DISCLAIMER: I do not own ‚The Skulls' nor any of ist characters, so don't sue me, for I have nothiung I could give.

*Die Story ist eigentlich schon etwas älter, aber ich dachte mir, wo ich jetzt schon diesen Account besitze, warum nicht hochladen? Is' ja kaum was los auf dieser Seite, hmpf, okay, soo super war der Film auch nicht, aber ich habe schon wesentlich schlechtere gesehen, und außerdem ist der Paul-Walker-und-Joshua Jackson-Bonus ja wohl kaum zu überbieten.

Aus irgendeinem Grund hat das deutsche Publikum hier kaum Chancen auf Resonanz, oder täusche ich mich da? Ich habe bei einigen deutschsprachigen Texten reingesehen und fast keine Reviews entdeckt. (Ich weiß schon, warum ich meinen anderen Text übersetzt habe .... aber diesmal bin ich einfach zu faul dazu, hehehe.)

Wie dem auch sei, vielleicht findet sich ja eine mitleidige Seele. );o)) *

Prolog

Das altehrwürdige Stanton-College lag ruhig in der Dunkelheit da. Um diese Zeit wirkte es fast wie ausgestorben. Der Mond leuchtete durch das dichte Blätterdach der Bäume auf die Gehwege hinab, die die einzelnen Gebäude miteinander verbanden und warf seltsame Schattengebilde auf Wände und Wiesen. Ein leiser Wind fuhr durch die Bäume des umliegenden Parks, und das einzige lautere Geräusch war das wie immer mit viereinviertelminütiger Verspätung einsetzende Schlagen der Turmuhr am Hauptgebäude. Ein tiefer Ton, gefolgt von drei weiteren, dann ein etwas hellerer.

Von einem der Wohnhäuser klang sehr leise Musik herüber und eine einsame Gestalt, die die verlassenen Pfade überquerte, blieb einen Moment stehen und lauschte. Sie erkannte das langsame Lied und summte es leise mit, während sie ihren Weg fortsetzte. Als sie den Haupteingang erreichte, kramte sie gähnend ein Schlüsselbund aus ihrer Umhängetasche hervor und schloß auf. Das Gebäude war menschenleer und das Klacken ihrer Absätze auf dem Steinfußboden hallte unnatürlich laut von den Wänden wieder. Eigentlich sollte sie zu dieser Stunde schon längst selig schlummern - oder zumindest schlummern - , doch aus irgendeinem Grunde hatte der Schlaf nicht kommen wollen, also hatte sie sich entschlossen, schon etwas für ihr Referat am Freitag zu tun. Da sie aushilfsweise in der Bibliothek arbeitete, hatte sie einen eigenen Schlüssel. Ein Nachtwächter, Wachschutz oder ähnliches existierten an diesem Institut nicht, und selbst wenn sich einer der Dozenten um diese Zeit hierher verirren würde, hatte sie kaum Ärger zu befürchten; für alles, was dem Unterricht in irgendeiner Weise dienlich war, hatten Lehrkräfte bekanntlich sehr viel übrig.

Nachdem sie sich mit der notwendigen Literatur und ein paar Schlucken heißen Kaffees aus der mitgebrachten Thermoskanne versorgt hatte, machte sie sich an die Arbeit. Aber so sehr sie es auch versuchte, sie konnte sich einfach nicht konzentrieren. Ihr Blick schweifte immer wieder durch den Lesesaal. Die Lampe auf ihrem Tisch erhellte nur einen verhältnismäßig kleinen Radius, der Rest lag im Dunkeln, da sie das Hauptlicht sofort nachdem sie ihre Bücher zusammengesucht hatte, wieder ausgeschaltet hatte. Angst verspürte sie nicht, im Gegenteil; sie liebte diesen Ort, ganz besonders, wenn niemand außer ihr anwesend war. Die Atmosphäre war einzigartig; die Stille, der Geruch der Bücher, das Rascheln der Seiten beim Blättern – sie hatte nie verstanden, daß es Menschen gab, die das nicht zu schätzen wußten.

Mit einem Seufzen stand sie auf, schritt zu einem der großen Fenster und öffnete es. Lauwarme Sommerluft strömte herein und sie sog sie wie ein Lebenselixier in sich auf. Ihre Gedanken schweiften fast augenblicklich ab, weit, weit fort. Sie träumte ihren Lieblingstraum, den der gefeierten Bestsellerautorin, aber selbst das wollte ihr heute nicht ganz gelingen; die Starautorin hatte das Aussehen und den kompletten Charme einer spießigen kleinen grauen Bibliotheksmaus, deren einzige Aufgabe darin bestand, die einzelnen Schriften den Signaturen entsprechend einzuordnen und das Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr, bis sie schließlich –

Sie schüttelte sich und nahm einen weiteren Schluck aus ihrem Becher. Möglicherweise hatten die Leute recht; vielleicht dachte sie wirklich zuviel nach. Wer immer nur nachdenklich in der Stube hockt, verpaßt das Leben, sagte ihre Mutter immer. Da war wohl was dran. Ein Knacken aus den Tiefen des Raumes hinter ihr ließ sie aufhorchen. Sie sah kurz in den Raum, der hinter ihr lag. Die Umrisse der Regale schienen ein wenig zu verschwimmen und mit etwas Phantasie konnte man sie durchaus für urzeitliche Riesen halten. Ein weiteres leises Knacken war zu hören, doch auch diesmal erschreckte sie sich nicht. Holz gab eben Geräusche von sich, wenn es Temperaturschwankungen ausgesetzt war und im Gegensatz zu der extremen Hitze am Tag war es jetzt eher kühl. Außerdem war sie niemand, der leicht zu ängstigen war und – was sollte hier schon passieren?! Der "wildeste" Vorfall der letzten zwei Jahre war die ungewollte Schwangerschaft einer Kommilitonin gewesen, die daraufhin die Universität hatte verlassen müssen. Ansonsten war hier ungefähr so viel los wie .... wie bei .... ihr fiel kein passender Vergleich ein, der auch nur annähernd die Ereignislosigkeit eines Studiums an dieser Einrichtung treffend beschrieb.

Wieder erklang die Turmuhr. Sie zählte mit: eins, zwei, drei, vier. Sie stutzte. Schon vier? Ein Blick auf ihre Armbanduhr bestätigte es. Sie war seit fast zwei Stunden hier und hatte rein gar nichts getan. Und draußen wurde es schon langsam hell. Soviel zu ihrem Vorhaben. Sie trank ihren Kaffee aus und verzog das Gesicht. Angeblich sollte kalter Kaffee ja schön machen, was sie jedoch stark bezweifelte. Sie griff sich ihre Bücher und begann, sie wieder einzuordnen. Erst bei den letzten beiden fiel ihr auf, daß sie sie ebensogut hätte liegenlassen können, da sie sowieso am Morgen Dienst hatte, doch zu diesem Zeitpunkt war sie bereits oben auf der Balustrade angelangt. Die Morgendämmerung begann, die ersten Meter des Saales unten zu erhellen, doch hier oben war es noch ziemlich düster. Sie hatte gerade das erste Buch einsortiert, als sie wieder das Geräusch von vorhin vernahm. Hier oben war es allerdings wesentlich lauter. Und nun glaubte sie, auch noch eine Art Schlurfen zu hören, das näherzukommen schien. Nur nicht aufregen, dachte sie ruhig und blickte um die Ecke und was sie da sah, war.... natürlich gar nichts. Zumindest nichts Ungewöhnliches. Sie schüttelte den Kopf und ging auf das nächste Regal zu. Ein lauter Knall ließ sie zusammenfahren. "Hallo?" fragte sie, doch es kam keine Antwort. Wütend über sich selbst stampfte sie mit dem Fuß auf. Wahrscheinlich war irgendwo ein Buch aus einem der Fächer gefallen. Was erwartete sie denn? Daß es etwas sagte? Sie ging weiter, als sie wieder das Schlurfen hörte. Gut, der Band konnte bis Dienstbeginn warten. Bestimmt war da vorne nichts, wovor man Angst haben mußte, trotzdem zog sie es vor, jetzt in ihr Bett zu gehen. Wenigstens noch für ein, zwei Stunden liegen. Sie gähnte herzhaft, doch mittendrin hielt sie verdutzt inne. So, wie sie jetzt lief – müßte das Rascheln nicht theoretisch – wenn überhaupt – hinter ihr sein? Sie lauschte. Und müßte es dann nicht auch nur hinter ihr sein? Sie schüttelte den Kopf und sah dann in die beiden Richtungen, aus denen die Geräusche gekommen waren. Im schummrigen Licht glaubte sie, eine Bewegung zu erkennen und ein leises Knistern kam näher. Sie schluckte und machte ein paar schnelle Schritte auf die Treppe zu, die nach unten führte. Egal, wie sehr sie sich zum Idioten machte, sie wollte nur noch raus hier. Etwas großes glitt die Stufen hoch und sie fuhr zurück. Entsetzt starrte sie die Gestalt an, die ihr entgegenkam. Auch wenn sie nicht an Übersinnliches glaubte; das da sah verflucht nach einem Geist aus und zwar nach einem ziemlich großen. Selbst ein Spaßvogel auf Stelzen konnte nicht so riesig sein. Ihr Herz klopfte wie verrückt. Sie hätte gerne aus Leibeskräften geschrien, aber ihre Kehle war wie zugeschnürt und sie brachte nur ein leises Krächzen zustande. Langsam wich sie zurück, bis sie gegen das Geländer stieß. Von beiden Seiten glitten die schattenähnlichen Wesen auf sie zu und sie vermeinte ihr Raunen zu hören. Ein lauter Knall unten im Saal ließ sie herumfahren. Ihr Schuh rutschte auf dem glatten Linoleum ab und sie verlor das Gleichgewicht. Sie keuchte erschrocken auf und ruderte verzweifelt mit den Armen, doch ihr eigenes Gewicht zog sie nach vorne. Noch im Fallen bekam ihre linke Hand das Geländer zu fassen, aber während sie noch versuchte, wieder hochzuklettern, splitterte das alte Holz und brach dann krachend durch. Ein gellender Schrei entrann sich ihrer Kehle und hallte durch den Saal. Das letzte, was sie spürte, war, wie ihr Kopf hart auf einem der untenstehenden Tische aufschlug. Dann fühlte sie nichts mehr.

Das große Fenster, das durch einen heftigen Windstoß zugefallen war, ging leise wieder auf und von draußen drangen die ersten Vogelstimmen herein, die den neuen Tag ankündigten. Die Morgensonne, die am rotgoldenen Himmel aufstieg, erhellte langsam die Bibliothek, glitt freundlich über Tische und Stühle, eine angeschaltete Jugendstil-Lampe, vertrieb nach und nach die Schatten aus dem Saal und gab den Blick auf eine kleine Lache Blut frei, in die beständig weitere rote Tropfen von einem Tisch fielen, auf der ein verdrehter Körper mit gebrochenem Genick lag, in der Hand ein zersplittertes Stück geschnitzten Holzes.

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