Disclaimer – alle bekannten Figuren in dieser Story gehören ausnahmslos J.K. Rowling... ich spiele nur ein wenig mit ihnen (und wenn ich fertig bin, lege ich sie wieder zurück in die Kiste. Versprochen).

-+- Der Schlüssel zum Erfolg -+-

Teil 1 – ein passendes Geschenk

Hermione Granger, Hogwarts-Absolventin mit Auszeichnung und seit knapp einem halben Jahr diplomierte Bibliothekarin und Bücherkundlerin, lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück und schloss die Augen. Sie fühlte sich zu Tode erschöpft, obwohl schon seit 1 Woche Weihnachtsferien waren. Hätte sie gewusst, wie viel Arbeit mit der Annahme der Bibliothekars-Stelle in Hogwarts verbunden war, hätte sie Dumbledores Angebot vielleicht nicht akzeptiert.

'Hättest du doch.', gab Hermiones innere Stimme unaufgefordert auf die nicht gestellte Frage Antwort.

Ja es stimmte. Sie hätte alles akzeptiert und alles getan, nur um wieder nach Hogwarts zurück kehren zu können. Es war in ihren sieben Schuljahren, die sie hier verbracht hatte, mehr als ein Zuhause für sie geworden: Sie war ein Teil von Hogwarts geworden, genauso wie Hogwarts ein Teil von ihr wurde, und als sie die Schule nach ihrem Abschluss hatte verlassen müssen, war es, als hätte man ihr ein Körperglied amputiert. Ihr Herz begann augenblicklich wieder schneller zu schlagen, als sie an Dumbledores Brief vor 6 Monaten dachte, in dem er ihr die Stelle als Bibliothekarin angeboten hatte, nachdem Madame Pince sich entschieden hatte, die Schule endgültig zu verlassen und sich nur noch um ihren bettlägerigen Mann zu kümmern. Des einen Freud, des andren Leid.

Nach sechs Jahren intensiver Aus- und Weiterbildung an der Berkeley Universität war Hermione Granger endlich wieder nach Hogwarts zurück gekehrt. Am gleichen Tage ihrer Ankunft hatte sie ihr neues Reich in Beschlag genommen, ihr Refugium, ihren persönlichen Garten Eden. Sie schritt stolz die langen, beinahe endlosen Korridore zwischen den Bücherregalen ab und liess ihre Gedanken zurück zu ihrer Schulzeit wandern. Es war verrückt, doch sogar mit geschlossenen Augen fand sie sich ohne Probleme in dem grossen, überfüllten Raum zurecht. Sie wusste ohne nachdenken zu müssen, wo welche Bücher zu allen erdenklichen Sachgebieten zu finden waren, welche davon am informationsreichsten und welche eher trivialer Natur waren.

Madame Pince hatte die Bibliothek in einem nicht zu bemängelndem Zustand hinterlassen, doch nichts desto trotz hatte sich Hermione sogleich an die Arbeit gemacht: Die langen Bücherlisten wurden geprüft und überarbeitet, die vorhandenen Bücher durchgesehen und teilweise zur Reparatur verschickt, sowie neue Werke und Schriften 'en masse' bestellt. Ihre Arbeit war wie ein Fass ohne Boden, musste Hermione schnell erkennen, und auch jetzt noch, Ende Dezember, war sie mit Nachbestellen, Katalogisieren und Einreihen beschäftigt.

Sie seufzte schwer, die Augen immer noch geschlossen, und hob ihre Tasse schwarzen Kaffees auf, um dessen Duft einzuatmen. Heute würde sie die Arbeit mal für einen Tag lang ruhen lassen, denn heute war schliesslich Weihnachten... oder zumindest würde sie am Nachmittag frei nehmen... oder... noch einmal seufzte sie, genau wissend, dass sie höchst wahrscheinlich trotzdem den ganzen Tag arbeiten würde, bis Twinkey, die kleine Hauselfe, sie an das Nachtessen erinnerte.

Sie war im Grunde genommen rundum zufrieden mit ihrem Leben, ihrer Arbeit als Bibliothekarin und ihrer Umgebung. Eigentlich. Abgesehen von einigen kleinen Details:

1. Der Job liess ihr so wenig Freizeit, dass sie seit Wochen, wenn nicht gar Monaten, nicht mehr bei Tageslicht draussen gewesen war. Sie stand vor Tagesanbruch auf und kroch abends wieder ins Bett, wenn längst der Mond hoch am Himmel stand.

2. Dadurch, dass ihr so wenig Freizeit blieb, hatte sie ihre Freunde schon seit längerem nicht mehr gesehen und nur via Floh-Netzwerk oder Eulenpost mit ihnen gesprochen oder von ihnen gehört.

3. Keine Freizeit hiess auch keinen festen Freund... was wiederum hiess: KEINEN SEX. Wie frustrierend.

4. Als erschwerende Tatsache einen Freund gemäss Punkt 3 zu finden, kam Punkt 1. Sie hatte einfach keine Zeit und Energie, sich ins Nachtleben von Hogsmeade oder Diagon Alley zu stürzen, um jemand passendes zu finden.

5. Als weitere, noch gewichtigere Tatsache kam zu Punkt 3 und 4 hinzu, dass es hier in Hogwarts einfach keine Auswahl an passenden Männern für sie gab. Ausser einem. – Nein, darüber wollte sie erst gar nicht nachdenken -

6. Diese kleinen, unfähigen Bälger (genannt Schüler), welche ihr sorgfältig konzipiertes und ausgeklügeltes Archivierungs- und Ablagesystem jeden Tag aufs neue durcheinander brachten, indem sie die ausgeliehen Bücher achtlos in irgendeine Lücke zurück stellten. Nicht zu erwähnen diejenigen, welche die Bücher in einem so schlechten Zustand zurück brachten, als hätte eine Horde Pixies eine Woche damit Weitwurf geübt.

7. Wurde 'kein Sex' schon erwähnt?

8. Ihr Tischnachbar (siehe Punkt 5 – aber darüber wollte sie nicht nachdenken). Ein höchst irritierendes und ärgerliches, männliches Exemplar der Spezies Mensch. Zusammen mit Madame Pinces Arbeit und Bibliothek hatte sie nicht nur deren private Räume übernommen, sondern auch die übrigen Lücken ausgefüllt, die sie hinterliess – sprich; ihren Sitzplatz am Lehrertisch. Und der Tischnachbar zu ihrer Linken war niemand anderes als Professor Severus Snape. Manche Schüler munkelten, dass er ein Vampir war oder sonst ein grausiges Wesen aus der Mythologie, doch diese Ansicht teilte Hermione Granger nicht. Sie hatte zumindest noch nie von einem Kaffee-süchtigen Vampir gehört. Nicht zu verleugnen war jedoch seine zumeist überaus schlechte Laune seit... seit sie hier begonnen hatte zu arbeiten. Oder genauer genommen, seit sie ihn kannte. Nur manchmal, da... nicht darüber nachdenken!

Angesichts dieser Liste, die sie noch beliebig hätte fortsetzen können, wunderte sich Hermione, ob ihr Leben wirklich so zufrieden stellend war, wie sie es immer behauptete. Noch einmal seufzte sie und liess den Kaffeeduft ihre Sinne streicheln. Weihnachten würde sie sich deshalb nicht verderben lassen, auch wenn sie die dieses Jahr nicht mit ihren Eltern verbringen konnte, welche die Feiertage auf Mauritius begingen.

'Nur nicht daran denken, am Strand zu liegen und sich von der Sonne braten zu lassen. Nur nicht daran denken, wie schön es wäre, ein paar Tage ruhig und ungestört, fernab von Kälte und Schneestürmen, in der wärmeren Gefilden zu verbringen und exotische Cocktails zu schlürfen.', rezitierte sie.

"Glauben Sie nicht, Miss Granger, dass der Kaffee seine Wirkung besser entfalten könnte, wenn Sie ihn trinken würden anstatt nur daran zu riechen?", riss eine bekannte Stimme voller Ironie sie aus ihren Gedanken.

Verärgert öffnete sie ihre Augen und funkelte Severus Snape über den Rand ihrer Tasse an. So 'gut' gelaunt (wenn diese Bezeichnung für ihn überhaupt Gültigkeit hatte) wie er war, nahm sie an, dass er bereits seine morgendliche Ration Kaffee in seinem Quartier zu sich genommen hatte.

'Nicht heute, bitte nicht. Nicht an Weihnachten! Geh weg! Lass mich in Ruhe!', hätte sie ihn am Liebsten angeschrieen und ihm den Kaffee ins Gesicht geschüttet, nur um sein hämisches Grinsen von seinem Gesicht zu wischen, doch sie liess es sich nicht anmerken. Statt dessen erwiderte sie, so höflich wie es gerade möglich war: "Ihnen auch einen guten Morgen, Professor Snape. Und frohe Weihnachten."

Snapes Antwort ob ihrer Nicht-Reaktion auf seine Worte war ein unverständliches Gemurmel, und er presste seine Lippen zu einer dünnen Linie zusammen, als er sich ohne sie weiter anzublicken hinsetzte. "Weihnachten!", schnaubte er und setzte sich daran, das Brötchen auf seinem Teller mit mehr Gewalt als nötig aufzuschlitzen.

Nachdem Hermione ihre aufgeriebenen Nerven mit einigen Schlücken aus ihrer Tasse beruhigt hatte, begann sie zu überlegen, wie sie das vorhin durch sie kurzerhand gekappte Gespräch mit Snape wieder aufnehmen konnte. Sosehr sie ihn auch oftmals verabscheute, so genoss sie das freundlich-sardonische Geplänkel mit ihm trotzdem. Wenn sie mit ihm eine verbale Diskussion ausfocht, konnte sie sich wenigstens so geben, wie sie war. Manchmal siegte er und liess sie verstummen, manchmal gewann sie und er anerkannte ihren Sieg mit einem kaum merklichen Kopfnicken. Snape war ein guter Lehrer in dieser Hinsicht.

Unauffällig beobachtete sie ihn, als er seinem Brötchen eine Gnadenfrist gewährte und statt dessen zur Kaffee-Tasse griff. Lange, feingliedrige Finger schlossen sich um das dunkelgrün glasierte Steingut, und Snape schloss für einen kurzen Moment die Augen. Langsam führte er die Tasse zu seinen Lippen, und bevor er einen Schluck daraus nahm, atmete er ebenfalls den angenehmen Duft des Inhaltes ein.

Dies hätte eigentlich das Stichwort für Hermione sein müssen, ihm seinen Kommentar von vorhin heim zu zahlen, doch im Moment war sie zu sehr damit beschäftigt, das Bild, welches er bot, in sich aufzunehmen und zu verarbeiten: Snapes Lippen, beinahe sinnlich anmutend, die sich langsam auf den Rand der Tasse legten, die Augen, die sich erneut schlossen und seine Kehle, die sich bei jedem Schluck bewegte. Dann, als sich seine Augen wieder öffneten - für den Bruchteil einer Sekunde - dieser wohlige, zufriedene Ausdruck darin zu erkennen, der auch sie jedes Mal durchflutete, wenn sie Kaffee trank.

Sie schaute irritiert weg. Wo waren diese Gedanken plötzlich her gekommen? Sinnlich und Snape in einem Satz zu denken? Vielleicht hatte sie heute Morgen noch nicht genug Kaffee getrunken. Definitiv. Oder der Mangel eines Mannes in ihrem Bett machte ihr doch mehr zu schaffen, als sie gedacht hatte.

Das Gekreische der Eulen, welche die Weihnachtsgeschenke von Verwandten und Freunden fernab von Hogwarts an die hier gebliebenen Schüler und Lehrer auslieferten, unterbrach ihre Gedankengänge – worüber sie nicht unbedingt unglücklich war. Sie hatte gar nicht mehr daran gedacht, dass noch mehr Präsente kommen könnten, abgesehen von denen ihrer Kollegen und einigen Schülern, welche immer noch ungeöffnet in ihrem Quartier lagen.

Einer besonders tief fliegender Eule wich sie geschickt zur Seite aus, als diese auf sie zugesteuert kam. Es war Errol, und mit seiner berühmt berüchtigten Treffsicherheit landete das unförmige Paket genau auf ihrem mit Honig beschmierten Brot. Es war unverkennbar eines mit mehreren Geschenken der Weasley-Familie darin, und mit einem Lächeln auf den Lippen legte sie es zur Seite, nachdem sie es sauber gewischt hatte.

Immer mehr Eulen durchflogen die Halle, und aus einem Geschenk für Hermione wurden zwei, dann drei, dann acht. Auch Snape wurde nicht verschont, bemerkte sie, als sie einen kurzen Blick in seine Richtung warf. Drei Päckchen plus zwei Briefumschläge.

"Und ich habe immer gedacht, Sie hätten Weihnachten für sich abgesagt.", neckte sie ihn, erhielt jedoch bis auf ein Schnauben keine Antwort.

Hermione zuckte mit den Schulter und begann, ihre Geschenke zu öffnen. Von Ron erhielt sie, wie immer, Schokoladenfrösche, Bertie Bott's Bohnen und die neuste Erfindung von den Weasley-Zwillingen, welche sie jedoch nicht hier am Tisch testen wollte. Von Mrs. Weasley bekam sie, auch wie immer, einen dunkelroten Strickpullover, zusammen mit einer liebenswürdigen Karte. Beim dritten Geschenk stutzte sie, las die dazugehörige Karte, legte es dann vorsichtshalber zur Seite und nahm das vierte zur Hand.

Als alle Geschenke ausgepackt waren, suchte sie sich das dritte unter dem Stapel zerrissenen Packpapiers wieder hervor. Vorsichtig tastete sie es ab, schüttelte es leicht (*klongtock*) und runzelte die Stirn. Was konnte es nur sein? Erneut las sie die Karte und allmählich ahnte sie schreckliches. Sollte sie es wirklich hier auspacken?

Aus dem Augenwinkel heraus konnte sie erkennen, dass Snape seine Geschenke bereits ausgepackt hatte und nur noch den letzten Umschlag in den Händen hielt. Er hatte ihn geöffnet und fasste hinein, doch konnte sie nicht erkennen, was er kurz heraus genommen hatte und gleich darauf wieder hinein fallen liess. Nun hielt er ein kleines Kärtchen in der Hand, welches er mit einem etwas verwirrten Gesichtausdruck las:

---------------------------------------------------------------------------------

Verehrter Professor Snape

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes, neues Jahr.

Sie kennen uns nicht und mögen sich vielleicht über dieses kleine Geschenk wundern, doch hoffen wir, dass Sie schnell genug den Verwendungszweck herausfinden werden...

gez.
Rachel & Isi

---------------------------------------------------------------------------------

Ohne dass Hermione einen Blick auf das Geschriebene hatte erhaschen können, steckte er die Karte wieder zurück und legte den Umschlag zur Seite. Dann schaute er hoch zur reduzierten Schülerschar, zu den übrigen Personen am Lehrertisch und schliesslich auf Hermiones Hände mit dem Geschenk.

Sie wusste genau, dass wenn sie es jetzt nicht auspackte, Snape dies gegen sie verwenden und sie damit aufziehen würde. Unmerklich strafften sich ihre Schultern, und sie begann, das Stoffband mit der Karte vom Paket zu lösen und dieses zur Seite zu legen. Dann löste sie geschickt die Klebstreifen, welche das blaue Papier mit den roten Herzen an Ort und Stelle hielten, und schälte eine Schachtel heraus. Es war unverkennbar Muggle-Papier - denn sonst hätten die Herzchen womöglich noch irgendwelchen Unsinn miteinander angestellt - worüber Hermione nicht undankbar war.

Der Aufmerksamkeit ihres Tischnachbarn vollkommen bewusst, öffnete sie die Schachtel langsam und linste hinein. So langsam wie Hermione sie geöffnet hatte, so schnell schloss sie sie auch wieder und begrub sie hastig unter dem Geschenkpapier vor sich. Ein verdächtiges *klongtock* ertönte dabei aus der harmlos aussehenden Schachtel. Augenblicklich überzog eine deutlich sichtbare Röte ihr Gesicht, und ihre Ohren glühten. Sich nichts anmerken lassen wollend, griff sie zu ihrer Tasse, wurde jedoch von Snape unterbrochen.

"Was kann sich denn in dieser unscheinbaren Schachtel befinden, dass es unserer Miss Granger die Schamesröte ins Gesicht treibt?", fragte er sie leise und pflückte die dazugehörige Karte vom Tisch. Unfähig sich zu bewegen, beobachtete Hermione ihn, wie er die Karte öffnete und mit hochgezogener Augenbraue zu ihr blickte, bevor er zu lesen begann:

---------------------------------------------------------------------------------

Liebe Hermione

Wir wünschen Dir frohe Weihnachten und ein gutes, neues Jahr.

Es tut uns jedes Mal leid zu lesen, was das Nicht-Vorhanden-Sein Deines Sex-Lebens anbelangt, und so haben wir uns nach langem Überlegen für das beiliegende Geschenk entschieden. Kopf hoch! Es muss doch wenigstens EINEN Mann bei Dir an der Schule geben, der würdig ist, sie zu tragen – oder wie auch immer Deine Präferenzen aussehen... Go for it!

Liebe Grüsse
Rachel & Isi

P.S.: Und vergiss nicht, uns anschliessend davon zu erzählen!

---------------------------------------------------------------------------------

Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen, als er die Karte wieder schloss und akkurat neben ihren Teller zurück legte. Seine nächsten Handgriffe waren so präzise und zielsicher, dass Hermione seine Absicht zu spät erkannte und keine Chance hatte, sie abzuwehren. Triumphierend hielt er die Schachtel in seinen Händen.

"Wollen wir doch einmal sehen...", begann er und hob langsam den Deckel an.

"Geben Sie das augenblicklich zurück!", zischte Hermione, jedoch ohne Erfolg, Snapes Bewegung stockte nicht einmal. Erneut flammte Röte in ihrem Gesicht auf, und sie biss sich auf die Unterlippe, ihn nicht aus den Augen lassend.

Er lachte nicht, als er den Inhalt der Schachtel erblickte, doch sie konnte seine Mundwinkel verdächtig zucken sehen. Unbehaglich rutschte sie auf dem Stuhl hin und her. Das gefiel ihr nicht. Nicht wirklich, zumindest.

Ohne Kommentar schloss er die Schachtel wieder, lehnte sich zu Hermione herüber und flüsterte ihr amüsiert ins Ohr: "Handschellen, Miss Granger? Wirklich schon so verzweifelt?... Und wer wird der Auserwählte sein?"

Ihr Kopf drehte sich ruckartig zu ihm, und sie schlug mit ihrem Wangenknochen gegen seine Nase. Blitzartig schoss ihre Hand nach vorne und riss im die Schachtel aus der Hand, aus der wiederum ein *klongtock* ertönte, als der Inhalt durcheinander geschüttelt wurde.

"Das", begann sie empört und trotzig, "werden garantiert NICHT Sie sein! So verzweifelt kann ich gar nicht werden – da nehm' ich mir vorher Professor Flitwick ins Bett!"

Wütend stand sie auf, sammelte die ausgepackten Geschenke ein und stampfte davon. Snape sah immer noch zur Türe, als diese schon längst wieder geschlossen war. Ein kurzes Lächeln flackerte über seine Lippen, bevor er sich wieder seinem Frühstück zuwendete.

'Das werden wir ja sehen.', entschied er leise, nippte an seinem Kaffee und dachte daran, dass sich in der Schachtel nur Handschellen befunden hatten. Dann wanderten seine Gedanken zum kleinen Schlüssel, welcher sich im Couvert neben ihm auf dem Tisch befand.

***

~~~ Ende Teil 1 ~~~

-- dieses Kapitel wurde Ihnen präsentiert von Nescafé --

TBC...

P.S.1: An dieser Stelle, danke herzlichst an Rachel und Isi für die handfeste "Inspiration"... *gg* - ich hab' euch ja gewarnt! *knuddel*

P.S.2: Keine Bange, die Story wird ihrem Rating (irgendwann, hoffe ich) gerecht werden. Es ist gut möglich, dass die Geschichte den Rahmen sprengt, was bei ff.net gestattet ist... in dem Falle jedoch werde ich den Link hier angeben. :-))