Vorwort:

Jeder wünscht sich für Team 7 ein Happy End und ich habe versucht, einen Weg zu finden, sie wieder zusammen zu führen. Die Geschichte spielt einige Jahre nach Shippuuden und beinhaltet die Ereignisse bis Kapitel 402! (Sasuke erfährt nach dem Kampf gegen Itachi die Wahrheit über seinen Bruder.)
Diese Fanfic ist eine Alternative und zeigt, wie es hätte kommen können, wenn Sasuke einen anderen Weg gegangen hätte.


Prolog

In Konohas Straßen kehrte langsam Ruhe ein. Es dämmerte bereits und da es Sommer war, war es auch gegen Abend noch angenehm warm. Die Straßen lehrten sich und die ersten Geschäfte schlossen ihre Türen. Seit dem Sieg über Pain herrschte in Konoha Frieden und alle wünschten sich, dass er möglichst lange anhalten mochte.

Naruto, Sakura und Sai befanden sich gerade auf dem Rückweg von Tsunade. Wieder einmal hatten sie eine Mission erfolgreich abgeschlossen und nun machten sie sich auf den Heimweg. Zuerst erreichten sie die Wohnung von Sai. Lächelnd wünschte er ihnen eine gute Nacht und verabschiedete sich. Naruto und Sakura bogen in die nächste Gasse ein. Da sie beide nicht weit voneinander entfernt wohnten, gingen sie immer ein Stück ihres Heimweges zusammen.

"Jetzt haben wir erst einmal ein paar Tage frei", strahlte Naruto und streckte sich dabei. Eine Woche waren sie Tag und Nacht unterwegs gewesen. Die Pause würde ihnen allen gut tun. Und das erste, was er machen würde, wäre den halben Tag lang schlafen und dann zum Ichiraku-Imbiss gehen.

"Ja, ihr beide schon, aber ich werde wohl im Krankenhaus aushelfen und Tsunade-sama unterstützen", sagte Sakura und strahlte ihn an. "Wir arbeiten gerade an einem neuen Medikament und da braucht sie meine Hilfe", fügte sie ein wenig stolz hinzu. Es war kein Geheimnis, dass Sakura die beste Medic-Nin Konohas und schon längst nicht mehr auf ihre Lehrmeisterin angewiesen war. Über die Jahre hinweg hatte die Kunoichi etliche Heiljutsus gelernt und kannte sich mit der Anatomie des menschlichen Körpers hervorragend aus.

"Schade", sagte der Blonde und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. "Ich dachte, wir könnten mal zusammen ins Kino gehen, aber wenn im Krankenhaus so viel zu tun ist... Verschieben wir es eben aufs nächste mal. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass Ero-sennins Buch tatsächlich verfilmt wird. Ich denke, ich werd mir den mal anschauen, ich weiß immer noch nicht worum es in dem Buch eigentlich geht... hm?"

Sakura war stehen geblieben. "Hey, Sakura-chan. Hörst du mir überhaupt zu?" Aber er bekam keine Antwort. Sakura schien ganz in Gedanken versunken zu sein. Naruto folgte ihrem Blick und nun wusste er was los war. Ihre Füße hatten die beiden genau vor das Haus getragen, in dem damals Sasuke gewohnt hatte.

Wissend nickte er und zog nun an Sakuras Ärmel. "Komm, lass uns nach Hause gehen." Doch sie blieb wiederwillig stehen. "Warte. Ich dachte, ich hätte da etwas gesehen." Nun richtete er auch wieder seinen Blick auf das kleine Häuschen, das direkt neben einem kleinen Buchladen stand. Aber was sollte da sein? Es sah doch alles normal aus. Seit Sasuke hatte dort keiner mehr gewohnt und das Haus sah dementsprechend aus. Der Putz war heruntergekommen und die Farbe der Fensterrahmen verblasste. Niemand hatte seit Jahren einen Fuß hinein gesetzt.

Langsam drehte sich das Mädchen wieder zu Naruto. "Für einen Moment dachte ich, da oben im Zimmer hätte Licht gebrannt." Beide schauten wieder hoch zum Fenster, auf das Sakura deutete. Aber in dem Gebäude brannte kein Licht. Komisch, dabei war sie sich doch so sicher gewesen.

"Nicht zu glauben, dass er schon sieben Jahre weg ist", seufzte der Chaos-Ninja. "Manchmal kommt es mir so vor, als wäre er uns ganz nah..."

Sakura senkte den Blick zu Boden. Als sie die Nachricht erhalten hatten, Sasuke hätte Orochimaru getötet, hatten sie gehofft, er wäre wieder zur Besinnung gekommen und würde in sein Heimatdorf zurückkehren, doch so lange sie auch warteten und wie sehr sie auch nach ihm suchten... Es war alles ohne Erfolg. Dann, einige Zeit später, erfuhren sie von einem Akatsuki-Mitglied, dass Sasuke Itachi besiegt haben sollte. Wieder machten sie sich auf die Suche nach ihm, aber es gab keine Spur von ihrem ehemaligen Teamkameraden. Nun hatte er seine Rache doch bekommen. Wo steckte er bloß? Einige Gerüchte besagten sogar, Sasuke sei selbst bei dem Kampf umgekommen, doch diese Möglichkeit war in ihren Augen so absurd, das sie diesen Gedanken sofort verworfen hatten. Obwohl es kein Lebenszeichen mehr von ihm gab würden diese beiden Ninja ihn nie aufgeben...

Vor allem Sakura wünschte sich, dass er zurückkehren würde, zurück nach Konoha, zurück zu Team 7, zurück zu ihr. Aber das war ausgeschlossen, denn er war nun ein Nuke-Nin und somit aus Konoha verbannt, doch für sie gab es nicht Sehnlicheres, als ihn wieder zu sehen und zu wissen, dass es ihm gut ging... Der Kummer hatte sich längst noch nicht gelegt und die Gedanken an ihn schmerzten. Die Jahre ohne ihn fühlte sie sich einsam und es verging kein Tag, an dem sie nicht an ihn dachte, nicht von ihm träumte. Sie vermisste ihn so sehr. Die Sehnsucht war unerträglich.

In ihren Augen sammelten sich die ersten Tränen.

"Komm wir gehen weiter." Naruto legte seinen Arm um ihre Schultern und zog sie mit sich. "Ich möchte dich nicht so traurig sehen."

Und so hingen die beiden weiterhin ihren Gedanken nach, bis sie sich schließlich an einer Kreuzung voneinander trennten, den Weg allein weiter führten und in ihre Wohnungen zurück kehrten.

tbc…