Ü/N + Disclaimer: Dies hier ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Die Charaktere gehören einzig und allein J.K. Rowling und die Geschichte gehört RogueSugah. Reviews sind natürlich trotzdem immer erwünscht! Außerdem suche ich noch jemandem, der für mich das Betalesen übernehmen würde. Einfach bei mir melden, bitte! Und jetzt viel Spaß mit:

The Price of Love

Kapitel 1

Als sich Hermione Granger einen Sessel nahm und sich an einen der Tische setzte, der vor Florean Fortescues Eissalon stand, sagte sie sich zum hundertsten Mal, dass es ein Fehler war, diesem Treffen zugestimmt zu haben. Sie wand sich innerlich, als sie an den unerwarteten Brief dachte, den sie vor zwei Tagen von Viktor Krum erhalten hatte. Laut den Plänen seines Teams hatte er ein Spiel gegen England am Ende der Woche vor sich, aber er hatte ihr mitgeteilt, dass er schon einen früheren Flug genommen hatte, extra um sie zu sehen. Er schien so aufgeregt deshalb zu sein. Es wäre rüde gewesen, seine Einladung abzulehnen. Zumindest das war der Grund, den sie sich selbst gegenüber als Entschuldigung vorbrachte. Ihre intuitive Reaktion wäre gewesen, ihm sofort zurückzuschreiben und ihn mit einer... na ja, es gab kein anderes Wort dafür, ihn mit einer Lüge abzuspeisen. Sie konnte ihm schließlich nicht den wahren Grund nennen, warum sie mit ihm nicht in der Winkelgasse gesehen werden wollte.

Schau, Viktor, wir haben das doch schon mal durchgekaut. Du weißt, dass ich für jemand anderen Gefühle habe und deshalb können wir nur Freunde sein. Ich hab es dir schon oft genug erklärt. Und dieser jemand hat nun mal zwei neugierige Brüder, die das Lauschen in eine Art der Kunst verwandelt haben. Sie haben vor kurzem ein Geschäft eröffnet, etwa... oh, 150 Meter von dem Ort entfernt, wo du mich treffen willst, und ich würde es wirklich bevorzugen, wenn sie mich nicht sehen. Du verstehst das doch, nicht wahr?

Natürlich würde er das nicht verstehen. Warum habe ich ihm nicht einfach gesagt, dass ich mit meinen Eltern im Urlaub und nicht in der Stadt sein würde? Das hätte es alles so unendlich einfacher gemacht, dachte Hermione, als sie wartend dasaß. Du weißt warum, beantwortete sie ihre eigene Frage. Ich habe ihm immer und immer wieder gesagt, dass mein Herz einem anderen gehört, aber er hört mir einfach nicht zu. Ich muss ihm beibringen, dass wir nie zusammen sein können, und das muss ich persönlich machen. Zumindest so viel schulde ich ihm.

Hermione war so sehr in ihren Gedanken versunken, dass sie nicht bemerkt hatte, wie ihre Mitschülerinnen Parvati und Padma Patil näher kamen und sich am Nebentisch niederließen.

„Hallo, Hermione", sagte Parvati, nahm ihren Löffel in die Hand und kostete von ihrem Eisbecher.

„Oh!", antwortete Hermione vollkommen überrumpelt. „Hallo. Das ist ja eine Überraschung, dass ich euch beide hier treffe. Kauft ihr schon eure Schulsachen ein?"

„Nein, wir treffen nur ein paar Freunde. Und du?", fragte Padma höflich.

„Dasselbe", antwortete Hermione.

„Oh, also triffst du dich mich Harry?", fragte Parvati ziemlich aufgeregt.

„Äh...", begann Hermione. „Das stimmt nicht ganz. Ich treffe mich mit..."

„Ooohhh, schaut!", kreischte Padma und deutete über die Schulter ihrer Schwester. „Dort ist Viktor Krum!"

Und tatsächlich, dort war er und bewegte sich auf sie zu, seine Brauen waren zusammengezogen und er sah so mürrisch wie immer aus. Und keine 5 Schritte hinter ihm bemerkte Hermione die flüsternden Teenager-Mädchen, die langsam hinter ihm eine Front bildeten.

Oh großartig, dachte sie. Nun muss ich das auch noch vor seinem versammelten Fanclub machen.

oOoOoOo

Als er die Tür öffnete und das Badezimmer, das mit Dampf gefüllt war, betrat, bekam Ron Weasley den Schock seines Lebens. Jemand anderes war mit ihm in dem Zimmer, jemand, der viel zu klein war, um einer seiner Brüder zu sein. Obwohl er es auch nicht hätte erklären können, wusste er, dass es sich auch nicht um seine Schwester handelte. Als er dort stand und über seine unerwartete Entdeckung nachgrübelte, wurde das Wasser abgedreht und der Duschvorhang zurückgezogen. Unglücklicherweise war der Dampf wirklich so dicht, dass er nicht mehr als die Konturen der Person vor ihm ausmachen konnte, aber er konnte bestätigen, dass es definitiv eine Frau war. Er trat versuchsweise ein paar Schritte näher und war enttäuscht, als er sah, dass sie sich bereits ein Handtuch um den Körper gewickelt hatte. Ihr Rücken war ihm zugedreht, sie wusste noch nicht, dass er da war. Er sah ihr zu, als sie sich nach vorne beugte, ihr langes, nasses Haar vor ihr Gesicht fallen ließ und ein zweites Handtuch vom Boden aufhob. Sie nahm es und begann, damit ihr Haar trocken zu rubbeln. Rons Blick begann, über ihre Oberschenkel zu wandern, und er beschwor still und leise das Handtuch, noch ein Stück weiter nach oben zu wandern. Die Frau ließ das Handtuch fallen, das sie in ihren Händen gehalten hatte, stand auf und warf ihre feuchten Locken hinter ihre Schultern. Sie wird sich umdrehen, dachte er eine Millisekunde, bevor sie sich umzudrehen begann. Aber noch wichtiger war der Fakt, dass er gleich herausfinden würde, wer sie war.

„Genießt du die Aussicht?", fragte die zierliche Brünette, als sie herumwirbelte und ihn dort stehen sah.

Seine Augen weiteten sich, als sie zu ihm aufsah und ihm ein spitzbübisches Lächeln zuwarf.

„W-was tust d-du da?", stotterte er, als sie einen Schritt auf ihn zu machte und das Handtuch, das ihren Körper bedeckte, zu Boden fallen ließ.

„Das hier ist dein Traum, Ron", antwortete sie, leckte sich verführerisch über die Lippen und streckte ihre Hand nach ihm aus. „Ich tue alles, was du willst."

„Ich werd verrückt!", rief Ron aus, als er fühlte, wie sie ihre Hand an die Vorderseite seiner Hose legte und sie aufzuknöpfen begann.

„Hermione!"

„Hermione?"

Sie war weg. In der einen Minute war sie noch da und in der nächsten war sie weg. Was zur Hölle...? dachte er, als er gegen seinen Willen in das Bewusstsein zurückgeschleudert wurde. Irgendwo tief in seinen Gedanken merkte er, wie er geschüttelt wurde, aber er wollte nicht darauf reagieren. Er wollte es ignorieren und wieder zu seinem Traum zurückkehren. Vielleicht würde es aufhören, wenn er es wirklich einfach ignorieren würde.

Hermione in der Dusche, dachte er. Hermione in der Dusche. Aber es war nutzlos.

„Ron, wach auf", rief eine unwillkommene, männliche Stimme zu ihm.

„Geh weg", murmelte er in sein Kissen und drehte sich von der Stimme weg.

„Raus aus dem Bett, du fauler Sack", rief Fred, schnappte sich die Decke und zog sie vom Bett.

„HEY!", schrie Ron und zog sein Kissen neben sich nach unten und versuchte, seinen erregten Zustand zu verbergen.

„Von ihr zu träumen, wird dir auch nicht weiterhelfen", kicherte Fred, als er Ron eine Jeans und ein T-Shirt an den Kopf warf.

„Was...? Ich hab nicht...", stammelte Ron, während sein Gesicht rot wurde.

„Du sprichst im Schlaf, kleiner Bruder", lachte Fred.

„Tu ich nicht!", protestierte Ron stur.

„Ich werd verrückt!... Oh Hermione... HERMIONE!", gab er mit sinnlicher Stimme zurück.

„VERSCHWINDE!", schrie Ron seinen älteren Bruder an. „Das habe ich nicht gesagt", fuhr er fort. Nicht auf diese Art jedenfalls.

„Oh doch", lachte Fred. „Und das war nicht das erste Mal."

Ron starrte ihn mit offenem Mund an, geschockt von dem bloßen Gedanken daran. Er hatte diese Träume nun schon seit Jahren. Verdammte Hölle, dachte er, als ihm die vollen Auswirkungen dessen bewusst wurden. Wenn ich in meinem Schlaf rede, muss ja jeder in meinem Schlafzimmer in Hogwarts darüber Bescheid wissen!

„Es ist schon fast Mittag. Ich kann nicht glauben, dass du immer noch im Bett liegst. Steh auf und zieh dich an", wies Fred ihn an. „Du musst arbeiten."

„Aber... ich habe Ferien", protestierte Ron, als er sich das marineblaue T-Shirt über den Kopf zog und dann aufstand, um in seine Jeans zu schlüpfen.

Weniger als fünf Minuten später trampelte ein sehr verärgerter Ron die Treppen hinunter und in die Küche, gefolgt von seinem älteren Bruder.

„Hier", sagte Fred und warf Ron ein Paar Schuhe vor die Füße. „Zieh die an."

„Lass mich allein", bellte Ron zurück, kickte die Schuhe durch die Küche und ließ sich dann in einen Sessel fallen, wo er damit begann, den Tisch böse anzustarren. „Ich hab dir doch gesagt, dass ich nicht mitgehen werde."

„Wohin mitgehen?", fragte Ginny von einem Stuhl aus, der dem von Ron gegenüber stand.

„In die Winkelgasse", antwortete Fred.

„Hermione ist dort, mit Krum."

Ginny erstarrte, das Sandwich, von dem sie gerade abbeißen wollte, schwebte eine kurze Sekunde lang vor ihrem offenen Mund, ehe sie es fallen ließ. Wie auch immer, um ihren Mund zu schließen, brauchte sie etwas länger. „Oh...", gelang es ihr schließlich zu sagen, während sie Ron genauestens betrachtete.

„Das kann ich nicht glauben", schnappte Fred. „Du wirst nichts unternehmen? Du wirst einfach hier rumsitzen und... vor dich hinbrüten?"

„Ich brüte nicht vor mich hin", antwortete Ron wütend.

„Oh, bitte!" Ginny lachte leise. Aber nicht so leise, dass ihr Bruder es nicht mitbekommen hätte. Seine Augen fixierten sich sofort auf ihre und er schoss Dolche in ihre Richtung ab.

„Fred hat Recht", informierte Ginny ihn. Sie starrte geradeaus zurück in seine Augen, wollte nicht rekapitulieren. „Geh und sprich mit ihr."

„NEIN!"

„Warum nicht?", hakte Ginny nach.

„Weil er ein verdammter Feigling ist", antwortete ihr Fred. „Und du denkst, du hast die Nerven, dich selbst einen Gryffindor zu nenn.."

„Hey, warum braucht ihr so lange?", fragte eine bekannte Stimme von hinter ihnen. Die drei drehten sich um, um Georges Kopf zu sehen, der – umgeben von grünen Flammen – im Kamin schwebte. „Du bewegst dich jetzt besser hierher, little Bro, oder du wirst deinen Schatz verlieren."

„Sie ist nicht mein...", begann Ron zu widersprechen.

„Warum murmelst du dann ihren Namen, wenn du schläfst?", kicherte Fred.

„Verschwinde!", schrie Ron.

„Zügle dein Temperament", gab George zurück. „Heb dir das lieber für Krum auf. Als ich das letzte Mal nachsah, hatte das riesige, bulgarische Ekelpaket seine Hände überall auf ihr."

Diese Worte hatten einen sichtbaren Effekt auf Ron. Was noch die totale Irritation über seine Brüder gewesen war, verwandelte sich augenblicklich in voll aufgedrehte Wut. Seine Augen funkelten gefährlich, als er seine Fäuste fest an seine Seite presste und versuchte, sich nicht diesen hakennasigen, entenfüßigen bulgarischen Trottel vorzustellen, der Hermione berührte... sie küsste... Seine Hermione.

Ginny starrte ihren Bruder bei diesem Kommentar an. Ihr Mund öffnete sich wieder in ihrem Schock. „Das ist gelogen", meinte sie zuversichtlich, als sie ihre Stimme wieder fand.

„Na ja, okay, er hat doch nur ihre Hand gehalten", gab George zu, „aber damit fängt alles erst an, weißt du?"

„Wenn du dich nicht in Bewegung setzt, wirst du sie verlieren", fügte Fred hinzu.

„Sie hat ihre Wahl bereits getroffen", knurrte Ron, dickköpfig bis zum Schluss, und verschränkte die Arme über der Brust und starrte die anderen böse an.

„Wie kann sie ihre Wahl bereits getroffen haben?", fragte Ginny. „Wenn sie ja nicht einmal weißt, was du für sie empfindest."

„Sie weiß, was ich für Krum empfinde."

„Nicht für Krum, du Trottel. Was du für SIE empfindest. Du kannst nicht von ihr erwarten, dass sie dich wählt, wenn sie nicht einmal weiß, dass du an ihr interessiert bist."

„Wer sagte, ich sei an ihr interessiert?"

Alle drei rollten ihre Augen.

„Himmel noch mal, Ron! JEDER weiß das!", gab Ginny in aufgebrachtem Tonfall zurück.

„Jeder AUSSER Hermione, meinst du", korrigierte sie George.

„Oh fein!", seufzte Fred. „Sei ein dickköpfiger Arsch. Wenn du dem kein Ende bereiten willst, dann werde ich das tun." Es gab ein lautes Knacken und er verschwand aus der Küche.

„Das ist richtig", fügte George in spitzbübischem Tonfall hinzu. „Keine meiner zukünftigen Schwägerinnen wird mit einem anderen Mann herumtanzen. Auch nicht, wenn er ein internationaler Quidditchstar ist. Wir werden ihr liebe Grüße von dir ausrichten, Ron..."

„Ihr verdammten Bastarde werdet lieber nicht...", schrie Ron, als er aus seinem Sessel sprang. Der Rest des Satzes verstummte auf seinen Lippen, als Georges Kopf irre grinste und aus dem Feuer verschwand.

„MUM!", rief Ron, rannte hinüber in die Ecke und zog sich die Schuhe an. „Wo ist das Flohpulver?"

tbc