ÜN + Disclaimer: Die Story gehört nicht mir, sondern Epiphanies. Ich übersetze sie mit ihrer Zustimmung. Natürlich gehören die Charaktere keiner von uns beiden, die gehören einzig und allein J.K.Rowling.

Das Geständnis

Um die Dinge einfach zu gestalten, ignoriere ich es einfach. Ihn. Alles.

Oder zumindest versuche ich das. Ich will es. So sehr, und keiner kann das verstehen.

Nur manchmal, da sehe ich Harry in unerwarteten Augenblicken an und sehe diesen kleinen Schimmer. Etwas, das verständlich und wahr ist. Etwas Verdächtiges und etwas, das ich als etwas wiedererkenne, von dem ich weiß, dass es wahr ist.

Vielleicht bewege ich mich im Kreis, aber ich sehe ihn an... In diesen Momenten sehe ich Harry an und weiß, dass er es weiß. Er weiß, dass es ein kolossaler Unterschied für mich ist, wenn ich ihn oder Ron küsse, sogar wenn es nur auf die Wange ist, vor einem Quidditch-Spiel. Er weiß, worum es in dem Streit im Gemeinschaftsraum vorige Weihnachten gegangen ist. Er weiß, warum Ron immer so böse dreinschaut, dass seine Augen zu schmalen Schlitzen werden, wenn ich einen Brief an Viktor schreibe. Er weiß es, er weiß alles. Manchmal frage ich mich wirklich, ob er jemals etwas darüber sagen wird. Über Ron und mich. Gibt es ein Ron und mich? Unoffiziell schon, nehme ich an. Es existiert nur in der Luft über uns und in den Worten, die niemand ausspricht, und in dem Gerede und den Gerüchten, die seit dem dritten Jahr „hinter unseren Rücken" kursieren.

Was kann ich dafür, dass seine Augen so blau sind, dass ich mich in ihnen verliere? Dass eine Sommersprosse an der Seite seiner Nase das Licht einfangen und zu so einem Hindernis werden kann, sodass ich meine Augen nicht mehr davon abwenden kann? Dass sein Haar so oft wie ein Feuer aussieht, das so wild tanzt, dass es für mich schwer wird, es zu ignorieren?

Ich bin so ein dummes, kleines Schulmädchen. Was ist je aus meiner Verliebtheit in Harry geworden? Ich habe keine Ahnung. Sie scheint sich in Luft aufgelöst zu haben, an dem Tag, an dem er und Ron mich vor dem Troll gerettet hatten. Von diesem Augenblick an war Harry nichts mehr als eine kleine Verlockung. Ein nettes Gesicht, schöne grüne Augen, das Objekt der Begierde eines jeden Mädchens, zumindest in ihren Tagebucheinträgen.

Aber Ron... Ah, wie er mich ansah, mit so einer Verachtung, als ich ihm gesagt habe, dass er Dreck an der Nase hatte. Die Art, wie er meinen Namen förmlich ausgespuckt hatte und mich einen „Alptraum" genannt hatte. Der Ausdruck auf seinem Gesicht, nachdem ich im zweiten Jahr wieder aufgewacht bin. Seine Miene, als er mich an Viktors Arm gesehen hatte. Der erstaunte Ausdruck nach diesem ersten kleinen Schmatz auf die Wange. Was für ein Junge.

Harry weiß es, und manchmal habe ich wenig Zweifel, dass er es hinausschreien möchte, sodass es die ganze Welt hört und Ron und ich endlich etwas deswegen tun. Wegen uns. Unserer Situation.

Ich habe das Gefühl, dass wir mit unseren ewigen Blicken nie weiterkommen werden. Die Verrenkungen in meinem Bauch. Die Tränen, die kommen, wenn die Streitereien zu heftig werden. Die Aufregung in den Augen, wenn wir uns treffen. Wir sind zu gute Freunde, um so ein Geständnis zu machen, um so ein Geheimnis zu enthüllen, besonders mit der Angst, damit unsere Freundschaft zu ruinieren.

Und das Abgewiesen-werden.

Eines Tages wird Harry etwas sagen, das weiß ich. Ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen werde oder wütend bin oder vielleicht verlegen. Aber ich werde nicht überrascht sein.

THE END.