Disclaimer: Nix meine, aber das wissen wir ja schon. Alles gehört der Schreibgöttin J.K.R Autorengeschwafel: Oho, da hab ich mich hingesetzt und was Neues geschrieben. Ich hoffe ja das es etwas Anklang finden wird. Jedenfalls ist es nicht so düster wie die anderen Sachen von mir...noch nicht...grins...nein, wird auch nicht so düster werden. Viel Spaß beim lesen und denkt dran das ein kleines Review echt lieb wäre. Danke. Ein herzlicher Dank geht an meine beiden Betas Cat-chan und an Geli die mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Prolog: Ein Anfang und nicht das Ende

Eng schmiegte sich das kleine Mädchen mit den blonden Haaren an die junge Frau. Ihre großen grauen Augen die sonst so lebendig waren und vor Wärme strahlten sahen sich ängstlich um. Verzweifelt versuchte sie Schritt zu halten ohne dabei zu stolpern.  Es war dunkel und es war kalt. Etwas das sie gar nicht mochte. Sie mochte den Sonnenschein und seine warmen Strahlen. Sie liebte es die Vögel am Morgen zwitschern zu hören. Sie mochte es an den roten Blumen zu riechen, die in dem großen Garten geblüht hatten. Es war so ruhig und friedlich gewesen.

Doch hier gab es nichts davon. Alles war grau und hohe Häuser ragten in den Himmel. Es gab keinen Sonnenschein, nur die tiefe Nacht. Keine Vögel waren zu hören und Blumen schienen hier niemals existiert zu haben. Laute Gefährte rauschten hin und wieder an ihnen vorbei. Unheimliche Menschen drückten sich in den düsteren Gassen und starrten sie an.

Aber sie musste stark sein. Sie durfte nicht weinen. Sie mussten weg, das hatte man ihr erklärt. Und sie würde gehorchen, sie war immer ein braves Mädchen gewesen. Auch wenn sie vielleicht klein war so verstand sie sehr gut, dass ihr Vater sie nicht finden durfte. Warum sie vor ihm geflohen waren wusste sie nicht. Schön war es Zuhause gewesen. Viel heller als hier. Hier war es anders, so anders.

Große, braune Augen sahen auf das zierliche Mädchen hinab, das sich so verzweifelt und ängstlich festhielt. Es tat ihr leid sie aus ihrer gewohnten Umgebung zu reißen. Es tat ihr leid eine neue und fremde Welt eröffnen zu müssen, aber hätte sie, sie zurücklassen sollen? Das hätte sie noch weniger übers Herz gebracht. Sanft strich ihre Hand durch das seidige, blonde Haar. Fragende Augen eines Kindes sahen zu ihr hinauf.

Ein zärtliches Lächeln breitete sich auf ihren Lippen aus. Sie zog die zierliche Gestalt des Kindes noch ein Stück näher zu sich. „Wir sind bald da Celine. Bald haben wir es geschafft", flüsterte sie leise.

Das kleine Mädchen nickte als würde es verstehen. Doch sie verstand so wenig. Wo war da? Wie lange mussten sie da bleiben? Sie wollte in ihr weiches Bett um am Morgen glücklich zu erwachen. Sie wollte in den großen Garten um den Schmetterlingen hinterher zu jagen. Ein leises Wimmern entwich ihr, als sie sich noch fester an die junge Frau klammerte. Sie war das einzig Beständige. Sie war das, was sie am meisten liebte.

Ihr leises Wimmern war nicht ungehört geblieben. Sofort wurde sie in weiche Arme gehoben. Eine weiche Umarmung, die selbst nach Blumen roch. Nach den roten Blumen in dem großen Garten. Eine sanfte Melodie erreichte ihre Ohren während Tränen ihre roten Wangen hinab liefen. Diese Melodie kannte sie seitdem sie ganz klein war. Ein Lied, das sie immer beruhigte und schläfrig machte.

Hermione seufzte leise und fuhr dann fort die Melodie zu summen. Bald würde das kleine Mädchen in ihren Armen sanft schlummern. Dann hätte sie vorerst den Kummer vergessen und süße Träume würden ihren Schlaf bewachen. Ihre Schritte hallten schwer durch die fast leeren Straßen. Wie sehr sie sich gewünscht hätte einfach zu apparieren. Doch das war leider nicht möglich. Sie wollte unentdeckt bleiben.

Wieder umbog sie mit dem Kind auf dem Arm eine der unzähligen Ecken. Sie brauchte den kleinen, schmutzigen Zettel nicht der in ihrer Tasche steckte. Die Adresse hatte sich auf immer in ihr Gehirn gebrannt. Sie beide hatten es bis hierher geschafft. Mit Muggelmethoden. Sie selbst kannte sie, doch Celine musste sich erst daran gewöhnen. Vielleicht war es gut, dass sie noch so klein war. Schnell würde sie sich an diese Welt gewöhnen und vielleicht irgendwann würde sie die Welt der Zauberer und der Magie vergessen haben.

Sie würden nicht dorthin zurückkehren. Egal wie sehr es schmerzte. Egal wie sehr sie ihre Freunde auch vermissen würde. Es gab nichts mehr was sie dort gehalten hätte.

Die Melodie verstummte auf den Lippen der jungen Frau, als sie den schäbigen Eingang eines großen Gebäudes erreichten. Es war eines dieser hohen heruntergekommenen Gebäude, die es hier gab so weit das Auge reichte. Irgendwann vielleicht würden sie sich etwas besseres leisten können, doch für den Anfang musste es reichen. Es war ein Anfang und kein Ende. Das alles hier würde den Weg in ein neues, glücklicheres Leben bereiten.

Stolz straffte sie die Schultern bevor sie die Tür aufstieß. Drinnen sah es ebenso schäbig wie von draußen aus. Der Dreck häufte sich in den Ecken und die Wände waren mit Farben beschmiert die unanständige Sprüche zum besten gaben. Die meisten Lampen die den Flur erhellen sollten waren zerstört. Ein leichtes Schaudern unterdrückend lief sie auf den viel zu kleinen Fahrstuhl zu. Die Türen quietschten entsetzlich, als sie sich öffneten und das kleine Wesen in ihren Armen begann sich unruhig hin und her zu werfen.

Schnell drückte sie den Knopf, der die Ziffer 8 vermuten ließ. Mit einem leisen Rumpeln setzte sich das unsichere Gefährt in Bewegung. Hoffentlich würden sie nicht stecken bleiben.

Die Etage auf der sie ausstiegen war weniger einladend als das untere Geschoss. Ein beißender Geruch von Urin stieg ihr in die Nase. Hinter einer der düsteren Türen plärrte ein Radio eine ohrenbetäubende Melodie. Irgendwo war das panische Kreischen einer Frau zu hören, das bald darauf mit einem lauten Poltern verstummte.

Hermione war sich sicher das sie hier nicht allzu lang verweilen würde. Ihre Augen suchten die verblassten Nummern an den Türen ab bis sie gefunden hatte was sie suchte. Ein Seufzer der Erleichterung entwich ihr. Ihre freie Hand fuhr in die ausgebleichte Jeans um nach dem Schlüssel zu suchen. Es dauerte nur wenige Sekunden bis das kalte Metall in dem Schloss zu hören war. Mit sanfter Gewalt öffnete sie die Tür zur Wohnung.

Stickige Luft schlug ihr entgegen und sie versuchte den Drang zu husten zu unterdrücken. Ihre Augen begannen zu tränen. Langsam tastete sie an der Wand entlang um den Lichtschalter zu suchen. Zu spät fiel ihr auf, dass nicht mal Birnen in den Fassungen steckten. Darum würde sie sich morgen als erstes kümmern müssen.

Vorsichtig legte sie die schlafende Gestalt des Mädchens auf ein Sofa das mit einem staubigen Tuch bedeckt war. Wie lange hier wohl keiner mehr gelebt hatte? Sie mochte nicht daran denken. Sie musste sich immer wieder einreden das es ein Anfang war und nicht das Ende. Zielstrebig begann sie die winzige Wohnung zu durchwandern. Das Wohnzimmer mit wenigen, alten Möbeln. Ein angrenzendes Schlafzimmer mit nur einem einzigen schmalen Bett. Die Küche mit dem dreckigen Herd und dem Kühlschrank der noch undefinierbare Essensreste enthielt und das Bad das ein unhygienisches Klo sowie eine Dusche enthielt.

Als sie zurückkam schlief Celine immer noch seelenruhig auf dem Sofa. Nur hin und wieder bewegten sich ihre kleinen Lippen um unverständliche Worte von sich zu geben. Erschöpft strich Hermione ihre langen, braunen Locken aus dem Gesicht und starrte aus dem schmutzigen Fenster hinaus. Es gab wahrlich nichts Schönes zu sehen und doch war es besser als das dem sie entflohen war. War es denn wirklich besser?

Gedankenverloren knabberte sie auf ihrer Unterlippe während sie die graue Straße mit den blassen Lichtern unter sich betrachtete. Es würde sich zeigen ob es besser war. Es würde sich zeigen ob sie hier glücklicher sein würde. Aber war sie nicht schon glücklich genug das kleine Mädchen bei sich zu haben? Zu wissen das ihr nichts Böses geschehen konnte? Ihre Augen wanderten zu dem schlafenden Kind. Sie war so anders. Nicht böse, nicht hinterhältig. Ein unschuldiges Kind das nichts Schlechtes in der Welt sah. Wer weiß was passiert wäre, wenn sie sie zurückgelassen hätte. So hatte sie eine wirkliche Chance in keinen Strudel zu geraten aus dem sie nicht mehr herausfinden würde.

Wieder rann ein Seufzen über ihre Lippen. Alles würde gut werden. Alles würde sich richten so wie es immer war. Doch jetzt war sie müde. Es war an der Zeit ins Bett zu gehen um den neuen Morgen die Stirn zu bieten.

Sanft hob sie das Mädchen wieder in ihre Arme und ging zu dem Schlafzimmer das nun für unbestimmte Zeit ihr gehören würde.

***

5 Monate später

„Guten Morgen Hermione, guten Morgen Celine!", das Lächeln der alten Frau brachte den gesamten Flur zum Strahlen. Celine gab ein fröhliches Quietschen von sich und flog der Frau mit den grauen Haaren und der alten Hornbrille um den Hals. „Guten Morgen Tante Emilie.", jubelte sie ausgelassen. Hermione gab ihrerseits ein strahlendes Lächeln zurück.  Guten Morgen Emilie." Die Frau lächelte noch breiter wobei sich noch viel mehr Fältchen auf ihrem Gesicht bildeten.

„So früh schon unterwegs Hermione?" Die junge Frau nickte. Eigentlich war es jeden Morgen dieselbe Routine seitdem sie hier waren. Jeden Morgen verließ sie die Wohnung um Celine in den Kindergarten zu bringen und jeden Morgen trat sie ihre Arbeit in dem kleinen Imbiss drei Straßen weiter an. Es war nicht das, was sie sich unter einer Arbeit vorstellte. Sie roch jeden Abend nach dem Bratenfett. Die Gäste waren nicht das was man fein nannte, doch es reichte vorerst um sie über Wasser zu halten. „Wie jeden Morgen Emilie."

Die alte Frau nickte. „Vielleicht habt ihr beide heute Abend Lust mir Gesellschaft zu leisten?" Hermione konnte den hoffnungsvollen Unterton in der Stimme hören. Sie war schon seit Jahren allein und mochte es wenn sie sich mit jemanden unterhalten konnte. Sie liebte Celine als wäre sie dessen Großmutter. Die junge Frau lächelte. Im ersten Monat hatte ihnen Emilie sehr unter die Arme gegriffen. Sie hatte sich um alles gekümmert was ihnen fremd vorkam und sie selbst brauchte auch jemanden zu reden. „Sehr gern. Wir kommen heute Abend vorbei." Celine hüpfte vor Freude auf und ab. „Aber jetzt müssen wir los. Wir sind so schon zu spät dran."

Die alte Frau schenkte ihnen noch ein letztes Lächeln zum Abschied. „Dann bis heute Abend. Ich werde mir was schönes zum Essen überlegen."

Hermione ergriff die Hand des Mädchens, das noch immer wie ein Gummiball auf und ab hüpfte. Es war erstaunlich wie schnell Celine sich doch eingelebt hatte. Viel schneller als sie selbst. Am Anfang waren viele Tränen die Wangen des kleinen, blonden Engels hinab geflossen. Sie hatte Angst gehabt. Angst vor den Straßen und den Autos. Angst vor den fremden Kindern im Kindergarten. Oft hatte sie sich in den Schlaf geweint. Hermione hatte dann selbst stille Tränen vergossen. Offen konnte sie es nicht tun, denn das kleine Wesen war von ihr abhängig. Celine hatte viel zu oft den Wunsch geäußert zurückzukehren. Nicht das sie quengelig war, in diesen Punkten verhielt sie sich wie eine kleine Erwachsene. Es hatte sich erst gebessert nachdem Emilie sich mehr um sie gekümmert hatte und nachdem sie den kleinen, versteckten Park gefunden hatten. Ab da schien sie aufzuleben und sich schnell in ihr neues Leben zu fügen.

Hermione für ihren Teil war glücklich, wenn sie es war. Es war schwer sich an alles zu gewöhnen. Schwer die trostlose Gegend zu ertragen. Wenn man es am Tage sah war es eigentlich gar nicht so schlimm. Selbst hier schien die Sonne. Doch des Nachts war es bald unerträglich. Nachts wenn die Geräusche viel zu laut waren.

Man konnte sich an alles gewöhnen. Und wenn sie sich so umsah unterschied sie sich nicht von den Menschen die hier lebten. Keiner von ihnen hatte ihnen Misstrauen entgegen gebracht. Sie wurden sang und klanglos in die Gemeinschaft aufgenommen.

Mit einem kurzen Nicken begrüßte sie den Gemüsemann an der Ecke, während Celine überschwänglich winkte. Es brachte Hermione zum Lachen wie offen sie mit anderen Menschen umging. Jeder schien sie zu mögen. „Ich mag Emilie und den Gemüsemann", gab sie mit ihrer piepsigen Stimme kund. Die junge Frau nickte lächelnd und blickte liebevoll auf den quirligen Blondschopf hinab. „Ich weiß mein Schatz. Ich mag sie auch."

Celine wurde noch quirliger als sie an dem kleinen Park vorübergingen. „Können wir? Bitte? Nur ganz kurz?" Hermione seufzte. „Heute nicht wir sind viel zu spät. Außerdem wollt ihr heute doch in den Zoo." Die grauen Augen des Mädchens begannen freudig zu funkeln. Ihre Wangen röteten sich vor Aufregung. Heftig begann sie an der Hand der jungen Frau zu zerren, als könne sie es gar nicht mehr erwarten zum Kindergarten zu kommen. Der Park war ganz vergessen. Aber was war schon ein Park gegen den ersten Besuch in einem Zoo.

„Mindy sagt im Zoo gibt es gaaaaaaaaaanz viele Tiere", begann sie klug zu erzählen und gab Hermione einen Blick, der sie an den eines Professors erinnerte. „Sie sagt, dass alle Tiere hinter Gittern leben, aber nur weil sie da beschützt werden und weil wir sie dann besser sehen können."

Das Plappermäulchen war nun gar nicht mehr zu stoppen. Während sie ihren Weg fortsetzten erzählte sie begeistert von den vielen Tieren und wie sie alle hießen. „Und dann sind da Bären. So groß das sie einen richtigen Mann über den Kopf wachsen."

Hermione lächelte. Celine schaffte es immer wieder sie auf andere Gedanken zu bringen.

Der Kindergarten war nicht ganz so schäbig wie der Rest der Gebäude. Viele Kinder aus der Umgebung wurden hier her gebracht. Sie mochte die Frauen die sich mit Leib und Seelen den Kindern verschrieben hatten. Ihre Ideen waren immer lustig und hatten eine lehrreiche Wirkung auf die Kleinen. Mit einem Kuss und einen sanften Klaps auf den Po verabschiedete sie Celine in die Arme einer der Erzieherinnen. Eine junge Frau, die nicht viel älter als sie selbst war. Geduldig wartete sie bis der Blondschopf hüpfend im Gebäude verschwunden war, dann machte sie sich auf den Weg zurück.

Sie war nicht wirklich zu spät dran, aber es half immer wieder um Celine zur Eile zu treiben. Mehr als einmal hatte sie sich von ihr breitschlagen lassen noch einen kleinen Abstecher in den Park zu machen. Und mehr als einmal waren sie deshalb zu spät gewesen. Aber sie konnte dem Mädchen kaum einen Wunsch abschlagen. Vielleicht lag es an den Schuldgefühlen die tief in ihrem Inneren verborgen lagen. Sie musste nicht dieses Leben führen doch wegen ihr tat sie es.

Gedankenverloren starrte sie auf den kleinen Park der nun wieder ihr Blickfeld erreichte. Ein kleines Paradies in der großen Stadt. Nichts besonderes, aber ein Fleckchen Erde an dem man Ruhe finden konnte. Ein leises *plop* ließ sie aufschrecken. Hermione war sich sicher dieses Geräusch schon mal gehört zu haben. Ihre Nervosität wuchs als ein Zweites davon zu hören war. Es klang als würde jemand apparieren. Seufzend schüttelte sie den braunen Lockenkopf. Vielleicht hatte sie es sich nur eingebildet.

Als sie den Blick nach vorn richtete hielt sie in ihrer Bewegung inne. Weiter vorn auf der Straße versperrten ihr zwei Personen den Weg. Ihr Herz begann heftig zu schlagen. Ihre Kehle war so trocken, dass sie nicht mehr schlucken konnte. Ungläubig blinzelte sie mit den Augen. Kurz schloss sie, sie um sie dann wieder zu öffnen. Sie standen immer noch da, doch nun bewegten sie sich langsam auf sie zu. Es war kein Traum. Es war keine Einbildung. Und Blond war alles was sie sehen musste um zu wissen wer es war.

In einem ruhigen Tempo kamen die beiden Männer näher, so als ob sie, sie nicht verschrecken wollten. Doch Angst hatte Hermione schon lange. Angst davor gefunden zu werden und was dann passieren würde. Sie wollte laufen, rennen, doch ihre Beine bewegten sich keinen Zentimeter. Mit großen Augen nahm sie die beiden Gestalten in sich auf und wartete. Wartete darauf was folgen würde.

Sie wirkten unwirklich in dieser Gegend. Mit ihren langen, schwarzen Umhängen. Ihre edlen Hemden, die darunter hervor blitzten. Ihre hochgewachsenen, schlanken Figuren und diese fast weißblonden Haare. Bei einem von Beiden lang und mit einer samtenen schwarzen Schleife zu einem Zopf gebunden, beim anderen kurz und etwas unordentlich. Seichte Strähnen fielen in seine Stirn. Ihre feinen und edlen Gesichtszüge verrieten keine Emotionen. Hermione schnaufte verächtlich. Es ließ sich nicht leugnen, dass sie Vater und Sohn waren. Es ließ sich nicht leugnen, dass sie sich für etwas besseres hielten. Einmal Malfoy immer Malfoy.

Sie hielt den Atem an, als sie dicht vor ihr wie eine Mauer stehen blieben. Beide mit demselben unwiderstehlichen und doch leicht spöttischen Lächeln auf den Lippen. Sie hatte vergessen wie attraktiv sie waren. Wie konnte sie das vergessen? Tief schnappte sie nach Luft.

„Was wollt ihr?", fragte sie knapp und nicht gerade freundlich. Der ältere von beiden hob amüsiert die Brauen. „Kein Hallo, wie geht es dir, Hermione? Wie unhöflich." Zornig ballte sie die Hände zu Fäusten. „Hör zu Lucius! Einfache Frage, einfache Antwort. Keine Spielchen." Ihr Blick blieb an Draco hängen, der sich gewaltsam ein Grinsen verkniff. Flugzeuge begannen in ihrem Bauch zu schwirren, doch schnell hatte sie sich wieder unter Kontrolle. Lucius Augen hingen unangenehm auf ihr.

„Wir wollen, dass Celine und du zurück nach Hause kommt. Da wo ihr hingehört", erwiderte Draco sanft und dennoch kühl.

Wieder schnaufte sie leise und verächtlich. Wie zum Schutz verschränkte sie beide Arme vor der Brust. „Das hier ist unser Zuhause. Wir gehören nicht zu euch."

„Dieses Drecksloch nennst du ein Zuhause?", graue Augen durchbohrten sie unerbittlich. „Und wenn ich dich daran erinnern darf, liebste Hermione, Celine ist immerhin meine Tochter", zischte Lucius bedrohlich. „Du kannst sie nicht einfach nehmen und verschwinden. Wir haben uns Sorgen gemacht."

Ein bitteres Lachen bahnte sich aus ihrer Kehle. „Ihr habt euch Sorgen gemacht? Ihr? Um wen? Um ein wertloses Schlammblut und ein kleines Mädchen, dass eigentlich nur stört? Wen versuchst du zu verarschen, Lucius?". Der ältere Mann ihr gegenüber zuckte zusammen. „Deine Manieren lassen zu wünschen übrig, Hermione. Da siehst du es, das Leben bei den Muggeln tut dir nichts Gutes.".

„Aber es ist immerhin mein Leben!", rief sie aufgebracht, „Wie weit muss ich laufen um euch los zu werden. Wie lange muss ich mich verstecken damit ihr mich endlich in Ruhe lasst. Lasst mich in Frieden. Mich und Celine."

Eine blasse Hand schnellte nach vorn und ergriff ihr Kinn. Dracos graue Augen starrten in ihre warmen braunen. „Komm wieder mit Hermione, freiwillig." Verzweifelt schüttelte sie den Kopf um seine Berührung loszuwerden. Sie brannte und verursachte ihr Schmerzen. „Wie lange wollt ihr mich quälen? Wie lange soll das so weitergehen?" Ein böses Grinsen schlich sich auf Lucius Gesicht. „So lange wie nötig liebste Hermione. So lange bis du einsiehst wo dein Platz ist. So lange bis du dich entschieden hast.".

Dicke Tränen quollen aus ihren Augen. Würde das alles nie ein Ende haben? Sie würden sie überall finden egal wie weit sie davon lief. Ein leises Schluchzen entkam ihren bebenden Lippen. Dabei hatte alles ganz harmlos begonnen...

Ende Prolog- Fortsetzung folgt...