Es folgt...eine ungewöhnlich lange Anmerkung von mir!

Endlich habe ich mich überwinden können das erste Kapitel meiner Star Trek Next Generation Story hier hochzuladen. Sie ist aus dem einfachen Grunde entstanden, weil mir der letzte Kinofilm mit meiner Lieblingscrew nicht besonders gefallen hat. Also dachte ich mir, so du schreibst dir jetzt einfach dein ganz persönliches Ende.

Dies ist auch der Grund, warum ich zwar Wert auf eine spannende Handlung gelegt habe, aber keine Zeit hatte für dieses Unterfangen vorher ein Physikstudium abzuschließen! Wichtig sind mir die Interaktionen der Hauptfiguren, an denen ich im übrigen natürliche keinerlei Rechte besitze!

Mir ist aufgefallen, dass auf dem Gebiet ST-NG (zumindest in Deutsch) hier nicht mehr besonders viel los ist...leider!

Sollte jemand dennoch Gefallen an meiner Story finden, so möchte er mir dies bitte durch ein Review kundtun. Es existieren nämlich bereits weit über zehn Kapitel dieser Geschichte (die Erfüllung heißt, weil es meine persönliche Erfüllung ist), die jedoch jeweils von mir überarbeitet werden müssten. Diese Arbeit werde ich mir nur machen, wenn der Wunsch danach existiert!

Tja, im Moment glaube ich noch nicht daran, dass sie besonderen Anklang finden wird - aber vielleicht täusche ich mich ja auch,

alles Liebe,

Kira


An den von mir verwendeten Personen und Handlungsorten desStar TrekUniversums besitze ich keinerlei Rechte.

Die Geschichte selbst ist jedoch mein Eigentum und darf ohne meine Zustimmung weder verwendet, kopiert, noch übersetzt werden!

Aus gegebenem Anlass weise ich ausdrücklich darauf hin, dass Zuwiderhandlung eine Straftat darstellt!


STAR TREK

THE NEXT GENERATION

„ERFÜLLUNG"

Kapitel 1

Sternzeit 56844.9

Die Enterprise glitt mit Impulsantrieb durch die Schwärze des Alls wie ein Ozeandampfer durch die Weiten des Meeres.

Vergleichbar war auch die Stimmung an Bord des Sternenschiffes, mit der an Bord eines Vergnügungskreuzers. Die Ausgelassenheit der Crew stimmte Picard sowohl dennoch nachdenklich.

Er wusste, dass der Einsatz, den er derzeit kommandierte, wahrlich kein Risiko barg. Jedenfalls nicht im üblichen Sinne.

Der Anlass ihrer Reise war vielmehr ein Freundschaftsdienst. Ein Dienst dem Picard und die gesamte Crew der Enterprise mit besonderer Freude nachging.

Aber die Besorgnis, die Picard im hintersten Winkel seiner Seele verspürte, ließ sich dennoch nicht abschütteln.

„Herrschaften, die Hochzeitskutsche befindet sich noch nicht an ihrem Ziel. Bleiben Sie wachsam, es gibt Räuber in den Wäldern."

Die Brückenoffiziere grinsten bei dieser historischen Metapher, aber Picard war sicher, dass die Ernsthaftigkeit hinter seinen Worten ihre Wirkung nicht verfehlt hatte.

Er fragte sich allerdings warum der Stein in seinem Magen sich nicht einfach in Wohlgefallen auflöste.

Commander Riker nahm die Stimmungsschwankungen des Captains wahr. Es fiel ihm jedoch schwer angemessen darauf zu reagieren, da seine eigene Gemütsverfassung alles andere als ausgeglichen war.

Für ihn sollte sich schon morgen ein großes Kapitel seines Lebens schliessen. Deanna Troi, seine geliebte Imzadi würde sich vermählen. Jedoch nicht mit ihm, wie er Zeit seines Lebens geglaubt hatte.

Nein, er war ein Narr gewesen. Wie hatte er jemals glauben können einer leidenschaftlichen Frau wie Deanna würde es reichen Seite an Seite mit ihm zu leben, all seine Emotionen zu erleben ohne für die ihren jemals eine Erfüllung zu finden.

Das ihre Gefühle allerdings so eine völlig andere Richtung nehmen würden, hatte ihn wie ein Schlag getroffen.

Zu Anfang hatte er es für ein Helfersyndrom gehalten, dass Troi so starkes Interesse daran hatte Worf bei seinen klingonischen Gefühlsausbrüchen zur Seite zu stehen.

Aber vielleicht war es schon immer so vorherbestimmt gewesen.

Deanna war wie ein Katalysator für den Klingonen. Und er war aufgrund seines gezügelten Temperamentes sehr wohl zu echter leidenschaftlicher Liebe fähig.

Riker bemühte sich diese Gedanken schleunigst aus seinem Kopf zu vertreiben. Worf hatte sich sehr fair verhalten. Als sei Riker ihr Vater, nicht ihr ehemaliger Liebhaber, hatte er bei ihm um ihre Hand angehalten. Riker wollte ebenfalls echte Fairness beweisen und Deanna Morgen zum Altar geleiten und sie dort ihrem neuen Imzadi übergeben.

Er musste nun doch etwas bei dem Gedanken lächeln, dass er nicht nur seine ehemalige Geliebte, sondern auch den großen tapferen Krieger Worf dort splitternackt sehen würde. Er wusste, dass dies ein Aspekt seiner Hochzeit war, die dem Klingonen alles andere als angenehm war.

Picard schien sich auch gerade Gedanken über die besonderen Umstände einer Betazoidenhochzeit zu machen, denn sein Blick verfinsterte sich.

Der Captain legte dem jungen Fähnrich Weiland die Hand auf die Schulter und wies ihn an, die Geschwindigkeit etwas zu erhöhen.

„Nummer Eins, es wäre vielleicht von Vorteil etwas früher einzutreffen um uns noch vor der Zeremonie auszuruhen. Auf Betazed soll es fantastische Quellen geben.

Also ich werde mich sobald wir eintreffen gleich auf den Weg machen. Was ist mit Ihnen? Möchten Sie mich vielleicht begleiten?"

Zweifellos hatte Picard vor, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Nicht nur das diese Quellen in der Tat hervorragend zum Entspannen geeignet waren, sie würden ihn auch bis zum Abend von der Gegenwart von Lwaxanna Troi befreien, die wohl kaum nur einige Stunden vor der Hochzeit ihrer Tochter sich in irgendwelche dampfenden Erdlöcher setzen würde, weil diese sonst ihre kunstvolle Frisur ruinieren würden.

Da Picard dieses Problem nicht hatte, war dies ein hervorragender Ort für seine Flucht vor dieser Frau.

Seine letzte Begegnung mir ihr steckte ihm zweifellos noch in den Knochen.

Er hatte Schwierigkeiten zuvorkommend zu einer Frau zu sein, die keine Gelegenheit ausließ ihn durch zweideutige Bemerkungen bloßzustellen.Gleichzeitig bemühte sie sich ihn ständig zu umgarnen.

Riker dachte dass sie ihren Spaß sicher während der Trauung haben würde, wenn Picard ebenfalls völlig ohne Bekleidung die Vermählung vollzog, aber er würde es souverän meistern, wie alles in seinem Leben.

Mit dem Vorschlag ihn bei dem Besuch der Quellen zu begleiten, wollte Picard seinen ersten Offizier aber vielleicht nur davor bewahren die Situation nicht so galant zu überstehen, denn wenn er keine Gelegenheit mehr bekam mit Deanna zu sprechen bevor sie Worfs Frau würde, wäre sicher alles sehr viel leichter.

„Captain, die Sensoren melden eine Raumanomalie etwa 215.000 Kilometer an Backbord."

Der Fähnrich der die Meldung mitteilte sah zu Data hinüber um seine Zustimmung abzuwarten.

Der Androide schaltete blitzschnell an seiner Konsole und richtete dann seine bernsteinfarbenen Augen auf Picard.

„Fähnrich Dorham hat recht Sir. Es handelt sich um eine Anomalie die bisher nicht kartographiert wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass diese erst vor kurzem entstanden ist."

Picard legte die Stirn in Falten. Mit einem kurzen Nicken in Richtung Dorham brachte er seine Anerkennung für dessen Leistung zum Ausdruck und wandte sich dann wieder an Data.

„Commander, wieviel Zeit wird es uns kosten in Richtung der Anomalie zu steuern und dort einen Scan vorzunehmen?"

Der Androide zögerte nur wenige Millisekunden. Ihm war im Laufe der Zeit die er mit Menschen verbracht hatte aufgefallen, dass diese nicht immer die korrekte Antwort auf ihre Fragen erwarteten, sondern oftmals eher ihre Gedanken bestätigt haben wollten.

Manchmal fiel es ihm schwer diese unausgesprochenen Worte wahrzunehmen und es waren vielmehr seine Erfahrungswerte die nun zum Einsatz kamen.

„Sir, wir sollten es trotz einer genaueren Untersuchung der Vorkommnisse noch schaffen pünktlich den Orbit von Betazed zu erreichen um genügend Zeit für die Feierlichkeiten zu haben."

Einmal mehr hatte Data es geschafft über seinen eigenen emotionslosen Schatten zu springen und Picards Wünsche vorauszusehen, denn dessen Gesichtszüge entspannten sich als er Dorham aufforderte Kurs auf diese Anomalie zu nehmen.

Data versuchte während sie sich auf den Zielort zubewegten immer wieder verschiedene Tests vorzunehmen, aber die Anomalie ließ sich nicht scannen. Sie mussten wohl erst am Ziel eintreffen um wirklich brauchbare Daten zu bekommen.

Mit einem Zischen öffneten sich die Türen des Turboliftes. Picard warf von seinem Commandosessel aus nur einen kurzen Blick über die Schulter. Er wusste auch so wen es auf die Brücke gezogen hatte.

„Mr. Worf, darf ich Sie darauf hinweisen, dass Sie sich nicht im Dienst befinden."

„Captain," Worf zögerte kurz um die richtigen Worte zu finden. Sein Blick war, wie die meiste Zeit, missmutig.

„Ich bitte um die Zuteilung eines Brückendienstes."

Picard versuchte nicht zu grinsen. „Lieutenant, Sie haben sicherlich bemerkt, dass wir den Kurs geändert haben. Ich verspreche Ihnen, dass wir den strengen Zeitplan trotzdem einhalten werden.

Sie sind formell bereits aus dem Dienstplan genommen. Aber...übernehmen Sie bitte Ihren alten Posten für die Zeit dieser Sondermission."

Worf nickte kurz und ging schnellen Schrittes an die Gefechtsstation. Der Fähnrich, der Worf für diese Reise dort vertreten sollte, ging eilig zur Seite und übernahm dann auf ein Zeichen von Worf die Anzeigenkontrolle der Phaserbänke.

Picard stellte erstaunt fest, dass der Klingone sich nun, da er an seinem Posten stand, zu entspannen schien.

Plötzlich machte er sich Sorgen ob Worfs Entscheidung, als Kampfsportlehrer an die Akademie zu wechseln, wirklich die richtige Wahl für ihn war. Er und Deanna wollten sich beide auf der Erde niederlassen. Sie wollte als Psychologin eine eigene Praxis übernehmen. Damit erfüllte sie sich einen Wunschtraum. Auf Menschen einzugehen war einfach ihre Bestimmung und auf der Erde konnten sie ein normales Leben führen, ohne die Gefahr in Kämpfe verwickelt zu werden, die mehr als einmal ihr aller Leben gefährdet hatten.

Aber Picard glaubte zu wissen, dass Worf eben diese Gefahr brauchte und er glaubte dass tief in ihrem Herzen Deanna dies auch wusste. Worf glaubte wohl aus Liebe zu ihr gegen seine Natur handeln zu können und war es nicht in der Tat so, dass man aus Liebe die unsinnigsten Dinge tat? Was nutzte der

Verstand schon wenn die Sinne vernebelt waren.

Hatte er selbst nicht sein Herz an Vash verloren, damals bei seinem Landurlaub auf Risa. Er liebte sie immer noch, obwohl sie versucht hatte ihn zu betrügen.

„Wir haben jetzt visuellen Kontakt", ließ sich Data vernehmen und riss Picard so aus seinen Gedanken.

„Auf den Schirm", befahl Picard. Eine Sekunde später erschien die Projektion in vorderen Bereich des Schiffes.

Picard blickte auf den Schirm, sah aber nur das schwarze Weltall. Unwillkürlich hatte er sich aus seinem Commandosessel erhoben und war näher an den Bildschirm getreten, nun wandte er sich zu seiner Crew um. Unsicher sah er zu Riker hinüber. Auch dieser hatte die Augen leicht zusammengekniffen und starrte auf das Bild, das sich ihm bot.

„Data, sind dies die richtigen Koordinaten?" fragte er dann.

„Ja Sir", erwiderte der Androide. „Ich vergrößere den Ausschnitt um den Kern der Anomalie."

Der Monitor zeigte nun einen Fleck der schwer erkennbar war. Er hatte eine Größe von höchsten zwei Metern.

„Das ist doch unmöglich." Picard war ratlos.

„Bringen Sie uns näher ran. Picard an Maschinenraum. Ist der Traktorstrahl einsatzbereit?"

LaForges Stimme meldete sich über das Comsystem. „Traktorstrahl einsatzbereit, Sir."

Ein fürchterlicher Knall ließ mit einem mal die Brücke erbeben. Da der Aufprall völlig überraschend kam, stürzte der Captain, der gerade im Begriff war sich wieder zu setzen, gegen die Konsole die direkt neben seinem Commandosessel angebracht war. Einige Brückenoffiziere waren ebenfalls gestürzt und kämpften darum so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen.

„Bericht", brüllte Picard, der sich inzwischen in seinen Sessel gehievt hatte.

Riker beobachtete die Anzeigen. Als er zum Captain schaute sah er, dass diesem ein Rinnsal Blut aus einer Kopfwunde über die Stirn lief.

„Schilde runter auf 50 Prozent. Schäden an der Backbordwarpgondel. Lebenserhaltung stabil. Mehrere Verletzte auf allen Decks. Meldungen kommen noch rein." Data war bei diesen Ausführungen ganz ruhig, seine Kopfhaltung ließ jedoch darauf schließen, dass er mehrere Diagnosen über den Vorfall anstellte und somit wirkte sogar er beunruhigt.

„Roter Alarm. Schilde hoch. Worf aktivieren Sie die Waffenphalanx. Jeder bleibt auf seinem Posten bis wir wissen was hier los ist."

„Waffen sind aktiviert, Sir." Natürlich hatte Worf nicht erst auf den ausdrücklichen Befehl gewartet. Kampfbereitschaft war seine zweite Natur und Picard beabsichtigte nicht ihn wegen seiner Voreile zu tadeln.

„Was auch immer das dort draußen ist, Sir, es hat ein immens großes Kraftfeld von dem es umgeben wird. Aber die Daten ergeben keinen Sinn..."

„Sprechen Sie weiter Data," der Captain wischte sich das Blut von der Augenbraue.

„Nun, es sieht so aus als würde das Kraftfeld etwas sehr Gefährliches schützen. Den Daten zufolge müsste es die physikalischen Auswirkungen einer Singularität haben."

„Wie kann das sein Commander? Wollen Sie mir sagen das um eine Singularität ein Kraftfeld existieren kann? Das ist völlig unmöglich. Jedes Kraftfeld in der Nähe einer Singularität würde sofort kollabieren."

„Ja Sir. Es bleibt jedoch zu bedenken, dass es sich um ein Kraftfeld handelt, dessen physikalische Eigenheiten uns bislang völlig unbekannt sind. Deshalb konnte es auch nicht von unseren Sensoren erfasst werden."

„Ja", ließ sich nun Riker vernehmen. „Das hätte uns ansonsten zumindest den Aufprall erspart. Aber merkwürdig ist auch die Form der Singularität, wenn wir das was dort im All ist einmal so nennen wollen. Darin ist zweifellos ein Objekt. Aber um was handelt es sich ?"

Ratlosigkeit machte sich auf der Brücke breit. Alle starrten auf den Monitor in dessen Mittelpunkt sich langsam etwas durchs All bewegte. Es war sehr klein und hatte trotzdem so große Auswirkungen.

Als Riker wieder zum Captain sah, fiel ihm auf ,dass dieser inzwischen Probleme hatte die Blutung seiner Kopfverletzung mit den Händen zu stoppen.

„Captain, Sie sollten sich auf die Krankenstation begeben. Ich habe den Eindruck diese Anomalie wird uns doch noch etwas länger hier aufhalten," seine letzten Worte galten Worf, der ihm mit einem Brummen zustimmte.

„Ja Nummer Eins, Sie haben recht. Alle Daten über dieses – was immer es sein mag - sammeln. Roten Alarm beenden. Bleiben Sie aber weiter auf Gefechtsstation. Erstatten Sie mir sofort Meldung, sollte sich irgendetwas an der Lage dieses Gegenstandes ändern.

Ich befinde mich auf der Krankenstation. In einer halben Stunde versammeln sich die Führungsoffiziere im Besprechungsraum."

Damit verließ er die Brücke und betrat den Turbolift.

Auf der Krankenstation herrschte reger Betrieb. Die meisten Verletzten waren jedoch bereits behandelt worden und kehrten zu ihrem Dienst oder in ihre Quartiere zurück.

Picard saß auf einem der Biobetten und wartete geduldig bis Dr. Beverly Crusher mit seinem Neuralscan fertig war.

„Sie haben Glück gehabt, Captain. Es ist nur eine Platzwunde und Sie haben eine leichte Gehirnerschütterung."

Er brummte zustimmend. Crusher schloss die Wunde und wartete nicht auf seine Zustimmung um ihm ein schmerzstillendes Hypospray zu verabreichen. Er atmete erleichtert auf, als seine Kopfschmerzen nachließen.

Dr. Crusher schenkte ihm ein kurzes Lächeln bevor sie sich dem nächsten Patienten zuwandte.

Picard erhob sich vom Biobett und strich seine Uniform glatt. Es war Zeit für die Besprechung. Dr. Crusher würde nicht daran teilnehmen können, sie wurde noch von einigen Verletzten gebraucht.

Als Picard den Raum betrat, stellte er zufrieden fest, dass die Führungsoffiziere bereits versammelt waren. Er selbst setzte sich an das Kopfende des Tisches. Riker räusperte sich, um den Anfang der Berichterstattung zu übernehmen.

„Die Schiffssensoren wurden einer Prüfung unterzogen. Sie funktionieren einwandfrei. Die Daten die wir durch das Kraftfeld erhalten, wirken aber verzerrt und widersprüchlich."

„Sir,"ließ sich Data vernehmen."Ich bin gerade dabei sämtliche Logbücher der Sternenflotte durchzugehen um zu sehen, ob bereits ein Vorkommnis dieser Art aufgezeichnet wurde."

„Gut Data." Picard sah in die Runde. Geordi wollte nun seinen Teil der Berichterstattung beisteuern.

„Der Warpantrieb ist wieder voll einsatzfähig. Auch wenn er uns bei der Lösung des Rätsels natürlich keine Hilfe ist", fügte er zerknirscht hinzu.

„Data ist es uns, nun da die Sensoren wieder funktionieren, möglich das Objekt durch eine visuelle Vergrößerung genauer zu untersuchen?"

„Nein Sir. Das Objekt ist sehr klein und wir sind durch die Barriere die es umgibt, nicht in der Lage näher heranzufliegen."

Geordi, der bislang auf den Tisch vor sich gestarrt hatte, blickte plötzlich auf.

„Captain", sagte er hastig. „Wenn wir meinen Visor mit den Schiffssensoren verbinden und die Phasenverschiebung angleichen könnten, würde er vielleicht wie ein Fernglas funktionieren..."

Picard lächelte, dankbar für diesen Vorschlag. „Machen Sie es so", sagte er gerade als sich die Tür des Besprechungsraumes plötzlich öffnete.

„Ich bitte um Verzeihung, aber wird hier vielleicht ein Counselor benötigt", fragte Troi mit einem unsicheren Lächeln.

„Deanna!" Worf hatte sich halb von seinem Stuhl erhoben und wirkte für einen Klingonen ungewöhnlich verlegen.

Picard kam zu dem Schluss, dass er nicht mit seiner zukünftigen Frau darüber gesprochen hatte, dass er sich freiwillig für den Brückendienst melden wollte. Sollte sie erstaunt sein ihn hier anzutreffen, ließ sie es sich jedoch nicht anmerken.

„Gerne Counselor. Allerdings ist unsere Besprechung soeben beendet. Würden Sie uns bitte auf die Brücke begleiten?" Picard machte eine einladende Handbewegung und ein Gedanke schoss ihm durch den Kopf. Wenigstens würde dieser eigenartige Vorfall dafür sorgen, dass die Crew noch etwas länger zusammen blieb. In diesem Moment spürte er mehr denn je, wie sehr er an diesen Menschen hing.

Picard, Riker, Troi und Worf gingen zur Brücke, während Data und Geordi zum Maschinenraum gingen um die Prozedur durchzuführen.

„Data, glauben Sie wirklich es hat einen derartigen Vorfall schon einmal in der Geschichte der Sternenflotte gegeben?"

„Das kann ich mit Bestimmtheit nicht bestätigen Geordi. Aber wenn ich ein Mensch wäre, so würde ich wahrscheinlich sagen – ich habe so ein Gefühl."

Geordi zog eine Augenbraue hoch und sah Data eingehend an. Data war eine Maschine und reagierte eigentlich immer vorhersehbar, dennoch schaffte er es immer wieder Geordi in Erstaunen zu versetzen.

„Ich hoffe unser Plan funktioniert, sonst halte ich Sie unnötig von Ihren Recherchen ab."

„Das macht nichts Geordi, ich denke ich werde die Zeit kompensieren können. Wenn unser Vorhaben glückt, werden meine Analysen vielleicht ohnehin nicht mehr von Nöten sein."

Sie hatten den Maschinenraum erreicht und Geordi setzte sich auf einen der Stühle vor den Schaltkonsolen um seinen Visor abzunehmen. Kaum hatte er ihn entfernt, versank die Welt um ihn herum in Dunkelheit.

Früher, so wusste Geordi, hatten Menschen die blind geboren wurden, oder die im Laufe ihres Lebens plötzlich erblindeten andere Sinne, wie das Hören oder das Tasten weit höher entwickelt als Sehende.

Bei Geordi waren diese Sinne nicht besonders entwickelt, da er durch seinen Visor ständig optische Eindrücke erhielt.

Er wusste allerdings, dass diese sich sehr von denen anderer Menschen unterschied. Außerdem kam die Tatsache hinzu, dass er für den Luxus den Visor zu tragen einen hohen Preis zahlte. Die Schmerzen, die der Visor verursachte und gegen die kein Arzt etwas unternehmen konnte ohne dass Geordis Sehfähigkeit eingeschränkt wurde, gehörten einfach zu seinem Leben.

„Für den Rest der Modifikationen müssen Sie den Visor tragen, Geordi."

Data gab ihm das kostbare Gerät vorsichtig in die Hände und er war erleichtert es wieder aufzusetzen.

TBC