°°°Briefe aus Askaban°°°

15.

In Rumänien war es gerade nachmittags, als Draco mit letzter Kraft über die Türschwelle trat.

Ron war nach einem äußerst anstrengenden Vormittag, an dem er die Drachenkäfige ausmisten musste, erst einmal wie tot ins Bett gefallen, um wieder Kraft für den restlichen Tag zu tanken. Charlie bezeichnete dies als Grundausbildung, allerdings war er nun schon über ein halbes Jahr hier, da konnte es wohl kaum noch sein, dass er nur den Mist der Drachen wegmachen musste. Doch seinem Bruder schienen Rons wüste Beschimpfungen nichts auszumachen.

In seinem Zelt war überall Kleidung verstreut, doch ihn störte es nicht. Seine Mutter würde bei diesem Anblick vermutlich ausrasten, aber hey, sie war nicht hier. Stattdessen stand er jetzt unter Charlies Fuchtel. Trotzdem, dachte sich Ron, war das immer noch besser, als zuhause zu sein und jeden Tag im Ministerium zu hocken. ‚Wenn Mum wüsste, mit was für Drachen wir es hier zu tun haben, hätte sie mich nie und nimmer gehen lassen', war es ihm vor dem Wegnicken noch durch den Kopf gegangen.

In dem Moment, wo sich Draco Malfoy blutend in die Zuflucht schleppte, schreckte er plötzlich aus dem Schlaf. Sein Herz pochte wie rasend. Verwirrt setzte er sich in seinem Bett auf und blickte sich in dem Dämmerlicht des Zeltes um. Nichts zu sehen. Was hatte ihn aufgeweckt? Leise saß er da und lauschte auf Geräusche von außerhalb des Zelts. Doch außer dem lauten Atmen der Drachen, deren Gehege nicht allzu weit entfernt war, konnte er nichts hören. Langsam ließ er sich wieder zurücksinken. Es war nichts gewesen.

Doch als ihm im selben Moment eine Welle von seltsam bekannten Gefühlen überrollte, wusste er, was es war. Überrascht riss er die Augen auf und setzte sich wieder in seinem Bett auf.

‚Aber das ist doch...'


Zur selben Zeit, als Ron Tausende von Meilen entfernt so unsanft auf seinem Schlaf gerissen wurde, saß Harry gerade in seinem Büro und erledigte mal wieder einen Stapel von Papierkram. In letzter Zeit saß er öfter in seinem Büro, als dass er draußen war und sich um die Todesser kümmerte. Und nun auch noch die Flucht von Draco Malfoy, die ihre Abteilung in Atem hielt...

Natürlich hatte er sich diesen Fall übertragen lassen, doch er musste erst seine restlichen Arbeiten erledigen, ehe er sich Malfoy zuwenden konnte. Daher hatten sich zwei gewisse Auroren namens Morry und Fentil auf Spurensuche gemacht. Bisher hatte er allerdings noch keine Zeit gehabt, ihre Ergebnisse mit ihnen zu besprechen. Sehnsüchtig starrte Harry zu dem Fenster an seiner rechten hinaus, wo verlockend sie Sonne schien, als ganz plötzlich der Alarm ausgelöst wurde.

Es geschah völlig unerwartet. In seinem Kopf schien eine Sirene loszugehen und sein Puls beschleunigte sich rasend. Stutzig blickte er sich in seinem ovalen Büro um, auf der Suche nach der Quelle dieses komischen Gefühlsausbruch. Dann wurde ihm schlagartig bewusst, was das zu bedeuten hatte.

Hermines Schutzzauber! Irgendjemand war verletzt und befand sich in der Zuflucht.

Eilig griff er nach seinem Zauberstab und stieß seinen Stuhl weg. Dann hastete er zum Kamin hinüber und griff sich eine Hand voll Flohpuder.

„Zur Zuflucht", rief er eilig und schritt in die grünen Flammen.


Hermine erging es ähnlich, bis auf dass sie sofort wusste, worum es sich bei dem Gefühl handelte. Als sie auf einmal von diesem Herzrasen erfasst wurde, befand sie sich gerade mitten in einer ihrer Vorlesungen. Ohne lange zu zögern sprang sie von ihrem Platz und eilte unter den fragenden Blicken der anderen Studenten aus dem Saal.

Wieso war der Alarm ausgelöst worden? Was war mit Draco geschehen? Er musste verletzt sein, sonst gäbe es keinen Alarm. Hastig jagte sie durch die Gänge der Universität, während sie ihn vor ihrem inneren Augen schon tot daliegen sah. Sie musste raus hier! Innerhalb des Gebäudes gab es zwar Kamine, die sie hätte benutzen können, aber von dort hätte man leicht ihre Spur verfolgen können. Und das konnte sie nicht riskieren. Also musste sie apparieren.

Endlich stieß sie die große Eingangstür der Uni auf und rannte keuchend ins Freie. Die Sonne schien strahlend auf den Campus hinab, doch dafür hatte Hermine im Moment keine Augen. Die Panik in ihr schien die Überhand zu gewinnen. Die Leute um sie herum kaum wahrnehmend, rannte sie um das Gebäude und suchte nach einem möglichst menschenfreien Ort.

Als sie den endlich gefunden hatte, musste sie sich erst mal ruhig hinstellen; einerseits, um Luft zu holen und andererseits, um genügend Konzentration zum Apparieren zu sammeln. Allerdings war es gar nicht so leicht, gegen ihre Panik anzukommen, die in Schüben durch sie hindurch jagte.

Als sie sich endlich beruhigt hatte, kniff sie die Augen zu und konzentrierte sich auf das Dorf, in dem die Zuflucht lag. Mit einem krachenden Geräusch war sie verschwunden...


„...Und wenn du mir jetzt immer noch erzählen willst, dass sie sich doch ganz normal verhält, dann muss ich dich wohl in St. Mungos einliefern lassen", sagte Morry zu seinem Kollegen Fentil, der neben ihm auf der Bank saß. Sie hatten sich unauffällig, also in Zivil statt ihren dunklen Anzügen, auf den Campus begeben und sich dort eine abgelegene Bank gesucht, wo sie den ganzen Vormittag verharrt hatten. Mittlerweile hatte Fentil das Gefühl, dass er die Fassade des altehrwürdigen Universitätsgebäudes vor sich schon auswendig kannte, so lange wie sie hier schon saßen und auf Hermine Granger warteten.

„Hmm", murrte er missmutig. Er hasste es, wenn es so aussah, als würde sein Partner recht behalten. „Und du willst ihr gar nicht hinterher rennen?", fragte er Morry mit gelangweilter Stimme. Dieser drehte seinen Kopf zu ihm. „Sag mal, wie hast du es bloß geschafft, Auror zu werden? Es ist doch wohl logisch, dass sie bereits desappariert ist. Wieso sollte sie sonst so panisch herumgerannt sein wenn nicht auf der Suche nach einem passenden Ort?"

Dieser Kommentar machte Fentil nur noch mürrischer. „Ich hatte hervorragende Noten, klar?!", verteidigte er sich. „Phh", schnaubte Morry. „Wohl eher hervorragende Beziehungen." Doch als er sah, wie sich das Gesicht seines Partners verdüsterte, hob er schnell abwehrend die Hände. „Schon gut, war nicht ernst gemeint."

Schlecht gelaunt ließ sich Fentil gegen die Lehne der Bank sinken. „Also, was hast du nun vor? Unser ewiges Rumsitzen hat uns ja nichts gebracht." Den leichten Vorwurf überhörend stand Morry auf. „Ganz einfach. Wir gehen zu ihr nach hause." Fentil schüttelte den Kopf. „Wozu? Sie wird wohl kaum dorthin appariert sein."

Daraufhin drehte sich Morry zu ihm um. „Genau. Und weißt du, was das bedeutet?" Erwartungsvoll sah er seinen Kollegen an, doch dieser blickte nur höflich fragend zurück. „Nein? Nun, dann kläre ich dich mal auf: Wenn Miss Granger nicht zuhause ist, dann ist das für uns die ideale Gelegenheit, uns mal ihre Wohnung anzusehen", erklärte er mit einem Grinsen.

„Morry, bist du verrückt?! Wie bist du bloß Auror geworden? Das, was du vorhast, nennt man Einbruch! Wir brauchen einen Durchsuchungsbefehl, wenn wir Zutritt zu ihrer Wohnung haben wollen. Und den kriegst du nicht ohne schlagkräftige Beweise."

„Und bisher haben wir noch keine Beweise. Aber glaub mir, die werden wir finden. In ihrer Wohnung."

Fentil seufzte geschlagen. „Dafür können wir entlassen werden, das ist dir doch bewusst, oder?" Morry grinste nur.

„Wir brauchen uns ja nicht erwischen lassen..."


„Hermine!", rief Harry panisch, als er aus dem Kamin in der Zuflucht kletterte. Hastig durchsuchten seine Augen den Raum, doch er konnte sie nirgends ausmachen.

„Hermine, wo bist du?!", rief er wieder und durchquerte den Raum. In der Küche war sie auch nicht zu finden. Harrys Unbehagen wuchs. Was konnte ihr passiert sein? Gerade rannte er zum Flur hinüber, um die oberen Stockwerke zu durchsuchen, da sah er ihn.

„Was?!"

Wie angewurzelt blieb er stehen. Er konnte nicht glauben, was er da sah:

dort, mitten im Flur, lag blutend und leichenblass, Draco Malfoy. Flüchtling aus Askaban, Todesser, Mörder von Dumbledore. Hier! In seinem Haus! Für eine Sekunde konnte sich Harry nicht rühren. Sein Verstand schien ausgeschaltet zu sein. Dann, als die Lähmung von ihm abfiel, ging er vorsichtig auf den am Boden liegenden Draco zu und kniete sich neben ihm nieder, natürlich nicht, ohne seinen Zauberstab griffbereit zu haben.

„Malfoy?!", sprach er ihn an und stupste ihn leicht mit dem Stab gegen die Schulter. Doch er rührte sich nicht. Durch die blutverkrusteten Haare hindurch konnte Harry erkennen, dass er seine Augen geschlossen hatte. „Verdammt, was tust du hier?", murmelte Harry vor sich hin, während er ihn auf den Rücken drehte. „Autsch", sagte er ironisch, als er Dracos Gesicht sah. Offensichtlich war ihm die Nase gebrochen worden. Das Blut floss dunkelrot aus ihr hervor. Auf der Stirn hatte er eine große Beule und einige hässliche aussehende Kratzer.

„Na, da hat dich aber jemand voll erwischt", murmelte Harry. „Wollen wir doch mal sehen, was du so zu erzählen hast." Damit richtete er seinen Zauberstab auf Draco und sagte „Enervate".

Sofort schlug Draco die Augen auf. Verwirrt blinzelte er ein paar Mal, bis er bemerkte, dass Harry Potter mit erwartungsvoll glitzernden Augen über ihn gebeugt war. Es dauerte einen Moment, bis diese Information zu seinem Gehirn durchgedrungen war. Doch als sie dann angekommen war, kam die Reaktion plötzlich.

„Scheiße", fluchte er unterdrückt und versuchte hastig, von Harry wegzukriechen, doch augenblicklich wurde ihm wieder schwarz vor Augen. Er stöhnte gequält auf, als der Schmerz ihn durchfuhr.

„So könnte man es sagen, ja", erwiderte Harry fies grinsend und setzte Draco seinen Zauberstab auf die Brust, direkt auf die Stelle, wo unter der Haut das Herz pulsierte.

„Und jetzt erzähl mir sofort, was du hier tust, bevor ich dich zurück nach Askaban schicke!"

Draco sah von dem auf ihn gerichteten Zauberstab hoch zu Harry, der ihn mit einer Mischung aus Triumph und Wut anstarrte. Offensichtlich meinte er es bitterernst. Draco musste blinzeln; seine Augen brannten von dem Blut, welches ihm hineingelaufen war.

„Rede schon!", zischte Harry scharf, seine Ungeduld war mehr als offensichtlich. Draco leckte sich kurz über die trockenen Lippen und holte tief Luft. Doch statt zu antworten, stellte er seinerseits eine Frage, die ihn beschäftigte. „Wieso bist du hier?", wandte er sich mit schwacher Stimme an Harry. Dieser verzog wütend das Gesicht.

„Du bist hier nicht fürs Fragenstellen zuständig, Malfoy", knurrte er, doch als er sah, wie schwer Dracos Atem ging, erbarmte er sich doch zu einer Antwort. „Du hast den Alarm ausgelöst. Und jetzt erklär mir, wie du hierher gekommen bist!"

Aber Draco schien ihn kaum gehört zu haben. Harrys Worte hatten bei ihm eine Erinnerung wachgerufen. In Gedanken erinnerte er sich daran, wie Hermine ihm gleich nachdem sie die Zuflucht erreicht hatten die verschiedenen Schutzzauber erklärt hatte.

Sobald jemand Verletztes sich im Haus befindet, wird ein stummer Alarm ausgelöst. Ron, Harry und ich kriegen dann sofort eine Nachricht zugesandt...

Verdammt! Wieso hatte er daran nicht gedacht? Zum zweiten Mal an diesem Tag verfluchte er sich dafür, dass er nicht auf Hermines Rat gehört hatte, nicht aus dem Haus zu gehen. Jetzt stand Harry Potter über ihm, bereit, ihn auch nur bei der kleinsten Bewegung nach Askaban zu schicken. Und es wäre nicht das erste Mal...

Mit sturmgrauen Augen starrte er Harry an. Während sie sich so stumm anblickten, konnte Draco förmlich hören, wie die Räder in Harrys Verstand klickten. Langsam schien die Erkenntnis in ihm hochzukriechen.

„Hermine...", flüsterte er schließlich leise wie zu sich selbst. Natürlich. Nur sie, Ron und er selbst wussten von der Zuflucht. Ohne einen von ihnen hätte Malfoy nie hierher gefunden. Und Ron war es sicherlich nicht gewesen; er wäre nicht einmal nur auf die Idee gekommen, Draco Malfoy zu helfen. Außerdem, er war ja nicht einmal hier. ,

Aber Hermine... sie war ihn Draco verliebt gewesen... war es vielleicht noch immer...

Draco wandte den Kopf ab. Innerlich verfluchte er sich selbst. Nicht nur, dass er sich selbst verraten hatte, nein, er hatte auch noch Hermine da mit reingezogen.

„Sie hat dich hierher gebracht. Sie hat dich irgendwie aus Askaban befreit und dich dann hier versteckt", sagte Harry und klang dabei vollkommen ungläubig. Als Draco das hörte, konnte er nicht länger schweigen. Hermine hatte schließlich nichts mit seiner Flucht zu tun.

„Nein, so ist es nicht gewesen-", setzte er zur Erklärung an, doch Harry ließ ihn nicht ausreden. „Sei still!", brüllte er außer sich und stieß Draco den Zauberstab in die Brust. „Sei still, oder ich..." Er sprach nicht aus, was er dann tun würde, doch die Drohung reichte, um ihm Einhalt zu bieten.

Harry atmete nun ebenso schwer wie Draco; als hätte er bis hierher rennen müssen. Er konnte den Gedanken einfach nicht fassen, dass es Hermine gewesen war, die Malfoy befreit haben sollte. Und doch... es klang logisch. Wieso hätte sie sich sonst so plötzlich vor ein paar Wochen für die Anklageliste interessieren sollen?

Bevor er jedoch noch weiter überlegen konnte, wie sie es bewerkstelligt hatte, ihn zu befreien und unbemerkt hierher zu bringen, hörte er es vor der Haustür rumpeln und im nächsten Moment stolperte Hermine wie gerufen durch den Türrahmen...


„...Du hast ihn verloren?" Ungläubig starrte ihn die schwarzhaarige Frau an. MacNair sah wütend zu Boden. „Er hat mich überrascht", grummelte er.

„Überrascht?! Das ist eine lahme Ausrede! Du hättest ihn dir locker schnappen können, wenn du nur nicht so dumm wärst!" Ihre Augen glitzerten gefährlich, während sie ihn anstarrte.

„Jetzt hör aber auf, Bella!", rief MacNair verteidigend und sah sie wütend an. „Mach den Mist doch selbst, wenn du so scharf drauf bist!"

„Oh, das werde ich auch", erwiderte sie. „Ich habe nicht vor, unseren Lord zu enttäuschen." Damit zog sie ihren Zauberstab aus ihrem dunklen Umhang. „Ich nehme nicht an, dass du weißt, wo er sich hier versteckt?", fragte sie, kaum mit einer Antwort rechnend.

Als MacNair verneinend den Kopf schüttelte, sah die Frau ihn abwertend an. „Sei dir dessen bewusst, dass ich unserem Lord von deinem Versagen berichten werde."

Damit drehte sie sich mit wehendem Umhang von ihm weg und richtete ihren Zauberstab zum Himmel hinauf. „Focus Draco Malfoy", rief sie deutlich. Im nächsten Moment ruckte der Stab und zog sie in die Richtung, wo sich der Verräter aufhielt...


„Ich kann es einfach nicht fassen, dass ich mich von dir immer zu so was überreden lasse", grummelte Fentil mürrisch, während sie vorsichtig durch Hermine Grangers Wohnung schlichen.

„Hör auf, rumzujammern, und such lieber nach was Nützlichem", rief ihm Morry aus der Küche zu. Fentil konnte hören, wie sein Kollege eine Tür öffnete und dann erklang verdächtiges Flaschenklappern. „Im Kühlschrank hat sie bestimmt keine Beweise versteckt", rief er ihm trocken zu. Die Tür ging wieder zu. „Sicher ist sicher", antwortete Morry nüchtern und betrat das Wohnzimmer mit einem Apfel in der Hand.

Fentil verdrehte genervt die Augen. „Erst Einbruch und jetzt auch noch Diebstahl", murmelte er, doch Morry grinste nur und ließ sich auf das Sofa sinken, vor welchem ein niedriger Couchtisch stand.

„Hey, sieh mal. Hier ist Potter", sagte er plötzlich, als sein Blick auf ein gerahmtes Foto auf dem Tisch fiel. Fentil kam zu ihm herüber und blickte kurz auf das Foto, welches Hermine Granger mit Harry Potter, ihrem Arbeitskollegen, und einem rothaarigen Jungen zeigte. Das Foto war anscheinend schon vor ein paar Jahren entstanden, wenn man bedachte, wie jung sie noch wirkten.

„Natürlich, sie gehört doch zu seinen besten Freunden. Glaub ich jedenfalls", sagte er. „Sicherlich auch wieder so eine ‚platonische' Freundschaft", schnaubte Morry verächtlich und stellte das Foto wieder weg. Fentil seufzte.

„Wenn Potter erfährt, dass wir seine beste Freundin verdächtigen, wird er bestimmt nicht sonderlich begeistert sein", gab er zu bedenken.

„Na und? Wenn sie wirklich schuldig ist, kann er uns dankbar sein", erwiderte Morry gefühllos und biss dann kräftig in seinen Apfel. In dem Moment fiel ihm die kleine Schublade in dem Couchtischchen auf. Neugierig öffnete er sie. Neben ein paar unwichtigen Blättern lagen dort auch einige Briefe. Morrys Augen wanderte sofort zu dem Absender hinauf... und triumphierend rief er „Hah!"

Fentil sah ihn überrascht an. „Was gefunden?", fragte er. Morry wedelte mit den Briefen vor seinen Augen herum. „Sieh mal hier." Wortlos nahm er sie entgegen. Auch er bemerkte sofort die Absenderadresse. „Briefe aus Askaban...", murmelte er leise. Morry nickte eifrig. „Und wie viele Leute aus Askaban dürfte Hermine Granger wohl kennen außer Draco Malfoy?"

°°°°°°


...Ähäm, ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll.... es tut mir ja soooo leid!!!!!! Ich hab selbst nen riesen Schock gekriegt, als ich gesehen hab, dass ich das letzte Mal im Dezember geschrieben hatte. Echt, ich muss mich wirklich entschuldigen, dass ich euch so lange hab hängen lassen. Trotz allem hoffe ich, dass ihr das Interesse an der Story nicht verloren habt. Ab jetzt geht es nämlich alles Schlag auf Schlag mit der Geschichte:

Hermine hat Harry einiges zu erklären, Ron kommt nach Hause (auf recht unkonventionelle Art), die Todesser sind Draco auf der Spur und Fentil und Morry kommen der Wahrheit immer näher...

Falls ihr irgendwelche Fragen habt, könnt ihr sie einfach in euren Reviews stellen, oder aber, wenn ihr auf die Antwort nicht bis zum nächsten Kapitel warten wollt, schreibt mir einfach ne Email, da kriegt ihr auf jeden Fall ne Antwort. Eventuelle Rechtschreibfehler müsst ihr mir verzeihen, habe das Kapitel nämlich eben erst fertig gestellt und wollte es aber gleich reinstellen.