Prolog

Immer noch mit seinen Gedanken bei Sylvia, sprang Tobin vom Geländer herunter und lehnte sich dagegen. Er starrte ihr hinterher während sie ihren Roller startete und wegfuhr.

Als er sie nicht mehr sehen konnte ging er langsam in die Richtung seiner Wohnung... und damit auch weiter weg von ihr.

Auf dem weg nach Hause kam er an der Bar vorbei in der er seine verstorbene Frau kennen gelernt hatte. Kurzerhand beschloss er sich die Bar zu betreten. Aufeinmal kamen Erinnerungen an seine verstorbene Frau in ihm hoch.

Während er den dritten Scotch in sich hinein kippte, dachte er an Lydia und an die Zeit die sie miteinander verbracht hatten: Ihr erstes Treffen, die Heirat und natürlich auch an die vielen Trennungen und Versöhnungen.

Doch dann musste er an Sylvia denken, er wusste nicht genau warum, aber er musste ganzeinfach an sie denken, daran wie sie sich zum ersten mal trafen, daran wie er sie nach der Explosion des Busses getröstet hatte und an das Treffen im Park, vor noch nicht einmal einer Stunde. Jetzt erst wurde ihm klar das er sie nie wieder sehen würde.

Vergiss sie. Es war nicht weiter als ein Job, mehr nicht. Ja genau rede dir das nur lange genug ein, vielleicht hilft es ja, wer weiß? Mit diesen Gedanken erhob er sich und machte sich auf den Weg nach Hause.

Sylvia hingegen wusste nicht so recht was sie denken sollte. Einerseits hatte sie gehofft er wäre ihr gefolgt, aber andererseits war sie sich nicht sicher ob sie es wirklich wollte.

Er wurde ja nicht ausgewiesen, er wird nicht für eine Gefahr gehalten, wobei ich jetzt noch nicht sehe wo die Gefahr darin besteht mich hier zu lassen, aber egal..., wo war ich? Ach ja genau, er hat einen Job, den kann er nicht so einfach von den einen auf den anderen Tag kündigen und einfach so auswandern. Doch dann wurde ihr klar das sie es nicht zugelassen hätte, selbst wenn er gewollt hätte, was ziemlich unwahrscheinlich war, weil sich seit grade mal zwei Wochen, wenn nicht weniger kannten.

Ich würde nicht zulassen das er alles hier hinter sich lässt nur damit er mitkommen kann. Wobei das jetzt eigentlich auch egal ist, weil er mir ja nicht nachgegangen ist, also, wieso noch darüber grübeln? Was hat es für einen sinn um jemanden zu trauern den man vor zwei Wochen kennen gelernt hat? Sie wollte sich nicht eingestehen das die schlimmste Zeit ihres Lebens auch gleichzeitig ihre schönste gewesen war. Die schönste Zeit? Warum? Sie hatte einen Mann kennen gelernt der wusste was sie dachte; zumindest größten Teils.

Aber hatte sie wirklich gedacht er würde ihr, einer Frau, 23 Tage nachdem seine Frau gestorben war, hinterher gelaufen kommen? 23 Tage waren gar nicht, sie hatte Jahre um jemanden getrauert den sie liebte.

Wieso mache ich mir noch Gedanken, er ist nicht gekommen und wird auch nie kommen. Um so etwas zu vergessen fängt man irgendwo anders neu an und da ich ja eh schon ausgewiesen wurde... ist doch die perfekte Chance um neu anzufangen.

Inzwischen war Tobin endlich zu Hause angekommen und suchte seine Post durch um zu schauen ob vielleicht ein Brief von Sylvia da bei war, bis ihm wieder einfiel das sie nicht seine Adresse hatte, sondern nur seine Telefonnummer. Als er zum Anrufbeantworter rüber schaute, sah er das jemand eine Nachricht hinterlassen hatte. In seinem 'leicht angetrunkenen' Zustand stolperte er hinüber zum Gerät, nur um zu merken das es eine Nachricht von seiner Arbeitskollegin war, sie rief an um zu fragen ob mit ihm alles in Ordnung sei. Er rief kurz zurück um ihr zu sagen das es ihm gut ging, es wäre nur ein bisschen müde, nichts weiter. Er bemühte sich das Gespräch kurz zu machen, da er immer noch die Hoffnung hatte das Sylvia vielleicht anrufen würde. Da sie nach einer stunde immer noch nicht angerufen hatte, ergriff er selbst die Initiative und griff zum Hörer. Grade als er wieder auflegen wollte hob jemand ab: „Sylvia Broome?"

„Hier spricht die National Security, wir wollten fragen ob sie Hilfe beim packen benötigen?"

„Immer doch, wann können sie vorbei kommen?"

Darauf hin stellte er eine ganz schlaue Gegenfrage:„Wann haben sie Zeit?"

„Wie wäre es mit jetzt? Das Zeug hier muss nämlich alles bis morgen früh gepackt sein."

„Ich bin in zwanzig Minuten bei ihnen."

„Danke, bis dann,"

„Bis gleich.", meinte er und legte auf.

Genau achtzehn Minuten später stand er vor ihrer Wohnungstür und klingelte und klingelte und klingelt...bis jemand die Tür auf machte.

„Gott Keller, nicht mal zwei Minuten hier und schon wird's laut."

„Ich kann ja nichts dafür das sie die Tür nicht aufmachen."

„Sie müssen verstehen, auf mich wurde in der letzten Woche ein Mordanschlag verübt, ich möchte sicher sein, dass ich dem richtigen die Tür auf mache. Wollen sie jetzt rein kommen oder hier draußen versauern."

„Dann gehen wir doch besser rein." Als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte sah er sich in der Wohnung um und stöhnte: „Das wollen sie alles mitnehmen? Ich glaube nicht das wir damit vor der Apokalypse fertig werden ( A/N: Wollte ich immer schon mal sagen), geschweige denn vor morgen früh."

„Schön das sie immer so positiv denken, das macht einem richtig Mut.", entgegnete Sylvia und fing wieder an zu packen.

„Wie auch immer, wo soll ich anfangen?", fragte er und schaute sich weiter um.

„Ähm, am besten kommen sie mit ins Wohnzimmer, da muss das meiste verstaut werden, ich hab schon angefangen, aber eine oder zwei helfende Hände wären bestimmt nicht schlecht."

Sie hatten es dann geschafft innerhalb zwei Stunde mit den Wohnzimmer fertig zu werden.

Jetzt fehlten nur noch Schlafzimmer, Badezimmer, Küche, Flur und Büro...

„Ich sagte doch, die Apokalypse ist früher...", murmelte Tobin und machte die letzte Kiste im Wohnzimmer zu.

So jetzt noch eben eine gaaaaaaaanz kurze Erklärung zu dem Grund der Fanfiction:

Also... der Autor dieser ff (ich ) und zwei ihrer Freundinnen waren mal wieder im Kino (kommt ja auch nur so alle paar Wochen vor, aber egal), nach langen Überlegungen, es waren so um die 5 bis 10 Minuten entschieden wir uns einstimmig für die Dolmetscherin. Was auch nicht so übel war, bis der Schluss kam... Nachdem wir dann wieder bei Klein-faye zuhause angekommen waren und Latte-Macciato-Torte, Smarties und Saft zu uns genommen hatten, konnten wir uns nicht mehr zurück halten und fingen an ff's zu schreiben. Die zwar etwas schnulzig wurden, aber wenn kümmert das schon. Aber auf jeden Fall ist das hier mein Anfang von dem Anfall gewesen. Ach und noch was, für irgendwelche Rechtschreib- oder Grammatikfehler sind die Lehrer verantwortlich, die haben vergessen mir das richtige beizubringen :-D

JenJen

Reviewen bitte nicht vergessen, ich kann immer Kritik gebrauchen.