Disclaimer: Nix meins, alles JKR, wie immer... außer ein paar eigenen Charakteren.

AN: Ich weise diesmal ausdrücklich darauf hin, dass ich mich sehr stark von einer anderen Story auf hab insprieren lassen, um diese Story zu schreiben. Obwohl einige der Ideen dieser Story von besagter Story stammen, ist meine Story KEINE Kopie der Geschichte. Die Ideen stammen von der englischen Story 'Lord of Caer Azkaban' und diese Geschichte wurde von Rorschach's Blot geschrieben. Der Da einige der Grundideen der Story halt aus Lord of Caer Azkaban stammen, habe ich Rorschach's Blot gefragt, ob er etwas dagegen hat, dass ich meine Story hier veröffentliche, doch er hat mir freundlicherweise die Erlaubnis gegeben. Also viel Spaß beim Lesen und ich hoffe, wie immer, auf viele eurer Reviews.

Harry Potter und die Lordschaft von Scyde

von Heiko2003

Kapitel 1 – Der Verrat

Askaban 1996

Mit brutaler Gewalt wurde Harry Potter in eine der Zellen Askabans geworfen.

Hart fiel er auf den unnachgiebigen Felsboden und verstauchte sich das Handgelenk. Doch er bemerkte es kaum. Er war leichenblass und zitterte, hilflos stundenlang den Einflüssen der Dementoren ausgesetzt, die ihn den langen Weg vom Ministerium der Zauberer hierher gebracht hatten. Stundenlang wurde er durch die Schreie seiner Mutter gequält. Sein Gesicht war angeschwollen, eine Folge der Ohrfeigen einer gewissen Molly und Ginny Weasley und Hermine Granger, sein Kiefer angebrochen, dank eines gewissen Remus Lupin.

Doch noch schmerzvoller als das alles waren die letzten Worte, die er gehört hatte, bevor ihn die Dunkelheit der Dementoren ergriffen hatte, Worte, die ebenfalls von Remus Lupin stammten und die er mit einem geradezu animalischen Blick gesprochen hatte:

„Du bist kein Potter. Deine Eltern würden sich im Grab umdrehen, wenn sie wüssten, was du getan hast. Sirius würde sich im Grab umdrehen. Du bist eine absolute Schande für den Namen Potter."
Das war das letzte, an was er dachte, bevor ihn der Schmerz des verstauchten Knöchels endgültig über die Schwelle der erlösenden Ohnmacht trieb.

Waren es Minuten, Stunden oder Tage, seitdem er ohnmächtig geworden war? Er wusste es nicht, er wusste nur, er war erwacht, seine Knochen schmerzten und er lag auf einem harten kalten Steinboden.

Er richtete sich mühsam auf.

Ein Geräusch von Metall auf Metall alarmierte ihn und er drehte sich zur Seite.

Ein alter Mann musterte ihn durch die Gitterstäbe, genau wie Harry ihn musterte.

Irgendetwas stimmte nicht mit dem Mann, dachte sich Harry. Irgendetwas... da erkannte er es. Die stahlgrauen Augen des alten Mannes leuchteten vor innerer Energie und Macht, sie schauten ihn wachsam und intelligent an... dabei sollten sie leblos und gebrochen sein. Er wusste, er war im Hochsicherheitstrakt und er wusste, dank seiner zwei menschlichen Wachen, dass er der erste seit zehn Jahren war, der in diesen Trakt gesteckt wurde. Und es war auch der einzige Trakt in Askaban, der noch von ministeriumstreuen Dementoren bewacht wurde.

„Du kommst mir bekannt vor, Bursche." Sagte der alte in einer kalten Stimme.

„Wer sind sie?" fragte Harry mit rauer Stimme.

Der Mann schaute nur kurz den Gang zwischen den Zellen entlang und ein Gefühl innerer Kälte machte sich in Harry breit.

„Mach dich bereit Bursche, sie kommen um sich zu nähren. Verschließe deinen Geist oder werde wahnsinnig."

Nach einer halben Stunde waren die Dementoren verschwunden, für Harry war es wie eine Ewigkeit. Er war stöhnend auf dem Zellenboden zusammengesackt.

„Wie heißt du?" fragte der Mann nach einer Weile.

„Harry... Harry Potter." murmelte Harry abwesend.

"Potter? Das ist interessant. Höre mir zu, Harry. Wenn du deinen Geist verschließen kannst, also Okklumentik beherrscht, dann kannst du überleben. Wenn du das gemeistert hast, werden wir sehen, wie wir dich hier raus kriegen."

Harry sah ihn überrascht an und nickte.

„Also, höre mir zu..."

Einen Monat später unterhielt sich ein geschwächter, aber nichtsdestotrotz immer noch klar denkender Harry mit seinem neuen Mentor Ignatius. Mehr hatte ihm der Mann von sich noch nicht verraten.

„Ein Animagus? Daran habe ich auch schon gedacht, doch ich bin leider nicht in der Lage, mich zu wandeln, Harry. Doch du vielleicht. Wenn dein Vater ein Animagus war, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du auch einer werden kannst. Ich kann dir helfen..."

Sie wurden unterbrochen, als die schwere Stahltür zum Gang zwischen den Zellen aufging.

„Das ist ungewöhnlich." murmelte Ignatius bevor sich seine Mimik in die eines senilen alten Mannes verwandelte und er sinnloses Zeug vor sich her murmelte.

Ein kräftiger Mann mit roten Haaren trat in den Gang und Harry sah ihn erfreut an.

„Bill?" fragte Harry hoffnungsvoll, doch seine Hoffnung erstarb, als er den nahezu manischen Ausdruck in Bills Augen bemerkte und den Knüppel, den er in der Hand hielt.

„Incarcerus!" rief Bill mit ausgestrecktem Zauberstab und Harry fand sich durch magische Seile gefesselt wieder.

Es folgte eine Stunde Schmerz, drei gebrochene Rippen und unzählige Blutergüsse und Platzwunden.

„HEILER!" war das letzte, was Harry von Ignatius hörte, kurz nachdem Bill ihn verlassen hatte, bevor er in gnädiger Ohnmacht versank.

Er erwachte in einem weißen Zimmer wieder, gefesselt an ein Krankenbett.

Eine Heilerin beugte sich über ihn und flößte ihm einen Trank ein.

Er fühlte, wie der Schmerz in seinen Rippen nach ließ.

„Wer war das, Mr. Potter?" fragte die Schwester in kalter Stimme.

Harry schwieg verbissen.

Einen Tag später wurde er wieder in seine Zelle zurück gebracht.

März 1998 - Ausbruch

„Der Monat ist rum Harry. Dein rothaariger Freund müsste bald hier sein. Es ist so weit."

Harry nickte, seine grünen Augen, die früher immer freundlich gelächelt hatten, waren hart wie Smaragde.

Er hatte einiges gelernt in den letzten zwei Jahren, Dinge, die ihm früher nicht möglich erschienen waren.

„So Ignatius, meinst du nicht, es wäre Zeit, mir zu erklären, warum du meintest, ich käme dir bekannt vor?"

Der Alte Mann grinste, „Ich war die rechte Hand Grindelwalds, Harry und wir hatten einen mächtigen Verbündeten, Lord Scyde und du hast eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm. Geh nach Gringotts und lass den magischen Erbschaftstest machen, Harry. Wenn ich recht habe, wirst du etwas erfahren, was dir helfen könnte, dich deinem Schicksal zu stellen und es deinen ‚Freunden' zurück zu zahlen.

Ein eisiges Glitzern trat in seine grünen Augen, als er nickte.

„Wer war dieser Lord Scyde?"

„Er war ein Alliierter Grindelwalds."

„Ein dunkler Zauberer?"

„Denk daran, was ich dich gelehrt habe, Harry. Es gibt keine dunkle Magie und weiße Magie. Nur die Intention zählt. Und nein, er war kein böser Zauberer, hart und gerecht, aber nicht böse. Er war ein Meister der dunklen Künste und Herrscher über allerlei dunkle Kreaturen unter anderem der Dementoren, Harry. Mach dir das zu nutze. Er war außerdem tatsächlich ein Lord, Herrscher über die Scydischen Inseln."

„Die Scydischen Inseln?"

„Ja, sie sind nicht wirklich dem Ministerium unterstellt... und die Zauberer kommen nur auf eine von ihnen." sagte Ignatius grinsend.

Harrys Augen weiteten sich minimal, ein Wunder an sich, denn zwei Jahre Askaban hatten aus ihm einen knallharten jungen Mann gemacht. Seine zerfetzte Kleidung, seine langen verfilzten Haare und sein dreckiger Bart versteckten die Tatsache, dass er weder wahnsinnig noch schwach und zerbrechlich war. Nach einem Monat Askaban hatte er Okklumentik gemeistert unter der meisterhaften Anleitung von Ignatius und zwar zu so einem Grad, dass er die Dementoren ausblenden konnte und seine Erlebnisse hier hatten ihn dazu gebracht, dass er seine Emotionen gut verbergen konnte.

„Askaban?" fragte er.

Ignatius nickte.

„Danke für alles, Ignatius."

„Keine Ursache. Wir hatten Lord Scyde viel zu verdanken. Schade nur, dass ich nicht mehr erlebe, wie du hierher zurück kommst."

„WAS?"

„Ich sterbe. Ich habe noch zwei Tage, maximal, Harry."

Harry starrte den alten Mann und Freund nun fassungslos an.

„Mach dir keine Sorgen, Harry. Ich habe viel Schlechtes getan und dadurch, dass ich dir, einer unschuldigen und betrogenen Seele helfen konnte, habe ich zumindest etwas Abbitte leisten können."

Wie zur Unterstreichung seiner Worte, hustete Ignatius plötzlich, kein Husten einer Erkältung, sondern ein regelrechter Krampf und er spuckte Blut.

„Wie hast du es so lange vor mir verborgen?"

„Stablose Magie, du erinnerst dich? Doch ich konnte die Krankheit nur aufhalten, nicht heilen."

„Aber..."
"Harry! Lass gut sein. Es ist zu spät. Mach dich bereit! Er kommt. Leb wohl!"

„Leb wohl, Ignatius und danke." sagte Harry mit traurigen Augen.

Eine Stunde später lag er wieder mit gebrochenen Rippen im Krankenflügel der Insel. Und wieder flickte ihn die Schwester zusammen. Nur war Harry diesmal nicht bewusstlos.

Er wartete, bis die Tränke ihre Wirkung getan hatten, dann schloss er die Augen und konzentrierte sich stark.

Plötzlich schnappten die schweren Handschellen, mit denen er an das Bett gefesselt war auf und stöhnend richtete er sich auf.

Sorgfältig sah er sich um. Er steckte sich einige der Heiltränke ein. Eine dunkelgraue einfache Robe, die neben der Tür hing, warf er sich schnell über seine Kleidung.

Dann postierte er sich neben der Tür und wartete auf die Schwester.

Als sie kam, griff er sich blitzschnell von hinten und hielt ihr den Mund zu. Leise schloss er die Tür mit der freien Hand und riss ihr den Zauberstab aus ihrer Hand.

„Stupor!" murmelte er und die Schwester sackte bewusstlos in sich zusammen. Er fing sie auf und legte sie auf das Bett. Er steckte den Zauberstab ein und schloss wiederum die Augen.

Eine Minute später verschwand er durch das Fenster aus dem Gefängnis.

Zwei Tage später in Hogsmeade. Es war ein Samstag und die Schüler und Lehrer von Hogwarts genossen den schönen Frühlingstag. Hermine sah sich sorgfältig um, überall waren Auroren und Mitglieder des Ordens postiert. Voldemort hatte in den letzten zwei Jahren an Macht gewonnen, doch noch hatte er es nicht gewagt, größere Ziele anzugreifen. Er hatte ja auch alle Zeit der Welt, seitdem Harry im Gefängnis saß.

Hermine schluckte, als sie an ihre erste große Liebe dachte, die sie alle verraten hatte.

Wie immer eilte sie auf den größten Buchladen von Hogsmeade zu.

Als sie an einer schmalen Gasse vorbei ging, wurde sie plötzlich brutal ergriffen und in die Gasse gezogen. Noch bevor sie schreien konnte, hatte sie eine raue Hand über dem Mund.

Sie begann zu zittern.

„Lange nicht gesehen, Granger." sagte eine raue Stimme, die sie nicht erkannte.

Dann wurde es schwarz vor ihren Augen.

Sie erwachte in einem dunklen Raum, eine helle Lampe auf sich gerichtet.

„Wo ist Ron Weasley?" fragte ein Mann aus der Dunkelheit heraus.

„Damit kommst du nicht durch!" rief Hermine verzweifelt.

„Wo ist Ron Weasley?" wiederholte der Mann die Frage unbeeindruckt.

„Ich werde dir überhaupt nichts sagen!" spie Hermine.

Sie hörte einen gemurmelten Zauberspruch und plötzlich befand sie sich in einem Kreis aus gleißenden Flammen und die Hitze drohte sie zu ersticken und zu verbrennen.

„Wo ist Ron Weasley?" fragte der Mann, noch immer völlig ausdruckslos.

„Ich werde..." mit Entsetzen sah sie, wie sich der Kreis langsam immer enger zog.

„Er..." stammelte sie verzweifelt, „Er arbeitet im Ministerium, als ... als Assistent von Percy, seinem Bruder." schluchzte sie, „Bitte tun sie meinem Verlobten nichts."

Sie konnte nicht sehen, wie sich die smaragdgrünen Augen des Mannes verengten, doch er hob den Zauber auf und sie stieß erleichtert die Luft aus.

„Lassen sie mich jetzt gehen? Bitte... ich... ich bin schwanger." schluchzte sie.

„Wie konntest du dich nur von diesem Bastard schwängern lassen?" spie der Mann voller Hass und Verachtung und Hermine wurde um eine paar Stufen blasser angesichts der Kälte in der Stimme des Mannes. Tränen liefen ihr über die Wangen.

„Bitte! Ich habe ihnen doch nichts getan!" flehte Hermine.

„Hast du nicht? Ich sehe das etwas anders. ... Aber egal, ich fürchte, ich brauche dich noch."

Sie spürte kurz darauf, wie sie von hinten von einer starken Hand ergriffen wurde, dann fühlte sie ein bekanntes Ziehen hinter dem Bauchnabel, bevor sie in unbekannte Fernen davon gerissen wurde.


AN: So, das war erst mal das erste Kapitel. Das Grobgerüst der Story ist vollendet. So bin ich ziemlich zuversichtlich, dass ich einmal in der Woche Updaten kann. Bis dann, euer Heiko