Disclaimer: Jan Tenner gehört mir nicht, aber ein bisschen mit den Gedanken an ein alternatives Universum kann ich spielen.

Notiz des Erstellers: Sosehr ich die Weiterführung von Jan Tenner – Der neue Superheld auch liebe und feiere, ich habe mir überlegt, als ein Jan Tenner Fan der alten Hörspiele: Wie sähen diese Hörspiele aus, wenn sie in den 80ern geschrieben worden wären? Herausgekommen ist ein kleines Hörspielskript, von einem Klassik-Jan-Tenner-Fan für Klassik-Jan-Tenner-Fans!

Nichtsdestotrotz, Leute, unterstützt Jan Tenner und kauft euch die neuen Jan Tenner Folgen!

Jan Tenner 80er AU: Folge 1: Ein neuer Anfang

Unbekannt: (hall) Erzähle uns, was du in dieser Dimension gesehen hast, Uwohu.

Uwohu: Diese Erde war in der Vergangenheit mehrmals in Gefahr. Durch eine menschenähnliche Alienrasse mit vier Armen und Löwenköpfen, den Leonen, durch den wahnsinnigen Wissenschaftler Professor Zweistein, und durch das Nichts. Doch verdanken die Menschen es vier ihrer Artgenossen aus dem Land Westland, dass es ihre Erde heute noch gibt. Wertvolle Unterstützung erhalten die vier durch den genialen Bordcomputer ihres Raumschiffes Silbervogel.

Unbekannt: (hall) Um wen handelt es sich?

Uwohu: Jan Tenner, einen Student der Physik, der nahezu selbstlos ist und sich stets für die Experimente Professor Futuras zu Verfügung stellt. Laura, Jan Tenners Freundin und Futuras Laborassistentin, die stets mit Jan in den Kampf zieht. Futura selbst, der geniale Erfinder der Seren, welche Menschen erlauben, zu fliegen, unter Wasser zu atmen oder jede beliebige Sprache sprechen und verstehen zu können. Und General Forbett, der höchste Kommandant von Westlands Armee. Zudem Mimo, ihr Bordcomputer.

Unbekannt: (hall) Was war ihr größter Erfolg?

Uwohu: Jan Tenner bestand die sieben Prüfungen auf dem Planeten der 1000 Wunder und erhielt den Stein der Macht, mit dem er den Leonen Uran gab. Das Leonenreich wurde daraufhin friedlicher und wird, wie die Erdlinge, in ein paar Jahren auf der Suche nach alternativer Energie sein, um die immer größeren Umweltschäden einzudämmen.

Unbekannt: (hall) Faszinierend… doch warum genau diese Dimension?

Uwohu: Professor Futura hatte eine zweite Laborassistentin, die aufgrund eines Unfalls in Kälteschlaf versetzt werden musste. Sie wird bald erwachen. Erlaubt Ihr, dass ich eingreife?

Unbekannt: (hall) Wenn dein Plan Erfolg hat und die Bedrohung der Existenz damit abgewendet wird, sei es dir gewährt.

Uwohu: So sei es, ihr Hohen.

Alte Titelmusik

Erzähler: In Westland herrscht seit einiger Zeit Frieden. Wissenschaft und Technik schreiten dank der Zusammenarbeit mit anderen Raumfahrern voran. Jan Tenner widmet sich zusammen mit Laura seinen Studien, General Forbett kümmert sich um das Militär, während Professor Futura im Institut seine Forschungen betreibt. Doch da ereignet sich etwas Ungeheuerliches.

Szene 1:

Im Institut von Professor Futura. Eine Schleusentür öffnet sich.

Forbett: (schnaufend) Da bin ich, Professor! Ich habe meine wichtige Sitzung extra wegen Ihnen vorzeitig verlassen! Was gibt es? Und wo sind Jan und Laura?

Futura: Die beiden stecken noch im Verkehr fest. Sie haben nun einmal keinen eigenen Hubschrauber. Aber kommen Sie bitte.

Schritte, während beide durch einen Korridor laufen.

Futura: Erinnern Sie sich an Tanja?

Forbett: Das war doch Lauras Vorgängerin, die viel mit Jan unternahm… aber sich versehentlich mit einem ungetesteten Serum injizierte…

Futura: Und in Kälteschlaf versetzt wurde. Nun, der Wiedererweckungsalarm ging heute Morgen los. Sie hat begonnen, sich zu bewegen, aber hält die Augen noch immer geschlossen. Ich hoffe, dass ich sie mit Ihrer und mit Jans und Lauras Hilfe aufwecken kann.

Forbett: Potzblitz, jetzt sehe ich sie! Sie liegt in diesem röhrenartigen, verglasten Zylinder. Aber… sie ist ja nackt!

Futura: Kleider wechseln ist im Kälteschlaf leider nicht möglich, General. Ich versuche es noch einmal über den Kommunikator: Jan? Laura?

Rauschen.

Jan: Es tut uns leid, Professor, wir sind immer noch in Westland City.

Tanja: (Stöhngeräusche)

Forbett: Tanja wird bald aufwachen und ich hätte gerne, dass Sie dabei sind.

Forbett: Im Notfall lasse ich Sie mit einem meiner Hubschrauber holen!

Laura: Danke, General, aber jetzt hat sich der Verkehr gelichtet und wir verlassen die Stadt. In einer Viertelstunde sind wir da!

Forbett: Professor! Diese Leuchten blinken rot.

Futura: Oh Nein! Tanja! Bleiben Sie bei uns! Sie können uns hören! Gleich werden Jan und Laura da sein! Sie erinnern sich!

Forbett: Eine Lampe hört auf zu blinken. Und jetzt… sie beginnt zu blinzeln!

Blitz- und Explosionsgeräusche.

Futura: Woher kam das? Die Anlage wurde gestern erst überprüft.
Tanja: Ich… wo…

Zwischenmusik-Szenenwechsel

Szene 2:

Erzähler: Zur gleichen Zeit auf der Straße zum Institut

Jan: Unglaublich, dieser Verkehr. Dabei ist die Mittagszeit gerade erst vorüber und für den Feierabendverkehr ist es noch viel zu früh.

Kommunikatorgeräusche

Laura: Professor Futura? Hören Sie mich noch?

Futura: Ja, Laura. Vielleicht hilft es, wenn Tanja Sie und Jan hört. Ich

Unterbrechung der Verbindung

Jan: Professor! Hören Sie uns? Wir sind auf der Autobahn und sehen Ihr Institut!

Laura: Die Verbindung ist unterbrochen. Da sieh, Jan. Der Himmel hat sich verändert.

Jan: Da ist vielleicht etwas mit dem Wettergenerator… ich kann mir das nicht anders erklären mit diesen zuckenden Blitzen. Aber gleich sind wir da. Wir

Explosion.

Jan und Laura: AH!

Laura: Hast du das auch gehört, Jan?

Jan: Das… war eine Explosion. Als ob sich etwas entladen hätte. Über dem Institut ist wieder alles normal. Komm schon, du alte Kiste!

Aufheulender Motor, Zwischenmusik

Erzähler: Als Jan und Laura beim Institut ankommen, fehlt von ihren Freunden jede Spur. Der Raum mit Tanjas Tiefschlafkapsel sieht als, als wäre eine Bombe explodiert. Forbetts Stellvertreter, Oberst Taylor, vermutet einen feigen Anschlag von Ostland, doch die Nachforschungen enden am Energieschild, der Ostland von Westland hermetisch abriegelt. Eine Kommunikation ist nicht möglich. Obwohl Jan und Laura alles versuchen, um Antworten zu finden, verläuft sich ihre Suche im Sande. Zu Futuras Gedenken gründen sie nach ihrer Hochzeit die Futura-Stiftung und bauen sein Institut weiter aus, um seine Forschung weiterzuführen. So sollten 30 Jahre vergehen, bis Jan und Laura Antworten erhalten würden. Es kommt zum: ANGRIFF AUS OSTLAND!

Neue Titelmusik

Szene 1:

Erzähler: An einem klaren Sommertag fahren die Kinder Jan Tenners und Lauras, Jan Tenner Junior und Lara, in einem Auto durch das Rockytal, während das Autoradio läuft.

Radio: Haaaalloooo, Westland City, heute beginnt die Woche der Geburts- und Gedenktage! Nicht nur General Taylors dreißigstes Dienstjahr als oberster Heerführer Westlands, nicht nur der achtzigste Geburtstag unseres Präsidenten, nicht nur das zehnjährige Bestehen des Friedens- und Forschungsabkommens mit den Leonen, nicht nur knapp fünfunddreißig Jahre Ruhe vor dem wahnsinnigen Professor, auch die Futura-Stiftung feiert zeitgleich mit dem Gedenktag an Professor Futura und General Forbett einen runden Geburtstag! Nationsheld Jan Tenner und seine Frau Laura Tenner werden heute in Westland City geehrt! Denkt dran, ihr habt's nur gehört, wenn ich es gehört hab!

Werbesound.

Westland Radio 1 gehört gehört.

Junior: Schon Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Lara: Mutter und Vater tun sich immer noch schwer mit dem, was damals geschehen ist.
Junior: Unter den mysteriösen Umstände, unter denen die beiden verschwunden sind, ist das ja auch kein Wunder.

Radio: Und nun das Wetter.

Das Radio wird ausgeschaltet.

Lara: Kennen wir ja schon.

Junior: Da wären wir endlich. Vaters alte Blockhütte.

Lara: Wurde auch Zeit. Nach den Prüfungen brauchen wir mal ein paar Tage Urlaub. Komm, bringen wir die Sachen rein.

Junior: Genießen wir die Natur, solange sie noch da ist.

Lara: Vater hat doch dafür gesorgt, dass das Rockytal zum Naturschutzgebiet erklärt wird.

Junior: Ja, aber was ist dieser eine Fleck verglichen mit dem, was sonst grad in Westland abgeht?

Lara: Stimmt schon… nur werden wir daran grad nicht viel ändern können. (gähnt) Ich glaube, ich leg mich erst mal ne Stunde aufs Ohr.

Junior: Ich dachte, wir könnten eine Runde fliegen.

Lara: Hast du etwa schon wieder…

Junior: Ja. Flugserum.

Lara: Weißt du was? Der Schlaf kann warten. Lass uns fliegen.

Eine Autotür öffnet und schließt sich, Schritte, gefolgt von zweimal Zischen.

Junior: Ab in die Lüfte! WUHU!

Lara: Wer als Erstes die Bergspitze erreicht!

Junior: Dich zieh ich ab! HA!

Lara: Dann mach mal besser schneller, Jan!

Junior: Warte! Siehst du das?

Lara: Auf den Trick fall ich nicht rein!

Junior: Nein, wirklich! Da, dieses rote Ding am Himmel!

Lara: Ach du schon w… Moment! Du hast Recht! Jetzt sehe ich ihn auch! Es schlägt da hinten im Tal ein!

Ein lautes Krachen, gefolgt von sich bewegender Erdmasse.

Lara: Da hat sich ein Krater gebildet!

Junior: Denkst du, es ist ein Flugobjekt? Ein Leone oder ein verrückter Wissenschaftler, der grad notgelandet ist? Oder Weltraumpflanzen, die gleich wachsen werden?

Lara: Da hat jemand in Vaters Memoiren geschmökert.

Junior: Na und? Komm, schauen wir's uns an!

Lara: Flieg voraus. Ich funke vorher noch Vater an, damit er Bescheid weiß.

Junior: Mach das, Lara, aber beeil dich!

Lara: Dich hole ich schon ein!

Zwischenmusik-Szenenwechsel

Szene 4:

Erzähler: Vorsichtig fliegen erst Jan Junior und ein bisschen später auch Lara zu dem neu entstandenen Krater. Als sie angekommen sind, sehen sie eine große Kapsel mit gläsernem Deckel. Die Luft ist etwas stickig und vibriert.

Junior: Ich glaube, ich träume.

Lara: Eine Frau mit langen, dunkelblonden Haaren. Sie schlägt ihre Augen auf und schaut uns an!

Junior: Wir müssen ihr helfen. Irgendwie muss das Ding doch aufgehen.

Lara: Warte lieber, bis Vater da ist. Was, wenn sie eine Spionin aus Ostland ist?

Klopfen von innen gegen die Scheibe

Tanja: Ähhh..

Junior: Sie erstickt da drin, siehst du das denn nicht.

Zischen und Öffnungsgeräusch

Lara: Was hast du gemacht?

Junior: Nichts. Sie muss den Deckel selbst geöffnet haben. Er schiebt sich zurück. Er...

Lara: Was hast du?

Junior: Sie ist… nackt?

Lara: Dann hör auf so blöd zu glotzen und gib ihr was zum drüberziehen!

Junior: Ähm. Natürlich. Entschuldigen Sie, junge Frau. Ich kann Ihnen meine Jacke anbieten, wenn Sie…

Tanja: benommen Wo… bin ich?

Junior: Sie sieht richtig schlaftrunken aus.

Lara: Diese Kapseln erinnern mich an die im Institut… und diese Frau… könnte das…

Tanja: (benommen)Jan! bist… bist du es?

Lara: Woher kennt sie deinen Namen?

Junior: Ja, ich heiße Jan, aber…
Tanja: Bin ich froh, dich zu sehen!

Junior: Öhm… kennen wir uns?

Tanja: Aber du bist so…nein, du bist es nicht. Du… bist sein Sohn?

Junior: Jetzt ziehen Sie sich erst einmal meine Jacke über und dann bringen wir Sie ins Krankenhaus.

Lara: Was sehen Sie mich so… Au! Wieso hab ich auf einmal Kopfschmerzen?

Junior: Wahrscheinlich die Luft. Kommt, lasst uns verschwinden. Ich trage Sie, Frau…

Tanja: Ich heiße Tanja.

Junior: Etwa die… warten Sie!

Fluggeräusche, während die Tenners sich in die Luft erheben.

Lara: Hörst du das auch? Da oben fliegen Kampfjäger!

Junior: Und schau mal, wer da hinten angeflogen kommt.

Lara: Vater!

Junior: Dad, wir haben die Situation schon unter Kontrolle! Ganz ohne den Helden von Westland!

Senior: Du hast ja keine Ahnung, Junge! Wir… aber… das ist ja…

Junior: Was ist los, Vater?

Tanja: (verwirrt) Vater… Junge…

Senior: Keine Zeit! Wir müssen in den Sicherheitsbunker weiter unten im Berg! Kommt!

Zwischenmusik-Szenenwechsel

Szene 5:

Erzähler:
Die Tenner-Familie und Tanja verschanzen sich in einem der Schutzbunker. Immer wieder hören sie das Vorbeizischen von fliegenden Kampfjägern und anrückende Jeeps und Infanterie. Dann sehen sie, wie schwarze Roboter mit rot-leuchtenden Sensoren erscheinen und mit den Soldaten von Westland kämpfen. Nachdem Tanja Kleidung erhalten hat, erklärt Jan Senior die Lage.

Senior: Eure Mutter und ich waren gerade dabei, das Institut zu verlassen und nach Westland City zu fahren, als plötzlich ein seltsames Gewitter losbrach wie vor 30 Jahren und General Forbett und Professor Futura sich aus heiterem Himmel vor dem Gebäude materialisierten.

Junior: Sie erschienen einfach so? Wie aus dem nichts?

Senior: Wenn ich es euch doch sage! Zeitgleich verkündete General Taylor im Radio, dass er einen Funkspruch aus Ostland erhalten habe, dass man Westland den Krieg erklärt hätte. Es hieß, Ostland würde uns eine kleine Kostprobe seiner Macht geben und zuerst würden sie das Rockytal angreifen. Als ich dann noch euren Funkspruch hörte, injizierte ich mir sofort das Flugserum zusammen mit etwas Geschwindigkeitsserum.

Lara: Wahnsinn. Denkst du, dass sie hinter Tanja her sind?

Senior: Ich weiß es nicht. Wie geht es dir, Tanja?

Tanja: Gut. Aber du… du hast dir all die Jahre Vorwürfe gemacht, dass der General, der Professor und ich in Ostland sein könnten, auch wenn dieser Mimo das ausschließen konnte.

Senior: Woher… weißt du das?

Lara: Moment, hat sie damit Recht, Vater? Du hast nie… AU! Schon wieder diese Kopfschmerzen! Und wieder, nachdem sie mich angeschaut hat!

Senior: Wir werden das im Institut klären. Junior, was siehst du auf dem Außenbildschirm?

Junior: Taylors Soldaten kämpfen gegen die Roboter. Die zielen echt schlecht, dafür sind von ihnen fast doppelt so viele da. Und es werden immer mehr… und jetzt… einige von ihnen kommen auf unseren Bunker zu!

Tanja: Du hast Serum dabei, Jan!

Senior: Lara, Jan, ihr kriegt Geschwindigkeitsserum. Damit werdet ihr ihren Geschossen ausweichen können. Vielleicht könnt ihr ja was finden, was die Soldaten übersehen haben.

Tanja: Und ich kriege keins, weil du willst, dass man mich zuerst untersucht.

Senior: Erfasst! Nimm dafür meine Laserpistole und gib mir Deckung. Ich werde die Roboter aufhalten, die dem Bunker zu nahe kommen. Und jetzt los!

Zwischenmusik-Szenenwechsel

Szene 6

Erzähler: Während Jan Senior und Tanja den Bunker verteidigen, brechen Jan Junior und Lara aus. Mit der Kombination aus Flug- und Geschwindigkeitsserum fliegen sie pfeilschnell über den Wäldern des Rockytals. Sie versuchen, dem Ursprung des Roboter-Schwarms auf die Spur zu kommen.

Lara: Die schwarzen Roboter konzentrieren sich auf die Bodentruppen.

Junior: Dann haben wir noch Zeit, die Gegend auszukundschaften. Irgendwoher müssen diese Blechleute ja kommen.

Lara: Da hinten aus der Höhle strömen sie.

Junior: Das wäre auch ein ideales Versteck. Panzer kommen da nicht hin, die Luftjäger können es nicht finden.

Lara: Selbst mit Energieortungsgeräten wäre das schwer. Komm, wir fliegen rein.

Laserschüsse ertönen.

Junior: Jetzt haben sie uns bemerkt! Sie schießen!

Lara: Aber zum Glück zielen sie schlecht!

Die beiden betreten eine Höhle.

Junior: Da vorne! Ein Bogen aus schwarzem Metall. Er teleportiert die Roboter hierher! Lass ihn uns kaputtmachen!

Lara: Ja, wenn wir Stärkeserum hätten… der Bogen sieht mir ziemlich robust aus.

Junior: Hey, ihr Blechdeppen!

Verwirrte Roboter-Geräusche, entsicherte Waffen, aufladende Gewehre.

Junior:Ja, genau ihr!

Schüsse.

Lara: Was… Jan, was tust du?

Geschwindigkeitssound

Junior: Ihr trefft mich ja doch nicht!

Laserschüsse, Explosion

Junior: Ha! Ausgetrickst!

Lara: Du hast sie dazu gebracht, auf ihren Bogen zu schießen und der ist explodiert!

Junior: Erfasst! Und jetzt lass uns zurückfliegen!

Zwischenmusik-Szenenwechsel

Szene 7:

Erzähler: Auf ihrem Rückflug können die Tenner-Geschwister sehen, wie General Taylors Soldaten der Situation langsam Herr werden und die Roboter zurückdrängen. Die Schlacht ist entschieden, als sie wieder beim Bunker sind. Zusammen geht es zurück zum Institut, wo Tanja, Laura, Jan Senior, General Forbett und Professor Futura nach 30 Jahren wieder glücklich vereint werden. Nach dem tränenreichen Wiedersehen beginnen Jan Senior, Laura und der Professor, Tanja zu untersuchen, während Jan Junior und Lara sich mit General Forbett unterhalten.

Junior: Sie sehen aus wie auf den Fotos, General.

Lara: Nicht einen Tag gealtert.

Forbett: Und weder Futura noch Tanja noch ich haben eine Erklärung dafür, wie wir von einem Moment auf den anderen 30 Jahre in der Zukunft landen konnten. Ich habe gehört, dass in meiner Abwesenheit Oberst Taylor meinen Posten übernommen hat.

Junior: Er steht in engem Kontakt mit unseren Eltern. Auch ihn hatte ihr Verschwinden schwer getroffen.

Lara: Was haben Sie nun vor General?

Forbett: Nun, wir werden herausfinden, was damals geschehen ist. Ich werde versuchen, meine Arbeit wieder aufzunehmen. Dasselbe gilt für Professor Futura und Tanja.

Lara: Ihre Augen glänzten richtig, als Vater ihnen von seiner Arbeit berichtet hat.

Eine Tür öffnet sich, Schritte.

Junior: Wenn man vom Teufel spricht, da kommen sie ja. Sogar General Taylor ist dabei.

Forbett: Das trifft sich gut. General Taylor!

Taylor: General Forbett!

Forbett: Ich habe schon gehört, dass Sie meinen Posten in den letzten dreißig Jahren übernommen und gute Arbeit geleistet haben. Ich würde gerne als ihr Berater fungieren!
Taylor: So sehr mich das auch ehrt, General Forbett, ich werde dafür sorgen, dass Sie wieder Ihren alten Posten erhalten oder dass wir ihn uns teilen. Mit Ihnen an der Spitze wird die Moral unserer Truppen stärker sein. Sie sind in Ihrer Abwesenheit zu einem Nationalhelden geworden. Wir haben sogar eine Militärtaktik nach Ihnen benannt.

Senior: (flüsternd, amüsiert) Dabei kann es sich doch aber nur um den vorschnellen Einsatz von Atomraketen handeln, oder?

Forbett: (gerührt) Oh… also das…

Senior: Sie werden ja ganz rot, General Forbett.

Laura: Als ob das bei dir damals anders gewesen wäre, Jan.

Senior: War nicht so gemeint. Ich bin so froh, Sie, Futura und Tanja wiederzusehen.

Taylor: Wir haben inzwischen einen weiteren Funkspruch von Ostland erhalten. Sie meinten, dass sie bald weitere Schritte gegen uns einleiten würden. Jeglicher Versuch, mit ihnen zu kommunizieren, ist fehlgeschlagen.

Lara: Was denken Sie, könnte der Grund gewesen sein, dass Ostland das Rockytal angriff?

Taylor: Es war eine Machtdemonstration, Ms. Tenner.

Forbett: Also… ich finde, wir sollten keine Zeit verlieren. Der Feind schläft nicht! Sagen Sie mir, Taylor, wo ist meine Laserkanone?

Taylor: (verlegen) Nun…

Forbett: Sie können den Zivilisten hier ruhig vertrauen.

Taylor: Im historischen Museum in Westland City…

Forbett: (baff) … heiliges Kanonenrohr…

Taylor: Wir haben viel zu bereden. Kommen Sie, Forbett!

Lara: Da gehen die beiden.

Junior: Und wir haben auch einiges zu bereden, stimmt's?

Lara Haben Sie Neuigkeiten? Professor? Vater?

Futura: In der Tat. Es ist einfach nur erstaunlich. Das Derivat, das Tanja sich damals injiziert hat, war nicht Unsichtbarkeitsserum, sondern ein Vorläufer des Telepathieserums.

Junior: Etwa das, mit dem Vater damals die Androiden enttarnt hat?

Futura: Genau das! Tanjas Stoffwechsel hat sich so angepasst, dass es nun permanent wirkt.

Tanja: Ich kann nun Gedanken zu lesen, wenn die Person, die ich anblicke, es zulässt.

Junior: Und…wenn nicht?

Futura: Kopfweh für beide Seiten, Jan Junior. Für Tanja schleichendes, für ihr Gegenüber stechendes Kopfweh. Und je stärker sich die Person widersetzt, desto stärker sind die Schmerzen.

Lara: Dann war sie das also!

Tanja: Ich wollte das nicht, Lara, wirklich!

Lara: Wer's glaubt…ich sag es dir gleich, Tanja. Wenn du das noch einmal versuchst…

Futura: Sie konnte diese Kraft nach ihrem Erwachen noch nicht kontrollieren.

Tanja: Inzwischen geht es.

Junior: Aber jedes Serum hat seine Nebenwirkungen. So spaßig es auch war, Kreise um die schwarzen Roboter zu rennen, ich will nicht an den Muskelkater denken, der mich morgen erwarten wird…

Lara: Meine armen Waden…

Senior: Tja, ihr beiden, warum müsst ihr auch immer so übertreiben?

Laura: Spiel dich nicht so auf, Jan!

Junior: Aber wie sieht es nun mit Tanja aus, Professor?

Tanja: Ja, ob ich Seren nehmen kann, dazu haben Sie mir noch nichts gesagt.

Futura: Nun, Tanja, Sie können nur kleinere Dosen Serum nehmen und auch nur die, die nicht die Wirkung des Telepathie-Serums aufheben.

Senior: Das heißt, nur Flug- und Tauch-Serum.

Laura: Und auf gar keinen Fall Unsichtbarkeitsserum!

Futura: Jan und ich werden Ihre Blutprobe und die Wirkung des Telepathie-Serums in den nächsten Tagen analysieren.

Senior: Es gibt viel zu tun, immerhin waren Sie 30 Jahre lange verschwunden.

Futura: In der Tat! Ich werde mich schon wieder reinfinden. Wir haben viel zu tun, aber nicht mehr heute.

Senior: Professor, würden Sie sich für eines meiner Experimente zur Verfügung stellen? Ich habe da ein ganz besonderes Serum entwickelt, das den Kater nach einer durchzechten Nacht in Windeseile…

Laura: Nein, Jan! Du wirst mit dem Professor nicht auf eine Kneipentour gehen!

Abschlusslache

Endmusik
Erzähler: Und so haben sich die Freunde wiedergefunden. Während Professor Futura sich mit Jan Senior und Laura bespricht, Jan Junior und Lara sich mit Tanja anfreunden, lässt General Forbett sich von General Taylor auf den neuesten Stand bringen. Forbetts und Futuras Hilfe wird auch bald gebraucht werden, denn nicht nur aus Ostland droht Gefahr. Ein neuer Feind erwartet das Tenner-Team. Es ist: DER WAHNSINNIGE DOKTOR!