A/N: Hallo Leute! Diese Fanfiction ist ein Gemeinschaftsprojekt von drei (verrückten) Studentinnen die in den Semesterferien nichts zu tun hatten^^:

Katharina B. (Lehramt), Christina C. (Japanologie) und Anne F. (auch Japanologie). 

Es geht um einen Hogwarts Ausflug nach Deutschland, eine neue Bedrohung einen schwulen Malfoy^^, ein Baby und jede Menge Spaß. Die Hauptparings sind HG/DM und SS/NM! Also macht euch auf was gefasst!!!

Uns gehört leider nix und alle Charakterehre sind demnach Eigentum von J.K. Rowling. *heul*

*Prolog*

Die Nacht war sternenklar und wunderschön, weißer Frost bedeckte das Grün des Gartens und der eigene Atem stieg sichtbar zum Himmel. Es war ungewöhnlich kalt für diese Jahreszeit, wie Narcissa feststellte, als sie durch das Eingansportal des Anwesens trat. Das Innere des Hauses, stand dem groß angelegten Garten außerhalb in Nichts nach. Sowieso stellten die meisten Reinblütler ihre Überlegenheit anstandslos zur Schau und die Familie Malfoy war, in dieser Hinsicht, gewiss keine Ausnahme. Seit mehr Generationen als sie selbst zählen konnte, war die Familie Malfoy fester Bestandteil der Zaubererwelt gewesen. Die Malfoys waren in jeder Hinsicht reiner als jede andere Familie und vollkommen unantastbar. Nicht zuletzt auch wegen des finanziellen Rückhaltes, der sich durch Heirat, Politik und mehr oder weniger legalen Geschäften angesammelt hatte. Letztendlich hatte auch die Festnahme und Verbannung des letzen Herrschers der Malfoy Dynastie, Lucius Noctarius Malfoy, dem guten Ruf der Familie nichts anhaben können, worüber dessen Frau, Narcissa, mehr als dankbar war.

Narcissa entledigte sich gerade im Foyer ihrer Robe, als sie durch das hypnotische Knistern des Wohnzimmerkamins angezogen wurde. Im Stillen dankte sie den Hauselfen für ihre Voraussicht ein Feuer zu entfachen, an dem sie sich, und ihre klammen Kleider, ein wenig aufwärmen konnte.

Der schwere Stoff ihres dunkelroten Taftkleides raschelte über den dunkeln Parkett, als sie auf das Feuer zuging und den schweren Ledersessel bemerkte, der, mit dem Rücken zu ihr, den Blick auf das lodernde Feuer versperrte. Plötzlich spürte sie ein seltsames Gefühl in ihrer Magengegend, wie eine undefinierbare Vorahnung. Dies war ein ihr nicht unbekannter Instinkt und Narcissa hatte in der Vergangenheit gelernt ihn nicht zu ignorieren.

War es möglich? Dies war Lucius Lieblingssessel gewesen als er…Nein!  

Nein, sie schüttelte den Kopf. Niemand war jemals lebend aus Azkaban geflohen. Die Dementoren brachten einen um und wenn sie es nicht taten, war Wahnsinn das unumgängliche Resultat. Sie bezweifelte, dass ihr Ehemann genügend begünstigende Charaktereigenschaften in sich vereint hatte, um so lange in der Gegenwart der Dementoren überleben zu können. Dieser Teil ihres Lebens lag nun hinter ihr. Narcissa schloss die Augen. „Lucius ist tot."

„Man sollte nicht allen Gerüchten glauben schenken." Eine große, dunkel gekleidete Figur erhob sich geschmeidig-elegant und ausgesprochen langsam aus dem Sessel; dann drehte sie sich zu Narcissa um.

„Lucius!" Ihr Entsetzen schien ihr ins Gesicht geschrieben zu sein, was Lucius mit einem arroganten Lächeln zur Kenntnis nahm. Seine stahlgrauen Augen fixierten sie und er griff nach ihrer Hand.

„Freust du dich denn gar nicht mich zu sehen, mein Schatz?" Narcissa starrte ihn immer noch wie gebannt an und war schlichtweg unfähig ihm zu antworten, geschweige denn zu reagieren, als er ihre Hand zum Mund führte und sie sanft küsste.

„Ah…wie ich sehe hattest du dich schon mit deinem Schicksal als Witwe abgefunden." Er schüttelte abwertend den Kopf und Narcissa wurde bewusst, dass er auf das Nichtvorhandensein ihres Eheringes anspielte.

„Ein Malfoy ist nicht so leicht zu töten, Narcissa. Das sollte dir doch am besten bewusst sein. Es beschämt mich zu erkennen, dass ich so schnell vergessen wurde. Habe ich doch mein bestes getan um allen in bleibender Erinnerung zu bleiben." Erneut umspielte dieses herablassende Lächeln seine Mundwinkel und spätestens jetzt waren auch die letzten Zweifel Narcissas, über mögliche Vielsafttränke und Tarnzaubersprüche, zerstreut worden.

„Ich dachte du seiest tot. Wie…? Niemand ist jemals lebend aus Azkaban entflohen."

Lucius Gesicht verzog sich, als er versuchte das Unumgängliche zu verdrängen. Dann zog er einen zweiten Sessel ans Feuer und deutete seiner Frau sich zu setzten. Wortlos befolgte sie seinen Anweisungen und beäugte ihn immer noch fasziniert, als er ihr den Feuerwhiskey in die Hand drückte.

„Hier, den wirst du brauchen."

Dann setzte er sich ebenfalls und starrte einen Moment lang gedankenverloren in sein Glas.

„Lucius?"

„Ja…ich. Gib mir noch einen Moment Zeit, ja?" Mit einem Schluck leerte er das gesamte Glas, verzog kurz das Gesicht, und begann seine Geschichte: „Es gibt da etwas, was ich dir niemals erzählt habe, Narcissa, und ich hoffe du wirst mich verstehen, wenn du erfährst worum es geht. Wie auch immer. Weißt du Narcissa, ich denke, jede Familie hat ein schwarzes Schaf, wenn du verstehst was ich meine. Na ja, unseres war halt nur ein wenig schwärzer. Die Wahrheit ist, dass ich nicht der erstgeborene Sohn der Familie Malfoy bin. Ich hatte bzw. habe einen älteren Bruder, sein Name ist Julius Ikarus Malfoy. Er ist zwei Jahre älter als ich und lebt seit seinem zehnten Lebensjahr in Deutschland." Lucius machte eine lange Pause und drehte das leere Glas immer und immer wieder in seiner Hand.

„Als meine Eltern herausfanden, dass Julius ein Squib war, haben sie ihn enterbt und verbannt. Ich durfte niemanden davon erzählen. Jahrelanger Inzest hinterlässt seine Spuren, Narcissa, keiner kann das leugnen. Auf kurz oder lang ist es das Todesurteil der Zaubererwelt. Heirate einen Muggel und gehe das Risiko ein einen Squib zur Welt zur bringen, heirate ein Schlammblut und bekomme normal talentierte Kinder oder einen Squib, heirate einen Reinblüter und bekomme starke Nachkommen, tue dieses über Generationen und bekomme einen Squib." Lucius lachte humorlos auf, schüttle einmal kurz den Kopf und goss sich ein weiteres Glas Whiskey ein.

„Meine Familie hatte den Bogen überspannt was die Auswahl an Ehepartnern anging. Keine Zaubererfamilie war mehr „gut genug" um in ihren edeln Kreis einheiraten zu dürfen. Das Ergebnis war Julius. Wenn auch nur eine der großen Zaubererfamilien von der Sache in Kenntnis gesetzt worden wäre, hätten sie uns gemieden wie die Hauselfen, von einer Verwählung mit dem Hause Malfoy ganz zu schweigen. Es hätte das Ende meiner Familie bedeutet. Also wurde mein Bruder für tot erklärt. Ein Badeunfall während unseres jährlichen Sommerurlaubes in Frankreich. Er wurde in ein Internat gesteckt und ich wurde rechtmäßiger Erbe des Malfoy Vermögens. Wie auch immer, nun ist mein geliebter Bruder zurück. Ob man es glaubt oder nicht, er hat tatsächlich Karriere gemacht! Er arbeitet für das Zaubereiministerium in Deutschland und zwar als Kommunikationspartner zwischen unseren beiden Welten!" Lucius verdrehte die Augen. Nichts würde einem Malfoy wohl jemals einem Muggel näher bringen können. Für ihn waren sie nichts weiter als kleine, wehrlose Insekten. Zwei Worte von ihm konnten sie töten, ohne dass sie sich zu wehren vermochten. Doch in letzter Zeit schien das Zauberministerium den Muggeln mehr Rechte einzuräumen, als dass  sie den Bedürfnissen der Zauberer Beachtung schenkten.

„Wie ein wahrer Malfoy unterbreitete mir Julius in Azkaban ein Angebot, das ich nicht abschlagen könne: Meine Freiheit, gegen die Anerkennung seiner Existenz und seines Familiennamens." Narcissa schreckte auf und sah ihn entsetzt an.

„Sei nicht verrückt, Weib! Ich würde lieber sterben als meinem Fleisch und Blut sein Geburtsrecht abzusprechen. Draco ist und bleibt rechtmäßiger Erbe des Malfoy Vermögens."

„Der Name? Er wollte nur seinen Namen zurück?" Narcissa konnte sich nicht vorstellen, dass irgendein Malfoy, zu irgendeiner Zeit, sich mit solch großzügigen Konditionen zufrieden gegeben hätte, wenn er sich in einer so viel versprechenden Verhandelungsposition befunden hätte.

„Dieses Zugeständnis Narcissa, hat dich heute zur Schwägerin eines Squibs UND eines Homosexuellen gemacht. Ich denke das „nur" nicht die Beschreibung ist, die ich dafür verwenden würde!"

Narcissa sprang von ihrem Stuhl. „Dein Bruder ist schwul!"

Er hatte es gewusst! Oh Merlin…

„Allerdings. Nur war die Alternative Azkaban und ich wage zu sagen, dass der Preis mir zu jenem Zeitpunkt als durchaus akzeptabel erschien."

Narcissa fing an unruhig im Wohnzimmer hin und herzugehen. „Ein schwuler Squib! Das wird Ärger geben. Großen Ärger." Lucius war dankbar das seine Eltern diese Schande nicht mehr miterleben mussten.

„Narcissa, Liebes, ich will dich wirklich nicht bedrängen, doch solltest du Draco die Neuigkeiten so schnell wie irgend möglich beibringen, da er mit dem Problem schon sehr bald in Berührung gelangen könnte."

„Lucius?" fragte Narcissa leicht besorgt.

„Ja, Liebes?"

„Was meinst du mit in Berührung?"

A/N: Bitte, bitte Reviews!!! Hab' ich grad' gebettelt?