch einmal in ihren Gedanken gegen ihren Schädel und ihr rasender Verstand war alles was sich an Mia noch rührte.
Wie ein erwischtes Kind stand sie mit dem Rücken zu der Person die sie ertappt hatte und war unfähig auch nur einen Muskel zu bewegen.
Selbst die Luft hatte sie in jenem Moment angehalten, und die Situation verschlimmerte sich als die Person etwas näher trat.
"Umdrehen!" Wurde ihr befohlen, doch Mia war außer Stande sich zu bewegen.
"Na wird's bald?" Donnerte es, worauf sie leicht zusammenzuckte und sich kerzengerade hinstellte. Langsam und ohne größere Bewegungen drehte sie sich vorsichtig und blickte wie vermutet in das Gesicht des Koboldkönigs, der seine Arme verschränkt vor der Brust hielt und sie mit finsterem Blick musterte.
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