Disclaimer: Die Drow und ihre Gottheiten gehören nicht mir

Warnung: es geht recht gewalttätig zu, slash wird noch kommen & non-con. Alle die so was nicht tolerieren können sollten jetzt was anderes zum lesen suchen.

Blickwinkel

Sie waren über uns gekommen wie ein Rudel Wölfe. Leise, plötzlich und ohne Gnade mit lautloser Perfektion. Dabei wären wir in der Überzahl gewesen und kannten die Umgebung fast so gut wie einen Teil unserer eigenen Körper, aber überrumpelt und entsetzensgelähmt wie fast alle von uns waren unterlagen wir am Ende. Weit über die Hälfte meines Clans ist in dieser Nacht gefallen, niedergemetzelt und brutal abgeschlachtet von den unbarmherzigen Schwertern der Drow.

Meine kleine Nichte, kaum älter als zwölf Sommer starb aufgespießt vor meinen eigenen Augen. Das grinsende, blutbespritzte Gesicht ihres Mörders als den letzten Anblick ihres jungen Lebens. Aber vielleicht ist ihr somit mehr Gnade zuteil geworden als uns die wir überlebten um nun als Gefangene hilflos der brutalen Willkür unserer Feinde ausgeliefert zu sein. Ich weiß ich sollte nicht so denken, aber es ist schwer nicht zu verzweifeln. Ich war nie außergewöhnlich mutig und Musik lag mir immer näher als das Kämpfen und doch habe ich aus irgendeinem Grund dieses Massaker überlebt. Als einer von fünf Gefangenen sitze ich nun hier und erwarte mein hoffnungsloses Schicksal. Sie haben uns wieder die ganze Nacht durch den Wald getrieben, mit einer geradezu wahnsinnigen Geschwindigkeit. Ich frage mich wie sie das durchhalten können. Ich selbst kann vor Erschöpfung kaum noch aufrecht sitzen, während sie sogar die Energie aufbringen uns hin und wieder zu schlagen oder zu treten. Wir mussten fast die ganze Zeit ohne Pause rennen, doch mir und den anderen vieren fehlt das Ziel und der Lebenswille den unsere Angreifer besitzen. Am schlimmsten scheint es um den jungen Aansi zu stehen. Seine Haut, die sonst die Farbe cremiger weißer Milch hat wirkt inzwischen ungesund blass und man kann deutlich die dunklen Ringe unter seinen teilnahmslosen grauen Augen sehen. Ich glaube nicht das er noch lange überleben wird, selbst wenn ein Wunder geschehen sollte und wir gerettet werden, denke ich wird er wohl an den tiefen Wunden die jene Nacht auf seiner Seele hinterlassen hat dahinsiechen, denn er hat jeden Lebenswillen verloren. Ich weiß nicht einmal genau wieso ich selber noch die Anstrengung unternehme weiterhin am Leben zu bleiben. Vielleicht aus dem vagen Verlangen nach einer Rache die ich doch niemals bekommen werde oder aus purer Sturheit, ich könnte es nicht sagen.

Aber eines weiß ich doch, ich hasse diese schwarzhäutigen Schlächter wie ich nie zuvor Jemanden gehasst habe und doch bin ich ihnen ohnmächtig ausgeliefert. Ich kann nichts tun und habe das Gefühl bald am Hass zu ersticken. Aber ich habe sie beobachtet in den vier Tagen die wir durch den Wald getrieben wurden und sehe dass sie Angst haben. Vor wem oder was, ich weiß es nicht aber alle bis auf diese schreckliche, fanatische Priesterin der Spinnenkönigin die sie anführt sind nervös und ihre Nerven zum zerreißen gespannt, als erwarteten sie jederzeit einen Angriff. Von uns haben sie nichts mehr zu befürchten, denn Niemand sonst hat überlebt, aber da draußen ist jemand oder etwas anderes und das macht ihnen Angst. Ich hoffe dass ich, falls es wirklich einen Angriff geben sollte, denjenigen der meine Nicht ermordete in seinem eigenen Blut liegen sehe, denn dann werde ich glücklich sterben, was immer auch passieren mag.

Mit diesem dunklen Gedanken schließe ich meine Augen um in den tiefen Schlaf der Erschöpfung zu fallen, bis mich ein scharfer Tritt in die Rippen weckt. Es geht weiter. Fast lautlos eilen wir durch den Wald, während der Mond aufgeht.

Bald werde ich auf meinen Meister treffen, aber davon weiß ich jetzt noch nichts, noch habe ich nicht einmal bemerkt, dass wir mitten in einen äußerst schlau angelegten Hinterhalt laufen. Das wird mir erst langsam klar als die Priesterin mit einem schwarz gefiederten Pfeil im schlanken Hals zu Boden geht. Bevor mir wirklich bewusst ist was geschieht ist bricht auch schon alles in Chaos aus. Gestalten in dunklen Rüstungen stürzen seltsam lautlos aus ihren Verstecken zwischen den Bäumen und die Banditen um ich herum fallen in eine recht instabile Verteidigungsformation. Der Verlust ihrer Priesterin scheint sie aus der Fassung gebracht zu haben. Unsere Angreifer müssen ebenfalls Drow sein. Ich verstehe ihre Gründe noch nicht, weiß aber wenn sich jemals die Chance zur Flucht geboten hat dann jetzt. Zu meiner großen Scham muss ich gestehen, dass ich in diesem Augenblick alleine in den Wald hinein stürze ohne einen weiteren Gedanken an meine Freunde.

Meine Hände immer noch hinter meinem Rücken gefesselt versuche ich so schnell und leise wie möglich zu sein. Nach wenigen Minuten stolpere ich jedoch, weil sich mein Fuß in einem Kaninchenbau verfängt den ich in meiner panischen Flucht übersehen habe. Wütend verfluche ich mich still selbst als ich mitten in einen dornigen Busch krache, das Geräusch brechender Äste tönt mir unnatürlich laut in den Ohren und ich kann ein verzweifeltes Stöhnen nicht mehr unterdrücken. Angsterfüllt halte ich inne. Bin ich bemerkt worden? frage ich mich als ich gehetzt versuche zu erkennen ob jemand in der Nähe ist der die Geräusche gehört haben könnte. Nachdem ich nichts sehen kann versuche ich mich aus dem dornigen Halt des Busches zu winden. Keine angenehme Erfahrung wenn man gefesselt ist. Als ich gerade so weit bin endlich wieder auf zu stehen um weiter zu rennen höre ich hinter mir ein leises, grausames Lachen. Ich wäre vielleicht zusammengesackt vor lauter Hoffungslosigkeit, aber plötzlich kann ich mich gar nicht mehr bewegen. Auf den Knien gehalten durch Magie warte ich angsterfüllt und fühle mich dabei wie das Kaninchen dessen Loch mich zu Fall brachte. Ein leises Rascheln, das langsam näher kommt lässt meine Nackenhaare stehen. Eine Hand legt sich auf meine Schulter und könnte ich mich bewegen würde ich jetzt zusammenzucken. So entkommt mir nur ein seltsamer Laut halb Keuchen halb Schluchzen. Die Hand streicht nun fast behutsam mein langes schwarzes Haar zur Seite und legt so meinen Nacken frei. Das leise Lachen erklingt wieder mit einem zufriedenen Unterton.

„Noch kein Halsband Elf? Das wird sich ändern."

Ein kurzes Rascheln von Stoff hinter mir und dann legt sich etwas Kühles, Hartes um meinen Hals. Mit einem leisen Klicken schließt sich die Tür meiner Freiheit wieder und diesmal wohl für eine sehr lange Zeit. Mit dem Geräusch kommt auch die Verbindung. Nur einen kurzen schmerzhaften Augenblick ist sie Allumfassend, dann kaum mehr zu spüren, aber dieser kurze Augenblick reicht um meine Verzweiflung noch zu steigern. Der Geist den ich berührte ist kalt und mitleidslos. Keine guten Aussichten für mich.

Dann wird plötzlich und ohne Vorwarnung der Zauber aufgehoben der mich bis hier aufrecht gehalten hat und ich werde mit dem Rücken zuerst auf den weichen Waldboden gedrückt. Jetzt kann ich sehen wer mich eingefangen hat. Ein Drow natürlich. Er ist schön sogar nach dem hohen elfischen Standard, seine Kleidung scheint mehr einem Magier zu entsprechen als einem Soldaten. Kein Wunder dass es ihm so leicht gefallen ist mich auf diese Weise festzuhalten. Harte, rote Augen mustern mich und ich fühle mich nackt und hilflos unter ihrem forschenden Blick. Ich kann nichts tun als angsterfüllt zu ihm hoch zu starren. Dann erscheint ein zufriedenes Lächeln auf seinen eleganten Gesichtszügen. „Schön." Murmelt er.

Ein kalter Schauer läuft mir den Rücken herunter als mir klar wird was dieser Blick bedeuten könnte. Ich schließe meine Augen und wünsche mir ich wäre tot. Dies bleibt mir jedoch versagt. Stattdessen ertönt wieder das Lachen.

„Heute wirst du nicht sterben mein hübscher Sklave."

Er kann meine Gedanken lesen?

„Ja, ich kann wenn ich will. Eine sehr praktische Einrichtung wie ich festgestellt habe."

Und damit greift er sich eine großzügige Handvoll meines Haares zieht mich auf die Füße und schubst mich zurück in die Richtung aus der ich gekommen war. Zu hoffnungslos um noch etwas anderes zu tun laufe ich gehorsam vor ihm zurück zu der Stelle wo der Hinterhalt stattgefunden hat.

Es sieht so aus als wäre ich nun der einzige meines Clans der noch übrig ist, denn ich kann die Leichen der anderen vier unter denen der Drow leicht erkennen. Ihre helle Haut hebt sich gegen die ebenholzfarbene unserer dunklen Verwandten gut ab. Es scheint jedoch als hätte ich meine Gefühlskapazitäten für heute ausgereizt, denn alles in mir wird langsam taub und nur die Verzweiflung bleibt noch, wie ein See in dem ich langsam ertrinke.

Diese zweite Gruppe von Drow ist besser organisiert und ausgerüstet. Sie haben zwei Zauberer dabei. Den der mich zu seinem Sklaven gemacht hat und ein weiterer. Diese beiden öffnen zwei Portale kaum das ich aus dem Wald gestolpert komme und ohne einen weiteren Blick auf die Toten zu verschwenden marschieren sie diszipliniert ab. Ich gehe zum Schluss ohne die Kraft für einen letzten Akt des Widerstandes, nur der Magier ist hinter mir. Der Mörder meiner Nichte ist tot, doch ich kann nichts mehr empfinden.

-------------------------------------

Ja,ja ich weiß ein klitzekleines bisschen krank ist das ganze schon, aber ich zwinge ja niemanden dazu es zu lesen.

Obwohl ich natürlich noch mal gewissenhaft nachgeschaut hab sind bestimmt grausige grammatische Verfehlungen im Text, deshalb sind mir Verbesserungen in dieser Hinsicht, sowie alle andere konstruktive Kritik natürlich sehr recht. Sagt bescheid und ich kümmere mich drum.