Disclaimer: Alle hier vorkommenden Personen gehören J.K.Rowling. Wär zwar cool, wenn jemand glauben würde, dass Montague mir gehört, aber nein... LEIDER!

Ü/N: Das hier ist die Übersetzung von „Mark of Montague" von Luckylily. Wir freuen uns beide schon auf eure Reviews! Viel Spaß!


Mark of Montague

Prolog


Es lag schon Jahre zurück, dass Voldemort wieder auferstanden war, aber nichts hatte sich seither verändert. Er war immer noch da draußen, hatte immer noch Anhänger und verfolgte noch immer all jene, die nicht so waren wie er.

Vor sechs Jahren war er zurückgekehrt und immer noch zerschlug er alle Versuche des Ministeriums, ihn einzufangen, so als ob sie lästige Fliegen wären, die es nicht einmal wert waren breit geschlagen zu werden.

Er war sowohl vom Namen als auch von seinen Taten her der Dunkle Lord. Er blieb im Hintergrund, war immer von seinen Anhängern umgeben. Sein Hof blieb unauffindbar, unaufspürbar und schwer bewacht. Wenn jemand diesen Aufenthaltsort fand und jemand anderem davon erzählen wollte, war er tot, bevor das Wort „Verrat" seine Lippen verlassen konnte. Sie konnten es nicht aufschreiben. Sie konnten es nicht aussprechen. Sie konnten die Erinnerung an seinen Hof nicht bewahren und nicht in ein Denkarium verfrachten.

Überall gab es Spione, sowohl für die Todesser als auch das Ministerium. Jeder war verdächtig und niemand war vertrauenswürdig. Für jede Hexe und jeden Zauberer, der mit dem dunklen Mal starb, tauchten fünf Neue auf, um an seinen Platz zu treten.

Diejenigen, die gut arbeiteten oder ihre Verbindung zum Dunklen Lord verleugneten, wurden zurück zur Herde getrieben. Dort wurden sie entweder willkommen geheißen oder bestraft.

Der Stil des Hofes war eher für einen König als für einen Lord angemessen. Er war voll mit Kurtisanen und Mätressen. Einige von ihnen waren das Eigentum von jemandem, andere gehörten niemandem, und doch wurden sie weitergereicht und von jedem benützt. Sehr oft fanden Veranstaltungen zur Unterhaltung statt, Muggelschlägereien, Aurorenfolterungen, Duelle und Flüche, die ausgesprochen werden, um den „freundschaftlichen" Wettbewerb zu fördern.

Voldemort war kein Idiot. Er wusste, dass sie im Stande sein mussten zusammen zu arbeiten und eine Spaltung inmitten seiner Todesser war nicht von Vorteil. Aber der Sinn dieser Spiele war es, sie hinzuhalten, sie herausfinden zu lassen, wer unter ihnen der Stärkere war. Manchmal war es auch ganz unterhaltsam, ihnen beim Streiten zuzusehen, und wenn es ihm auf die Nerven ging, gab es immer eine „schnelle Möglichkeit", dieses Problem aus der Welt zu schaffen.

Das Leben hatte sich verändert, drehte sich um Blutvergießen, Tod und Krieg. Es war ein Schatten von dem, was es einmal gewesen war. Mittlerweile war es unerkennbar geworden im Vergleich zum Leben vor dem zweiten Aufstieg.

Die Seite des Lichts kämpfte weiter, Dumbledore, Potter, Granger, Weasley, Lupin und all die anderen, so zahlreich, dass ihre Namen keine weitere Rolle spielten. Unterrichtsstunden von Professor Moody über die „ständige Wachsamkeit" waren nun wertvoller denn je.

Hochzeiten zwischen Leuten wurden veranstaltet, die sich gerade mal einige Wochen lang kannten, vielleicht sogar einige Monate lang, kaum aber länger als das. Minuten zwischen zwei Schlachten, die von den Verliebten genützt wurden. Kurze Nachrichten und Liebesbriefe flogen rund um die Welt, Familien hofften, dass sie an ihrem Ziel ankommen würden. Die Zahl der Witwen begann zu steigen. Jeder kannte irgendwen, der einfach aus irgendeinem Grund verschwunden war. Es gab immer mehr Kinder, die nur einen Elternteil hatten, kleine Babys, die das Ergebnis eines One Night Stands waren, weil die Menschen verzweifelt nach einem Gefühl suchten, das nichts mit Schuld und Reue zu tun hatte.

Beide Seiten kämpften immer noch mit einer ungehemmten Grausamkeit. Entschlossen, ihre Seite zum Sieg zu verhelfen. Der Krieg ging weiter.

tbc