Disclaimer: Siehe vorheriges Kapitel... Sprich: Immer noch alles von iDohavealife, die die Charas von J.K.Rowling verwendet hat. Nix meins.

Ü/N: Hallo meine Lieben! Wie ihr schon wisst, ist dieses hier das letzte Kapitel. Aber vor dem eigentlichen Chappie (und vor den Reviewantworten) hab ich noch einige wichtige Meldungen zu machen. (Ich weiß nicht, vielleicht wisst ihr es schon, vielleicht auch nicht, drum möchte ich hier noch kurz alles loswerden.)

Für alle Fans von Ron & Hermione: Ich arbeite auch an einer anderen Story mit diesen beiden, wo ein bisschen mehr Action drin vorkommt. Diese Geschichte schreit ganz stark nach Reviews und heißt The Price of Love. Ein riesiges Danke schon einmal allen, die dort vorbeischauen und mir ein Review dalassen.

Dringende Frage: Wer von euch ist an dem Pairing Ginny & Draco interessiert? Ich bastle nämlich auch zu diesen beiden an einer Übersetzung und suche noch ganz dringend jemand, der für mich betalesen würde! Interesse? Dann lasst mir bitte am besten per Review eure Email-Adresse zukommen!

Und euch allen wünsche ich nun viel Spaß beim Lesen des letzten Kapitels und im Anschluss auch gleich beim Lesen von Harry Potter and the Half Blood Prince! (Für alle, die nicht auf die Deutsche Version warten können bzw. wollen ;-)

Ein letztes Mal ein RIESIGES DANKE meinen Reviewern! Falls ich jemanden vergessen hab, so bitte ich vielmals um Entschuldigung, es war nicht mit Absicht!

Smileduck: Ich freu mich, dass du auch noch da bist! Na, bei dieser Geschichte gings nur deshalb so schnell, weil ich ja schon Ferien hab und mir unbedingt eingebildet hab, das Ganze noch vor Buch 6 fertig zu stellen. Ja, Schule kenn ich zur Genüge. Anfang September starte ich mein 13. (und wahrscheinlich) letztes Jahr... (Menno, wie kann man nur sooo blöd sein, wenn ich nach 9 Jahren schon hätte aufhören können...) Viel Spaß mit dem Letzten!

Minnnie: Tja, ich fand es schön, dass man in dieser Geschichte ein bisschen Einblick in die Gedanken von Ron bekommen hat. Genieß die „Enthüllungen" im Krankenflügel! ;-)

Nelinett: Danke vielmals für dein Review!

EllieSophie: Danke danke danke! Hoffentlich bist du auch mit dem letzten Chap zufrieden, ich fands schon mal ganz süß!

Habt Spaß mit

Kapitel 7

Schließlich doch noch


Ron legte sich in sein Bett, die Arme faltete er hinter seinem Kopf. Er hatte Harry nicht alles erzählt, was in der Krankenstation passiert war. Einige Sachen waren einfach privat, waren nicht dazu bestimmt, mit anderen Leuten geteilt zu werden, nicht einmal mit dem besten Freund. Er lächelte und erinnerte sich daran, wie er und Hermione sich endlich ihre Gefühle für einander gestanden hatten...

Es war sehr spät und alles war still in der Krankenstation. Madame Pomfrey war vor fast drei Stunden zu Bett gegangen, nachdem sie ihren drei Patienten versichert hatte, dass sie in der Nähe blieb, falls sie etwas brauchten. (Dolores Umbridge hatte sie nur angestarrt.) Ron lag wach und dachte über die Ereignisse dieses Tages nach: Der Flucht vor Umbridges Inquisitionskommandos, das irre Rennen in die Mysteriumsabteilung, der Kampf mit den Todessern. Es gab einige große Lücken in seiner Erinnerung, Lücken, die teilweise von seiner Schwester Ginny wieder gefüllt worden waren. Er hatte Harry nicht gesehen, seit sie alle nach Hogwarts zurückgekehrt waren, obwohl ihm versichert worden war, dass Harry in Sicherheit und bei Dumbledore war.

Er sah hinüber zu Hermione, die in einem Bett nicht weit entfernt von seinem schlief. Ihr kastanienbraunes Haar lag ausgebreitet auf dem Kissen. Sie war so leblos gewesen, als er Lupin geholfen hatte, sie hereinzubringen und sie auf das Bett zu legen. Das schwache Heben und Senken ihrer Brust hatte kaum gezeigt, dass sie noch am Leben gewesen war. Ron war an ihrem Bett gesessen und hatte ihr beim Atmen zugesehen. Dabei hat er kaum bemerkt, dass Madame Pomfrey versuchte, seine eigenen Wunden zu versorgen. Er war wütend... wütend auf sich selbst, weil er nicht da gewesen war, um sie zu beschützen, wütend auf Antonin Dolohov, der sie so schwer verletzt hatte. Er hätte Dolohovs Fluch gerne an ihrer statt angenommen, immer und immer wieder, wenn das bedeutet hätte, dass er Hermione nie so bleich und leblos sehen hätte müssen.

Schließlich war sie aufgewacht und hatte ihre Augen geöffnet. Sie sah ihn auf ihrem Bett sitzen, lächelte schwach und drückte seine Hand, und er hatte gewusst, dass wieder alles gut werden würde. Madame Pomfrey hatte ihn weggescheucht, sodass sie sich Hermione zuwenden konnte, und er war vollkommen überanstrengt auf sein eigenes Bett gesunken. Jetzt beobachtete er ihren Schlaf, staunte darüber, wie sehr er sie liebte (und fragte sich, wenn er sich das endlich eingestanden hatte), und bemerkte, wie nah dran er gewesen war, sie für immer zu verlieren.

Als er sie beobachtete, stöhnte Hermione auf. Sie öffnete ihre Augen und versuchte, sich aufzusetzen, dann stöhnte sie wieder und griff sich an die Brust. Ron eilte sofort an ihre Seite.

„Hermione? Geht es dir gut? Hast du Schmerzen? Willst du, dass ich Madame Pomfrey hole?", fragte er und sah sie ängstlich an.

„Nein... nein... Mir geht's gut", flüsterte sie und legte sich zurück auf das Kissen. „Ich hätte nur nicht versuchen sollen, mich so plötzlich zu bewegen." Sie rieb sich trübselig die Rippen. „Wirklich... Mir geht es gut", beharrte sie, als sie sein besorgtes Gesicht sah. „Ich hatte einen bösen Traum und bin wohl zu schnell aufgewacht." Sie blieb ein paar Augenblicke lang still liegen, dann setzte sie sich versuchsweise wieder auf und verzog ihr Gesicht vor Schmerz. Mit Rons Hilfe stopfte sie sich ihre Kissen in den Rücken und war schließlich imstande, in einer sitzenden Position zu bleiben.

„Ja... Das ist besser", seufzte sie, lehnte sich gegen die Kissen und lächelte Ron an. Dann erblickte sie die tiefen Striemen an seinen Unterarmen und ihre Augen weiteten sich vor Schock und Besorgnis. „Ron! Was ist mit dir geschehen? Geht es dir gut? Madame Pomfrey hat mir gesagt, dass es allen wieder gut geht. Was...?"

„Mir geht's gut", unterbrach Ron. „Ich wurde offensichtlich von einem Hirn angegriffen, obwohl ich mich nicht mehr daran erinnere. Ich... Na ja, offensichtlich hat mich irgend ein Fluch getroffen, der mich total bekloppt hat benehmen lassen. Ginny hat mir erzählt, dass ich das Hirn sogar zu mir gerufen habe... indem ich ‚Accio' gerufen habe." Er sah hinunter auf ihr Bett, zog an einem losen Faden an der Decke und war peinlich berührt, weil er Hermione das gestehen musste.

„Oh, Ron. Es tut mir so Leid. Das muss schrecklich gewesen sein." Zögerlich berührte sie seinen Arm und strich mit den Fingern sanft über die Striemen. Er sah überrascht hoch zu ihr. „Tut das weh?", fragte sie leise.

Er wurde von diesem besorgten Blick auf ihrem Gesicht abgelenkt und von diesen angenehmen, kribbelnden Gefühlen, die sie durch ihre Berührung hervorrief. „Nein... das fühlt sich gut an", murmelte er. Sie beäugte ihn fragend und er bemerkte, was er gerade gesagt hatte. Er errötete und räusperte sich. „Ich meine... Nein, die tun nicht weh... nicht so sehr."

Sie lächelte ein wenig, sah aber immer noch besorgt aus. Sie hörte auf, seine Striemen zu befingern, aber ließ ihre Hand auf seinem Arm ruhen. „Geht es allen anderen wirklich gut?"

„Ginny, Neville und Luna geht's gut. Madam Pomfrey hat sie in Windeseile behandelt. Harry ist hier in Hogwarts, aber ich hab ihn noch nicht gesehen." Er machte eine Pause. „Hermione, Ginny hat mir erzählt, dass Sirius... dass Sirius..." Er holte tief Luft und zwang sich zum Weiterreden. „Sirius... ist tot", beendete er leise.

Hermione schnappte nach Luft und hob ihre Hand an den Mund. „Oh, Ron... Oh, armer Harry", flüsterte sie mit Tränen in den Augen. „Erst seine Eltern... jetzt Sirius... oh, wie schrecklich."

„Ja. Ich weiß nicht, was ich zu ihm sagen soll, wenn ich ihn sehe."

Hermione schüttelte ihren Kopf, weil sie das genauso wenig wusste. „Wie...?" Sie konnte die Frage nicht zu Ende aussprechen.

„Ginny wusste noch keine Details. Sie wusste nur, dass er... du weißt schon. Ich bin sicher, wir werden das noch rausfinden."

Hermione nickte. Sie saßen still nebeneinander, dachten über den Tag nach, die Furcht, die sie bekämpft hatten, der Verlust ihres Freundes.

Ron holte tief Luft und atmete kräftig wieder aus. Er begann, wieder an dem losen Faden zu ziehen. „Hermione... Es tut mir leid, dass ich von dir und Harry getrennt wurde. Ich hätte da sein sollen. Alles war einfach so verwirrend. In der einen Sekunde war ich noch bei dir, dann warst du weg. Ich hab versucht, dich zu finden, als ich von dem Fluch getroffen wurde. Es tut mir Leid. Ich hab dich im Stich gelassen."

„Du hast uns nicht im Stich gelassen, Ron. Ist schon gut."

„Nein, ist es nicht. Ich hätte da sein sollen... für Harry... und um dich zu beschützen", sagte er traurig.

„Ron... Ich bin sehr wohl in der Lage, auf mich selbst aufzupassen."

„Das weiß ich, Hermione. Aber... ein Kerl sollte immer da sein für das Mädchen, das... für das Mädchen, das er..." Er sah zur Seite, war nicht fähig, den Satz zu Ende zu sprechen. Warum kann ich es nicht einfach sagen? fragte er sich selbst wütend. Ich hab sie heute fast verloren... Ich muss es ihr sagen. Nur, wovor fürchte ich mich?

Tränen traten in Hermiones Augen, als sie registrierte, was er versuchte ihr zu sagen. Sie legte ihre Hand unter sein Kinn, drehte sein Gesicht zurück zu ihrem und schaute ihm in die Augen. „Bitte... sag es einfach", flüsterte sie und streichelte mit den Fingern über seine Wange. „Wir haben schon so lang um den heißen Brei herumgeredet... bitte... sag es endlich."

Ron schluckte den harten Knoten in seinem Hals und leckte sich über die Lippen. Er bewegte sich näher zu Hermione, holte tief Luft und kramte all den Gryffindormut zusammen, den er auftreiben konnte. „Ein Kerl sollte immer da sein... für das Mädchen, das er liebt. Ich... ich... liebe dich, Hermione", sagte er leise, und ein kleines Schluchzen kam von Hermione, als Tränen ihre Wangen herunterrollten. Sie zog ihn in eine enge Umarmung, schien die Schmerzen nicht zu bemerkten, die er ihr verursachte, und vergrub ihr Gesicht an seinem Hals. Als er sanft seine Arme um ihre Hüften schlang, konnte Ron ihre Tränen an seiner Haut fühlen. Das erinnerte ihn daran, dass Cho weinte, als sie Harry geküsst hatte.

„Hermione? Es tut mir Leid. Hätte ich das nicht sagen sollen? Hab ich etwas Falsches ges..." Er brach ab und schloss seine Augen, der Atem stockte ihm, als Hermione ihren Kopf hob und ihn sanft auf die Stelle unterhalb seines Ohres küsste, ehe sie einige Küsse entlang seines Kinns platzierte. Sie setzte sich gerade auf und sah ihn liebevoll an, als er die Augen öffnete.

„Nein, du hast nichts Falsches gesagt. Du hast alles richtig gesagt." Sie wischte sich über die Augen und seufzte glücklich. „Ich habe gehofft... und gewartet..."

Ron stieß den Atem aus. „Das hast du? Also... äh... fühlst du vielleicht... dasselbe?", fragte er ängstlich.

„Oh, Ron... ja… du weißt, dass ich dasselbe fühle. Sicher weißt du das." Sie strich ihm zärtlich das Haar aus der Stirn. „Du weißt, dass ich dich liebe", flüsterte sie.

Ron bemerkte, dass sein Herz fast stehen blieb, als er diese Worte von ihr hörte, und einen Augenblick lang war er nicht imstande, einen vernünftigen Satz über die Lippen zu bekommen. Er räusperte sich und versuchte es noch einmal. „Kann ich... äh... kann ich... dich küssen?", sagte er schon fast unhörbar.

Hermione nickte. Ron leckte sich noch einmal über die Lippen und lehnte sich langsam näher zu ihr, immer noch in ihr Gesicht blickend. Als er sah, dass sie die Augen schloss und ihr Gesicht seinem entgegenstreckte, dachte er: Ich werde sie endlich küssen. Das ist real, und ich werde sie endlich küssen... wirklich küssen. Er beobachtete sie, die blassen Sommersprossen um ihre Wangen herum, ihre dunklen Wimpern, ihre Lippen. Ich liebe sie so sehr. Dann zog Ron, der sich nicht länger beherrschen konnte, sie zu sich und küsste sie. Er fühlte, wie Hermione zitterte, als sie ein Geräusch machte, das sich wie ein Wimmern anhörte. Einen Augenblick lang hatte er Angst, er würde sie verletzen, aber Hermione vergrub eine Hand in seinem Haar und hielt ihn nahe bei sich, antwortete mit Feuereifer auf seinen Kuss.

Sie trennten sich schließlich atemlos wieder voneinander. Ron sah Hermione fragend an und war erleichtert, als sie ihn anlächelte. Mit einem Seufzen kuschelte Hermione sich nahe zu ihm, ihre Arme hatte sie um seinen Hals gelegt, ihren Kopf auf seine Schulter. Er hielt sie fest, hatte seinen Kopf auf ihren gelegt, streichelte ihr Haar und konnte es immer noch nicht fassen, dass sie ihn liebte... Hermione liebte ihn. Nach einigen stillen Momenten machte Hermione eine plötzliche Bewegung und rief: „Harry!"

Ron, der immer noch von den vergangenen Ereignissen total baff und in seinen eigenen Gedanken gefangen war, murmelte: „Wer?" Dann registrierte er, was er da gerade gesagt hatte, und sah sich in der Krankenstation um. „Wo?"

Hermione setzte sich gerade hin und sah ihn an. „Nein. Harry. Wir können ihm noch nichts von uns erzählen."

„Warum nicht?"

Sie seufzte. „Weil Harry gerade ein lebensveränderndes Ereignis durchgemacht hatte. Er hat Sirius verloren. Wir müssen alles andere so normal wie möglich für ihn weiterlaufen lassen. Er braucht uns, damit wir für ihn da sind... als Freunde."

Ron sah sie einen Augenblick lang zweifelnd an. „Hermione... bin ich dir vielleicht... peinlich?", fragte er traurig.

„Oh, Ron, nein... niemals", sagte sie schnell, um es ihm zu versichern. „Ich würde mich ganz oben auf den Gryffindorturm stellen und ‚Ich liebe Ron Weasley' hinaus in die ganze Welt schreien. Aber jetzt müssen wir für Harry da sein. Wir können es ihm später erzählen, im Sommer, nachdem der Schock nach all dem, was passiert ist, etwas abgeklungen ist." Sie lächelte, als Ron immer noch zweifelnd dreinblickte. „Wir können unsere neue Beziehung immer noch weiterentwickeln. Wir werden einfach diskret sein. Aber wir sollten für unseren besten Freund da sein. Es wird trotzdem noch genug Zeit für uns bleiben."

Ron seufzte. „Ich nehme an, du hast Recht. Hermione... und du... liebst mich wirklich?", fragte er und musterte ihr Gesicht.

Sie lächelte und gab ihm einen sanften, leidenschaftlichen Kuss, der ein Zittern seinen Rücken hinablaufen ließ. „Ja, Ron", flüsterte sie. „Ich liebe dich wirklich. Schon seit langem."

Dann lächelte er zufrieden und lehnte sich für einen weiteren Kuss zu ihr...


Ron wurde aus seinen Erinnerungen geholt, als er ein kleines Knarren vom Fußboden vor seinem Zimmer hörte. Er lief zur Tür und öffnete sie, nur um Hermione zu sehen, die in ihrem Nachthemd schon wieder leise in Richtung Treppen ging. „Hermione?", rief er sanft und sie drehte sich um.

„Hi", flüsterte sie und kam zurück zu ihm.

„Hi. Wieso bist du wach?"

„Ich bin aufgewacht. Ich hatte einen Alptraum."

„Geht's dir gut?"

„Mir geht's bestens", versicherte sie ihm. Sie alle gewöhnten sich langsam an Alpträume. „Ich dachte, ich gehe nach unten und hole mir etwas warme Milch, und dann wollte ich wieder ins Bett gehen. Ich kam zu deiner Tür und hab gehorcht, ob du wach bist, aber ich habe gar nichts gehört. Ich wollte dich nicht aufwecken."

„Hast du auch nicht. Hermione... Harry weiß Bescheid über uns."

„Ja? Ich dachte, wir hätten vereinbart, dass wir es ihm gemeinsam sagen, Ron. Warum hast du..."

„Er hat uns gesehen... vorhin, draußen im Vorgarten."

„Oh." Sie errötete etwas bei dem Gedanken, dass Harry sie und Ron beim Küssen gesehen hatte. „Geht es ihm gut?"

„Zuerst war er böse auf uns, aber nur deshalb, weil wir es ihm nicht gesagt hatten. Wir haben uns unterhalten und jetzt ist alles in Ordnung. Er ist vor einer Weile eingeschlafen."

Hermione seufzte erleichtert. „Gut. Armer Harry. Ich wünschte, er würde auch jemanden finden... Jemanden, der richtig für ihn ist. Nicht Cho", sagte sie und verzog das Gesicht. „Jemand, der ihn behandelt, wie er es verdient behandelt zu werden." Sie grinste Ron spitzbübisch an. „Vielleicht sollte ich mich mit Ginny unterhalten." Ron schaute böse drein. „Oh, wirklich, Ron... Kannst du ehrlich sagen, dass du Harry und Ginny nicht zusammen sehen willst?"

Ron seufzte und rollte die Augen. „Nein...", gab er murrend zu.

„Das habe ich mir auch gedacht." Sie lächelte wieder und trat näher zu Ron, strich mit ihren Händen seine Arme hinauf und ließ ihn erzittern. „Da du wach bist, könnte ich vielleicht noch einen Gute-Nacht-Kuss haben?"

„Ich glaube, das lässt sich machen..."

Er zog sie zu sich und schlang seine Arme um ihre Hüften, als sie ihre Arme um seinen Hals legte und ihre Hände in seinem Haar vergrub. Als ihre Lippen sich trafen, fühlte er, dass sie sich fast ganz an ihn sinken ließ. Er war erstaunt, dass er die Macht hatte, ihr weiche Knie zu bereiten. Er fühlte das mittlerweile vertraute Kribbeln, das immer dann auftrat, wenn sie sich küssten, obwohl er nicht die Absicht hegte, darauf zu reagieren. Er wusste, dass, wenn er das tun würde, Hermione nicht glücklich mit ihm sein würde, und er wollte das alles jetzt nicht zerstören. Er liebte sie tief, und das war genug, um sie zu respektieren und geduldig zu warten.

Außerdem gewöhnte er sich langsam an kalte Duschen.

„Hölle noch mal, Hermione... Du machst mich verrückt", flüsterte Ron, als sie sich trennten. Er sah sie liebevoll an.

Sie lachte sanft. „Ich weiß." Sie streichelte zart sein Gesicht. „Du solltest besser schlafen gehen. Du siehst müde aus."

„Du glaubst, ich könnte jetzt schlafen, was?", scherzte er. Sie lachte wieder und er lächelte. Er liebte es, sie zum Lachen zu bringen. „Du hast Recht... ich bin ziemlich müde", gab er zu.

„Dann sehen wir uns am Morgen." Sie stellte sie auf die Zehenspitzen und berührte seine Lippen mit den ihren. Als sie sich zurückzog, murmelte sie: „Ich liebe dich." Dann war sie weg.

Ron stand einen Augenblick lang da, sah ihr nach, ging dann zurück zu seinem Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Harry schlief immer noch tief und fest, was auch gut so war, da Ron wusste, dass er oft von fürchterlichen Alpträumen geplagt wurde, die ihn die ganze Nacht wach hielten. Ron legte sich in sein Bett, dachte an Hermione und Harry, ihre Freundschaft und ihre Zukunft.

Als er einschlief und Hermione immer noch in seinen Armen spüren konnte, wusste er, dass die Zukunft für die drei unsicher war und noch fürchterliche Momente mit sich bringen würde. Aber für jetzt... nun, für jetzt verlief die Gegenwart ziemlich gut.


FIN