Kapitel 1 - Erwachen

Valldar war geschlagen. Hastig eilte Chrom zu seinem besten Freund Robin, der ihn zuvor vor einem Angriff geschützt hatte.

„Das ist sein Ende. Dank dir waren wir heute Siegreich." Sagte er, als er begann seinen Gefährten aufzuheben. Dieser gab keine Antwort von sich, aber er schien sich bewegen zu können. „Lass uns von hier verschwinden und… Hey alles in O…" Ein Blitz aus Robins Hand durchbohrte Chrom Bauch, noch ehe er sich komplett nach dem Wohlbefinden des Taktikers erkunden konnte. „Das ist nicht… deine… Schuld. Versprich mir…, dass du von diesem Ort entkommst…" danach brach Chrom zusammen. Ihm wurde schwarz vor Augen.

Als er wieder zu sich kam, lag er inmitten einer grünen Wiese. Nichts zu sehen von der Tafel des Drachen, oder den Wüsten Plegias. Kleine Bäche umgaben, die zugegeben beruhigende Landschaft.

„Plinfa! Plin!" ertönte eine schrille Stimme neben ihm. Als er sich der Stimme zuwendete, saß dort ein kleiner blauer… Vogel? Was war das? Wie ein Mensch stand dieses Wesen auf zwei Beinen. Es besaß Kleine Vogelfüße, die einen blau gefiederten Torso trugen, an dem zwei kleine Flügel befestigt waren. Oben befand sich ein runder Kopf, der mit dem gleichen blauen Federkleid überzogen war. Über dem kleinen Schnabel schauten ihn zwei große Augen an. Aus einem Versuch sich weiter aufzurichten wurde nichts. Ein stechender Schmerz durchfuhr seine linke Bauchgegend. Beinahe hatte er vergessen, dass er noch wenige Minuten zuvor von einem Blitz durchbohrt wurde. Als er hinabblickte um zu sehen, wie schwer die Verletzung war, fand er nichts vor. Keine Wunde, kein Blut, gar nichts. Hatte er sich das nur eingebildet? Oder war er gestorben und war nun im Jenseits? Nein Tote spürten nichts… oder doch? Auch ein weiterer Versuch aufzustehen, wurde durch die Schmerzen verhindert.

„Plin! Plin!" Es sah zu dem kleinem Wesen neben ihm. Sein Gesicht war mit einem besorgtem Ausdruck versehen.

„Hey kleiner… wie heißt du?" Das Sprechen fiel ihm nicht leicht, mit jedem Wort meldeten sich die Schmerzen, jedoch nicht so schlimm, wie bei einer Bewegung.

„Plinfa!" war dies nun sein Name, oder konnte der kleine Vogel nichts anderes von sich geben? Chrom lies den Blick wieder schweifen, doch außer den grünen Wiesen und einigen Bäumen war nichts zu sehen. Er war nicht in Ylisse soviel war sich sicher, doch wo dann? Solange er nicht aufstehen konnte war es ohnehin egal, wo er sich befand. Wenn er nur etwas hätte, um seine Pein zu lindern. Das kam es ihm wieder in den Sinn. Sein linker Arm versuchte seine Gürteltasche zu erreichen, doch wieder zuckte er unter den Schmerzen zusammen.

„Hör mir zu, Plinfa?" Der kleine Vogel nickte, er schien Chrom zu verstehen. „In meiner Tasche ist eine kleine Flasche, gib sie mir bitte." Das Kleine reagierte prompt und machte sich an seiner Gürteltasche zu schaffen. Es zog eine kleine Flasche mit roter Flüssigkeit heraus. „Ja, genau die." Plinfa watschelte wieder zu Chroms Kopf rüber, öffnete die Flasche mit überraschendem Geschick und gab sie Chrom. Ein Trank den Miriel gebraut hatte um Schmerzen zu lindern. Hastig schüttete Chrom sich das Gebräu seinen Rachen herunter. Er warf das Gefäß zu Boden und versuchte ein weiteres Mal sich aufzurichten. Zwar immer noch unter Schmerzen gelang es ihm. Endlich auf zwei Beinen tastete er sich ab. Falchion war noch da, zumindest das. „Danke Plinfa, du warst meine Rettung."

„Plinfa!" Der kleine Vogel hob Stolz einen Flügel vor seine Stirn, als ob er salutieren würde. Irgendwie erinnerte das Kleine ihn Frederik. Doch jetzt wo Chrom aufrecht stand bemerkte er erst, wie klein Plinfa eigentlich war, das Tierchen reichte ihm gerade mal zum Oberschenkel.

„Kennst du dich hier aus, kannst du mich zu anderen Menschen führen?" fragte er den kleinen Vogel und nach einer zustimmenden Geste begann dieser zu marschieren. Chrom folgte ihm, das Stechen in seiner Seite war kaum noch zu spüren. Miriel war wirklich eine Meisterin auf ihren Gebieten, Alchemie, Magie, Naturwissenschaften, jetzt wo er so darüber nachdachte, was konnte sie eigentlich nicht? Jetzt wo er die Gegend besser betrachten konnte, fielen ihm kleine Bäche und Flüsse ins Auge, die das Panorama sowohl optisch als auch akkustisch untermalten. Sie passierten einige Reisfelder, alles wirkte so friedlich und ruhig, doch auch keine Menschenseele war zu sehen. Wenn es in Ylisse doch nur auch so friedlich sein würde. Wie es wohl den anderen geht? Ob sie wohl in Sicherheit sind? Plinfa führte ihn in ein kleines Dorf. Kaum belebt, die Hütten waren aus Holz gefertigt, doch die Menschen wirkten zufrieden. Auch hier waren diese komischen Wesen, sie sahen Teils den Tieren aus Ylisse ähnlich und doch gänzlich anders. Chrom näherte sich einem jungen Mann, nahe einem der Häuser am Eingang des Dorfes. Der Herr war unscheinbar, kurze Braune Haare, keine markanten Gesichtszüge und ein wenig kleiner als Chrom selbst. „Seid gegrüßt, mein Name ist Chrom, Prinz von Ylisse, Ich wollte fragen, wo ich mich hier befinde?" Chrom glaube ohnehin nicht, dass sein Titel ihm hier etwas brachte.

„Äh Ylisse, noch nie gehört, aber ihr seid hier im Königreich Fontaine gnädiger Herr." Von diesem Königreich hatte Chrom noch nie etwas gehört.

„D… Danke." Antwortete er zögerlich und ging weiter. Ein kleiner Tumult am anderen Ende des Dorfes erregte allerdings seine Aufmerksamkeit.

„Jetzt gebt uns schon euer Gold, oder wir legen dieses Dörfchen hier in Schutt und Asche!" eine raue Stimme war zu hören. Banditen? So viel zum Thema friedliches Plätzchen.

„Komm Plinfa wir müssen helfen!" rief Chrom ohne nachzudenken. Was sollte das Kleine schon ausrichten. Nichtsdestotrotz nickte, der Vogel folgte Chrom. Am Ort des Geschehens fand Chrom zwei Raubeine, einer trug ein rotes Stirnband um seine grünen Haare, der andere wilde braune Haare. Bei den beiden waren noch mehr dieser seltsamen Kreaturen. Zum einen etwas bizarres mit braunem Fell, sehr großem Kopf und Rattenzähnen. Selbst die Nagetiere in diesem Land waren absurd. Zum anderen war dort etwas, das einem Ferkel ähnelte. Die eine Hälfte des Tieres war schwarz, während die vordere Hälfte seiner Haut ein feuriges Rot aufwies. „Aufhören!" schritt Chrom ein, Falchion bereits in seinen Händen.

„Was willst du denn!? Schnapp ihn dir Bidiza!" erwiderte der Grünhaarige. Das komische Nagetier begann auf ihn zuzustürmen. Eine gewaltige Kopfnuss konnte er mit Falchion blocken, doch sein Gegenschlag blieb vollkommen ohne Wirkung. Als der Nager sich bereits für den nächsten Angriff bereitmachte, schritt Plinfa ein und mit einem gewaltigem Schwall an Seifenblasen, stieß es die andere Kreatur weg. Immer weniger verstand Chrom gerade, was sich vor seinen Augen zutrug, Falchion zeigte nicht die geringste Wirkung, aber einige Wasserblasen schon? Aber es schien an diesem Ort gewöhnlich zu sein, diese Wesen für sich kämpfen zu lassen.

„Los Floink, erteilen wir diesem Schönling eine Lektion." Schrie der andere Bandit, worauf sich das Ferkel in den Kampf einschaltete. Plinfa kämpfte tapfer, doch bekam mehr und mehr Probleme, in diesem zwei gegen einen Kampf. Eine Kopfnuss des Nagers schickte es letztendlich zu Boden. Als der Vogel sich wieder aufrappelte, kniete sich Chrom zu ihm runter.

„Kannst du weitermachen? Es tut mir Leid, dass Ich dir helfen kann, von Taktik verstehe Ich leider auch nicht viel. Aber ein guter Freund hat mir einmal gesagt, dass man im Kampf gegen zwei Gegner versuchen muss ihre Koordination zu brechen und sie gegeneinander ausspielen sollte." Gab er gerade einem Vogel taktische Ratschläge? Plinfa nickte nur, es schien zu verstehen, was er erklären wollte. Erneut stürzte sich Plinfa in den Kampf. Sofort wurde es vom Ferkel mit einem Ausstoß kleinerer Flammen attackiert, diesem wich der Vogel gekonnt aus, worauf das Bidiza genannte Wesen getroffen wurde. Aus Wut daraus griff es das kleine Schweinchen mit einer Kopfnuss an. Ein weiter Blasenangriff Plinfa reichte in der ganzen Verwirrung aus, um das Floink Kampfunfähig zu machen. Nach einigen gut entgangenen Angriffen und gezielt gesetzten Kontern konnte auch der Nager besiegt werden.

„D… das wirst du uns büßen Freundchen!" schrie einer der beiden, ehe sie ihre Kampfunfähigen Partner packten und davon rennen wollten. Jedoch stießen sie in einen großen, dünnen, jedoch muskulären Mann mit dunkelblauen Haaren, welche allerdings vor seiner Stirn ohne Abstufung komplett weiß wurden. Sein rechter Oberkörper war komplett frei, wobei die linke in eine hellblaue Robe mit verschiedenen Mustern gehüllt war, unter der ein Brustpanzer, welcher ebenfalls nur die linke Seite schützte. Seine Beine waren in eine Schwarze Hose gekleidet, welche mit Ketten und einigen Rüstungsteilen geschmückt war. Neben ihm stand ein weiteres merkwürdiges Wesen, das einem Otter ähnelte, jedoch blau, mit weißem Kopf und einer Muschel auf dem Bauch.

„Ich hörte hier treiben einige Banditen ihr Unwesen, dabei sind es nur ein Paar von Hideyoshis Versagern. Und zu allem Überfluss hat mir schon jemand den ganzen Spaß genommen und euch bereits eine Abreibung verpasst. Nun seht zu, dass ihr Land gewinnt." Ertönte seine Stimme, woraufhin die Beiden Raubeine ihren Abgang beschleunigten. Der junge Mann machte ein paar Schritte auf Chrom zu und blieb unmittelbar vor ihm stehen. „Habt dank, dass ihr euch um diese Unruhestifter gekümmert habt. Sagt mir, wie lautet euer Name?" von nahem wirkte er noch erhabener, fast schon einschüchternd. Noch war Chrom unsicher, ob er dem Fremden seine Identität preisgeben sollte, schließlich wusste er noch immer nicht wo er war.

„Me… Mein Name ist… wie war er noch gleich?" Mit all seiner Schauspielkunst, die kaum vorhanden war, versuchte er Gestik und Mimik seines Freundes Robin nachzuahmen, die er bei ihrem ersten Aufeinandertreffen zeigte. Mit dem einzigen Unterschied, dass sich der junge Taktiker damals wirklich nicht an seinen Namen erinnern konnte.

„Ihr wisst euren eigenen Namen nicht, das ist sehr merkwürdig. Zumindest habt ihr nicht vergessen, wie man kämpft wie es scheint." Ein kurzes Lachen ertönte ehe er fortfuhr. „Aber sagt mir, an was könnt ihr euch erinnern? Mein Name ist übrigens Motochika, Ich bin der Kriegsherr dieses Königreichs, Fontaine." Fontaine? Noch nie gehört.

„Nun ja, ich bin nicht weit von hier auf einer Wiese aufgewacht, neben mir dieser Vogel. Ich kam in dieses Dorf und den Rest wisst ihr bereits." Zumindest war es nicht gerade schwer den Ahnungslosen zu spielen. Kurz warf er einen Blick zu Plinfa, dass mit dem Partner Motochikas gerade um die Wette prahlte.

„´Dieser Vogelˋ? Könnt ihr euch etwa nicht mal mehr an euer Partner Pokemon erinnern?"

„Ja Ich muss mir wohl ziemlich schwer den Kopf gestoßen haben… haha…" Chrom lachte verlegen und rieb sich den Hinterkopf.

„Nichtsdestotrotz seid ihr ein fähiger Kämpfer, Fremder. Wie wäre es, wenn ihr mit mir aufs Schloss kommt, vielleicht hilft ein kleiner Spaziergang eurem Gedächtnis auf die Sprünge." Chrom nickte und folgte Motochika aus dem Dorf. Das kleine Plinfa wich ihm dabei nicht von der Seite. Es hatte was von Frederick, wie es ihn loyal begleitete. Motochika schien ihm nicht feindlich gesinnt zu sein. Ob er Chroms Schauspiel wohl durchschaut hatte? Es dauerte nicht lange und die beiden kamen zu einem großen, in einem Chrom vollkommen fremden Baustil errichtetem Schloss. In seiner Größe überragte es zwar nicht Ylisstol, aber es war dennoch sehr eindrucksvoll. Vor allem die Wasserfälle, die an den Ecken herabrannen, weckten Chroms Neugier. Die Wachen verbeugten sich vor Motochika, ehe er mit Chrom das Gebäude betrat. Es folgte eine Große Halle in der wieder einige Wachen postiert waren. Wie auch am Eingangstor, waren alle in Begleitung dieser merkwürdigen Tiere. Drei Männer bewegten sich auf die beiden zu. Der rechte hatte dunkelgrünes Haar, das mit einem Band zusammengebunden war, so, dass es fast schon aussah, wie ein Stück Brokkoli. Dazu trug er eine einfache Lederrüstung, ebenso, wie der Herr in der Mitte. Dieser hatte jedoch braunes, glattes und kurzes Haar. Der linke trug eine Art Gelehrtenrobe. Unter einer spitzen Mütze stechen hellbraune Haare heraus. „Das hier sind Chikamasa, Morichika und meine rechte Hand Nobuchika." Stellte Motochika die drei von rechts nach links vor. „Sie sind die fähigsten Kämpfer meines Königreichs. Das hier ist…"

„Chrom. Freut mich euch kennenzulernen." Unterbrach Chrom ihn und verbeugte sich, wie er es in seinem Unterricht für Adelige Etikette gelernt hatte. Als er sich wieder aufrichtete, sah er wie die drei vor ihm die Verbeugung erwiderten. Motochika jedoch sah ihn fragend an.

„Ihr erinnert euch also doch?" Hätte er den Kurs mal lieber verschlafen.

„Ja, also nein, mein Name ist mir eben einfach so eingefallen. Haha, so lies sich zumindest dieses Geheimnis lösen." Er lachte verlegen. Jetzt war es aus, sie hielten ihn jetzt bestimmt für einen Spion.

„Na dann, hoch erfreut Chrom." Motochika schien es nicht zu stören. Glaubte er ihm etwa? Nunja schließlich hatte er auch Robin glauben geschenkt, der ihm die gleiche Geschichte auftischte. Nur, dass dieser nicht gelogen hatte.

„Hey! Hey! Dein Partner ist also auch ein Plinfa!" fiel der rechte der drei ein. Erst jetzt bemerkte Chrom, dass neben ihm ein Wesen stand, dass dem Vogel in seiner Begleitung, wie ein Ei dem anderen gleichte. Zu Nobuchikas Füßen stand ein kleiner blauer Affe und daneben eine kleine hellblaue Amphibie, die als Gliedmaßen nur Füße hatte, dafür sehr merkwürdige Ohren. Wie sollte er nun die beiden Vögel auseinander halten. Wie nennt man da eigentlich mehrere? Plinfa? Plinfas? Egal wie, es schien sich mit den anderen gut zu verstehen.

„Immer mit der Ruhe ihr alle, wir sollten unseren Gast nicht so überrumpeln. Außerdem möchte ich unseren werten Chrom kurz unter vier Augen sprechen." Unterbrach Motochika das kleine durcheinander.

„Zu welchem Thema?" erwiderte Chrom verwirrt und nervös zugleich.

„Folgt mir und ihr werdet es herausfinden." Er bewegte sich in Richtung der Türe, die am anderen Ende der Halle lag. Chrom folgte ihm etwas zögerlich. Plinfa weichte ihm nach wie vor nicht von der Seite. Der Raum hinter der Türe schien ein Audienzzimmer zu sein. Ein Thron zierte das hintere Ende, der sonst sehr prunkvoll geschmückten Kammer. Motochika nahm auf diesem platz. „Also Chrom. Ich komme direkt zur Sache, ich hätte eure Kampfkraft gerne in meiner Armee. Die anderen Königreiche machen Mobil, wie ihr vielleicht mitbekommen habt. Die zwei Rohlinge aus dem Dorf gehörten zu Hideyoshis Truppen aus dem Feuerkönigreich Ignis und selbst das Normalkönigreich Aurora soll eine Armee zusammenstellen. In der Regel halte ich mich aus so etwas raus, allerdings möchte ich mein Reich schützen." Chrom sah ihn mit riesigen Augen an. Ignis? Aurora? Wo zum Henker war er gelandet? Sollte er wirklich der Armee eines fremden Königreichs beitreten? Nein, schließlich hatte er in Ylisse alle Hände voll zu tun. Aber konnte er wirklich jemanden in Not seine Hilfe ausschlagen? Vielleicht konnte er auch so etwas über diesen sonderbaren Ort herausfinden. „Verzeiht werter Chrom ich wollte euch nicht bedrängen, ihr müsst euch nicht sofort entscheiden. Ich kann euch eine Unterkunft bieten um noch einmal eine Nacht über eure Entscheidung zu schlafen, vielleicht hilft dies auch eurem Gedächtnis auf die Sprünge." Chrom nickte.

„Das wäre sehr großzügig, vielen dank werter Motochika, ich würde euch meine Entscheidung gerne am nächsten morgen mitteilen."

„Ausgezeichnet! Nobuchika!" rief er plötzlich. Die Tür zum Raum öffnete sich und besagter Untergebener Motochikas trat ein.

„Ihr habt gerufen Herr." Nach wie vor hatte er dieses schelmische Grinsen im Gesicht.

„Chrom bleibt über Nacht unser Gast, seit so freundlich und führt in auf ein Zimmer." Nobuchika nickte und führte Chrom hinaus. Durch die Eingangshalle und große Gänge. Diese waren ebenso ausgeschmückt, wie der Rest des Schlosses. Dazu standen überall Statuen dieser seltsamen Wesen. Die kleine Reise endete an einem kleinen Zimmer. Eingerichtet wie die Gästezimmer aus Schloss Yisstol. Großes Bett, Schrank und Waschmöglichkeit.

„Na dann, ich wünsche eine erholsame Nacht." Nobuchika machte eine kurze Verbeugung und lies Chrom mit Plinfa alleine im Raum zurück. Das Bett war sehr bequem, wie erwartet, nachdenklich lies Chrom seinen Kopf auf das weiche Kissen sinken, bevor seine Gedanken zurück zu Motochikas Anliegen wanderten. Was sollte er hier in einer Armee eigentlich? Hier in einer Welt, in der Falchion keine Macht hatte.

„Plin!" die schrille Stimme des Vogels riss ihn aus seiner Konzentration.

„Was ist los Plinfa?" das Kleine zeigte aufgeregt aus dem Fenster. Zu sehen war dort ein Wasserfall, der einen kleinen Hügel hinabfloss. Er mündete in einem kleinen See. Rundherum blühte die Natur in allen ihren Formen und Farben. Wahrlich ein schönes Schauspiel der Natur. Plinfas Augen glitzerten bei diesem Anblick. „Ruhe dich erstmal aus, dann können wir morgen gerne mal etwas erkunden, in Ordnung Plinfa?"

„Pinfa! Plin!" Der kleine Vogel starrte ihn freudestrahlend an, zumindest soweit Chrom das beurteilen konnte. Daraufhin setzte sich Plinfa an das Bett und schloss seine Augen. Schlief es schon? Das ging schnell. Wobei, für es war es auch ein anstrengender Tag. Wie nannte Motochika diese Wesen nochmal? Pokemon? Und Plinfa soll sein Partner sein? Naja so könnte er für Fontaine kämpfen, scheint in dieser Welt ja üblich zu sein. Aber warum überhaupt kämpfen? In Chroms Kopf rotierten wieder die immer gleichen Fragen, ehe er schließlich einfach einschlief.