Hallo alle zusammen!

Ich weiß, ich hab ewig nichts reingestellt und entschuldige mich an dieser Stelle erst mal bei allen... denn die Geschichte ist noch nicht zuende. Das hier ist das letzte Kapitel und ich bin grade erst mit der Übersetzung fertig geworden. Irgendjemand von euch fragte, ob das meine Geschichte sei: nein. Ich übersetze sie nur. Das Original findet ihr auch hier unter dem Titel „Before the moon rises" von Penelope78.

Epilog

Vier Jahre später

Es war sieben Uhr morgens und Hermine umfasste mit beiden Händen das Waschbecken, wobei sie sich gefährlich nahe an den Spiegel heranlehnte. Eine Welle der Übelkeit hatte sie gezwungen, ihr Bett zu verlassen und nun kämpfte sie gegen das Verlangen, sich über die Toilette zu beugen. Sie drehte den Hahn auf und schöpfte mit den Händen kaltes Wasser in ihr Gesicht.

„Bist du okay?" hörte sie Remus verschlafene Stimme aus Richtung des Schlafzimmers rufen.

Sie schluckte den Klumpen in ihrem Hals herunter. „Ja" rief sie schwach zurück. Sie betrachtete ihr Spiegelbild. Ihre Haut war aschgrau und fleckig. Mit einem Handtuch trocknete sie sich das Gesicht ab.

Die Tür zum Badezimmer öffnete sich und Remus steckte seinen Kopf hindurch. „Bist du sicher? Es ist noch früh? Warum bist du schon wach?"

"Mir gehts gut Remus... ich denke nur über die Party nach" log sie.

„Die Party ist doch erst in Stunden. Du bist doch deswegen nicht etwa nervös, oder etwa doch? Denn es wird großartig werden" sagte er, streckte seine Hand nach ihr aus und streichelte ihr über den Rücken. „Du siehst ein wenig blass aus."

„Mir geht's gut" sagte sie, lehnte sich gegen seine Schulter und schob ihn dann wieder beiseite als sie eine neue Welle von Übelkeit spürte, die ihren Körper zu überschwemmen drohte. „Mir ist nur ein wenig schlecht. Ich muss gestern abend etwas gegessen haben, das mir nicht bekommen ist."

„Okay. Ruf mich, wenn du mich brauchst" sagte er und küsste sie auf die Stirn. Er ging zurück ins Schlafzimmer und Hermine schloss die Tür hinter ihm.

Sie beugte sich auf Knien vor und lehnte sich über die Toilettenschüssel; sie war sicher, dass sie sich würde übergeben müssen, aber sie tat es nicht. Die Schüssel war kalt in ihren Händen und sie lehnte ihren Kopf dagegen. Dann, als hätte man sie mit etwas scharfem gestochen, setzte sie sich ruckartig auf und schnappte nach Luft.

Warum habe ich daran nicht früher gedacht?

Jeden morgen, und das schon seit Wochen, war sie früh aufgewacht und hatte sich schlecht gefühlt. Die Übelkeit war mit der Zeit schlimmer geworden, aber sie hatte nie viel darüber nachgedacht... bis jetzt. Sie öffnete die Badezimmertür.

„Remus, kannst du mir mal meinen Zauberstab rüberwerfen?"

Sie konnte hören, dass er sich auf dem Bett bewegte. „Alles in Ordnung bei dir?"

„Ja. Ich möchte nur schnell einen Heilzauber anwenden" log sie.

„Sicher." Sie hörte, wie er vom Bett aufstand und sich in ihre Richtung bewegte. „Hier" sagte er und reichte ihr ihren Zauberstab. Sie saß noch immer auf dem Boden.

„Danke" gab sie zurück ehe sie ihm die Tür vor der Nase zuwarf. Remus stand auf der anderen Seite und runzelte die Stirn aber dann ging er. Er wusste dass sie nicht beabsichtigte unfreundlich zu sein; sie fühlte sich einfach nicht wohl und in wenigen Stunden würden sie eine Party zu ihrem Hochzeitstag veranstalten.

Hermine hielt den Zauberstab fest in ihrer Hand und sprach den Zauber. Ihr Zauberstab schwebte über ihrem Körper, sprühte helles Licht und schwebte dann für einen Moment in der Luft, ehe er mit einem kräftigen blau in die Luft vor ihr zu schreiben begann: Zwei Embryonen, zwei Monate alt, männlich, gesund.

Hermine blinzelte und legte den Kopf zur Seite, unfähig zu atmen. Sie griff rasch den Stab aus der Luft und wiederholte den Zauber. Wiederum schwebte der Zauberstab in der Luft und begann in blauer Schrift zu schreiben: Zwei Embryonen, zwei Monate alt, männlich, gesund.

Ihre Augen waren vor Schock geweitet. Sie hatte nicht nur gerader herausgefunden dass sie schwanger war – sondern auch dass es Zwillinge waren. Langsam stand sie auf, öffnete die Badezimmertür und trat hinaus.

Remus saß da, den Kopf gegen die Kopfseite des Bettes gestützt und las ein Buch. Er schloss es, als er ihr Gesicht sah.

„Was fehlt dir?" fragte er besorgt. Er schwang die Beine vom Bett und legte das Buch neben sich.

Hermine merkte, dass sie nicht in der Lage war, zu gehen. Sie stand einfach nur da und starrte Remus an. Dann erschien ein kleines, angespanntes Lächeln auf ihren Lippen.

„Geht es dir gut?" hakte Remus nach.

I...Ich muss dir etwas sagen" sagte sie

„Was denn?" fragte er und stand auf aber sie gab ihm mit einer Geste zu verstehen dort zu bleiben, wo er war.

„Ich denke, du solltest dich besser setzen."

Er setzte sich und die Anspannung in seinem Gesicht nahm zu. „Hermine, was ist denn?"

„I...ich...na ja... ich bin schwanger."

Sofort veränderte sich Remus Gesichtsausdruck. Von Besorgnis zu Verwirrung, dann Verständnis und Schock. „W...was?"

„Wir bekommen Zwillinge." Und sobald sie diese Worte ausgesprochen hatte schien die Aufregung rings um sie her zu explodieren; für kurze Zeit war sogar ihre Übelkeit vergessen. Remus aber sah sie immer noch schockiert an.

„Was?" wiederholte er.

Hermine lief zu Remus, sprang auf seinen Schoß, warf ihn auf das Bett zurück und küsste sein Besicht. „Ich bin schwanger, du Dummkopf und wir bekommen Zwillinge!" quietschte sie aufgeregt.

„Bist du sicher?" fragte er zwischen ihren Küssen. Sein Herz schwoll in seiner Brust und sein Kopf fühlte sich leicht an.

Sie stützte sich auf ihren Armen ab und sah zu ihm herab; ihr Haar fiel ihr um ihr Gesicht. „Warum sollte ich mir das ausdenken? Freust du dich denn gar nicht?" fragte sie und runzelte die Stirn.

Er umarmte sie, zog sie nah an sich heran und drückte sie. „Oh, Hermine, ich habe nie..." seine Stimme brach beinahe. „...ich habe mir nie erträumt, ich könnte jemals Vater werden... ich dachte, das würde ich nie erleben.." Er hielt sie fester und fühlte Tränen in sich aufsteigen.

„Nun, scheinbar macht das Schicksal es jetzt wieder gut und wir bekommen deswegen gleich zwei auf einmal." sagte sie und küsste ihn sanft.

„Ich kanns nicht glauben" sagte er, drehte sie auf den Rücken und beugte sich über sie als sie kicherte. „Dich für den Rest meines Lebens bei dir zu haben wäre genug, aber das..." sagte er und fühlte sich unglaublich emotional. „... das ist so viel besser als alles was ich je verdient hätte."

„Oh Remus" sagte sie und berührte seine Wange. „Die verdienst alles, was die Welt zu bieten hat... alles."

Er beugte sich zu ihr herab und küsste sie. „Und das habe ich... genau hier" sagte er und küsste sie wieder.

Während sie die Küche betrachtete, trocknete Hermine sich die Hände an einem Handtuch ab und biss sich auf die Unterlippe. Remus kam herein, lehnte sich gegen den Türrahmen und lächelte sie an.

„Sieht großartig aus" sagte er lächelnd und immer noch daran denkend, was sie ihm zuvor erzählt hatte. Er konnte noch immer kaum fassen, dass er Vater werden würde.

„Hast du die Teller rausgestellt" fragte sie und ignorierte dabei sein Grinsen.

Er kam zu ihr hinüber, schlang die Arme um ihre Taille und zog sie an sich heran. Er küsste ihren Nacken.

„Remus" protestierte sie. „Ich hab zu tun. In weniger als einer halben Stunde werden alle hier sein."

„Hermine" sagte er einfach und sie verstand den autoritären Unterton in seiner Stimme.

„Ja?" fragte sie leise, schloss die Augen und lehnte ihren Kopf an seine Brust.

„Das ist eine Party... für dich.."

„Für uns" berichtigte sie ihn.

„Genau. Und umso mehr ein Grund, dass du erst einmal tief Luft holst und diesen Tag einfach nur genießt. Unsere Freunde kommen um unsere Hochzeit vor vier Jahren zu feiern." Sagte ihr und küsste erneut ihren Nacken. Er fühlte, dass sie sich entspannte. „Alles wird gut sein. Du hast mit dem Essen tolle Arbeit geleistet und ich hab den Garten fertig gemacht. Sie kommen doch jeden Freitag her; tu einfach so, als wäre das heute nichts Anderes."

„Aber ich weiß, dass es etwas anderes ist" sagte sie und wand ihre Finger in seine.

„Das ist es nicht wirklich. Wir werden viel Spaß haben, so wie immer. Der einzige Unterschied ist der dass sie uns damit ärgern werden, ein altes verheiratetes Ehepaar zu sein."

„Mir wäre es egal alt zu sein und mir dir verheiratet" sagte sie als sie sich zurücklehnte und ihn auf den Mund küsste.

Ehe Remus darauf etwas erwidert konnte klopfte es an der Tür. Er ließ Hermine los, als sie die Küche verließ und auf die Tür zuging. Sie lächelte breit als sie sie öffnete. Harry und seine Verlobte Ana standen auf der Türschwelle.

„Ihr seid früh" sagte Hermine, griff nach Harry Hand und zog ihn in eine freundschaftliche Umarmung.

„Ja" sagte er und sah zu Ana hinüber. „Sie hat darauf bestanden, dass wir so früh herkommen, damit sie dir noch bei den Vorbereitungen helfen kann.

„Das ist lieb von dir." sagte Hermine und umarmte Ana. „Remus und ich haben schon alles zusammen. Wir könnten draussen aber trotzdem noch ein paar extra Hände gebrauchen." sagte sie und öffnete die Tür weit, damit Harry und Ana eintreten konnten.

Remus begrüßte Harry mit einem Händeschütteln. „Warum lasst ihr die Sachen nicht einfach nach draussen schweben?" fragte Harry und grinste Remus an.

„Oh nein" sagte Hermine und schüttelte den Kopf. „Erinnerst du dich noch als du und Ron das letzte Mal Essen nach draussen schweben lassen wolltet? Die Hälfte davon landete auf dem Boden meines Schlafzimmers. Nein, danke. Ana und ich machen das lieber auf Muggelart."

Remus und Harry standen im Wohnzimmer und redeten über die neusten Nachrichten aus der Zaubererwelt und Quidditschergebnisse, während Hermine und Ana in die Küche gingen.

„Wow. Sieh sich das einer an. Du hast dich mal wieder selbst übertroffen, Hermine. Oh, das hätte ich fast vergessen." Sagte sie, wedelte mit den Armen in der Luft und hielt plötzlich ein in silbernes Papier eingeschlagenes Päckchen in den Händen. „Ein Jubiläumsgeschenk." Ana hielt es ihr entgegen.

„Oh, Ana" sagte sie und nahm die Schachtel. „Ihr hättet uns nichts zu kaufen brauchen. Es ist genug dass du und Harry Zeit mit uns verbringen könnt."

„Unsinn. Ihr seid so gut zu uns gewesen" sagte sie achselzuckend und errötete leicht „Es ist das mindeste, das wir tun können."

Hermine lächelte Ana an. Sie hatte sich immer gefragt wie das Mädchen sein würde, in das Harry sich einmal verlieben würde. Er hatte den Großteil seiner Jugend mit ihr und Ron verbracht und nur leichte Schwärmereien für Mädchen gehabt die Hermine nie für die Richtigen gehalten hatte. Sie hatte zunächst gezögert, Ana kennen zu lernen. Ron aber hatte so viel über sie geredet dass Hermine beinahe Angst gehabt hätte sie sei zu gut um wahr zu sein.

Sobald sie aber Ana getroffen hatte hatte es ihr leid getan, dass sie Harrys Wahl je in Zweifel gezogen hatte. Ana war alles, was Ron über sie gesagt hatte. Sie war etwa so groß wie Hermine, ihr Haar war ein paar Schattierungen heller als Harrys. Ihre Augen waren hellblau, aber sie war nicht perfekt. Sie hatte manchmal üble Launen, die sich sehr wohl mit denen von Ron messen konnten und sie war sicherlich eine Kämpferin, die man am liebsten auf seiner Seite wissen wollte. Aber sie war auch eine der nettesten Menschen, die Hermine je gekannt hatte und sie liebte Harry über alles... aber noch mehr als das, hatte sie sich mit Hermine angefreundet, sehr gut sogar und irgendwie erinnerte sie Hermine an Harrys Mutter.

Hermine stellte Anas Päckchen auf den Küchentresen ehe sie einen kurzen Blick in das Wohnzimmer nebenan warf. Es war offensichtlich, dass Harry mitten in der Erklärung einer besonders komplizierten Spieltaktik war, also gesellte sie sich schnell wieder zu Ana.

Sie ergriff Anas Arm und beugte sich zu ihr hinüber. „Was ist denn?" flüsterte Ana und schien etwas zu spüren.

„Pssst. Ich muss dir etwas erzählen. Ich habe Remus gesagt wir könnten warten, bis alle hier sind aber ich werde explodieren, wenn ich es dir nicht erzählen kann" sagte Hermine unfähig, ihr Lächeln zu verbergen.

„Okay" gab Ana zurück „Ich werden später einfach so tun, als sei ich überrascht."

Hermine kicherte. „Ich bin schwanger." Sagte sie ruhig und beugte sich dabei noch näher zu Ana hinüber.

Anna holte Luft und schlug sich die Hand über den Mund, starrte ins Wohnzimmer hinüber. Sie hatten nichts bemerkt. Sie sah Hermine an. „Im Ernst?"

Hermine nickte und beide Mädchen begannen leise zu kichern.

„Seid wann weißt du´s?"

„Seid heute morgen. Aber das ist noch nicht alles" sagte sie.

„Was?"

„Es werden Zwillinge!"

Ana konnte ihre Aufregung kaum im Zaum halten. Sie umarmte Hermine still und hielt sie dann wieder von sich „Oh mein Gott! Wie werde ich jetzt noch so tun können, als wüsste ich von nichts?"

Hermine hüpfte auf den Zehenspitzen und lächelte. „Du darfst noch nichts sagen. Remus würde schmollen." kicherte sie.

„Das ist so toll! Ich kann kaum erwarten, dass Harry das erfährt. Er wird sie sicher verderben... alter Onkel Harry. Du weißt dass er sie dazu bringen wird, ihn Onkel zu nennen, oder?"

Hermine legte den Kopf zurück und lachte. Sie war so mit dem Gedanken beschäftigt gewesen, dass sie schwanger war, dass sie ganz vergessen hatte wie herrlich es sein würde zu sehen wie die Menschen, die ihr Leben bestimmten, auf die Nachricht reagieren würden. Sie lächelte bei dem Gedanken daran, dass ihre Kinder Harry Onkel nennen würden und daran, dass er ihr Leben teilen würde.

„Was habt ihr Ladys vor?" fragte Harry und beäugte die kichernden Frauen in der Küche. Er ging auf eine Obstschale zu und nahm sich mit den Fingern eine Erdbeere.

„Harry, iss doch jetzt noch nichts" mahnte Ana. Als er zu ihr aufsah und grinste verfloss ihr Ärger.

„Ihr habt meine Frage nicht beantwortet. Was tut ihr da?" fragte Harry als nun auch Remus herankam und Hermine ansah.

„Ach wir haben nur über dämliche Mädchensachen geredet." sagte Hermine überzeugend. „Das würde euch sowieso nicht interessieren."

„Sicher nicht" schloss Harry und zog die Nase kraus. „Ach ja, hat Ron eigentlich erwähnt, dass er heute abend jemanden mitbringen wird?"

Hermine zählte zum wiederholten Male die Gläser auf der Ablage durch. Sie hob einige hoch und Ana tat es ihr gleich. Sie beantwortete Harrys Frage als sie durch den Gang in den Garten gingen und redete über die Schulter.

„Ja, er sagte so was...aber er hat nicht gesagt, wen er mitbringt. Weißt du da etwas, das ich nicht weiß?"

Hermine und Ana stellten die Gläser auf einem der Tische ab, die Remus für die Party aufgestellt hatte. Harry und Remus hielten auch Gläser. Ana nahm sie ihnen ab und stellte sie neben die Bowle.

„Na ja..." Harry grinste wieder und Hermine stemmte die Hände in die Hüften, wie nur sie es konnte.

„Was weißt du, Harry Potter?"

„Ich will die Überraschung nicht verderben." sagte er ernsthaft.

Hermine runzelte die Stirn. „Sollte ich mir Sorgen machen?"

„Überhaupt nicht."

„Ich hasse es, wenn du das tust" sagte Hermine mit gespieltem Ärger. „Du sagst nur gerade so viel um mein Interesse zu wecken und mehr dann nicht."

„Ich bin froh, das ich nicht die einzige bin, die das nicht leiden kann" flüsterte Ana als sie sich vornüber beugte um die Tischdecke gerade zu ziehen.

Harry schlang seine Arme um sie. „Was ist das denn?" Ana kicherte und der Moment der Rauferei wurde unterbrochen, als im Haus eine Stimme erschallte.

„Jemand zuhause?"

„Ron" sagte Hermine lächelnd. „Er muss gewusst haben, dass wir über ihn reden."

Harry und Ana gingen ins Haus zurück und Harry rief den Flur hinauf seinem Freund zu. Remus ergriff Hermine, als diese an ihm vorbeiging, und zog sie in eine Umarmung.

„Ich liebe dich" wisperte er gegen ihre Lippen.

Hermine seufzte. „Ich liebe dich."

"Moony, wo ist die alte Truppe?" hörte Hermine Ron aus dem Haus. Sie lachte.

"Ich möchte dass du weißt, wie sehr ich diese Freitag nachmittage mit unseren Freunden mag" sagte sie, als sie zu ihm aufsah.

Er küsste sie sanft auf die Lippen. „Das weiß ich doch. Und das hier ist sogar noch besser, weil wie gute Chancen auf ein paar Geschenke haben" Er zwinkerte ihr zu. Dann lösten sie ihre Umarmung und gingen ins Haus.

Auf halben Weg traf Ron sie und umarmte sie. Er reichte über ihre Schulter, um Remus ausgestreckte Hand zu schütteln. „Tag, Moony. Hey, Hermine, Harry sagt, es gibt noch mehr zu futtern, als letztes Mal. Kann ich schon früher was essen?" Er zwinkerte Remus zu.

„Auf keinen Fall" gab sie zurück, bereit Ron für seine mangelnden Manieren zu tadeln.

„War nur ein Scherz, Hermine". Er lachte und sie liebte es, wenn er das tat.

„Oh Ron, das hätte ich ja fast vergessen... wo ist deine Verabredung?"

Er errötete auf der Stelle und gab ihr mit einer Kopfbewegung zu verstehen, dass seien Verabredung irgendwo hinter ihm stehen musste. Hermine drängte ihn beiseite und ging ins Wohnzimmer. Sie blieb wie angewurzelt stehn, als sie sah, mit wem Harry und Ana sich unterhielten – Cho Chang.

„Cho?" fragte Hermine ungläubig.

Mit einem schüchternen Lächeln auf den Lippen drehte Cho sich langsam herum. Ihr langes, glattes Haar leuchtete im Licht der Nachmittagssonne. Von all den Menschen, von denen Hermine gedacht hatte, Ron könne sie mit her bringen, war Cho nicht einmal auf der Liste der Möglichkeiten gewesen. Die einzige Gemeinsamkeit der beiden, die ihr spontan einfiel war ihre Liebe zum Quidditsch.

„Hallo, Hermine. Danke dass ich mitkommen durfte."

„Oh, sicher, du bist hier jederzeit willkommen. Ich hab dich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehn." sagte Hermine. Cho kam zu ihr herüber und umarmte sie, was Hermine vollkommen unvorbereitet traf.

„Es tut gut, einige freundliche Gesichter wieder zu sehen" sagte Cho und in ihrer Stimme lag eine Ehrlichkeit, die Hermines Herz sofort erwärmte.

„Fühl dich wie zuhause" sagte Hermine, als die Türglocke schellte und sie sich umdrehte um zu beobachten wie Remus die Tür öffnete.

Ginny trat ein, dicht gefolgt von Neville. Hermine lächelte als sie sah, dass Ginny mit der Hand über ihr Shirt fuhr, dass sich über ihren wachsenden Bauch spannte. Nevilles Hand ruhte sanft auf ihrem Rücken.

„Entschuldige mich" sagte Hermine an Cho gewandt als sie sich umwandte und auf die Neuankömmlinge zuschritt.

Sie wartete während Ginny und Cho Remus begrüßten. Ginny wandte sich ihr zu, ihr Gesicht leuchtend und lächelte Hermine an.

„Hey, alte Lady" sagte sie.

„Selber hey" sagte Hermine, lächelte und umarmte Ginny. Sie lehnte sich vor und umarmte auch Neville, der sich dann jedoch schnell entschuldigte um mit den Jungs zu reden.

„Ist das Cho Chang?" fragte Ginny und blinzente über Hermines Schulter ins Wohnzimmer.
"Sie ist mit deinem Bruder verabredet."

„Wirklich? Ich hab sie ewig nicht mehr gesehn. Wie geht's ihr denn? Immer noch eine schluchzende Mimose?" kicherte Ginny.

„Sei nett" flüsterte Hermine. „Ich glaub, sie ist jetzt ganz anders. Und du weißt, dein Bruder würde nicht einmal tot mit einem girlyhaften Mädchen ausgehen. All die Schluchzerei und Blümchen und das ganze sonst noch würden ihn wahnsinnig machen."

„Da hast du wohl recht" lächelte Ginny. Sie winkte Cho zu und Ana folgte. „Hey Cho, toll dich zu sehn und Ana... du bist ja fast schon eine von uns... weißt du, die alte Truppe."

Ana grinste. „Das macht mir nichts."

„Und wie könnte es auch. Es gibt Frauen die dafür töten würden, Harry Potter zu heiraten, dass weißt du doch, oder?"

„Natürlich. Das ist alles Teil der Herausforderung." Ana grinste diebisch.

„Wie weit bist du jetzt?" fragte Cho.

„Mal überlegen" begann Ginny und zählte an den Fingern ab „weit genug um zu wissen, dass ich eine Schokoladen und Cheeseburger- Knappheit verursachen könnte. Ich kann nicht genug kriegen davon und es macht Neville verrückt. Aber mal ernsthaft, diesen Sonntag sind es sechs Monate."

„Das ist wundervoll" sagte Cho ehrlich. „Weißt du schon, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?"

„Es ist ein Mädchen. Ich bin sicher sie wird ein richtiges Papakind. Neville ist so süß bei all dem. Gerade noch gestern hat er dieses kleine Teeservice mitgebracht..."

Für die nächste halbe Stunde drehte ihre Unterhaltung sich um Babies und solche Dinge. Hermine wollte den Mädchen die Wahrheit über sich erzählen. Sie und Ana tauschten Blicke und kicherten hin und wieder.

Als es wiederum an der Tür läutete und Hermine sie öffnete fand sie Seamus, Dean und die Patilzwillinge auf der Türschwelle stehend. Das einst ruhige Haus verwandelte sich nur allzu bald in eine lachende, fröhliche Schar Freunde und Hermine hätte gar nicht glücklicher sein können.

„Lasst uns einen Toast aussprechen: Auf Remus und Hermine!" rief Ron über das Gelächter und das Stimmegewirr hinweg. Er erhob sein Weinglas. „Jeder nimmt ein Glass. Es ist noch genug Wein da." Er beugte sich vor und zu Hermine herunter. „Ich hab deinen Lieblingswein mitgebracht." Er zwinkerte ihr zu.

Hermine lächelte, wusste aber dass sie nichts davon würde trinken können. Sie sah zu Remus hinüber und er schien ihre Gedanken zu erraten. Er durchquerte den Raum und schlang seine Arme um ihre Taille.

„Irgendwann im Lauf des Abends werden wir es ihnen sagen müssen. Du weißt, sie werden misstrauisch werden, wenn du nichts von dem Wein trinkst, den Ron extra für dich mitgebracht hat. Wir alle wissen, wie gern du ihn trinkst." sagte er, küsste ihre Wange und grinste verschmitzt.

„Ich weiß" flüsterte sie zurück.

„Hat jeder ein Glas. Los, irgendjemand gebe dieser Frau ein Glas." sagte Ron, schlang seinen Arm um Hermines Schulter und zog sie näher zu sich heran. „Warum hat Hermine denn noch keinen Wein?"

Hermine und Ron lachten. „mir geht's gut, Ron. Wirklich, ein wenig Punsch wäre toll."

„Bist du verrückt? Das ist dein Lieblingswein!"

„Ich weiß" erwiderte sie. Harry trat neben sie und betrachtete sie. Er hielt ein volles Weinglas in der einen Hand und gab mit der anderen Hand ein Glas in ihre Hände.

„Fühlst du dich nicht wohl, Hermine?" fragte er.

„Doch." Antwortete sie, sah auf ihr Glas herunter und dann wieder hinauf zu Remus. Er zuckte die Schultern und formte mit den Lippen die Worte ´Du musst es ihnen sagen.´ Hermine verdrehte zur Erwiderung die Augen.

„Haben alle ein Glas? Hey, Padma, vor dem Toast wird nichts getrunken! Seamus, Parvati, hört auf in der Ecke rumzuknutschen; wir wollen einen Toast ausbringen. Dean, füll, Padmas Glas wieder auf. Ginny, du trinkst Punsch? Gut. Neville, es gibt keinen Grund, warum du auch Punsch trinken solltest." lachte er. „Okay, also hoch mit den Gläsern und lasst uns trinken auf zwei unserer besten Freunde. Auf vier Jahre Ehe! Auf die Zeit, die man mit der Familie und Freunden verbringt. Möge sich daran niemals etwas ändern. Cheers!"

„Cheers" wiederholten alle zustimmend. Hermine lachte als sie sich umwandte und überall lächelnde Gesichter sah. Ron hatte recht. Auch sie hoffte, dass sich niemals etwas ändern würde. Sie hoffte dass sie, wenn sie erst alt wären, noch immer zusammen sitzen würden um zu reden und zu lachen während ihre Kinder zwischen ihnen umherrennen würden.

„Hermine, warum trinkst du nichts?" fragte Ron und riss sie aus ihren Gedanken an die Zukunft,

„Oh, ich habe nur nachgedacht" sagte sie immer noch lächelnd.

„Trink aus, Liebes" sagte er liebevoll als Cho zu ihm herüberkam und ihren Kopf auf seine Schulter legte.

„Ich...Ich kann nicht" sagte sie endlich.

Remus sah auf und ihre Blicke tragen sich. Sie holte langsam und tief Luft. Harry war nah genug um ihre Worte hören zu können.

„Wie meinst du das?" fragte Harry.

„Naja..." wieder sah sie zu Remus hin. Er warf ihr einen ermutigenden Blick zu und sie kaute auf ihrer Unterlippe.

„Was ist denn los Hermine?" fragte Ron und gab Cho sein leeres Glas.

„Also gut. Hört bitte mal alle zu" sagte Hermine laut. Der laute Raum wurde langsam still und Hermine war plötzlich nervös als sie sah, dass alle Gesichter nun ihr zugewandt waren. „Erst einmal möchte ich euch allen danken, dafür dass ihr diesen besonderen Tag mit mir und Remus teilt. Wir sind euch für eure Freundschaft sehr dankbar und dieses wöchentliche Zusammensein ist uns sehr wichtig." An diesem Punkt griff sie nach Remus´ Hand. „Daher denke ich, dass es nur natürlich ist, dass wir auch weiterhin besondere Momente miteinander teilen. Also nachdem all das gesagt ist... Ich bin schwanger.

Ein gleichzeitiges Atemholen ging durch die Gruppe und ein Moment vollkommener Stille verstrich, ehe jemand sprach.

„Was? Ich werde schon wieder Onkel?" fragte Ron vollkommen orientierungslos.

Hermine konnte in Kichern nicht vermeiden. Sie liebte es, dass Ron, obwohl sie nicht miteinander verwandt waren, sich als Onkel ihrer ungeborenen Kinder sah. „Wir bekommen Zwillinge!"

Ron öffnete den Mund und Harry lachte. Der ganze Raum schien sich zu erheben und Hermine und Remus zu umgeben. Glückwünsche wurden ausgesprochen und Hermine hatte das Gefühl, für die nächsten zehn Minuten umarmt zu werden.

„Oh, Hermine, ich kanns nicht glauben" sagte Harry als er sie umarmte. „Du verdienst so viel Glück und ich freu mich darauf, Onkel Harry zu sein."

Hermine lächelte ihn an und drückte ihn noch ein wenig fester, ehe sie ihn losließ. „Und ich kann es kaum erwarten, dass sie dich Onkel Harry nennen. Vielen Dank, dass du hier bist und das mit uns teilst.

„Es gibt keinen Ort, an dem ich lieber wäre" sagte er, als Ana neben ihn trat und Hermine anlächelte.

Ginny trat heran und rieb ihren Bauch. „Bist du bereit hierfür?" fragte sie Hermine als diese lächelte. „Du wirst dich wie das absurdeste Wesen der Welt verhalten, aber trotzdem so wunderschön sein. Unsere Babys werden miteinander groß werden, genauso wie wir es einst taten."

Remus trat von hinten an sie heran und schlang seine Arme um ihre Hüfte. Er legte sein Kinn auf ihre Schulter und zog sie näher zu sich heran.

„Was hältst du von all dem, alter Mann?" ärgerte Harry ihn.

Hermine wandte ihr Gesicht zu Remus und und ihre Blicke begegneten sich auf eine Art und Weise, wie dies nur bei zwei Liebenden möglich ist. Sie errötete und er küsste ihre Wange.

„Ich habe nie geglaubt, ein Leben führen zu können, in dem ich alles haben würde, was ich mir wünschte und immer noch mehr bekomme. Jeden Tag bin ich erstaunt darüber dass ich mein Leben mit einer solch erstaunlichen Frau teilen darf und jetzt werde ich auch noch Vater."

„Remus" sagte Hermine schüchtern.

„Es ist alles wahr. Ich bin so gesegnet. Ihr alle solltet neidisch auf mich sein. Ich habe eine wunderschöne Frau, zwei Kinder sind unterwegs und ich habe ein Haus voller Freunde. Was kann ein Mann sich mehr wünschen?"

„Darauf trinke ich!" rief Ron erneut und wieder wurden Gläser erhoben, gefolgt von fröhlichen Stimmen und Gelächter.

Remus drehte Hermine herum und hielt sie fest. Sie legte ihren Kopf auf seine Brust und schloss die Augen. Sie ließ es zu, dass die Stimmen ihre Freunde und die Wärme, die sie verspürte, sie mit vollkommenem Frieden füllten. Das Leben war hart und voller Wendungen gewesen; sie hätte sich niemals erträumt, dass alles zu einem so guten Ende kommen würde und sie wusste, dass sie dafür auf immer dankbar sein würde. Remus Worte erfüllten ihren Kopf. Sie hatte einen wundervollen Ehemann, zwei Kinder waren unterwegs, die sie über alles lieben würde und die besten Freunde die man sich vorstellen konnte teilten diese Momente mit ihr. Was sonst noch konnte eine Frau sich wünschen? Nichts – sie hatte alles.

ENDE

Also dann, das wars, die Geschichte ist aus. Danke fürs Lesen und die lieben reviews. Wenn ihr mögt seht doch mal rein, was bei meinem Namen sonst noch so steht, mit ausnahme dieser Sache hier stammt das nämlich alles von mir. ;-)