Just another day

Prolog1:

„Albus Sie können den Jungen diesen Leuten nicht geben!"

„Ich muss Minerva, Sie sind seine einzigen Verwandten."

„Albus! Das ist die schlimmste Sorte von Muggel, die ich kenne! Er ist ein Zauberer, jeder wird seinen Namen kennen, Albus, wie kannst du so etwas tun!"

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Harry Potter saß auf dem Treppenansatz und wischte ihn sauber. Es war kurz vor Weihnachten und draußen war es schrecklich kalt. Harry war froh, dass er die Treppen wischen musste, so musste er immerhin nicht schon wieder nach draußen. Erst gestern hatte er den Garten pflegen müssen und der Boden war hart gefroren gewesen. Eigentlich müsste er wie jeder andere seines Alters in der Schule sein, aber Vernon hatte gemeint, dass er ihnen soviel Geld gekostet hatte, dass er das abarbeiten musste, bevor er in die Schule gehen dürfe.

Und das er Vernon Dursley sehr großzügig gewesen wäre ihn überhaupt bei sich aufzunehmen, dass er dafür dankbar sein müsse. Harry hatte überhaupt für alles dankbar zu sein.

Es war bald Weihnachten.

Harry seufzte, Weihnachten war wie jedes andere Fest. Eine Tortour. Er war jetzt sieben Jahre alt und fragte sich eigentlich seit dem er denken konnte, was er hier machte. Seine Eltern waren verstorben bei einem Autounfall. Sie waren schlechte Menschen gewesen und er war auch ein schlechter Mensch, deswegen musste er jetzt bei den Dursleys leben, die sicherstellten, dass es ihm schlecht ging.

Vernon Dursley parkte mit Lautem Quietschen in der Garage und kam mit wildem Gepolter herein. Es hatte etwas geregnet und er sah ziemlich übellaunig aus. Er schimpfte um sich herum und dann sah er Harry.

Der duckte sich unter dem Blick und versuchte sich nur auf seine Arbeit zu konzentrieren und wurde plötzlich in die Höhe gezogen.

„Was machst du da, du kleiner Tölpel, ab mit dir in die Garage, mein Auto putzen. Und das es mir blitzt. Du Nichtsnutz!"

Harry nickte und wandte sich zum Gehen. Das war immer so, wenn Vernon heimkam musste er immer irgendetwas für ihn erledigen und Petunia regte sich dann immer auf, dass er seine Arbeiten nicht zeitgerecht erledigte.

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Harry schrubbte gerade den letzten Rest des Schaums vom Wagen, als er Petunia in der Küche Schreien hörte. Keine Minute später kam Vernon zu ihm gepoltert und packte ihn am Arm und schrie ihn nieder.

Harry hätte sich am liebsten die Ohren zu gehalten. Er hasste es wenn Vernon mit ihm brüllte. Er fühlte sich einsam, nie sagte ihm jemand, dass er etwas gut machte. Immer machte er alles falsch und schlecht. Er brachte nichts auf die Reihe, gar nichts.

Dann schlug Vernon zu. Es war immer so, er hörte noch wie sein Cousin ihn auslachte.

„Kein Abendessen heute!", bellte Vernon ihn an und steckte ihn in den Wandschrank.

Harry hätte nur zu gerne protestiert, er hatte schon kein Mittagessen bekommen, weil Petunia einkaufen gewesen war und ihn nicht rauslassen wollte.

Er hatte solchen Hunger. In solchen Nächten träumte er immer von einem großen Festessen mit vielen anderen Kindern die ihn alle mochten und wo ihn keiner verspottete, weil er eine kaputte Brille hatte und er ungewollt war.

Aber heute Nacht wollte es nicht klappen. Sein Magen tat ihm weh und sein Kopf, eben da wo ihn Vernon geschlagen hatte.

Es war nicht fair, was hatte er nur getan. Er musste ein ganz ein schlechter Mensch sein, soviel stand fest. Er hatte irgendetwas getan, dass er das alles verdient hatte. Wenn er nur wüsste was.

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Weil Vernons Firma an die Börse gegangen war sie jetzt Pleite und es mussten Leute entlassen werden. Dursley ließ seinen Frust an seinem liebsten Opfer aus. Harry Potter, er prügelte den Kleinen Jungen oft bis dieser in Ohnmacht fiel.

Da sie ihn ohnehin nicht zur Schule angemeldet hatten, fiel es keinem auf. Harrys Leben war ein Albtraum und er fing wirklich an zu glauben, dass er all die Prügel die er bezog, verdient hatte. Es war ja seine Schuld, er war dafür verantwortlich und er musste sich einfach mehr anstrengen.

„Potter zieh dich an!", keifte Petunia am Weihnachtsabend den jungen Harry an. „Ich brauche jemanden der mir beim Einkaufen hilft! Und dass du dich ja benimmst!"

Sie fuhren fast eine Stunde bis sie in der innen Stadt angekommen waren und Harry wurde mit einem Paket nach dem anderen beladen. Während sie ihm eintrichterte, dass er ja acht zu geben hatte, dass er keines Fallen ließ.

Harry war so beladen mit Paketen und Päckchen, dass er nicht einmal den Weg vor sich sah. Er orientierte sich an dem Gekeife von Petunia; ihm war schon ziemlich schlecht. Das lag daran, dass er seit Tagen nicht mehr richtig gegessen hatte und ihm tat die eine Rippe schon so schrecklich weh.

Ihm wurde richtig übel und ihm wurde es schwarz vor Augen. Er stolperte einige Schritte vorwärts und stolperte gegen etwas, er versuchte wieder sein Gleichgewicht wieder zu finden Plötzlich fand er sich von merkwürdigen Geräuschen umgeben. Es hörte sich an, wie ein einem Lokal oder so etwas. Er hörte das Lachen von Leuten und wie sie mit Gläsern und Besteck schepperten.

„Noch ein Butterbier Tom, ich hab' noch einen weiten Weg mit meinen Besen vor", hörte er eine Stimme rufen.

„Willste' was Zwerg?", fragte ihn jemand.

Dieser Jemand nahm ihm auch die Pakete ab.

„Sachste mir wo deine Eltern sind? Sollst wohl hier auf sie warten, wie? Warte ich mach dir mal eine warme Milch, du bist ja ganz durchfroren. Was für Rabeneltern – nichts für ungut Kleiner – aber das ist sicher kein Wetter, an dem man mit Kindern nach draußen sollte."

Harry starrte den Mann mit riesigen Augen an. Träumte er? Musste wohl so sein, denn alle Leute trugen merkwürdige Hüte, wie Zaubererhüte, so wie sie dieser Gandalf in einem Zeichentrick getragen hatte und Umhänge. Harry rieb sich die Augen, sicher würde das alles gleich verschwinden.

Auf dem Tisch, wo der Wirt ihm seine Pakete hingestellt hatte, saß ein Mann der gerade so etwas wie einen Braten aß. Es roch köstlich und Harry spürte deutlich seinen Hunger. Er starrte mit sehnsüchtigen Augen auf das Essen. Das roch so gut und er hatte so Hunger.

Dem Mann fiel ein Stück Brot zu Boden. Der bemerkte es nicht und Harry hob es so schnell er konnte auf und aß es mit einem Sitz auf. Der Mann bemerkte dies starrte kurz Potter an und rief dann mit dröhnender Stimme.

„Hey Tom du alter Halunke was für ein lausiger Wirt du bist! Der Zwerg da hat Hunger, bring ihm was Anständiges!"

Harry zuckte zusammen, aber der Mann grinste ihn nur an und aß weiter.

Der Mann der wohl der Wirt war, brachte ihm seine heiße Milch und etwas dass wie Eintopf aussah und herrlich roch. Harry hatte noch nie so etwas Tolles gegessen. Er verputzte auch den letzten Krümel.

„Da hatte wohl jemand richtig Hunger", witzelte der Mann und stand auf.

Harry fühlte sich schrecklich einsam, aber er hatte Angst, was sollte er jetzt tun. Er wusste nicht einmal wo er war und all diese merkwürdigen Leute. Es war Weihnachten und die Dursleys würden ganz furchtbar böse mit ihm sein, weil er sich verirrt hatte, weil er nie etwas richtig machte. Weil er unnütz war. Harry begann bei den Gedanken daran, dass Vernon ihn wieder schlagen würde ganz schrecklich zu zittern. Er hatte so große Angst vor dem Mann und was wenn er einfach hier bliebe?

Ja er genau er blieb hier einfach sitzen, hier in diesem warmen was auch immer das für ein Lokal war.

Die Gäste wurden weniger und Harry wurde sehr müde. Er wusste nicht wie spät es war, aber er hatte sicher Stunden damit zugebracht. Den Leuten einfach zu zuschauen und zu zuhören. Merkwürdige Sachen erzählten die. Von Gringegotts und Madam Malkins Moden für Jedermann und von Zauberer, ja das war es, sie hatten von Zauberern geredet.

Das fand Harry schon merkwürdig. Er wusste, dass die Dursleys dieses Wort nicht mochten, auch wenn er nicht wusste warum das so war. Er verstand nicht so recht was schlecht an dem Wort sein konnte. Auch wenn er nicht verstand was die Leute damit meinten, war vielleicht eine geheime Sprache. So Codewörter, wie sie in den Filmen immer verwendet wurden.

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„Wir schließen jetzt Kleiner", meinte der Wirt und sah sich dann um und kratze sich an seinem Stoppelbart. „Deine Eltern sind nicht gekommen, was machen wir da jetzt Kleiner. Hier kannst du nicht bleiben. Ist kein Ort für Kinder, aber wegschicken kann ich dich um die Zeit auch nicht. Ach eine Schande ist das, am Weihnachtsabend…", murmelte der Mann.

Harry konnte kaum mehr die Augen offen halten. Er schlief schon fast. Er hatte nur noch mehr gehört, dass der Mann etwas gemurmelt hatte und spürte wie er hochgehoben wurde. Jemand trug ihn. Es war der gleiche Jemand der ihn in ein riesiges und warmes Bett legte.

Harry kuschelte sich in die Decke und schlief auf der Stelle ein.

Tom saß noch lange neben dem Bett wach und dachte nach. Etwas stimmte an dem Jungen nicht, er hatte noch kein einziges Wort gesagt. Ach er würde einfach morgen erfahren, wer seine Eltern waren und ihn persönlich zu seinem zu Hause bringen.

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„Aufwachen Kleiner."

Eine muntere und gutgelaunte Stimme weckte Harry, der sich wohlig in das warme Bett kuschelte und beschloss noch für ein zwei Sekunden davon zu träumen in einem richtigen Bett zu liegen und gar keinen Hunger zu haben.

Mit einem Mal setzte sich Harry auf. Er war von einem Schlag auf den andern völlig munter. Er hatte ja gar nicht geträumt, er lag in einem richtigen Bett und er hatte keinen Hunger, keinen richtigen zumindest.

„Na gut geschlafen, Kleiner?", fragte ihn der Wirt und Harry nickte nur verwirrt.

Dann schlüpfte er aus dem Bett.

Der Wirt legte seine Hand auf die Schulter des Jungen.

„Jetzt gibt es erstmal Frühstück und währenddessen kannst du mir erzählen, wer und wo deine Eltern sind. Die machen sich nämlich sicher Sorgen wo ihr Kleiner Schatz ist", meinte der Wirt fröhlich.

Dass sich Harrys Miene bei seinen Worten verdüstert hatte, war ihm sehr wohl aufgefallen, also hatte sich sein Gefühl nicht getäuscht. Er brachte den Jungen in die Küche, da er heute wie alle geschlossen hatte, sah er keinen Sinn darin in der Gasstube zu Essen, zu mal es hier wärmer war.

„So Junge, zuerst einmal, wie ist denn Name?"

„Harry Sir, Harry Potter", sagte Harry kleinlaut und sah den Wirt unsicher an.

Der sich prompt an seinem Tee verschluckte.

„Sag das noch einmal", spuckte der unkontrolliert aus.

„Harry Potter, Sir", murmelte Harry noch verunsicherter.

Der Wirt machte eine schnelle Bewegung und strich ihm die Haare aus der Stirn und legte die Blitzförmige Narbe frei und sank kalkweiß zurück.

Harry strich sich die Haare zurück, die Dursleys mochten seine Narbe nicht.

„Bitte Sir, es tut mir leid, aber meine Eltern sind Tod, ich wollt es Ihnen gestern schon sagen, aber ich hab' mich wohl nicht getraut. Sie sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen", erklärte Harry leise, aber mit fester Stimme.

„Bei einem was!", fragte Tom verwirrt, der glaubte einfach was auf den Ohren zu haben.

„Autounfall", stellte Harry fest.

„Was für einen Unsinn erzählst du da Junge! Deine Eltern wurden ermordet, weiß doch jeder!", brummte Tom und rieb sich seinen Kopf. Er hatte Kopfschmerzen, da saß ihm Harry Potter gegenüber. Verdammt wie war das nur passiert, er musste den Jungen dringen dorthin zurückbringen wo er herkam.

„Sag Junge, es ist dir doch Recht dass ich dich Junge nenne oder?", fragte er sicherheitshalber.

Harry nickte nur.

„Bei wem lebst du jetzt?"

„Bei den Dursleys."

Tom kannte fast alle Zaubererfamilien und er war stolz darauf, aber von den Durseleys hatte er noch nie gehört, musste eine zugewanderte Familie sein.

„Sie sind doch Zauberer, oder?", fragte er nach.

„Zauberer! Nein, nicht das ich wüsste. Sie mögen das Wort nicht besonders, wie einige andere", meinte Harry versonnen, der sich an einige unschöne Dinge erinnerte.

„Muggel!", ereiferte er sich und setzte zu einer weiteren Erklärung an, nach dem er das verwirrte Gesicht des Jungen gesehen hatte. „Weißt du was Zauberer sind?"

„Ja das sind Leute wie Gandalf mit langen weißen Bart und einem coolen langen Stab."

Tom schlug sich die Hand auf den Kopf, er kannte keinen Zauberer mit dem Namen Gandalf. War wahrscheinlich eine Muggelsache. Tom sah Harry lange und intensiv an, dann beschloss er es einfach anhand einer praktischen Demonstration zu zeigen.

„Also Harry ich bin ein Zauberer", sagte er und schwang seinen Stab.

Er ließ eine leere Tasse ein wenig hin und her schweben.

Harry fand das ganze cool. Das sagte er auch. Er fand das Ganze sehr beeindruckend, der Mann musste ein großer Zauberer sein.

„So Harry, du musst wissen, es gibt ganz viele Zauberer, aber weil wir unsere Ruhe wollen verstecken wir uns vor den nicht magischen Menschen, wir nennen sie Muggel."

„Dann sind meine Verwandten Muggel und ich Muggel!", fragte Harry unsicher.

„Deine Verwandten ja, du nein. Deine Eltern waren auch Zauberer und verdammt Gute, dass will ich meinen. Waren bekannt im ganzen Land", erzählte der Wirt.

Harry war begierig mehr über seine Eltern zu erfahren, die Dursleys erzählten ihm nie etwas über seine Eltern, dass war ein verbotenes Thema. Tom sah die leuchtenden Augen des Jungen und seufzte, er hatte schon immer eine Schwäche für Kinder gehabt.

„Erzählen Sie mir mehr bitte", bettelte Harry.

„Na gut. Deine Eltern wurden ermordet von einem bösen Zauberer, weißt du das kommt vor. Es gibt schlechte Menschen und es gibt natürlich auch schlechte Zauberer und der wurde ganz, ganz böse."

„Wer!"

„Der Zauberer. Harry, wir nennen ihn nicht beim Namen das bringt Unheil."

Der junge Harry nickte verstehend, na wenn es Unheil brachte, dann sollte man es auch nicht sagen, ganz logisch.

„Also deine Eltern haben gegen ‚Du weißt schon wem' (Harry wusste es nicht) gekämpft und waren darin ziemlich gut. Aber dann hat er sie gefunden, weil sie verraten worden sind, von ihrem besten Freund – ich weiß nicht ob es gut ist, dass ich das alles erzähle, du bist noch so klein – aber soviel solltest du wissen, du bist etwas besonderes Harry Potter. Deine Narbe macht dich zu etwas besonders, verstehst du?"

Harry verstand nicht.

„Ich bin nichts besonderes, ich bin Abfall, Dreck, nicht wert am Leben zu sein", murmelte er leise und verletzt.

Tom fuhr auf.

„Sag so etwas niemals wieder! Wer hat dir denn so einen Müll eingetrichtert!", brüllte der Wirt.

Harry fuhr zusammen und duckte sich vor dem Mann weg und begann stark zu zittern. Tom bemerkte, dass sich der Junge schrecklich vor ihm fürchtete und versuchte sich zu beruhigen. Er hatte für sich beschlossen, dass wer auch immer dem Jungen so einen Unsinn erzählt hatte, von ihm höchst persönlich verflucht wurde.

„Hey tut mir leid", meinte er versöhnlich und schenkte Harry noch etwas Tee und ein und stellte ihm eine weitere Portion Porridge hin.

Harry erholte sich von seinem Schrecken und als in dieser komische Mann wieder anlächelte, fasste er wieder neuen Mut.

„So jetzt müssen wir uns überlegen wie wir dich wieder nach Hause bringen", meinte Tom nachdenklich.

Harry sah ihn entsetzt an. Er wollte nicht wieder zu den Dursleys zurück. Nie wieder, die mochten ihn nicht und er mochte sie nicht. Tom entging das in nicht.

„Sag mal Kleiner wer hat dir eigentlich gesagt, dass du nichts Wert sein sollst. Kinder sind doch etwas Wundervolles?", fragte er bewusst unschuldig.

Harry sah ihn mit unglücklichem Gesicht an. Tom drang nicht weiter in den Jungen ein.

„Weißt du was, nach dem Frühstück gibt es erst einmal ein anständiges Bad und dann sehen wir weiter, einverstanden?"

Natürlich war Harry einverstanden, er wollte nicht weg. Er wollte nicht zu den Dursleys zurück.

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Tom brachte ihn in ein großes gemütliches Badezimmer und ließ ihm das Wasser ein.

„Brauchst du Hilfe, oder kannst du das schon alleine."

Eigentlich konnte, dass Harry alleine, aber er hatte noch nie ein einer magischen Wanne gebadet und dass sie magisch war, davon war überzeugt. Wie viele Wasserhähne musste man sonst anschreien, damit sie warmes Wasser lieferten?

Tom half ihm aus seinen Sachen und so kam es, dass der Wirt die vielen blauen Flecken und Wunden an den viel zu dürren Körper von Harry entdeckte. Er sagte nichts zu dem was er sah, sondern hob den Jungen einfach nur hoch und steckte ihn in das warme Becken.

Es war lange her, dass er sich das letzte Mal um Kinder gekümmert hatte, aber das war ihm egal.

Er schrubbte Harry die Haare und seifte ihn gründlich ein und planschte mit ihm herum. Er brachte den Jungen mit allerlei Blödsinn zum Lachen. Tom gefiel das Geräusch, es wärmte ihn richtig die Seele.

Er verzauberte eines der riesengroßen Handtücher in einen Bademantel und steckte den Jungen da rein. Jetzt ohne die übergroßen Sachen, die der Junge angehabt hatte, sah man deutlich, dass der Junge unterernährt war.

Tom brachte den Jungen in sein Zimmer zurück und entfachte ein starkes Feuer im Kamin. Dem Jungen drückte er ein Glas in die Hand und sich selbst deckte er mit einer Flasche besten Feuerwhiskey ein.

„So Harry, ich will Klarheit, nur das wir uns verstehen, und wenn wir uns verstehen, dann musst nicht wieder zurück, verstanden?"

Harry nickte.

„Also, von wem sind die Verletzungen und die blauen Flecken. Ich nehme an von diesen Dursleys, wie auch deine Unternährung und sie waren es auch die dir eingeredet haben, dass du nichts Wert bist, habe ich Recht."

Das war keine Frage. Tom war seit zwanzig Jahren Wirt und er hatte in seinem Leben schon viel gesehen. Er konnte Dinge auch dann erkennen, wenn sie sonst keiner sah.

Harry nickte nur.

„Siehst du das war gar nicht so schwer. Nur hier kannst du nicht bleiben, ich führe ein Pub und das ist kein Ort für ein Kind", meinte der Mann verdrossen.

„Bitte, Sir, ich kann auch arbeiten, ich mache alles, ich kann putzen und ein bisschen Kochen kann ich auch. Zwiebel schneiden, Kartoffel schälen und so", flehte Harry ihn an.

Seine grünen Augen leuchteten hoffnungsvoll.

„Na ja zurück kannst du auf keinen Fall, dass ist kein Ort für einen Zauberer und schon gar nicht für dich. Obwohl ich mich ehrlich frage, was sich Dumbledore dabei gedacht hat", murmelte er zu sich selbst. „Nun gut bis auf weiteres bleibst du bei mir."