9. Just another Point of no return

Lucius wachte über Harry, Draco und Narzissa ebenfalls, das war eine schreckliche Nacht und als der Morgen graute erwachte Harry endlich nur um sie alle verwirrt an zu sehen. Lucius umarmte seinen Ziehsohn heftig und gab ihm dann einen starken Schlaftrank. Dann zog er sich in sein Büro zurück.

Er hatte den dunklen Lord verlassen endgültig und er wusste es war die richtige Entscheidung. Harry war die richtige Entscheidung und seine Familie. Jetzt gab es keinen Weg mehr zurück, nie mehr, Voldemort war nicht von der vergebenden Sorte. Trotzdem fühlte sich Lucius so frei wie in seinem Leben noch nie.

Severus betrat das Büro und sah Lucius mit ausdruckslosem Gesicht an.

„Jetzt hast du es also doch geschafft Severus, ich habe mich von dem dunklem Lord abgewandt und was jetzt?", fragte Lucius.

„Müssen wir zu Ende bringen was wir angefangen haben, wir müssen den dunklen Lord vernichten."

Severus Stimme war schneidend kalt und vernichtend. Lucius nickte und lachte, er lachte und lachte und lachte.

„Wie stellst du dir das vor?"

„Er überlebt Harry nicht. Seine Zeit ist zu Ende, er hat es nur noch nicht begriffen, wir müssen dass nur all anderen klar machen."

Klar, war weiter kein Problem. Einen Haufen durch geknallter Todesser klar zu machen, dass sie dem falschen Herren folgten. Warum mussten sich die Ereignisse auch so überschlagen? Der dunkle Lord hatte die Prophezeiung doch schon einmal gehört? Vielleicht lag es daran, dass es Harry gewesen war, der die Worte noch einmal wiederholt hatte und dem dunklen Lord war klar geworden, dass er Harry vernichten musste.

Und durch sein irrationales Verhalten hatte er schon wieder gegen den Jungen verloren.

Lucius sah nachdenklich aus, sie mussten jetzt besonders vorsichtig sein, jetzt war alles anders. Harry hatte eine Macht die dunkle Lord nicht kannte, eine Macht die der junge Mann selbst nicht kannte. Malfoy war nicht dumm er erkannte in diesem Moment, dass er sehr klug darin gehandelt hatte sich für Harry zu entscheiden, als für den dunklen Lord, der junge Mann hatte Zukunft, eine mächtige Zukunft. Allerdings auch eine gefährliche, sie würden sicher nicht alle Todesser überzeugen können. Es würde zu einem Konflikt kommen, das war unausweichlich.

Severus war absolut der gleichen Meinung.

„Vielleicht sollten wir uns Minervas Vorschlag noch einmal durch den Kopf gehen lassen, wenn Albus wieder auf Hogwarts wäre, mit dem dunklen Lord angeschlagen…", meinte der Tränkemeister verschlagen.

Ja, das mochte eine Möglichkeit sein. Lucius nickte nachdenklich. Ja das war sogar sicher eine Lösung für die Sicherheit der Kinder. Trotzdem Dumbledore auf seine heiß geliebte Schule zurück zu lassen, er schien ihm wie ein persönlicher Affront. Aber schließlich nickte er langsam.

„Severus geh zu diesem Idioten hin und sag ihm er kann auf seine Schule zurück…Ich werde meinen Kollegen von Schulbeirat, die Idee schon wieder schmackhaft machen, ich weiß auch schon wie…"

Lucius stand auf und klopfte sich aus Gewohnheit seine Hose gerade. Severus stand da immer noch in der Todesserrobe, als Mr. Malfoy plötzlich seinen Zauberstab aus seinen Spazierstock zog und auf Severus zielte.

„Evanesco!"

Die Todesserrobe verschwand und Lucius lächelte auf eine unheimliche Art.

------

Harry erwachte und sah sich verwirrt um, wo war er, warum war und warum war er nicht Tod? Seine Gedanken drehten sich um das Geschehene und plötzlich wurde ihm etwas klar. Er war kein Todesser, er würde nie einer werden. Lucius hatte ihn beschützt und Severus ebenfalls. Harry seufzte erleichtert, wann immer er sich alleine fühlte wusste er eine Familie hatte und Freunde.

Harry setzte sich langsam auf und seufzte leicht. Dann schüttelte er seinen Kopf, er musste mit Lucius Malfoy reden dringend.

Doch erstes zu erst, so wie er jetzt aussah, konnte er unmöglich dem Herrn der Linie Malfoy gegen über treten, das gehörte sich einfach nicht.

Akribisch kümmerte er sich um seine Haare und suchte seine zweit beste Kleidung aus seinem Kleiderkasten. Jedes mal wenn er die teuren und ausgesuchten Stücke sah, wurde ihm sein Glück bewusst, dass die Malfoys so nette Leute waren und ihn aufgenommen hatten.

Harry klopfte höflich an der Tür.

Lucius war erstaunt, als er Harry wahrnahm. Der junge Mann trug eine Frisur die der seinen sehr ähnlich war. Es war offensichtlich, dass der junge Harry Potter ihn anhimmelte, mehr denn je wurde ihm das in diesem Moment bewusst. Ja, sich für Harry zu entscheiden war eine gute Wahl gewesen.

„Guten morgen Harry, wie fühlst du dich?", fragte Lucius besorgt und bot den jungen Mann einen Platz und eine Tasse Tee an.

„Danke, ich bin noch immer etwas verwirrt, aber in Anbetracht dessen was geschehen ist, wundert es mich nicht, Lucius", meinte Harry beflissen.

„Ja, das glaube ich gerne, du hast mir einen Schrecken eingejagt, ich kenne niemand der einen derartigen Effekt auf mich hat, außer dir mein junger Freund. In dir stecken eine Menge Geheimnisse mein Freund", lachte Lucius ihn freundlich an.

Harry nickte und sah ihn dann mit seinen grünen Augen suchend an.

„Mr. Malfoy…", begann er und bekam einen bösen Blick von Lucius zugeworfen.

„Ich dachte wir waren schon bei Lucius."

„…Sie haben mir gestern das Leben gerettet Sir, mal wieder und ich weiß nicht wie ich ihnen dafür danken kann."

Lucius musterte den jungen Mann sehr intensiv. Harry James Potter würde ihm den Weg zu ungeahnter Macht ebenen, wenn er den jungen Mann richtig einsetzte und trotzdem fühlte sich der junge Mann immer dazu verpflichtet ihm dankbar zu sein. Das gefiel Lucius unheimlich gut.

„Du bist mir wie ein Sohn Harry Potter, selbstverständlich liegt mir dein Wohl ergehen am Herzen, ich weiß, dass es meiner Frau und meinem Sohn ebenso ergeht. Und wegen den Ereignissen die geschehen sind, sorge dich nicht. Ich weiß, dass es keine kluge Entscheidung gewesen ist sich in erster Instanz dem dunklen Lord an zu schließen", erklärte Lucius leise.

Er hatte die Worte wohl gewählt. Er hatte Harry etwas von seiner Vergangenheit gezeigt und er wusste, dass Harry ihm keinen Vorwurf machte im Gegenteil. Harry hatte ein großes und vergebendes Herz und er Lucius wusste damit um zu gehen.

„Aber verständlich", murrte Harry ungehalten.

Lucius lächelte die Worte aus Harrys Mund zu hören fand er äußerst amüsant. Ja Harry Potter würde ein guter Malfoy werden, ein mächtiger Zauberer, er würde dafür sorgen…

„Harry, die Ereignisse der letzten Nacht verlangen nach einem Fest und da ohnehin Weihnachten ist…"

Der junge Mann strahlte von einem Ohr bis zum anderem.

„Denke ich kann ich dir eines deiner Geschenke schon jetzt geben", schloss Lucius seinen Satz und gab Harry ein dickes Buch.

Das Ministerium und seine Politik stand in kleinen Lettern auf dem Einband.

Harry sah das Buch mit komischen Gefühlen an. Was sollte er damit anfangen, Politik hatte ihm nie interessiert. Onkel Tom's Motto war immer gewesen, dass Politik nur etwas für Leute war, die eine natürliche Immunität gegen Kopfschmerz hatten und Harry wusste, er hatte sie nicht.

„Nimm es als Herausforderung Harry, du bist sehr wichtig für unsere Gesellschaft und je eher du weißt dich in ihr zurecht zu finden, desto leichter wird es dir fallen. Von allen Leuten, du wirst nie ohne Politik auskommen. Nur ein Narr würde annehmen, dass die Geschehnisse der letzten Zeit auf ewig unbemerkt bleiben", erklärte Lucius weiter.

Harry nickte, sein Mentor hatte wie immer Recht. Natürlich musste er sich damit auseinander setzen auch wenn er es nicht mochte…

„Danke Lucius, du hast Recht, auch wenn ich gestehen muss, dass mich Politik bis jetzt nicht interessiert hat", sagte Harry beflissen und leichter Rot Ton schlich sich auf seine Wangen.

„Und das ist gut so ein junger Mann wie du sollte seine Zeit genießen, niemand erwartet von dir, dass du dich morgen als Zaubereiminister nominieren lässt. Aber es ist immer gut die Namen derer zu kennen, die einem vielleicht eines Tages behilflich sein können. Wenn du wünscht bin ich dir gerne dabei behilflich."

Harry lächelte ihn schüchtern an, was würde er nur ohne Lucius machen?

„Jetzt aber ab mit dir!", verlangte Lucius spielerisch und Harry verbeugte sich übertrieben um dann aus dem Büro zu laufen, mit Lucius Gelächter im Rücken.

------

Draco war nicht überrascht, dass er Harry in der Bibliothek fand. Der junge Mann saß in dem Lieblingssessel seines Vaters und studierte gerade einen dicken Schicken, der unheimlich langweilig aussah.

Harry sah auf und nahm Dracos Grinsen war.

„Eine wahre Bücherschlange bist du, wirklich Harry", lachte Draco ihn an.

Harry grinste zurück.

„Es gibt heute ein großes Fest, eine Menge Leute werden kommen, Blaise, Greg und Vince haben schon zugesagt. Pansy ebenfalls", teilte Draco ihm mit.

Harry nickte und legte das Buch zur Seite.

„Du willst wissen was passiert ist…", stellte er fest, den Ausdruck in Dracos Gesicht lesend.

Der junge Malfoy neigte nur seinen Kopf und zauberte einen Sessel her, dann setzte er sich und hörte ohne seinen Freund ein einziges Mal zu unterbrechen seinem Freund zu. Als dieser aufhörte zu reden, schluckte der mittlerweile sehr bleiche Slytherin kräftig.

„Das mit der Prophezeiung ist übel Harry, wirklich übel", meinte er nur verständnisvoll. „Auf der anderen Seite, scheint als könnte sich nicht einmal der dunkle Lord mit dir messen, ich bin echt froh, dass du auf unserer Seite bist", sagte Draco ungewöhnlich ernst.

Harry nickte verwirrt. Auf welcher Seite sollte er denn sonst sein, wenn nicht auf der von seiner Familie. Kaum, als er den Gedanken fertig gedacht hatte, wurde er plötzlich sehr ernst und sehr still.

„Was ist los, Harry?", fragte Draco verwirrt.

„Ein Sohn sollte doch auf der Seite seiner Familie sein, oder?", fragte Harry plötzlich nervös.

„Klar, immer", stellte Draco fest, der nicht wusste worauf Harry hinaus wollte. Dann schlug er sich mit seiner Hand gegen die Stirn. „Harry…ich glaube ich weiß was du meinst, deine Eltern waren Gryffindors und so…shit."

„Meine Eltern starben um mich zu schützen, egal was für ein Ekel mein Vater war und wie sehr ich mich für ihn schäme, nichts wird das je ändern", sagte Harry leise und zog seine Knie an.

Draco rückte näher und drückte Harrys Hände fest.

„Das stimmt und dafür hältst du sie ihn ehren, aber Vater hat dich richtig gern, du gehörst zu unserer Familie, du bist mein kleiner Bruder soweit es mich betrifft. Du bist ein Teil unserer Familie Harry, vergiss das nicht."

Harry lächelte ihn schüchtern an.

„Tut mir leid…", murmelte er leise.

Draco winkte ab.

„Du warst immer einer von uns Harry, deine Eltern mochten Gryffindors gewesen sein, aber du bist ein Slytherin", stellte Draco fest. „Die Vergangenheit lehrt uns, aber wir leben in der Gegenwart."

Mit diesen Worten zog der junge Malfoy seinen Freund aus dem Sessel und rannte mit ihm durch das große Anwesen. Harry gehörte zu seiner Familie, basta.

------

Das Fest war berauschend. Es waren wirklich viele Leute anwesend und viele Leute bewunderten Draco und Harry. Der junge Harry Potter hatte die Herzen aller im Sturm erobert mit seiner schüchternen Höflichkeit.

Obwohl er kein großer Tänzer war oder gar ein Freund davon, tanzte er mit mehr als einer der weiblichen Gäste.

Lucius wachte über ihn achtete darauf, dass er in kein Fettnäpfchen trat. Wann immer Harry sich unwohl fühlte, war er da und sorgte mit seinen Kommentaren und Seitenhieben für eine ausgelassene Stimmung.

Severus kam verspätet und grüßte Malfoy mit einem leichten Kopfnicken, dann war er in dem Getümmel verschwunden. Der Minister räusperte sich gewichtig und wollte eine Rede halten, als ein lauter Knall ihn unterbrach.

Die Slytherins in gewohnter Manier hatten alle ihre Zauberstäbe zur Hand, wenn es in Hogwarts knallte, dann war es meist ein Duell.

Todesser!

Lucius und Severus sahen einander an und nickten, es gab keinen Weg zurück.

Schwarze Kapuzen versuchten den Saal zu stürmen und wurden von einer Menge Flüche empfangen. Keiner der Gäste hatte mit so etwas gerechnet, daher war es klar, dass die Kampf erprobten Todesser, schnell die Oberhand gewonnen gegenüber den Gästen.

Lucius lächelte in sich hinein, eine bessere Deckung hatte er sich nicht wünschen können, niemand würde ihn in Frage stellen. ER war der Retter der Zaubereigesellschaft. Zielsicher schoss er einen Fluch nach dem anderen ab. Er war sehr ruhig und innerlich amüsierten ihn die Schreie seiner verängstigten Gäste.

Dann kam der dunkle Lord. Harry erkannte ihn sofort, noch immer geschwächte von den Ereignissen konnte Voldemort sich kaum auf den Beinen halten, allerdings hatte alleine seine Anwesenheit eine verheerende Wirkung, die Leute versuchten zu flüchten und eine Massenpanik brach aus.

Harry starrte den dunklen Lord an. Die Gäste versuchten ihn nieder zu rennen, aber es gab keinen Ausgang, überall wurde gekämpft. Sie saßen in der Falle. Der Minister bellte einigen Leuten Befehle zu, aber keiner wollte auf ihn hören.

Harry hörte wie der dunkle Lord etwas in Parsel hisste. Ein dunkler Zauberspruch ohne zu denken riss Harry seinen Zauberstab in die Höhe und schrie den Gegenspruch in Parsel. Für einen kurzen Moment war es in dem Saal tödlich Still, dann zerfetzte ein Ohrenbetäubender Knall die Stille, als die beiden Zauber aufeinander trafen.

Voldemort zuckte vor Schmerz zusammen, es hatte den Anschein als hätte Potter ihn schon wieder besiegt.

Lucius nutze die Gunst der Stunde und tötete zwei Todesser von denen er wusste, dass sie den dunklen Lord bis in den Tod loyal waren.

Einer der Todesser nickte ihm unmerklich zu und verschwand von der Szenerie.

Voldemort schrie vor Zorn auf und machte einen Versuch Harry anzugreifen. Doch der junge Mann hatte seinen Zauberstab plötzlich auf ihn gerichtet.

„Für meine Familie", hisste Harry ihn mit unglaublichem Zorn an.

Harry fasste seinen Zauberstab anders, er würde dem dunklen Lord zeigen was Macht bedeutete. Dass er Harry Potter, ihm über war, niemand würde sich zwischen ihm und seine Familie stellen, niemand würde einen so großen Mann wie Lucius noch einmal demütigen. Niemand!

Plötzlich spürte er eine Hand auf seinem Hand. Es war Severus, der ihn voller Panik anstarrte.

„Tu es nicht Harry, lass ihn nicht siegen, wenn du es tust, hat er gewonnen", flüsterte der Tränkemeister ihn zu und zog ihn zurück.

Harry starrte ihn voller Panik an, was hätte er beinahe getan! Der Kampf brach erneut aus, dieses Mal waren es die Todesser die den kürzen zogen. Voldemort musste flüchten.

Harry zitterte am ganzen Körper, was war nur los mit ihm? Wieso fühlte er sich so komisch. Er wollte doch keinem was tun, nie hatte er jemals jemand weh tun wollen? Seine Narbe brannte und prickelte.

Severus zog ihn zu sich und hielt ihn ganz fest. Die anderen Kinder erfuhren von ihren Eltern fast dieselbe Behandlung. Es gab Verletzte aber keine Toten, was ein Wunder war. Das war ein schreckliches Ereignis gewesen.

------

Die Zaubererwelt war in Aufruhr, der dunkle Lord war zurück! Der Minister selbst hielt eine Rede zur Beruhigung der Nation, wer hätte schon damit rechnen können? Harry Potter hatte zwar den dunklen Lord vertrieben, aber…

Auch über Lucius fand man einen Artikel in der Zeitung in dem sein Mut gelobt wurde, wie er sich tapfer gegen die Todesser gestellt hatte.

Mehr denn je hörte der Minister auf die Ratschläge des einflussreichen Mannes, mehr denn je wusste das Lucius für sich zu nutzen. Ja die Rückkehr des dunklen Lords hatte sich als großer Vorteil für Malfoy herausgestellt, mehr als es dieser je vermutet hätte.

Severus und Lucius gelang es immer wieder Todesser von Harry Potter zu überzeugen in Anbetracht der jüngsten Ereignisse nicht weiter schwierig. Vor allem Lucius Macht Position half bei einigen nach. Sie hatten die Wahl entweder sich für ihn zu entscheiden, oder als Todesser nach Azkaban zu wandern. Die Drohung Lucius zu verraten half nicht viel, denn wer würde ihnen glauben?

Harry bekam von dem nicht viel mit, er hatte andere Probleme schwere Probleme mit sich selbst. Er hatte den dunklen Lord töten wollen, einfach so. Er hatte ihn wirklich töten wollen. Seine Albträume kehrten zurück, noch verstörender als sonst. Denn in seinen Träumen war er es selbst der die Befehle zu Folter und Tod gab.

Draco bekam mit, dass sein Freund sich schon wieder vor allem und jeden verschloss und sich hinter seiner höflichem Maske verbarg. Doch dieses Mal ließ er es nicht zu, dass sich Harry in seine eigene Welt zurück zog.

„Harry jeder hat eine dunkle Seite du hast dich mit mehr dunklen Flüchen und Zaubern beschäftigt, als jeder andere. Das ist nur natürlich, dass du dann auch manchmal so verstörende Dinge träumst, die Frage ist nur ob du danach handelst. Was den dunklen Lord angeht, ich denke nicht dass du eine große Wahl hast, entweder vernichtet er dich oder du ihn. Er ist ein Monster Harry, nichts weiter als ein Monster, das nach Macht giert."

Harry hörte die Worte, sein Verstand sagte ihm, dass Draco Recht hatte, aber ein Teil von ihm wusste, dass ihn ihm auch so ein Monster wohnte und vor dem hatte er mehr Angst, als vor dem dunklen Lord. Nur traute er sich nicht, dass jemanden zu sagen.

------

Severus lehnte in der Tür und lächelte auf seine unberechenbare Art und Weise.

Albus Dumbledore starrte auf den Brief, den Severus ihm überreicht hatte. Auf ihm prangten die Unterschrift aller Schulbeiräte auch der von Lucius Malfoy. Albus fragte wie bei Merlins Bart, dass Severus geglückt war.

„Ich soll zurück nach Hogwarts?", fragte ungläubig nach.

Severus kicherte leise.

„Ja, Albus. Ich muss gestehen, dass die Schule dich braucht. Du bist ihr Direktor und egal was in der Zwischenzeit geschehen sein mag, es ändert nichts an der Tatsache."

„Was ist mit Voldemort? Ich habe beunruhigende Gerüchte gehört", setzte Albus fort und strich sich seinen Bart.

„Ja, davon bin ich überzeugt, Albus. Gerüchte sind eine feine Sache, sie haben nur einen einzigen Hacken, sie sind selten wahr", flüsterte Severus ihm zu.

Albus starrte den Tränkemeister an, was hatte Severus nur so verändert? Noch vor wenigen Jahren, war er eine ausgezehrte und zynische Figur gewesen, die mit seinem Leben gehadert hatte, aber das schien wie weggeblasen.

Albus starrte wieder auf den Brief und dann umspielte ein kleines Lächeln seine Mundwinkeln, er würde nach Hause zurückkehren.

„Wann werde ich erwartet?", fragte er voller Tatendrang.

Severus musterte ihn kurz und neigte seinen Kopf leicht.

„Wann immer sie beschließen zu kommen, Herr Direktor", meinte er verschlagen dann wandte er sich zum gehen, drehte sich noch einmal um und trat ganz nah an den Direktor heran. „Nur eines: Lass Harry in Ruhe, oder dir widerfährt schlimmeres als eine Pensionierung", flüsterte ihm Severus zu und verschwand.

Albus starrte ihn schreckensbleich nach, es war schon eine Weile her, dass ihn jemand gedroht hatte. Auf der anderen Seite, Severus hatte schon immer einen starken Beschützerinstinkt gegenüber Harry gehabt…